Montag, 8. Oktober 2018

In eigener Sache: Automatische Zusendung der Beiträge dieses Blogs wird eingestellt

Liebe Leser von „Kultur und Medien“!

Inzwischen ist die neue Seite der Aktion „Kinder in Gefahr“ eigerichtet und funktioniert einwandfrei: https://www.aktion-kig.eu/

Die neuen Beiträge der Aktion werden dort veröffentlicht und an die Abonnenten des elektronischen Mitteilungsblattes von „Kultur und Medien“ per E-Mail zugestellt.

Der sog. Feed dieses Blogs wird deshalb beendet. Der Blog bleibt aber weiterhin bestehen und wird für besondere Zwecke aktualisiert werden.

Der offizielle Blog und Mitteilungsblatt der Aktion „Kinder in Gefahr“ ist aber von nun an https://www.aktion-kig.eu/kultur-und-medien-online/

Wenn Sie „Kultur und Medien“ abonniert haben, müssen Sie nichts weiteres unternehmen. Sie bekommen wie gewohnt die Aktualisierungen.

Viele Grüße
Mathias von Gersdorff 

Sonntag, 7. Oktober 2018

Aktion: CSU soll Nein zu Sex-Lehrplan und Ehe für Alle erklären

Markus Söder, Pressefoto CSU. Foto Thomas Lother 
Mathias von Gersdorff

Es ist wichtig, dass wir unsere Stimme vor der Landtagswahl in Bayern erheben:

Im CSU-regierten Bayern wurden nämlich in der vergangenen Legislaturperiode neuen "Richtlinien für die Familien- und Sexualerziehung in den bayerischen Schulen" erlassen.

Die neuen bayerischen Richtlinien sehen ausdrücklich vor, dass die "Vielfalt der Lebensformen" widerspiegelnde Rollenbilder und Geschlechtsidentitäten thematisiert werden, darunter Hetero-, Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität. 

Unterschiedliche Lebensformen und sexuelle Orientierungen, die im Entwurf lediglich genannt wurden, werden im Kapitel "Geschlechterrolle und Geschlechtsidentität" ausdrücklich als Unterrichtsziele der einzelnen Jahrgangsstufen erwähnt.

Außerdem hat die CSU auf eine Klage beim Bundesverfassungsgericht gegen die Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Partner verzichtet.

Der Verzicht der CSU auf eine Klage gegen die sog. "Ehe für alle" ist eine Kapitulation gegenüber der linksgrünen Gesellschaftspolitik.

Kampflos hat die C-Partei aus Bayern die Deutungshoheit über Ehe und Familie den Grünen, die maßgeblich die Anti-Ehe-Revolution im Geiste der 1968er in den letzten Jahrzehnten gesteuert haben, übergeben.

Nur durch den Druck der Basis wird die C-Partei in Bayern entschlossen die christlichen Wurzeln unseres Landes verteidigen!

Deshalb bitte ich Sie, im Hinblick auf die Landtagswahl in Bayern, den Spitzenkandidaten der CSU, Markus Söder, anzuschreiben.

Unser Text-Vorschlag. Bitte kopieren und in Ihre eigene Email einfügen. (Sie können selbstverständlich einen anderen Text verwenden):


Ministerpräsident Dr. Markus Söder
Jakobstraße 46
90402 Nürnberg
Tel.: +49 (911) 24154418
Fax: +49 (911) 24154410

E-Mail: edda.probst@soeder.de



Sehr geehrter Ministerpräsident,

in der ablaufenden Legislaturperiode hat das Bayerische Kultusministerium neue "Richtlinien für die Sexualerziehung" erlassen. Diese enthalten die Gender-Ideologie bzw. die "Ideologie der sexuellen Vielfalt". Gender ist eine linksrevolutionäre Ideologie, die in scharfem Widerspruch zum christlichen Menschenbild steht.

Die Richtlinien sehen ausdrücklich vor, dass die "Vielfalt der Lebensformen" abzulehnende Rollenbilder und Geschlechtsidentitäten thematisiert werden, darunter Hetero-, Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität. Im Kapitel "Geschlechterrolle und Geschlechtsidentität" werden "Unterschiedliche Lebensformen" (wie etwa Homo-Ehe) und sexuelle Orientierung ausdrücklich als Unterrichtsziele erwähnt.

Außerdem hat die CSU auf eine Klage beim Bundesverfassungsgericht gegen die Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Paare verzichtet. Damit übergeben Sie kampflos die Deutungshoheit über Ehe und Familie linken Ideologen.

Ich möchte Sie deshalb bitten, noch vor der Landtagswahl der Öffentlichkeit klar und deutlich mitzuteilen, dass Sie bzw. Ihre Partei die neuen "Richtlinien für die Sexualerziehung" abschaffen möchten und gegen die sog. "Ehe für Alle" beim Bundesverfassungsgericht klagen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Freitag, 5. Oktober 2018

„Gute-KiTa-Gesetz“? Besser wäre ein „Gute-Betreuung-Gesetz“ !

Foto: Freepiks
(PM Verband Familienarbeit) Am 19. Sept. hat das Bundeskabinett das „Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung (Gute-KiTa-Gesetz)“ beschlossen. Darin wird angestrebt, die Qualität der „KiTas“ zu verbessern. Gemeint sind offensichtlich vor allem Kinderkrippen. 

Es liegt nahe, dass der rasche Ausbau der Krippenbetreuung zu einer beträchtlichen Einbuße an Qualität geführt hat. Dem soll jetzt durch das neue Gesetz entgegengewirkt werden.

Dr. Johannes Resch, stellv. Vorsitzender des Verbandes Familienarbeit, meint dazu:

„Die Qualität der Kitas und die Qualität der Kinderbetreuung sind verschiedene Dinge. Werden nur die Kitas thematisiert, wird die Frage nach der elterlichen Betreuung gar nicht mehr gestellt. Wird dagegen nach `Qualität der Kinderbetreuung` gefragt, ist die Antwort ergebnisoffen.

Aber wer soll nun entscheiden, was `gute Betreuung` ist?

Unser Grundgesetz weist mit Art. 6 das Urteil darüber in erster Linie den Eltern zu und nicht dem Staat. Viele Eltern sind der Auffassung, die beste Betreuung von Kleinkindern erfolge durch sie selbst. Für den Regelfall ist das im Gegensatz zur Politik auch die überwiegende Meinung von Fachleuten, wie etwa Kinderpsychologen. 

