Dienstag, 18. September 2018

Schule als Polit-Labor führt zur Erziehungs-Katastrophe

Mathias von Gersdorff

Vergangene Woche erreichten uns drei Nachrichten, die unsere besondere Aufmerksamkeit verdienen:

1. Eine Studie der Universität Bonn hat herausgefunden, dass die klassische Lernmethode zum Erlernen der Rechtschreibung die beste sei.

Bei der sog. Fibelmethode werden Buchstaben und Wörter schrittweise und nach festen Vorgaben eingeführt. Die Kinder, die nach dieser Methode gelernt haben, hatten mit Abstand die besten Rechtschreibkenntnisse.

Einige Bundesländer haben die neuartigen und bizarren Lernmethoden wieder abgeschafft. Sie wurden von den katastrophalen Ergebnissen dazu regelrecht gezwungen. Es ist jedenfalls erfreulich, dass sie sich nicht an ihren Experimenten festklammern.


2. Doch dann erreichte uns die schlechte Nachricht: Die Gender-Revolution in den Schulen wird weiterhin vorangetrieben. So haben Schulen in Niedersachsen sogenannte Unisex-Toiletten eingeführt.

Der Antrieb dazu ist rein ideologisch: Wenn sich ein Mann beispielsweise als Frau "fühlt", so soll er nicht gezwungen werden, trotzdem die Männer-Toilette zu besuchen. Das sei nämlich "diskriminierend".

Mit solchen Maßnahmen versucht man in Schulen die Gender-Ideologie in die Praxis umzusetzen und den schulischen Alltag entsprechend dieser Ideologie zu gestalten.

Für linke Politiker ist die Schule primär ein Ort für ihre gesellschaftspolitischen Experimente.

Kein Wunder, dass die Qualität der Schulen ständig sinkt, wie die Ergebnisse des "Bildungsmonitors 2018" eindrücklich gezeigt haben.

Diese Einschätzung wird auch von Personen und Medien geteilt, die nicht aus dem christlichen oder konservativen Milieu stammen.

Die "Zeit" ist beispielsweise gnadenlos und schreibt: "Leistungen der Schüler gehen bundesweit zurück".

Auch der Berliner "Tagesspiegel" ist knallhart und urteilt: "In der Bildungspolitik geht es nicht voran, fast alle Bundesländer machen Rückschritte."

Die Ergebnisse des "Bildungsmonitors 2018" kamen keineswegs überraschend. Zuvor ergaben die sogenannten "IQB-Bildungstrends", die in der Kultusministerkonferenz vorgestellt wurden, ähnliche Ergebnisse.

Gleichzeitig wird Gender in den Schulen systematisch zum interdisziplinären Lehrinhalt ausgebaut.

Eine Beschreibung der Gender-Initiativen in den einzelnen Bundesländern können Sie im Buch von "Kinder in Gefahr" "Gender Revolution in den Schulen" lesen, das Sie hier bestellen können:


3. Das Erstaunliche ist: Fragt man die Jugendlichen was sie eigentlich hinsichtlich Ehe und Familie denken, erfährt man, dass sie ziemlich konservativ sind.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Meinungsumfrage des Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo.

Das eindeutige Ergebnis: Jugendliche bevorzugen das traditionelle Familienleben und die traditionellen Rollenverteilungen.

Das interessiert aber Ideologen nicht. Sie folgen verblendet ihre eigenen Utopien.

Deshalb ist es so wichtig, dass wir Widerstand leisten.

Bitten unterstützen Sie unsere Aktion "Keine Experimente mit unseren Kindern!". Klicken Sie HIER.

https://www.aktion-kig.eu/keine-gender-schule-2/

Die Verfall der Leistung und der Ausbau von Gender in den Schulen sind eng miteinander verbunden:

Gerade die Grünen, Sprösslinge der 1968er-Revolution, verachten Leistung, Effizienz, Pflichtgefühl oder Disziplin.

Für sie ist die Schule vor allem ein Ort, in welchem linke gesellschaftspolitische Ideen in die Praxis umgesetzt werden sollen.

Schulsexualerziehung und Gender-Indoktrination sind die Instrumente linker Ideologen in ihrem Kampf gegen Ehe, Familie und christliche Wurzeln unseres Landes.

Wir können uns mit der desolaten Situation in den Schulen auf keinen Fall abfinden, sondern müssen entschlossen dagegen protestieren.

Deshalb bitte ich Sie, unsere Aktion "Keine Experimente mit unseren Kindern!" zu unterstützen:

https://www.aktion-kig.eu/keine-gender-schule-2/

Wir müssen mit Nachdruck in der Öffentlichkeit erklären,

  • dass Eltern ein vorrangiges Recht auf die Erziehung ihrer Kinder besitzen,
  • dass der Staat keine Gesinnungserziehung an den Schulen durchführen darf,
  • dass der Respekt vor der Unschuld der Kinder höchste Priorität in der schulischen Erziehung haben muss,
  • dass die Ehe zwischen Mann und Frau die beste Partnerschaftsform für Kinder, Gesellschaft und Staat ist,
  • dass die Gender-Doktrin eine unvernünftige, antichristliche und fanatische Ideologie ist,

Die Unfähigkeit unserer Politiker hinsichtlich der Schulpolitik manifestiert sich in diesen Tagen, an denen der Schulbetrieb wieder beginnt, besonders eklatant:

In Deutschland herrscht ein dramatischer Lehrermangel.

An Deutschlands Schulen fehlen nach Darstellung des Deutschen Lehrerverbands fast 40.000 Pädagogen, insbesondere im Norden Deutschlands.

Besonders kritisch sei die Situation an Grund- und Förderschulen.

"Da ist in fast allen Bundesländern die Entwicklung verschlafen und seit Jahren nicht auf den Geburtenanstieg reagiert worden", kritisierte Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Lehrerverbandes.

In Berlin und in Sachsen muss man sogar von einem regelrechten Bildungsnotstand sprechen!

Die Zustände in Berlins Schulen sind dermaßen chaotisch, dass scharenweise Lehrer kündigen.

In Hessen, wo Kultusminister Ralph Alexander Lorz (CDU) den radikalsten Gender-Lehrplan Deutschlands erlassen hat, protestieren die Schulleiter seit Jahren wegen der inakzeptablen Bedingungen an den Schulen, ohne dass es zu Besserungen kommt.

