Donnerstag, 23. März 2017

Leipziger Buchmesse, Samstag 25. März 2017: Buchpräsentation "Achtung: Pornographie-Falle!"

Buch "Achtung: Pornographie-Falle!"
25. März 2017 | 12:30 – 13:00 Uhr
Mitwirkende: Mathias von Gersdorff
Moderation: Jürgen Schlicksupp
Veranstalter: Deutsche Vereinigung für eine christliche Kultur DVCK e. V.
Art der Veranstaltung: Präsentation

Ort: Leseinsel Religion Halle 3, Stand A200


Weitere Infos: http://www.leipziger-buchmesse.de/ll/

Dienstag, 21. März 2017

CDU kündigt „Pakt für Familien“ an – was müsste dieser enthalten?

Peter Tauber, Generalsekretär der CDU. Pressefoto CDU. Foto: Tobias Koch
Mathias von Gersdorff

Dr. Peter Tauber, Generalsekretär der CDU, hat in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ am 18. März 2017 erläutert, seine Partei wolle die Kinder in den Mittelpunkt der Politik setzen: „Alle Kinder sollen beste Chancen zum Aufstieg haben“ und weiter „Gerade für Familien mit kleinen Kindern ist mehr Unterstützung wichtig, beispielsweise durch Förderung von Wohneigentum.“

Um dieses Ziel zu bewerkstelligen, kündigt der CDU-Generalsekretär einen „Pakt für Familien“ an. Es ist naheliegend, dass Peter Tauber mit diesem Pakt seine Partei für die christlich-konservative Klientel attraktiv machen möchte. In den letzten Jahren wurde der „konservative Kern“ der CDU dermaßen demoliert, dass traditionelle Wählerschichten wegbrechen. Es droht, dass sie die AfD wählen oder einfach zu Hause bleiben. Währenddessen schafft es die SPD mit Martin Schulz, die traditionellen SPD-Wähler zu sich zu holen.

Über die konkrete Gestaltung des „Paktes für die Familien“ bleibt Peter Tauber noch recht vage: „Bereits Ende letzten Jahres hat Finanzminister Wolfgang Schäuble ein 3,5-Milliarden-Euro-Programm für Schulsanierungen aufgelegt. Bildungsministerin Johanna Wanka fördert die bessere digitale Ausstattung aller 40000 Schulen mit einem Digital-Pakt in Höhe von fünf Milliarden Euro. In diese Richtung könnte auch der Familienpakt gehen. Die SPD hat für Familien nur schöne Worte, aber keine Taten zu bieten: Nirgendwo ist die Kinderarmut so hoch wie in Nordrhein-Westfalen – wo die SPD regiert.“

Die Situation vieler Schulgebäude in Deutschland ist in der Tat dermaßen desolat, dass ein Kraftakt zur Sanierung notwendig erscheint. Ob eine bessere digitale Ausstattung der Schulen tatsächlich so erstrebenswert ist, wird von vielen Pädagogen bestritten, zumindest was das Erlernen von Sprachen und Arithmetik anbelangt.

Doch davon abgesehen: Sollte die CDU mit einem „Pakt für Familien“ die Deutungshoheit in der Familien- und Bildungspolitik gewinnen, dann sollte sie schnell Position beziehen zu den Themen, die den Familien tatsächlich als bedrohlich erscheinen.

Das wären:

1. In Deutschland wird seit Jahren das vorrangige Recht der Eltern auf Erziehung ausgehöhlt, obwohl dieses Recht verfassungsrang besitzt: Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft. (Art. 6,2 GG)

2. Dies zeigt sich insbesondere in den letzten Lehrplänen zur Sexualerziehung für die Schulen in Hessen, Sachsen, Baden-Württemberg etc., die allesamt gegen den Willen und sogar gegen die Proteste von Elternverbänden eingeführt wurden. Alle diese Lehrpläne sind in unterschiedlichem Maße Elemente der irrsinnigen Gender-Ideologie. Den Höhepunkt staatlicher Arroganz stellen die neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ für Hessen dar. Diese stammen just von einem CDU-Kultusminister, Ralph Alexander Lorz. Unter anderem ist für Kinder ab sechs Jahren die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ gefordert (!).

3. Eines der heftigsten ideologischen Angriffe gegen Ehe und Familie ist die Forderung, das Ehegesetz für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen. Damit würde man einen absurden Begriff von „Ehe“ und damit von Familie einführen. De facto wäre dies das Ende in Deutschland von Ehe und Familie als staatlich anerkannte Institutionen. Auch dies wäre ein Akt nie dagewesener staatlicher Arroganz, denn die Regierung würde sich anmaßen, Begriffe, die seit Menschengedenken existieren, willkürlich bis zur Unkenntlichkeit zu verzerren.

4. Schließlich müsste ein „Pakt für die Familien“ der CDU eine klare Abgrenzung gegen die Partei „Bündnis90/Die Grünen" beinhalten. Die Grünen unternehmen seit ihrer Gründung einen erbitterten ideologischen Kampf gegen Ehe und Familie. Insbesondere die „Grüne Jugend“ verteidigt Positionen, die regelrechten Hass gegen die Ehe offenbaren. Die Haltung der Grünen zu Ehe und Familie sind mit einer christlichen Politik unvereinbar.


Diese vier Punkte sind gewissermaßen Mindestforderungen einer christlichen Familienpolitik. Will die CDU die christliche Basis und ihre eigenen christlichen Grundprinzipien ernst nehmen, ist die Berücksichtigung der oben gennannten Punkte unverzichtbar.

Unterstützen Sie bitte die Aktion „Kinder in Gefahr“. Sie helfen uns die Öffentlichkeit über diesen Angriff auf unsere Kinder aufmerksam zu machen mit Ihrem "Like" unserer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/aktionkig/ Danke! 

Bundesvorstand der Grünen: Hessischer Gender-Lehrplan der CDU ist „grüne“ Leistung

Grüne und Chaoten freuen sich über den Gender-Lehrplan von CDU-Kultusminister Lorz
Mathias von Gersdorff

Seit dem Spätsommer tobt in Hessen eine heftige Debatte. Grund sind die neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ von CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz.

Viele Eltern und CDU-Mitglieder reiben sich die Augen und fragen sich: Wieso erlässt just ein CDU-Politiker einen Gender-Lehrplan, der die Forderung nach „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ für Kinder ab sechs Jahren vorsieht?

Schon allein aus politischen Erwägungen ist die Frage mehr als berechtigt. Denn der Gender-Lehrplan nützt ausschließlich den Grünen, die sich seit eh und je als Lobby der LSBTIQ-Bewegung verstanden haben.

Genauso sieht das auch der Bundesvorstand der Grünen. Im Wahlprogramm 2017 schreiben sie: „In den Landesregierungen haben wir hier auch gegen Widerstände klare Akzente gesetzt, zum Beispiel mit den Bildungsplänen zur sexuellen Vielfalt in Baden-Württemberg und in Hessen.“

Im Klartext: Der Gender-Lehrplan von CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz wird von den Grünen als ihr eigener Sieg angesehen und nicht als Erfolg der CDU.

Das entspricht auch der Realität: Bei der Demonstration am 30. Oktober 2016 (Demo für Alle) gegen den Lehrplan nahmen Familien, Eltern und normale Bürger teil. Die klassische CDU-Wählerschaft also. Diese protestierte gegen den CDU-Lehrplan.

An der Gegendemonstration beteiligten LSBTIQ-Gruppen, Parteien wie die „Linke“ und allerhand Chaoten und Linksradikale. Das sind offenbar die neuen „Freunde“ der CDU.

Von Anfang an hielten etliche Medien den Erlass von Kultusminister Lorz im Grunde für ein „grünes“ Fabrikat:

Internet-Zeitung Queer (für Homosexuelle) am 18. September 2016: Der neue Lehrplan wurde maßgeblich von den Grünen vorangetrieben.

Magazin Männer (für Homosexuelle) am 19. September 2016: Der neue Lehrplan sei behutsam und gemeinsam unter Beteiligung von GRÜNEN und CDU diskutiert und erarbeitet worden.