Allerdings sehen sich immer mehr Eltern aufgrund der Nichtachtung und Nichthonorierung ihrer Erziehungsarbeit genötigt, auf die demgegenüber überwiegend staatlich finanzierte Fremdbetreuung in Krippen auszuweichen.

Das „Gute-Kita-Gesetz“ lenkt so von der Alternative „Gute Betreuung“ ab, die auch durch die Eltern erfolgen könnte. Voraussetzung wäre allerdings, diese hätten die Wahlfreiheit über die Verwendung des zur Kinderbetreuung bereit gestellten Geldes, wie es auch vom Bundesverfassungsgericht gesehen wird.

Den politischen Akteuren geht es nicht um „gute Betreuung“, sondern lediglich um „gute KiTas“. Es geht nicht um die Kinder, sondern um die Interessen der einflussreichen neoliberalen Profiteure in Konzernen und Finanzindustrie.

Wenn auch beide Eltern kleiner Kinder möglichst voll erwerbstätig sind, ist es aufgrund der größeren Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt leichter, die Löhne niedrig zu halten. Die regierungsamtliche Gleichsetzung von Kita und Betreuung gängelt die Eltern. Sie sollen – quasi am Grundgesetz vorbei – übertölpelt werden.“

Der Verband Familienarbeit fordert:

* In erster Linie haben die Eltern zu entscheiden, was „gute Betreuung“ ist. Dazu müssen sie das Geld zur Finanzierung der Kinderbetreuung selbst in die Hand bekommen.
* Erst dann haben sie echte Wahlfreiheit zwischen einem Krippenplatz, der Eigenbetreuung oder einer anderen Betreuungsform.

Landtagswahl Hessen: Schule bleibt Thema Nr. 1

Muss sich Sorgen machen: Volker Bouffer, CDU-Spitzenkandidat
Foto. CDU Hessen
Auch die letzten Umfragen ergeben, dass die Schulen den hessischen Wählern die größten Sorgen bereiten. Für eine relative Mehrheit von 31 Prozent ist dieses Thema das Wichtigste.

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass nur 21 Prozent der Hessen der CDU die höchste Kompetenz in Sachen Bildung zuschreiben. 

Die Zahlen zeigen, dass die CDU-Hessens die schlechten Umfrageergebnisse von zurzeit 29 Prozent nicht allein der Bundespolitik, insbesondere der Flüchtlingspolitik, zuschreiben kann.

CDU-Kultusminister Ralph-Alexander Lorz ist Autor des radikalsten Gender-Lehrplans Deutschlands. In seinen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ ist vorgeschrieben, dass „sexuelle Vielfalt“ und ihre Akzeptanz ab dem ersten Grundschuljahr thematisiert werden sollen.

Dieser Lehrplan wurde gegen den ausdrücklichen Willen der CDU-Basis erlassen: Katholische Kirche, Elternvertretungen, Familienorganisationen wie „Kinder in Gefahr“.

Der Lehrplan erhielt lediglich Zustimmung von Regenbogen-Gruppe, also die klassische Klientel der Grünen. 

Die Grünen haben gegenwärtig eine Rekordzustimmung von 18 Prozent – kein Wunder bei einer solchen CDU.

Wären die Wahlen am kommenden Sonntag, würden SPD 23, AfD 13, Linke 8 und FDP 6 Prozent erhalten.

Unter diesen Zuständen wäre sogar eine hauchdünne Mehrheit für Rot-Rot-Grüne möglich.

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Schule Thema Nr. 1 im Hessischen Wahlkampf: Erheben wir unsere Stimme!

Ministerpräsident Volker Bouffier. Pressefoto CDU
Mathias von Gersdorff

Kein anderes Thema bewegt die Hessen im Hinblick auf die Landtagswahl am 28. Oktober mehr als die Bildung.

Selbst das sonst omnipräsente Flüchtlingsthema rangiert auf Platz zwei.

Kein Wunder, denn:

Im Spätsommer 2016 führte das Kultusministerium unter Leitung von Kultusminister Ralph Alexander Lorz die „Richtlinien zur Sexualerziehung“ ein. Diese Richtlinien sind nichts anderes als ein Gender-Lehrprogramm.
Schulleiter, Lehrer und Eltern gehen seit Monaten in Hessen auf die Barrikaden, weil ein normaler Schulbetrieb schlicht und ergreifend nicht mehr möglich ist. Hessens Schulen versinken im Chaos. Kultusminister Lorz hat sich bislang taub gestellt.
So haben beispielsweise 57 Rektoren sowie 18 Konrektoren aus dem Bereich des Staatlichen Schulamtes einen offenen Brief an den Kultusminister veröffentlicht, der die chaotischen Zustände an den Schulen Frankfurts beschreibt: „Guter Unterricht im herkömmlichen Sinn ist unter solchen Bedingungen nur noch unter erheblichen Abstrichen umzusetzen!“, so das Fazit des Schreibens.

Was die CDU betrifft, so ist es skandalös, wie Kultusminister Ralph-Alexander Lorz (CDU) seine „Richtlinien zur Sexualerziehung“ gegen den Willen des Landeselternrats, gegen den Willen der katholischen Kirche und gegen den Willen von Familienorganisationen, wie unsere Aktion „Kinder in Gefahr“, durchgesetzt hat.

Die Führung der CDU-Hessen hat also seinen Gender-Lehrplan gegen die eigene Basis durchgesetzt.

Die CDU Hessens sollte schnell etwas unternehmen, um die eigene Basis zu besänftigen.

Die Haltung der CDU wird sich aber ohne den Druck der Basis nicht ändern.

Selbst verfassungsrechtliche Bedenken, die reichlich vorgetragen wurden, haben die Führung der CDU in Hessen bislang nicht zu einem Umlenken bewegen können.

Was Schulpolitik und Gender-Indoktrination betrifft, arbeitet CDU-Kultusminister Ralph-Alexander Lorz für die Grünen und nicht für die eigene Klientel.

Eltern, Christen und das familienbewusste Bürgertum müssen selber dafür sorgen, dass ihre Interessen respektiert werden, man kann sich auf keine Partei verlassen.

Allein eine starke Anti-Gender Front wird die Indoktrinierung der Kinder in den Schulen verhindern können.

Deshalb bitte ich Sie, an den Spitzenkandidaten der CDU-Hessen, Volker Bouffier, zu schreiben.

Unser Text-Vorschlag. Bitte kopieren und in Ihre eigene Email einfügen. (Sie können selbstverständlich einen anderen Text verwenden):


E-Mail: info@volker-bouffier.de


Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

in Ihrer Regierungszeit hat das Kultusministerium einen neuen „Lehrplan Sexualerziehung“ erlassen, der für Kinder ab sechs Jahren (!) Gender sowie „Akzeptanz sexueller Vielfalt und Geschlechteridentitäten“ vorsieht. Gender ist eine linksrevolutionäre Ideologie, die im scharfem Widerspruch zum christlichen Menschenbild steht.
Die Vorgaben im Lehrplan sind zudem fächerübergreifend und verbindlich!
Dieser Angriff auf die Kinder, auf das Elternrecht auf Erziehung, auf die christliche Auffassung von Ehe und Familie und auf die christlichen Wurzeln unseres Landes ist ein unerhörter Skandal!
Ich möchte Sie deshalb bitten, noch vor der Landtagswahl der Öffentlichkeit klar und deutlich mitzuteilen, dass Sie bzw. Ihre Partei diesen Lehrplan ablehnen und seine Abschaffung anstreben. 
Mit freundlichen Grüßen

Kontaktdaten:

Ministerpräsident Volker Bouffier MdL

Alfred-Dregger-Haus
Frankfurter Straße 6
65189 Wiesbaden

Telefon: 0611 - 1665 0
Telefax: 0611 - 1665 440

E-Mail: info@volker-bouffier.de

Eltern im Konflikt mit der Schulsexualerziehung: Der rechtliche Rahmen

Mathias von Gersdorff

Seitdem Schulsexualerziehung in Deutschland Ende der 1960er Jahre eingeführt worden ist, ist sie für viele Eltern ein Ärgernis und Objekt von Protesten  - und dies aus verschiedenen Gründen:

Die Sexualität gehört zu den intimsten Bereichen des menschlichen Lebens. Die Aufklärung der Kinder und Jugendlichen über dieses Thema benötigt deshalb ein Klima des Vertrauens und eine hohe Sensibilität und psychologisches Feingespür. Im Normalfall sind nur die Eltern in der Lage, unter diesen Bedingungen Sexualaufklärung zu erteilen.

Darüber hinaus sind die Eltern die ersten Erziehungsberechtigten eines Kindes. Sie sind also diejenigen, die das Recht, aber auch die Pflicht haben, ihre eigenen Kinder in sexueller Hinsicht aufzuklären. Die katholische Kirche hat stets diesem Punkt höchste Bedeutung zugemessen und Bestrebungen, das Erziehungsrecht der Eltern zu beschneiden, scharf kritisiert.

Nach christlicher - vor allem katholischer – Auffassung, darf Sexualerziehung nicht frei von ethischen und moralischen Aspekten erteilt werden. Stets muss die Vermittlung von Informationen zusammen mit der Vermittlung der ethischen Normen, die das Geschlechtsleben regeln sollten, geschehen.

Aus diesen Gründen kommt es leicht zu einem Konflikt zwischen Eltern und Schulen: Eltern können sich leicht in ihrem Erziehungsrecht und in ihren Wertvorstellungen von der staatlich verordneten Sexualerziehung übergangen fühlen.

Es kommt aber noch erschwerend hinzu, dass in Deutschland nicht irgendeine Sexualerziehung in den Schulen eingeführt wurde, sondern die sogenannte „Emanzipatorische Sexualerziehung“.

Diese ging von der (neo-)marxistischen Gesellschaftsanalyse aus und postulierte, der Mensch sei in der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft unfrei. Sein Leben sei von Normen beherrscht, die ihn zu einem nützlichen und leicht manipulierbaren Element der kapitalistischen Leistungsgesellschaft machen würden. Zu diesen Normen gehöre auch die Sexualmoral, die den Menschen zur monogamen Ehe vorbereiten würde, also der Partnerschaftsform, die am besten die kapitalistische Produktionsweise aufrechterhalte.

Heutzutage wird kaum ein Sexualerzieher so argumentieren. Doch die Lehrbücher aus den Jahren rund um das Jahr 1970 waren von diesem sozialistischen Geist durchdrungen. Die Lehrpläne zur Sexualerziehung, die seitdem eingeführt wurden, tradieren diese Form von Pädagogik, die den „emanzipierten Menschen“ anstrebt, wenn auch teils in abgeschwächter Form: Sie gehen davon aus, dass das Kind oder der Jugendliche selbst über seine Sexualität bestimmen soll. Sexualerziehung soll ihn fähig machen, externe Normen zu hinterfragen und gegebenenfalls abzulehnen.

Unter diesen Umständen ist es unvermeidlich, dass es zu Konflikten zwischen Eltern und Schule kommen musste (obwohl es in der konkreten Anwendung  -  je nach Bundesland -  relativ große Freiheiten gibt und deshalb die Sexualerziehung von Schule zu Schule sehr unterschiedlich gestaltet werden kann).

Grundsatzurteil vom 21. Dezember 1997

In der Tat haben sich deutsche Gerichte immer wieder mit Klagen von Eltern gegen die Schulsexualerziehung beschäftigen müssen. Grundlegend ist die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vom 21. Dezember 1997. In diesem Urteil wurde ein rechtlicher Rahmen des Sachverhalts festgelegt, der in seinen Grundzügen bis heute gilt:

1. Der Staat muss das natürliche und im Grundgesetz verankerte Erziehungsrecht der Eltern respektieren.
2. In Deutschland herrscht allerdings Schulpflicht und so sind die Schüler verpflichtet, am Sexualkundeunterricht teilzunehmen. Dabei darf der Staat eigene Erziehungsziele formulieren.
3. Schließlich besitzen auch die Kinder verfassungsmäßig verankerte Grundrechte.

Dass diesen Normen miteinander leicht in Widerspruch geraten können, liegt auf der Hand. Welches Recht setzt sich schließlich durch? Wer oder was hat Vorrang?

Das Bundesverfassungsgericht hat in diesem Urteil bestimmt, dass die individuelle Sexualerziehung vorwiegend (aber nicht ausschließlich) dem Elternhaus zugewiesen ist. Den Vorrang besitzen also die Eltern, so das Urteil aus dem Jahr 1977.

Verfassungsrechtliche Vorgaben

Die relevanten verfassungsrechtlichen Vorgaben sind § 6 Abs. 2 GG („Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.“). Im freiheitlichen Verfassungsstaat Deutschland bedeutet diese Norm, dass Eltern Erziehungsziele unabhängig vom Staat formulieren dürfen. Sie dürfen also den Kindern beispielsweise vermitteln, dass Geschlechtsverkehr nur in der Ehe (zwischen Mann und Frau) moralisch korrekt ist. Sie dürfen aber auch ihren eigenen Kindern eine liberale Haltung zur Sexualität vermitteln. § 7 Abs. 1 GG: „Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates.“  - Entsprechend dieser Norm darf auch der Staat Erziehungsziele formulieren, ist jedoch dabei eingeschränkt, wie unten näher ausgeführt wird (Indoktrinationsverbot).

Inzwischen wird aber auch immer stärker die eigene Persönlichkeit des Schülers als eigenständiger Träger von Rechten und Pflichten jenseits der Eltern und des Staates in den Fokus genommen (Stichwort „Kinderrechte“), weshalb auch § 1 Abs. 1 GG herangezogen wird ("Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen, ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.") Verfassungsmäßig verankerte Grundrechte der Kinder lassen sich aus § 4 Absätze 1 und 2 GG (Glaubens-, Gewissens- und Religionsfreiheit) und aus § 2 Abs. 2 GG (Allgemeines Persönlichkeitsrecht) herleiten. Dies bedeutet nicht nur, dass Kinder ein Selbstbestimmungsrecht bezüglich Sexualität besitzen, sondern auch, dass sie ein Recht auf den Schutz ihrer Intimsphäre haben. Sie dürfen also mit sexuellen Inhalten nicht überfordert werden. Schullehrer dürfen Kinder nicht mit sexuellen Inhalten konfrontieren, die sie desorientieren oder verwirren könnten. Je jünger ein Kind, desto mehr Schutz braucht seine Intimsphäre. Schulsexualerziehung muss also das Alter des Schülers berücksichtigen. Die Rechtsprechung hat die sog. „Altersgerechtigkeit von Sexualerziehung" mehrmals unterstrichen.

In der Praxis bedeutet dies, dass Schüler zwar den Sexualkundeunterricht besuchen müssen, doch bei der konkreten Gestaltung dürfen die Ansichten, Interessen und Wertvorstellungen der Eltern nicht übergangen werden. Insbesondere müssen die Eltern vorher informiert und befragt werden. Diese haben also ein Recht auf Information. Sollten Eltern nicht informiert werden, so dürfen sie sich an die Schulen wenden und Informationen fordern.

Die in Deutschland strenge Schulpflicht bedeutet allerdings auch, dass Eltern ihre Kinder zum Sexualkundeunterricht schicken müssen. Ansonsten müssen sie mit Geldbußen und sogar Haftstrafen rechnen.

Das Bundesverfassungsgericht hat im Grunde Schulen und Eltern, die Sexualerziehung ablehnen, gezwungen, in einen Dialog zu treten. Sie müssen – rein theoretisch – eine gemeinsame Erziehungsaufgabe finden.

Dieser Dialog kann bekanntlich schnell zu einem Kräftemessen mutieren. In Auseinandersetzungen mit den Schulen haben Eltern vor allem dann eine Chance, ihre Ansichten durchzusetzen, wenn sie nicht alleine auftreten, das heißt, wenn sie andere Eltern von ihren Positionen überzeugen können. Selbstverständlich verbessert sich ihre Verhandlungsposition auch, wenn es ihnen gelingt, die öffentliche Meinung für ihre Position zu interessieren und zu mobilisieren. Etliche Bürgervereinigung, die öffentliche Aktionen, Petitionssammlungen, Postkartenaktionen etc. organisieren, kommen Eltern zu Hilfe, die Sexualerziehung ablehnen. Der größte Feind kritischer Eltern ist natürlich die Gleichgültigkeit der Mehrheit, was die Inhalte der Sexualerziehung betrifft. Für diese ist vor allem wichtig, dass ihre eigenen Kinder erfahren, wie sie Schwangerschaften vermeiden, alles andere ist ihnen egal.

Entscheidend, ob es zu einem scharfen Konflikt kommt, ist die Frage, wie sich die zuständige Lehrkraft verhält. Diese hat in Deutschland in der Regel ein hohes Maß an Autonomie in der konkreten Gestaltung der Sexualerziehung. Viele wollen keine  Streitigkeiten mit Eltern und sind offen für ihre Wünsche, sofern sie am Elternabend vorgetragen werden. Es gibt aber auch Ideologen, die versuchen, sämtliche Möglichkeiten auszuschöpfen, die ihnen die Lehrpläne erlauben, wodurch es zu einer äußerst unmoralischen und schamverletzenden Sexualerziehung kommen kann.

Jüngere Gerichtsentscheidungen

Eltern, die ihrem Erziehungsrecht Nachdruck verleihen wollen, stehen neben dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 1977 weitere rechtliche Mittel zur Verfügung.

Wenig bekannt ist ein Urteil des Oberverwaltungsgerichtes für das Land Nordrhein-Westfalen vom 5. September 2007, das dem Erziehungsrecht der Eltern im Bereich der Sexualität einen Vorrang gibt. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 1977 wird also bekräftigt: Falls sich Eltern und Staat nicht einigen können, so hat die Meinung der Eltern Vorrang.

Auf die Frage, was dieser Vorrang konkret bedeutet, ging das Bundesverfassungsgericht in einem Urteil vom 21. Juli 2009 ein. Hier wird bestimmt, dass Eltern vom Staat „Zurückhaltung und Toleranz“ verlangen können, was ihre Ansichten bezüglich Sexualität betrifft: Er darf sich nicht darüber hinwegsetzen.

Indoktrinationsverbot

Ein sehr starkes Mittel in den Händen der Eltern ist das sogenannte „Indoktrinationsverbot“. Der Staat darf zwar in der Sexualerziehung eigene Ziele setzen, die möglicherweise anders sind, als die Ziele der Eltern (beispielsweise), doch dies darf nicht in einer Weise geschehen, dass die Kinder einer bestimmten Indoktrination unterliegen. Die konkrete Ausgestaltung des Indoktrinationsverbots erläuterte das Bundesverfassungsgericht in einem Urteil vom 31. Mai 2006: „Der Staat darf keine gezielte Beeinflussung im Dienste einer bestimmten politischen, ideologischen oder weltanschaulichen Richtung betreiben; er darf sich auch nicht durch von ihm ausgehende oder ihm zuzurechnende Maßnahmen ausdrücklich oder konkludent mit einem bestimmten Glauben oder einer bestimmten Weltanschauung identifizieren und dadurch den religiösen Frieden in einer Gesellschaft von sich aus gefährden. Danach sind christliche Bezüge bei der Gestaltung der öffentlichen Schule nicht schlechthin verboten; die Schule muss aber für andere weltanschauliche und religiöse Inhalte und Werte offen sein.“

Dieses Urteil aus dem Jahr 2006 wurde in einem Urteil des Verwaltungsgerichts Münster vom 8. Mai 2015 bestätigt. Die Rechtsprechung, die Indoktrination verbietet, ist also jüngsten Datums.

Allerdings muss festgestellt werden, dass das Indoktrinationsverbot nicht Wissensvermittlung unbedingt verbietet: Wenn das Kultusministerium der Auffassung ist, ab einem bestimmten Alter müssten die Schüler erfahren, dass es beispielsweise Homosexualität gibt, so darf dies vermittelt werden, falls dabei keine Wertung einhergeht.

Das „Indoktrinationsverbot“ kam verstärkt in die öffentliche Diskussion, als in etlichen Bundesländern die Gender-Ideologie bzw. die Ideologie der „sexuellen Vielfalt“ in die schulische Erziehung eigeführt werden sollte. Bekanntlich führte dies zu heftigen Auseinandersetzungen, Protesten und Diskussionen. Einer der Hauptvorwürfe der Gegner von Gender in der Schule war, dass der Staat hier indoktrinierend aktiv wird. Insbesondere in Hessen setzten die „Richtlinien zur Sexualerziehung“ des Spätsommers 2016 die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ ausdrücklich als Ziel der Erziehung. Akzeptanz bedeutet, dass nicht bloß Wissen vermittelt wird, sondern eine innere zustimmende Haltung bei den Schülern erreicht werden soll. Die Richtlinien sehen vor, dass mit der Erziehung zur Akzeptanz sexueller Vielfalt schon im ersten Grundschuljahr begonnen werden soll, was erst recht die Proteste befeuert hat.

Fazit

Trotz Schulpflicht sind Eltern, die der Schulsexualerziehung kritisch gegenüber stehen, nicht ohnmächtig. Ganz im Gegenteil, denn im Konfliktfall haben sie sogar Vorrang.

Allerdings nützen diese rechtlichen Hilfestellungen wenig, wenn die Eltern diese nicht wahrnehmen. Es ist also wichtig, dass die Eltern die Rechtslage kennen, dass sie aber auch bereit sind, ihre Rechte gegenüber der Schule entschlossen zu verteidigen. Darüber hinaus sollten sie versuchen nicht alleine aufzutreten, sondern sich mit anderen Eltern abzusprechen und zu organisieren. In der Regel wollen die Schulen es  im Konfliktfall nicht bis zum Äußersten kommen lassen. Kommt es aber dazu, ist der Gang zum Gericht der einzig verbleibende Weg.

Samstag, 29. September 2018

In Hessen droht rot-rot-grüne Schul-Katastrophe

Mathias von Gersdorff

Nach den letzten Umfragen zur Landtagswahl in Hessen jubelten die "Linke" und linke SPDler:

Ein rot-rot-grünes Bündnis steht knapp vor einer Mehrheit. 

Mit 48 Prozent wäre Rot-Rot-Grün sogar die wahrscheinlichste Alternative.

Die CDU ist nämlich auf 28 Prozent (!) abgesackt. Dabei ist wichtig zu wissen, dass die CDU-Hessen bzw. Kultusminister Ralph-Alexander Lorz Urheber der neuen "Richtlinien zur Sexualerziehung" ist, die seit dem Erlass für Empörung an der CDU-Basis sorgen.

Wichtig: Dieser Lehrplan ist ein Erlass des Kultusministeriums und kein Beschluss des Landtages! Nur Kultusminister Ralph-Alexander Lorz (CDU) ist dafür verantwortlich.


Der Vorsitzende der hessischen SPD, Thorsten Schäffer-Gümbel, ist offen für eine Koalition mit der Linkspartei nach der nächsten Landtagswahl. Sein primäres politisches Ziel ist eine Landesregierung "jenseits der Union".

Was das für die Bildungspolitik bedeutet, kann man sich leicht ausmalen:

Die CDU hat im Spätsommer 2016 für die Schulen das radikalste Gender-Lehrprogramm Deutschlands erlassen. Aufgrund der anhaltenden Proteste fiel die Implementierung bislang moderat aus.

Diese Zurückhaltung könnte von kurzer Dauer sein:

Sollte Rot-Rot-Grün nach den nächsten Wahlen in Hessen die Macht übernehmen, bräuchte die neue Landesregierung lediglich den neuen "Lehrplan zur Sexualerziehung" von CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz vollumfänglich in die Praxis umzusetzen, um aus den Schulen wahre Gender-Indoktrinationsstätten zu machen. 

Rot-Rot-Grün würde somit zum Vollstrecker einer Gender-Revolution werden, deren Grundlagen die CDU zuvor gelegt hat.


Wenn man allein diese Gefahr in Betracht sieht, erkennt man, wie falsch, verantwortungslos und kinder- und familienfeindlich CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz handelte, als er seinen Gender-Lehrplan in Kraft gesetzt hat.

Der einzige Ausweg der CDU, um diese Gefahr zu bannen, ist es, diesen Lehrplan einzustampfen. Die Christdemokraten sollten endlich die Kritik von Eltern, katholischer Kirche, Familienorganisationen etc. ernst nehmen. 

Die Christdemokraten sollten endlich die Gefahren erkennen, die der neue Lehrplan in sich birgt. Lorz' Gender-Lehrplan ist eine tickende Zeitbombe.

Mit seinem, neuen, absurden und unnötigen "Lehrplan zur Sexualerziehung" hat CDU-Kultusminister Lorz den Schulfrieden in Hessen zerstört und die Eltern vor den Kopf gestossen.

Damit muss endlich Schluss sein. Ministerpräsident Volker Bouffier muss schnell einlenken: Lorz´ Gender-Lehrplan muss weg!

Bitte unterstützen Sie unsere Initiative gegen den Gender-Lehrplan in Hessen. Verbreiten Sie diese wichtige Aktion bitte auch unter Freunden und Bekannten:


https://www.aktion-kig.eu/kein-gender-an-hessens-schulen/

Dienstag, 25. September 2018

Besorgniserregend: Die Sprechfähigkeit bei Schulanfängern nimmt immer mehr ab

Christiane Jurczik

Smartphone, Computer und Tablet sorgen dafür, dass Kinder kaum noch richtig sprechen können. Pädagogen und Sprachforscher schlagen Alarm: Immer weniger Schulanfänger verfügen über altersgemässe Sprachfähigkeiten. Erstklässler haben – laut einer neuseeländischen Studie – teilweise die Sprachfähigkeiten von Fünfjährigen und manche können sich gerade einmal wie Zweijährige ausdrücken. 

Eine solche Entwicklung ist natürlich fatal für den weiteren Bildungsweg. Wenn die Schüler gleich zu Beginn Schwierigkeiten damit haben, dem Unterricht zu folgen und Fragen zu stellen, erschwert das ihre weitere Schullaufbahn.

Die Experten glauben, dass die Kinder zu viel Zeit mit Smartphone, Computer & Co verbringen und auf diese Weise viel zu wenig sprechen.

Das Lehrpersonal stellte fest, dass manche Schulanfänger nicht einmal in ganzen Sätzen sprechen konnten – und das wohlgemerkt in ihrer eigenen Muttersprache.

„Wir beobachten seit mehreren Jahren, dass die Sprachgewandtheit der Kinder abnimmt“, sagte Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV). „Das bedeutet nicht zwangsweise, dass die Mädchen und Buben nicht sprechen können, aber die Vielfalt der Wörter und die Flexibilität im Wortschatz sinkt: Die Kinder sprechen immer eintöniger.“

Die Gründe dafür sind nach Einschätzung der Pädagogin vielfältig: In den neuen Medien werde immer mehr mit Abkürzungen und mit simplem Wortschatz gearbeitet, in den Familien weniger miteinander verbal kommuniziert und auch in den Kindergärten und Krippen weniger auf gemeinsames Singen und Reimen geachtet.

Ob reich oder arm: Sprachprobleme bei Kindern sind überall gegenwärtig

Dr. Jannie van Hees von der University of Auckland hat ihre Doktorarbeit über die Sprachentwicklung von Erstklässlern geschrieben.

Sie stellte fest, dass Kinder aus benachteiligten Gebieten im Durchschnitt über einen Wortschatz von 3.000 Wörtern verfügten. Altersgenossen aus privilegierten Wohngegenden hingegen kannten und nutzten im Schnitt doppelt so viele Wörter.

Das bedeutet allerdings nicht, dass die Sprachentwicklung von Kindern allein von Bildungsstand und Einkommen der Eltern abhängt. Einkommensstarke Eltern sind häufig sehr beschäftigt.

Doch je beschäftigter die Eltern sind, desto weniger unterhalten sie sich mit ihren Kindern. Nicht selten sind der Computer, das Smartphone oder das Tablet für die Kinder dann stundenlang die einzigen „Ansprechpersonen“.

Das wiederum wirkt sich negativ auf deren Sprachentwicklung aus.

Eltern unterhalten sich kaum noch mit ihren Kindern

Gerade wenn Eltern ihre Kinder von einem Termin zum anderen fahren und zwischendurch noch allerlei anderes organisieren müssen, sprechen sie vielleicht noch mit ihren Kindern, unterhalten sich aber nicht mit ihnen.

Das jedoch ist ein gravierender Unterschied. Sprechen Eltern mit ihren Kindern, dann spricht zwar das betreffende Elternteil, aber nicht unbedingt das Kind. Eine Unterhaltung hingegen bedeutet, dass Elternteil und Kind abwechselnd sprechen, sodass sich das Kind im Sprechen auch üben kann.

Den neuseeländischen Experten zufolge müssen Schulanfänger eine ganze Menge an sprachlichen Fähigkeiten besitzen. Dazu gehört, Fragen zu einem Bild zu stellen, Aufgabenstellungen zu verstehen und ein Gespräch zu führen.

Zu diesen Dingen sind sie jedoch nur in der Lage, wenn sie das Sprechen regelmäßig üben. Das aber tun viele Kinder heute nicht mehr. Stattdessen verbringen Sie ihre Zeit mit Konsolen, Smartphones, Tablets, Computer oder natürlich dem Fernseher.

Sprachentwicklung fördern

Zusätzlich zu diesen Ergebnissen liefern die Experten Vorschläge, wie Eltern die Sprachentwicklung ihrer Kinder fördern können. So sollten Eltern sich mit ihren Kindern unterhalten, z. B. wenn sie diesen bei Aufgaben helfen.

Zwar können und sollten sie ihren Kindern den richtigen Gebrauch von Wörtern und Redensarten erklären, die Kinder müssen aber auch selbstständig neue Formulierungen ausprobieren.

Vorlesen unterstützt die Sprachentwicklung in hohem Masse. Allerdings ist es wichtig, dass die Kinder genügend Zeit haben, um über das Gehörte nachzudenken und es zu verarbeiten.

Genauso können Eltern ihre Kinder dazu motivieren, Erlebnisse oder die Lieblingsgeschichte in eigenen Worten zu schildern.

Mit Informationen aus: Welt-online und Zentrum der Gesundheit

Samstag, 22. September 2018

Schon Kinder schlucken Tabletten/Immer mehr junge Menschen haben Kopfschmerzen

Foto de fondo creado por freepik - www.freepik.es
Christiane Jurczik

Nach einer repräsentativen Umfrage der Barmer haben bereits 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 9 und 19 Jahren schon mal Medikamente eingenommen, wenn sie Kopfschmerzen haben. 42 Prozent bekämpften den Schmerz sogar jedes Mal mit Arzneimitteln. Und Kopfschmerzen kommen offenbar immer öfter und immer früher. Das sagt neben der Barmer-Studie auch eine aktuelle Studie der Techniker Krankenkasse.

Auch Erzieher, Lehrer und Ärzte sind alarmiert. Immer mehr Kinder zeigen sich in der Schule und im Kindergarten verhaltensauffällig. Viele Kinder sind besonders unruhig, reagieren sehr aggressiv und haben Probleme damit, stillzusitzen und zuzuhören. Gehäuft treten Kopfschmerzen, Schlafstörungen und auch Magen-Darm-Beschwerden schon bei kleinen Kindern auf.

Die Ursachen sind vielfältig, jedoch ist gerade die Lebensumwelt für die Entwicklung von Kindern entscheidend. Und diese ist mehr denn je geprägt von Leistungsdruck. Eine aktuelle Studie belegt, dass schon Kinder im Grundschulalter gestresst sind und daher auch die entsprechenden Symptome zeigen. Rauchen kann ebenso zu Kopfschmerzen führen wie Alkoholkonsum, koffeinhaltige Getränke, zu wenig Bewegung, Stress und Muskelanspannungen in den Schultern oder im Nacken. Als weitere Faktoren gelten laut Forschern eine Überforderung der Schüler und Mobbing.

Neben dem Kampf um gute Noten und vollen Stundenplänen sind aber auch andere Faktoren für den Stress verantwortlich. Mobbing wird zuweilen schon in den Kitas beobachtet. In der Schule nehmen Streit und Ärger mit den Klassenkameraden noch zu und schaffen eine Atmosphäre, die viele Kinder krank macht.

