Freitag, 13. Juli 2018

Frankfurt am Main: Mehr Kinder unter 14 straffällig


Die Zahl von straffälligen Kindern in Frankfurt am Main steigt seit Jahren an. Im Jahr 2017 wurden 481 Straftaten gemeldet, 2016 waren es 288 und 2015 320.

Der Anteil von männlichen Jugendlichen ist gesunken, während der Anteil, der von Mädchen verübten Straftaten, von 25 auf 31 anstieg.

Die Altersverteilung hat sich indes nicht verändert: Die meisten Straftaten werden von Zwölf- bis Dreizehnjährige verübt.

Immerhin 24 Prozent der Straftaten waren Körperverletzungen. 66 Prozent Diebstahl. 

Donnerstag, 12. Juli 2018

Zahl der Scheidungen sinkt in Deutschland

Im Vergleich zum Jahr 2016 haben sich 2017 fünf Prozent weniger Ehen getrennt. Insgesamt waren es 153.300. Die Zahl der Scheidungen geht seit 2003 zurück. 

17 Prozent der Ehen werden nach 25 Jahren geschieden. Fünf Prozent der 2017 geschiedenen Ehen wurden 2011 geschlossen. Im Durchschnitt hielten die (schließlich) geschiedenen Ehen 15 Jahre.

Im Jahr 2017 waren 124.000 Minderjährige von der Scheidung ihrer Eltern betroffen. 52 Prozent hatten ein Kind, 37 Prozent zwei und ca. zehn drei oder mehr Kinder. Dass Ehen mit einer höheren Zahl von Kindern stabiler sind, wird seit Langem beobachtet.

Die Zahl der Eheschließungen steigt kontinuierlich in Deutschland seit dem Jahr 2013. 2016 heirateten 410.426 Paare, drei Prozent mehr gegenüber dem Jahr 2015. Im Jahr 2006 waren 373.681, 2010 waren es 382.047 und 2015 400.115.

Mittwoch, 11. Juli 2018

Forscher warnen Eltern vor extensiver Handynutzung im Beisammensein mit ihren Kindern


Nina Stec

Studien eines US-amerikanischen Forscherteams der Illinois State University in der Abteilung für Familienforschung und Konsumverhalten fanden heraus, dass die übermäßige Nutzung digitaler Medien seitens der Eltern eine Störung der Eltern-Kind-Beziehung bewirkt und sich negativ auf die emotionale Entwicklung der Kinder auswirkt. Wenn Eltern den Blickkontakt zum Kind unterbrechen, um aufs Handy zu schauen, signalisieren sie, dass ihre Aufmerksam in dieser Zeit nicht dem Kind, sondern dem elektrischen Gerät gilt. 

Kinder, denen die Aufmerksamkeit ihrer Eltern verwehrt wird, neigen aber häufiger zu Verhaltensauffälligkeiten und versuchen etwa durch lautes Brüllen, die Aufmerksamkeit ihrer Eltern zu erlangen, worauf diese wiederum mit Stressgefühlen regieren. Dieses unglückliche Phänomen wird im Zusammenhang mit elektronischen Medien wissenschaftlich als „Technoference“ bezeichnet. Nach Aussagen von Psychologen und Bindungsforschern brauchen vor allem Babys und Kleinkinder die verstärkte Aufmerksamkeit ihrer Eltern qua verbaler und nonverbaler Kommunikation durch Blickkontakt und bemerken es bereits sehr früh, wenn sie zu wenig beachtet werden. So verstört es etwa Säuglinge, wenn sie beim Stillen nicht von ihrer Mutter angeschaut werden und diese gar nicht auf ihre Regungen eingeht. 

Die nach wie vor aktuelle Bindungstheorie von John Bowlby aus den 1940er Jahren stellt dar, wie wichtig der Blickkontakt zwischen Eltern und ihren Kindern ist. Kleine Kinder, die aufgrund ihrer geringen Körpergröße über einen sehr eingeschränkten Blickwinkel verfügen und die Welt sprichwörtlich „von unten“ betrachten, nehmen ihre Umgebung anders wahr als Erwachsene. Die Reize, die von außen auf sie einströmen, können sie alleine nicht richtig deuten oder verarbeiten, was zu Gefühlen wie Angst, Hilflosigkeit oder Einsamkeit führen kann. In solchen Situationen suchen Kinder die Blicke ihrer Eltern, in denen sie Liebe, Geborgenheit, Verlässlichkeit und Bestätigung erfahren.

Können sie diese nicht finden, etwa weil die Eltern mit dem Blick aufs Handy abgelenkt sind, werden die Kinder mit ihrer Reizüberflutung allein gelassen. Überwältigt von den Eindrücken der oft lauten, hektischen und unverständlichen Außenwelt, schotten sich die Kinder nach innen ab, da ihnen das Wahrgenommene „zu viel“ geworden ist. Die Kinder werden desinteressiert und unfähig, zwischen wichtigen und unwichtigen Reizen zu unterscheiden, nicht selten resultieren solche frühen negativen Erfahrungen in einem Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom. Zu wenig beachtete Kinder neigen häufiger zu Frustration, Hyperaktivität und Wutanfällen. Außerdem kann die gefühlte Missachtung durch die Eltern zu einer Bindungsstörung beim Kind führen, wenn ihm Urvertrauen und Geborgenheit fehlen. 

Eltern, die „mal kurz aufs Handy schauen“, während sie Zeit mit ihren Kindern verbringen, meinen das in der Regel nicht böse, genauso wenig wie jeder andere Mensch, der etwa aus Neugierde nach Nachrichten von Außerhalb, was auf der Welt, oder bei der Cousine in der Nachbarstadt so passiert, oder schlichtweg aus Langeweile das Handy auspackt. Was dabei aber in ihrer unmittelbaren Nähe geschieht, nehmen sie kaum war. 

Das chinesische Unternehmen Ogilvy & Mather China veröffentlichte zu diesem Thema die Fotostrecke „Phone Wall“, eine Kampagne darüber, wie zwischenmenschliche Beziehungen unter massiver Smartphone-Nutzung leiden. Wenn jemand während einer Unterhaltung sein Handy hervorholt, sei das so, als würde man Mauern zwischen Menschen errichten. Das Schauen auf das Display, statt in das Angesicht des Gegenübers, signalisiere Abschirmung und Ablehnung. 

Natürlich sind Handys nicht nur schädlich, wenn es um zwischenmenschliche Beziehungen geht. In einer globalisierten Gesellschaft, in der sich Familien oft auf mehrere Länder oder Kontinente verteilen, in der häufig beide Elternteile berufstätig sind und Familien ihre Zeitpläne, etwa wer einkaufen geht und wer das Kind von Schule oder Kindergarten abholt, irgendwie koordinieren müssen, können sie sehr nützlich sein. Vor allem sind sie eben unleugbarer Bestandteil unseres Alltags. Darum ist es wichtig, auch in der Freizeit, bzw. Familienzeit ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, wann das Handy herausgeholt werden sollte und wann besser nicht. Familienforscher raten dazu, das Handy nach Möglichkeit komplett beiseite zu legen, wenn Zeit mit den eigenen Kindern verbracht wird und die Aufmerksamkeit in dieser Zeit komplett dem Nachwuchs zukommen zu lassen.  


