Montag, 26. Juni 2017

Videos der "Demo für Alle" am 25. Juni in Wiesbaden




Familiendemo in Wiesbaden: 700 demonstrieren für Elternrecht und gegen Sexualerziehungs-Lehrplan in Hessen

(PM Demo für Alle) Eine großartige 2. DEMO FÜR ALLE in Wiesbaden liegt hinter uns. Viele Familien und Bürger sind heute unserem Aufruf gefolgt und unter dem Motto »Elternrecht achten – Indoktrinierende Sexualerziehung sofort stoppen« in Wiesbaden auf die Straße gegangen. Nach unserer Auftaktkundgebung vor dem Kultusministerium auf dem Luisenplatz zogen wir mit fast 700 Demonstranten durch die Stadt und konnten dieses Mal trotz angekündigter Blockaden der knapp 200 Gegendemonstranten dank der hervorragenden Polizei die ganze Wegstrecke laufen. Einen ersten Eindruck der fantastischen Stimmung bekommen Sie hier in unserer Bildergalerie.

Ein ganz herzliches Dankeschön Ihnen allen, die gekommen sind oder uns von zu Hause aus mit Gebet, Gedanken und Spenden unterstützt haben!

Nach der musikalischen Eröffnung der Kundgebung durch die Sängerin Claudia Lemperle erläuterte der hessische Familienaktivist Mathias von Gersdorff in seiner Rede die Brisanz des frisch beschlossenen „Hessische Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt“. Die  Maßnahmen des Planes der schwarz-grünen Landesregierung »zementieren den Weg zum Gender-Staat, inklusive der Schulen.«  Die »absurde „Pädagogik der Vielfalt“!« habe aber in der Schule nichts zu suchen.

Die gefragte  Publizistin und Gender-Expertin Birgit Kelle, selbst Mutter von vier Kindern, mahnte in ihrer flammenden Rede: »Jetzt ist die Zeit zu kämpfen. Nicht später nicht morgen nicht nächste Woche. Jetzt. Denn wir haben schon viel zu lange diese Ideologen arbeiten lassen. Damit ist jetzt Schluss.« Die CDU in Hessen forderte sie auf, dem grünen Koalitionspartner nicht das Feld zu überlassen, das »Thema ist zu ernst! Es geht um unsere Kinder.«

Eine besonders mutige und engagierte Rede hielt die stellvertretende Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle, Cornelia Kaminski. Die Lehrerin und Mutter von drei Kindern aus Hessen, attestierte der schulischen Sexualerziehung angesichts der Zunahme von sexualisierter Gewalt unter Jugendlichen »ein Versagen im großen Stil« und kritisierte die schamverletzende Erziehung zur „sexuellen Vielfalt“ in den Schulen. Sie forderte den Kultusminister auf, »die ideologischen Scheuklappen abzusetzen, wissenschaftlich fundiert zu arbeiten, und einfach mal den gesunden Menschenverstand zu nutzen.«

Johannes Elverfeldt, Vater von 5 Kindern im Vorschul- und Schulalter, erinnerte in seiner Rede an das Erziehungsrecht der Eltern, das ihm vor allem auf dem Gebiet der Sexualerziehung mehr und mehr genommen werde. Er wolle seine Kinder nach seinen Werten erziehen und es sei seine Pflicht, seine Kinder zu schützen.

Die österreichische Familien-Aktivistin und Vorsitzende der Familienallianz Leni Kesselstatt berichtete von ihrem Kampf gegen Sexualisierung der Kinder in Österreich. Unter dem Deckmantel der Mißbrauchsprävention werden auch dort die Kinder immer früher mit dem Thema Sexualität konfrontiert. Bewusst werde kindliche Sexualität und Erwachsenensexualität verwechselt. Die Eltern und insbesondere die Väter rief sie auf, sich dagegen zur Wehr zu setzen und die Kinder zu verteidigen.

Ludovine de la Rochére von der französischen Protestbewegung La Manif Pour Tous machte in ihrer Rede deutlich, dass der Kampf gegen die Gender-Ideologie in der ganzen Welt gefochten werde. Zusammen aber sei man stark und könne sich gegenseitig unterstützen. Jede Errungenschaft beflügele den Erfolg der anderen. Deshalb werde man in Zukunft noch stärker gemeinsam für den Schutz der Ehe und für den Schutz der Kinder kämpfen.

Zum Abschluss der Veranstaltung ließen die Demonstranten wieder hunderte rosa und blaue Luftballons steigen.  Von unserer Demonstration geht heute ein klares Zeichen an Kultusminister Alexander Lorz: Schauen Sie sich Ihren Plan noch einmal genau an und hören Sie darauf, was wir Eltern hier davon halten! Der verfassungswidrige Lehrplan zur Sexualerziehung in Hessen muss weg.

Mit großem Dank für Ihre treue Unterstützung, grüße ich Sie sehr herzlich, Ihre

Hedwig von Beverfoerde

Sonntag, 25. Juni 2017

Demo gegen den Gender-Plan für Hessen: Die ersten Fotos

Ca. 680 Teilnehmer
Mathias von Gersdorff
Birgit Kelle

Leni Kesselstatt
Cornelia Liminski



Mathias von Gersdorff, Hedwig von Beverfoerde, Birgit Kelle

Hedwig von Beverfoerde, Ludovine de la Rochére


Cornelia Kaminski








Mathias von Gersdorff: Rede auf der Demo für Alle in Wiesbaden am 25. Juni 2017

Unsere „Demo für alle“ heute auf dem Wiesbadener Luisenplatz ist aus mehreren Gründen besonders aktuell und wichtig.

Der nagelneue „Hessische Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt“ sieht sechs Maßnahmen vor, um die „Richtlinien zur Sexualerziehung“ des Kultusministeriums und damit die Gender-Ideologie fest im Alltag der Schulen Hessens zu verankern:

Von der „Überarbeitung der bestehenden Handreichungen zur Umsetzung des Lehrplans Sexualerziehung unter Berücksichtigung von LSBT*IQ-Themen“ bis hin zur „Berücksichtigung von LSBT*IQ-Themen in der Lehrkräftefortbildung“.

Der neue „Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt“ der hessischen Landesregierung sieht Maßnahmen vor in Familie, Schule, Kultur, Arbeitswelt usw. zur Durchsetzung der Ideologie der „geschlechtlichen Vielfalt“ – ein Codewort für Gender.

Die schwarz-grüne Landesregierung zementiert hiermit den Weg zum Gender-Staat, inklusive der Schulen.

Diesen Weg zum Gender-Staat müssen wir versperren, meine sehr geehrte Damen und Herren!

