Dienstag, 12. Januar 2016

Experten: Pornographie prägt zunehmend gesamte moderne Kultur

Die moderne Kultur bleibt nicht unbeeinflusst von der Pornographieflut im Internet und anderen Medien. Das behaupten mehrere hochrangige Autoren, wie Óscar Tokumura in seinem neuen Buch „Die Online-Pornografie“ zeigt.
   
Lindsay Coleman und Jacob M. Held sprechen in dem von ihnen herausgegebenen Buch „The Philosophy of Pornography“ von einer „Pornografisierung der Kultur", die sogar die einzelnen Menschen mit einbezieht. Die Pornographie sei heute nicht nur ständig einen Klick weit entfernt und sondern sie würde auch die menschlichen Beziehungen, die Mode, die Verhaltensweisen beeinflussen. Vor allem in der Produktion von Spielfilmen und Fernsehserien würde man sich zunehmend an Mode und Verhaltensweisen orientieren, die in Porno-Produktionen üblich seien.

Aber das ist längst nicht alles. Immer mehr Menschen seien süchtig nach Pornographie, inzwischen auch viele Kinder. Da sich diese noch in einer Entwicklungsphase befinden, würden sie in ihrem Selbstwertgefpühl, ihren Ansichten und Attitüden besonders stark von der Pornographie beeinflusst werden. Das Selbstbewusstsein vieler Jugendlicher sei maßgeblich durch Pornographie geprägt worden.

Auf die Werbung als einen Kanal zur Verbreitung pornographisierter Attitüden und Moden, weist Mary Anne Layden in „The social cost of Pornography“ hin. Verdeckt würde die Werbeindustrie Verhaltensformen zeigen, die ansonsten nur in pornographischen Filmen üblich waren.

Pamela Paul, Autorin von „Pornified: How Pornography is transforming our lifes“, zeigt, wie Pornographie in die Alltagskultur eingegangen ist. So sei es heute für Schauspielerinnen und Sängerinnen geradezu Pflicht, sich in porno-ähnlichen Haltungen in der Öffentlichkeit zu zeigen. Als Beispiel nennt sie Sängerinnen wie Miley Cyrus, Britney Spears oder Christina Aguilera. Doch auch Männer bzw. Männer-Bands seien betroffen, wie etwa Kid Rock, Metallica, Everclear oder Bon Jovi.

Auch renommierte Publikationen machen da mit. So widmete die „New York Times“, eine der angesehensten Zeitungen der Welt, im Jahr 2003 großen Platz dem 50-jährigen Bestehen der Zeitschrift „Playboy“. Eine solche Würdigung wäre noch in den 1980er Jahren undenkbar gewesen.

Etwa in dieser Zeit wurde es auch üblich, dass halbnackte Pop-Sängerinnen in MTV-Musikvideos Tänze aufführten, die ansonsten in Nachtclubs üblich waren. Inzwischen können sich selbst sehr junge Sängerinnen dieser „Mode“ nicht entziehen, wollten sie ihre Karriere nicht aufs Spiel setzen.

1 Kommentar:

NikoBelik1 hat gesagt…

Gott,wie immer wird hier alles künstlich aufgeblasen,den Religiösen,Spießern und Konservativen passt es eben nicht, das Sexualität nicht mehr nur hinter geschlossener Schlafzimmertür und im Dunklen stattfindet ! Das ist nun mal das 21ste Jahrhundert und nicht mehr das Mittelalter (in dem die Religiösen immer noch sind) ! Pornografie in Serien und Filmen, bitte mal Beispiele aufführen ! Erotik ist keine Pornografie !
Werbung ist nun also auch schon "Böse" und schädlich,verstehe ! Sehr geehrter Mathias von Gersdorff, sie müssen sich endlich daran gewöhnen das die Welt sich nicht so ändern wird wie sie es in ihrem Religiösen Wahn gerne hätten,was wollen sie eigentlich,wieder die Rückkehr in Zeiten wo man über Sexualität nur im stillen Kämerlein gesprochen hat und die Darstellung von Pornografie verboten war ?