Philologenverband am 1. November 2016: Wie auch in Baden-Württemberg haben sich augenscheinlich die Vorstellungen der Partei Bündnis 90/Die Grünen bei der Gewichtung der Inhalte für den Sexualkunde-Unterricht durchgesetzt, erkennbar beispielsweise am sehr breiten Raum, der im Lehrplan Themen wie „Vielfalt sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten“ gegeben wird.


Die Stellungnahme der Bundesvorstands der Grünen ist die Bestätigung dafür, dass diese Anmerkungen korrekt sind.

Es wird immer deutlicher, dass der Gender-Lehrplan von Kultusminister Ralph Alexander Lorz nicht nur eine Katastrophe für Eltern und Kindern ist, sondern für die CDU selbst! Ministerpräsident Volker Bouffier sollte endlich die Notbremse ziehen und diesen Erlass einstampfen.


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Ehe zwischen MANN und FRAU verteidigen heißt Rechtsstaat verteidigen

Mathias von Gersdorff

Die SPD hat nun beschlossen, die Öffnung des Eherechts für gleichgeschlechtliche Paare zu einem wichtigen Wahlkampfthema zu machen.

Man fragt sich, ob sich die Volksvertreter im Klaren sind, was sie da fordern.

Die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare käme einer Neudefinition der Ehe gleich. Anders ausgedrückt: Die Mehrheit, also die, die gerade die politische Macht besitzt, würde die Begriffe, die das politische und gesellschaftliche Leben bestimmen, umdeuten können.

Auf diese Weise könnte es rein theoretisch dazu kommen, dass in Deutschland nach jeder Bundestagswahl, also je nach vier Jahren, eine neue Definition von Ehe gültig wäre.

So etwas nennt man Willkür.

Was gegenwärtig die SPD (und die Grünen) hinsichtlich der Ehe fordert, nämlich die grundsätzliche Umdeutung des Begriffs, könnte bald von anderen Rechtsgütern wie dem Eigentum, der Würde, dem Recht auf Leben, der Freiheit, der Religionsfreiheit und weiteren gefordert werden.

Wer der Meinung ist, das könne nicht passieren, hat nichts aus der Geschichte gelernt.

Kardinal Robert Sarah, Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst, schreibt in seinem Buch „Gott oder nichts" (Dieu ou rien): „Die wichtigsten Maßnahmen revolutionärer Regierungen betrafen immer die Familie. Aus diesem Grund handelten alle Hirtenbriefe meiner ersten fünf Jahre als Erzbischof (im kommunistischen Guinea) von der christlichen Familie, um sie zu schützen“.

Um eine solche Situation zu verhindern, haben sich die Väter des Grundgesetzes dazu entschlossen, den Grundrechten große Bedeutung zu geben. Diese sollten nie wieder der Willkür ausgeliefert werden.

Doch genau das ist dabei zu geschehen.

In der öffentlichen Debatte kündigt sich diese Situation schon lange an. Wer sich irgendeiner der absurden politischen Forderungen der Homo-Lobby widersetzt hat, wird rasch Opfer einer Schmutzkampagne und wird mit dem Totschlagbegriff „homophob“ belegt.

Werden in der öffentlichen Meinung die Grundrechte nicht mehr respektiert und geschätzt, ist es bloß eine Frage der Zeit, bis die Gesetze den Einzelnen nicht mehr schützen.

Deshalb müssen wir uns für die Zivilehe zwischen Mann und Frau einsetzen
. Bitte unterstützen Sie unsere Petition mit Ihrer Unterschrift und der Verbreitung an Freunde und Bekannte: https://www.aktion-kig.org/kampagnen/ehe-nur-zwischen-mann-und-frau/

Dienstag, 14. März 2017

Die Radikalität der Gender-Revolution und warum es so wichtig ist, diese zu bekämpfen

Seit Anfang 2014 gehen Eltern und Familienorganisationen auf die Straße, um gegen die Gender-Schulpläne zu demonstrieren. Foto: Demonstration in Stuttgart gegen den "Bildungsplan 2015" im Februar 2014
Mathias von Gersdorff

US-amerikanische Nutzer von Facebook können eine von 58 sexuellen Identitäten für ihre Profilangaben wählen. Damit wird in diesem sozialen Netzwerk die in Frageform formulierte Zielvorgabe Judith Butlers in ihrem bekanntesten Buch „Das Unbehagen der Geschlechter“ aus dem Jahr 1990 implementiert: „Wie kann man am besten die Geschlechter-Kategorien stören, die die Geschlechter-Hierarchie (gender hierarchy) und die Zwangsheterosexualität stützen?“

Für Judith Butler ist die „Geschlechtsidentität“ ein Produkt der politischen und kulturellen Machtverhältnisse. Die „binäre Beziehung“ Mann und Frau dient der Aufrechterhaltung einer Machtkonstellation. Um diese zu überwinden, muss der Begriff „Gender“ überwunden werden. „Die Kategorie ‘Geschlecht’ ist die politische Kategorie, die die Gesellschaft als heterosexuell begründet“, zitiert Butler die Feministin Monique Wittig (1935-2003). Um diese „Machtstrukturen“ bzw. die Polarität Mann-Frau zu überwinden, soll das Geschlecht nicht mehr als „innere Wahrheit“ der Identität gelten, sondern als eine Inszenierung aufgefasst werden. Dies soll durch das Anstiften einer „Geschlechter-Verwirrung“ (Gender Trouble) geschehen.

Butlers Ausgangspunkt war eine Kritik des klassenkämpferischen Feminismus. Dieser – so Butler – würde die Gegensätze zwischen den Geschlechtern verstärken. Vielmehr sollte ein Verwischen der Geschlechtsgrenzen angestrebt werden. Susanne Schröter beschreibt die epochale Bedeutung Butlers in „FeMale – Über Grenzverläufe zwischen den Geschlechtern“: „Ende der achtziger Jahre begann man, die sorgfältig errichteten Differenzierungsmerkmale zwischen beiden Kategorien (Männlichkeit und Weiblichkeit, Anm. d. Verf.) teilweise wieder abzutragen, und seit dem Erscheinen von Judith Butlers Buch ‘Gender trouble’ (…) ist es populär, von Geschlecht als sozialer Konstruktion zu reden …“

Es ging immer schon um mehr

Facebooks Maßnahme hätte von Judith Butler selbst kommen können. Es hätten auch 580 oder 5.800 sexuelle Identitäten sein können, das Ergebnis wäre dasselbe: Das Geschlecht wird nicht als fest, sondern als willkürlich aufgefasst. Das Geschlecht ist vielmehr ein Fluidum von Daseinsformen.

Überraschend ist ein solcher Schritt nicht, denn von Anfang an strebten die Verfechter der „Homo-Ehe“ oder der „gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften“ viel mehr an als nur die Durchsetzung der Homosexualität als gesellschaftliche Norm. Sie wollten die Überwindung der Polarität der Geschlechtsformen.

Die Literatur dazu ist reichlich. So kritisierte der kanadische Soziologe Michel Dorais 1999 in seinem Buch „Éloge de la Diversité Sexuelle“ (Lob der sexuellen Vielfalt, eigene Übersetzungen aus dem Französischen): „Seitdem wir angefangen haben, die Schubladen Männer und Frauen, männlich und weiblich, heterosexuell und homosexuell zu kreieren, haben wir aus dem Auge verloren, was ein sexualisiertes Sein und was eine Bevölkerung in ihrer Vielfalt sind.“ Nach Dorais hat sich der Mensch in einer „binären Logik“ unterjochen lassen und folgert: „Wie leben in einem sexuellen Apartheid-Regime.“ Dorais paraphrasiert Simone de Beauvoir und postuliert: „Man ist nicht als Mann oder Frau geboren, man wird erst dazu.“ Diese Fiktion sei zu überwinden.