Doch unser Protest heute in Wiesbaden hat auch eine bundesweite Bedeutung – vor allem im Hinblick auf die Bundestagswahl.

Hessen ist nämlich nur das erste Beispiel, welches zeigt, was in der Schulpolitik passiert, wenn sich die CDU mit den Grünen verbündet: Schwarz verfärbt sich zu Giftgrün.

Denn so ist das, meine sehr geehrten Damen und Herren: Die CDU macht sich zum Vollstrecker grüner und neomarxistischer Gesellschaftspolitik und die Schulen werden zu Gender-Laboratorien umfunktioniert!

Und Schleswig-Holstein zeigt uns gerade, dass Hessen kein Einzelfall bleibt: Vor wenigen Tagen hat die CDU einem Koalitionsvertrag mit dem Grünen (und der FDP) zugestimmt, der einen massiven Ausbau von Gender in den Schulen vorsieht.

In diesen beiden Bundesländern wird eine Schulpolitik gegen die Kinder und gegen das Erziehungsrecht der Eltern betrieben.

An diesen beiden Beispielen können Sie ermessen, was ein Bündnis der CDU mit den Grünen auf Bundesebene für Unheil für die Kinder und die Familien bewirken könnte.

Um diese Gefahren abzuwenden stehen wir heute auf dem Luisenplatz in Wiesbaden vor dem Kultusministerium und erheben unsere Stimme:

Nein zu Gender in den Schulen! Nein zur absurden „Pädagogik der Vielfalt“! Und: Ja zum Erziehungsrecht der Eltern!

Vielen Dank!


Unterstützen Sie bitte die Aktion „Kinder in Gefahr“. Sie helfen uns die Öffentlichkeit über diesen Angriff auf unsere Kinder aufmerksam zu machen mit Ihrem "Like" unserer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/aktionkig/ Danke!

Pressespiegel "Demo für Alle" in Wiesbaden 25. Juni 2017

Mittwoch, 21. Juni 2017

DEMO FÜR ALLE am So. 25. Juni 15 Uhr Luisenplatz in Wiesbaden

DEMO FÜR ALLE fordert Rückkehr zu Recht und Gesetz/Familien-Demo am So. 25. Juni 15 Uhr Luisenplatz in Wiesbaden

(PM "Demo für Alle" vom 21. Juni 2017) Das Aktionsbündnis für Ehe & Familie - DEMO FÜR ALLE ruft für Sonntag, den 25. Juni 2017 um 15 Uhr, zu einer Familiendemonstration mit Kundgebung auf dem Luisenplatz in Wiesbaden auf.

Mit unserer Protest-Petition »Elternrecht achten – Indoktrinierende Sexualerziehung sofort stoppen!“ haben bereits mehr als 24.000 Unterzeichner Kultusminister Alexander Lorz aufgefordert, den Sexualerziehungs-Lehrplan zurückzuziehen.

Die Sexualwissenschaftler Prof. Karla Etschenberg und Prof. Jakob Pastötter kamen in ihrer Stellungnahme zu dem Schluß, dass durch die Überbetonung des Themas sexuelle Vielfalt „bei vielen Schülern und Schülerinnen Verunsicherung erzeugt“ wird. Der Hessische Philologenverband kritisierte u.a., dass der Lehrplan Persönlichkeitsaspekte berühre, „die zutiefst privat sind und primär in den elterlichen Erziehungsbereich gehören“. Auch der Bischof von Fulda, Heinz-Josef Algermissen, hat sich über die Inkraftsetzung dieses Lehrplans entsetzt gezeigt.

Zuletzt hatte der Verfassungsrechtler Prof. Dr. Christian Winterhoff auf dem Wiesbadener Sexualpädagogik-Symposium detailliert analysiert, daß der Hessische Sexualerziehungs-Lehrplan sowohl gegen das Grundgesetz als auch gegen das Hessische Schulgesetz verstößt und das elterliche Erziehungsrecht Vorrang vor dem Erziehungsauftrag des Staates hat.

Trotz dieses wachsenden Widerstandes und der eindeutigen Bestandsaufnahme ausgewiesener Experten hält Kultusminister Lorz stur an seinem umstrittenen und rechtswidrigen Sexual-Lehrplan fest. Dagegen protestieren wir.

Die Veranstaltung beginnt mit einer Kundgebung am 25.6. um 15 Uhr mit Live-Musik vor dem Kultusministerium, Luisenplatz in Wiesbaden. Als Redner werden neben hessischen Eltern die Autorin Birgit Kelle, die Vorsitzende von La Manif pour Tous (LMPT) aus Paris, Ludovine de la Rochère, der Publizist Mathias von Gersdorff und die Familien-Aktivistin Leni Kesselstatt aus Österreich erwartet.

Unter dem Motto »Elternrecht achten – Indoktrinierende Sexualerziehung sofort stoppen!“ fordern wir mit dieser Demonstration, dass der rechtswidrige Sexualerziehungs-Lehrplan in Hessen zurückgezogen wird. Eine vollständige Neufassung ist unumgänglich.

Weitere Informationen und eventuelle kurzfristige Änderungen finden Sie auf www.demofueralle.de.

Rück- und Interviewanfragen an Hedwig von Beverfoerde: 0172/8880198.

V.i.S.d.P.:
Hedwig v. Beverfoerde
Koordinatorin DEMO FÜR ALLE
Münchenhofstr. 33
39124 Magdeburg
kontakt@demofueralle.de
Tel.: +49 (0) 172 / 8880198
www.demofueralle.de

Freitag, 16. Juni 2017

Hessen: Schwarz-Grün zementiert Weg zum Gender-Staat/Schule wird zum Gender-Labor

Hessens Sozialminister Stefan Grüttner. Foto Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
Mathias von Gersdorff

Vom „Aktionsplan gegen Homophobie“ zum „Hessischen Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt“: In diesem Wandel der Begriffe wird die Intention der schwarz-grünen Landesregierung Hessens mehr als deutlich. Es geht nicht um den Schutz bestimmter Personenkreise vor Gewalt und Mobbing, sondern um die proaktive Förderung und Durchsetzung eines neuen Menschenbildes.

Der neue „Hessische Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt“ sieht Maßnahmen in Familie, Schule, Kultur, Arbeitswelt etc. zur Durchsetzung der Ideologie der „geschlechtlichen Vielfalt“ – ein Codewort für Gender- vor.

Zuständig ist der Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner (CDU). 