Zuletzt haben alle Darmstädter Gymnasien sowie zwei Gesamtschulen im Kreis Darmstadt-Dieburg "Überlastungsanzeigen" an Kultusminister Alexander Lorz (CDU) geschickt. Die Personalräte von elf Schulen beklagen, dass sie auch nach drei Monaten noch keine Antwort von Lorz erhalten haben.

Das ist das Ergebnis einer Schulpolitik, die von Leuten betrieben wird, denen die Gender-Indoktrination wichtiger als Rechnen oder Deutsch ist.

Mit diesen Experimenten an unseren Kindern muss endlich Schluss sein!


  • Bitte senden Sie diese Aktion an Ihre Freunde und Bekannten, damit unsere Aktion immer größer und unsere Stimme immer lauter wird.

Die Zukunft der Kinder darf nicht in den Händen von Ideologen liegen.

Das zu verhindern, liegt an uns.

Sonntag, 16. September 2018

Selbstverletztendes Verhalten

Nina Stec

Selbstverletztendes Verhalten wie „Ritzen“, ist schmerzhaft und hinterlässt unschöne Narben, dennoch sind gerade in Deutschland besonders viele Kinder und Jugendliche von selbstverletztendem Verhalten betroffen. 35% aller Heranwachsenden hat sich zumindest einmal absichtlich selbst Wunden zugefügt, etwa 12% machen es regelmäßig, Mädchen dreimal so häufig wie Jungen. Auf Instagramm finden sich über 400000 Fotos von Verletzungen, die sich Nutzer selbst zugefügt, abfotografiert und ins Internet gestellt haben. Aber warum macht jemand so etwas? 

Bei selbstverletztendem Verhalten handelt es sich nicht um eine alleinstehende Krankheit, sondern um ein Symptom, das diverse Ursachen haben kann, die nicht immer leicht ermitteln lassen. 

Jugendpsychiater berichten etwa, dass sich ihre Patienten „besser fühlen“, nachdem sie sich selbst geschnitten oder anderweitig verletzt haben. Sie leiden häufig unter innerer Anspannung und sind mit ihren eigenen Gefühlen überfordert.  

Der bei den Verletzungen entstehende Schmerz wirke bei den Betroffenen auf die Gehirnregionen, die für die Verarbeitung von Gefühlen wichtig sind, sodass schlechte Gefühle nachlassen. Forscher vermuten zudem, dass Glückshormone freigesetzt werden könnten, die ein Hochgefühl hervorrufen und die in den Gehirnen einiger selbstverletztender Jugendlicher nicht ausreichend gebildet werden können, sodass sie zu Depressionen neigen und etwa mit Stress schlechter umgehen können. 

Amerikanische Psychologen haben vier Hauptmotive herausgearbeitet, die bei den meisten Betroffenen eine Rolle spielen.

Zuerst steht der Wunsch, sich von den eigenen negativen Gefühlen zu befreien. Solche Betroffenen haben in einigen Fällen ein weniger ausgeprägtes Schmerzempfinden und geben an, bei der Selbstverletzung keine Schmerzen zu spüren. 

 Das zweit verbreitetste Motiv ist die „Selbstbestrafung“, für eigene als Fehler empfundene Taten oder Eigenschaften.

 Danach kommen jene Betroffenen, die durch ihre Verletzungen wahrgenommen werden wollen. Für sie steht der Wunsch nach Aufmerksamkeit, etwa durch Mitgefühl im Vordergrund, um möglichst viel davon zu bekommen, stellen manche Bilder ihrer Narben ins Internet. 

Am Ende kommen diejenigen Kinder und Jugendlichen, die sich verletzten, um unangenehmen Situationen auszuweichen und zum Beispiel nicht in die Schule gehen zu müssen, wo sie ansonsten einem unliebsamen Lehrer oder mobbenden Mitschüler begegnen würden, denn wer „krank“ ist darf zuhause bleiben…

Abgesehen von körperlichen Ursachen, wie Hormonstörungen, sind es vor allem vorangegangene, seelische Verletzungen durch schlechte Erfahrungen, die Betroffene oft in früher Kindheit machen mussten, die zu selbstverletztendem Verhalten führen: schwierige Familienverhältnisse, Trennung der Eltern, der Verlust einer geliebten Person oder auch Mobbing können traumatisierend Wirken, sodass entsprechende Kinder und Jugendliche, überfordert und allein mit dem ganzen Wirrwar an Emotionen, nicht zurecht kommen und nichts dagegen tun zu wissen, als sich auf denkbar schädliche Weise angebliche „Erleichterung“ zu verschaffen. 

Mit Informationen aus Welt am Sonntag, 17. Juni 2018

Mittwoch, 12. September 2018

Schule: Lernen ohne digitale Technik viel effektiver

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Christiane Jurczik

Deutschlands Lehrer verzweifeln regelmäßig an Kindern und Jugendlichen, die in der Schule mit ihren Smartphones beschäftigt sind. Unmöglich sich auf den Unterricht zu konzentrieren.

An den meisten Schulen in Deutschland, gibt es klare Regeln für die Benutzung von Smartphones. Während des Unterrichts darf nicht gechattet oder im Internet gesurft werden. Die Geräte sollen möglichst auf stumm oder ganz ausgeschaltet werden. In der Hausordnung ist das Handyverbot geregelt. 
Das Fotografieren und Filmen außerhalb spezieller Projekte ist auch nicht erlaubt. Bei YouTube gibt es trotzdem inzwischen viele Videos von Lehrern während des Unterrichts - hochgeladen von Schülern. Am beliebtesten sind Videos von Lehrern, die sich von Schülern provozieren lassen und ausrasten. 

Dass so ein Verbot durchaus sinnvoll sein kann, haben nun Louis-Philippe Beland und Richard Murphy im Auftrag des Centre for Economic Performance der London School of Economics bewiesen. Die Wissenschaftler verglichen die Leistungen von Schülern in vier englischen Städten vor und nach einem Handyverbot an ihren Schulen

Mehr als 80 Prozent aller 12- bis 13-Jährigen haben laut der Jim-Studie ("Jugend, Information, Multi-Media") des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest ein Smartphone. Bei den 16- bis 17-Jährigen sind es 93 Prozent. Die Kinder und Jugendlichen verwenden die Geräte vor allem, um sich Nachrichten über WhatsApp oder andere Messenger zu schicken. Jeder Fünfte nutzt die Geräte demnach häufiger als 50-mal pro Tag. 

