Freitag, 19. Mai 2017

Für Kinder ist Fernsehen die wichtigste Medienbeschäftigung

(Aktion KiG, PMs mpfs) Das gesteigerte Interesse für Facebook, Whatsapp und das Internet generell hat eine für den Jugendmedienschutz wichtige Sache aus dem Fokus geschoben: Fernsehen ist für Kinder nach wie vor die wichtigste Medienbeschäftigung in der Freizeit.

Das ist das Ergebnis der sog. KIM-Studie (Kinder, Internet, Medien) des Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest. Die Studie verwendet Daten aus dem Jahr 2016.

77 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen sehen täglich fern. Knapp die Mehrheit schaltet den Fernsehapparat an, um bestimmte Sendungen anzuschauen. Die anderen tun es aus Gewohnheit, unabhängig, was gerade gezeigt wird.

Die Studie ergab ebenso, dass Kinder schon recht früh ihre eigenen Präferenzen entwickeln. Vor allem in der Anfangszeit ist das Kinderprogramm KIKA für alle Kinder besonders wichtig. Mit zunehmendem Alter differenzieren sich die Interessen der Zuschauer und andere Sender, wie etwa „Super RTL“, RTL oder ProSieben gewinnen an Bedeutung.

Die beliebtesten Sendungen unter den Sechs- bis 13-Jährigen sind „Die Sendung mit der Maus“, „Löwenzahn“ und „Wissen macht Ah!“.

Auf dem zweiten Platz steht bei der täglichen Nutzung das Handy mit 42 Prozent. Ein Drittel hört jeden oder fast jeden Tag Musik, gut jedes vierte Kind nutzt das Internet in dieser Häufigkeit, knapp ein Viertel hört täglich Radio (mit). Ein Fünftel spielt täglich digitale Spiele an Computer, Konsole oder online. Bücher werden in der Freizeit von 15 Prozent der Kinder täglich gelesen. Auf die Frage, welchen Freizeitbeschäftigungen sie am liebsten nachgehen, antworten Mädchen und Jungen „Freunde treffen“, danach kommt das Spielen draußen, an dritter Stelle steht das Fernsehen.

Trotz Beliebtheit des Fernsehen gewinnt das Internet an Bedeutung: Mittlerweile nutzen zwei Drittel (66 %) aller Sechs- bis 13-Jährigen zumindest selten das Internet (2014: 63 %). Bei den Sechs- bis Siebenjährigen wird ein moderater Anstieg deutlich, ein Drittel nutzt zumindest selten das Internet (35 %, 2014: 25 %). Bei den Acht- bis Neunjährigen ist jeder Zweite online (52 %), mit zehn bis elf Jahren sind es vier von fünf Kindern (79 %) und bei den Zwölf- bis 13-Jährigen sind dann fast alle (zumindest selten) im Netz unterwegs (94 %).

Bei den sechs- bis siebenjährigen Computernutzern sucht dann jeder Zweite (48 %) wöchentlich im Internet nach Schulthemen. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil bis auf 90 Prozent bei den Zwölf- bis 13-Jährigen an (8-9 Jahre: 60 %, 10-11 Jahre: 75 %).


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Aktion der „Bundeszentrale für gesundheitlich Aufklärung“: Schamzerstörung soll vor Krankheiten schützen

Wanderausstellung der BZgA. Foto: Pressefoto BZgA
© Thomas Goethe, Cottbus
Die umstrittene „Bundeszentrale für gesundheitlich Aufklärung (BZgA)“, eine vom Bundesgesundheitsministerium abhängige Behörde, hat mal wieder eine Aktion gestartet, die in schamloser und vulgärer Weise das Thema Sexualität behandelt.

Rein theoretisch geht es darum, Geschlechtskrankheiten zu verhindern. Doch in Wahrheit ist die Aktion, die sich an Schüler richtet, ein Angriff auf die Scham, auf die guten Sitten und auf jeden Sinn für Anstand und Moral.

Unter dem Namen „Große Freiheit – liebe.lust.leben“ tourt bis zum Oktober 2017 durch Deutschland eine Kampagne, die Eugen Böhler, Familienbeauftragter der Stadt Görlitz, als „Dildo-Geisterbahn“ beschrieb. Die Ausstellung sei eine „eine plumpe, plakative und ideologische Abrissbirne, die ‚alte’ Moral- und Wertevorstellungen brachial abreißt“, so Böhler laut IDEA-Spektrum.

Seit Jahrzehnten versucht die steuerfinanzierte BZgA durch skandalöse Werbeaktionen und Broschüren die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Sie gibt vor, damit vor Krankheiten und sonstigen Risiken des Geschlechtsverkehrs zu warnen. Doch in Wahrheit propagiert die Behörde eine ultra-liberal Sicht von Sexualität. Kurz: Sie macht regelrecht Propaganda für die sexuelle Revolution. 


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Homo-Ehe: Klage der Grünen beim BVerfG ist blanker Wahl-Aktivismus

Katrin Göring-Eckardt. Pressefoto. Foto: L. Chaperon
Mathias von Gersdorff

Mit der Begründung, die „Große Koalition“ aus Union und SPD würde laufend eine Abstimmung im Bundestag über die sog. Ehe für Alle“ (also die Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Paare) verschieben, wenden sich nun die Grünen an das Bundesverfassungsgericht. Ziel ist, eine solche Abstimmung zu erzwingen.

Dem Bundestag liegen zurzeit drei Gesetzentwürfe zur „Ehe für alle“ vor. Zu einer Abstimmung kam es aber bislang nicht, weil der Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD das Gesetzesprojekt ausgeschlossen hat. Kurz nach seiner Wahl zum SPD-Spitzenkandidaten hat Martin Schulz zwar das Thema wieder in die Koalitionsgespräche gebracht, doch ohne großem Impetus. Die Union hat jedenfalls den Vorschlag erneut abgelehnt und die SPD ist an einem Koalitionskrach kurz vor Ende der Legislaturperiode, die am 30. Juni 2017 endet, nicht interessiert.

Das Pochen der SPD auf die „Ehe für alle“ ist im Grunde gegen die Grünen gerichtet, die sich als die wichtigsten Lobbyisten der LSBTI-Community sehen. Offensichtlich will die SPD damit den Grünen Stimmen bei der Bundestagswahl am 24. September 2017 wegnehmen.

Das bringt die strauchelnden Grünen, mit knapp über 5 Prozent in den Umfragen, auf die Palme und motiviert sie zu diesem absurden Gang nach Karlsruhe. Die Vorstellung, das Bundesverfassungsgericht solle den Bundestag zwingen, über irgendetwas abzustimmen, ist ziemlich erklärungsbedürftig.

Das ist aber den Grünen egal. In ihrer Panik suchen sie verzweifelt nach Aufmerksamkeit und nach einem Thema, mit welchem sie sich profilieren können.

Vor allem wollen die Grünen als rabiate Oppositionspartei angesehen werden, nachdem CDU, FDP und AfD bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen mit scharfer Rhetorik gegen die amtierenden rot-grünen Landesregierungen gesiegt haben.

Selbst der SPD scheint die Aktion der Grünen kaum zu beunruhigen. SPD-Fraktionsgeschäftsführerin Christine Lambrecht kommentierte die Initiative der Grünen folgendermaßen: „Die wollten einen Keil in die Koalition treiben. Das hätte das Ende der Koalition bedeutet.“



Die Aktion "Kinder in Gefahr" wird jedenfalls nicht aufhören, die eigentliche Ehe zwischen Mann und Frau zu verteidigen. Wir müssen und können die Öffnung des Eherechts verhindern. Dazu müssen wir die christliche Basis Deutschlands mobilisieren. Lassen wir uns vor allem nicht vom Lärm beeinflussen, den viele Medien produzieren: Sie reflektieren nicht die Meinung der Menschen, sondern betreiben schlicht und ergreifend Propaganda.

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Heiko Maas macht „Homo Ehe“ zum Maß aller Dinge

Bundesjustizminister Heiko Maas. Pressefoto BMJV Foto: photothek / Thomas Köhler
Mathias von Gersdorff

Kein Fake: Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) nannte die Durchsetzung der „Ehe für alle“ als eine Bedingung für einen Koalitionsvertrag mit der SPD nach der Bundestagswahl. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die SPD einen Koalitionsvertrag unterschreibt, in dem die Ehe für alle nicht verankert ist“.

Mit anderen Worten: Die Einstellung zu diesem absurden Ehe-Zerstörungs-Projekt, soll bestimmen, wer Deutschland regieren darf und soll.

Die Stellungnahme des Bundesinnenministers dokumentiert in eklatanter Weise, wie mächtig in Deutschland die Klientelpolitik geworden ist.