Der Aktionsplan wurde gemeinsam mit den Interessenvertretungen der LSBT*IQ Community erarbeitet. Besonders beteiligt war Frau Susanne Stedtfeld vom Verein „Warmes Wiesbaden“, ein Verein von Homosexuellen, der die Proteste der „Demo für alle“ gegen die Kundgebungen gegen die neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ organisiert hat. Das Ministerium hat sich also gar nicht bemüht, mit halbwegs neutralen Partnern diesen Aktionsplan auszuarbeiten, sondern mit bekannten Aktivisten aus der LSBT-Szene.

Was die Schule betrifft, wird das Ziel der „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ als Querschnittsaufgabe unterstrichen. Um das zu erreichen, sollen „Einrichtungen dafür gewonnen werden, ihre Fortbildungsangebote, Leitbilder und Arbeitsstandards weiterzuentwickeln und ihre Wertschätzung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt nach außen hin zu dokumentieren. (Seite 14).“

Es geht also ausdrücklich nicht nur um Vermittlung von Fakten, sondern um Erreichen von Wertschätzung der absurden Gender-Ideologie, also der Vorstellung, es gäbe eine Vielzahl von Geschlechtern, die jeder frei wählen kann.

Am Anfang des Dokuments wird ausführlich erläutert, was es so an Möglichkeiten gibt. So sind „Inter*“ Personen, die irgendetwas sein können: „Unter dem Begriff Inter*Personen versteht man Personen, die von Geburt an nicht in das zweigeschlechtliche Raster passen, weil Variationen männlicher und/oder weiblicher Geschlechtsmerkmale vorliegen, die vielfältige genetische und/oder körperliche Ausprägungen haben können.“

Jeder ist frei zu meinen, er sei 1/3 Frau, 1/3 Mann und 1/3 homosexuell. Doch diese Ideologie in den Schulen vom ersten Grundschuljahr verbreiten zu wollen, wie das in den neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ vorgesehen ist, ist wahnsinnig.

Um die Indoktrinierung der Kinder in den Schulen entsprechend der „Gender-Ideologie“ voranzutreiben, ist ein massives Programm vorgesehen:

Vorhaben 1: Förderung des Bildungs-und Antidiskriminierungsprojektes SCHLAU Hessen

Vorhaben 2: Umsetzung des Lehrplans Sexualerziehung für allgemeinbildende und berufliche Schulen in Hessen.

In diesem „Vorhaben“ wird die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ ausdrücklich erwähnt. Die Forderung nach „Akzeptanz“ ist aus verfassungsrechtlichen Gründen höchst umstritten. Etliche Urteile verbieten ausdrücklich die Einforderung von Akzeptanz im staatlichen Schulsystem (Vgl. Gutachten Prof. Christian Winterhoff).

Vorhaben 3: Überarbeitung der bestehenden Handreichungen zur Umsetzung des Lehrplans Sexualerziehung unter Berücksichtigung von LSBT*IQ-Themen.

Vorhaben 4: Fächerübergreifende Sensibilisierung für LSBT*IQ –Themen.

Vorhaben 5: Berücksichtigung von LSBT*IQ-Themen in der Lehrkräftefortbildung.

Vorhaben 6: Beauftragung einer Person der Hessischen Lehrkräfteakademie als Ansprechperson für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst und Ausbilderinnen und Ausbilder in LSBT*IQ-Fragen.

Das sind die Projekte, die allein für die Schulen vorgesehen sind!

Aber Gender soll alle Bereiche des Lebens durchdringen.

Für die staatlichen Angestellten sind beispielsweise „Diversity-Schulungen“ geplant. Im Bereich Kultur ist die Organisation eines „Regenbogentages“ vorgesehen. Insgesamt gibt es 10 Handlungsfelder, jedes mit etlichen Projekten.

Der Aktionsplan ist somit nichts anderes als eine Agenda, um die von Papst Benedikt XVI. beschriebene „Anthropologische Revolution“ in die Praxis zu umsetzen.


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Grünes 10-Punkte Regierungsprogram: Ideologie und Populismus

Hält Wähler zum Narren: Katrin Göring-Eckardt. Pressefoto. Foto: L. Chaperon
Mathias von Gersdorff

Mit viel Medien-Tam-Tam haben die Grünen am 31. Mai 2017 ihren „10-Punkte-Plan für grünes Regieren“ vorgestellt.

Die Zusammenfassung des eigentlichen Programmentwurfes liest sich wie die Verheißung einer New-Age-Heilen-Welt. Der Text ist vollgespickt mit Sätzen wie „diese zehn Vorhaben entscheiden über die Zukunft unseres Landes“, „wir beurteilen Menschen nicht danach, wo sie herkommen, sondern wohin sie im Leben wollen“ oder „immer mehr Menschen wollen gesunde Lebensmittel, die im Einklang mit der Natur hergestellt werden.“

In diesem seichten Ton wird auch die grüne Familienpolitik beschrieben. Die Überschrift lautet „Familien stärken“. Klingt zunächst gar nicht so schlecht. Wer möchte das nicht? Mancher könnte durchaus versucht sein, die Grünen als neue „Familienpartei“ zu wählen.

Der Hacken liegt aber im Begriff „Familie“, denn die Grünen verstehen darunter etwas ganz anderes, als jeder normal denkender Mensch.

Die Grundlage einer Familie ist die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau. Für die Grünen gilt das aber nicht. Schon an ihren eigenen Forderung und Stellungnahmen wird deutlich, dass sie unter Familie etwas ganz anderes meinen, als man gemeinhin darunter versteht (wodurch die Grünen im Grunde die Wähler täuschen wollen):

* Kinder sollen bis zu vier soziale Eltern haben (um den Verdacht des Fakes zu widerlegen, hier die Quelle: Spiegel Online vom 3. September 2016)
* Die Grüne Jugend will die Zweigeschlechtlichkeit überwinden!
* Die Grüne Jugend will gleich die (Zivil-) Ehe abschaffen.
* Die Grüne Jugend will Mehr-Eltern-Adoption.
* Die Grünen wollen das Ehegattensplitting abschaffen.
Die totale Gender-Ideologie im Erziehungssystem: Die Grünen wollen mit brachialer Gewalt in Kitas, Kindergärten und Schulen die Idee durchsetzen, es gäbe eine große Vielzahl an Geschlechtern. Das impliziert, dass es gar keine Ehen im eigentlichen Sinne geben kann und demnach auch keine Familien.

Eines der Punkte im 10-Punkte-Plan der Grünen ist sogar die Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Paare.

Die Grünen halten die Wähler regelrecht zum Narren. 

Nur ein Beispiel: In ihrem 10-Punkte-Programm schreiben sie tatsächlich: „Wir investieren zusätzlich in gute Bildung, in bessere Kita-Qualität und intakte und gut ausgestattete Schulen“.