Indoktrination in den Schulen für ein „Fluidum von Geschlechtsdaseinsformen“

Dass es zumindest für einen Teil der Homo-Lobby von Anfang an um viel mehr ging, als um die Einführung von Sonderrechten für homosexuelle Personen, dokumentiert Stefan Timmermanns „Evaluation schwul-lesbischer Aufklärungsprojekte in Schulen“, „Keine Angst, die beißen nicht!“. Er schreibt: „Ein solcher Perspektivenwechsel muss zusätzlich mit einer Relativierung der Kategorien sexueller Orientierung sowie der Kategorien der Geschlechter einhergehen. Denn die scheinbare Eindeutigkeit konstruierter Systeme, die die Menschen entweder in ‘Männer’ oder ‘Frauen’ bzw. ‘Hetero’- oder ‘Homosexuelle’ einteilen, ist die Grundlage eines binären, biologistischen, essentialistischen, fundamentalistischen und totalitären Denkens, das die Welt nur in Polaritäten wahrnehmen will und kann. … In letzter Konsequenz läuft diese Perspektive auf eine moralische Unterscheidung in ‘Gut’ und ‘Böse’ hinaus“.

Hier wird deutlich, dass es beim Gerede von „Akzeptanz sexueller Vielfalten“ in Wahrheit um die Implementierung einer Ideologie und einer revolutionären Anthropologie geht und nicht um die Bildung eines Klimas der Toleranz, wie das die Befürworter der Gender-Lehrpläne verharmlosend behaupten.

Für die Sozialingenieure steht schon seit langem fest, dass auch in den Schulen diese Dekonstruktion der „Geschlechtsidentitäten“ hin zu einem Fluidum von „Geschlechtsdaseinsformen“ vorangetrieben werden soll. So schreibt Helga Bilden in dem Sammelband „Dekonstruktive Pädagogik. Erziehungswissenschaftliche Debatten unter poststrukturalistischen Perspektiven“ aus dem Jahre 2001 im Aufsatz „Die Grenzen von Geschlecht überschreiten“: „Identitäten, auch Geschlechtsidentitäten, sind nicht klar, eindeutig und selbstverständlich, wie sie es früher zu sein schien. Sie müssen neu gedacht werden: kontingent, fluid, nur zeitweise fixiert.“ Jutta Hartmann, eine weitere Exponentin der Dekonstruktionspädagogik, schreibt in „Vielfältige Lebensweise. Dynamisierungen in der Triade Geschlecht – Sexualität – Lebensform/kritisch-dekonstruktive Perspektiven für die Pädagogik“, erschienen 2002: „Geschlecht, Sexualität und Lebensform als gänzlich gesellschaftlich hervorgebracht begreifend, arbeite ich eine Vorstellung von Handlungsfähigkeit heraus, die die Möglichkeit bewusster Aktivität gegenüber Normen und ein Neuentwerfen von Existenz- und Lebensweisen beinhaltet.“

Gruppenspiele für ein „Hinterfragen der Heterosexualität“

Die Durchsetzung solcher pädagogischer Zielvorstellungen geschah dermaßen schnell, dass der oben zitierte Stefan Timmermanns zusammen mit Elisabeth Tuider schon im Jahr 2008 das Praxisbuch „Sexualpädagogik der Vielfalt“ veröffentlichen konnte. In diesem Buch sind viele sexualpädagogische Methoden – im Wesentlichen sind es Gruppenspiele – für den Schulunterricht enthalten. Durch diese sollen die Schüler ihre sexuellen Identitäten hinterfragen. Timmermanns schreibt: „Ein Sich-Einlassen auf das Verlassen von eindeutigen Identitätsvorstellungen kann bereichernd sein.“ Eines der Gruppenspiele in Timmermanns Buch heißt offen „Warum werden Menschen heterosexuell?“ Das Ziel des Spieles: „Die Jugendlichen sollen Heterosexualität als Norm in Frage stellen.“

Inzwischen hat die „Sexuelle Vielfalt“ die Schulen erreicht. In Berlin wurde 2011 im Rahmen der Initiative „Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“ ein Sexualkundeunterricht eingeführt, der Kindern ab dem ersten Grundschuljahr beibringen soll, was „sexuelle Vielfalt“ ist. Bekanntlich wurden solche Programme in Baden-Württemberg, in Sachsen-Anhalt, in Hessen und weiteren Bundesländern eingeführt. 

Hinter dem Genderismus steht keine Bürgerbewegung

Ebenso hat sich die katholische Kirche gerührt. Die Bischofskonferenzen Portugals, Polens und der Slowakei sowie der Bischof von Chur, Vitus Huonder, haben in letzter Zeit Pastoralbriefe gegen den „Genderismus“ veröffentlicht. Papst Benedikt XVI. erklärte zu dieser revolutionären Ideologie am 21. Dezember 2012, also wenige Wochen vor seinem Rücktritt: „Die tiefe Unwahrheit dieser Theorie und der in ihr liegenden anthropologischen Revolution ist offenkundig.“ Er führte aus: „Der Mensch bestreitet, dass er eine von seiner Leibhaftigkeit vorgegebene Natur hat, die für das Wesen Mensch kennzeichnend ist. Er leugnet seine Natur und entscheidet, dass sie ihm nicht vorgegeben ist, sondern dass er selber sie macht.“

Für Papst Franziskus ist Gender nichts Geringeres als ein Weltkrieg gegen die Ehe.

Sollten diese Reaktionen Beständigkeit entwickeln, ist es nicht naiv, anzunehmen, dass sie entscheidend das Vordringen des „Genderismus“ schwächen.

Diese Doktrin ist wider die Vernunft und widerspricht der wahren Anthropologie. Hinter ihr gibt es keine relevante Bürgerbewegung. Der Genderismus ist im Wesentlichen ein Produkt von Lobbyarbeit und Medienkampagnen und konnte nur aufgrund der mangelnden Reaktion so weit kommen. Deshalb muss dieser Kampf gegen Gender noch viel größer werden.

Bitte helfen Sie uns und nehmen Sie an unseren Aktionen gegen die Gender-Ideologie teil:

Bitte beteiligen Sie sich an diesem Protest mit Ihrer Unterschrift und der Verbreitung unserer Petition an den Ministerpräsidenten Volker Bouffier: http://www.aktion-kig.de/kampagne/petition_hessen_2.html

Informationen zum Thema und zur Aktion selbst bieten wir laufend auch bei Facebook an. Bitte „liken“ Sie unsere Seite in diesem sozialen Netzwerk, damit sie größere Beachtung findet und mehr Menschen von diesem Skandal erfahren: https://www.facebook.com/aktionkig/?fref=ts

Montag, 6. März 2017

Trotz anhaltender Kritik klammert sich die CDU-Hessen an Gender-Lehrplan

Mathias von Gersdorff

Die Liste der Kritiker der Gender-Lehrpläne für die Schulen wird immer länger. Nun ist  auch Prof. Reinhard Slenczka hinzugekommen.

Laut einem Bericht von IDEA wird die Ablehnung des Professors für ev. Theologie an der Universität Erlangen seine Ablehnung folgendermaßen begründet: „Slenczka wirft den Vertretern der Gender-Ideologie ferner vor, die ‚Befriedigung des Sexualtriebs in beliebiger Form nicht nur orientierend zur Wahl zu stellen, sondern ihn aufzuwecken und sogar auszuprobieren‘. Wenn das in Lehrpläne von Schulen aufgenommen und durchgesetzt werde, dann sei das Kindesmissbrauch, denn auf diese Weise werde die schützende Scham beseitigt und nicht mehr respektiert.“

Prof. Slenczka kann recht deutlich werden: „Es gebe keinerlei theologische, rechtliche und politische Berechtigung, die Forderungen der Gender-Ideologie durchzusetzen ‚und auf diese Weise die bestehende Gesellschafts- und Rechtsordnung tiefgreifend zu verändern, ja zu zerstören‘.“

Der CDU in den Bundesländern Hessen, Sachsen-Anhalt, Thüringen etc. müsste allmählich dämmern, dass sie nicht nur irrsinnige und überflüssige Gender-Lehrpläne in die Welt gesetzt hat, sondern auch einen fatalen politischen Fehler unternahm: Um sich bei den Grünen anzubiedern, ist diese Partei Eltern und konservativen Christen – also die klassische Basis der Christdemokraten – in den Rücken gefallen.

Besonders krass ist der Fall Hessens. Dort fordern die neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ von den Schülern ab sechs Jahren die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“. Dieser Unfug soll fächerübergreifend in die Praxis gesetzt werden!