Quellen: 

Friesen, Astrid von, Blick aufs Smartphone statt aufs Kind, https://www.deutschlandfunkkultur.de/eltern-kind-bindung-blick-aufs-smartphone-statt-aufs-kind.1005.de.html?dram:article_id=400557, o.O. 2017. 
Kramper, Gernot, Führt die Smartphone-Sucht der Eltern zu einer Generation von Problem-Kindern? https://www.stern.de/digital/smartphones/fuehrt-die-smartphone-sucht-der-eltern-zu-problem-kindern--7493726.html, o.O. 2017. 
O.A., Eltern, legt das Handy weg, https://www.ief.at/oe-familie-eltern-legt-das-handy-weg/, Wien 2018. 
O.A., Heute schon mit Ihrem Kind gesprochen? https://www.drogenbeauftragte.de/presse/projekte-und-schirmherrschaften/projekte-des-monats/2017/012017-medienfamilieverantwortung.html?L=0, o.O. o.D.   

Dienstag, 3. Juli 2018

Kinderschutz: Unionsfraktion drängt auf Strafbarkeit bei Cyber-Grooming-Versuchen


Tausende Kinder in Deutschland werden Opfer von sexueller Gewalt


Vor dem Hintergrund der jüngst veröffentlichten Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2017 und den Ergebnissen der durch das Familienministerium geförderten MiKADO-Studie ist das Thema Cyber-Grooming (Das Anbahnen von sexuellen Kontakten im  Internet)  wieder in den Fokus der öffentlichen Debatte gerückt. 

Hierzu erklären die rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Elisabeth Winkelmeier-Becker, die Obfrau der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Familienausschuss, Silke Launert, und die zuständige Berichterstatterin im Ausschuss Digitale Agenda, Ronja Kemmer:

„Die Regierungsparteien haben sich in dem zwischen ihnen geschlossenen Koalitionsvertrag darauf verständigt, die Versuchsstrafbarkeit des Cyber-Groomings einzuführen. Diese Vereinbarung muss schnellstmöglich umgesetzt werden.

Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb jemand, der lediglich denkt, mit einem Kind in Kontakt zu sein, tatsächlich aber mit einem Polizeibeamten oder den Eltern des Kindes kommuniziert, von einer Strafverfolgung verschont bleibt. Dieses Vorgehen stellt bereits ein strafwürdiges Verhalten dar und muss folglich strafrechtlich sanktioniert werden. Die bestehende Gesetzeslücke ist absolut inakzeptabel. Unsere Kinder haben ein Recht darauf, umfassend vor den Gefahren des Internets geschützt zu werden. 

Angesichts des dringlichen Handlungsbedarfs haben wir uns in einem gemeinsamen Schreiben an die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz gewandt und sie darum gebeten, uns den aktuellen Verfahrensstand mitzuteilen sowie sich für eine vorrangige Behandlung dieses Vorhabens einzusetzen. Im Interesse der Kinder und Jugendlichen dürfen wir keine Zeit mehr verlieren.“

Hintergrund: MiKADO („Missbrauch von Kindern: Aetiologie, Dunkelfeld, Opfer“) ist ein Forschungsprojekt der Universität Regensburg, das als interdisziplinäres Netzwerk in Deutschland und Finnland an verschiedenen Standorten und über verschiedene Methoden und Ansätze in mehreren Studien forscht. Daran nahmen insgesamt 28.000 Erwachsene und mehr als 2000 Kinder und Jugendliche teil.

Montag, 2. Juli 2018

Nach Kritik an „Queerer-Erziehung“: Jurist darf nicht Verfassungsrichter werden

Der Hamburger Jura-Professor Christian Winterhoff darf nicht in Schleswig-Holstein Verfassungsrichter werden. 

Der Grund: Er hatte 2016 in einem Rechtsgutachten die sog. „Queere Erziehung“ 2016 der damals regierenden rot-grünen Landesregierung kritisiert, so die „Lübecker Nachrichten“ am 29. Juni 2018.

Im Gutachten für den Verein „Echte Toleranz“ wurden insbesondere Schulbesuche von Homosexuellen-Organisationen kritisiert, sogenannte SCHLAU-Workshops des Vereins „Schwul-lesbische-Aufklärung“. Winterhoff kam darin zu dem Schluss, dass „schulischer Unterricht mit dem Ziel, die Schüler zur – im Sinne einer Befürwortung verstandenen – Akzeptanz jeglicher Art von Sexualverhalten zu erziehen, …  verfassungswidrig“ ist.

Nun haben CDU, GRÜNE, FDP und SSW (Südschleswigscher Wählerverband) die Nominierung rückgängig gemacht.

Christian Winterhoff verteidigte erneut im Mai 2017 seine Ansichten bei einem Vortrag während des „Symposium Sexualpädagogik der Vielfalt – Kritik einer herrschenden Lehre“ des Aktionsbündnisses „Demo für Alle“. Damals untersuchte Prof. Winterhoff den umstrittenen Hessischen Lehrplan für Sexualerziehung in einem medial vielbeachteten Vortrag. 

Nachdem Winterhoff von der CDU vorgeschlagen worden war, wurde seine Nominierung nun zurückgezogen. Der Grünen-Landtagsabgeordneten Rasmus Andresen erklärte, dass der Kandidat „unter keinen Umständen mehr wählbar“ sei: „Wer sich um ein so herausragendes Amt im Land bewerbe, dürfe sich nicht im Vorfeld schon zum Sprachrohr von Menschenfeinden und Rechten machen“, so die Lübecker Nachrichten.

Der Verein „Echte Toleranz“ zeigt sich entsetzt über die Maßnahme: „Die Art, in der die schleswig-holsteinische Landespolitik gegenüber der Jurisprudenz und der Justiz hier gerade medienwirksam ein Zeichen der Abschreckung sendet, ist der eine Skandal. Der andere Skandal ist, dass die rechtswissenschaftliche Feststellung der tatsächlichen Rechtslage in Sachen staatlicher Sexualerziehung in unserem Land mittlerweile eine solche Wirkung hervorrufen kann.“

Dieser Fall zeigt, wie schnell sich Gender in Deutschland zu einer wahren Staatsdoktrin entwickelt.