Die Forscher fanden heraus, dass sich die Leistungen der 16-jährigen Schüler durchschnittlich um mehr als sechs Prozent verbesserten, wenn diese ihr Handy in der Schule nicht nutzen durften. Vor allem leistungsschwache Schüler aus Haushalten mit geringem Einkommen profitieren demnach von dem Handyverbot: Ihre Leistungen verbesserten sich um mehr als 14 Prozent - so als wären sie eine Schulstunde pro Woche mehr unterrichtet worden.

Fazit: Die Bildungspolitik muss sich von ihrer Fixierung auf die Digitaltechnik im Unterricht lösen. In der Lehrerausbildung muss der Einsatz analoger sowie digitaler Medien trainiert werden. Ob und wann welche Medien dann im Unterricht eingesetzt werden entscheidet der einzelne Lehrer nach der Entwicklungsstufe der Kinder und Jugendlichen. 

Handys und Tablets haben im Unterricht nichts zu suchen. Sie sind dort nicht einmal rechtlich erlaubt. Denn das Grundprinzip der individualisierten Angebote im Netz beruht auf der Auswertung von Nutzerdaten. Wer im Netz aktiv ist, produziert pausenlos Daten aus denen Persönlichkeits- und Verhaltensprofile erzeugt werden. In der neuen Datenschutzgrundverordnung steht: Alle Nutzer müssen jetzt vor dem Speichern ihrer Daten ihre Einwilligung geben. Daten von Nutzern unter sechzehn Jahren dürfen nur nach Zustimmung der Eltern verwertet werden. Da weder Eltern noch Lehrer oder Schulleitung wissen, was Anbieter von Software und Apps mit Nutzerdaten machen, ist die “Zustimmung“ mehr als bedenklich. Für Schulen gilt daher: Weder Tablets noch Smartphones dürfen nach der neuen Verordnung eingesetzt werden. Diese Geräte senden pausenlos intransparente Daten an die Hersteller (vermehrt in die Vereinigten Staaten).

Besser einsetzbar für Schulen ist der Umstieg auf lokal geschlossene Installationen als Intranet - zum Beispiel für Berufsschulen. Sie funktionieren ohne Internetanschluss, womit der Vorschrift entsprochen wird. Zudem ist es pädagogisch und psychologisch sinnvoll zwischen Arbeits- und Konsumgeräten zu unterscheiden. PC’s kann man selbst konfigurieren, defekte Teile tauschen. Zugleich auch eine umweltfreundliche Angelegenheit und besser als alle Jahre komplette Serien von Tablets oder Smartphones zu entsorgen. Mit Linux und Open-Source-Software kann man alles lernen: Programmieren, Anwendungen wie Textverarbeitung oder Filmschnitt bis zu Webpublishing. Alles ohne die Daten der Schüler im Netz zu verlieren. Für alles aus dem Netz erforderliche sollten wenige Online-Rechner zur Verfügung stehen. Sie dürfen nur für schulische Zwecke freigegeben werden und müssen vorab geprüft werden. Nur so kann die Schulleitung für die erzeugten Daten die Verantwortung übernehmen, die ihr laut der neuen Verordnung übertragen wurde.

Es drängt sich nun die Frage auf: Wer bestimmt über Technik an Schulen? IT-Wirtschaft und Bildungsbürokratie oder doch ein Bundes-Schulcloud?

Besser wir hören auf Pädagogen, Lernpsychologen, Erziehungswissenschaftler und letztendlich auf alle fürsorglichen Eltern. Das Wichtigste: Die Kinder und Jugendlichen auf eine stark digitalisierte und technische Welt vorbereiten, indem sie lernen selbstbestimmt das System zu nutzen statt nur als ein Teil solcher Systeme zu funktionieren.

Mit Informationen aus FAZ und Focus online


Montag, 10. September 2018

Kinderrechte in der Verfassung sind in Wahrheit Rechte für den Staat

Mathias von Gersdorff

Bis Ende 2019 hat sich die regierende Koalition von Union und SPD vorgenommen, Kinderrechte in das Grundgesetz aufzunehmen. 

Was zunächst ganz nett und sinnvoll klingt, ist in Wahrheit eine Einschränkung der Elternrechte zugunsten des Staates. 

Um dies zu erläutern, möchte ich Ihnen eine Stellungnahme Prof. Dr. Arnd Uhle zusammenfassen, die am 30. August 2018 in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erschienen ist. Professor Uhle ist Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht an der Juristenfakultät der Universität Leipzig. Er ist auch Richter des Verfassungsgerichts des Freistaates Sachsen.

Professor Arnd Uhle spricht sich klar gegen die Aufnahme von Kinderrechten in die Verfassung aus.

Seine Begründung: „Kraft der Geltung des Grundgesetzes sind Kinder Kraft ihres Menschseins selbstverständlich Träger der Grundrechte. Das betont seit Jahrzehnten auch das Bundesverfassungsgericht in seiner Rechtsprechung. So hat es bereits vor einem halben Jahrhundert festgehalten, dass ein Kind nach geltendem Verfassungsrecht >ein Wesen mit eigener Menschenwürde und dem eigenen Recht auf Entfaltung seiner Persönlichkeit ist<“.

Prof. Uhle erläutert in seinem Aufsatz, dass schon heute der Staat bei elterlichem Versagen und vor allem bei familiärer Gewalt einschreiten kann.

Das natürliche Recht der Eltern auf Erziehung, so wie es in §6 GG festgelegt ist, ist zudem nicht bloß ein Recht, sondern auch eine Verpflichtung. Das Recht der Eltern auf Erziehung ist ein sog. Treuhänderisches Recht, ein dienendes Recht, welches das Wohl des Kindes zum Ziele hat.

Die staatliche Gemeinschaft übt ein Wächteramt aus, was sie berechtigt und sogar verpflichtet, im Falle schwerwiegender Beeinträchtigung einzuschreiten. 

Das ist der gesetzliche Status Quo heute.

Ändert sich mit der Aufnahme von Kinderrechten in das Grundgesetz nichts an der Rechtslage, so wäre diese eine rein symbolische Maßnahme ohne praktische Konsequenzen.