Kein Wunder, dass sich die Eltern von der CDU verraten fühlen.

Seit Monaten hagelt es Kritik. Einige Beispiele:

Prof. Karla Etschenberg in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 23. September 2016: „Akzeptanz bedeutet Billigung und Einverstandensein. Das kann bezüglich nicht heterosexueller Orientierungen von gläubigen Katholiken nicht erwartet werden. Sie sind nur zur Toleranz bereit.“

Philologenverband: „Wie auch in Baden-Württemberg haben sich augenscheinlich die Vorstellungen der Partei Bündnis 90/Die Grünen bei der Gewichtung der Inhalte für den Sexualkunde-Unterricht durchgesetzt, erkennbar beispielsweise am sehr breiten Raum, der im Lehrplan Themen wie ‚Vielfalt sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten‘ gegeben wird.“

Philologenverband: „Der Lehrplan verlangt hier eine Erziehung zur ‚Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen (LSBTI).‘ Ganz abgesehen davon, dass hier psychologische und biologische Kategorien miteinander vermischt werden, lässt der Lehrplan weder Eltern und Schülern noch Lehrkräften die Freiheit, zumindest in Teilen zu anderen Bewertungen der verschiedenen Aspekte von Sexualität zu kommen. Die als Bildungsziel ausgewiesene ‚Akzeptanz‘ (im Sinne von Anerkennen, Hinnehmen, Gutheißen) geht über die ‚Toleranz‘ (das Gelten- und Gewährenlassen) hinaus.“

Dieser Lehrplan muss eingestampft werden. Wann wird die CDU ihren fatalen Fehler einsehen?

Der Gender-Lehrplan von Kultusminister Lorz für Hessen ist lediglich die Spitze des Eisbergs. Ähnliche Erlasse gab es auch in Sachsen-Anhalt und Sachsen.

Gegenwärtig stellt sich die CDU taub und versucht, die Debatte auszusetzen.

Deshalb ist der Protest der Eltern so wichtig! Nur durch den Druck der Basis wird sich Politik zum Besseren werden.

Unterstützen Sie bitte die Aktion „Kinder in Gefahr“ mit Ihrer Teilnahme: Unterstützungserklärung - keine Experimente mit unseren Kindern!
 
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Kardinal Meisner: Nein zur Homo-Adoption, für Kinder ist Beziehung zu Mutter und Vater zentral

Kardinal Joachim Meisner. Fotoquelle: Erzbistum Köln, Fotograf: Robert Boecker Lizenz https://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/de/
Diese Pressemeldung des Erzbistums Köln stammt zwar aus dem Jahr 2009, doch die Argumente gegen die Homo-Adoption sind nach wie vor gültig. Deshalb dokumentieren wir die wichtige Stellungnahme

Die Debatte um das Adoptionsrecht für homosexuelle Lebensgemeinschaften muss „als Debatte über die Rechte der Kinder geführt werden“, fordert Erzbischof Joachim Kardinal Meisner. In einem Beitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Samstagsausgabe vom 1. August 2009) schreibt der Kölner Erzbischof, die heutigen Erwachsenen lebten vielfach auf Kosten künftiger Generationen, vor allem der jetzt lebenden Kinder. Das gelte bei der Staatsverschuldung oder bei der Umweltverschmutzung, aber auch beim persönlichen Lebens- und Beziehungsstil. 

Beim Adoptionsrecht gehe es aber nicht um die Rechte hetero- oder homosexueller Paare, sondern „ausschließlich um das Recht und das Wohl der betroffenen Kinder“. Nun versuche man zudem, das Wohl dieser Kinder dem Wahlstimmenfang zu opfern.

Für Kinder sei die Verankerung in der Beziehung zur Mutter und zum Vater von zentraler Bedeutung. Darin bildeten sie auch ihre eigene geschlechtliche Identität aus. 


Selbst wenn heute eine solche Familienkonstellation in ihrer idealen Form oft nicht mehr vorliegt, müsse man für Kinder, die zur Adoption freigegeben werden, dennoch die bestmögliche Konstellation suchen. Ausdrücklich würdigt der Erzbischof in diesem Zusammenhang die Anstrengungen Alleinerziehender: „Die Nachteile, die die Kinder durch die brüchiger gewordenen Partnerschaften erleiden müssen, werden freilich durch die beeindruckende und aufopferungsvolle Lebensleistung allein erziehender Mütter und Väter gemildert. Und es ist sicher auch richtig, dass eine solche Erziehung besser ist als das Leiden des Kindes in einer lieblosen und chaotischen Paarbeziehung.“ Das Ideal im Sinne des Kindes bleibe aber die Familie als Beziehung zwischen Vater, Mutter und Kind.

Freitag, 3. März 2017

Neuer Blog zum Thema Lebensrecht

Liebe Leser von „Kultur und Medien“,

aufgrund der Tatsache, dass die Berichte und Kommentare rund um das Thema Lebensrecht immer zahlreicher wurden, haben wir uns entschlossen, diese Artikel nun in einem eigenen Blog zu veröffentlichen: https://aktion-sos-leben.blogspot.de/

Wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn Sie diesen Blog auch abonnieren und uns auf diese Weise folgen würden.

Praktisch täglich werden dort Artikel und sonstige Beiträge veröffentlicht. Einige Beispiele:


Über die laufende Aktion „40 Tage für das Leben“ in Frankfurt am Main wird hier berichtet:

Frankfurt/M: 40 Tage für das Leben ab 1. März 

Erste Fotos 40 Tage für das Leben in Frankfurt am Main

Über die politische Entwicklung des Themas Abtreibung sind besonders diese Artikel interessant:

Ungeborene Kinder mit Trisomie: Neuer Tabubruch im leisen Anmarsch

Agitation gegen Lebensrechtler radikalisiert sich

Auch auf internationaler Ebene geschah manches:


EU-Parlament ruft zur weltweiten Finanzierung von Abtreibungen auf  

Wie Sie sehen, in kurzer Zeit (Reaktivierung) wurde manches publiziert und der Blog erfreut sich schon großer Beliebtheit.

Grüne Jugend wünschte sich 2015 die Auflösung Deutschlands

Grüne Jugend mal wieder in den Schlagzeilen. Screenshot von Fokus-Online vom 4. Oktober 2015
Mathias von Gersdorff

Diese Schlagzeile fand ich per Zufall beim Suchen in Google: „Grüne Jugend wünscht sich Auflösung Deutschlands“.

Man könnte meinen, das wäre eine der üblichen Provokationen der grünen Nachwuchsorganisation. Doch beim genaueren überlegen, ist das nicht nur eine Provokation, sondern die Beschreibung des tiefen Seelenzustandes dieser Partei.

Betrachtet man nämlich die Forderungen der Grünen, so ist der gemeinsamer Nenner vielfach genau das Schlüsselwort der oben genannten Schlagzeile: Auflösung.

Einige Beispiele:

* Die Grüne Jugend will die Ehe abschaffen, also auflösen.
* Die Grüne Jugend will Mehr-Eltern-Adoption, was nichts anderes bedeutet als Auflösung von Ehe und Familie.
* Bündnis/Die Grünen wollen Ehegesetz für homosexuelle Paare öffnen, was auch die Auflösung der klassischen Ehe beinhaltet.
* Sie wollen ebenso das Ehegattensplitting abschaffen und generell die Familien höher besteuern, was zur Auflösung der Ehe beiträgt.

Die Bereitschaft der Grünen, Utopien in die Praxis setzen zu wollen, ist so stark, dass diese Partei sogar die „Zweigeschlechtlichkeit“ überwinden will. Sie wollen also die Geschlechter auflösen.

Es wird deutlich: Die Grünen werden von einem tiefen Hass gegen die Eheinstitution angetrieben. Ihr Ziel ist ihre Auflösung.

Aber man findet noch mehr Beispiele:

* Durch die Einführung von Gender in Kitas und Kindergärten wollen sie die Kindheit und die kindliche Unschuld auflösen.
* Durch die Einführung von Gender in den Schulen wollen sie die Geschlechtsidentitäten auflösen und verwirrte und desorientierte Kinder hinterlassen, die nicht mehr wissen, was sie sind.
* Durch die Einführung von Gender in die Universitäten wollen die Grünen die menschliche Vernunft auflösen.