Die Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Menschen ist nicht nur ein massiver Angriff auf die Ehe, die dadurch de facto abgeschafft werden würde, sondern auch ein politisches Projekt, das von einer winzigkleinen Minderheit unterstützt wird.

Dass ein solches absurdes Projekt eine so große Rolle in der Öffentlichkeit spielen kann, ist nur dadurch zu erklären, dass Mächte in Politik und Medien eine massive Lobbyarbeit betreiben.

Dass Politiker aus der ersten Reihe, wie Bundesinnenminister oder Heiko Maas oder Schleswig-Holsteins CDU-Chef Daniel Günther sich zu Sprachrohren dieser Lobby machen, ist schlichtweg ein Skandal.

Die Forderung nach einer „Ehe für alle“ impliziert die Vorstellung, der Staat dürfe nach Gutdünken definieren, was eine Ehe und was eine Familie ist. Dies wäre aber blanke Willkür und im Grunde ein despotischer Akt. Der Staat würde sich anmaßen, eine Institution, die unabhängig von ihm existiert, umzudeuten.

Als die „Ehe für Alle“ in Frankreich diskutiert wurde, merkte der Philosoph Thibaud Collin gegenüber einer Anhörung des französischen Senats richtig an, dass selbst die Französische Revolution – mit all ihrem Hass gegen Kirche und Christentum – die Nachkommenschaft als bestimmendes Prinzip der Ehe nicht aufgehoben hat, als die zivile Ehe im Jahr 1792 eingeführt wurde. Collin sprach sich gegen die Öffnung des Ehegesetzes für gleichgeschlechtliche Paare aus und argumentierte, die Französische Revolution hätte die Zivilehe eingeführt und die kirchliche Ehe ersetzen wollen, weil sie der Auffassung war, die Grundlage der Ehe sei die menschliche Natur und eben nicht eine übernatürlich begründete Institution.

Die „Ehe für alle“ ersetzt nun die menschliche Natur durch die Willkür derjenigen, die momentan an der Macht sind, und dies widerspricht wiederum den Prinzipien der Französischen Revolution, die sich theoretisch der Vernunft verpflichtet fühlte.

Die Öffnung des Ehegesetzes für Paare von Homosexuellen wäre natürlich ein besonders radikaler Eingriff, denn er würde schlichtweg die Ehe entkernen bzw. von ihrem eigentlichen Wesen völlig entfremden.

Erfreulicherweise ist die Mehrheit in der Union gegen die sog. „Ehe für alle“. Hoffen wir, dass die C-Parteien in diesem Punkt nicht einknicken.

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Schleswig-Holstein: Daniel Günther übermalt CDU grün

Daniel Günther. Presefoto CDU-SH, Copyright Laurence Chaperon
Mathias von Gersdorff

Die Zeichen, die aus dem hohen Norden kommen, könnten kaum enttäuschender sein:

Daniel Günther, CDU-Chef und Sieger bei der Landtagswahl am 7. Mai 2017, will sich für die Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Paare einsetzen. Er widerspricht damit seinem katholischen Glauben und auch der Linie seiner Partei.

Die CDU will nämlich derartige Themen aus dem Wahlkampf ausklammern. So hat Armin Laschet, der gerade die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen gewonnen hat, von vornherein erklärt, er sei gegen die sog. „Ehe für alle“. Dies ist auch die Auffassung der Bundespartei. Sie erteilte der SPD beim letzten Koalitionstreffen eine klare Absage. Martin Schulz hatte das alte Thema wieder hervorgeholt.

Günthers Einsatz bezweckt wohl nichts anderes, als die Grünen in Schleswig-Holstein in eine Koalition zusammen mit der FDP zu locken. Die Grünen haben sich aber hierfür alles andere als begeistert gezeigt und strebten eine sogenannte Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grüne an.

Nun sieht sich Günther wohl genötigt, den Grünen etwas eminent „Grünes“ anzubieten wie eben die "Homo-Ehe".

Dabei sind ihm enge Grenzen gesetzt, denn die CDU kann Innen- und Kultusministerium nicht rausrücken. Sicherheit und Schulpolitik waren nämlich ihre Zugpferde im Wahlkampf. Die FDP wird darauf bestehen, das Wirtschaftsministerium zu bekommen. Ansonsten ist für sie eine Koalition uninteressant. Der amtierenden Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) hat Günther mehr oder weniger versprochen, dass sie im Amt bleiben könnte. Robert Habeck, der bekannteste grüne Politiker und einer der aufstrebenden Stars der Bundespartei müsste Umweltminister werden.

Darüber hinaus umwirbt Günther die Grünen nun mit gesellschaftspolitischen Themen, die eine hohe Symbolik besitzen, wie eben die Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Paare.

Die Angelegenheit ist ein Skandal. Die CDU Schleswig-Holsteins ist dabei, ihre christlichen Prinzipien (mal wieder) zu verraten und den strauchelnden Grünen noch Rettungsringe zuzuwerfen.

Die CDU muss endlich erkennen, dass Deutschland kein Laboratorium für linksgrüne Ideologien sein will.
 

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NRW zeigt, wohin die grüne Schulpolitik der CDU-Hessen führen kann

Kultusminister Ralph Alexander Lorz (CDU) Foto: Manjit Jari, Kultusministerium Hessen
Mathias von Gersdorff

In den Kommentaren des deutschen Blätterwaldes herrscht großer Konsens über die Gründe des schlechten Abschneidens der Grünen bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen: Die katastrophale Schulpolitik.

Kultusminister in NRW war die grüne Sylvia Löhrmann, die gleichzeitig die bekannteste grüne Politikerin im Bundesland war. Sie war sozusagen das Gesicht der Grünen in NRW.

Ihre Schulpolitik lässt sich leicht zusammenfassen:

* Gender-Indoktrination
* Chaotische Zustände in den Schulen.
* Leistungsfeindlichkeit und die damit verbundene Entwertung des Gymnasiums.
Die Quittung für diese Politik bekam sie bekanntlich am vergangenen Sonntag: Ihre Partei verlor über 40 % der Wähler.

NRW sollte alle Politikern eine Warnung sein, die den grünen schulpolitischen Pfad gehen wollen.

Vor allem sollte die CDU in Hessen alarmiert sein: der hessische Kultusminister Ralph Alexander Lorz gehört zwar der CDU an, doch seine Schulpolitik ist zum Teil noch grüner, als jene von Löhrmann.

Vor allem seine „Richtlinien zur Sexualerziehung“ sind ein genuines Gender-Indoktrinationsprogramm, das seit dem Spätsommer 2017 die hessischen Eltern in Wut versetzt.

Viele in der CDU rätseln, wie es möglich war, dass ein CDU-Kultusminister einen dermaßen grün gefärbten Erlass in Kraft setzen konnte.

Doch es bleibt nicht nur beim Gender-Lehrplan: Die Situation in Hessens Schulen ist dermaßen chaotisch, dass sich inzwischen selbst Lehrer (anonym) in Zeitungen beklagen, ein normaler Unterricht sei gar nicht mehr möglich.

Der Landeselternbeirat Hessen nimmt kein Blatt vor dem Mund und beschreibt die Lage in den Schulen drastisch: „Es brennt an den hessischen Schulen – insbesondere an den Grundschulen, die der Grundpfeiler unseres Bildungssystems sind.“

Anfang Februar haben 57 Rektoren sowie 18 Konrektoren aus dem Bereich des Staatlichen Schulamtes einen offenen Brief an den hessischen Kultusminister Ralph Alexander Lorz veröffentlicht, der die chaotischen Zustände in den Schulen Frankfurts beschreibt: „Guter Unterricht im herkömmlichen Sinn ist unter solchen Bedingungen nur noch unter erheblichen Abstrichen umzusetzen!“, so das Fazit des Schreibens.

Man kann nur den Kopf schütteln, dass unter diesen Umständen die CDU noch einen Gender-Lehrplan erlässt. Es war klar, dass die Eltern dagegen revoltieren würden.

Die CDU sollte sich endlich von jeglichen grünen Einfluss befreien und die Schulpolitik betreiben, die die Bürger von ihr erwarten: christlich, solide, ideologiefrei. 


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Dienstag, 16. Mai 2017

Nutzen und Grenzen von Prof. Winterhoffs Kritik zur „Akzeptanz“ im hessischen Sexualkunde-Lehrplan

Prof. Christian Winterhoff. Foto: J. Saidl
Mathias von Gersdorff

Professor Dr. Christian Winterhoff hat einen viel beachteten Vortrag im Symposium „Sexualpädagogik der Vielfalt – Kritik einer herrschenden Lehre“ am 6. Mai 2017 in Wiesbaden gehalten. Das Thema des Vortrages des Juristen war „Sexualpädagogik der Vielfalt – der rechtliche Rahmen“.