Doch in dieser Hinsicht ist Prof. Uhle skeptisch: „Die Mehrzahl der in jüngerer Zeit diskutierten Vorschläge zeichnen doch die Tendenz aus, das bisherige Verhältnis zwischen Elternverantwortung und staatlichem Wächteramt zu verändern – und zwar zu Lasten des Elternrechts und zugunsten der staatlichen Einflussnahme.“

Gegenwärtig ist der Staat ein Wächter, der grundsätzlich davon ausgeht, dass das Kindeswohl im Regelfall bei den Eltern in guten Händen ist. 

Genau das kann sich aber im Falle eine Grundgesetzänderung ändern. Prof Uhle: „Im Falle der Aufnahme von ausdrücklicher Kinderrechte in das Grundgesetz besteht jedoch die Gefahr, dass sich genau dies ändert. Denn neu positivierte Kinderrechte haben das Potential, unter Berufung auf ihren Schutz Entscheidungsbefugnisse, die bisher den Eltern vorbehalten sind, zukünftig auf den Staat zu verlagern.“

Sollte dies stattfinden, so stünden wir gegenüber einem Paradigmenwechsel im Verhältnis von Elternrecht und staatlichem Wächteramt.

Konkrete Auswirkungen könnte die Einführung einer Kindergartenpflicht, die Impfpflicht und weitere Einschränkungen des Mitbestimmungsrechts der Eltern bei der schulischen Sexualerziehung sein.

Wenn man sich die Entwicklung der letzten Jahre in diesen Punkten vor Augen führt, bestünde ein klares Risiko, dass das staatliche Bestimmungsrecht das Elternrecht (noch weiter) zurückdrängt würde.

Die Verteidiger von Kinderrechten in der Verfassung argumentieren in der Regel, dies sei nicht die Absicht.

Die Absichten der Abgeordneten, die eine Grundgesetzänderung anstreben, sind aber unerheblich. 

Prof. Uhle: „Für die Auswirkungen einer Grundgesetzänderung ist nicht die Absicht ihrer Urheber entscheidend, sondern der objektive Sinngehalt der Verfassungsänderung. Und dieser Sinngehalt spräche im Falle der Schaffung eines >Kindergrundrechts< für eine Änderung der Rechtslage.“

Dies könnte sich in der Rechtsprechung aus Karlsruhe wiederspiegeln, Prof Uhle: „Ein veränderter Verfassungstext birgt die Gefahr einer Neuakzentuierung der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zu Lasten des Elternrechts. Auch das belegt, dass eine Schmälerung des Elternrechts zu den Risiken und Nebenwirkungen einer Verankerung spezieller Kinderrechte im Grundgesetz zählt.“

Für die Aktion „Kinder in Gefahr“ steht deshalb fest: Wir lehnen eine (weitere) Einschränkung der Elternrechte (bzw. eine Ausweitung der Befugnisse des Staates über die Kinder) ab und lehnen deshalb die Aufnahme von Kinderrechten in das Grundgesetz ab.

Samstag, 8. September 2018

Viel Fernsehen und zu wenig Bewegung schaden den Gehirnen Heranwachsender

Nina Stec

Die US-amerikanische Langzeitstudie CARDIA  (Coronary Artery Risk Development in Young Adults) hat herausgefunden, dass übermäßiger Fernsehkonsum über einen längeren Zeitraum verteilt, die Gehirne der Konsumenten „schrumpfen“ lässt. Die ausgewerteten Testpersonen waren knapp siebenhundert Erwachsene von fünfzig Jahren, die fünfundzwanzig Jahre lang, also die Hälfte ihres Lebens, mehr als vier Stunden täglich ferngesehen hatten. Diese wiesen, verglichen mit moderaten und geringen Fernsehkonsumenten, ein signifikant reduziertes Volumen an grauen Zellen auf und schnitten dementsprechend in diversen Kognitionstests schlechter ab. Die Forscher gehen zudem davon aus, dass Vielfernsehen das Risiko, an Demenz zu erkranken, steigere.

Fernsehen ist die bei weitem beliebteste Freizeitbeschäftigung der Welt. Es handelt sich dabei allerdings um eine sehr passive Tätigkeit, bei der man die meiste Zeit über sitzt. Der Zuschauer wird durch das meist seichte Fernsehprogramm nicht geistig herausgefordert, dies in Kombination mit der mangelnden Bewegung und einer oft schlechten, „gemütlichen“, da eingesunkenen Körperhaltung, scheinen für die Leistung des Gehirns besonders abträglich zu sein. Wer seine knapp bemessene Freizeit hauptsächlich vor dem Fernseher verbringt, hat folglich weniger Zeit, sie für gesündere, also geistig und körperlich anspruchsvollere Beschäftigungen zu nutzen. Auch soziale Kontakte zu Freunden und Familie können darüber vernachlässigt werden, da selbst beim „gemeinsamen“ Fernsehen die Aufmerksamkeit nicht dem Gegenüber, sondern dem TV-Gerät gilt.

Stundenlanges Fernsehen wird Kindern und Jugendlichen oft zuhause „vorgelebt“. Der im Hintergrund dauerbrummende und leuchtende Fernseher, auch während Gesprächen und bei den Mahlzeiten, ist bei weitem keine Seltenheit. 
Durchschnittlich schauen Kinder und Jugendliche in Deutschland etwa 3,5 Stunden Fernsehen pro Tag und verbringen 2 Stunden vor dem Computer. Das sei nach Meinung von Experten für Kindergesundheit bereits schädlich. Der passive Fernsehkonsum verführe Kinder zu körperlicher Inaktivität, Übergewicht, aber auch Unausgeglichenheit und Unzufriedenheit seien die Folgen. Je nachdem, ob das Programm, dass die Kinder zu sehen bekommen, altersgerecht ist, oder etwa sexuell explizite oder gewalttätige Darstellungen enthält, können auch andere psychische Auswirkungen hinzukommen. 

Neue Studien der American Academy of Pediatrics belegen nun zudem, dass sich der übermäßige TV-Konsum und das Sitzen nicht nur schädlich auf die Gesundheit, sondern auch auf die Bildung von Kindern auswirken. 

Kinder, die sehr früh mit dem regelmäßigen Fernsehen beginnen und es jahrelang weiterführen, erreichen später in der Regel einen schlechteren Schulabschluss als jene, die selten Fernsehen. Im Durchschnitt haben sie schlechtere Noten und weisen vor allem beim Lesen und im mathematischen Verstehen geringere Kompetenzen auf. Die Lernerfolge bleiben aus, da sie sich meistens schlechter konzentrieren können, bei den Hausaufgaben abgelenkt sind und ein geschwächtes Erinnerungsvermögen aufweisen, da entsprechende Bereiche im Gehirn bei hauptsächlich anspruchsloser Beschäftigung nicht trainiert werden. 