Man könnte noch weiter gehen und Beispiele aus anderen politischen Bereichen nennen.

Doch diese Beispiele zeigen: Die Seele der Grünen ist tief pessimistisch, nihilistisch, apokalyptisch und sogar selbstzerstörerisch. Die Unzufriedenheit mit sich selbst könnte der Grund sein, wieso sie eine dermaßen zerstörerische Politik vorantreiben.

Diese Beispiele zeigen aber auch, wie negativ das Menschenbild der Grünen ist. Für die Grünen ist der Menschen wohl nur zum Bösen, zum Zerstören, zum Hassen fähig. Die politische Konsequenz ist evident: Ein grün-ideologischer Staat müsste dann durch Gesetze dafür sorgen, dass der Mensch  das Gute im Sinne grüner Ethik vollbringt.

Die Grünen haben solange die Freiheit gegenüber staatlicher Autorität eingefordert und den Gegnern ideologische Indoktrination vorgeworfen, bis sie selber an der Macht waren. Nun werfen sie immer mehr ihre bis dahin eingeforderten Rechte über Bord, um ihre Ideologie durchzusetzen. Ihr autoritärer Charakter und ihr Fanatismus offenbaren sich zunehmend.

Wer die Weltanschauung dieser radikalen Partei kritisiert, wird mit einer geballten Wucht von Totschlagbegriffen belegt, um ihn zum Unmenschen zu machen. Dass diese Haltung der Grünen für die Aufrechterhaltung eines Rechtsstaates gefährlich ist, liegt nahe.

Leicht würde eine grün-dominierte Regierung Grundrechte durch ihre eigene Ideologie ersetzen wollen und Kritiker zu Feinden der gesamten Gesellschaft abstempeln.

Hierzu sind nicht einmal gesetzliche Änderungen nötig: Mit Hilfe des Staatsapparates lässt sich eine gesellschaftliche Stimmung schaffen, in der Angst vor Ausgrenzung und sonstige berufliche und soziale Benachteiligungen herrschen.

Helfen Sie uns bitte, Ehe, Familie und Kinder zu schützen: Die Seite der Aktion „Kinder in Gefahr“ in Facebook ist inzwischen ein sehr wichtiges Informationsmedium unserer Aktion "Kinder in Gefahr" geworden. Für ein "Gefällt mir" wären wir sehr dankbar: https://www.facebook.com/aktionkig/?fref=ts

CDU-Gender-Lehrpläne sind Freibriefe für rot-rot-grüne Ideologen und damit tickende Zeitbomben

Kultusminister Ralph Alexander Lorz. Sein Lehrplan für Hessens Schulen öffnet linksgrünen Gender-Ideologen Tür und Tor. Foto: Manjit Jari, Kultusministerium Hessen
Mathias von Gersdorff

In Unterhaltungen mit CDU-Mitgliedern oder CDU-nahen Lehrern über die Gender-Lehrpläne, die die Christdemokraten in Hessen, Sachsen-Anhalt, Sachsen etc. (mit-)erlassen haben, hört man oft Bemerkungen dieser Art:

„Ja, die Lehrpläne sich nicht gut, besonders nicht die neuen hessischen „Richtlinien zur Sexualerziehung“, die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ fordern. Doch Richtlinien werden nicht 100prozentig angewandt und die Lehrer sorgen schon dafür, dass alles im Rahmen bleibt. Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.“

Eine solche Einschätzung ist naiv, verfehlt, kurzfristig und deshalb gefährlich. Aus verschiedenen Gründen:

Es ist in der Tat richtig, dass am Ende die Lehrer entscheiden, in welchem Maße erlassene Lehrpläne oder Richtlinien tatsächlich im Unterricht berücksichtigt werden. Es ist auch richtig, dass eine beträchtliche Anzahl von Lehrern vernünftig ist oder keinen Ärger mit den Eltern haben will und deshalb den Ball flach hält. Zudem kommt hinzu, dass gegenwärtig viele Schulen sowieso überfordert sind und die Curricula nur mit Mühe erfüllen können.

Aber es gibt ebenfalls eine nicht geringe Zahl von Lehrern, für die die Gender-Lehrpläne einen höchst willkommenen Anlass bieten, Gender in vollem Umfang im Unterricht zu behandeln. Dadurch, dass die Richtlinien hinsichtlich der konkreten Anwendung recht allgemein formuliert sind, werden solchen Lehrern kaum Grenzen gesetzt.

Bekanntlich wird in Hessen nun die „Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen“ gefordert. In der Altersgruppe der 6- bis 10-Jährigen sollen „unterschiedliche Familiensituationen (z.B. Patchworkfamilien, Alleinerziehende, Pflegefamilien, gleichgeschlechtliche Partnerschaften)“ behandelt werden.

Meint ein Lehrer, in der Schule eine Kampagne pro Gender durchziehen zu müssen, so werden ihm sehr schwache Grenzen gesetzt.

Für die Eltern wird der Schulgang ihrer Kinder eine Art Glücksspiel. Es gibt keine Garantie für sie, dass ihre Kinder nicht in die Hände von Gender-Aktivisten gelangen. Das ist unzumutbar.

Die Bedrohung durch die Gender-Lehrpläne könnte zudem eine völlig andere Dimension erreichen, wenn es in der deutschen Politik zu einem deutlichen Linksruck kommt, sprich, zu einer rot-rot-grünen Koalition.

Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel hat sich offen für eine rot-rot-grüne Koalition nach der nächsten Landtagswahl im Jahr 2018 geäußert. Spätestens dann könnte man versuchen, einen wahren Gender-Durchmarsch in Hessens Schulen durchführen.

Sollte Rot-Rot-Grün die Macht nach den nächsten Wahlen in Hessen übernehmen, bräuchte die neue Landesregierung lediglich den neuen „Lehrplan zur Sexualerziehung“ von CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz vollumfänglich in die Praxis umzusetzen, um aus den Schulen wahre Gender-Indoktrinationsstätten zu machen. Rot-Rot-Grün würde somit zum Vollstrecker einer Gender-Revolution werden, deren Grundlagen die CDU zuvor gelegt hat.

Wenn man allein diese Gefahr in Betracht sieht, erkennt man, wie falsch, verantwortungslos und kinder- und familienfeindlich CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz gehandelt hat, als er seinen Gender-Lehrplan für Hessen in Kraft gesetzt hat.

Die Christdemokraten in Hessen, Sachsen-Anhalt, Sachen etc. sollten deshalb endlich die Kritik von Eltern, katholischer Kirche, Familienorganisationen etc. ernst nehmen. Die Christdemokraten sollten endlich die Gefahren erkennen, die die Lehrpläne in sich bergen, die sie (teils) selber erlassen haben.

© Mathias von Gersdorff. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung

OECD diffamiert die Familienarbeit der Mütter

(PM Verband Familienarbeit e.V.) Laut dpa beklagt die OECD in ihrer neuen Studie den hohen Anteil der Mütter in Deutschland, die „nur“ in Teilzeit erwerbstätig sind. Sie trügen damit „unterdurchschnittlich“ zum Wirtschaftswachstum bei. Die Fixierung auf Teilzeitarbeit zeige die Orientierung am „traditionellen Rollenbild“.

Gertrud Martin, die Vorsitzende des Verbands Familienarbeit e.V. übt entschiedene Kritik: „Die OECD ist ein Lobbyist für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. In dieser Eigenschaft sollte sie sich aber heraushalten aus den Angelegenheiten, die Familien ohne Einmischung von außen autark zu regeln haben. Es muss ein Ende damit haben, dass die OECD in regelmäßigen Abständen den Müttern ggf. auch Vätern, die zugunsten der Präsenz bei ihren Kindern auf Erwerbsarbeit verzichten oder in Teilzeitarbeit stehen, Vorwürfe macht und versucht, sie möglichst in Vollzeit für die Erwerbsarbeit zu verpflichten. Solange die OECD in ihren Studien die Gleichwertigkeit von Erwerbsarbeit und elterlicher Erziehungsarbeit vollständig ignoriert, disqualifiziert sie sich als ernst zu nehmender Gesprächspartner.“

Martin meint weiter, angesichts der Tatsache, dass ein unbegrenztes Wirtschafts- und Konsumwachstum auf dem begrenzten Raum, den die Welt biete, nicht möglich sei, müsse auch die Frage gestellt werden, wie menschenverachtend dieses System des Immer-Größer-Weiter-Höher sei. Die Parameter dafür seien zuvörderst dort anzulegen wo es um die Kinder gehe und um die Eltern, die sich bemühen, ihre Kinder zugewandt zu erziehen und verantwortungsvoll ins Leben zu begleiten. Dafür brauchten die Eltern Zeit. Martin: „Es ist Arbeit, die sie leisten, keine Nicht-Arbeit! 


