Dienstag, 23. Juni 2015

Buchautor David Eberhard: Liberale Erziehung schadet Kinder

Mit gezielten Fragen über eine liberale Erziehung setzt sich Die Zeit in einem Interview mit dem schwedische Psychiater und Buchautor David Eberhard vom 29.03.2015 auseinander.

In seinem neuen Buch ‘Kinder an die Macht‘, behauptet er, dass die liberale Erziehung gescheitert sei, weil sich Eltern nicht mehr wie verantwortungsvolle Erwachsene verhalten. Sie glauben, beste Freunde ihres Kindes sein zu müssen. Sie stellen sich auf eine Stufe mit dem Kind, wagen nicht, ihm zu widersprechen, Grenzen zu setzen. Eltern treffen keine Entscheidungen mehr, sondern wollen so cool und hip und rebellisch sein wie ihre Kinder. Unsere Gesellschaft besteht nur noch aus Teenagern.

Er beschreibt weiter, wie sich Eltern nur ungern trauen mit Erziehungsproblemen nach außen zu gehen. Diese sagen: Bei uns ist alles in Ordnung, kein Thema! Und trotzdem haben diese Eltern permanent ein schlechtes Gewissen, weil sie glauben, so vieles falsch zu machen. Sie kommen abends erschöpft von der Arbeit und kochen, was das Kind mag, weil sie keine Diskussionen wollen. Sie lassen es auch länger als vereinbart vor dem Fernseher sitzen, um Ruhe zu haben. Sie verbringen ihren Urlaub an Orten, an denen die Kinder beschäftigt sind, obwohl sie ohne Kinder nie dorthin fahren würden. Ich sage nicht, dass das falsch ist. Ich sage nur, ihr müsst das Kind nicht komplett ins Zentrum eures Lebens stellen. Es gibt keinerlei wissenschaftliche Belege dafür, dass es den Kindern damit besser geht, dass sie später erfolgreicher werden oder sorgenfreier leben.

Eberhard ist leitender Psychiater mit 150 Mitarbeitern, verheiratet und selbst Vater von sechs Kindern. Dass er in seiner Familie bestimmt und die Familie keine demokratische Institution sein sollte, begründet er folgendermaßen: „Die Beziehung zwischen Erwachsenen und Kindern ist immer asymmetrisch. Es ist die Beziehung von Meister und Schüler. Der eine unterrichtet, der andere hört zu. Die Eltern können Dinge besser einschätzen, weil sie mehr Erfahrung haben, mehr wissen. Sie sollten die Regeln machen.“

Eltern dürfen Kindern ruhig etwas zumuten – sie sind keine Porzellanpuppen

Ihm ginge es darum, zu sagen, dass es für Kinder wichtig ist, so großgezogen zu werden, dass es den Werten und Normen der Gesellschaft entspricht, in der sie leben. Dass es für Kinder, die in einer Gesellschaft aufwachsen, in der Schläge akzeptiert sind, also nicht so traumatisch sei. Und das Eltern in der westlichen Welt inzwischen befürchten, dass die kleinste Kritik ihr Kind traumatisieren könne. Eltern trauten sich nicht mal mehr, ihrer pubertierenden Tochter zu sagen: Iss nicht so viel Schokolade, sonst wirst du zu fett, weil sie Angst haben, das Mädchen könne sofort magersüchtig werden. Dabei könnten Eltern den Kindern ruhig etwas zumuten - die halten das aus. „Wir müssen sie nicht behandeln wie Porzellanpuppen“, so der Autor.

Früher gab es eine Gemeinschaft der Erwachsenen. Man hatte die gleichen Werte, was die Erziehung anging. Wenn sich ein Kind danebenbenahm, ging man hin und sagte: Hör auf damit! Diese Übereinkunft gibt es nicht mehr. Wir Erwachsenen stehen nicht mehr füreinander ein, wir stehen nur noch für unsere Kinder ein.