Donnerstag, 28. Juni 2018

Übergewicht bei Kindern: jedes sechste Kind in Deutschland ist zu dick

Foto: Freepik.br
Nina Stec

Die Tendenz zu Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen steigt in Deutschland seit den späten 1970er Jahren ununterbrochen an, Fachleute sprechen bereits von einer Epidemie. Derzeit sind fast 20 Prozent aller drei bis 19-jährigen Jungen und Mädchen übergewichtig, davon mehr als acht Prozent fettleibig (BMI ist höher als 30)

Der Lebenswandel von Kindern und Familien hat sich mit der zunehmenden Digitalisierung in den letzten 40 Jahren fortwährend verändert: Dadurch, dass die meisten Familien Fernseher und Computer zuhause haben, verbringen Kinder immer mehr Zeit vor diesen Geräten und bewegen sich zu wenig. Außerdem essen sie zu viel und zu ungesund und nehmen vor allem durch Zucker- und fetthaltige Lebensmittel und Getränke mehr Kalorien zu sich als sie anschließend verbrauchen.  

Fernsehen macht dick, weil man sich dafür nahezu gar nicht bewegen muss und im Gegensatz zum Grübeln über Schulaufgaben auch wenig gesitige Tätigkeit verlangt wird, sodass entsprechend kaum Energie verbraucht wird. Außerdem verleiten sowohl Fernsehen schauen als auch Konsole spielen zum Naschen. Das ständische Essen zwischen den drei Hauptmahlzeiten des Tages führt dazu, dass Kinder gar kein richtiges Hunger- und Sättigungsgefühl mehr haben. Das Einhalten von Essenspausen ist aber wichtig für eine gut funktionierende Verdauung. 

Dennoch sind elektronische Medien mittlerweile genau wie Süßigkeiten fester Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen. Ein gänzliches Verbot durch die Eltern wäre bei den heutigen Möglichkeiten und angesichts möglicher „Trotzreaktionen“ des Nachwuchses eher kontraproduktiv. Stattdessen sollte ein verantwortungsbewusster und mäßiger Umgang mit Medien und Naschereien in der Familie vorgelebt werden. Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang, der eingehalten werden sollte. Etwa 90 Minuten am Tag sollte sich ein Kind bewegen, was in Form von klassischen Sportaktivitäten, aber auch durch Toben und Spielen zuhause erreicht werden kann.  

Ein weiterer Grund, warum zu viel Fernsehkonsum und soziale Medien dick machen können, ist die dort angezeigte Werbung, die sich oft in attraktiver Gestaltung an Minderjährige richtet, wenn süße Getränke, Snacks und sogenannte „Kinderlebensmittel“ angepriesen werden, die meistens zu viel Zucker und Fett enthalten. Diese beeinflusst nachweislich Bevorzugung der Kinder von stark verarbeiteten, ungesunden und dickmachenden Produkten über weniger stark verarbeitete „Grundnahrungsmittel“.  

Kinder wachsen heute oft mit Fastfood auf und wissen häufig nichts mehr mit unzubereiteten Lebensmitteln wie rohem Gemüse anzufangen, da in den Familien immer weniger selbst gekocht wird, weil Fertiggerichte weniger Zeit und Mühe in Anspruch nehmen, was gerade berufstätigen Eltern gelegen kommt. Auch das Essen in der Schulkantine ist meistens auf schnell, billig und den Geschmack der Fastfood gewöhnten Schüler ausgelegt, die lieber Limonade als Wasser trinken. Die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation, für ein normales Körpergewicht und gesunde Zähne nicht mehr als 50 g Zucker pro Tag, besser sogar nur 25 g, zu sich zu nehmen, wird konsequent ignoriert. 

Übergewicht ist kein rein ästhetisches Problem, auch wenn übergewichtige Schüler häufiger gemobbt werden und deshalb verstärkt zu Depressionen neigen, sondern birgt auch ernsthafte Nachteile für die körperliche Gesundheit in sich. Das zu hohe Körpergewicht führt zu einer Überbeanspruchung des Bewegungsapparates und Schäden an den Gelenken. Bewegung fällt mit steigendem Körpergewicht schwerer, es kommt zu Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit in Geschwindigkeit und Ausdauer. Die Konsequenz ist, dass sich mollige Kinder noch weniger bewegen wollen. Außerdem verstärkt sich mit dem Übergewicht das Risiko, an Diabetes Typ-2 zu erkranken, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden und früher zu sterben. 

Rund 85 Prozent der betroffenen Kinder werden auch im Erwachsenenalter an Übergewicht und seinen Folgen leiden. Hält der derzeitige Trend an, wird in etwa 40 Jahren gut die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland übergewichtig sein. 

Foto: Designed by Freepik

Dienstag, 26. Juni 2018

Verband Kinderreicher Familien: Geplante Wohnflächenbegrenzung entkernt Baukindergeld

Quadratmeter-Grenzen verwandeln Förderung in Verhinderung – Diskussion erschüttert Vertrauen

(PM Verband kinderreicher Familien, Mönchengladbach, den 26. Juni 2018) „Eine zusätzliche Begrenzung des Baukindergeldes, nach der eine Familie mit bspw. drei Kindern die Förderung nur für Immobilien mit maximal 130 Quadratmetern erhalten soll, lehnen wir entschieden ab.“, kommentiert Elisabeth Müller, die Vorsitzende des Verbandes kinderreicher Familien Deutschland e.V. (KRFD), die überraschend diskutierte, zusätzliche Deckelung. Eine harte Vergabegrenze würde die  von kinderreichen Familien begrüßte Fördermaßnahme regelrecht entkernen. Für Familien mit vielen Kindern sind Objekte in ländlichen Gebieten, die häufig über der benannten Grenze liegen, wichtig. Und: Gebaut wird häufig, bevor sich die Familie für das dritte oder weitere Kinder entscheidet. Die geplante Quadratmeterbegrenzung führte zu einem Bauen ohne Ausbaureserve und damit zum genauen Gegenteil  dessen, wofür das Baukindergeld stehen sollte. 

Ermutigen statt Entmutigen: Wohnflächenbegrenzung verhindern

„Das öffentlich geführte Ringen um eine zusätzliche Wohnflächenbegrenzung beim Baukindergeld sendet gerade für Familien das falsche Signal“, betont Florian Brich, Bundesgeschäftsführer des KRFD.  Im Koalitionsvertrag steht die Einschränkung nicht. Und Familien, die bereits mit Blick auf den dort benannten und medial verbreiteten Rahmen Entscheidungen getroffen haben, fühlen sich mit Recht vor den Kopf gestoßen. „Auch wenn jetzt mit einem von der Großen Koalition verabredeten Finanzrahmen argumentiert wird, bleibt der Eindruck:  Weil unsauber gearbeitet wurde, trifft es jetzt die Familien. Das schafft kein Vertrauen in die Politik.“, so Brich. Der KRFD appelliert auch daher an alle mit dem Baukindergeld befassten Politiker, die zusätzliche Einschränkung des Baukindergeldes durch eine Wohnflächenbegrenzung zu verhindern.“ 

Gewalt in deutschen Schulen außer Kontrolle

Nina Stec

Gewalt in Schulen ist in Deutschland trauriger Alltag. Der Umgang unter Mitschülern wird stets rauer und aggressiver. In den letzten sieben Jahren vervierfachte sich die Zahl der Beleidigungen und Drohungen an Schulen, auch Straftaten wie schwere Körperverletzung nahmen zu. Meistens beginnt das Mobbing verbal durch Beleidigungen und Angstmacherei bis hin zu Todesdrohungen, danach folgen körperliche und in manchen Fällen gar sexuelle Gewalt und Cybermobbing. Ein besonders dramatischer Fall ereignete sich etwa am 23. Januar dieses Jahres, als an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Lünen in Nordrhein-Westfalen ein 14-jähriger Junge von seinem ein Jahr älteren Mitschüler erstochen wurde. 

Lehrer und Schulleiter aus mehreren Bundesländern, reagieren angesichts des Ausmaßes der Aggressionen mit Überforderung und Hilflosigkeit. Immer häufiger kommt es zu Polizeieinsätzen an Schulen, weil Lehrer mit gewalttätigen Schülern nicht zurechtkommen.  Auch Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) musste eingestehen: „Manche Situationen lassen sich pädagogisch nicht mehr lösen.“ 

Statistiken mehrerer Landeskriminalämter bestätigen den Anstieg der Kriminalität an Schulen, darunter Bayern, Niedersachsen, NRW, Thüringen und Berlin. Der Anteil an besonders verhaltensauffälligen und aggressiven Schülern an den Förderschulen hat sich in den vergangenen sieben Jahren verzehnfacht, während ihre Zahl an den regulären Schulen von etwa 2700 auf knapp 4000 Schüler anstieg. Interkulturelle Konflikte unter Schülern nehmen vor allem an sogenannten Brennpunkt-Schulen zu, in denen mehrheitlich die Kinder von bildungsfernen Familien unterrichtet werden und die oft einen Migrantenanteil von 80 bis 90 Prozent aufweisen. An solchen Schulen ist das Aggressionspotential besonders hoch, vor allem wenn Kinder von Geflüchteten dazu kommen, die aufgrund von Kriegs- und Gewalterfahrungen traumatisiert sind. 

Neben Gewalttaten zwischen Schülern stehen auch Gewalt und Mobbing gegen Lehrer mittlerweile traurigerweise an der Tagesordnung jeder zweiten deutschen Schule. Haupt- Real- und Gesamtschulen sind sogar zu beinahe 60 Prozent davon betroffen, bei Gymnasien sind es knapp 35 Prozent. Täter sind dabei nicht nur die Schüler, sondern auch deren Eltern. Nach einer Umfrage an Schulleiter handelt es sich in den meisten Fällen handelt es sich um Bedrohungen und Beleidigungen, 26 Prozent gaben an, dass es zu körperlichen Angriffen auf Lehrkräfte gekommen sei, in jeder fünften Schule gab es Fälle von Cybermobbing. 39 Prozent der Schulleiter klagen, dass es sich bei der Gewalt gegen Pädagogen um ein Tabuthema handele, über das nicht offen gesprochen werde und dass es zu wenig Unterstützung seitens der Politik dagegen gebe. In einigen Landesministerien ist bei diesem Thema immer noch von „Einzelfällen“ die Rede. Um die genaue Dimension des Problems aufzuzeigen, fordert der Verband Bildung und Erziehung (VBE) öffentliche Statistiken zu Drohungen und Gewalttaten gegen Lehrer. Außerdem solle stärker in Fachkräfte wie Schulpsychologen und Schulsozialarbeiter investiert werden und Lehrer spezielle Fortbildungen erhalten, um besser auf Konfliktsituationen vorbereitet zu sein und im Ernstfall richtig handeln zu können.

Die Ursachen für die Verrohung des Schulklimas sind vielfältiger Natur. Allerdings kann festgehalten werden, dass für viele Kinder und Jugendliche die Grenzen des tolerablen immer mehr verschwimmen und sie auch keine Konsequenzen mehr fürchten. Einer der Gründe sind die permanent präsenten und oft extremen Gesamtdarstellungen, denen Minderjährige qua Internet und Fernsehen, vor allem durch nicht altersgerechte Computer-, Konsolen- und Onlinespiele ausgesetzt sind. Durch die martialischen Bilder beeinflusst, sinken die Hemmschwelle bei verbaler und körperlicher Gewalt und die Fahrigkeit, zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden. Der „Held“ im Videospiel, der in gnadenloser Selbstjustiz seine Feinde hinweglyncht, wird zum Vorbild des minderjährigen Spielers, vor allem wenn es ihm in seiner eigenen Familie an Vorbildern mangelt. 

Das Fehlen von „Nestwärme“, also einer liebevollen Familie mit verlässlichen Bindungen, ist eine der Hauptursachen für das steigende Gewaltpotential bei Kindern und Jugendlichen. Wenn es in der Familie an Wertevermittlung hapert, etwa weil viele Eltern das lieber den Lehrern überlassen wollen, da diese das durch ihre Ausbildung „besser können“ und über das gewalttätige Verhalten von Kindern hinweggesehen wird, fördert das die Gewalttätigkeit orientierungsloser Minderjähriger. Denn die moralische Erziehung an der Schule kann die Aufgabe der Eltern nicht ersetzen, zumal Klassenlehrer in der Regel für über 25 Schüler gleichzeitig zuständig sind und dabei nicht auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes eingehen können. Um Gewalt vorzubeugen, brauchen Kinder die Orientierung an klar gezogenen Grenzen, deren Einhaltung auch konsequent gefordert wird, und positive Identifikationsfiguren, am besten aus den Reihen der eigenen Familie. 

Quellen:
Himmelrath, Armin, Angriffe auf Lehrer: Gewalt und Mobbing an jeder zweiten Schule, http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/gewalt-gegen-lehrer-angriffe-und-mobbing-an-jeder-zweiten-schule-a-1205751.html, o. O. 2018.
Klesmann, Martin, Prügel, Drohungen, Mobbing Lehrer sind mit der Gewalt an Schulen völlig überfordert, https://www.berliner-zeitung.de/berlin/pruegel--drohungen--mobbing-lehrer-sind-mit-der-gewalt-an-schulen-voellig-ueberfordert-30063140, Berlin 2018. 
Kohlmeier, Matthias, Gewalt an Schulen: Tritt vors Schienbein, Schlag in die Magengrube, http://www.sueddeutsche.de/bildung/gewalt-an-schulen-tritt-vors-schienbein-schlag-in-die-magengrube-1.3964060, o. O. 2018. 
Noffke, Oliver, Polizei registriert deutlich mehr Straftaten an Berliner Schulen, https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2018/05/Kriminalitaet-Berliner-Schulen.html, o. O. 2018. 
O.A., Gewalt an Schulen: VBE sieht Ursache auch in Horrorfilmen und Ballerspielen, https://www.news4teachers.de/2018/05/gewalt-an-schulen-vbe-sieht-ursache-auch-in-horrorfilmen-und-ballerspielen/, o. O. 2018. 
O. A., Mehr Kriminalfälle: Tatort Schule, https://www.tagesschau.de/inland/gewalt-schulen-101.html, o. O. 2018. 

Freitag, 22. Juni 2018

Kein Kinderschutz in Deutschland, dafür Indoktrinierung

Mathias von Gersdorff

Allein heute erhielt ich von Bekannten folgende Nachrichten zugeschickt, die alle einen gemeinsamen Nenner haben:

* Onlinesexsucht entwickelt sich zur Männerseuche des 21. Jahrhunderts. Betroffene zerstören sich selbst und ihre Familien. Auf der Suche nach dem nächsten Kick rutschen manche in die Pädophilie. (EMMA)
* Mit mehrjährigen Haftstrafen hat das Landgericht (Freiburg, Anm. d. A.) am Montag den vielfachen sexuellen Missbrauch und auch Vergewaltigungen von drei Männern an einem dreijährigen Nachbarsjungen geahndet. Die Angeklagten, die zwischen 37 und 79 Jahre alt sind und sich laut Anklage an dem Kind angeblich bis zu dessen fünftem Lebensjahr in einer Vielzahl von Fällen auf die widerlichste Weise vergangen hatten, sollen jeweils HIV-infiziert sein. (Rheinische Post)
* "Ich unterrichte eine Klasse mit 26 Kindern. Wobei von "unterrichten" kaum die Rede sein kann. Ich fühle mich derzeit mehr als Sozialarbeiterin denn als Lehrerin. Denn meine Hauptenergie fließt weniger ins Unterrichten. Ich brauche sie meist dafür, die Kinder so zu erziehen, dass ich sie überhaupt unterrichten kann." (Focus)
* In Deutschland erodiert schleichend das Vertrauen in die Rechtsprechung. Nur noch 55 Prozent der wahlberechtigten Deutschen haben großes oder sehr großes Vertrauen in die Arbeit von Justiz und Gerichten. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage des Berliner Meinungsforschungsinstituts pollytix hervor, die t-online.de vorliegt. (T-Online)

Der deutsche Staat will oder kann unseren Kindern nicht mehr die Rahmenbedingungen sichern, die für ein normales Erwachsenwerden vonnöten wären.

Dabei ist unser Staat alles andere als untätig, was die Einführung riesiger Gesetzestexte angeht:

1. Am Anfang des Jahres wurde das sog. "Netzwerkdurchsetzungsgesetz" eingeführt, durch welchen soziale Netzwerke wie Facebook unter Androhung von drakonischen Strafen verpflichtet werden, illegale Inhalte und Kommentare binnen kurzer Zeit zu löschen.

2. Im Mai wurde die sog EU-Datenschutzverordnung (EU-DSGVO) eingeführt, ein wahres Gesetzes-Monstrum, dass durch seine Komplexität und seine Widersprüche nur unter größten Anstrengungen umfassend umgesetzt werden kann.

3. Nun ist man kurz vor der Verabschiedung eines weiteren Monstrums: Die "EU-Copyright-Richtlinie", die dazu verpflichten soll, sämtliche (!) Inhalte, die auf Plattformen wie YouTube hochgeladen werden, auf Urheberrechtsverletzungen zu prüfen. 

Wenn es aber um die Bekämpfung von nachweislich schädlichen Inhalten geht, wie Pornographie oder Gewaltverherrlichung, zeigt sich unser Staat erstaunlich passiv und unwillig, etwas zu tun.

Dabei müsste der Staat bestrebt sein, dass die existierenden Gesetze des Jugendmedienschutzes angewendet werden, die das Zugänglichmachen von Pornographie an Kinder verbietet.

Diese Haltung zeigt uns: Die Bürger Deutschlands müssen selber dafür sorgen, dass die Kinder vor schlechten Einflüssen beschützt werden.

Deshalb haben fordern wir einen "Aktionsplan gegen Pornographie" für Deutschland:

https://www.aktion-kig.org/kampagnen/aktionsplan-gegen-pornographie/

Die Untätigkeit und das Versagen des deutschen Staates hinsichtlich des Kinderschutzes sind besonders frappierend, wenn man einen anderen Bereich In Augenschein nimmt:

Mit voller Wucht strebt man in praktisch allen Bundesländern danach, aus den Schulen Gender-Indoktrinationsstätten zu machen.

Gender, manchmal getarnt als "Ideologie der sexuellen Vielfalt", soll als Querschnittsfach ab dem ersten Schuljahr behandelt werden.

Gender als Querschnittsfach bedeutet, dass diese Ideologie in allen Fächern behandelt werden soll, um auf diese Weise eine "Akzeptanz sexueller Vielfalt" bei den Kindern zu erreichen, egal, ob diese Ideologie die Vernunft oder die religiösen Überzeugungen angreift.

Der deutsche Staat, der sich in vielen Gebieten als ultra-tolerant gibt, handelt, wenn es um Gender geht, mit äußerster Brutalität.

Gegen diese Aggression auf unsere Kinder müssen wir mit voller Entschlossenheit protestieren.

Deshalb wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie unsere "Unterstützungserklärung - keine Experimente mit unseren Kindern!" an Verwandte, Freunde und Bekannte senden würden.

https://www.aktion-kig.org/kampagnen/unterst%C3%BCtzungserkl%C3%A4rung2/

Bitte empfehlen Sie unsere Aktion "Kinder in Gefahr" weiter:

Allein eine starke und unabhängige Bürgerbewegung wird die Indoktrinierung und die Sexualisierung der Kinder verhindern können.

Das Wichtigste der Woche (10. - 22. Juni)

Sonntag, 17. Juni 2018

Hessen: Schwarz-Grün hinterlässt Chaos an den Schulen

Mathias von Gersdorff

Diese Woche beginnt die letzte Woche des Schuljahres 2017/2018 in Hessen.

Diese Woche tagt auch zum letzten Mal der Hessische Landtag vor der Sommerpause und vor dem Wahlkampf für die Landtagswahl.

Es ist also der richtige Zeitpunkt, auf die wichtigsten Merkmale der schwarz-grünen Schulpolitik aufmerksam zu machen:

  • Im Spätsommer führte das Kultusministerium unter Leitung von Kultusminister Ralph Alexander Lorz die „Richtlinien zur Sexualerziehung“ ein. Diese Richtlinien sind nichts anderes als ein Gender-Lehrprogramm.
  • Schulleiter, Lehrer und Eltern gehen seit Monaten in Hessen auf die Barrikaden, weil ein normaler Schulbetrieb schlicht und ergreifend nicht mehr möglich ist. Hessens Schulen versinken im Chaos. Kultusminister Lorz hat sich bislang taub gestellt.
  • So haben beispielsweise 57 Rektoren sowie 18 Konrektoren aus dem Bereich des Staatlichen Schulamtes einen offenen Brief an den Kultusminister veröffentlicht, der die chaotischen Zustände an den Schulen Frankfurts beschreibt: „Guter Unterricht im herkömmlichen Sinn ist unter solchen Bedingungen nur noch unter erheblichen Abstrichen umzusetzen!“, so das Fazit des Schreibens.

Was die CDU betrifft, so ist es skandalös, wie Kultusminister Ralph-Alexander Lorz (CDU) seine „Richtlinien zur Sexualerziehung“ gegen den Willen des Landeselternrats, gegen den Willen der katholischen Kirche und gegen den Willen von Familienorganisationen, wie etwa unserer Aktion „Kinder in Gefahr“, durchgesetzt hat.

Gegen diesen unsäglichen Gender-Lehrplan richtet sich unsere Petition „Kein Gender an Hessens Schulen!“:
https://www.aktion-kig.org/kampagnen/kein-gender-an-hessens-schulen/

Unsere zahlreichen Artikel zum Thema „Lehrplan Hessen“ können Sie lesen, wenn Sie diesen Link anklicken: https://kultur-und-medien-online.blogspot.com/search/label/Lehrplan%20Hessen

Die Führung der CDU-Hessen hat also seinen Gender-Lehrplan gegen die eigene Basis durchgesetzt.

Kein Wunder, wenn dann laut der neuesten Umfrage nur 22 Prozent der Befragten der Auffassung sind, die CDU hätte Kompetenz im Bereich Schulpolitik.

Die CDU Hessens sollte schnell etwas unternehmen, um die eigene Basis zu besänftigen, denn eine andere Umfrage besagt, dass die Schulpolitik nach der Asylpolitik das wichtigste Thema im Wahlkampf sein wird.

Die Haltung der CDU wird sich aber ohne den Druck der Basis nicht ändern.

Selbst verfassungsrechtliche Bedenken, die reichlich vorgetragen wurden, haben die Führung der CDU in Hessen bislang nicht zu einem Umlenken bewegen können.

Was Schulpolitik und Gender-Indoktrination betrifft, arbeiten CDU Ministerpräsident Volker Bouffier, Ralph-Alexander Lorz & Co. für die Grünen und nicht für das eigene Klientel.

Eltern, Christen und das familienbewusste Bürgertum müssen selber dafür sorgen, dass ihre Interessen respektiert werden, man darf sich auf keine Partei verlassen.

Allein eine starke Anti-Gender Front wird die Indoktrinierung der Kinder in den Schulen verhindern können.

Deshalb möchte ich Sie bitten, unsere Petition „Kein Gender an Hessens Schulen!“ mit Ihrer Unterschrift unterstützen:

https://www.aktion-kig.org/kampagnen/kein-gender-an-hessens-schulen/

Bitte verbreiten Sie diese Aktion auch unter Verwandten, Freunden und Bekannten.

Freitag, 15. Juni 2018

Christa Meves über die psychischen Ursachen von Übergewicht bei Kindern

Christa Meves

Das Robert Koch-Institut, Berlin, hat mithilfe einer neuen Untersuchung einmal mehr festgeschrieben: Hierzulande sind  15,4 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 3 und 17 Jahren  zu dick, 5,9 Prozent sogar fettleibig (1). Die Dunkelziffer ließe sich sicher verdoppeln, wie sich besonders den Aussagen von Grundschullehrern entnehmen lässt.

Haben wir durch das neu installierte Gesundheitsministerium nun vielleicht endlich einmal die Chance, dass dieser verheerenden Zahl nachgegangen wird? Denn das ist der Medizin längst bekannt: Fettleibige Menschen sind im Erwachsenenalter öfter krank, mit Herz-Kreislauf-Bluthochdruck- und Diabetesleiden im physischen Bereich, im psychischen zunehmend vor allem  mit Depressionen. Öffentlich bekannt scheinen bisher allein oberflächliche Ursachen: Die Mehrzahl der Kinder nimmt zu viele Kalorien auf, sie bewegt sich zu wenig. Und eine Überwindung der Fettleibigkeit während des Längenwachstums und im jungen Erwachsenenalter gelingt immer weniger. Auch Spezialeinrichtungen mit Abspeckprogrammen verzeichnen zwar kurzzeitig Erfolg, doch im Allgemeinen wird eine zähe Rückfälligkeit ins alte Körpergewichts nach wenigen Monaten beklagt.

Besorgte Mütter schildern in der psychotherapeutischen Praxis: „Wir haben es nach vielen vergeblichen Versuchen aufgegeben, in dieser Hinsicht bei unseren Kindern etwas zu erreichen. Sie sind zwar keineswegs widersetzlich, sie möchten selbst die Pfunde los sein. Häufig werden sie sogar deswegen gemobbt, sie trinken auch brav Smoothies und nagen an rohen Mohrrüben – aber die Körperrundungen wollen und wollen sich nicht vertreiben lassen.“

Eine gut beobachtende Mutter sagte zu Recht: „Ich habe sogar das Gefühl, dass das ewige Thematisieren beim Essen für die Kinder kontraproduktiv ist. Einerseits werden sie darüber träge und unlustig, und andererseits steigert es die Esslust.“ Über sich selbst enttäuscht resümiert eine andere Mutter: „Das Gegenteil, ein ganz schlimmes stattdessen, habe ich erreicht.“ Sie habe nämlich herausfinden können, dass ihr Sohn am Kiosk neben der Schule heimlich Süßigkeiten kaufe. Darauf habe sie ihn angesprochen. Aber er leugne das hartnäckig. Ihre Recherchen hätten also nicht nur nichts, sondern ein schräges Verhältnis zu ihrem kleinen Sohn erbracht.

Ein solches Verhalten ist typisch für Kinder, die bereits in einer Esssucht gefangen sind. Sie können ihre Abhängigkeit davon nicht zugeben, sie verdrängen stattdessen manchmal sogar das Bewusstsein darüber; denn der damit verbundene Verlust ihres eigenen Willens ist für sie unerträglich.

Analytisch arbeitenden Psychotherapeuten sind die tieferen Ursachen bei einer Vielzahl von fettleibigen Menschen längst bekannt: Es ist der seelische Mangel im Bindungsbereich der so fest prägenden frühen Kinderjahre, der das Bedürfnis nach viel Essen, Naschen und süßen Getränken so übermächtig aktiviert! Es handelt sich bei diesen unerkannten Störungen letztlich um die unbewusste Ersatzbefriedigung eines lebensnötigen seelischen Verlangens. Deshalb bleibt die eigentliche seelische Sättigung aus, ja, im Gegenteil: Sie wird durch die Dezimierung des Ansehens in der Gruppe noch vermindert und das seelische Defizit dadurch geradezu angeheizt. Das Naschen von Chips beim Fernsehen löscht infolgedessen bei diesen Kindern nicht den eigentlichen Durst ihrer Seele!

Es ist besonders verheerend, dass dieser Mangel sich in den ersten drei Lebensjahren einschleicht, in einer Phase, in der die Bindung an die pflegende Hauptperson (und das ist normalerweise die Mutter) einen Reifungsschritt von unermesslicher Wichtigkeit darstellt: Denn durch die erlebte Bindung sprießen im noch unausgebildeten Gehirn die Synapsen. Daraus ergibt sich ein grundlegendes Gefühl von Zufriedenheit. Wenn diese fehlt, entsteht bei unverwahrten Kindern sehr viel öfter eine gesteigerte Esslust und darauf aufbauend Fettleibigkeit. Denn sie haben lange schon versucht, ihre Unzufriedenheit über den Mangel an Gemeinsamkeit mit einem Du auf diese Weise zu beseitigen. Und etwas Verheerendes tritt darüber hinaus als Folge auf, wenn der Weg erst in die Ersatzbefriedigung eingeschlagen ist: Solche Versuche machen nur sehr kurzfristig zufrieden! Sie wecken stattdessen ein Bedürfnis nach mehr, mehr und mehr. Dahinter aber gähnt eine unglücklich machende Falle für das gesamte Leben: Die unbewussten Selbstheilungsversuche machen süchtig, später dann aber in aller Verzweiflung nicht nur mithilfe von heimlich Genaschtem, sondern mit nur scheinbar Besserem: mit Zigaretten, mit Alkohol und schließlich mit einem noch schlimmeren Verfallensein, mit Rauschgiften, also mit einem noch größeren Verlust der Willensfreiheit. Längst lässt sich bei Langzeitbeobachtungen erfahren, dass hier Verläufe mit vielfältigen Aufsplitterungen vorliegen, die ihre Ursache in einer einzigen fundamentalen, das Leben letztlich schwerst beeinträchtigenden Störung haben. Mit dem eigenen Willen ist bei manchen dann längst nichts mehr zu machen, und erst recht ist dann das wichtigste Lebenselement des Menschen kaputt: das eigene Selbstwertgefühl.

Unsere dicken Grundschulkinder suchen in der Tiefe ihrer Seele nicht den Döner, sondern die Liebe, die Anerkennung einer, der EINEN wichtigsten Person! Dass diese sie mag, dass diese sie seelisch satt macht! Dass diese ihnen durch ihre Gegenwart signalisiert: Ich freue mich, dass du da bist, du bist mir wert, du bist mir teuer!

Aber Klassenlehrer mit 20 bis 30 Schulkindern, mit häufigem Wechsel obendrein, können nicht in der Lage sein, solche Defizite bei immer mehr Kindern aufzulösen, zumal die Störung deren Leistungsfähigkeit mindert. Das ist auch mit ein Grund, warum unsere 10-Jährigen dann insgesamt nur ein so jämmerliches Unterrichtsniveau erreichen.

Erfahrene Kinderpsychotherapeuten kennen solchen Hintergrund unruhiger, unkonzentrierter, „fauler“ Kinder längst. Die unerkannte seelische Not unserer scheinbar noch glücklichen Kinder hat bisher in unserer Gesellschaft ungehört zum Himmel schreien müssen; denn im Grunde ist der Mensch „von Kopf bis Fuß auf Liebe programmiert“ - jeder von uns!

Diese Erkenntnis der tiefsten Ursachen bei den meisten fettleibigen Kindern lässt ein weiteres Ergebnis des Robert Koch-Institutes in einem besser erklärenden Licht erscheinen: Die Untersuchungen des Instituts hatten bereits ergeben, dass Kinder aus sozial schwachen Familien eher zu Übergewicht neigen als ihre Altersgenossen aus besser gestellten Familien (2). Nun zeigt sich, dass es vor allen Dingen die weniger direkt bewahrten Kleinkinder sind, die diesen Mangel später durch orale Ersatzbefriedigungen auszugleichen suchen. Und eine weitere Praxiserfahrung lässt sich hinzufügen: Kinder, die in heile Familien eingebunden sind, haben eher Chancen, übersteigerte Esslust auf ein gesundes Maß zu reduzieren.

Müssen diese  Beobachtungs- und  Forschungsergebnisse denn nun aber nicht endlich einmal zu echt wirksamen  sanierenden Maßnahmen führen?

Bilanz: Ein weiteres Kurieren an den Symptomen wird Zeitverschwendung bleiben. Die Voraussetzung zu einer Heilung dieser Störung im Urbereich des Menschen kann nur

a) mit einer Einstellungsänderung über das Wesen von uns Menschen beginnen.

b) Es bedarf der gesellschaftlichen Voraussetzungen, die es den Müttern möglich macht, bei den Kleinkindern gegenwärtig zu sein, sodass diese den fundamentalen Reifungsschritt zur Bindungsfähigkeit vollziehen können.

c) Denn nur so wird es einer Vielzahl von Vertretern der jungen Generation ermöglicht, gesunde, leistungs- und liebesfähige Erwachsene zu werden.

d) Das setzt voraus, dass es der modernen emanzipierten Mutter nach der „Kinderphase“ durch gesellschaftliche Maßnahmen ermöglicht wird, dass sie  auch ihr Recht auf ein verselbstständigtes Leben durch Erwerbstätigkeit und Rentenversorgung erreichen kann.





(1) https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/FactSheets/JoHM_01_2018_Adipositas_KiGGS-Welle2.pdf?__blob=publicationFile


(2) https://www.mamiweb.de/familie/studie-arme-kinder-sind-haeufiger-dick/1

Donnerstag, 14. Juni 2018

Umfrage: Schule und Flüchtlinge Hauptthemen der Hessen-Wahl

Kutusminister Lorz. Foto Manjit Jari, Pressefoto Kultusministerium
Eine Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen hat ergeben, dass die Flüchtlingskrise mit 36 Prozent und Schulpolitik mit 23 Prozent die wichtigsten Themen der Hessen im Hinblick auf die Landtagswahl am 28. Oktober sind. (Quelle: FAZ 14. Juni 2018)

In der Umfrage sollten ebenfalls die Parteien nach deren Kompetenz, Probleme zu lösen, bewertet werden.

Die CDU, die zusammen mit den Grünen die unsäglichen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ eingeführt hat schneidet im Themengebiet mit 22 Prozent schwächer aus als die SPD (31).

Hier wird deutlich, wie stark Kultusminister Ralph-Alexander Lorz die CDU-Basis mit seinem Gender-Lehrplan irritiert hat. 

Abgesehen davon, wird der Schulalltag in Hessen von Lehrern und Schulleitern als chaotisch beschrieben. Inklusion, mangelnde Sprachkenntnisse, minderjährige Flüchtlinge haben die Schulen Hessen zum Kollaps gebracht. Wer kann, schickt seine Kinder in Privatschulen. Gegen diese agitieren aber SPD und Linke immer lauter.

Mittwoch, 13. Juni 2018

Hessen vor Landtagswahl polarisiert

Ministerpräsident Volker Bouffier. Pressefoto CDU
Vier Monate vor der Landtagswahl sind die Wähler in Hessen polarisiert. 

Laut der letzten Umfrage wäre eine Fortsetzung der amtierenden schwarz-grünen Koalition nicht möglich. Mögliche Koalitionen wären Schwarz-Rot (56 Prozent) oder Schwarz-Grün-Gelb (52 Prozent).

Allerdings ist die Abneigung gegen diese Konstellationen hoch. Eine Koalition zwischen CDU und SPD fänden 37 Prozent gut aber 42 schlecht. Ein Bündnis zwischen CDU, FDP und Grünen wird von 30 Prozent befürwortet, aber 49 Prozent wären dagegen. 

Würde heute in Hessen gewählt werden, bekämen CDU 31, SPD 25, Grüne 13, AfD 11, FDP 8 und Linke 8 Prozent.

Die Christdemokraten hatten 2013 noch 38,3 Prozent erhalten, die SPD 30,7.

Die Umfrage untersucht nicht die Gründe für das veränderte Wahlverhalten. Doch wie üblich bei Landtagswahlen, spielt die Schulpolitik eine wichtige Rolle. Der Zustand der Schulen ist desolat und die Lehrer völlig überfordert. Laufend protestieren sie gegen die Arbeitsbedingungen und den Zumutungen des Kultusministeriums, doch dieses stellt sich taub. 

Für besonders großen Unmut in der klassischen Wählerschaft der CDU sorgen die „Richtlinien zur Sexualerziehung“ von Kultusminister Ralph Alexander Lorz (CDU). Diese Richtlinie ist nichts anderes als ein Gender-Lehrplan, wohl der radikalste in ganz Deutschland. Von diesem Erlass haben bei den Wählern lediglich die Grünen profitiert: Obwohl sie etlichen Projekten im Bereich Wirtschaft zugestimmt hat, die die grüne Basis ablehnte, können sie mit demselben Wahlergebnis rechnen wie 2013.

Dienstag, 12. Juni 2018

Kriminalität gegen Kinder grassierend/Kinderpornographie boomt!

Mathias von Gersdorff

Die vergangene Woche erschienene Kriminalstatistik zu Kindern und Jugendlichen ist erschütternd:

Der Missbrauch von Kindern im Internet hat ein erschreckendes Ausmaß angenommen.

Es kam zu 16.300 Fällen entdeckter Kinderpornografie.

Die Anzahl kinderpornografischer Seiten im Netz verdoppelte sich in den letzten drei Jahren.

Weltweit gibt es 80.000 bekannte Seiten mit kinderpornografischen Inhalten.

Unsere Politiker sehen sich aber kaum veranlasst, gegenüber diesem Desaster angemessene Maßnahmen zu treffen.

Johannes-Wilhelm Rörig, Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, schlägt Alarm und behauptet:

"Es muss dringend mehr geschehen. Was es in anderen Ländern wie in den USA längst gibt, müsse auch in Deutschland möglich sein: Eine gesetzliche Meldepflicht von Missbrauchs-Darstellungen im Internet."

Was Rörig damit meint: Die Fahndung nach Internet-Pädophilen ist in Deutschland schwierig, weil – man hält das nicht für möglich – hierzulande der Datenschutz Vorrang hat.

Und nicht zu knapp: Ende Mai trat die sogenannte "EU-Datenschutzverordnung" (EU-DSGVO) in Kraft, wodurch praktisch jeder Gewerbetreibende schnell zum Kriminellen werden kann und drakonische Bußen befürchten muss.

Gleichzeitig akzeptieren unsere Politiker, dass sich kriminelle Inhalte wie Pornographie, Kinderpornographien und extreme Gewaltdarstellungen massiv ausbreiten.

Es ist unfassbar: Die normalen Bürger werden zu Kriminellen gemacht, während die wirklichen Kriminellen halbherzig verfolgt werden!

Man ist kaum überrascht, wenn man erfährt dass ein EU-Politiker der Grünen, Jan Philipp Albrecht, Urheber des Datenschutz-Monstrums ist.

Auch der Präsident des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, fordert Verbesserungen bei der Vorratsdatenspeicherung. Hinweisen aus den USA kann die Kriminalpolizei in Deutschland nicht nachgehen, weil der Datenschutz etwa die Speicherung von IP-Adresse nicht zulässt. 

Doch das ist längst nicht alles, was die Experten bemängeln.

Die Polizei ist gar nicht in der Lage, die Kriminalität zu bekämpfen, weil sie dazu ungenügend personell und technisch ausgestattet ist.

Auf diese Weise kann sich Cyberkriminalität – darunter Pädophilie – problemlos ausbreiten.

Währenddessen sollen in Deutschland aufgrund der EU-DSGVO normale Blogger verfolgt werden, weil deren Datenschutzerklärung nicht ausführlich genug ist.

Die neue Datenschutzverordnung DSGVO zeigt mit aller Deutlichkeit: Wenn unsere Politiker der Meinung sind, drakonische Maßnahmen durchführen zu müssen, tun sie das auf rücksichtsloser Weise.

Doch ihre Prioritäten liegen falsch und sie kämpfen gegen die Falschen, weil ihr Wertekompass nicht mehr korrekt funktioniert.

Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass in Deutschland eine starke Anti-Pornographie-Bewegung entsteht, wie sie schon in Ländern wie den Vereinigten Staaten, Island oder Großbritannien existiert.

Unterstützen Sie bitte unsere Aktion "Deutschland braucht einen Aktionsplan gegen Pornographie"

https://www.aktion-kig.org/kampagnen/aktionsplan-gegen-pornographie/

Pornographie ist nicht irgendein, sondern ein existenzbedrohendes Problem.

Kriminologen warnen: Pornographie fördert die Kriminalität, weil sie jegliche moralischen Grundlagen in der menschlichen Seele auslöscht.

Seit Jahren wächst die Zahl von Kindern, die von anderen Kindern sexuell missbraucht werden. Schon Vierjährige (!) imitieren die Szenen aus Filmen und missbrauchen dabei andere Kinder.

Diese Kinder sehen diese Filme und imitieren sie an anderen Kindern.

Zudem besitzt Pornographie einen starken Gewöhnungseffekt: Die Dosis muss immer größer werden, die Szenen und die gezeigten Handlungen immer extremer.

Kämpfen wir zusammen gegen diese Seuche.

Helfen Sie uns, eine starke Front gegen Pornographie aufzubauen, indem Sie unsere Aktion "Deutschland braucht einen Aktionsplan gegen Pornographie" unterstützen.

https://www.aktion-kig.org/kampagnen/aktionsplan-gegen-pornographie/

Bitte verbreiten Sie diese wichtige Aktion unter Verwandten, Freunden und Bekannten.

Stellen wir uns schützend vor unseren Kindern und kämpfen wir gegen die Pornoflut in den Medien.

Wir stehen vor einer gewaltigen Herausforderung.

Diese müssen wir meistern, wenn wir nicht wollen, dass die jungen Generationen an der Porno-Welle zugrunde gehen.

https://www.aktion-kig.org/kampagnen/aktionsplan-gegen-pornographie/