Der Sprachgebrauch in diesem Zusammenhang muss sich endlich an der Realität ausrichten. Eltern sichern durch ihre Erziehungsarbeit nicht nur die Existenz unserer umlagefinanzierten Renten-,Kranken- und Pflegeversicherung, sondern auch die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft. Unsere Kinder können sich nicht gegen den Elternentzug wehren oder organisieren. Sie wachsen damit auf und tragen die dadurch erfahrene Prägung in die nächste Generation. Ihre aus mangelnder Elternbindung resultierenden Mängel an emotionaler Sicherheit und Bildungsfähigkeit führen oft zu späteren seelischen Defiziten und hohen `Reparaturkosten`. Leider erstellt die OECD dazu keine Studien:! Der Kreis schließt sich nicht!“

Mittwoch, 22. Februar 2017

Wie das linksgrüne Milieu denkt: Religion ist Privatsache, Sexualität nicht

Plakat von "Kinder in Gefahr" bei einer "Demo für alle" in Stuttgart
Mathias von Gersdorff

In einem Interview für den „offenen Kanal Kassel“ habe ich die ungewöhnliche These geäußert, die katholische Kirche sei hinsichtlich Sexualität liberaler als das links-grüne Milieu. Meine Begründung: Die katholische Kirche vertritt zwar eine sehr strenge Sexualmoral, strebt aber gar nicht an, diese dem Volk über das Schulsystem aufzuoktroyieren, wie das viele Politiker wollen. Stattdessen behauptet die Kirche, dieser Bereich gehört ins Elternhaus, das heißt, ins Private.

Das linke Milieu ist der Auffassung, es sei hinsichtlich Sexualität sehr liberal. Ist das wirklich so?

Jedenfalls nicht, wenn man unter „liberal“ eine Grundhaltung versteht, nach der jeder allein für sich selbst entscheiden soll, wie er leben und denken will.

Keineswegs ist das die Grundhaltung der Linksgrünen: Linke und Grüne missionieren ihre Gender-Ideologie mit einem Eifer, den man bei Christen selten findet. Sie verteidigen diese irrsinnige Ideologie mit einem Fanatismus, den man sonst nur in besonders radikalen Sekten findet.

Und vor allem: Linke und Grüne fordern, dass der Staat seine Machtinstrumente verwendet, um diese Ideologie dem ganzen Volk aufzuoktroyieren. Auf diese Weise wird Gender in Deutschland systematisch zu einer wahren Staatsdoktrin erhoben.

Nichts Derartiges ist von der katholischen Kirche zu vernehmen: Ihre Sexualmoral ist zwar streng, doch keineswegs wird gefordert, dass sie via Schulsystem zu einer Art Staatsdoktrin wird.

Wenn es um Religion in der Öffentlichkeit geht, werden die Rollen gewissermaßen getauscht. Je weiter man nach links blickt, desto deutlicher wird behauptet, Religion sollte reine Privatsache sein.

Auch dieses Credo der Linken wird mit einem Impetus und mit einer Aggressivität verteidigt, die man im christlichen Milieu kaum kennt. Man muss nur einmal zu einer Demonstration von Lebensrechtlern oder zu einer „Demo für Alle“ gehen, um eine Idee der Wut und des Hasses der linken Gegendemonstranten zu sehen. Die Gotteslästerungen, zu denen die linksradikalen Chaoten fähig sind, kann man gar nicht wiedergeben. Und dabei sind manche dieser Straßendemonstrationen gar nicht christlich geprägt, jedenfalls nach außen nicht. Doch schon allein der Verdacht, dass diese Menschen christlich motiviert sein könnten, bringt die Chaoten zur Weißglut.

Ist das etwa ein Zeichen von Liberalismus und Toleranz?

Dabei fordert beispielsweise die katholische Kirche keineswegs, dass Religion generell öffentlich sein soll. Sie will Freiheit für die Religionsausübung und mischt sich ein, wenn es um Gesetze oder sonstige Aspekte des öffentlichen Lebens geht, die die Moral betreffen, wie das Elternrecht, welches beim Thema Sexualerziehung eine besonders große Rolle spielt.

Zudem sind – um bei der katholischen Kirche zu bleiben – ihre Argumente nicht direkt aus der Bibel entnommen, sondern aus dem Naturrecht, also einem universellen und unabhängig von der religiösen Konfession gültigen Referenzpunkt.

Allein aus Gründen des heute so hoch gepriesenen Pluralismus müsste die Stimme der Kirche bzw. der Christen willkommen sein.

[Fairerweise muss man an dieser Stelle feststellen, dass die Grünen keinen radikalen Laizismus vertreten. Gleichwohl nutzen sie punktuell radikallaizistische Argumente, wie beispielsweise in der Auseinandersetzung um "Gender" in den Schulen.]

Es kommt hinzu, dass – zumindest was die katholische Kirche betrifft – gar kein Anspruch besteht, den Staat bzw. das politische Leben eines Landes in allen Bereichen beeinflussen zu wollen.

Im Gegensatz dazu wollen Linksgrüne alle öffentlichen Lebensbereiche prägen und daß der Staat überall, inklusive im Privaten, Vorschriften macht und durchsetzt, wie etwa beim Essen (Nur ein Beispiel: https://www.gruene-bundestag.de/themen/ernaehrung.html ).

An diesen wenigen Überlegungen und Beispielen wird klar: Viele benutzen die Worte „Liberalismus“, "Toleranz“ oder „Trennung von Kirche und Staat“ als Tarnworte und wollen in Wahrheit ihren eigenen absoluten ideologischen Anspruch kaschieren.

© Mathias von Gersdorff. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung

Ist die Sexualerziehung in Deutschland noch zu retten?

Für den Schutz der Kinder darf man sich nicht auf die Parteien verlassen. "Demo für alle" in Wiesbaden gegen den neuen "Lehrplan zur Sexualerziehung"
Mathias von Gersdorff

Nachdem es in Deutschland einige Jahre relativ ruhig rund um die Schulsexualerziehung wurde, kommt sie spätestens seit 2013/2014 immer wieder in Schlagzeilen.

Der wichtigste, aber nicht der einzige Grunde ist Gender. Der sog. „Bildungsplan 2015“ für die Schulen Baden-Württembergs“ sah dermaßen massiv die Einführung von Gender in die schulische Erziehung vor, dass ein Sturm des Protestes entstand. Dieser Sturm zieht seitdem von Bundesland zu Bundesland. Gegenwärtig ist Hessen das Epizentrum aufgrund der neuen „Richtlinien für die Sexualerziehung“ von Kultusminister Ralph Alexander Lorz.

Wie hier schon oft erläutert wurde, ist Lorz´ Lehrplan nichts anderes als ein Gender-Lehrplan, in welchem diese absurde Ideologie in der Form von „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ in die Schulen kommt, und zwar für Kinder ab sechs Jahren, die sich z.B. mit „gleichgeschlechtlichen Partnerschaften“ auseinandersetzen müssen. Eltern und Großeltern sind entsetzt und fassen es nicht, dass just ein CDU-Kultusminister einen solchen Erlass fabriziert.

Kritik an der Schulsexualerziehung gab es aber schon immer, manchmal lauter, manchmal leiser.

Der typische und gerechtfertigte Vorwurf in den 1990er Jahren war: Den Kindern werden Details über das Intimleben zu früh vermittelt und sie werden neugierig gemacht. Sexualkunde sei in Wahrheit „Verhütungsunterricht“.