Auch Probleme innerhalb der Familie wirken sich negativ auf die Psyche der Kinder aus. Die steigende Zahl der Scheidungen und das nicht immer einfache Zusammenleben in Patchwork-Familien gehen nicht spurlos an den Kindern vorbei.

Wenn ihre Schüler im Unterricht Kopfschmerzen haben, bitten sie Karin Frisch immer häufiger um Schmerztabletten. Sie ist Lehrerin an einer Gesamtschule in Wiesbaden. Auch laut der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft nehmen Kopfschmerzen im Kinder- und Jugendalter tendenziell zu.

"Viele Kinder werden schon wie selbstverständlich mit Kopfschmerztabletten in die Schule geschickt, das gehört dazu wie das Pausenbrot", sagt Hartmut Göbel Direktor der Schmerzklinik Kiel. 

Schmerzexperte Göbel warnt davor, Kopfschmerzen zu häufig mit Schmerzmitteln zu bekämpfen. Denn Schmerzmittel reduzieren die Schmerzempfindlichkeit. Nimmt man sie über einen längeren Zeitraum sehr häufig ein, reagiert das Nervensystem sensibler auf Schmerzen.

Stress abbauen

Kindern fällt es schwer, sich bewusst zu entspannen. Gerade kleine Kinder sitzen oft nicht gern still und verstehen nicht, wie sie Ruhe genießen sollen. Hierzu gibt es spezielle Massage- und Körperwahrnehmungsübungen, die leicht in den Alltag integriert werden können. Die Freizeit sollte einen gesunden Ausgleich für die Schule schaffen. Gerade Sport und Bewegung im Freien wirken stressabbauend.

Leider verbringen Kinder mittlerweile sehr viel Zeit vor PC, Fernseher und Spielkonsole. Hier müssen Eltern aktiv werden und Ihrem Kind Alternativen bieten. Egal ob die Mitgliedschaft im Verein oder schlicht viele gemeinsame Aktivitäten können wahre Wunder bewirken.

Mit Informationen aus bildungsklick, experto.de, tk-barmer-studie

Dienstag, 18. September 2018

Schule als Polit-Labor führt zur Erziehungs-Katastrophe

Mathias von Gersdorff

Vergangene Woche erreichten uns drei Nachrichten, die unsere besondere Aufmerksamkeit verdienen:

1. Eine Studie der Universität Bonn hat herausgefunden, dass die klassische Lernmethode zum Erlernen der Rechtschreibung die beste sei.

Bei der sog. Fibelmethode werden Buchstaben und Wörter schrittweise und nach festen Vorgaben eingeführt. Die Kinder, die nach dieser Methode gelernt haben, hatten mit Abstand die besten Rechtschreibkenntnisse.

Einige Bundesländer haben die neuartigen und bizarren Lernmethoden wieder abgeschafft. Sie wurden von den katastrophalen Ergebnissen dazu regelrecht gezwungen. Es ist jedenfalls erfreulich, dass sie sich nicht an ihren Experimenten festklammern.


2. Doch dann erreichte uns die schlechte Nachricht: Die Gender-Revolution in den Schulen wird weiterhin vorangetrieben. So haben Schulen in Niedersachsen sogenannte Unisex-Toiletten eingeführt.

Der Antrieb dazu ist rein ideologisch: Wenn sich ein Mann beispielsweise als Frau "fühlt", so soll er nicht gezwungen werden, trotzdem die Männer-Toilette zu besuchen. Das sei nämlich "diskriminierend".

Mit solchen Maßnahmen versucht man in Schulen die Gender-Ideologie in die Praxis umzusetzen und den schulischen Alltag entsprechend dieser Ideologie zu gestalten.

Für linke Politiker ist die Schule primär ein Ort für ihre gesellschaftspolitischen Experimente.

Kein Wunder, dass die Qualität der Schulen ständig sinkt, wie die Ergebnisse des "Bildungsmonitors 2018" eindrücklich gezeigt haben.

Diese Einschätzung wird auch von Personen und Medien geteilt, die nicht aus dem christlichen oder konservativen Milieu stammen.

Die "Zeit" ist beispielsweise gnadenlos und schreibt: "Leistungen der Schüler gehen bundesweit zurück".

Auch der Berliner "Tagesspiegel" ist knallhart und urteilt: "In der Bildungspolitik geht es nicht voran, fast alle Bundesländer machen Rückschritte."

Die Ergebnisse des "Bildungsmonitors 2018" kamen keineswegs überraschend. Zuvor ergaben die sogenannten "IQB-Bildungstrends", die in der Kultusministerkonferenz vorgestellt wurden, ähnliche Ergebnisse.

Gleichzeitig wird Gender in den Schulen systematisch zum interdisziplinären Lehrinhalt ausgebaut.

Eine Beschreibung der Gender-Initiativen in den einzelnen Bundesländern können Sie im Buch von "Kinder in Gefahr" "Gender Revolution in den Schulen" lesen, das Sie hier bestellen können:


3. Das Erstaunliche ist: Fragt man die Jugendlichen was sie eigentlich hinsichtlich Ehe und Familie denken, erfährt man, dass sie ziemlich konservativ sind.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Meinungsumfrage des Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo.

Das eindeutige Ergebnis: Jugendliche bevorzugen das traditionelle Familienleben und die traditionellen Rollenverteilungen.

Das interessiert aber Ideologen nicht. Sie folgen verblendet ihre eigenen Utopien.

Deshalb ist es so wichtig, dass wir Widerstand leisten.

Bitten unterstützen Sie unsere Aktion "Keine Experimente mit unseren Kindern!". Klicken Sie HIER.

https://www.aktion-kig.eu/keine-gender-schule-2/

Die Verfall der Leistung und der Ausbau von Gender in den Schulen sind eng miteinander verbunden:

Gerade die Grünen, Sprösslinge der 1968er-Revolution, verachten Leistung, Effizienz, Pflichtgefühl oder Disziplin.

Für sie ist die Schule vor allem ein Ort, in welchem linke gesellschaftspolitische Ideen in die Praxis umgesetzt werden sollen.

Schulsexualerziehung und Gender-Indoktrination sind die Instrumente linker Ideologen in ihrem Kampf gegen Ehe, Familie und christliche Wurzeln unseres Landes.

Wir können uns mit der desolaten Situation in den Schulen auf keinen Fall abfinden, sondern müssen entschlossen dagegen protestieren.