Gesundheitsexperten raten daher zu einem gemäßigten Konsum von Filmen oder Computerspielen und empfiehlt eine Reduzierung auf maximal eine Stunde pro Tag. 

Quellen:

Müller, Thomas, Fernsehen lässt das Hirn schneller schrumpfen, https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/demenz/article/969074/studie-fernsehen-laesst-hirn-schneller-schrumpfen.html, o.O. 2018. 
Lippl, Martina, Forscher: Fernsehen und Chillen lassen Gehirn schrumpfen, https://www.merkur.de/leben/gesundheit/tv-fernsehen-chillen-mindert-gehirnleistung-zr-5946824.html, o.O. 2015. 
O. A., Beeinträchtigt Fernsehen die geistige Fitness?, https://www.neuronation.de/science/beeintraechtigt-fernsehen-die-geistige-fitness, o.O. o.D. 
O.A., Zahlreiche Studien bestätigen: Fernsehen macht Kinder dumm, https://www.kindergartenpaedagogik.de/1335.html, o.O. o.D. 
O.A., Kleinkinder und Fernsehen: Jede Stunde schadethttp://www.scinexx.de/wissen-aktuell-11643-2010-05-11.html, o.O. 2010.

Dienstag, 4. September 2018

Schule: Kein sicherer Ort für Kinder/Auch Lehrer üben Gewalt aus

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Christiane Jurczik

Die Schule ist für viele Kinder längst kein sicherer Ort mehr. Zwar ist die körperliche Züchtigung längst abgeschafft, jedoch wächst die verbale Gewalt.

Spricht man über Gewalt an Schulen wird dies in unseren Medien zumeist als Gewalt durch Schüler gegenüber anderen Schülern dargestellt. Weniger bekannt ist hingegen die Tatsache, dass Gewalt in vielen Fällen auch von Lehrern und Eltern ausgeht. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Stern werden alleine in Deutschland jährlich über 200.000 Kinder misshandelt, geprügelt und verbal erniedrigt.

38 Jahre nach Abschaffung der Prügelstrafe üben Lehrer an deutschen Schulen immer noch Gewalt gegen Schüler aus. Die Methoden sind hintergründig geworden: Als Rohrstock-Ersatz dienen verbale Attacken, Zynismus, Beleidigungen und Diffamierungen. Lehrergewalt ist in Deutschland ein Tabuthema. Politiker, Lehrer und Eltern schweigen das Thema tot. Das ist falsch! Schüler, denen niemand hilft, sind Freiwild für mobbende Lehrer und Mitschüler.

Lehrer stehen in der Schule enorm unter Druck und fühlen sich häufig überfordert. Sind Schüler allzu renitent, wissen sich viele nicht anders zu helfen werden laut und beleidigend. Sind Lehrer deshalb die eigentlichen Opfer des Schulsystems? Nein! Sie haben ihren Beruf frei gewählt und können als mündige Bürger selbst für ihre Interessen einstehen. Kinder hingegen müssen zur Schule gehen. Sie sind ihren Lehrern auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Gewalt im Klassenzimmer hat viele Gesichter: Lehrkräfte ignorieren Quälereien und bleiben selbst bei Knochenbrüchen und blutenden Wunden untätig. Demütigende Bemerkungen wie Früher wäre so was wie du im Kreißsaal verreckt, heute haben wir es dank der Gerätemedizin in den Klassen sitzen, werden immer wieder gemeldet. Einige Lehrer piesacken Schüler über Monate hinweg und setzen sie bewusst dem Spott der Mitschüler aus. Manchmal fallen Lehrer in uralte Muster zurück: Sie verteilen Kopfnüsse und Tritte, lassen Schutzbefohlene stundenlang in der Ecke stehen oder erteilen Toilettenverbot, bis der Schüler einnässt.

Vorwürfe werden herunter gespielt

Laufen Eltern Sturm gegen solche Praktiken, spielen Lehrkraft und Schulleitung die Tat oft herunter. Es handle sich um einen Einzelfall, um Spaß, eine unglückliche Bemerkung, eine verständliche Überreaktion. Täglich melden Eltern Vereinen wie „Lernen ohne Angst“ durchschnittlich drei neue Fälle. Seriöse Schätzungen gehen davon aus, dass knapp 18 Prozent der Schüler in Deutschland von Lehrermobbing betroffen sind: also regelmäßigen und anhaltenden negativen Handlungen seitens der Pädagogen. Die Münchner Kriminologin Wiebke Steffen kommt zu dem Schluss, dass Schüler tagtäglich der Willkür und Gewalt von Lehrern ausgesetzt sind.

Aus falsch verstandenem Teamgeist schweigen Kollegen, Schulleiter und Behörde. Sie spielen Vorwürfe herunter und diffamieren das Opfer als Auslöser. Eltern stehen diesen Situationen hilflos gegenüber. Sicher verlangen die einschlägigen Schulgesetze aller Bundesländer den Kinderschutz durch Gewaltfreiheit. Aber die Einsicht, dass verbale Übergriffe genauso treffen können wie Schläge und entsprechend sanktioniert werden müssen ist selten.

Lehrergewalt ist an Schulen allgegenwärtig. Um ihr ein Ende zu bereiten, müssen Behörden und Schulleiter betroffenen Schülern und kranken Kollegen helfen, statt Übergriffe zu vertuschen.

Zu diesem Thema hier ein Ausschnitt eines Interviews zwischen Peter Schipek  – www.lernwelt.at und Dr. Catrin Lange ist Volljuristin und Diplom-Pädagogin. Sie absolvierte ihr Studium in Berlin, Göttingen und London. Als Gründerin des Vereins „Kischuno“ – Kinder (und Lehrer) in Schulnot berät sie Eltern und Schüler, die Opfer von Lehrergewalt geworden sind. Die Beratung erfolgt anonym per Telefon und ist kostenlos.

Peter Schipek Frau Lange – der Gründung Ihres Vereines „Kischuno“ liegen aktuelle Fälle von Lehrergewalt zugrunde. Bei einem dieser Fälle wurde Ihr damals 11-jähriger Sohn Zeuge der Gewalt. Können Sie uns diesen Anlassfall schildern?