Winterhoffs Kernaussage: Die neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ für Hessens Schulen verstoßen mit seinen der Forderung nach „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ gegen das Grundgesetz und gegen das Hessische Schulgesetz (HSG).

Sein Kernargument: Das in den „Richtlinien zur Sexualerziehung“ gestellte Lernziel „Akzeptanz sexueller Vielfalt – zudem ab dem ersten Grundschuljahr und fächerübergreifend – verstößt gegen das Indoktrinationsverbot und engt zu stark das Erziehungsrecht der Eltern ein. Winterhoff erläuterte, dass in der schulischen Erziehung die elterlichen und staatlichen Lernziele durchaus in Konkurrenz stünden. Doch im Bereich Sexualität hätten die Eltern den Vorrang vor dem Staat aufgrund der nötigen Sensibilität, mit der man bei diesem Thema umgehen müsse.

Wie sind die Aussagen Winterhoffs aus der Perspektive derjenigen zu bewerten, die seit Inkrafttreten des Erlasses im Spätsommer 2016 dagegen protestieren?

1. Professor Winterhoff bestätigt aus juristischer Sicht das Hauptargument der Kritiker der neuen Richtlinien: Dieser sei Indoktrinierend[im Sinne der Doktrin der „Sexuellen Vielfalt“ bzw. der Gender-Ideologie] und bildet zudem einen unzulässigen Eingriff in das Erziehungsrecht der Eltern.

Die Kritiker haben, so Professor Winterhoff, etliche verfassungsrechtliche Urteile sowie das Hessische Schulgesetz auf ihrer Seite.

Winterhoff stellte klar, dass die Schule – rein aus rechtlicher Sicht – Toleranz als Lernziel haben kann, doch nicht Akzeptanz (zu dieser Problematik weiter unten). Ähnlich haben diverse Institutionen argumentiert, wie etwa der Philologenverband, der Landeselternrat etc.

Nun stellt sich die Frage: Ist das Problem aus der Welt geschaffen, wenn man in den Richtlinien das Wort Akzeptanz durch Toleranz austauscht?

Mitnichten.

2. Professor Winterhoff beließ es in seinem Vortrag nicht beim Zitieren von Gesetzen und Gerichtsurteilen, sondern ging auch der Frage nach, wie das Lernziel „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ konkret realisiert werden soll.

Dies geschieht unter anderem anhand der Lehrbücher. Wenn es darum geht, Texte zu verfassen, die „Toleranz“ anstreben so müssen sie ganz anders redigiert und bebildert werden, wenn „Akzeptanz“ angestrebt wird. Ansonsten würde man gegen das Zurückhaltungs- und Rücksichtnahmegebot des Grundgesetzes verstoßen.

Das Lernziel „Toleranz“ müsse wesentlich neutrale Inhalte vermitteln und erlaubt keine positive Darstellung von Sexualverhalten, die alternativ zur Ehe existieren. Lehrbücher dürfen beispielsweise (entsprechend der gegenwärtigen Rechtsprechung) behaupten, es existierten Partnerschaftsformen neben der Ehe. Diese Partnerschaften müssen aber neutral (und nicht ethisch positiv) und nicht der Ehe gleichwertig dargestellt werden. Dasselbe gilt für sexuelle Identitäten und Sexualverhalten.

Noch weniger darf man Akzeptanz für alle möglichen Sexualverhalten und Identitäten einfordern. Das ist aber ausdrücklich von Kultusminister Ralph-Alexander Lorz (CDU) gewünscht. In einer Erläuterung zu den neuen Richtlinien machte er klar, die Schüler müssten den anderen mitteilen „Du bist okay, so wie du bist“, was eindeutig ein Werturteil darstellt.

Die beiden oben behandelten Punkte zeigen, wie wertvoll der Vortrag Winterhoffs in Wiesbaden (bzw. sein Rechtsgutachten zum selben Thema) ist.

Es ist aber auch notwendig, die Grenzen von Winterhoffs Argumentation im Auge zu behalten. Insbesondere muss darauf geachtet werden, dass Winterhoffs Argumentation rein juristisch ist. Er geht auf das Meta-Problem nicht ein.

Die zwei wichtigsten Punkte, die Professor Winterhoff nicht behandelt, sind folgende:

1. Das Kernproblem der hessischen und im Grunde aller Schulrichtlinien, in denen menschliche Sexualität eine Rolle spielt ist, dass in Deutschland dieses Thema Anfang der 1970er Jahre im Geiste der sog. „emanzipatorischen Sexualerziehung“ eingeführt wurde. Die „emanzipatorische Sexualerziehung“ entstand im Zuge der 19868er-Kulturrevolution und legt das Menschenbild des Neomarxismus zugrunde. Die Stoßrichtung war dezidiert antichristlich, weil man die christliche – vor allem katholische – Moral als despotisch, unmenschlich und als ein Werkzeug zur Unterjochung der Menschen ansah.

Alle Richtlinien, die seit den 1970er Jahren erlassen worden sind, tradieren die „emanzipatorische Sexualerziehung“. In diesem Blog wurde deshalb schon mehrmals erläutert, dass aus diesem Grund die schulische Sexualerziehung nicht zu retten sei und man sie im Grunde komplett abschaffen muss. Falls Sexualerziehung notwendig sein sollte, müsste sie auf einer völlig neuen Grundlage entworfen werden.

Solange das nicht geschieht, müssen die Eltern gegen die Schulen kämpfen, wenn sie ihre Kinder vor einer neomarxistischen und damit falschen Sicht der Sexualität und des Menschen überhaupt schützen wollen. Das ist es auch, was seit Jahrzehnten in unterschiedlicher Intensität passiert.

2. Hinsichtlich der Richtlinien, die in den letzten beiden Jahren erlassen wurden, kommt hinzu, dass sie allesamt die Vorstellung der Existenz einer „sexuellen Vielfalt“ propagieren, obwohl diese Idee nach wie vor höchst umstritten ist. „Sexuelle Vielfalt“ ist nichts anderes als eine Tarnung für „Gender“. Sie geht also davon aus, dass die menschliche Sexualität eine kulturelle und gesellschaftliche Konstruktion sei.

Dass die Idee, es existiere „sexuelle Vielfalt“ (die über die Existenz von Mann und Frau hinaus geht) widerspricht offensichtlich dem christlichen Menschenbild und der Vernunft.

Diese absurde Theorie, egal, ob man sie Gender oder „sexuelle Vielfalt“ nennt, kann man weder akzeptieren, noch tolerieren, noch dulden. Sie ist irrsinnig und hat in der Schule nichts verloren.

Fazit: Winterhoffs juristische Evaluation der neuen hessischen Richtlinien ist sehr wertvoll. Sie ersetzt aber nicht den notwendigen ideologischen Kampf gegen den Lehrplan und die Mobilisierung der christlichen und bürgerlichen Basis der Gesellschaft. Dasselbe gilt für die Lehrpläne Sachsens, Thürigens, Bayerns etc.

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Hessen: Verfassungskonformität des Sexualkunde-Lehrplanes an den Aussagen des Kultusministers messen

Kultusminister Ralph Alexander Lorz. Foto: HKM/Manjit Jari
Mathias von Gersdorff

Am 6. Mai 2017 hielt Prof. Dr. Christian Winterhoff einen von der Presse vielbeachteten Vortrag beim Symposium „Sexualpädagogik der Vielfalt – Kritik einer herrschenden Lehre“. Der Jurist sollte prüfen, ob die neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“, die im Spätsommer 2016 erlassen wurden, verfassungskonform sind oder nicht.

Seine Urteil: Der neue Lehrplan verstößt gegen Verfassungsrecht und gegen das Hessische Schulgesetz.

Winterhoff erläutert ausführlich, dass ein Lernziel „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ gegen das sog. Indoktrinationsverbot“ verstößt: „Die Schule muss den Versuch einer Indoktrinierung der Schüler mit dem Ziel unterlassen, ein bestimmtes Sexualverhalten zu befürworten oder abzulehnen.“ (Vgl. Urteil Bundesverwaltungsgericht vom 8. Mai 2008).

Zudem wird das Elternrecht im hochsensiblen Bereich der Sexualerziehung übermäßig eingeschränkt. Es gilt nämlich: „Die den Schulen auf dem Gebiet der Sexualerziehung auferlegten Gebote der Zurückhaltung und Toleranz stellen regelmäßig sicher, dass unzumutbare Glaubens- und Gewissenskonflikte bei Eltern und Schülern nicht entstehen.“

Diese Leitsätze besitzen verfassungsrang und sind auch im Hessischen Schulgesetz berücksichtigt.