Kommentare:

NikoBelik1 hat gesagt…

Ach so nun sollen wir also wieder die Prügelstrafe einführen bzw Kinder schlagen ohne ihnen zu schaden,ich kotze gleich im Dreieck !Er bestimmt also in der Familie, sehr toll, meine Frau würde mir etwas anderes erzählen wenn ich so was durchsetzen will ! In unserer Familie hat jeder das ein Mitbestimmungsrecht, gemeinsam wird entschieden was gemacht,die Kinder werden bei allem mit einbezogen und haben kleine Aufgaben wie z.b Spülmaschine ausräumen,Zimmer aufräumen oder kleine Erledigungen machen ! Man kann Kinder sehr gut Grenzen setzen ohne Schläge,die Erziehung muss früh beginnen und beide Eltern müssen an einem Strang ziehen,jedes Kind macht mal Mist,das ist ein Teil der Kindlichen Entwicklung und völlig Normal, bei meinen Kinder reicht meist ein strenger Blick und eine ernste,feste Stimme, reicht das mal nicht gibt es eben Stubenarrest,TV-Verbot,Streichung des Taschengeldes oder Wegnahme von Handy&Co,da wirkt immer sehr gut ! Außerdem sollte man sich für Welt seiner Kinder interessieren,offen sein für alles und sich mal schlau machen über das was heute für Sorgen und Ängste haben ! Kinder sind nun mal eigenständige Persönlichkeiten und keine Roboter die man nach seinen Wünschen programmieren kann! MFG Niko

Anonym hat gesagt…

Dazu fiel mir sofort dieses Video ein: http://bewusst.tv/leben-wir-in-einer-kinderwelt/ - Wenn wir in einer Kinderwelt leben (was bei den Unaufgeklärten der Fall ist), wie können Kinder dann zu wirklichen Erwachsenen werden?? .........

Markus hat gesagt…

Sehr seriöse Quelle,nur eine weitere Verschwörungstheorien Seite mit Religiösem Ausschlag !

Michael Winterhoff - "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" das sollte man sich mal anhören !

https://www.youtube.com/watch?v=qxUUNV8lTYI

??? hat gesagt…

Und wenn alle wieder beten,zur Kirche gehen und an Märchen glauben wird alles gut oder wie ?

Lehrer i.R. hat gesagt…

NikoBelik1 bringt wieder mal Unterstellungen ins Spiel, von denen im Artikel keine Spur zu finden ist: Schlagen von Kindern - wo bitte steht das? Warum sind Sie so extremistisch, wo Sie doch andererseits ganz sinnvolle Beispiele für wirksame Kindererziehung geben!

Was Sie anführen, ist in dem Leitartikel doch gemeint: Grenzen setzen mit sinnvollen Aufgaben, wobei man als Erziehender darauf achten muss, dass Kinder diese auch zu Ende durchziehen. Genau das ist es, was zur späteren Lebensbewältigung beiträgt: Dinge durchstehen, die man nicht aus lauter Lust begehrt zu machen, die aber doch zum sinnvollen Leben dazugehören.

So ist es auch beim Lernen: Nicht immer fragen lassen: „Wozu brauche ich das später?“, sondern auf der Vermittlung von sinnvollem Allgemeinwissen bestehen - das ist gute Ausbildung. Überall da, wo die Schule sich nach den Bauchgefühlen der Kinder richtet, geht die Bildungsqualität den Bach runter. Genau das ist in Berlin, Bremen, NRW und anderen ideologisch „modern“ ausgerichteten Bildungsumfeldern passiert - mit dem Ergebnis unglaublich schlechter Lernergebnisse!

Man sagt auch, dass Großeltern - in mancherlei Hinsicht - die besseren Eltern seien, eben weil sie mehr Lebenserfahrung haben und durch einen gewissen Abstand zu oft rein emotional getroffenen Entscheidungen der Elterngeneration die bessere Übersicht kennen.

Es hat also keinen Sinn, die Gültigkeit von Erziehungsregeln nur der gerade erziehenden Generation zuzutrauen, denn das gesamtgesellschaftliche Umfeld beeinflusst Erziehungsentscheidungen maßgeblich - doch wer mit dem Strom schwimmt, hält unweigerlich dessen Richtung ein, auch wenn diese noch so falsch ist.
Da der Buchautor David Eberhard Schwede ist, hat er im Wissensumfeld „nordischen Fortschritt“ erlebt, der unserem erzieherischen Denken um Jahre voraus ist - allerdings mit teilweise ganz schlimmen Ergebnissen. Wir sollten daraus lernen, anstatt aufzuholen und dabei noch mehr in Sachen Erziehung vor die Wand zu fahren!