Catrin Lange Mein Sohn musste als 11-jähriger an seinem ehemaligen Gymnasium mit ansehen, wie leistungsschwache Mitschüler von einem Lehrer für Fehler körperlich misshandelt wurden. Zusammen mit hinzukommenden verbalen Demütigungen hatte das Verhalten des Lehrers schließlich zur Folge, dass die Kinder immer mehr Angst vor seinen Stunden bekamen und in ihren Leistungen noch weiter absanken.

Schulleitung und Aufsichtsbehörde haben die Vorfälle trotz Beschwerden von Seiten der Eltern lange ignoriert und schließlich als Lappalie abgetan. Der Lehrer unterrichtet immer noch. Geholfen wurde weder ihm noch den Kindern.

Peter Schipek Verharmlost, verschwiegen, vertuscht - Schulleitungen und Behörden zeigen sich von Lehrergewalt oft überrascht. Sind die „Ahnungslosen“ ahnungslos in eigenem Interesse? Werden gewalttätige Lehrer oft von Schulleitungen und Behörden gedeckt?

Catrin Lange Wir haben es bei Kischuno überwiegend mit Fällen regelmäßiger, wiederkehrender Gewalt zu tun. Und in diesen Fällen sind Schulleitung und Behörden meist alles an-dere als ahnungslos. Die schlagenden Lehrer sind ihren Dienstherren oft schon über Jahre hinweg bekannt. Eltern, die den Mut haben, sich zu beschweren, wird vorge-spielt, sie seien die ersten, die sich beklagen würden. Man kenne den Kollegen nun schon so lange und nie habe es ähnliche Vorwürfe gegeben. In Punkto „Lehrerge-walt“ praktizieren die Behörden eine „Kultur des Wegsehens“.

Aber ich stehe in diesen Fällen des Vertuschens nicht nur auf Seiten der Kinder, sondern ich sehe auch die Not der Lehrer: Gerade ältere Lehrer haben es heute mit einer gänzlich neuen Generation von Kindern, die sehr viel Unruhe, ganz wenig Res-pekt und noch weniger Benehmen mit in die Schule bringen, zu tun. Es gibt leider eine wachsende Zahl von Eltern, die nicht mehr bereit oder in der Lage ist, ihren Kindern Grenzen zu setzen, von den Lehrern aber Höchstleistungen erwartet. Kein Wunder, dass das zu Erschöpfung und Frustration führt.

Dennoch darf Lehrergewalt nicht geduldet oder vertuscht werden. Denn Folge des Wegsehens bei Lehrergewalt ist, dass die schlagenden Lehrer keine Hilfe bekom-men und weitermachen. Meines Erachtens hat der Staat eine beamtenrechtliche Fürsorgepflicht ausgebrannten Lehrern gegenüber. Kein erwachsener Mensch schlägt gern Kinder. Das ist Ausdruck von Not, Ohnmacht und Hilflosigkeit.

Wer als Lehrer Schüler tritt, ist krank und benötigt Hilfe. Wer hier vertuscht, lässt einen Menschen im Stich, der vielleicht noch die Chance hätte, wieder ein guter Leh-rer zu werden. Angela Merkel hat kürzlich gesagt: „Da wo Eltern ganz eindeutig mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert sind, muss der Staat sich einmischen“. Ich meine: „Da, wo Lehrer ganz eindeutig überfordert sind, sollte der Staat genauso beherzt eingreifen.“

Quelle: www.philognosie.net

Freitag, 31. August 2018

Islamischer Extremismus in der Popkultur

Nina Stec

Extremistische Ideologien verbreiten sich am besten durch Propaganda, indem eine möglichst breite Masse an Personen auf für sie anziehende Weise angesprochen wird. In der heutigen Zeit ist es vor allem das Medium des Internets, welches extremistische Agitatoren für ihre Zwecke nutzen, um möglichst viele Menschen für ihre Interessen zu gewinnen. 

Vor allem Jugendliche sind eine beliebte Zielgruppe extremistischer Internetpropaganda, da sie als „digital natives“ die Möglichkeiten des Internets selbstverständlich für verschiedenste Zwecke nutzen, unter anderem zur Information, zur Unterhaltung, zum Kontakte knüpfen aber auch in existentiellen Fragen nach Identität und Sinn. 

Extremistische Propagandisten wie IS-Kämpfer oder die Identitäre Bewegung werden im Netz zu „Influencern“, die über die Social-Media-Kanäle ihr Produkt, also ihre Ideologie, den Nutzern näherbringen wollen. Dafür nutzen sie das technische know-how gepaart mit der Unsicherheit der Jugendlichen aus, indem sie ihre Inhalte auf zeitgemäße, „coole“ Weise in bekannte Phänomene aus der Lebenswelt ihrer Zielgruppe einbinden. Dabei soll stets der Schein der „Harmlosigkeit“ und des „alltäglichen“ gewahrt werden. Auf Instagram finden sich beispielsweise zwischen offensichtlicher extremistischen Inhalten–oft rassistische oder islamistische Propaganda, die meistens aktuelle Ereignisse aufgreift und diese auf stark emotionalisierende und polemisierende Weise interpretiert – beliebte unpolitische Motive, wie Katzenvideos oder Essens- und Fitnessbilder. So etwas wirkt sympathisch und Lebensnah, hat aber zur Folge, dass mehr Jugendliche den entsprechenden  Profilen und Seiten „folgen“, also sozusagen ihrer „online Fangemeinde“ beitreten, ihre Beiträge öfter geteilt und „geliket“ werden, womit sich ihre Präsenz weiter verstärkt und immer mehr Internetnutzer zum Beispiel durch die Anzeige von gemeinsamen Bekannten oder Werbevorschlägen auf Facebook und Co von ihnen erreicht werden. 