Genau das haben sie in Nordrhein-Westfalen nicht getan und deshalb eine krachende Niederlage einstecken müssen. Der katastrophale Zustand der Schulen nach fünf Jahren grüner Schulpolitik, war eines der Hauptthemen im Wahlkampf für die Landtagswahl am 14. Mai 2017.

Möglicherweise merken die Grünen gar nicht, wie absurd und damit gefährlich ihre Politik ist. Sie funktionieren in der Regel so: In ihrer Phantasie malen sie sich aus, wie sie sich die Welt und die Gesellschaft wünschen. Anschließend postulieren sie eine Politik, um diese Phantasien in die Praxis, zu setzen. Ob das mit der Realität, also mit der Natur der Dinge vereinbar ist, spielt keine Rolle.

Das utopische Denken weckt bei den Grünen offenbar das starke Verlangen, ihre Phantasien auf Biegen und Brechen der Gesellschaft aufzwingen zu wollen.

Nirgends ist dies so deutlich, wie in der Gender-Politik der Grünen. Die Bereitschaft, Utopien in die Praxis setzen zu wollen, ist so stark, dass diese Partei sogar die „Zweigeschlechtlichkeit“ überwinden will.

Weil man einen solchen Irrsinn nicht für möglich hält, hier der Link zur entsprechenden Resolution. LINK 

Wohlbemerkt: Das ist ein politisches Ziel. Im Falle der Machtübernahme würden sie also versuchen, diese Utopie Realität werden zu lassen.

Mit solchen Positionen zeigt „Bündnis 90/Die Grünen“, dass sie eine wahrhaft radikale Partei ist, die rücksichtslos die Durchsetzung ihrer Ideologie vorantreibt.

Aus diesem Grund geht die Neigung zum utopistischen Denken oft mit einer weiteren äußerst negativen Eigenschaft einher und zwar dem Hang zum Totalitarismus. Kaum eine Partei moralisiert und erhebt ihre eigenen politischen Forderungen zum Absoluten, wie das die Grünen tun.

Wer die Grünen kritisiert, wird deshalb mit äußerster Brutalität angegriffen. Die Kritiker von Gender können ein Lied davon singen, wie sie von den Grünen verhetzt und herabgewürdigt werden. Wer schon die leiseste Kritik übt wird von den Grünen als der absolute Feind der Menschheit abgestempelt. Der Kritiker von Gender wird von den Grünen völlig disqualifiziert, so dass man sich mit seinen Argumenten gar nicht erst auseinandersetzen muss.

Die Gegner des „Bildungsplanes 2015“ für Baden-Württemberg – in Wahrheit ein radikaler Gender-Lehrlpan – bezeichnete die Grüne Jugend hetzerisch als „homophober Schlossplatz-Mob“ (heute jammern sie und bezeichnen jede Kritik als Hetze oder Hass gegen sie).

Wer die grüne Weltanschauung kritisiert, wird mit einer geballten Wucht von Totschlagbegriffen belegt, um ihn zum Unmenschen zu machen. Dass diese Haltung der Grünen für die Aufrechterhaltung eines Rechtsstaates gefährlich ist, liegt nahe.

Leicht würde eine grün-dominierte Regierung Grundrechte durch ihre eigene Ideologie ersetzen wollen und Kritiker zu Feinden der gesamten Gesellschaft abstempeln.

Hierzu sind nicht einmal gesetzliche Änderungen nötig: Mit Hilfe des Staatsapparates ließe sich eine gesellschaftliche Stimmung schaffen, in der Angst vor Ausgrenzung und sonstige berufliche und soziale Benachteiligungen herrschen würden.


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Grüne fordern Beflaggung von Bundesministerien mit der Regenbogenfahne

Symbol der LSBTI-Lobby: Die Regenbogenfahne. Foto: M.v.Gersdorff
Für die Grünen steht schon fest: Die Fahne der LSBTI-Aktivisten ist für sie im Grunde schon ein Hoheitssymbol Deutschlands.

Das hört sich zwar lustig an, doch es ist bitterernst: Die Grünen streben seit Jahren an, dass Gender zur regelrechten Staatsdoktrin erklärt wird.

Insofern ist es für die Grünen konsequent, dass Bundesministerien die Regenbogenfahne an bestimmten Tagen (wie etwa dem Christopher Street Day) hissen. Dass dadurch die LSBTI-Gruppen zu einer privilegierten Kaste deklariert werden, halten die Grünen wohl für angemessen. Man kann sich wohl kaum vorstellen, dass die Partei fordern würde, dass staatliche Behörden während des „Marsches für das Leben“ die Fahne der Lebensrechtler hissen müssen.

Erfreulicherweise erteilte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) dem grotesken Ansinnen einen Korb.

Wie gewohnt, reagierten die Grünen beleidigt: Als „pickelhaubig, vorgestrig und provinziell“ bezeichnete der MdB Volker Beck die Haltung de Maizières gegenüber dem Tagesspiegel.

Der Bundesinnenminister hält sich dabei streng an den sog. Beflaggungserlass. Der Staat ist in Deutschland zur Neutralität verpflichtet. Das Hissen der Flagge einer Lobby-Gruppe ist zu Recht verboten.

Doch das interessiert die Grünen nicht: Für die Grünen sollte der Staat selbst Gender-Aktivismus betreiben.

Diese Ansicht vertritt wohl auch Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. Während ihrer Amtszeit wurde ihr Ministerium zu einer Zelle von LSBTI-Aktivisten ausgebaut. Insbesondere die dort angesiedelte „Antidiskriminierungsstelle“ macht ungeniert Propaganda für „Gender“, „Ehe für alle“, Privilegien für LSBT-Personen etc.

Letztes Jahr ließ sie – und auch Bundesinnenminister Heiko Maas – die LSBTI-Flagge hissen.

Ein Skandal: Der deutsche Staat wird von der absurden, fanatischen und gefährlichen Gender-Ideologie zunehmend okkupiert. Wer sich dagegen wehrt, wird fast zum Staatsfeind gemacht.

Man darf sich aber nicht einschüchtern lassen und stets wiederholen: Die Gender-Ideologie ist ein Angriff auf Kinder, Familien und auf die christlichen Wurzeln Deutschlands. Sie muss als das bezeichnet werden, was sie ist: Eine fanatische und irrsinnige Doktrin.


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Freitag, 9. Juni 2017

Studie: Sexuelle Gewalt geht meist von Gleichaltrigen aus

Die Schule: Für 23,5 der Jugendlichen ein Risikoort, was sexuelle Übergriffe betrifft. Musterschule Frankfurt am Main. Foto: Gerbil, Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 3.0
Die sexuelle Verwahrlosung der Jugend erreicht immer bedrohlichere Ausmaße. Die „Speak-Studie“ bringt erschütternde Fakten zutage: Die sexuelle Gewalt geht meist von Gleichaltrigen aus.