Professor Winterhoff bestätigt mit seinem Vortrag die Argumente diverser Kritiker, die schon gleich am Anfang auf diesen Punkt hingewiesen haben, wie etwa der Philologenverband oder die Landeselternvertretung.

Kultusminister Ralph Alexander Lorz hat sich zur neuen Kritik an seinem Erlass nicht geäußert. Doch ein früheres Schreiben, in welchem er seinen Lehrplan verteidigt, zeigt, wie gerechtfertigt Winterhoffs Einwände sind: Für den hessischen Kultusminister steht fest, dass laut dem neuen Lehrplan „Akzeptanz“ gefordert werden soll. Daran lässt er keinen Zweifel, wie unten erläutert wird. Doch bestätigt er genau die Vorwürfe von Prof. Winterhoff. 


Als Antwort auf die kritischen Briefe gegen seinen Lehplan, ließ CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz im vergangenen Herbst einen Rundbrief verschicken. Darin verteidigt er seinen umstrittenen „Lehrplan zur Sexualerziehung“. Der Brief ist mit seinen mehr als zwei Seiten ungewöhnlich lang.


Hier sollen nur die wichtigsten Abschnitte kommentiert, vor allem diejenigen, in denen die Forderung nach „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ behandelt wird. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden die Sätze des Kultusministers einzeln zitiert und gleich kommentiert. So wird auch der unverbindliche, allgefällige und stellenweise beschwichtigende Ton des Schreibens deutlicher, dessen Absicht klar ist: Wortreich auf Kritiker zugehen und scheinbar die Hand ausstrecken, aber inhaltlich keine Konzessionen machen! Die Sätze aus Lorz´ Brief erscheinen kursiv, die wichtigsten Begriffe sind in fettem Schwarz hervorgehoben.
Der Kultusminister schreibt: 

Lorz: Mein Ziel ist, dass wir in den Schulgemeinden einen wertschätzenden und diskriminierungsfreien Umgang miteinander pflegen. 

Kommentar: In der Tat: Diese Umgangsform ist für Kultusminister Lorz die übergreifende Zielsetzung. Man beachte nicht nur die eigentlich für Grüne übliche Rhetorik von der "Diskriminierungsfreiheit": Der Umgang miteinander habe auch "wertschätzend" zu erfolgen. Leider geht Lorz nicht darauf ein, aus welchen Werten diese Wertschätzung sich herleiten soll. Denn eine Wertschätzung existiert nicht per se, sie ergibt sich immer aus einer ethischen Gesinnung heraus. Ich nehme in diesem Falle einmal an - wahrscheinlich wie viele andere Leser auch -, dass der Kultusminister erwartet: Jeder habe seinem Gegenüber grundsätzlich positiv gegenüberzustehen - und damit einen Anderen auch so anzunehmen, wie er ist oder wie er sein will. Das heißt: Das Gegenüber müsse in seiner gesamten Persönlichkeit und mit allen seinen Eigenschaften angenommen, zuletzt also positiv bewertet werden. Jemand, der Wahrheit beansprucht oder Kritik erhebt, ist unter solchen Bedingungen nicht mehr vorgesehen. Die moralische Bewertung wird durch einen Wahrheitsrelativismus ersetzt. [So muss man Lorz wohl verstehen, denn ansonsten ergibt das, was er im Rest des Absatzes schreibt, keinen Sinn.]

Es ist offensichtlich: Jene Form von Wertschätzung, wie sie dem Christdemokraten Lorz vorschwebt, deckt sich nur teilweise mit der christlichen Ethik. Zwar ist der Andere nach dem Gebot der Nächstenliebe in seinem So-Sein als Person wertzuschätzen - für jeden gilt die Menschenwürde -, aber deshalb heißt das noch lange nicht, dass auch seine Sünden und Fehler gutzuheißen wären. Ganz im Gegenteil: Nach christlicher Auffassung beinhaltet die Nächstenliebe auch den Wunsch gegenüber dem Nächsten, dass dieser glaubhaft bereit ist, sein sündhaftes Verhalten abzulegen und seine Fehler zu korrigieren. Die christliche Ethik lehnt damit ausdrücklich einen moralischen Indifferentismus ab. 

Lorz: Aus diesem Grund ist es von Bedeutung, dass Vielfalt nicht nur erduldet oder ertragen wird, wie es der Begriff „Toleranz“ meint, sondern dass Vielfalt akzeptiert wird in dem Sinne „Du bist okay, so wie du bist“. 

Kommentar: Vor allem am Begriff der Akzeptanz entzündete sich die Kritik. Von Beginn an schieden sich daran die Geister, kreiste die öffentlichen Debatte um diesen Punkt. Darf die Politik vom Bürger tatsächlich eine innere Akzeptanzhaltung einfordern? Oder griffe so etwas nicht zu weit in die Persönlichkeitsrechte und die Gefühls- und Gewissensfreiheit des Einzelnen ein? Darf der Staat dem Bürger die Überzeugung vorschreiben: „Du bist okay, so wie du bist!"? Wäre Kultusminister Lorz in seinem Schreiben ehrlich, müsste er wohl zugeben, dass zwischen den Zeilen seines Textes ein Hang zu sanftem Gesinnungszwang gegenüber abweichenden Meinungen erkennbar wird und sein neuer Schulerlass einem Gleichheitspostulat der Differenzlosigkeit vorarbeitet. Mehr noch: Im Namen der Akzeptanz von sexueller Vielfalt wird der Meinungsvielfalt, die in einer Demokratie unabdingbare Voraussetzung politischer Willensbildung ist, schwerer Schaden zugefügt - und das bereits in der Schule! Oder es ist tatsächlich so, dass die Freiheit des Gewissens mit dem neuen Lehrplan gar nicht angetastet wird? Dass staatlicher Akzeptanzzwang zur Meinungsvereinheitlichung gar nicht vorliegt? So viel ist gewiss: Viele Schüler werden den Lehrplan als Anleitung zur Heuchelei verstehen und vor allem eines lernen: ihre wahre Meinung zu verbergen.

Sollte also der Lehrplan auf diese Weise implementiert werden, wird dies zwangsläufig dazu führen, dass sich viele Schüler verstellen. Sie werden nicht jedem sagen wollen: „Du bist okay, so wie du bist.“ Natürlich werden sie sich zumeist so äußern, wie es der neue Gesinnungskanon erwünscht. Wer will heutzutage schon schulische Nachteile erleiden? Aber: Denken werden diese Schüler darüber möglicherweise ganz anders.

Vielleicht ist es gar nicht einmal vorgesehen, jeden Schüler hinsichtlich seiner Gesinnung zu kontrollieren, inwieweit sie mit dem Credo des „Du bist okay, so wie du bist“ übereinstimmt. Doch die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass dabei dennoch ein Druck für den Schüler entsteht, eine bestimmte Gesinnung anzunehmen.

In solch einem Klima der Meinungsenge werden die meisten Schüler dazu verführt zu lügen: Von Katholiken, Muslimen und Schülern weiterer Denominationen oder Religionen kann man nicht erwarten, dass sie zu bekennenden Homosexuellen oder Transsexuellen sagen: „Ihr seid okay, so wie ihr seid!“ Damit würden sie schlichtweg wichtige Bereiche der Moral ihrer Religion verleugnen. Dies brächte sie in schwere Gewissenskonflikte, denn sie wüssten: Es käme einem Glaubensabfall gleich.

Es braucht keine hellseherischen Fähigkeiten, um zu prognostizieren, dass dieses Problem aufkommen wird. Es ist geradezu skandalös und zeugt von Realitätsferne, dass dies in sämtlichen Plädoyers der hessischen CDU für den Lehrplan nicht einmal angesprochen wurde - zumal Religionsfreiheit in Deutschland Verfassungsrang besitzt. 

Lorz: Niemandem wird dabei eine Ideologie aufgezwungen, niemand wird in eine Rolle gedrängt. 

Kommentar: Diese Aussage ist schlichtweg falsch. Der Lehrplan besagt ausdrücklich, jeder solle „akzeptieren“, dass es viele sexuelle Orientierungen gebe. Es wird also die Akzeptanz einer ganz bestimmten Anthropologie gefordert, und zwar diejenige, die der Gender-Ideologie innewohnt. In dieser Ideologie wird behauptet, dass es eine Vielfalt von sexuellen Orientierungen gibt. Es gebe ein "soziales Geschlecht", englisch "gender", das sich nach dem persönlichen Gefühl richte. Manche Theoretiker dieser Ideologie sind der Auffassung, es gäbe annähernd 70 solcher Identitäten (Facebook), andere reden von Tausenden. Einige sind sogar der Auffassung, der Mensch befände sich in einem Fluidum sexueller Orientierungen. Seine sexuelle Identität sei also gar nicht festgelegt und definiert. 