Der „hippe Touch“ entsteht aber auch durch die Verwendung popkultureller Motive, wie Figuren aus Film, Serie und Comic, die sich in der jugendlichen Zielgruppe einer möglichst breiten Bekanntheit erfreuen. Diese Motive werden gerne zu Memes, in Form von Bild und kurzem Text, umgestaltet und im Internet weit verbreitet. Mit Hilfe eines „Meme Generators“ kann jeder Nutzer seine eigenen Memes auf vergleichsweise unkomplizierte Weise erstellen und verbreiten. So wurde etwa der Text einer Collage des Videospiels „Call of Duty“ von Islamisten zu „Call of Jihad“ umgestaltet, um für den „Krieg gegen Ungläubige“ als „spannendes Abenteuer“ zu werben. Auch auf der rechtsextremen Seite werden regelmäßig Figuren wie Spongebob Schwammkopf fanatische Botschaften in den Mund gelegt, oder die werden äußerlich verändert dargestellt, wie der amerikanische Comicfrosch Pepe, der auf machen Seiten mit Nazisymbolen bekleidet zu sehen ist. Bild- und Videopropaganda mit beliebten Symbolen haben sich für die Verbreitung extremistischer Ideologien als sehr wirksam erwiesen, da auf diese Weise auch zu Personen, die diesen Ideologien nicht angehören aufgrund der Identifizierung mit den Motiven, die in beide Lebenswelten hineinspielen, ein Bindeglied gefunden wurde, das Menschen zu einer kollektiven Identität durch gemeinsame Erfahrungen und Lebenswirklichkeit verbindet. Nach der Identifikation mit der Gruppierung kommt der Aufruf, sich anzuschließen und ihren Vorbildern nachzueifern. Islamistische Musik, kriegerische Texte, gerne als Hip-Hop oder Rap verpackt, mit gewaltverherrlichenden Texten, sprechen ein bereits radikalisiertes Publikum an. In zahlreichen Rekrutierungsvideos für den bewaffneten Dschihad, inszenieren sich militante Islamisten als furchtlose, stolze Kämpfer für Werte, die sie ihren Anhängern als „gute Sache“ anpreisen, die vor dem „bösen Westen“ und seinen „Ungläubigen“ verteidigt werden muss. Szenen von Hasspredigten und Folter und Tod Andersdenkender werden zu etwas „Positiven“ stilisiert, was bei erfolgreicher Indoktrination der Anhänger wirksam ist. 

Quellen:

Hoffmann, Ingrid, Ipsen, Flemming, Extremismus und Popkultur: Aktuelle Erscheinungsformen islamistischer und echtsextremer Propaganda im Social Web, in: Jugend Medien Schutz-Report, Bonn 2018. 
Macher, Thomas, https://www.kleinezeitung.at/oesterreich/5410819/Links-und-rechts_Extremisten-setzen-auf-Popkultur, o.O. 2018. 
Musharbash, Yassin, https://www.zeit.de/2016/28/islamismus-anaschid-musik, http://www.taz.de/!5412511/, o.O. 2016.
Peters, Freia, Dschihadisten werben mit Mordvideos – und SpongeBob, https://www.welt.de/politik/deutschland/article149835714/Dschihadisten-werben-mit-Mordvideos-und-SpongeBob.html, o.O. 2015. 
Sierpinski, Diana https://www.n-tv.de/panorama/Wie-Pepe-der-Frosch-zum-Nazi-wurde-article18747616.html, o.O. 2016.

Mittwoch, 22. August 2018

Die Konstanten deutscher Schulbildung: Leistungsrückgang und Gender

Mathias von Gersdorff

Die deutschen Schulen machen regelmäßig mit zwei Themen Schlagzeilen:

Der Rückgang des Leistungsniveaus und
der Erlass von Sexualkunde und Gender-Lehrplänen, anhand derer die Schüler indoktriniert werden sollen.

Was den ersten Punkt angeht, so ist das Ergebnis des "Bildungsmonitors 2018", das vergangene Woche erschien eindeutig:

Die deutschen Schüler werden immer schlechter.

Diese Einschätzung wird auch von Personen und Medien geteilt, die nicht aus dem christlichen oder konservativen Milieu stammen.

Die "Zeit" ist beispielsweise gnadenlos und schreibt: "Leistungen der Schüler gehen bundesweit zurück".

Auch der Berliner "Tagespiegel" ist knallhart und urteilt: "In der Bildungspolitik geht es nicht voran, fast alle Bundesländer machen Rückschritte."

Die Ergebnisse des "Bildungsmonitors 2018" kamen keineswegs überraschend. Zuvor ergaben die sogenannten "IQB-Bildungstrends", die in der Kultusministerkonferenz vorgestellt wurden, ähnliche Ergebnisse.

Gleichzeitig wird Gender in den Schulen systematisch zum interdisziplinären Lehrinhalt ausgebaut.

Eine Beschreibung der Gender-Initiativen in den einzelnen Bundesländern können Sie im Buch von "Kinder in Gefahr" "Gender Revolution in den Schulen" lesen: https://www.aktion-kig.org/kampagnen/buch-genderevolution/?kig_genderrevolution

Das Bundesfamilienministerium ist zu einem Propagandisten der Gender-Ideologie geworden:

Wo sie nur kann, macht Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) Werbung für Gender oder für die Ideologie der "sexuellen Vielfalt".

In ihrem Bundesministerium ist ebenfalls die "Antidiskriminierungsstelle des Bundes" angesiedelt, eine mit Steuergeldern finanzierte Propaganda-Zelle für Gender.

Die "Antidiskriminierungsstelle des Bundes" unternimmt seit Jahresanfang eine bundesweite Kampagne, um die Einführung von Gender bzw. der Ideologie der sexuellen Vielfalt an den Schulen Deutschlands zu beschleunigen.

Auf ihrer Internetseite schreibt die Antidiskriminierungsstelle offen, was sie in den Schulen vorhat:

"Schulen sind zentrale Orte, um alles über gesellschaftliche Vielfalt zu lernen und ihr mit Respekt und Akzeptanz zu begegnen."

Der Verfall der Leistung und der Ausbau von Gender in den Schulen sind eng miteinander verbunden:

Für viele Politiker ist nämlich Schulpolitik nichts anderes als linke Gesellschaftspolitik.

Gerade die Grünen, Sprösslinge der 1968er-Revolution, verachten Leistung, Effizienz, Pflichtgefühl oder Disziplin.

Für sie ist die Schule vor allem ein Ort, in welchem linke gesellschaftspolitische Ideen in die Praxis umgesetzt werden sollen.

Schulsexualerziehung und Gender-Indoktrination sind die Instrumente linker Ideologen in ihrem Kampf gegen Ehe, Familie und christliche Wurzeln unseres Landes.

Wir können uns mit der desolaten Situation in den Schulen auf keinen Fall abfinden, sondern müssen entschlossen dagegen protestieren.