Die Vorstellung, sexuelle Übergriff auf Teenager kämen mehrheitlich von Erwachsene, ist nicht mehr aktuell. Das Risiko kommt aus derselben Altersgruppe.

Erschütternd ist ebenso, dass 23,5 Prozent die Schule als Risikoort angeben. Für 48,5 sind allgemeine öffentliche Räume wie Straßen riskant, 43,8 Prozent geben andere Wohnungen oder Party an.

16,2 Prozent der sexualisierten Gewalt wird von Mitschülern ausgeübt.

Das Ergab die Studie mit mehr als 2700 Teilnehmern aus Hessen, die von den Universitäten Gießen und Marburg durchgeführt wurde. Die Studie wurde von den Erziehungswissenschaftlern Prof. Dr. Sabine Maschke und Prof. Dr. Ludwig Stecher geleitet.

Der hohe Konsum von Pornographie würde die Einstellungen der Jugendlichen zur Sexualität ändern, so die Studie. 42 Prozent der männlichen Jugendlichen würden mindestens einmal in der Woche solche Filme anschauen, für die eigentlich ein Mindestalter von 18 Jahren gelte.

Die sexuelle Belästigung kann viele Formen annehmen: Konfrontation mit pornographischen Bildern, die Veröffentlichung intimer Aufnahmen, sexuelle Beschimpfungen bis hin zu Handgreiflichkeiten.

Alle Übergriffe hinterlassen Spuren, auch die „gemäßigteren“: Betroffene gehen nur widerwillig in die Schule, sie fühlten sich in ihren Familien unwohl, hätten ein schlechteres Bild von sich selbst.

Einige Zahlen aus der Studie geben das Ausmaß der sexuellen Enthemmung und des sexualisierten Alltags Jugendlicher wider:


* Über die Hälfte der Befragten (52%) hat bereits mindestens eine Form sexualisierter Gewalt – nicht-körperliche oder körperliche sexualisierte Gewalt erlebt.
* Fast die Hälfte aller befragten Jugendlichen (48%) – und damit fast jede/jeder zweite Jugendliche – hat bislang mindestens eine Erfahrung mit nicht-körperlichen Formen sexualisierter Gewalt gemacht. Der größte Teil hat zwei und mehrere Formen erlebt und dies zu einem überwiegenden Teil mehrfach.
* Fast ein Viertel (23%) der befragten Jugendlichen – fast jede/r vierte Jugendliche – hat bislang mindestens einmal im Leben körperliche sexualisierte Gewalt erlebt. Der größte Teil davon wurde mit zwei und mehreren Formen konfrontiert und hat solche Erfahrungen mehrere Male gemacht.
* 19% der befragten Jugendlichen haben nicht-körperliche und körperliche Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt gemacht (beides zusammen).
* Über zwei Drittel (70%) aller befragten Jugendlichen haben sexualisierte Gewalt mindestens einmal beobachtet.
* Ein gutes Drittel (38%) hat von sexualisierter Gewalt gehört.
* Gut ein Viertel (28%) der befragten Jugendlichen gibt an, mindestens einmal selbst etwas getan zu haben, das mit sexualisierter Gewalt zu tun hat (Aggressoren).
* 81 Prozent haben irgendeine Erfahrung mit sexualisierter Gewalt gemacht, das heißt sind entweder direkt von sexualisierter Gewalt Betroffene, haben diese beobachtet, davon gehört oder selbst eine Tat begangen. 77% der Jungen haben irgendeine Erfahrung mit sexualisierter Gewalt gemacht und 86% der Mädchen. Zwischen 14 und 17 Jahren nimmt der Anteil der Jugendlichen signifikant zu, die irgendeine Erfahrung mit sexualisierter Gewalt gemacht haben.
* 19% = haben keinerlei Erfahrung mit sexualisierter Gewalt.

Sexualisierte Gewalt: Hauptrisiko sind gleichaltrige Jugendliche

PM des Hessischen Kultusministerium zur neuen Untersuchung zu Erfahrungen von Jugendlichen mit sexualisierter Gewalt

„Das Hauptrisiko für sexualisierte Gewalt sind andere Jugendliche, das heißt Gleichaltrige“, sagten Prof. Dr. Sabine Maschke und Prof. Dr. Ludwig Stecher und benannten damit einen zentralen Befund ihrer Untersuchung. Die Erziehungs­wissenschaftlerin von der Philipps-Universität Marburg und der Geschäftsführende Direktor des Instituts für Erziehungswissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen haben heute in Wiesbaden die Ergebnisse der vom Hessischen Kultusministerium in Auftrag gegebenen SPEAK!-Studie über „Sexualisierte Gewalt in der Erfahrung Jugendlicher“ vorgestellt. „Die Ergebnisse zeigen, dass sexualisierte Gewalt – insbesondere in verbaler, aber auch in körperlicher Form – zur Erfahrungswelt vieler Jugendlicher gehört. Deshalb ist es für uns wichtig, Schulen als Schutz- und Präventionsorte weiter zu stärken“, erklärte Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz und dankte den beiden Professoren für ihre Arbeit, die Licht ins Dunkel gebracht und dabei wertvolle Erkenntnisse auch für die pädagogische Arbeit an Schulen erbracht habe.

„Das Besondere an der Speak!-Studie ist, dass sie nicht nur die Perspektive der unmittelbar Betroffenen einbezieht, sondern auch die von Jugendlichen, die sexualisierte Gewalt beobachtet haben oder auch selbst ausgeübt haben“, erläuterte Prof. Maschke. Der Blick auf drei Perspektiven erlaube auch eine Darstellung der Zusammenhänge von sexualisierter Gewalt und der Lebenswelt der Jugendlichen, zu der bspw. Schulfreude oder auch Pornografiekonsum gehörten. „Die Schule ist für nicht-körperliche Formen sexualisierter Gewalt ein risikoreicher Ort. Gleichzeitig kann Schule ein bedeutender Ort für die Präventionsarbeit sein“, so Maschke. „Der Fragebogen wurde von allen Schülerinnen und Schülern mit großer Ernsthaftigkeit ausgefüllt. Die Jugendlichen geben im Fragebogen zu vielen Fragen zusätzlich wichtige Hinweise und Ratschläge für den Umgang mit sexualisierter Gewalt. Dafür möchten wir allen sehr herzlich danken.“


Was hat die Studie mit welchen Ergebnissen untersucht?