Lorz: Der Akzeptanzbegriff in diesem Sinne beinhaltet keinesfalls die Aufforderung zum Nach- oder Selbermachen, sondern verfolgt als übergeordnetes Ziel die Diskriminierungsfreiheit. 

Kommentar: Niemand hat behauptet, dass der Lehrplan zum Nach- oder Selbermachen bestimmter sexueller Verhaltenswiesen auffordert. Das wäre, nebenbei bemerkt, auch illegal. Falls Ralph Alexander Lorz etwas Derartiges in den Lehrplan geschrieben hätte, müsste sein Rücktritt die logische Konsequenz sein.

Aufschlussreich ist diese Aussage dennoch, denn es geht dem Kultusminister in seinem Schreiben darum, eine bestimmte Gesinnung von den Schülern einzufordern: die Akzeptanz sexueller Vielfalt.

Mit seiner Behauptung, die Schüler würden gar nicht zu einem „Nach- oder Selbermachen“ aufgefordert - und damit zu einem Handeln, dass unter Umständen ihrem eigenen Gewissen zuwiderläuft -, könnte Lorz von einem wunden Punkt in seinem Konzept ablenken wollen: Nämlich über den Lehrplan auf die Schüler einen Druck aufzubauen, der darauf abzielt, eine bestimmte Gesinnung und eine entsprechende Ethik anzunehmen. 

Lorz: Ein Verhalten zu akzeptieren, das für jemand anderen einen wichtigen Aspekt seines Lebens bedeutet, ist Kennzeichen einer freiheitlichen Gesellschaft auch und gerade dann, wenn dieses Verhalten für die Mehrheit nicht in Betracht kommt. 

Kommentar: Diese Akzeptanz einzufordern verstößt nicht nur gegen die Religions-, sondern auch gegen die Meinungsfreiheit. Was ist mit den Schülern, die die Existenz von 70 sexuellen Orientierungen für Blödsinn halten, weil genau das eben ihrer Meinung entspricht? Werden sie der Schule verwiesen oder nur gemäß des neuen Lehrplans "aufgeklärt"?

Die Forderung nach „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ ist das Gegenteil von Freiheitlichkeit. Es ist natürlich interessant, dass unter dem Deckmantel einer angeblichen Freiheit, die sich ohne moralische Bindung ins Orientierungslose entgrenzt, die tatsächliche Freiheit, die immer auf die Rückbindung an Prinzipien beharren muss, eingeschränkt wird. Das unausgesprochene Ziel des Lehrplans ist ja gerade dies: Die Einschränkung der Werturteile hinsichtlich gewisser sexueller Orientierungen. Es wird dabei ausdrücklich gewünscht, dass die Kinder nicht sagen: „Du bist nicht okay, so wie du bist."

Wenn der Kultusminister tatsächlich so freiheitlich gesinnt wäre, wie er sich nach außen hin gibt, so hätte er diese neuen Richtlinien auch nur als frei wählbare Kurse, nicht aber als allgemein verbindlichen Unterrichtsstoff vorgeben können. Dann hätten die Eltern oder die Schulkinder ab einem gewissen Alter selbst entscheiden können, ob sie in „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ unterwiesen werden wollen oder nicht. 

Lorz: Wenn Menschen sich zu einer bestimmten Thematik eines gesellschaftlichen Werturteils enthalten – und auf nichts anderes zielt der Begriff der Akzeptanz in unserem Lehrplan -, ist das nicht gleichzusetzen damit, dass sie alle akzeptierten Alternativen auch für sich persönlich als Wert annehmen oder gar anzunehmen haben. 

Kommentar: Auf Deutsch gesagt: Wenn ich nicht damit einverstanden bin, soll ich die Klappe halten. Ist das die freiheitliche Gesellschaft, die Ralph Alexander Lorz anstrebt?
An dieser Stelle wird deutlich, dass Lorz´ Begriff von Akzeptanz nur funktionieren kann, wenn man die Eigenschaften, die man bei anderen Menschen akzeptieren soll, sehr stark eingrenzt. Ansonsten würden Forderungen nach Akzeptanz im Falle diametralen Positionen miteinander kollidieren. Wer richtet darüber? Hier werden unnötig neue Konfliktfelder geschaffen. Als ob es nicht genügend andere, vielleicht dringendere Probleme im Schulbetrieb zu lösen gäbe?!

Wieso fordert Lorz keine „Akzeptanz religiöser Orientierungen“? Die Religionsfreiheit besitzt nicht nur Verfassungsrang, sondern ist in höchstem Grade identitätsstiftend. Für viele Menschen ist die Religion viel wichtiger als etwa die Nationalität oder die politische Präferenz.

Und: Ist es nicht absurd, von Muslimen einzufordern, dass sie die Existenz tausender sexueller Orientierungen akzeptieren sollen, wenn von deren Seite nicht einmal erwartet wird, gegenüber christlichen Denominationen sich in Akzeptanz zu üben?

Es muss festgehalten werden: Ralph Alexander Lorz strebt bei manchen Konfessionen in der Tat nichts Geringeres als die Einschränkung ihrer Religionsausübung an, falls er „Akzeptanz“ sexueller Vielfalt“ einfordert. Für viele Religionen – darunter viele christliche Denominationen - gehört nämlich das öffentliche Bekenntnis zum Selbstverständnis des eigenen Glaubens. Gegebenenfalls kann dazu beispielsweise gehören, praktizierte Homosexualität als Sünde zu bezeichnen. Wendet man den Lehrplan konsequent an, dürfte so etwas nicht einmal im Religionsunterricht auch nur ausgesprochen werden. 

Fazit: Seit Bekanntwerden des „Lehrplanes zur Sexualerziehung“ hat die CDU Hessens mehrmals versucht, die Menschen von der Sinnhaftigkeit des neuen Lehrplans zu überzeugen. Generalsekretär Manfred Pentz hat sich zum Lehrplan mindestens zweimal schriftlich geäußert, Kultusminister Ralph Alexander Lorz immerhin einmal.

Bislang sind sie noch jedesmal gescheitert. Warum? Sie konnten - oder wollten - die Kritikpunkte nicht ausräumen. Das geht auch gar nicht: Es ist zu offensichtlich, dass der neue Lehrplan ideologisch inspiriert ist. Es ist ganz einfach: Will man aus der Schule keine Indoktrinationsstätten à la Kambodscha machen, muss man den Lehrplan ablehnen.
Will man beiden Politikern sehr viel Wohlwollen entgegenbringen und nachsichtig glauben, dass sie guten Gewissens handeln, muss man zumindest zu dem Schluss kommen, dass der Lehrplan missverständlich redigiert ist und die Möglichkeit zulässt, die Gender-Ideologie in die Schulen zu bringen. 

Deshalb kann dieser Lehrplan nicht mit Deutungen und Interpretationen korrigiert werden. Er muss komplett weg!

© Mathias von Gersdorff. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung  

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Donnerstag, 11. Mai 2017

NRW zeigt: Grüne Schulpolitik ist Chaospolitik

Wo die Grünen regieren, gibt es bald verwahrloste Schulen
Mathias von Gersdorff

Wer die schulpolitische Debatte in Nordrhein-Westfalen in den letzten Jahren verfolgt hat, weiß, was ein Kultusministerium unter Führung einer grünen Ministerin bedeutet:

Gender-Indoktrination, Unterrichtsausfall, wütende Eltern, Leistungsfeindlichkeit.

Das hat eine einfache Begründung: Für die Grünen ist Schulpolitik vor allem Gesellschaftspolitik. Für sie soll die Schule dazu dienen, ihre abstrusen gesellschaftspolitischen Vorstellungen durchzusetzen.

Aus diesem Grund betreiben sie wo sie nur können eine Ideologisierung der Schule die mit einer leistungsfeindlichen Haltung einhergeht.

Dass beispielsweise das Gymnasium eine studienvorbereitende Schule ist, können die Grünen nicht verstehen.

Durch Ihre Ideologisierung der Schulpolitik zerstören die Grünen überall den Schulfrieden.

So nun auch in NRW: Seit Jahren entfacht die grüne Kultusministerin Löhrmann den Zorn der Eltern, die um die Zukunft ihrer Kinder fürchten.

In dieser Hinsicht ist Nordrhein-Westfalen kein Einzelfall.

In Hessen hat der CDU-Kultusminister auf Betreiben der Grünen einen radikalen Gender-Lehrplan im vergangenen Spätsommer eingeführt. Seitdem tobt in Hessen ein Kampf, der nicht enden wird, solange die Landesregierung den Erlass nicht einstampft.

In Sachsen-Anhalt sind die Grünen der Auffassung, dass Transvestiten den Kindern in den Kitas alternative Partnerschaftsformen, Homosexualität etc. erläutern sollten. „Es geht darum, Kindern zu zeigen, dass auch Männer Männer lieben können und Frauen Frauen - und das davon die Welt nicht untergeht“. (Quelle Die "Welt" vom 16. November 2016).

Im rot-grün regierten Hamburg wurde ein „Aktionsplan gegen Homophobie“, erlassen. Für die Kitas ist folgendes vorgesehen: „In den Bildungsempfehlungen ist auch beschrieben, dass Kindern Erfahrungen mit Unterschieden ermöglicht werden sollen. Dies schließt insbesondere auch Erfahrungen mit Menschen ein, die anders aussehen oder sich anders verhalten als Menschen, die ihnen bisher vertraut sind. . . . Auch Fragestellungen der geschlechtlichen Identitäten und sexuellen Orientierung sollen dort Berücksichtigung finden.“

Vor der letzten Bundestagswahl wurden die Grünen mit pädophilen Umtrieben in ihrer Anfangszeit konfrontiert. Sie haben sich damals von diesen extremen Verirrungen distanziert.

Doch keineswegs haben die Grünen damit aufgehört, Sexualität als gesellschaftspolitisches Instrument anzusehen, mit welchem sie schon in Kitas, Kindergärten und Grundschulen die Kinder zu beeinflussen versuchen.

Gegen diesen Angriff auf die Kinder müssen wir uns zusammen und mit voller Energie wehren.

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Dienstag, 9. Mai 2017

Christa Meves über die Ursachen der egozentrischen Single-Gesellschaft

Christa Meves

Eine neue Studie verdient Beachtung. Sie dokumentiert drei Phasen der mentalen Veränderung der Menschen hierzulande seit 1945 bis heute.

Während in der Nachkriegszeit von 1945 – 1968 die Mentalität der Menschen vor allem vom Aufbruch aus dem Inferno geprägt war, entstand ab 1965 im Westen – so weiß heute jedermann – eine schlagartig veränderte Lebenseinstellung. Jetzt begann – von den Medien einhellig unterstützt – ein links-liberaler Vorrang in der Lebensweise – eine Art „Locker vom Hocker“-Mentalität zu dominieren.

Im neuen Jahrhundert ist der Trend nun neu bestimmt von einer wirtschaftlich orientierten Europäisierung und von dem Durchbruch der Technik hinein in jedermanns Alltagsleben. Die dadurch jeweils gefärbten mentalen Veränderungen scheinen in einem ersten Ansatz durch die bereits erwähnte Studie im Auftrag einer Wirtschaftsfirma ins Visier genommen worden zu sein: Sie veranlasste eine Forschungsgruppe, die mentalen Veränderungen in zeitlich unterschiedenen Gruppierungen zu erkunden, um daraus Schlüsse für wirtschaftliche Optimierungen herauszufinden.

Ihre Ergebnisse sind aber auch psychologisch relevant und von interessanter Eindeutigkeit. Diese Digitalagenturgruppe Syzygy machte es sich also zur Aufgabe, die vorherrschende Lebenseinstellung eben bei den besagten drei Gruppen von je 1000 Personen in den drei jüngsten Zeitabschnitten zu untersuchen.

Sie verglich das Verhalten der 53 – 79-Jährigen – das sind die in die Nachkriegszeit Hineingeborenen – mit einer zweiten Gruppe der 37 – 52-Jährigen. Das sind in der BRD jene mit der im Westen ab 1965 einsetzenden 68er Kulturrevolution. Diese beiden Gruppierungen verglichen sie dann darüber hinaus und vorrangig mit den Jüngsten, den 19 – 36-Jährigen, also den ab 1981-1991 Geborenen.

Eindrucksvoll ist das Ergebnis der Untersucher:

Während in der Nachkriegszeit offenbar die alten gesellschaftlichen Strukturen dominierten, erbrachte der Trend ab 1969 im Westen durch die revolutionäre, extrem liberalistische Veränderung einen Trend zur sog. antiautoritären Erziehung.

Aus diesen bald aufeinander folgenden Wechselbädern der beiden vergangenen Phasen hat sich nun – laut Studie – vor allem in der jüngsten Generation durch das Vorherrschen der neuen Technik im Verhalten der 19 bis 36-Jährigen eine erstaunliche weitere Veränderung ergeben.


Verstärkter Trend in Richtung Narzissmus

Diesen widmet die Studie vorrangig Aufmerksamkeit; denn im Gegensatz zu den Älteren zeigt sich in der jüngsten Generation hierzulande die Mentalität einer unverblümt offerierten, gesteigerten Ichhaftigkeit. Zitat: „Die Millennial-Generation in Deutschland dreht sich gerne um sich selbst und beansprucht für sich nur die besten Produkte und Dienstleistungen. Somit ist die ‚Generation Narzissmus‘ eine echte Herausforderung für Unternehmen, die sie als Konsumenten gewinnen wollen.“

Egozentrizität scheint hier also zu dominieren. Die Untersucher fassen sie unter dem Begriff „Narzissmus“ zusammen und verstehen darunter eine individualistische Dominanz mit einer besonderen Vorliebe für die eigenen Belange mit einer vorrangigen Nutzung nun nicht mehr allein des Fernsehers und dessen Krimi-Serien, sondern alles Digitalen, das ihnen vom Jugendalter ab mehrheitlich zur Verfügung gestellt wurde, dem Workman, dem Discman zunächst, dem Handy, dem PC in voller Wucht und in jüngster Zeit dann dem Smartphone.

Wie die Hirnforscher nun bereits längst gewarnt haben, verändert dieser Vorrang einer allein auf sich selbst bezogenen Beschäftigungsmöglichkeit anscheinend geradezu den Charakter zugunsten einer Abschottung und geistigen Verarmung. Auch die Forscher dieser Studie meinen nun, im Hinblick auf das Interesse für die Personen der Außenwelt geradezu einen Schwund feststellen zu können: Die jungen Menschen bleiben in zunehmendem Maß auf sich selbst bezogen.


Wachsende Gleichgültigkeit plus Selbstüberheblichkeit

Die Untersucher meinen zu konstatieren, dass so der Verlust einer nach außen gewandten Emotionalität stattfinde. Sie beschreiben eine selbstbezogene Gleichgültigkeit ihrer Probanden und sprechen von einem daraus resultierenden überheblichen Selbstbewusstsein, das sich in gespielter Nüchternheit „an Fakten hält“. 

Die Forscher betonen aber auch eine wie selbstverständliche Anspruchshaltung der jungen Menschen mit einer eher oberflächlichen Nutzung der Marktangebote. Aber sie meinen ebenfalls, eine überzogene Darstellungsbereitschaft per Super-Outfit bei öffentlicher Artikulation feststellen zu können. Gleichzeitig scheint sich den Untersuchern ein verringertes Interesse an spektakulären Ereignissen der Öffentlichkeit zu zeigen. Selbst dem dort so hoch gepolten Sexuellen mag die junge Mannschaft keine Neugier mehr abzugewinnen.

Die Motivation der Untersucher schließt die Frage nach den Ursachen dieser eklatanten Charakterveränderung der jungen Menschen aus; denn ihr Auftrag bezieht sich vorrangig auf das Konsumverhalten der jungen Menschen. Diese mag durch die Dominanz der Technik in jedem der jungen Köpfe mitverursacht worden sein; aber das kann allein die neue Mentalität nicht hervorgebracht haben.

Nimmt man dieses Verhalten pädagogisch, so lässt sich nicht die Frage ausschalten, wie es zu dieser erheblichen Einstellungsänderung hat kommen können, und wie dem zu begegnen sei.


Vernachlässigung brachte eine Single-Generation hervor

Die veränderte Erziehungsweise dieser jungen Generation, das viel größere Sich-selbst-Überlassen-sein bei meist beiden im Arbeitsprozess stehenden Elternteilen, die unzureichende Bindung an eine duale Bezugsperson im Kleinkindalter, der dadurch hervorgerufene Trend zur Kollektivierung von der frühen Kindheit ab, die Notwendigkeit, sich selbst zu behaupten bei einem uneingeschränkten Erlaubtsein von allem und jedem – so fürchteten praktisch arbeitende Psychotherapeuten schon durch das gesamte damalige Erziehungsklima ab 1969 hindurch – würde (wie Fritz Riemann das bereits prognostizierte) eine Gesellschaft von Singles produzieren.

Das scheint jetzt in der Tat Wirklichkeit zu werden. Denn sogar die Anziehung auf das andere Geschlecht scheint sich jenseits der Pubertät nicht etwa zu verstärken, sondern als eher überdrüssig uninteressant einzuschränken.

Der Wille zum Heiraten und damit zur Familienbildung wird dadurch offensichtlich bereits gemindert. „In mein Privatleben passen andere Menschen einfach nicht hinein. Sie stören nur“, sagte jüngst ein gut verdienender 25-Jähriger zu mir.

Dennoch: Nach meiner Beobachtung scheinen die bedrückenden Ergebnisse dieser Studie mit der Beschreibung einer sich konstituierenden Gesellschaft von Einsiedlern nicht das letzte Wort zu haben.

Wie viele lebendige, hoch motivierte und interessierte Kinder habe ich allein auf den Tagungen unseres Vereins „Verantwortung für die Familie“ kennengelernt – als die Erziehungsergebnisse liebevoll bemühter Eltern, die zäh und unermüdlich dem schädlichen Nesthocker-Zeitgeist widerstanden! Das mag eine kleine, aber für die Zukunft wertvolle Gruppierung sein.

Aber darüber hinaus hat sich allgemein in den letzten Jahren bei erstaunlich vielen jungen Menschen – wie ein Aufbäumen der Befindlichkeit gegen die seelische Verengung – nun eine erstaunliche Freude an großen Events mit einem christlichen Hintergrund entwickelt. Und dieses wird von mehreren christlichen Sendern, von Radio Horeb bis zu Hope Chanel, EWTN und Bibel-TV in gezieltem Ausmaß dokumentiert und propagiert…

Auf diese Weise scheint sich die geminderte Emotionalität Bahn brechen zu wollen. Das sollte doch Hoffnung sein auf eine Reanimierung seelischer Vielfalt und damit auf eine Zukunft mit mehr seelischer Gesundheit und auf neu angeregte kultivierte Glaubensfülle, denn ohne diese wird’s beim „Haschen nach Wind“ bleiben.

Montag, 8. Mai 2017

Schleswig-Holstein nach der Wahl: CDU muss rot-grüne „Queere Bildung“ beenden

Daniel Günther. Pressefoto CDU-S-H. Copyright Laurence Chaperon

Mathias von Gersdorff 

Eines der größten Ärgernisse für die Eltern Schleswig-Holsteins war die massive Ausdehnung der „Queeren Bildung“ in den Schulen durch die rot-grüne Landesregierung (SSW). Diese „Erziehung“ sieht vor, dass die Kinder alles über „sexuelle Vielfalt“, homo- und sonstige Partnerschaften erfahren. Kurz: Das gesamte Gender-Programm fand Einzug in die Schulen des hohen Nordens.

Besonders heftige Reaktionen provozierte die Tatsache, dass schulfremde Gruppen von homosexuellen Aktivisten das Lernziel „Queere Bildung“ vermitteln sollen, was geradezu eine Einladung ist, Propaganda für bestimmte Lebensweisen zu machen.

Der Etat hierfür würde von der Albig-Habeck-Landesregierung glatt verzehnfacht.

Manche Lehrbücher machten dermaßen offen Propaganda für alternative Sexualformen, dass sie aufgrund verfassungsrechtlicher Bedenken zurückgenommen wurden.

Für die bürgerlichen Wähler waren dieses und andere schulpolitische Themen von höchster Bedeutung. Trotzdem hat sich CDU-Spitzendkandidat Daniel Günther nie eindeutig gegen die skandalöse „Queere Bildung“ ausgesprochen.

Der Verein „Echte Toleranz“, der stets gegen die „Queere Erziehung“ argumentiert und publiziert hat, fragte sich: „Fürchtet der CDU-Spitzenkandidat, dass eine öffentliche Debatte über die verfassungs- und schulrechtlichen Grenzen „Queerer Bildung“ der CDU mehr schaden als nutzen könnte? Solange Günther sich nicht äußert, lässt sich hierüber nur spekulieren. Die naheliegende Vermutung lautet: „Queere Bildung“ ist ein Tabu-Thema, zu dem sich generell niemand öffentlich äußern möchte.“

Kurz vor der Wahl äußerte sich schließlich die CDU-Schattenministerin für Bildung, Karin Prien, zur „Queeren Bildung“, ließ aber offen, ob und was sie dagegen zu tun gedenke, sollte sie Landesministerin werden. Doch immerhin erklärte sie: „Themen wie Inter- und Transsexualität; diese haben in Kindergärten oder Grundschulen jedenfalls nichts zu suchen.“ Zudem gab sie sich gesprächsbereit.

Ist das ein Grund zur Hoffnung? Zunächst muss abgewartet werden, ob überhaupt eine CDU-geführte Landesregierung zustande kommt. Auch Rot-Gelb-Grün wäre möglich.

Doch eines ist sicher: Ohne Druck von der Basis, wird sich nichts ändern. Nur der Protest der Bürger wird sicherstellen, dass die Schulen nicht zu Gender-Indoktrinatonsstätten werden.

Wir werden jedenfalls die Entwicklung in Schleswig-Holstein weiter kritisch beobachten und darüber berichten.


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Schleswig-Holstein: CDU-Schattenministerin Karin Prien will Verfassungswidrigkeit von Homo-Teams an Schulen prüfen

Kieler Förde
Die Presseerklärung des Vereins „Echte Toleranz“ ist zwar vom 5. Mai 2017, sie gewinnt nach dem Wahlsieg der CDU bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein an Brisanz. Alle fragen sich: Wie wird eine CDU-geführte Landesregierung mit den Lernziel „Queere Bildung“ und sonstige Inhalte aus der Gender-Agenda umgehen?

Karin Prien, Bildungsministerin im Schattenkabinett von CDU-Spitzenkandidat Daniel Günther, möchte im Fall eines Wahlsiegs prüfen, ob die an den Schulen in Schleswig-Holstein stattfindenden „SchLAu-Workshops“ verfassungsgemäß sind oder nicht – dies geht aus einer von ihr abgegeben schriftlichen Erklärung hervor.


„Nachdem sich Daniel Günther trotz wiederholter Anfragen bis heute nicht zu Queerer Bildung“ in Schleswig-Holstein geäußert hat, wollten wir gerne von seiner designierten Bildungsministerin wissen, wie zumindest sie jene SchLAu-Workshops bewertet, bei denen schwul-lesbische Aufklärungsteams den Schülern an staatlichen Schulen das Thema „sexuelle Vielfalt“ aus autobiografischer Sicht vermitteln.“, so Peter Rohling, Vorstand des Vereins „echte Toleranz e.V.“ zum Hintergrund der Anfrage. „Dass sie geantwortet hat, freut uns sehr. Sollte sie Ministerin werden, werden wir gerne erneut auf sie zugehen.“ Gegenstand der Anfrage Karin Prien, die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende in der Hamburger Bürgerschaft und gelernte Volljuristin ist, wurde konkret gefragt,

• ob sie die „SchLAu-Workshops“, die in Schleswig-Holstein von den Vereinen „Haki e.V.“ und „lambda::nord e.V.“ durchgeführt werden, verfassungs- und schulrechtlich für unbedenklich hält, oder
• ob Sie angesichts der Ergebnisse eines Rechtsgutachtens des Hamburger Staatsrechtlers Professor Dr. Christian Winterhoff zur schulischen Sexualerziehung die Gesetz- und Verfassungsmäßigkeit dieser „SchLAu-Workshops“ als neue Bildungsministerin umgehend überprüfen lassen würde.

Winterhoff kommt in diesem Gutachten (siehe unten) zu dem Schluss, dass „SchLau-Workshops“ mit dem Grundgesetz und dem schleswig-holsteinen Schulgesetz unvereinbar sind, sobald sie darauf gerichtet sind, Schüler zur Akzeptanz sexueller Vielfalt zu erziehen.


Das Gutachten von Professor Christian Winterhoff ist hier als PDF-Datei abrufbar: https://www.echte-toleranz.de/index.php/rechtsgutachten.html

Unsere Ergänzung zu dieser PM: Generell hat sich Frau Prien ausweichend geäußert. Doch immerhin stellte sie in ihrem Schreiben an "Echte Toleranz" fest: " „Themen wie Inter- und Transsexualität; diese haben in Kindergärten oder Grundschulen jedenfalls nichts zu suchen.“ Eines ist jedenfalls sicher: Ohne Druck von der Basis wird sich die Schulpolitik nicht ändern. Die Eltern müssen dafür sorgen, dass ihre Kinder nicht mit Gender konfrontiert werden.

Anti-Gender-Tagung: Presse unterstreicht verfassungsrechtliche Bedenken bzgl. Sexualkunde-Lehrplan

Prof. Dr. Christian Winterhoff
Die hessischen Tageszeitungen berichten zum Teil recht ausführlich über den Vortrag des Verfassungsrechtlers Prof. Christian Winterhoff beim Symposium „Sexualpädagogik der Vielfalt – Kritik einer herrschenden Lehre“ am 6. Mai in Wiesbaden.

Winterhoff erläuterte ausführlich, wieso die „Neuen Richtlinien zur Sexualerziehung“ für Hessens Schulen gegen das Grundgesetz und gegen das Hessische Schulgesetz verstoßen. Bundesverfassungsgericht wie auch Verwaltungs- und Landesgerichte hätten immer wieder festgestellt, dass Schulen bestimmte sexuelle Verhaltensformen nicht bejahend oder als ethisch positiv vermitteln dürfen.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 8 . Mai 2017 berichtet zu diesem Punkt: „So habe das Bundesverwaltungsgericht im Mai 2008 klargestellt, dass der Staat mit einer Sexualerziehung, die jede Art sexuellen Verhaltens gleichermaßen bejahen oder gar befürworten würde, eindeutig gegen das Zurückhaltungs- und Rücksichtnahmegebot des Grundgesetzes verstoße.“

In Winterhoffs Vortrag spielte das Erziehungsrecht der Eltern eine besonders wichtige Rolle. Dazu die FAZ: „In sensiblen Fragen wie der Sexualerziehung hätten die Eltern Vorrang [gegenüber den Erziehungszielen des Staates]. Dies habe die Rechtssprechung immer wieder betont.“

Auch das „Wiesbadener Tagblatt“ ging am 8. Mai 2017 ausführlich auf die verfassungsrechtlichen Bedenken von Prof. Winterhoff ein: „Das Ziel der Akzeptanzvermittlung ist verfassungs- und gesetzeswidrig, denn die Schule muss den Versuch einer Indoktrinierung der Schüler mit dem Ziel unterlassen, ein bestimmtes Sexualverhalten zu befürworten oder abzulehnen.“

Im Bereich der Sexualerziehung haben die Eltern einen Vorrang gegenüber den Erziehungszielen des Staates, weshalb die neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung sowohl gegen das Grundgesetz wie auch gegen das Hessische Schulgesetz verstoßen: „Nach seiner Differenzierung der Begriffe Akzeptanz und Toleranz, zeigte er auf, dass das elterliche Erziehungsrecht Vorrang vor dem Erziehungsauftrag des Staates habe. Und der Lehrplan Sexualerziehung Hessen in seiner rechtlichen Bewertung gegen das Grundgesetz und das Hessische Schulgesetz verstoße.“

Auch der „Wiesbadener Kurier“ berichtete ausführlich über Winterhoffs Vortrag. Die Hessenschau des Hessischen Rundfunks interviewte Prof. Winterhoff, sodass er auch im Fernsehen seine verfassungsrechtlichen Bedenken äußern konnte.


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Samstag, 6. Mai 2017

Fotogalerie I Anti-Gender-Kongress Wiesbaden 6. Mai 2017

Das Kuhaus zu Wiesbaden
400 bis 500 Besucher lauschten den Vorträgen


Gute Stimmung, intensive Gespräche

Der Infotisch von "Kinder in Gefahr" war stets gut besucht



Hedwig von Beverfoerde

Die Teilnehmer treffen ein zum Symposium "Sexualpädagogik der Vielfalt - Ktitik einer herrschenden Lehre". Es kamen ca. 500 Zuhörer

Hedwig von Beverfoerde, Organisatorin des Symposiums








Die Polizei erschien in großer Stärke


Alles ist rechtzeitig vorbereitet
 
Auch eine Buchhandlung war anwesend mit Büchern zu den Themen des Symposiums



In den Kaffeepausengab es intensive Unterhaltungen

Prof. Dr. Harald Seubert

Prof. Dr. Christian Winterhoff

Nur ein kleines Häuflein kam zur Gegendemo



In Wiesbaden gab es ein herrliches Wetter

Freitag, 5. Mai 2017

Hessischer Landtag degradiert sich zum LSBTI-Lobbyisten

Erklärung der „Aktion „Kinder in Gefahr – DVCK e.V.“ zur „Aktuellen Stunde“ am 4. Mai 2017 im Hessischen Landtag "Hessen zeigt Gesicht für eine offene Gesellschaft, Respekt, Akzeptanz und Vielfalt", in welchem der Kongress „Sexualpädagogik der Vielfalt - Kritik einer herrschenden Lehre“ am 6. Mai 2017 in Wiesbaden in hetzerischer Weise erwähnt wurde.

Mathias von Gersdorff

Am 4. Mai 2017 traf sich der hessische Landtag zu einer sog. „Aktuellen Stunde“, die wohl ohne Präzedenz ist. Die Aktuelle Stunde wurde von den Grünen einberufen, die zurzeit zusammen mit der CDU die Landesregierung bilden.

Es ging im Grunde um die Verurteilung des Kongresses „Sexualpädagogik der Vielfalt - Kritik einer herrschenden Lehre“, welcher zwei Tage danach, also am 6. Mai 2017, im Kurhaus zu Wiesbaden stattfinden soll. Ziel des Kongresses ist es, die sog. „Pädagogik der Vielfalt“ kritisch zu analysieren. Konkreter Anlass ist die Inkraftsetzung der neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ für die Schulen Hessens.

Was das Datum der Aktuellen Stunde anbelangt, haben Sie richtig gelesen: Die Fraktionen im Landtag haben die Veranstaltung im voraus verurteilt, also bevor sie wissen konnten, was dort überhaupt gesagt werden wird.

Im Landtag rief der Vorsitzende der Grünen Hessens, Kai Klose, die anderen Parteien auf, an der Gegendemo zum Kongress teilzunehmen. Er warf der „Demo für Alle“ vor, sie wolle "Hass nach Hessen tragen“. Zuvor hatte der Landesverband der Grünen den Anti-Gender-Kongress in einer hetzerischen und hasserfüllten Stellungnahme angegriffen und zur Teilnahme an der Gegendemo aufgerufen.

Auch die anderen Redner sparten nicht mit abwertenden Ausdrücken: Corrado di Benedetto (SPD) sagte, den Organisatoren des Kongresses ginge es um eine pseudowissenschaftliche Kampagne und Stimmungsmache. Jürgen Lenders (FDP) sprach von einer "hässlichen Fratze" von Rassismus, Antisemitismus und Homophobie. Der Linken-Politiker Ulrich Wilken fabulierte von "rechtem Quatsch"

Wohlgemerkt: Die akademischen Qualifikationen der Kongress-Redner sind beachtlich: Professor Dr. Christian Winterhoff, Professor Dr. Harald Seubert, Dr. Teresa Nentwig, Professor Dr. Jakob Pastötter. Einige von ihnen können eine beeindruckende Liste von Veröffentlichungen vorweisen.

Das war den anwesenden Landtagsabgeordneten im Landtag zu Wiesbaden egal. Ihr Ziel war, die Veranstalter und die Redner verbal zu lynchen.

Die skandalöse „Aktuelle Stunde“ im Hessischen Landtag war nichts anderes als ein Akt der Einschüchterung für alle, die sich trauen, Kritik an der irrsinnigen Gender-Ideologie zu üben. Indem Angst geschürt werden sollte, war das Treffen der Parlamentarier nicht nur ein Angriff auf die Meinungsfreiheit, sondern auch auf die Freiheit der Wissenschaft. Schließlich müssen die Genderisten akzeptieren, dass Wissenschaftler ihre absurden Thesen kritisch beleuchten.

Skandalös ist ebenfalls die Tatsache, dass man mit der Sitzung im Landtag den Anschein erwecken wollte, „alle“ würden den neuen Lehrplan zur Sexualerziehung gutheißen und alle würden den Anti-Gender-Kongress verurteilen. Dass diese Einstimmigkeit nur vorgetäuscht ist, wussten die teilnehmenden Landtagsabgeordneten nur zu gut. Es gibt viele kritische Stimmen zu Gender und zu den Richtlinien zur Sexualerziehung in der Politik, in Interessenverbänden sowie in der Zivilgesellschaft.

Die Kongress-Gegner wurden in ihren Bemühungen von den Medien sekundiert.

Der Hessische Rundfunk wählte die Überschrift „Landtag verurteilt ultrakonservativen Sexualkunde-Kongress“. Die „Frankfurter Neue Presse“ betitelte „Alle gegen „Demo für alle“ ihren Artikel.

[Dabei ging es strenggenommen gar nicht um den Kongress, denn die „Aktuelle Stunde“ wurde ohne Erwähnung des Kongresses einberufen. Der Redner der CDU, Stefan Grüttner, Sozialminister von Hessen, hat sich auf den Kongress gar nicht direkt bezogen.]

Fazit: Der Hessische Landtag hat sich auf Betreiben der Grünen auf einen massiven Akt der Einschüchterung gegen die Kritiker von Gender eingelassen und dabei jede Objektivität und Fairness weggelassen.