Insbesondere katholische und evangelikale Eltern protestierten, weil sie ihr Elternrecht auf Erziehung verletzt sahen. Immer wieder kam zu Verhaftungen von Eltern, die ihre Kinder nicht am Sexualkundeunterricht teilnehmen lassen wollten.

Die Befürworter der Sexualerziehung an den Schulen gaben zu bedenken, dass Kinder in unserer sexualisierten Welt eine Orientierung in diesem Bereich bräuchten. Diese erhielten sie nicht zu Hause, weil viele Eltern schlichtweg dazu nicht in der Lage seien.

Beide Positionen beinhalten vernünftig Argumente (Ich persönlich trete für die Elternrecht-Position ein. Diese wird auch von der katholischen Kirche vertreten: Die Sexualerziehung ist primär Sache der Eltern. Der Staat darf sich nur einmischen im Falle einer Ermangelung elterlicher Erziehung).

Fände jetzt eine Debatte zwischen den beiden erwähnten Positionen statt, wäre eine Lösung nicht so schwierig und die Diskussion um das Thema wäre auch nicht so heftig.

Doch in Deutschland kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Die Schulsexualerziehung war von vornherein sehr stark ideologisch geprägt.

Bei ihrer Einführung Anfang der 1970er Jahre, wurde sie maßgeblich von Personen gestaltet, die der sog. „emanzipatorischen Sexualerziehung“ anhingen. Sie wollten die Ideen der „sexuellen Revolution“ der 1968er-Bewegung (Herbert Marcuse mit seinem Aufsatz „Triebstruktur und Gesellschaft“ gab einen entscheidenden Impuls) verwirklicht sehen. Die bürgerliche Moral wurde als repressiv scharf abgelehnt und sollte im Sexualkundeunterricht bekämpft werden. Die christliche Sicht von Sexualität – vor allem die katholische – war das absolute Feindbild.

Für diese „Pädagogen“ (Helmut Kentler war einer der bekanntesten) sollte der Sexualkundeunterricht tatsächlich eine antibürgerliche und antichristliche Sexual-Ideologie vermitteln.

Dieser - wenn man so will – „Geburtsfehler“ der deutschen Schulsexualerziehung wurde niemals behoben. Stets wurden die Ideen über Sexualität inkorporiert, die in linksintellektuellen Milieus gerade Mode waren.

Die CDU hat immer versucht, diesen Unterricht einigermaßen von diesen Ideologien frei zu halten, was ihr nicht immer gelang. Dennoch konnten sich aber die Eltern darauf verlassen, dass die Christdemokraten dafür sorgen würden, dass Ideologen nicht ungehemmt diesen Unterricht gestalten würden.

Dass gerade nun in Hessen die CDU einen totalen Gender-Lehrplan einführt, hat die Eltern schockiert. Sie haben nie damit gerechnet, dass die CDU ihnen in dieser Form in den Rücken fallen würde.

Doch nun zur Anfangsfrage: Ist die Sexualerziehung in Deutschland noch zu retten?

Ich behaupte: Nein, sie ist es nicht. Richtlinien, pädagogische Fachbücher und die Ausbildung der Lehrer sind durch und durch von den Ideen der sexuellen Revolution der  1968er-Bewegung und ihrer Nachfolger durchdrungen.

Auf diese Weise erhebt jede neue Generation von Pädagogen und  Schulpolitikern den Anspruch, „ihre“ ideologischen Vorstellungen zur menschlichen Sexualität zu implementieren.

Zurzeit ist Gender die neue Mode-Ideologie. Bald dürfte die Behandlung von Transsexualität der neue Hype deutscher Pädagogen werden.

Die Tatsache, dass das Elternrecht auf Erziehung nach wie vor gültig ist und sogar verfassungsrechtlichen Rang hat, schützt nicht vor der Ideologisierung des Schulsexualunterrichts. Selbst die Urteile des Bundesverfassungsgerichtes, die einen Indoktrinationsverbot vorschreiben, scheinen tote Normen zu sein.

Unter diesen Umständen ist die einzige Lösung, dass die Eltern aktiv werden. Sie können sich nicht auf die Parteien verlassen und müssen selber dahinwirken, dass der Sexualkundeunterricht nicht entgleist, wie das leider allzu oft geschieht.

Auf Dauer sollten Strategien entwickelt werden, die Sexualkunde zu einem Wahlpflichtfach machen und Eltern ihre Kinder davon befreien können.

Dax-Konzern Telekom im Dienst der neomarxistischen Kulturrevolution

Telekom Gender-Werbung: Baby und zwei Frauen (Screenshot der Werbung)
Mathias von Gersdorff

Das ideologische Spektrum von grün bis dunkelrot übt sich gerne in der Schelte von Großbanken, der Großindustrie der internationalen Multis. Für sie sind das mehr oder weniger Blutegel, die das Leben derjenigen aussaugen, die wirklich Tag für Tag hart arbeiten.

Diese sozialistisch/marxistische Rhetorik wird jedes Mal aus der Mottenkiste geholt, wenn die Presse über zu hohe Bonuszahlungen oder einen Korruptionsskandal berichtet.

Das alte Bild des Klassenkampfes scheint immer noch gute Dienste für unsere Politiker zu leisten, deren Herz (gerne mal) „links“ schlägt, egal, welcher Couleur sie sind.

Genau diese Politiker sind aber auffallend still, wenn Dax-Konzerne nicht wie gnadenlose Kapitalisten in Erscheinung treten, sondern als Propagandisten der Kulturrevolution im Sinne der 1968er-Bewegung und der „sexuellen Revolution“.

Das aktuelle Beispiel ist eine Werbung der sogenannten Family-Card. Dieser Vertrag bietet die Möglichkeit einer Zweitkarte für einen Familienangehörigen.

Doch was die Telekom unter „Family“ versteht, hat in Wahrheit nichts mit Familie zu tun. Das Dax-Unternehmen hat für sich entschieden, dass alle möglichen homosexuellen und sonstigen Partnerschaftsformen auch „Familie“ sind.

Somit handelt es sich hier nicht bloß um Werbung für einen Telefon-Vertrag, sondern um regelrechte Gender-Propaganda. Ein neomarxistisches Familienbild soll in den Mentalitäten und in der Gesellschaft verankert werden.

Antonio Gramsci, der große Theoretiker einer marxistischen Kulturrevolution, und Herbert Marcuse, der Hauptdenker der 1968er-Bewegung, wären über den Werbespot der „Deutschen Telekom“ begeistert.

Seit Jahrzehnten erleben wir einen wahren Propagandafeldzug, um die Idee zu propagieren, Ehe und Familie seien beliebige Konstellationen von Personen und das Geschlecht sei mehr oder weniger unerheblich.

Die Verbreitung dieser Ideologie wird mit massiven finanziellen Mitteln vorangetrieben. Die immer wieder genannten „neuen gesellschaftlichen Realitäten“ sind Frucht dieser Werbekampagnen und der Lobbyarbeit bestimmter Organisationen.

Auf diese Weise werden die Ansichten der Menschen und die gesamte Kultur verändert.

Anders ausgedrückt: Stückweise werden so die noch existierenden Reste einer christlichen Gesellschaftsordnung, deren Grundlage die Ehe zwischen Mann und Frau ist, zerstört.

 © Mathias von Gersdorff. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung

Dienstag, 14. Februar 2017

Sexualerziehung: Politiker fordern Blankoscheck von den Eltern/Darf man den Schulpolitikern vertrauen?

Kultusminister Ralph Alexander Lorz: Darf/Soll man ihm vertrauen? Foto: HKM/Manjit Jari
Mathias von Gersdorff

In Podiumsdiskussionen, Vorträgen oder Fragestunden mit Bürgern sagen die für Sexualkunde zuständigen Politiker stets dasselbe: Man solle vertrauen, dass das Wohl der Kinder im Fokus der Erziehung stünde.

Geradezu wütend werden diese Politiker, wenn Eltern sich beklagen, in den Schulen würde Frühsexualisierung betrieben, denn die Kinder würden mit Inhalten und Details des Sexuallebens konfrontiert, für die sie nicht vorbereitet sind.