Als eines der sogenannten „Basis-Instrumente“ wurden Erfahrungen nicht-körperlicher sexualisierter Gewalt abgefragt. Das beginnt mit der Aussage „Jemand hat über mich Gerüchte sexuellen Inhalts verbreitet“ geht über die Konfrontation mit sexuellen Handlungen, wie bspw. jemanden dazu zu zwingen, pornografische Bilder oder Filme anzusehen bis dahin, dass ein Schüler oder eine Schülerin zum Opfer wird, indem von ihm oder ihr intime Fotos oder Filme ins Internet gestellt werden. „Knapp die Hälfte der Jugendlichen erlebt nicht-körperliche Formen sexualisierter Gewalt, es werden sexuelle Witze über sie gemacht, oder sie werden als schwul oder lesbisch in abwertender Form bezeichnet“, erläuterte Prof. Stecher. „Verbreitet ist aus unserer Sicht eine sexualisierte Beschimpfungs-‚Kultur‘ unter den Jugendlichen. Mädchen sind darüber hinaus im Besonderen von Exhibitionismus und von Belästigungen im Internet betroffen.“

„Knapp ein Viertel der 14- bis 16-Jährigen berichtet über körperliche sexualisierte Gewalterfahrungen wie gegen den Willen angetatscht, geküsst oder am Geschlechtsteil berührt zu werden. Erfahrungen, die jedes dritte Mädchen in diesem Alter bereits mindestens einmal gemacht hat“, so Stecher über die Ergebnisse der Befragung über das zweite Basis-Instrument körperliche sexualisierte Gewalt. Bei diesen Ergebnissen ist die Diskrepanz zwischen der Zahl der Mädchen, die solche Erfahrungen gemacht haben, und der Zahl der Jungen noch einmal deutlich größer als bei den Erfahrungen nicht-körperlicher sexualisierter Gewalt. „Mädchen sind einem besonders hohen Risiko ausgesetzt, sexualisierte Gewalt zu erleben“, hebt Stecher hervor. „Schwere Formen wiederholter körperlicher sexualisierter Gewalt erlebt mehr als jedes zehnte Mädchen (Jungen zu 3 Prozent).“

„Sexualisierte Gewalterfahrungen sind nicht folgenlos für die Betroffenen, sondern wirken in viele Lebensbereiche der Jugendlichen hinein. Betroffene gehen weniger gerne zur Schule, fühlen sich in ihrer Familie weniger wohl, haben ein negativeres Bild von sich selbst und berichten häufiger von Mobbingerfahrungen in der Schule als andere Jugendliche“, erläutert Prof. Maschke die Folgen für betroffene Jugendliche. „Ein aus unserer Sicht ernst zu nehmender Befund ist der hohe Pornografiekonsum männlicher Jugendlicher. 42 Prozent der 14- bis 16-Jährigen schauen mindestens einmal in der Woche Pornos, für die in den meisten Fällen eine Altersbeschränkung von 18 Jahren gilt. Die Studie zeigt, dass sich das Bild auf Sexualität bei den Dauernutzern ändert.“


Prävention – Möglichkeiten in der Schule

Maschke und Stecher raten, den Fokus bei der Prävention nicht allein auf sexuellen Missbrauch und erwachsene Täter zu richten. Die Sensibilisierung für sexualisierte Gewalt müsse vor allem unter Gleichaltrigen erfolgen. Denn insbesondere von diesen gehe sie auch aus. Ziel müsse sein, durch geeignete Präventionsinstrumente der sexualisierten „Beschimpfungs-Kultur“ oder auch Homophobie entgegen zu wirken. Dazu beitragen könne bspw. der erfolgreiche Umgang mit Medien, also die Stärkung der Medienkompetenz, um diese ohne „erhobenen Zeigefinger“ besser bewerten und reflektieren zu können. Und: „Schule steht vor der Herausforderung, Sozialisations- und Erfahrungsräume zu schaffen, die Sicherheit gewährleisten, aber gleichzeitig dem Wunsch der Heranwachsenden nach Freiraum und Eigengestaltung nachkommen“, sagte Prof. Maschke.
Warum wurde die Studie in Auftrag gegeben?

Die Hessische Landesregierung hat im Mai 2012 den „Aktionsplan des Landes Hessen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt in Institutionen“ (LAK) beschlossen. Der Plan wurde unter der Federführung des Justizministeriums gemeinsam mit dem Innenministerium, dem Sozialministerium und dem Kultusministerium erarbeitet. „Schule kommt bei der Präventionsarbeit gegen sexuellen Kindesmissbrauch eine besondere Rolle zu“, betonte Kultusminister Lorz. „Als ein besonderer institutioneller Schutzraum hat die Schule präventiv gegen sexualisierte Gewalt zu arbeiten und sie muss in der Lage sein, Opfer zu schützen bzw. ihnen fachkundige Unterstützung zu vermitteln.“ Um Hilfe- und Unterstützungsangebote sowie Präventionsmaßnahmen bedarfsgerecht (weiter-)zu entwickeln, sei eine Arbeitsgrundlage notwendig gewesen, die den Bereich sexualisierter Gewalt aus der Sicht Jugendlicher detailliert erfasst. Denn: Präzise Statistiken und repräsentative Untersuchungen darüber, wie viele Fälle es in welchen Bereichen gibt, fehlten für Deutschland weitgehend. „Dank der Beauftragung der Philipps-Universität Marburg mit der Durchführung der nun vorliegenden Studie in Kooperation mit der Justus Liebig-Universität Gießen konnte diese Lücke nun geschlossen werden“, so Lorz.


Was tut Hessen bereits in Sachen Prävention?

Der Kultusminister verwies in diesem Zusammenhang aber auch auf den Katalog aktueller Maßnahmen, die für die hessischen Schulen bereits auf den Weg gebracht worden sind:

    Die Handreichung zum Umgang mit sexuellen Übergriffen im schulischen Kontext liegt allen hessischen Schulen in einer überarbeiteten Fassung vor. Sie steht auch als Download zur Verfügung. Zur Unterstützung der Schulen im Umgang mit der Handreichung wird diese auch auf Schulleiter-Dienstversammlungen vorgestellt und diskutiert.
    Hessen beteiligt sich an der Kampagne des Unabhängigen Beauftragten für Fragen sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) „Schule gegen sexuelle Gewalt“ und hat allen hessischen Schulen entsprechende Infomappen zur Verfügung gestellt. Die UBSKM-Initiative unterstützt Schulen bei der Erarbeitung eigener Schutzkonzepte durch gezielte Informationen und das Fachportal "Schule gegen sexuelle Gewalt". Auf diesem sind auch die hessischen Landesseiten freigeschaltet.
    Es wird weitere Qualifizierungsreihen zur Schulung der schulischen Ansprechpersonen gegen sexuelle Übergriffe in den einzelnen Schulamtsbezirken geben: 2016 Kassel und Weilburg, 2017 in Gießen, Fulda, Bebra, Offenbach und Wiesbaden. 2018 dann in den restlichen Schulamtsbezirken.
    Das Theaterstück „Trau dich!“, das Kinder informieren, ihnen Selbstbewusstsein geben und sie zum Thema Missbrauch aufklären soll, wird 2017 an mehreren Standorten in Hessen stattfinden und zukünftig vom Schultheaterstudio Frankfurt im Rahmen einer Kooperation des Kultusministeriums mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung angeboten!

