Dienstag, 23. Juni 2015

BITKOM Studie 2015 zur digitalen Welt von Kindern und Jugendlichen

Schon mit 10 bis 11 Jahren sind nahezu alle Kinder in Deutschland online. Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren verbringen täglich 115 Minuten im Internet – und das vor allem über ihr Smartphone! Das sind einige Kernaussagen der umfangreichen BITKOM Studie 2015 zum Verhalten von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt.

„Jung und vernetzt – Kinder und Jugendliche in der digitalen Gesellschaft“ ist der Titel des Studienberichts, dessen Grundlage eine repräsentative Umfrage unter 962 Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 18 Jahren ist.

Die Teilnehmer wurden befragt, welche digitalen Geräte und Medien sie nutzen und wie sie digital kommunizieren. Außerdem gaben die Kinder und Jugendlichen darüber Auskunft, welche Erfahrungen sie mit Cybermobbing haben und welche Rolle ihre Eltern im Bereich der digitalen Welt einnehmen.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

Erstaunlich ist etwa, dass schon Erstklässler zu einem Fünftel ein Smartphone besitzen – bei 12- bis 13-Jährigen sind es bereits 84 Prozent. Tablets sind bei etwa einem Drittel in der Nutzung, Laptops und stationäre Computer bei 79 Prozent aller Befragten. Der Fernseher/ Smart TV ist auch bei den Jüngsten eine Selbstverständlichkeit, so dass insgesamt 91 Prozent die Nutzung bestätigen.

Für ältere Jugendliche ist das Smartphone das wichtigste Zugangsgerät zum Internet: 89 Prozent der 16 bis 18-Jährigen gehen damit online. Auf Platz zwei liegen Notebooks mit 69 Prozent, gefolgt von stationären Computern mit 52 Prozent und Tablet Computern mit 26 Prozent.

Die Nutzung sozialer Netzwerke beginnt mit 10 bis 11 Jahren. In dieser Gruppe sind 10 Prozent der jungen Internetnutzer in sozialen Netzwerken aktiv. Unter den 12- bis 13-Jährigen sind es 42 Prozent, bei den 14- bis 15-Jährigen 65 Prozent und bei den 16- bis 18-Jährigen 85 Prozent.

Bei der Platzierung sozialer Netzwerke liegt WhatsApp bei den 10- bis 18-Jährigen mit einer Nutzungsrate von 72 Prozent vor Facebook (56 Prozent), Skype (46 Prozent) und Google+ (19 Prozent).

60 Prozent der aktiven Nutzer sozialer Netzwerke im Alter von 10 bis 18 Jahren haben die technischen Einstellungen zur Privatsphäre verändert. Unter den 10- bis 11-Jährigen haben 23 Prozent die Einstellungen verändert, unter den 12- bis 13-Jährigen 48 Prozent und den 16- bis 18-Jährigen 79 Prozent.

94 Prozent der 10- bis 18-jährigen Nutzer von Smartphones oder Handys versenden Kurznachrichten, entweder als SMS oder über Online-Dienste wie WhatsApp, iMessage oder Hangout. Damit sind Kurznachrichten inzwischen sogar wichtiger als Telefonate.

Jeder siebte Jugendliche (14 Prozent) im Alter von 10 bis 18 Jahren ist im Internet gemobbt worden.
93 Prozent der 10- bis 18-Jährigen spielen Computer- und Videospiele – im Schnitt 104 Minuten pro Tag. Während Jungen durchschnittlich 122 Minuten pro Tag spielen, sind es bei den Mädchen nur 82 Minuten.

Schon die Jüngsten spielen – bei den 16 bis 18 Jährigen sind es 93 Prozent. Schon die 10,11 Jährigen spielen 66 Minuten täglich, bei den 16 bis 18 Jährigen sind es im Schnitt 122 Minuten täglich. Fast ein Fünftel der Jugendlichen spielen täglich drei Stunden und länger.

Der Studienbericht zeigt, wie umfangreich das digitale Leben in den Alltag der Kinder und Jugendlichen eingezogen ist. Dabei ist der pädagogische Einfluss durch Eltern und Schule begrenzt, da mit zunehmendem Alter die Einflussmöglichkeiten abnehmen. Aufklärung ist wichtig, um Schaden zu vermeiden. Der Umgang mit Persönlichkeitsrechten und dem Schutz der Privatsphäre sollten auch in den Grundschulen zum Lehrplan gehören, um die Kinder zu schützen.

BITKOM-Presseinfo Kinder- und Jugendstudie

1 Kommentar:

NikoBelik1 hat gesagt…

In vielen Schulen wird das schon gemacht,das Problem es fehlt an Geld und fachkundigem Personal ! Das ist nun mal das Kinder heute solche Medien nutzen weil echte sinnvolle Angebote fehlen,nicht vorhanden sind,zu weit weg,zu teuer sind oder wenn vorhanden zu weit weg bzw überlaufen sind oder schlecht organisiert ! Wir leben nun mal nicht mehr in einer Zeit in der die Kinder mit 13-14 noch fangen gespielt haben oder verstecken, die Kinder passen sich der Zeit an das war schon immer so und wird auch immer so sein !