Deshalb bitte ich Sie, unsere Aktion "Keine Experimente mit unseren Kindern!" zu unterstützen. Klicken Sie hier

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Wir müssen mit Nachdruck in der Öffentlichkeit erklären, dass:

* dass Eltern ein vorrangiges Recht auf die Erziehung ihrer Kinder besitzen,
dass der Staat keine Gesinnungserziehung an den Schulen durchführen darf,
* dass der Respekt vor der Unschuld der Kinder höchste Priorität in der schulischen Erziehung haben muss,
* dass die Ehe zwischen Mann und Frau die beste Partnerschaftsform für Kinder, Gesellschaft und Staat ist,
* dass die Gender-Doktrin eine unvernünftige, antichristliche und fanatische Ideologie ist.

Die Unfähigkeit unserer Politiker hinsichtlich der Schulpolitik manifestiert sich in diesen Tagen, an denen der Schulbetrieb wieder beginnt, besonders eklatant:

In Deutschland herrscht ein dramatischer Lehrermangel.

An Deutschlands Schulen fehlen nach Darstellung des Deutschen Lehrerverbands fast 40.000 Pädagogen, insbesondere im Norden Deutschlands.

Besonders kritisch sei die Situation an Grund- und Förderschulen. 

"Da ist in fast allen Bundesländern die Entwicklung verschlafen und seit Jahren nicht auf den Geburtenanstieg reagiert worden", kritisierte Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Lehrerverbandes.

In Berlin und in Sachsen muss man sogar von einem regelrechten Bildungsnotstand sprechen!

In Hessen, wo Kultusminister Ralph Alexander Lorz (CDU) den radikalsten Gender-Lehrplan Deutschland erlassen hat, protestieren die Schulleiter seit Jahren wegen der inakzeptablen Bedingungen an den Schulen, ohne dass es zu Besserungen kommt.

Zuletzt haben alle Darmstädter Gymnasien sowie zwei Gesamtschulen im Kreis Darmstadt-Dieburg "Überlastungsanzeigen" an Kultusminister Alexander Lorz (CDU) geschickt. Die Personalräte von elf Schulen beklagen, dass sie auch nach drei Monaten noch keine Antwort von Lorz erhalten haben.

Das ist das Ergebnis einer Schulpolitik, die von Leuten betrieben wird, denen die Gender-Indoktrination wichtiger als Rechnen oder Deutsch ist.

Mit diesen Experimenten an unseren Kindern muss endlich Schluss sein!

Deshalb bitte ich Sie, unsere Aktion "Keine Experimente mit unseren Kindern!" zu unterstützen.

JETZT ERKLÄRUNG UNTERSCHREIBEN

Bitte senden Sie diese Aktion an Ihre E-Mail-Liste, damit unsere Aktion immer größer und unsere Stimme immer lauter wird.

Die Zukunft der Kinder darf nicht in den Händen von Ideologen liegen.

Montag, 20. August 2018

GENDER Faltblattaktion | Jetzt bestellen

Mathias von Gersdorff

Die Gender-Lobby in Deutschland geht seit einigen Monaten auf leisen Sohlen.

Das bedeutet aber keineswegs, dass sie nachgelassen hat, ihre Agenda durchzusetzen.

Ganz im Gegenteil:

So hisste Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, die Regenbogenfahne, also die Fahne der LSBTIQ-Lobby, vor ihrem Bundesministerium. Dies ist ein direkter Verstoß gegen den sog. Flaggenerlass. Dieser erlaubt es Bundesministerien nur hoheitliche Flaggen zu hissen.

Mit einem solchen Akt macht sich das Bundesfamilienministerium zu einem Aktivisten der LSBTIQ-Lobby. Überlegen Sie kurz, was los wäre, wenn das Wirtschaftsministerium die Fahne des Arbeitgeberverbandes oder der Automobilindustrie hissen würde.

Das Bundesfamilienministerium macht sich nicht nur durch das Hissen der LSBTIQ-Fahne zum Propagandisten dieser absurden Ideologie!

Die "Antidiskriminierungsstelle des Bundes" (ADS), eine Behörde im Bundesfamilienministerium, unternimmt eine bundesweite Kampagne, um die Einführung von Gender bzw. der Ideologie der sexuellen Vielfalt an den Schulen Deutschlands zu beschleunigen.

Auf ihrer Internetseite schreibt die Antidiskriminierungsstelle offen, was sie in den Schulen vorhat:

"Schulen sind zentrale Orte, um alles über gesellschaftliche Vielfalt zu lernen und ihr mit Respekt und Akzeptanz zu begegnen."

Nicht das Bundesfamilienministerium agiert wie ein Propagandist der Gender-Lobby.

* Anlässlich des "Christopher Streets Days" wurden an einer Fußgängerampel in Frankfurt am Main Paare von Homosexuellen angebracht. Auf dem Platz vor dem Frankfurter Rathaus, dem Römer, wurden etliche Flaggen der LSBTIQ-Lobby gehisst.
* In Berlin wurde die Flagge der LSBTIQ-Lobby nicht nur vor dem Familienministerium gehisst, sondern auch vor dem Rathaus in Charlottenburg, am Dienstgebäude Hohenzollerndamm und vor der Senatsverwaltung für Justiz.
* Die TU Dresden hat einen Preis für "gendersensible Sprache" ausgeschrieben.

Diese Okkupation des deutschen Staates und der Schulen ist nur möglich, weil noch zu wenige wissen, was die Gender-Ideologie bzw. die Ideologie der "sexuellen Vielfalt" ist.

Deshalb ist es so wichtig, dass die Menschen erfahren, was die Gender-Ideologie besagt und mit welcher Hartnäckigkeit man versucht, sie in den Schulen zu verbreiten.

Machen wir den Menschen klar, wie manche Politiker dabei sind, einen wahren Feldzug gegen die Kinder, aber auch gegen die christlichen Wurzeln unseres Landes zu unternehmen:

Bestellen und verbreiten Sie bitte das neue Faltblatt "Kein Gender in Kitas, Kindergärten und Schulen!". 

https://www.aktion-kig.org/kampagnen/flyer-keine-gender-schule/

Wir müssen Alarm schlagen, wir müssen alle Menschen in Deutschland sensibilisieren und zum Widerstand gegen die Gender-Schule mobilisieren.

Helfen Sie uns bitte, massenhaft das Informationsblatt "Kein Gender in Kitas, Kindergärten und Schulen!" zu verbreiten. 

https://www.aktion-kig.org/kampagnen/flyer-keine-gender-schule/