Luis hat gesagt…

NikoBelik nutzt das Forum nur um sich zu amüsieren und kurz mal vorbeizuschauen und seine eigene unhinterfragte Weltanschauung zum Besten zu geben. So ein "Forums-Hopper" halt..

Lasse hat gesagt…

Ja, NikoBelik will das Forum tatsächlich nur zum persönlichen Amusement nutzen. Für alle Seiten - auch für die kirchenkritischen Besucher der Seite - ein Problem.

NikoBelik1 hat gesagt…

Im Artikel sicher nicht,informiert man sich aber mal näher über diesen "tollen" Mann und ließt seine Beträge merkt man das er "Schläge" für gut hält,solange man das Kind nicht in seiner Würde verletzt, der Papst machte neulich die selbe Aussage !
Großeltern sind wichtig für Kinder,oft leben die aber weit weg und für Besuche ist wenig Zeit ! Schauen sie mal in Ruhe den Beitrag von Michael Winterhoff an, er geht auch Punkte wie Schule usw ein,sehr sehenswert, geht etwas eine Stunde !

Klar, mache ich das auch, meine lieber Luis&Lasse, bei manchen Beiträgen musste ich laut lachen,wie dem über Vampire oder den mit den Hexen ! Ich hinterfrage erst mal alles,gerade auf dem Gebiet der Religion und Medien, das sollte jeder machen und nicht alles glauben was einem erzählt wird bzw das was man sieht !

29.5.1453 hat gesagt…

Richtig so! Im Kalifat gibt es keine Kinder mehr, die in Watte gepackt werden. Sondern nur noch Krieger!

Lehrer i.R. hat gesagt…

Diese „Botschaft“ stammt keinesfalls von Mathias von Gersdorff! Auch wenn der Verfasser hier „christliche“ Standpunkte versucht zu „verbreiten“, so gibt es eindeutige Hinweise auf einen anderen: Die Formulierungen und vor allem die Rechtschreibefehler sind typisch für einen ganz bestimmten Forentroll, den ich allerdings nicht namentlich nennen möchte. Er kann sich ja selbst outen.
Auf jeden Fall finde ich es unverschämt, wenn jemand einem Anderen irgendwelche Statements unterschiebt!

NikoBelik1 hat gesagt…

XD Nein,der ist nicht von mir,obwohl es sehr kreativ ist ! Selber schuld das sich hier nur noch Trolle herumtreiben wenn man hier solche Artikel über Hexen rein stellt und allen erzählen will das so was auch noch gibt !

PS: Genau das was in der "Botschaft" geschrieben steht will Herr Gersdorff doch, alles soll wieder so sein wie vor 100 Jahren als die Menschen noch "Treue Christen" waren und die Kirche&Religion im Mittelpunkt standen ! Zum Glück sind diese Zeiten vorbei !

29.5.1453 hat gesagt…

@Mathias von Gersdorff

Zustimmung. Fünfmal am Tag beten auch gut. Allerdings wird es nicht die Bibel sein, sondern der Koran. Das Internet wird nicht abgeschafft, sondern den Islamgelehrten vorbehalten sein.

Anonym hat gesagt…

Bitte neue Beiträge wir wollen weiter lästern ! Ihr seid so hohl wie AZK

Putzig hat gesagt…

Sehr geehrter Herr von Gersdorff,

in Ihren Beiträgen sprechen Sie von „den Homosexuellen und deren Lobby”, nie aber vom einzelnen gleichgeschlechtlich Liebenden. Mir scheint, als hätten Sie sich mit diesem nie persönlich auseinandergesetzt.

Gern möchte ich Sie daher auf eine Tasse Kaffee einladen um Ihnen bereitwillig Auskunft über den oft harten Weg zum Coming Out zu geben und auch über die sehr alltägliche gesellschaftliche Repressionen danach.

Falls Sie sich vor einer solchen Begegnung aber fürchten wovon ich offen gestanden ausgehe empfehle ich Ihnen, sich mit einem beliebigen wissenschaftlichen Text zum Thema zu konfrontieren. Sie werden hier lernen, dass Homosexualität im von Perversion und Verderbtheit freien Tierreich ebenso häufig vorkommt, wie beim Menschen. Vielleicht kann Ihnen das die Augen für den Fakt öffnen, dass Homosexualität keine persönliche Entscheidung sondern eine Spielart der Natur ist.