Deshalb bitte ich Sie, unsere Aktion "Keine Experimente mit unseren Kindern!" zu unterstützen:

https://www.aktion-kig.eu/keine-gender-schule-2/

Wir müssen mit Nachdruck in der Öffentlichkeit erklären,

  • dass Eltern ein vorrangiges Recht auf die Erziehung ihrer Kinder besitzen,
  • dass der Staat keine Gesinnungserziehung an den Schulen durchführen darf,
  • dass der Respekt vor der Unschuld der Kinder höchste Priorität in der schulischen Erziehung haben muss,
  • dass die Ehe zwischen Mann und Frau die beste Partnerschaftsform für Kinder, Gesellschaft und Staat ist,
  • dass die Gender-Doktrin eine unvernünftige, antichristliche und fanatische Ideologie ist,

Die Unfähigkeit unserer Politiker hinsichtlich der Schulpolitik manifestiert sich in diesen Tagen, an denen der Schulbetrieb wieder beginnt, besonders eklatant:

In Deutschland herrscht ein dramatischer Lehrermangel.

An Deutschlands Schulen fehlen nach Darstellung des Deutschen Lehrerverbands fast 40.000 Pädagogen, insbesondere im Norden Deutschlands.

Besonders kritisch sei die Situation an Grund- und Förderschulen.

"Da ist in fast allen Bundesländern die Entwicklung verschlafen und seit Jahren nicht auf den Geburtenanstieg reagiert worden", kritisierte Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Lehrerverbandes.

In Berlin und in Sachsen muss man sogar von einem regelrechten Bildungsnotstand sprechen!

Die Zustände in Berlins Schulen sind dermaßen chaotisch, dass scharenweise Lehrer kündigen.

In Hessen, wo Kultusminister Ralph Alexander Lorz (CDU) den radikalsten Gender-Lehrplan Deutschlands erlassen hat, protestieren die Schulleiter seit Jahren wegen der inakzeptablen Bedingungen an den Schulen, ohne dass es zu Besserungen kommt.

Zuletzt haben alle Darmstädter Gymnasien sowie zwei Gesamtschulen im Kreis Darmstadt-Dieburg "Überlastungsanzeigen" an Kultusminister Alexander Lorz (CDU) geschickt. Die Personalräte von elf Schulen beklagen, dass sie auch nach drei Monaten noch keine Antwort von Lorz erhalten haben.

Das ist das Ergebnis einer Schulpolitik, die von Leuten betrieben wird, denen die Gender-Indoktrination wichtiger als Rechnen oder Deutsch ist.

Mit diesen Experimenten an unseren Kindern muss endlich Schluss sein!


  • Bitte senden Sie diese Aktion an Ihre Freunde und Bekannten, damit unsere Aktion immer größer und unsere Stimme immer lauter wird.

Die Zukunft der Kinder darf nicht in den Händen von Ideologen liegen.

Das zu verhindern, liegt an uns.

Sonntag, 16. September 2018

Selbstverletztendes Verhalten

Nina Stec

Selbstverletztendes Verhalten wie „Ritzen“, ist schmerzhaft und hinterlässt unschöne Narben, dennoch sind gerade in Deutschland besonders viele Kinder und Jugendliche von selbstverletztendem Verhalten betroffen. 35% aller Heranwachsenden hat sich zumindest einmal absichtlich selbst Wunden zugefügt, etwa 12% machen es regelmäßig, Mädchen dreimal so häufig wie Jungen. Auf Instagramm finden sich über 400000 Fotos von Verletzungen, die sich Nutzer selbst zugefügt, abfotografiert und ins Internet gestellt haben. Aber warum macht jemand so etwas? 

Bei selbstverletztendem Verhalten handelt es sich nicht um eine alleinstehende Krankheit, sondern um ein Symptom, das diverse Ursachen haben kann, die nicht immer leicht ermitteln lassen. 

Jugendpsychiater berichten etwa, dass sich ihre Patienten „besser fühlen“, nachdem sie sich selbst geschnitten oder anderweitig verletzt haben. Sie leiden häufig unter innerer Anspannung und sind mit ihren eigenen Gefühlen überfordert.  

Der bei den Verletzungen entstehende Schmerz wirke bei den Betroffenen auf die Gehirnregionen, die für die Verarbeitung von Gefühlen wichtig sind, sodass schlechte Gefühle nachlassen. Forscher vermuten zudem, dass Glückshormone freigesetzt werden könnten, die ein Hochgefühl hervorrufen und die in den Gehirnen einiger selbstverletztender Jugendlicher nicht ausreichend gebildet werden können, sodass sie zu Depressionen neigen und etwa mit Stress schlechter umgehen können. 

Amerikanische Psychologen haben vier Hauptmotive herausgearbeitet, die bei den meisten Betroffenen eine Rolle spielen.

Zuerst steht der Wunsch, sich von den eigenen negativen Gefühlen zu befreien. Solche Betroffenen haben in einigen Fällen ein weniger ausgeprägtes Schmerzempfinden und geben an, bei der Selbstverletzung keine Schmerzen zu spüren. 

 Das zweit verbreitetste Motiv ist die „Selbstbestrafung“, für eigene als Fehler empfundene Taten oder Eigenschaften.

 Danach kommen jene Betroffenen, die durch ihre Verletzungen wahrgenommen werden wollen. Für sie steht der Wunsch nach Aufmerksamkeit, etwa durch Mitgefühl im Vordergrund, um möglichst viel davon zu bekommen, stellen manche Bilder ihrer Narben ins Internet. 

Am Ende kommen diejenigen Kinder und Jugendlichen, die sich verletzten, um unangenehmen Situationen auszuweichen und zum Beispiel nicht in die Schule gehen zu müssen, wo sie ansonsten einem unliebsamen Lehrer oder mobbenden Mitschüler begegnen würden, denn wer „krank“ ist darf zuhause bleiben…

Abgesehen von körperlichen Ursachen, wie Hormonstörungen, sind es vor allem vorangegangene, seelische Verletzungen durch schlechte Erfahrungen, die Betroffene oft in früher Kindheit machen mussten, die zu selbstverletztendem Verhalten führen: schwierige Familienverhältnisse, Trennung der Eltern, der Verlust einer geliebten Person oder auch Mobbing können traumatisierend Wirken, sodass entsprechende Kinder und Jugendliche, überfordert und allein mit dem ganzen Wirrwar an Emotionen, nicht zurecht kommen und nichts dagegen tun zu wissen, als sich auf denkbar schädliche Weise angebliche „Erleichterung“ zu verschaffen. 

Mit Informationen aus Welt am Sonntag, 17. Juni 2018