Stets antworten sie dann: Das seien Unterstellungen, und falls so was mal vorgekommen sei, wären das Einzelfälle.

Vor allem in Hessen hört oder liest man ständig solche Sprüche seitens unserer Politiker seit Inkrafttreten der neuen „Richtlinien für die Sexualerziehung“ im Spätsommer 2016.

Darf man diesen Politikern vertrauen? Ist die Kritik an der Sexualkunde oder den neuen Lehrplänen überzogen?

Dazu einige (von vielen) Überlegungen:

1. Wenn Eltern ihre Kinder zur Schule schicken, vertrauen sie dem Schulsystem und damit den Schulpolitikern das wertvollste an, was sie haben. Es ist also völlig vernünftig und sogar angebracht, dass sie diesen Politikern kein grenzenloses Vertrauen schenken. Wenn man Güter anderen anvertraut, wie etwa Geld der Bank, ein Haus dem Mieter, den Wagen einer Werkstatt etc., will man auch irgendwelche Garantien haben. Diese Grundhaltung ist vernünftig und entspricht der menschlichen Natur.

2. Die übliche Haltung der Politiker in den Debatten über den Sexualkundeunterricht an den Schulen kann nur Misstrauen wecken. Analysieren wir den Fall Hessen als aktuelles Beispiel:

Gegen die „Richtlinien zur Sexualerziehung“ für die Hessischen Schulen gab es von vielen Seiten heftige Kritik (Katholische Kirche, Elternbeiräte, Philologenverband, etliche Vereine und Organisationen wie „Kinder in Gefahr“ etc.). Die zuständigen Politiker haben bis heute auf diese Kritikpunkte nicht angemessen geantwortet. In den Antworten von Kultusminister Ralph Alexander Lorz, CDU-Generalsekretär Manfred Pentz, CDU-Fraktionschef im Landtag Michael Boddenberg und anderen wurde nicht auf die Argumente gegen den neuen Lehrplan ernsthaft eingegangen.

Diese Politiker handeln nach dem Motto „Vogel, friss oder stirb“. Offensichtlich betreiben sie eine Strategie der sogenannten „asymmetrischen Demobilisierung“: Man spricht nicht über die Themen, die einen angreifbar machen, damit der politische Gegner seine eigene Basis nicht mobilisieren kann.

Doch im Falle des neuen Lehrplans für Hessen unternimmt die CDU (sie ist zurzeit zuständig für die Bildungspolitik) diese Strategie der „asymmetrischen Demobilisierung“ gegen die eigene Basis! Im Grunde will sie den Konflikt aussitzen.

Rein politisch ist diese Strategie falsch, weil die Schulpolitik in der Regel das wichtigste Thema in Landtagswahlen ist. Zu erwarten, dass sich die Menschen einfach abfinden, ist seitens der CDU einfach naiv.

Vor allem ist diese Strategie jedoch nicht geeignet, Vertrauen zu wecken. Anstatt die Menschen mit Argumenten zu überzeugen, will die Landesregierung die Menschen einlullen. Unsere Schulpolitiker bemühen sich geradezu, Misstrauen zu wecken.

3. Wenn die Politiker den Sexualkundeunterricht so toll und unbedenklich finden, ist nicht erklärlich, wieso er nicht als Wahlpflichtkurs angeboten wird. Das wäre naheliegend, denn dieser Unterricht ist im Grunde ein sog. „Querschnittsthema“, wie auch Menschenrechte, Demokratieverständnis etc.

Um beim hessischen Lehrplan zu bleiben: Eines der umstrittensten Punkte ist die Forderung (!) nach Akzeptanz „sexueller Vielfalt“. „Sexuelle Vielfalt“ ist nichts anderes als eine Umschreibung für Gender.

Die Politiker könnten so argumentieren: Es wäre gut, dass die Schulkinder „sexuelle Akzeptanz“ akzeptieren. Dafür werden wir Wahlpflichtkurse anbieten. Die Eltern sollen dann entscheiden, ob ihre sechsjährigen Kinder dort zum Beispiel lernen sollen, was gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind; das sieht der neue Lehrplan nämlich vor)

Die Schulpolitiker bieten diese Wahlfreiheit nicht an, weil sie wissen, dass viele Eltern das nicht akzeptieren werden. Dieser Unterricht muss deshalb verpflichtend sein.

Kann man aber dann ernsthaft behaupten, eine Indoktrinierung sei nicht angestrebt? Kann man von den Eltern unter diesen Umständen blindes Vertrauen verlangen?

Natürlich nicht. Diese Forderung nach einem Blankoscheck ist im Grunde nichts anderes als ein Kaschieren der brutalen Macht, mit der man bei der Durchsetzung der Gender-Lehrpläne vorgeht. Damit will man lediglich verhindern, dass das Ohnmachtsgefühl der Eltern eines Tages in blanke Wut umschlägt.

Der globale Kampf gegen das Leben / Wie der Westen die Abtreibungsmentalität zum Exportprodukt macht

Mathias von Gersdorff

Eines der ersten administrativen Maßnahmen des neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump, war, die Zuschüsse an US-amerikanische Organisationen zu stoppen, die im Ausland Abtreibungen finanzieren.

Diese Gelder flossen meistens in Entwicklungsländer in Afrika und Asien, in geringerem Maße nach Mittel- und Südamerika. Seit langem beschweren sich Politiker und Kirchenleute aus diesen Kontinenten, dass der Westen seine finanzielle Macht verwendet, um ihnen die Abtreibungsmentalität und eine pervertierte Moral aufzudrücken. Die Vereinigten Staaten steuerten ca. 600 Millionen US Dollar diesem Zweck zu. Diese Gelder hat Präsident Trump nun gestoppt.

Die Abtreibungslobby reagierte empört und ruft zu einer „Solidaritätskampagne“ mit dem Namen „We decide“ (Wir entscheiden) auf. Für den 2. März 2017 ist eine Spendenveranstaltung in Brüssel angekündigt.

Das Motto von „We decide“: Frauen und Mädchen sollten die Möglichkeit haben, zu entscheiden.

Dass es um die Entscheidung geht, das eigene Kind zu töten, wird auf der Internetseite von „We decide“ nicht erwähnt. Dieser wesentliche Aspekt wird überhaupt von den Abtreibungsaktivisten immer verschwiegen. Sie leben schon lange im „Postfaktischen Zeitalter“.

Die Regierungen Belgiens und der Niederlande haben schon zehn Millionen Euro beigesteuert und wollen nun andere Staaten dazu ermuntern, auch das Projekt finanziell zu unterstützen.

Diese Aktion ist nicht nur aufgrund ihrer lebensfeindlichen Intention skandalös.

Sie dokumentiert ebenfalls eine unglaubliche Arroganz und Überheblichkeit mancher westlicher Länder gegenüber der sogenannten „Dritten Welt“: Die Abtreibungsaktivisten auf politischer, medialer und NGO Ebene deklarieren ihre makabre Gesinnung zu einem Dogma, der weltweit mit der Macht des Geldes durchgesetzt werden soll. Dabei empfinden sie sich selbst wohl als besonders tolerant.

Die Allianz des Todes ist aber auch Ausdruck einer Entwicklung im Kampf um das Leben, die seit Jahren immer stärker geworden ist: Die Globalisierung.

Dieser Kampf um die Deutungshoheit in der Öffentlichkeit sprengt immer öfters die nationalen Grenzen.

Es gibt zwei Hauptgründe hierfür: 1. In den meisten Ländern hat sich der Staat bzw. die politische Klasse aus dieser Auseinandersetzung ganz zurückgezogen, wodurch der Kampf um das Leben vor allem ein Kampf um die Kultur geworden ist. 2. Aufgrund des Internets und der sozialen Netzwerke ist dieser Kulturkampf um das Leben global geworden. Auffällig war beispielsweise, mit welchem Interesse dieses Jahr deutsche Lebensrechtler den „March for Life“ in Washington verfolgten.

Dasselbe gilt aber auch für die Abtreibungslobby. Der Aktivismus der Lebensrechtler muss sich stärker auf diese neue Situation einstellen.

 © Mathias von Gersdorff. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung