Freitag, 28. April 2017

Gender-Wahn: Grüne Jugend will Zweigeschlechtlichkeit überwinden

Dass eine solche Partei in etlichen Bundesländern mitregiert, ist unfassbar. Die „Grüne Jugend“ schreibt: „Die Kategorien ”Mann” und ”Frau” sind soziale Konstrukte, doch das  Bild der Zweigeschlechtlichkeit wird der Realität nicht gerecht.“

Wohlgemerkt: Solche Aussagen kommen nicht von einem Club für utopisches Denken, sondern von einer Partei, die Deutschland regieren will.

„Wir  verstehen einen Menschen nicht als eine Person, die ihr Leben lang einer  Geschlechtsidentität als Mann oder Frau ausgesetzt ist.“

Weil man es nicht für möglich hält oder es für einen sog. Fake halten könnte, wurde oben ein Screenshot der Internetseite der Grünen Jugend mit der entsprechenden Resolution angebracht.


Helfen Sie uns bitte, gegen die Gender-Ideologie zu kämpfen und Ehe, Familie und Kinder zu schützen: Unsere Seite in Facebook ist inzwischen ein sehr wichtiges Informationsmedium unserer Aktion "Kinder in Gefahr" geworden. Für ein "Gefällt mir" wären wir sehr dankbar: https://www.facebook.com/aktionkig/?fref=ts

Dienstag, 25. April 2017

+++Eilt+++: Bis zum 28. April der CDU unsere Forderungen mitteilen

CDU-Pressefoto von Lawrence Chaperon
Im Super Wahljahr 2017 steht viel auf dem Spiel:

    Wird das Ehegesetz für homosexuelle Paare geöffnet und damit de facto die Ehe aufgelöst?

    Schafft die Gender-Lobby einen Durchmarsch ihrer wirren und absurden Ideologie?

    Setzt sich ein Klima der Angst für alle durch, die sich gegen Gender in der Schule, übergriffige Schulsexualerziehung und für die traditionelle Ehe einsetzen?

In dieser kritischen Situation müssen wir unsere Stimme erheben und aktiv werden.

Deshalb bitte ich Sie, der CDU klar und deutlich mitzuteilen, dass nur eine christliche Politik eine richtige Politik sein kann.

Bitte folgen Sie diesem Link und teilen Sie der CDU mit, was Sie vor ihr erwarten:

https://www.cdu.de/schreibe-zukunft

Diese Befragung der Bürger zum Regierungsprogramm der CDU zur Bundestagswahl endet am 28. April 2017!

Unsere Textvorschläge für Ihre Mitteilung an die CDU (jeder darf natürlich frei sein Text redigieren):

1. In Deutschland wird seit Jahren das vorrangige Recht der Eltern auf Erziehung ausgehöhlt, obwohl dieses Recht Verfassungsrang besitzt: Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft. (Art. 6,2 GG). Die CDU muss dafür sorgen, dass das Elternrecht wieder den gebührenden Schutz und Status in unserer Gesellschaft erhält.

2. Die letzten Lehrplänen zur Sexualerziehung für die Schulen in Hessen, Sachsen, Baden-Württemberg etc., die allesamt gegen den Willen und sogar gegen die Proteste von Elternverbänden eingeführt wurden, verletzen das Elternrecht auf Erziehung. Alle diese Lehrpläne sind in unterschiedlichem Maße Elemente der irrsinnigen Gender-Ideologie. Den Höhepunkt staatlicher Arroganz stellen die neuen "Richtlinien zur Sexualerziehung" für Hessen dar. Diese stammen just von einem CDU-Kultusminister, Ralph Alexander Lorz. Unter anderem ist für Kinder ab sechs Jahren die "Akzeptanz sexueller Vielfalt" gefordert (!). Die CDU muss diese Lehrpläne zurück nehmen.

3. Das Ehegesetz für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen wäre ein massiver Angriff auf Ehe und Familie. Damit würde man einen absurden Begriff von "Ehe" und damit von Familie einführen. De facto wäre dies das Ende von Ehe und Familie in Deutschland als staatlich anerkannte Institutionen. Auch dies wäre ein Akt nie dagewesener staatlicher Arroganz, denn die Regierung würde sich anmaßen, Begriffe, die seit Menschengedenken existieren, willkürlich bis zur Unkenntlichkeit zu entstellen. Die CDU muss sich klar gegen eine Öffnung der Ehe positionieren.

4. Die CDU muss eine klare Abgrenzung gegen die Partei "Bündnis90/Die Grünen" vollziehen. Die Grünen unternehmen seit ihrer Gründung einen erbitterten ideologischen Kampf gegen Ehe und Familie. Insbesondere die "Grüne Jugend" verteidigt Positionen, die regelrechten Hass gegen die Ehe offenbaren. Die Haltung der Grünen zu Ehe und Familie sind mit einer christlichen Politik unvereinbar.


Bitte nehmen Sie bald an dieser Aktion teil, denn sie endet am 28. April 2017.

Folgen Sie bitte diesen Link, https://www.cdu.de/schreibe-zukunft und sie erreichen das Portal, wo Sie ihre Mitteilung abgeben können.

Wir dürfen uns nicht darauf verlassen, dass die Politiker die richtige Politik betreiben.

Nein, wir müssen Druck auf sie machen, damit Deutschland in christlichem Geist regiert wird.

Deshalb ist Ihre Teilnahme an dieser Aktion so wichtig.

Helfen Sie uns bitte, mehr Menschen zu erreichen, die mit uns zusammen während des Wahlkampfes für die Bundestagswahl für die Kinder, die Ehe und die Familie eintreten.

Sie helfen uns, wenn Sie unsere Seite in Facebook mit einem "gefällt mir" (Like) favorisieren: https://www.facebook.com/aktionkig/?ref=bookmarks

Kämpfen wir dafür! Zusammen! Machen wir aus Facebook, Google & Co. ein Verbreitungskanal christlicher Werte und Prinzipien.

Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen
Mathias von Gersdorff

Montag, 24. April 2017

Grüne Jugend will die Ehe abschaffen

Weil man es nicht für möglich hält und es für einen sog. Fake halten könnte, wurde oben ein Screenshot der Internetseite der Grünen Jugend mit der Forderung „Ehe abschaffen“ gesetzt. Die Grüne Jugend nimmt kein Blatt vor den Mund und schreibt: "Wir stehen für die Überwindung der Ehe."

Unterstützen Sie bitte die Aktion „Kinder in Gefahr“. Sie helfen uns die Öffentlichkeit über diese Angriffe auf die Ehe, die Familie und auf die Kinder aufmerksam zu machen mit Ihrem "Like" unserer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/aktionkig/ Danke!   





Donnerstag, 20. April 2017

Schulzwang in Deutschland seit 1938 – das (un)heimliche Erbe der Nazis


Von Felizitas Küble

In allen Kulturnationen werden Kinder unterrichtet und weitergebildet, teils von staatlichen, teils von privaten Schulen  – oder auch von den Eltern selber. In den USA und den meisten europäischen Staaten ist das sog. „Homeschooling“ erlaubt, also der Unterricht zuhause. Diese freiheitliche Regelung hat sich recht gut bewährt, daher wurde sie auch beibehalten. Es gibt also in fast allen westlichen Demokratien eine Bildungspflicht, aber keinen Schulzwang.

Anders in Deutschland  –  hier gilt ein rigoroses Schulzwang-Gesetz, das zur Folge hat, daß immer wieder Eltern nicht nur zu Geldbußen, sondern sogar zu Gefängnisstrafen verurteilt werden, wenn sie ihre Kinder zuhause selber unterrichten, nicht zuletzt, um ihnen gewisse Probleme des Schullebens zu ersparen, etwa die staatliche Sexualkunde mit ihrer häufigen Frühsexualisierung und Gender-Beeinflussung, sodann die Gefahren von Drogen, ungesunden Fremdeinflüssen, Mobbing, Markenklamotten, Gruppendruck etc.

Dieser Schulgebäude-Anwesenheits-Zwang ist in Wahrheit ein undemokratisches Erbe des Nationalsozialismus. So wie jeder Sozialismus wollte auch die braune Variante das natürliche Erziehungsrecht der Eltern verdrängen und durch staatliche Einflußnahme ersetzen, um sich so der Kinder zu bemächtigen und die Familien ideologisch und praktisch zu kontrollieren.


Diktatorischer Griff nach den Kindern

Dieser „Griff nach den Kindern“ diente der Festigung der NS-Dikatur nach innen und außen. Hierzu gehörte auch die frühzeitige und zwangsweise „Organisation“ der Kinder in HJ (Hitlerjugend) und BdM (Bund deutscher Mädchen).

Während im Kaiserreich und in der Weimarer Republik die häusliche Unterrichtung der Kinder erlaubt war, war es damit unter dem braunen Terrorregime bald vorbei und der staatliche Druck auf die Familie nahm immer mehr zu.

Bisweilen hört man den Einwand, daß die Schulpflicht schon zu preußischen Zeiten eingeführt worden sei. Tatsächlich gab es sie in Preußen seit 1717 (damals die striktesten Gesetze diesbezüglich in ganz Europa), aber der Privat- oder Hausunterricht war dennoch nicht verboten. In der sog. „Paulskirchenverfassung“, der Reichsverfassung vom 28. März 1849, wird der Hausunterricht in § 154 beim Menschenrechtskatalog aufgeführt: „Der häusliche Unterricht unterliegt keiner Beschränkung.“  – Das gilt ähnlich danach für die Weimarer Verfassung von 1919 und für das endgültige preußische Schulpflichtgesetzes von 1927.

Diese jahrhundertelange freiheitliche Regelung änderte sich erst unter der nationalsozialistischen Diktatur.


NS: Von der Bildungspflicht zum Schulzwang

Hierbei ist aufschlußreich, was Adolf Hitler über den „Schulzwang“ begeistert zu schreiben weiß  –  und zwar in seiner Programmschrift „Mein Kampf“, Ziffer 453, betr. „Erziehungsgrundsätze des völkischen Staates“:

„Die körperliche Ertüchtigung ist daher im völkischen Staat nicht eine Sache des einzelnen, auch nicht eine Angelegenheit, die in erster Linie die Eltern angeht, und die erst in zweiter oder dritter die Allgemeinheit interessiert, sondern eine Forderung der Selbsterhaltung des durch den Staat vertretenen und geschürten Volkstums. So wie der Staat, was die rein wissenschaftliche Ausbildung betrifft, schon heute in das Selbstbestimmungsrecht des einzelnen eingreift und ihm gegenüber das Recht der Gesamtheit wahrnimmt, indem er, ohne Befragung des Wollens oder Nichtwollens der Eltern, das Kind dem Schulzwang unterwirft, so muß der völkische Staat in noch viel höherem Maße dereinst seine Autorität durchsetzen gegenüber der Unkenntnis oder dem Unverständnis des einzelnen in den Fragen der Erhaltung des Volkstums. Er hat seine Erziehungsarbeit so einzuteilen, daß die jungen Körper schon in ihrer frühesten Kindheit zweckentsprechend behandelt werden und die notwendige Stählung für das spätere Leben erhalten“.

Noch vielsagender ist die dazu passende Gesetzespraxis, nämlich das Reichsschulpflichtgesetz von 1938.

Bis dahin gab es keinen Schulgebäude-Anwesenheits-Zwang, sondern nur eine allgemeine Bildungspflicht, die auch zuhause von den Eltern erfüllt werden konnte.

Solche Freiheiten waren den Nazis natürlich nicht geheuer, denn sie wollten die Kinder  ihren Eltern entfremden, wofür die Einführung einer rigiden Schulpflicht das passende Mittel war  –  ein  (un)heimliches“Vermächtnis“, das den Deutschen  bis heute erhalten blieb, weil die Bundesländer dies Gesetz nach 1945 im wesentlichen in ihre Landesverfassungen übernahmen. IMG_1061

Merkwürdigerweise wird über dieses „heimliche Erbe“ der NS-Zeit hierzulande so gut wie nirgendwo öffentlich diskutiert  – erstaunlich, wo doch sonst kein Detail aus der Braunzone ausgelassen wird.


Verstaatlichung der Erziehung damals und heute

Das Interesse an der Verstaatlichung der Erziehung beschränkt sich eben nicht auf Braunhemden  – das fühlen auch Rotjacken intensiv in ihrer Brust, man denke an den SPD-Politiker Scholz samt seiner vielzitierten „Hoheit über Kinderbetten“ oder an die Anti-Familien-Politik des linken CDU-Flügels (siehe zB. die absurde Genderismus-Schulpolitik pro „sexuelle Vielfalt“ der CDU in Hessen).

Doch selbst unter Christen kann man staatsfixierte, rechtspositivistische Stimmen vernehen, die den Eindruck erwecken, als sei der Schulzwang deutscher Art bzw Abart ein Ergebnis höherer Weisheit, mindestens aber unantastbar und indiskutabel.

Dabei hat die katholische Kirche stets betont, daß das Naturrecht im Zweifelsfall höher steht als staatliche Gesetze und Regelungen. Das natürliche Erziehungsrecht der Eltern ist gottgegeben, es ist in der Schöpfungsordnung verankert, indirekt auch aus dem 4. Gebot abzuleiten: „Du sollst Vater und Mutter ehren!“

Nun einige Fakten aus dem NS-Schulpflicht-Gesetz von 1938. Die einführenden Sätze sind schon aufschlußreich genug (Hervorhebungen von uns):

Gesetz über die Schulpflicht im Deutschen Reich
(Reichsschulpflichtgesetz) vom 6. Juli 1938


Grundsätzliches

    1. Allgemeine Schulpflicht. Im Deutschen Reich besteht allgemeine Schulpflicht. Sie sichert die Erziehung und Unterweisung der deutschen Jugend im Geiste des Nationalsozialismus. Ihr sind alle Kinder und Jugendlichen deutscher Staatsangehörigkeit unterworfen, die im Inlande ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben.

(2) Die Schulpflicht ist durch Besuch einer reichsdeutschen Schule zu erfüllen. Über Ausnahmen entscheidet die Schulaufsichtsbehörde.


Das bedarf keines Kommentars.

Der nachfolgende Paragraph 7 schafft nun die Voraussetzungen für die Euthanasie bzw. Ermordnung von Behinderten, indem sie mit Begründung der Schulpflicht ggf. in Anstalten verfrachtet werden sollen  – das oftmals tödliche Ende ist bekannt: DSC00254

    7. Unterbringung der Sonderschulpflichtigen in Anstalts- oder Familienpflege. (1) Wenn es die Durchführung der Schulpflicht für die im § 6 bezeichneten Kinder erfordert, kann ihre Unterbringung in geeigneten Anstalten und Heimen oder in geeigneter Familienpflege angeordnet werden.
    (2) Hierüber entscheidet die Schulaufsichtsbehörde gemeinsam mit der zuständigen Fürsorgebehörde.


Von der „Schulpflicht“ zum „Schulzwang“ ist es nur ein Katzensprung  – mit Hilfe der Polizei nämlich  – oder Bußgeld (wird auch heute angewandt in Deutschland, wenn Eltern ihr Kind zB nicht in die Sexkunde schicken – und sei es nur für einen einzigen Tag):

    12. Schulzwang. Kinder und Jugendliche, welche die Pflicht zum Besuch der Volks- oder Berufsschule nicht erfüllen, werden der Schule zwangsweise zugeführt. Hierbei kann die Hilfe der Polizei in Anspruch genommen werden.
    14. Strafbestimmungen. (1) Wer den Bestimmungen über die Schulpflicht vorsätzlich oder fahrlässig zuwiderhandelt, wird mit Geldstrafe bis zu 150 Reichsmark oder mit Haft bestraft, sofern nicht nach anderen Gesetzen eine höhere Strafe verwirkt ist.


Die früheren (freiheitlichen) Gesetze der Weimarer Republik mußten natürlich hierbei abgeschafft werden:

    16. Aufhebung älterer Vorschriften. (1) Das Gesetz, betreffend die Grundschulen und die Aufhebung der Vorschulen, vom 28. April 1920 (RGBl. I. S. 851) in der Fassung des Gesetzes vom 26. Februar 1927 (RGBl. I. S. 67) sowie das Gesetz, betreffend den Lehrgang der Grundschule, vom 18. April 1925 (RGBl. I. S. 49) werden aufgehoben.
    17. Inkrafttreten. (1) Dieses Gesetz tritt mit dem 1. November 1938 in Kraft.

Berchtesgaden, den 6. Juli 1938.

Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler

Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Rust


SOWEIT Auszüge aus dem NS-Gesetz.


Unser Grundgesetz anerkannt das Elternrecht

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland kennt demgegenüber keinen Schulzwang. Die Mehrheit im Parlamentarischen Rat, aus dem das GG hervorging, wandte sich gegen das nationalsozialistische Schulsystem und erklärte mit den Stimmen von CDU/CSU, Zentrum und Deutscher Partei am 8. Februar 1949: BILD0235

„Wir halten nach wie vor an unserem Standpunkt fest, daß das Erziehungsrecht der Eltern ein gottgegebenes Naturrecht darstellt, das jedem staatlichen Zugriff entzogen ist. Dieses natürliche Erziehungsrecht der Eltern erstreckt sich vor allem auf die religiös-weltanschauliche Erziehung der Kinder und zwar nicht nur im Rahmen der Familie, sondern auch im Bereich der Schule.

Die Schule muß daher in ihrem religiös-weltanschaulichen Charakter so bestimmt sein, wie es der Gewissensentscheidung der Eltern entspricht. Ein auf Grundsätzen der Gewissensfreiheit, der Toleranz und der Demokratie aufgebauter Staat sollte daher sein Schulwesen so gestalten, daß auf niemand in religiös-weltanschaulicher Hinsicht ein Gewissenszwang ausgeübt wird.“
(Jahrbuch des öffentlichen Rechtes 1; 1951: Seite 110).

Das Grundgesetz enthält das Elternrecht (Art.6,2) und erwähnt hinsichtlich des Staates lediglich eine Aufsichtspflicht über das öffentliche Schulwesen. Doch das alte NS-Reichsschulgesetz blieb dennoch in vielen Bundesländern in Kraft und wurde auch bei Neufassungen weitgehend übernommen.

In der SBZ (sowjetisch besetzten Zone)  –  später „DDR“ genannt  –  wurde der Nazi-Schulzwang 1946 ebenfalls fortgesetzt und hineingepackt in ein sogenanntes „Gesetz zur Demokratisierung der deutschen Schule“.

Während neuere Urteile des Bundesverfassungsgerichts immer stärker vom grundgesetzlich garantierten Elternrecht abrücken und von einem „staatlichen Erziehungsauftrag“ fabulieren, der nirgendwo im GG zu finden ist, hatten sich die Karlsruher Richter noch bis vor wenigen Jahren klar im Sinne des Elternrechts positioniert. Man erinnere sich etwa an das Grundsatzurteil des BVG vom 16.1.2003 (AZ: 2 BvR 716/01):

„Art. 6, Abs. 2 Satz 1 GG garantiert den Eltern das Recht auf Pflege und Erziehung ihrer Kinder. Sie können grundsätzlich frei von staatlichem Einfluss nach eigenen Vorstellungen darüber entscheiden, wie sie ihrer Elternverantwortung gerecht werden wollen. Ziel, Inhalt und Methoden der elterlichen Erziehung liegen im Verantwortungsbereich der Eltern. Konkrete Erziehungsziele sind ihnen von Verfassung wegen nicht vorgegeben.“

Eine öffentliche Debatte in Deutschland über den Schulzwang als einem unheimlichen Erbe der braunen Diktatur ist überfällig.

Die Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und ist ehrenamtliche Vorsitzende des Christoferuswerks in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


Benedikt XVI.: Zwangs-Sexualerziehung ist Angriff auf Erziehungsrecht der Familien

Es ist besorgniserregend, dass der Dienst, den die religiösen Gemeinschaften der ganzen Gesellschaft, insbesondere für die Erziehung der jungen Generationen, erweisen, durch Gesetzespläne gefährdet oder behindert wird, die eine Art staatliches Monopol in Schulangelegenheiten zu schaffen drohen, wie zum Beispiel in manchen Ländern Lateinamerikas festzustellen ist… (Ich) lade alle Regierungen ein, Bildungssysteme zu fördern, die das Urrecht der Familien achten, über die Erziehung ihrer Kinder zu entscheiden, und die sich an dem für die Organisation einer gerechten Gesellschaft grundlegenden Prinzip der Subsidiarität orientieren.

In Weiterführung meiner Überlegungen kann ich einen anderen Angriff auf die religiöse Freiheit der Familien in einigen europäischen Ländern nicht schweigend übergehen, wo die Teilnahme an Kursen der Sexualerziehung oder Bürgerkunde verpflichtend auferlegt wird, bei denen ein angeblich neutrales Bild des Menschen und des Lebens vermittelt wird, das aber in Wirklichkeit eine dem Glauben und der rechten Vernunft gegensätzliche Anthropologie widerspiegelt

Papst Benedikt XVI.: Neujahrsempfang für das beim Hl. Stuhl akkreditierte Diplomatische Korps, 10.1.2011

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Dienstag, 18. April 2017

Wer heutzutage behauptet, Gott hätte „nur“ Mann und Frau geschaffen, lebt gefährlich

Zu behaupten, Gott hätte den Menschen als Mann und Frau erschaffen, gilt heute als "diskriminierend": Demo vor der George Washington University in Washington.
Der diktatorische Charakter der neuesten Ideologie „Gender" und "Transgender" wird immer offensichtlicher: Wer sich nicht dem anschließt, muss mit Gewaltangriffen rechnen.

Und nicht zu knapp: Vor dem Eingang der „George Washington University“ in Washington DC, USA, verteilten Studenten der „TFP-Student Action“ Flugblätter mit der „Information“, Gott hätte nur Mann und Frau erschaffen. Zudem zeigten sie ein großes Transparent mit der Aufschrift „Als Mann und Frau erschuf er sie (Gen 5,2)"

Das reicht heutzutage, um die Wut der Linken an der Universität zu wecken.

Im Video unten kann man sehen, wie die linken Studenten immer aggressiver werden, wüste Beschimpfungen loslassen und schließlich handgreiflich werden. Die Polizei nahm einen Aggressor fest.

Es gab sogar Morddrohungen, so groß war die Wut auf die simple Behauptung, Gott hätte „nur“ Mann und Frau erschaffen.

Die TFP-Student-Action kommentierte: Wie kann es sein, dass Biologie so viel Hass provoziert?


Das Ereignis vor der „George Washington University“ ist keinesfalls ein Einzelfall.

Ein „Free Speech Bus“ (Freie-Meinungs-Bus) mit der Aufschrift „Jungs sind Jungs und Mädchen sind Mädchen – und werden es immer sein“ rollt seit einigen Wochen durch die Vereinigten Staaten. Der Bus wird von diversen konservativen Organisationen („International Organization for the Family“ und „National Organization for Marriage“) gesponsert.

Auch diese Aktion erzeugt eine unglaubliche Welle von Hass. In New Haven wurde der „Free Speech Bus“ sogar von einem LKW solange bedrängt, bis die Akteure die Stadt verließen.

Es wurde sogar ein Videospiel programmiert, in welchem man dem Bus Schläge verpassen kann.

Über diese Aggressionen kann man sich kaum wundern. Wer an den Demonstrationen in Stuttgart oder Wiesbaden gegen die Gender-Lehrpläne für die Schulen teilgenommen hat, konnte auch in Deutschland diesen Hass erleben. Die Grüne Jugend bezeichnete die Gegner des „Bildungsplanes 2015“ sogar als „homophoben Schlossplatz-Mob“. Eine unglaubliche Entgleisung.

Man  muss durchaus damit rechnen, dass Hass und Gewalt noch zunehmen: Die Gender-Ideologie ist dermaßen irrsinnig und wider die Vernunft, dass sie im Grunde nur von verbissenen Aktivisten vertreten werden kann. Fanatismus schaltet die Vernunft aus und erzeugt das Gefühl einer absoluten moralischen Autorität, die einen legitimiert, auch Gewalt anzuwenden. Nur so lassen sich die oben beschriebenen Szenen erklären.

Wir werden uns diesen Einschüchterungen nicht beugen. Unterstützen Sie bitte deshalb die Aktion „Kinder in Gefahr“. Sie helfen uns die Öffentlichkeit über diesen Angriff auf unsere Kinder aufmerksam zu machen mit Ihrem "Like" unserer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/aktionkig/ Danke!   


Donnerstag, 13. April 2017

Erschreckende Zahlen über sexuelle Gewalt an Minderjährigen im Internet

„In sozialen Onlinemedien gibt es offenbar eine große Bandbreite sexualisierter Grenzverletzungen und Gewalt an Kindern und Jugendlichen“. Das berichtet die Zeitschrift „Psychologie Heute“ in ihrer Maiausgabe und beruft sich dabei auf eine Untersuchung des „Instituts für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf“.

Smartphones sind für die Täter das „ultimative Tatmittel, so die Studie. Auf diesem Wege werden Annäherungsversuche gemacht und Kinder und Jugendliche gegen ihren Willen mit Pornographie konfrontiert.

Über Chats oder Onlinespielen versuchen die Täter, sexuelle Kontakte oder gar Kinderprostitution zu organisieren. Ebenso wird über dem Smartphone versucht, dass Kinder Bilder oder Videos mit sexualisiertem Kontext erstellen und ins Netz stellen. Es mag erstaunlich klingen, dass sich Kinder oder Jugendliche für so etwas hergeben, doch es ist viel üblicher, als gemeinhin vermutet. Länder wie die Schweiz unternehmen schon Kampagnen, um davor zu warnen.

„Psychologie Heute“ berichtet ebenfalls von einer Studie des „Canadian Centre for Child Protection“. Betroffene aus Deutschland, den Niederlanden, USA und Großbritannien werden befragt, um herauszustellen, wie sie den sexuellen Missbrauch verarbeiten.

Die Zahlen sind erschreckend: Bei mehr als die Hälfte der Betroffenen begannen die Übergriffe vor dem vierten Lebensjahr. Ca. ein Drittel lebte mit dem Täter unter einem Dach. Zwei Drittel wurden von mehreren Personen missbraucht. 52 Prozent der Fälle geschahen im Rahmen organisierter Kriminalität. 

 
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Trojanisches Pferd „Kinderrechte“ soll Staatsmacht stärken und Familien schwächen

Manuela Schwesig, eigentlich Bundesfamilienministerin. Doch von Anfang hat sie sich bemüht, Ehe und Familie zu schwächen. Foto: Bundesregierung/Denzel
Mathias von Gersdorff

Von Zeit zu Zeit wird das Thema „Kinderrechte in die Verfassung“ hervorgeholt, ohne damit bislang Erfolg gehabt zu haben. Nun macht sich die amtierende Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) zusammen mit Bundesjustizminister Heiko Maas erneut daran. Die SPD-Bundestagsfraktion sowie die Fraktionen von Linkspartei und Grünen unterstützten sie, die Union (noch) nicht.

Die Begründung für die Notwendigkeit gesonderter Rechte für die Kinder wird stets nach folgendem Muster gestrickt: Immer mehr Kinder werden vernachlässigt, misshandelt und missbraucht. Werden Kinder aus diesen Gründen der Obhut der leiblichen Eltern entzogen, kommen sie zu Pflegeeltern. Doch auch dann erlischt das Erziehungsrecht der leiblichen Eltern nicht, so dass das Kind eventuell nach einer gewissen Zeit zu ihnen zurückkehren muss, auch dann, wenn es sich bei den Pflegeeltern wohlfühlt.

Manuela Schwesigs O-Ton: „Wir müssen deutlich machen, die Rechte von Kindern stehen in unserer Verfassung, dem wichtigsten Wertebuch unserer Gesellschaft. Und zweitens, jetzt steht oft das Elternrecht über dem Kinderrecht“ (DPA -Meldung vom 19. 11.2016).

Die gegenwärtige Demarche der Bundesfamilienministerin hat genau diese Situation im Auge. Geht es nach ihr, soll es Jugendämtern und Gerichten – also dem Staat – leichter gemacht werden, Kinder bei den Pflegeeltern zu belassen. Dies käme einer (weiteren) Einschränkung der Erziehungsrechte der leiblichen Eltern gleich.

Bei Schwesigs Konzept wird eines sehr deutlich: „Kinderrechte in die Verfassung“ bedeutet „weniger Elternrechte“. Beide stehen nach Auffassung von Schwesig und anderer linker Politiker in Konkurrenz.

Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft

Selten erwähnen diese Politiker, dass im Grunde die Rechte des Staates über das Kind in Konkurrenz mit den Elternrechten stehen, denn „Kinderrechte“ in die Verfassung aufzunehmen bedeutet automatisch eine größere Einflussnahme des Staates auf die Belange der Kinder.

Man könnte nun einwenden, hier würde der Teufel an die Wand gemalt, denn Schwesig hätte bloß die Kinder im Blick, die misshandelt und vernachlässigt werden. Dieser Einwand ignoriert aber die Tatsache, dass Schwesigs Aussagen und Politik systematisch gegen die traditionelle Familie gerichtet sind. In diesem Blog wurde schon mehrmals analysiert, was Manuela Schwesig von der traditionellen Ehe und Familie hält. An Schwesigs eigenen Aussagen wird überdeutlich, dass die Familienministerin den klassischen Begriff von Ehe und Familie von Herzen ablehnt. Der Gedanke, die traditionelle Familie könnte einen Vorteil gegenüber anderen Partnerschaftsformen aufweisen, ist ihr zuwider.

Das Grundgesetz fokussiert auf die Elternrechte und auf die Ehe, weil es noch davon ausgeht, dass sich die Gesellschaft aus Familien und nicht aus Individuen zusammensetzt. Die Familie ist die Keimzelle der Nation und nicht der einzelne. Aus diesem Grund darf der Staat in das Familienleben nur in Notfällen eingreifen, wie eben im Fall von Misshandlung und Vernachlässigung.

Kommunistische Anklänge

Mit solchen Gedanken kann Manuela Schwesig offenbar nichts anfangen. Für sie ist Familie eine per Zufall zusammengewürfelte Gruppe von Menschen. Wäre das tatsächlich so, dann könnten nur einzelne Individuen Träger von Rechten und Rechtssubjekte gegenüber dem Staat sein. Nach ihrer Auffassung von „Kinderrechten“ stünden dann Eltern und Kinder äquidistant zum Staat. Ob sie eine Familie bilden oder nicht, wäre unerheblich.

Spätestens hier wird deutlich, wie stark Manuela Schwesig in sozialistischen bzw. kommunistischen Kategorien denkt. Im Kommunismus gibt es nur den einzelnen Menschen, der wie ein isoliertes Atom in der Gesellschaft lebt. Zwischen dem einzelnen und dem Staat gibt es keine intermediäre Organisation, vor allem keine Familie, die in irgendeiner Weise vom Staat unabhängig ist.

Mit dieser Monopolfunktion ausgestattet, ist nur der Staat für den Schutz und die Erziehung zuständig. Politiker à la Manuela Schwesig haben deshalb auch keinerlei Verständnis für die Sorgen der Eltern, die ihre Elternrechte noch ernst nehmen und gegen groteske Projekte wie die Gender-Lehrpläne für die Schulen protestieren. Für diese Politiker sind dies Homophobe, die fast am Rande der Legalität agieren. Für solche Politiker ist der Staat auf jeden Fall berechtigt, den einzelnen – auch die Kinder – entsprechend ihrer Staatsideologie zu formen. Gegenwärtig ist das die Gender-Theorie und das Gender-Mainstreaming.

Für Ehe und Familie eintreten ist der beste Weg

Erschütternd, dass eine Person, die offenbar überhaupt keine emotionale Beziehung zur Institution Familie empfindet, Bundesfamilienministerin sein kann. Das ist so widersinnig, wie ein Bundeswirtschaftsminister, der keinen Sinn im Recht auf Privateigentum oder ein Bundesjustizminister, der keinen Sinn in den Grundrechten sieht.

Hier sollen die Verbrechen an Kindern nicht verharmlost werden. Doch die bestehenden Gesetze sind ausreichend, um Kinder vor Misshandlungen und Verwahrlosung zu schützen. Das Augenmerk muss ein anderes sein: Die steigende Zahl von misshandelten Kindern ist ein Symptom der Dekadenz der Familie in Deutschland. Schwesig will dieser Dekadenz mit einer weiteren Schwächung der Eltern entgegentreten, doch genau das Gegenteil ist notwendig: Nur durch eine Stärkung der traditionellen Familie wird die Zahl der Verbrechen an Kindern sinken.

Was Deutschland wirklich braucht, sind keine linkslastig definierten „Kinderrechte“, sondern eine Stärkung der Familienkultur. Sämtliche Studien beweisen, dass Kinder am besten bei ihren Eltern aufwachsen. Studien beweisen, dass Kinder am besten in stabilen Vater-Mutter-Familien aufgehoben sind. Die Bundesregierung sollte hier ansetzen und Programme entwickeln, die das Ansehen der klassischen Ehe und Familie in der Gesellschaft erhöhen und die Bedingungen, eine traditionelle Familie zu gründen, verbessern.

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Mittwoch, 12. April 2017

Wir wünschen allen Lesern von "Kultur und Medien" ein gesegnetes Osterfest


Haec nox est, in qua, destructis vinculis mortis, Christus ab inferis victor ascendit.


(Dies ist die selige Nacht, in der Christus die Ketten des Todes zerbrach und aus der Tiefe als Sieger emporstieg.)











Grüne: Wer nicht meiner Meinung ist, ist ein „Diskriminator“

Göring-Eckardt bei der Stellungnahm zur "Ehe für Alle". Screenshot aus Youtube
Mathias von Gersdorff

Am 29. März 2017 Mittwoch hat die SPD bei der Koalitionsrunde mit der Union die Forderung gestellt, das Ehegesetz für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen.

Der Gesetzentwurf lautet: „Die Ehe wird zwischen zwei Personen gleichen oder verschiedenen Geschlechts“ geschlossen.

Erfreulicherweise erteilte die CDU diesem grotesken Ansinnen eine Absage. Fraktionschef Volker Kauder erklärte, es gäbe keine Notwendigkeit und es sei nicht diskriminierend, wenn zwei Personen gleichen Geschlechts keine Ehe eingehen können.

Interessanterweise vermied Kauder, das Wort „homosexuell“ zu verwenden. Denn in der Tat ist laut dem Gesetzentwurf unerheblich, ob die Partner bei der Eheschließung homo- oder heterosexuell sind. Der Staat darf aufgrund des Datenschutzes gar nicht fragen, welche „sexuelle Identität“ die beiden haben.

Die Grünen reagierten mit der gewohnten Aggressivität. MdB Volker Beck bezeichnete die CDU als „Diskriminator“. Und die SPD würde die „Diskriminierungspolitik“ des Koalitionspartners mit Nibelungentreue befolgen

Die Begründung des grünen Abgeordneten Beck ist recht einfältig: „Alles andere als Gleichberechtigung ist Diskriminierung.“

Hält Beck die Menschen etwa für blöd? Meint er tatsächlich, die Bürger würden den Unterschied zwischen einer Ehe zwischen einem Mann und einer Frau und einem Paar von gleichem Geschlecht nicht erkennen? Sieht er nicht, dass die Natur dieser beiden Beziehungen unterschiedlich ist und deshalb auch rechtlich unterschiedlich zu behandeln sind?

Offensichtlich nicht.

Will man die Aussagen der Grünen verstehen, so gibt es nur zwei mögliche Erklärungsansätze:

1. Den Grünen ist die Realität egal und sie quatschen das, was ihre Wähler hören wollen, unter anderen die sog. Homo-Community. In diesem Falle würden die Grünen billigste Klientelpolitik betreiben und könnten dann bedenkenlos als eine populistische Partei bezeichnet werden.

2. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass die Grünen in einer Ehe zwischen einem Mann und einer Frau und einem Paar von zwei Männer oder zwei Frauen tatsächlich keinen Unterschied sehen. Relevant ist lediglich, dass es zwei Menschen sind. Dann muss man sich aber fragen, wieso sie überhaupt für die Ehe in irgendeiner Form eintreten. Und wenn ja, wieso nur zwischen zwei Personen und nicht zwischen vielen.

Wenn die Fortplanzug bei der Definition dessen, was eine Ehe ist, tatsächlich irrelevant sein sollte, dann wäre es konsequenter, die Abschaffung der Zivilehe zu fordern.

Doch die Grünen wollen dies aus ideologischen Gründen nicht. Sie wissen nämlich, dass die Ehe die Keimzelle einer bürgerlichen und vor allem einer christlichen Gesellschaft ist.
Beides hassen sie. Für sie ist es deshalb besser, die Ehe zu entstellen und zu einer grotesken Karikatur von sich selbst zu machen.

Die gesamte Politik der Grünen ist getrieben von diesem Hass und strebt die Auflösung der bürgerlichen Gesellschaft an. Um das zu erreichen, muss vorher die Zerstörung von Ehe und Familie vollbracht werden.


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Montag, 10. April 2017

Symposium »Sexualpädagogik der Vielfalt – Kritik einer herrschenden Lehre« am 6. Mai 2017 in Wiesbaden

Einladung! Wir fühlen der "Sexualpädagogik der Vielfalt" auf den Zahn - verfassungsrechtlich, historisch, theologisch, sexualwissenschaftlich, psychologisch - und präsentieren wertorientierte sexualpädagogische Alternativen!

Symposium »Sexualpädagogik der Vielfalt. Kritik einer herrschenden Lehre« am 6. Mai 2017 im Kurhaus Wiesbaden.

Uhrzeit: 11 - 19 Uhr
Ort: Kurhaus Wiesbaden


Das Symposium richtet sich an Eltern, interessierte Bürger, Politiker und Pädagogen.

Eintritt frei. Verbindliche Anmeldung erforderlich. 


Mit folgenden Vorträgen:

Prof. Dr. Christian Winterhoff: »Sexualpädagogik der Vielfalt – der rechtliche Rahmen«
Prof. Dr. Harald Seubert: »Die Unantastbarkeit menschlicher Würde und ihre Gefährder«
Dr. Teresa Nentwig: »Helmut Kentler und sein Konzept der „emanzipierenden Sexualerziehung“ aus historischer Sicht«
Prof. Dr. Jakob Pastötter: »Konzept Kindersexualität und psychosexuelle Entwicklung«
Dr. med. Christian Spaemann - Video-Kurzvortrag: »Missbrauchsprävention durch Sexualpädagogik der Vielfalt«
u.a.


Infos und Anmeldung (bis zum 3. Mai) unter www.paedagogikdervielfalt.de

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Samstag, 8. April 2017

Kinderrechte gegen Elternrechte ausspielen?

Zum Auftakt des 16. Kinder-und Jugendhilfetags, der von 28. bis 30. März in Düsseldorf stattfand, forderte Familienministerin Schwesig die Aufnahme der Kinderrechte in die Verfassung: „Kinder haben eigene Meinungen, Wünsche, Bedürfnisse. Wir müssen ihre Rechte da festschreiben, wo die Pfeiler unseres Zusammenlebens geregelt sind: Bei den Grundrechten im Grundgesetz.“

Dazu merkt Gertrud Martin, Vorsitzende des Verbands Familienarbeit e.V., an: „Diese Forderung ist nicht neu. Wer wollte sich dagegen stellen? Wenn Frau Schwesig dann allerdings bei der Fachtagung die Katze aus dem Sack lässt, ist leicht zu erahnen, wohin die Reise gehen soll: Schwesig rühmt die Erfolge der 'frühkindlichen Bildung' in den Kitas: Beim Ausbau der Kindertagesbetreuung sei viel erreicht worden. Der Ausbau müsse aber noch weitergehen. Es werde Geld für 100.000 neue Plätze bereitgestellt.“

Martin warnt: „Für kritische Elternohren hören sich diese Ausführungen nach einem unter staatlicher Aufsicht stehenden 'Kindergrundrecht auf Bildung ab Geburt' an, das umso leichter in die Praxis umzusetzen wäre, je weniger die Eltern mitzureden haben. So ist z.B. heute der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für die U-3-Kinder ein Recht, das den Eltern zusteht. Mit einem 'Kindergrundrecht auf Bildung ab Geburt' wäre der Krippenbesuch gegen den Willen der Eltern durchsetzbar.

Ein solches Kindergrundrecht würde eindeutig dem Art. 6.2 GG zuwiderlaufen, nach dem 'die Pflege und Erziehung der Kinder das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht' ist. Tatsächlich sind wir auf dem Weg der manipulierten Entrechtung der Eltern heute schon weit fortgeschritten! Die Konstellation Kinderrecht contra Elternrecht kann aber niemals mit dem Kindeswohl zusammengehen.“

Stattdessen schlägt Martin vor, endlich das „Wahlrecht ab Geburt“ einzuführen, als ein auch den Kindern selbstverständlich zustehendes Bürgerrecht: „Die Kinder haben am längsten auszubaden was die Regierenden heute beschließen. Ihre Interessen müssen ganz anders in den Focus der Politik gerückt werden! Für Kinder, die sich noch nicht selbst in eine Wahlliste eintragen lassen und wählen können, sollte das Wahlrecht im Rahmen der elterlichen Sorgepflicht ausübbar sein. In diesem Sinne unterstützt der Verband Familienarbeit e.V. die Kampagne 'Nur wer wählt, zählt' des Deutschen Familienverbands (DFV).“

Quelle: Pressemeldung vom 07.04.2017 des Verbandes Familienarbeit e.V.

Sonntag, 2. April 2017

Martin Schulz´ Forderung nach einer „Ehe für Alle“ ist Populismus pur

Martin Schulz. Foto: Sabine Engels (Pressefoto martinschulz.eu)
Am 29-März 2017 hat Martin Schulz, SPD-Kanzlerkandidat, bei der Koalitionsrunde der Bundesregierung die Forderung eingebracht, das Ehegesetz gleichgeschlechtlichen Paaren zu öffnen.

Die sog. „Ehe für alle“ wurde schon in den Koalitionsgesprächen auch der Bundestagswahl 2013 besprochen. Damals hat sich die Union durchgesetzt, so dass der Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD eine solche Öffnung des Ehegesetzes nicht vorsieht.

Martin Schulz und seiner SPD ist das wohl egal. Sie befinden sich im Wahlkampfmodus und denken nur noch an den 24. September 2017. Dass die Union und SPD bis dahin Deutschland noch regieren müssen, ist wohl zweitrangig.

Erfreulicherweise hat sich die CDU in den letzten Wochen recht klar positioniert. Selbst Vertreter des linken Flügels, wie etwa Armin Latschet (NRW), sind gegen die „Ehe für Alle“. Ebenfalls ist Annegret Kramp-Karrenbauer, die Siegerin der Landtagswahl im Saarland, auch entschiedene Gegnerin der Ehe für Homosexuelle.

Allerdings gibt es auch innerhalb der CDU manche, die mit einer Öffnung des Ehegesetzes sympathisieren. Es ist zu hoffen, dass zumindest in diesem Punkt die Christdemokraten nicht wanken.

Schulz´ Forderung ist aber nicht bloß Stimmungsmache für den Wahlkampf, sondern ein Akt von Willkür und von Populismus unterster Schublade.

Ehe und Familie existieren vor dem Staat. Ihre Natur (Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau) haben sie also nicht von Staat erhalten. Ehe und Familie sind sogar die Keimzelle des Staates. Es bedeutet, dass der Staat aus einer Verbindung von Familien entstammt. Eine Zusammensetzung von Familien bildet ein Volk und damit ein kollektives Wesen mit öffentlichen Interessen und Aufgaben. Der Staat ist das Organ, das sich um diese Interessen und Aufgaben kümmern soll.

Die Forderung nach einer „Ehe für alle“ impliziert die Vorstellung, der Staat dürfe nach Gutdünken definieren, was eine Ehe und was eine Familie ist. Dies wäre aber blanke Willkür und im Grunde ein despotischer Akt. Der Staat würde sich anmaßen, eine Institution, die unabhängig von ihm existiert, umzudeuten.

Als die „Ehe für Alle“ in Frankreich diskutiert wurde, merkte der Philosoph Thibaud Collin gegenüber einer Anhörung des französischen Senats richtig an, dass selbst die Französische Revolution – mit all ihrem Hass gegen Kirche und Christentum – die Nachkommenschaft als bestimmendes Prinzip der Ehe nicht aufgehoben hat, als die zivile Ehe im Jahr 1792 eingeführt wurde. Collin sprach sich gegen die Öffnung des Ehegesetzes für gleichgeschlechtliche Paare aus und argumentierte, die Französische Revolution hätte die Zivilehe eingeführt und die kirchliche Ehe ersetzen wollen, weil sie der Auffassung war, die Grundlage der Ehe sei die menschliche Natur und eben nicht eine übernatürlich begründete Institution.

Die „Ehe für alle“ ersetzt nun die menschliche Natur durch die Willkür derjenigen, die momentan an der Macht sind, und dies widerspricht wiederum den Prinzipien der Französischen Revolution, die sich theoretisch der Vernunft verpflichtet fühlte.

Die Öffnung des Ehegesetzes für Paare von Homosexuellen wäre natürlich ein besonders radikaler Eingriff, denn er würde schlichtweg die Ehe entkernen bzw. von ihrem eigentlichen Wesen völlig entfremden.

Diese Tatsache ist dermaßen offensichtlich (oder sollte für einen ehemaligen Präsidenten des EU-Parlamentes sein), dass Martin Schulz die „Ehe für Alle“ nur deshalb anstrebt, weil er der Auffassung ist, das Projekt würde ihm Wahlstimmen bringen.

Umgekehrt gesehen: Wäre die Einschätzung, die „Ehe für alle“ koste der SPD bei der Bundestagswahl Stimmen, dann würde Martin Schulz wohl kaum dieses Projekt verfolgen.

Wer aber grundsätzliche Prinzipien über Bord wirft und Willkür als Maß staatlichen Handelns anwendet, ist ein Populist der schlimmsten Sorte, weil er die Grundlagen des Rechtsstaates demoliert.


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Wahlanalyse Saarland: CDU-Sympathie für Gender ist ein Spiel mit dem Feuer

Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. Foto: CDU-Saar
Mathias von Gersdorff

Die evangelische Nachrichtenagentur IDEA hat das Wahlverhalten der Christen im Saarland bei der Landtagswahl am vergangenen Sonntag analysiert und stellt fest:

„Die Sozialdemokraten lagen bei den Protestanten an der Saar mit 36 Prozent zwar knapp vor der CDU (35 Prozent), verloren aber deutlich im Vergleich zur Landtagswahl 2012: Damals hatten sie in dieser Gruppe noch 41 Prozent der Stimmen geholt (CDU: 25 Prozent). … [Bei den Katholiken] erzielte die CDU 47 Prozent (2012: 41 Prozent), die SPD nur 28 Prozent (wie 2012).“

Diese Zahlen zeigen, dass die christliche Wählerschaft nach wie vor die Christdemokraten favorisiert. Sie zeigen aber auch, dass trotz Säkularisierung und Krise der Volkskirchen die religiöse Sozialisierung immer noch für das Wahlverhalten wichtig ist.

Welche Schlüsse sollten daraus für den Kampf gegen Gender-Indoktrination, Frühsexualisierung etc. gezogen werden?

Mancher könnte nun behaupten, die in den letzten Monaten seitens der CDU gezeigte Sympathie für Gender oder gar das Gender-Lehrprogramm für die Schulen Hessens hätten die christlichen Wähler nicht verprellt.

Doch dies wäre ein Trugschluss.

Die Mehrheit hält „Gender in den Schulen“ für ein Thema der Grünen bzw. der LSBTIQ-Aktivisten. Diese sind es auch, die meistens das Thema in die politische Debatte bringen und in der Öffentlichkeit als Lobbyisten dieser irrsinnigen Doktrin auftreten.

Die Strategie der CDU in den letzten 12 Monaten hinsichtlich der Schullehrpläne ist leicht durchschaubar: Sie stimmte in diversen Bundesländern den Gender-Lehrplänen zu, um sich bei den Grünen anzubiedern und sich die Möglichkeit offen zu halten, eine schwarz-grüne Koalition auf Bundesebene schließen zu können. Währenddessen unternimmt die CDU alles erdenkliche, damit ihre Wähler gar nicht erfahren, dass sie den Gender-Lehrprogrammen in Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt etc. zugestimmt hat. 

Das ist nicht nur Einlullung der Wähler, sondern auch ein höchst gefährliches Spiel. Würde die Parteibasis nämlich erfahren, was manche Parteiführer – wie etwa CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz - beschließen, würde eine heftige innerparteiliche Debatte entstehen, die die Parteispitze zum Einlenken zwingen würde.

Zudem wissen viele immer noch nicht, was Gender ist und mit welcher Hartnäckigkeit diese Ideologie in den Schulen eingeführt wird.

Angesichts dieser Situation müssen wir uns folgenden Aufgaben widmen:

1. Der antichristliche Charakter der „Gender-Ideologie“ muss noch viel bekannter gemacht werden. Wüssten die Christen hierzulande, was beispielsweise Kirchenführer gegen Gender gesagt haben, wäre der Widerstand diesen Irrsinn viel größer. Für Papst Franziskus ist Gender nichts anderes als ein Krieg gegen die Familie.

2. Außerdem muss viel bekannter werden, wie intensiv man dabei ist, aus den Schulen wahre Gender-Indoktrinationsstätten zu machen. Nirgends ist dies so deutlich, wie in Hessen. Dort wird von den Schülern sogar schon ab dem ersten Grundschuljahr die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ gefordert!

3. Schließlich muss auch die CDU-Wählerbasis erfahren, dass etliche ihrer Politiker auf eine Koalition mit den Grünen hinarbeiten. Dieser ist auch einer der Hauptgründe, wieso die Christdemokraten hinsichtlich Gender, Sexualerziehung oder Schulpolitik so schwach geworden sind. Schwarz-Grüne Koalitionen müsse auf jeden Fall verhindert werden. Die Grünen unternehmen seit ihrer Gründung einen erbitterten ideologischen Kampf gegen Ehe und Familie. Insbesondere die „Grüne Jugend“ verteidigt Positionen, die regelrechten Hass gegen die Ehe offenbaren. Die Haltung der Grünen zu Ehe und Familie ist mit einer christlichen Politik unvereinbar. Die Gender-Politik der Grünen ist Teil diese Anti-Familien-Politik.

Fazit: Die christliche Basis der Gesellschaft muss die CDU praktisch dazu zwingen, eine Politik durchzuführen, die sich nach christlichen Werten und Prinzipien orientiert. Was den Kampf gegen Gender-Indoktrination, Frühsexualisierung etc. anbelangt, dürfen sich die Bürger nicht auf Politiker jeglicher Couleur verlassen. Sie müssen selbst ihre Kinder und ihre eigene Interessen verteidigen. Nur durch eine Mobilisierung der christlichen Basis der Gesellschaft kann eine vernünftige Politik gewährleisten werden.

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Landeselternbeirat Hessen: Es brennt an den hessischen Schulen

Foto: Tribulchay Lizenz CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
In den letzten Monaten gab es mehrere öffentliche Stellungnahmen von Lehrern Hessischer Schulen, die auf die chaotischen Zustände in den Schulen des Bundeslandes aufmerksam machten.

Inklusion, Flüchtlingskinder und Defizite in der Erziehung im Elternhaus führten dazu, dass ein normaler Unterricht gar nicht mehr möglich sei. Die Lehrer befänden sich inzwischen auf ständigem Notfallmodus.

Anfang Februar haben 57 Rektoren sowie 18 Konrektoren aus dem Bereich des Staatlichen Schulamtes einen offenen Brief an den zuständigen hessischen Kultusminister Ralph Alexander Lorz veröffentlicht, der die chaotischen Zustände in den Schulen Frankfurts beschreibt: „Guter Unterricht im herkömmlichen Sinn ist unter solchen Bedingungen nur noch unter erheblichen Abstrichen umzusetzen!“, so das Fazit des Schreibens.

Nun hat sich auch der Landesbeirat Hessen in die Debatte eingeschaltet, und zwar mit recht deutlichen Worten: „Es brennt an den hessischen Schulen – insbesondere an den Grundschulen, die der Grundpfeiler unseres Bildungssystems sind.“

Wie verzweifelt die Lage ist, zeigt die Tatsache, dass die Schulleiter inzwischen versuchen, zusammen mit den Eltern die Situation an den Schulen zu verbessern. Mit ihnen gemeinsam will man die Missstände im hessischen Bildungssystem beheben, so die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am 30. März.

Die Initiativen von Kultusmusminister Ralph Alexander Lorz (CDU), werden als völlig ungenügend eingeschätzt.


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Papst Benedikt XVI.: Gender-Theorie ist gegen die Natur des Menschen

Am 21. Dezember 2012 hielt der Papst die jährliche Weihnachtsansprache vor der Kurie. Deutlich sprach er sich gegen die irrsinnige Gender-Theorie aus

Der Großrabbiner von Frankreich, Gilles Bernheim, hat in einem sorgfältig dokumentierten und tief bewegenden Traktat gezeigt, daß der Angriff auf die wahre Gestalt der Familie aus Vater, Mutter, Kind, dem wir uns heute ausgesetzt sehen, noch eine Dimension tiefer reicht. Hatten wir bisher ein Mißverständnis des Wesens menschlicher Freiheit als einen Grund für die Krise der Familie gesehen, so zeigt sich nun, daß dabei die Vision des Seins selbst, dessen, was Menschsein in Wirklichkeit bedeutet, im Spiele ist. Er zitiert das berühmt gewordene Wort von Simone de Beauvoir: „Man wird nicht als Frau geboren, sondern man wird dazu“. („On ne naît pas femme, on le devient“). In diesen Worten ist die Grundlegung dessen gegeben, was man heute unter dem Stichwort „gender“ als neue Philosophie der Geschlechtlichkeit darstellt. Das Geschlecht ist nach dieser Philosophie nicht mehr eine Vorgabe der Natur, die der Mensch annehmen und persönlich mit Sinn erfüllen muß, sondern es ist eine soziale Rolle, über die man selbst entscheidet, während bisher die Gesellschaft darüber entschieden habe.

Die tiefe Unwahrheit dieser Theorie und der in ihr liegenden anthropologischen Revolution ist offenkundig. Der Mensch bestreitet, daß er eine von seiner Leibhaftigkeit vorgegebene Natur hat, die für das Wesen Mensch kennzeichnend ist. Er leugnet seine Natur und entscheidet, daß sie ihm nicht vorgegeben ist, sondern daß er selber sie macht. Nach dem biblischen Schöpfungsbericht gehört es zum Wesen des Geschöpfes Mensch, daß er von Gott als Mann und als Frau geschaffen ist. Diese Dualität ist wesentlich für das Menschsein, wie Gott es ihm gegeben hat. Gerade diese Dualität als Vorgegebenheit wird bestritten. Es gilt nicht mehr, was im Schöpfungsbericht steht: „Als Mann und Frau schuf ER sie“ (Gen 1, 27).

Nein, nun gilt, nicht ER schuf sie als Mann und Frau; die Gesellschaft hat es bisher getan, und nun entscheiden wir selbst darüber. Mann und Frau als Schöpfungswirklichkeiten, als Natur des Menschen gibt es nicht mehr. Der Mensch bestreitet seine Natur. Er ist nur noch Geist und Wille. Die Manipulation der Natur, die wir heute für unsere Umwelt beklagen, wird hier zum Grundentscheid des Menschen im Umgang mit sich selber. Es gibt nur noch den abstrakten Menschen, der sich dann so etwas wie seine Natur selber wählt. Mann und Frau sind in ihrem Schöpfungsanspruch als einander ergänzende Gestalten des Menschseins bestritten. Wenn es aber die von der Schöpfung kommende Dualität von Mann und Frau nicht gibt, dann gibt es auch Familie als von der Schöpfung vorgegebene Wirklichkeit nicht mehr. Dann hat aber auch das Kind seinen bisherigen Ort und seine ihm eigene Würde verloren. Bernheim zeigt, daß es nun notwendig aus einem eigenen Rechtssubjekt zu einem Objekt wird, auf das man ein Recht hat und das man sich als sein Recht beschaffen kann. Wo die Freiheit des Machens zur Freiheit des Sich-selbst-Machens wird, wird notwendigerweise der Schöpfer selbst geleugnet und damit am Ende auch der Mensch als göttliche Schöpfung, als Ebenbild Gottes im Eigentlichen seines Seins entwürdigt. Im Kampf um die Familie geht es um den Menschen selbst. Und es wird sichtbar, daß dort, wo Gott geleugnet wird, auch die Würde des Menschen sich auflöst. Wer Gott verteidigt, verteidigt den Menschen.


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