Kultusminister Lorz versicherte zum Abschluss, dass das Land auch weiterhin alle sinnvollen Präventionsmaßnahmen unterstützen und die Schulen zur Umsetzung animieren werde. „Klar ist für uns auch, dass die Erkenntnisse der Studie auch in die Lehreraus- und -fortbildung einfließen sollen. Der Auftrag für eine Folgestudie an den Förderschulen ist bereits erteilt. Für den Bereich der Schulen wollen wir unseren Beitrag leisten, dass sexualisierte Gewalt für Jugendliche künftig wieder seltener zur persönlichen Erfahrung wird und stattdessen der wertschätzende und diskriminierungsfreie Umgang miteinander gestärkt und gefördert wird.“
Hintergrund zur Methodik:

Die groß angelegte Studie mit dem Titel „SPEAK! Sexualisierte Gewalt in der Erfahrung Jugendlicher“ ist eine repräsentative Befragung von Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren. Insgesamt 2.719 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 an allgemeinbildenden Schulen in Hessen wurden dafür mittels eines standardisierten Fragebogens anonym befragt.

Donnerstag, 8. Juni 2017

Immer mehr Kinder und Jugendliche bekommen Diabetes - Tendenz steigend

Altmodische Freizeit Fußball. Foto: Usien, Wikimedia Commons Lizenz CC BY-SA 3.0
Die Tendenz der Heranwachsenden, ihre Freizeit vor dem Bildschirm zu verbringen, geht nicht spurlos an ihnen vorbei: Fettleibigkeit und Kreislaufkrankheiten sind längst nicht mehr nur ein Problem der Erwachsenen, die ihr Arbeitsleben in einem Bürosessel verbringen.

Selbst Diabetes breitet sich seuchenhaft aus. Früher war das üblicherweise eine Krankheit Erwachsener über 50 Jahre.

Kinder erkranken meist an dem sog. Typ-1-Diabetes. Dabei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Das Immunsystem des Körpers greift die Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse an, die für die Herstellung Hormons Insulin zuständig sind. Insulin leitet den Zucker aus dem Blut in die Fettzellen. Ein an Diabetes erkrankter Mensch stellt kein oder zu wenig Insulin her.

Wie die Deutsche Diabetes-Hilfe berichtet hat:

•    Mehr als 30.000 Kinder und Jugendliche im Alter unter 19 Jahren Diabetes Typ 1. Bis zum Jahr 2020 wird insbesondere eine Verdopplung der Diabetesinzidenz bei Kindern im Alter unter fünf Jahren vorhergesagt.

•    Etwa 10.000 Kinder werden mit einer Insulinpumpe behandelt.

Aber auch der Typ-2-Diabetes breitet sich inzwischen bei Jugendlichen aus. Früher nannte man diese Art „Alterdiabetes“ - direkte Folge von Fettleibigkeit und Bewegungsmangel. Die Zahl der -Neuerkrankungen bei Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren verfünffacht. Das entspricht etwa 200 Neuerkrankungen jährlich. Dabei handelt es sich fast ausnahmslos um sehr stark übergewichtige Kinder, bei denen bereits die Eltern und Großeltern an einem Typ-2-Diabetes leiden.

Die Folgen für die Kinder sind erheblich: Sind die Beta-Zellen komplett zerstört, produzieren Betroffene kein eigenes Insulin mehr und der Zuckerspiegel im Blut steigt an. Sie müssen das lebenswichtige Hormon von außen zuführen, um ihre Werte zu regulieren – in der Regel, indem sie es spritzen. Ohne Insulin kommt es zu schweren Stoffwechselentgleisungen, die tödlich enden können. Außerdem schädigen erhöhte Zuckerwerte auf Dauer zahlreiche Organe im Körper.

Generell wird die falsche Ernährung zu einem wichtigen Gesundheitsproblem in Deutschland. Zwei Drittel der Männer (67 %) und mehr als die Hälfte der Frauen (53 %) haben ein zu hohes Körpergewicht. Knapp ein Viertel (23 % bzw. 24 %) ist schwer übergewichtig (adipös); die Tendenz ist steigend.

Modebranche: Hinter dem Glamour verbirgt sich eine grausame Realität

Der Schein trügt. Foto: The Heart Truth - Elisabeth Hasselbeck in Donna Karen, Wikimedia Commons, Gemeinfrei
Christiane Jurczik

James Scully, einer der wichtigsten Casting-Direktoren der Welt, geht scharf mit seiner Branche ins Gericht: „Die Branche ist noch viel sadistischer, als man sich das vorstellt“.

In den 90er-Jahren arbeitete er für die amerikanische Zeitschrift „Harper‘s Bazaar“ und hat den Auftritt von Marken wie Stella McCartney, Nina Ricci und Jason Wu geprägt. Der Insider ist aber mit den Jahren immer kritischer geworden.

Scully engagiert sich deshalb seit Jahren für eine Reform der Modelszene, unter anderem will er keine Teenager mehr auf den Laufstegen sehen. Wie sehr ihm diese Themen am Herzen liegen, wurde bei der „Voices“-Konferenz des Branchenmagazins "Business of Fashion" deutlich: Scully kamen während seiner Rede die Tränen.

Einige Passagen von Scully Rede dokumentieren eindrucksvoll, worauf sich die Mädchen einlassen, die beliebt, berühmt und bewundert werden wollen und dafür eine Model-Karriere beginnen.

„Eine Stylistin sagt einem Model bei einem Casting, dass sie nicht richtig in Form sei und um bei einer bestimmten Show zu laufen, müsste sie unbedingt abnehmen. Als dieses Model dann in Paris zur Show erschien, sagte die Stylistin ihr, vor allen anderen Models, dass sie immer noch zu ‚fett‘ sei.“

Er berichtet weiter: „Ich buchte später dieses angeblich ‚fette‘ Model. Beim Fitting erzählte sie mir, dass sie bei besagtem Casting schwanger gewesen sei. Sie habe die Schwangerschaft jedoch abgebrochen, weil sie es für ihre Karriere als unerlässlich betrachtete, die Schwangerschaft abzubrechen und zur Show zu kommen. Und dann war sie der Stylistin immer noch zu dick. Diese junge Frau muss jetzt mit einer schrecklichen Entscheidung leben, die sie nur wegen des Drucks, der damals auf ihre lastete, getroffen hat.“

Quelle der Zitate: MSN-Lifestyle

Studie: Gefahren für Kinder durch Nutzung digitaler Medien werden grob unterschätzt

Übermäßiger Konsum digitaler Medien gefährdet die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Das ist das Ergebnis der BLIKK-2017 (kurz für Bewältigung, Lernverhalten, Intelligenz, Kompetenz und Kommunikation).

Mit der am 29. Mai 2017 vorgestellten Studie werden nun auch die gesundheitlichen Risiken übermäßigen Konsums digitaler Medien wie etwa Smartphones für Kinder immer deutlicher. Sie reichen von Fütter- und Einschlafstörungen bei Babys über Sprachentwicklungsstörungen bei Kleinkindern bis zu Konzentrationsstörungen im Grundschulalter. Wenn der digitale Konsum bei Kind oder Eltern auffallend hoch ist, stellen Kinder- und Jugendärzte weit überdurchschnittlich entsprechende Auffälligkeiten sowie Fettleibigkeit fest.

Unter der Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marianne Mortler und mit Förderung des Bundesministeriums für Gesundheit hat das Projekt „BLIKK‐Medien“ 5.573 Eltern und deren Kinder zum Umgang mit digitalen Medien befragt und gleichzeitig im Rahmen der üblichen Früherkennungsuntersuchungen die körperliche, entwicklungsneurologische und psychosoziale Verfassung umfangreich dokumentiert. Die Studie geht weit über die üblichen Befragungen zu Mediennutzung hinaus.

Die wesentlichen Ergebnisse im Überblick:
•    70 Prozent der Kinder im Alter zwischen zwei bis vier Jahren spielen täglich bis zu dreißig Minuten am Tag unbeaufsichtigt mit dem Smartphone ihrer Eltern
•    Es gibt einen Zusammenhang zwischen einer intensiven Mediennutzung und Entwicklungsstörungen der Kinder. Über 60 Prozent der Neun- bis Zehnjährigen schaffen es nicht, sich länger als dreißig Minuten ohne digitale Medien zu beschäftigen
•    Bei Kindern bis zum 6. Lebensjahr finden sich vermehrt Sprachentwicklungsstörungen sowie motorische Hyperaktivität bei denjenigen, die intensiv Medien nutzen. Ebenso Aufmerksamkeitsschwächen und Schlafstörungen. Vom siebten Lebensjahr an gibt es darüber hinaus eindeutige Zusammenhänge zwischen Lese- und Rechtschreibschwäche und der Aufmerksamkeitsstörung ADHS
•    Wird eine digitale Medienkompetenz nicht frühzeitig erlernt, besteht ein erhöhtes Risiko, den Umgang mit den digitalen Medien nicht kontrollieren zu können

Zudem wurde eine statistisch signifikante Wechselbeziehung zwischen Spielen am Computer, dem Konsum von Süßigkeiten und einem erhöhten Körpergewicht fest. Kinder, die viel vor dem Fernseher sitzen, bewegen sich nachweislich weniger als Kinder, die wenig fernsehen. Das allein kann schon zu Problemen mit dem Gewicht führen. Der „gewichtigere“ Unterschied zwischen „Vielsehern“ und „Wenigsehern“ scheint aber in deren Essverhalten zu liegen: Ausgiebiges Fernsehen verleitet dazu, pausenlos zu essen – vor allem Süßes und Fettes

Dazu die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler:„Wir müssen die gesundheitlichen Risiken der Digitalisierung ernst nehmen! Es ist dringend notwendig, Eltern beim Thema Mediennutzung Orientierung zu geben. Unter dem Strich ist es höchste Zeit für mehr digitale Fürsorge – durch die Eltern, durch Schulen und Bildungseinrichtungen, aber auch durch die Politik.“

KITA: Erzieherin soll Kinder gefesselt haben

In einer Kita in Prenzlauer Berg soll eine Erzieherin in mindestens fünf Fällen Kinder misshandelt haben. Wie die Berliner Morgenpost vom 31. Mai 2017 berichtet, soll die Frau mehrere Kinder, die nicht schlafen wollten, mit Tüchern gefesselt und am Boden fixiert haben. Kinder, die nicht essen wollten, sollen auch dazu gezwungen worden sein. Sie wurde fristlos gekündigt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Die Vorfälle in der Kita "Gleimstrolche" (Haus 1) an der Gleimstraße ereigneten sich offenbar schon im Herbst vergangenen Jahres. An die Kita-Aufsicht der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie wurden die Vorwürfe aber erst im April durch Träger und Dritte herangetragen.

"Gemeldet wurde uns kindeswohlverletzendes Verhalten einer Erzieherin", sagte Verwaltungssprecher Torsten Metter: „Wir halten den Fall für sehr ernst und gravierend. Aus unserer Sicht sind die Vorwürfe sehr erheblich“. Es gehe nun darum, die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen.

Wieso aber fiel das alles den anderen Erzieherinnen nicht auf? Bei der Runde, an der auch die staatliche Kita-Aufsicht teilnahm, kam heraus: Die Erzieherinnen sind sich untereinander nicht einig – und einige Eltern auch nicht. „Von Angst und Missgunst war die Rede“, berichtet ein Teilnehmer. Ex-Praktikanten hatten schließlich die Kita-Aufsicht eingeschaltet. Einige Erzieher trauten sich offenbar nicht, Vorwürfe offen auszusprechen.

Man wisse nun, dass Eltern in der Vergangenheit Verhaltensauffälligkeiten bei ihren Kindern im Zusammenhang mit dem Kita-Besuch festgestellt hätten, die sie sich nicht erklären konnten. Diese Bedenken oder Beobachtungen seien der Geschäftsführung aber nie übermittelt worden.
"Wir stehen fassungslos und entsetzt diesen Ereignissen gegenüber, zumal wir Anfang November 2016 eine Belehrungsveranstaltung zum Thema Kindeswohlgefährdung mit unserer Kinderschutzbeauftragten durchgeführt haben." Dennoch seien die Kinder "wiederholt körperlich und psychisch gedemütigt" worden.

Die Geschäftsführung kündigte eine "lückenlose Aufklärung" an, auch die Kita-Aufsicht will sich dabei aktiv einschalten. Die Leitung der "Gleimstrolche" aus Haus 1 soll vorerst die Leiterin von Haus 2 übernehmen.