Mittwoch, 15. Januar 2014

Vor Schulstart erst mal sprechen lernen

AOK Bericht: Jeder vierte sechsjährige Junge muss vor dem Schulstart in eine Sprachtherapie. Bei den Mädchen liegt der Anteil bei 17 Prozent.

Vor der Einschulung ist es wichtig, dass Kinder richtig sprechen können. Der Heilmittelbericht 2013 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK ergab, dass jeder vierte Junge in 2012 in sprachtherapeutischer Behandlung war, um zum Schulstart richtig sprechen zu können. Um Störungen der normalen Sprech- und Sprachentwicklung entgegenzuwirken, würden Sprachtherapien größtenteils im ersten Lebensjahrzehnt von Kindern eingesetzt. Der Höhepunkt der Verordnungen finde sich bei den Sechsjährigen. So erhielten 2012 etwa 25 Prozent der Jungen in diesem Alter eine sprachtherapeutische Maßnahme. 2007 lag der Anteil noch bei 20 Prozent.

"Wir beobachten, dass Jahr für Jahr mehr Kinder für eine gesunde, altersgerechte Entwicklung vorübergehend therapeutische Unterstützung brauchen", sagte Helmut Schröder, stellvertretender WIdO-Geschäftsführer.

Über zwei Drittel (67,7 Prozent) aller sprachtherapeutischen Leistungen würden Kindern und Jugendlichen bis 15 Jahren verordnet. Die häufigste Indikation sind laut Heilmittelbericht mit einem Anteil von 53 Prozent "Sprachstörungen vor Abschluss der Sprachentwicklung". Damit ist eine besorgniserregende, kontinuierliche Zunahme von Sprachtherapie zu beobachten.

Darüber hinaus zeigt der Bericht, dass Jungen überdurchschnittlich oft sprachtherapeutische Behandlungen erhalten. In 2012 waren es 42 Prozent der bis 14-Jährigen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Die Krippe scheint eine Einrichtung zum Wohlergehen von Erwachsenen zu sein, denn ein bezüglich der sehr frühen Krippenaufbewahrung nicht ausreichend beachtetes Problem (neben zu erwartender erhöhter Stresshormonausschüttung infolge "learned helpnessless" und Wachstumshormonmangel infolge reduziertem Langsamen-Wellen-Schlaf in der Krippe) ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung zu befürchten. Ein wichtiger Unterschied zwischen Tier und Mensch ist die Sprache auch als Basis des Denkens. Mangelnde primäre (besonders 0 - 1,5 Jahre) frühkindliche Sprachentwicklung hat oft die Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung. [Auch Migrantenkinder müssen das basale Denken in der jeweiligen Muttersprache beginnen zu lernen].
Denn bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist.(siehe Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. Auflage, Logos-Verlag, Ansbach, 2014)

Verleihnichts hat gesagt…

Das ziel ist wohl, ein Heer von fröhlichen Konsumenten heran zu ziehen, die als gedrillte Fachidioten gerade das können, was die Industrie braucht. Freies, selbstständiges Denken ist nicht mehr erwünscht. Deshalb strebt der Staat die Lufthoheit über die Kinderbetten an. Die Kleinstkinder werden den Müttern am besten noch im Krankenhaus, bei der Geburt entrissen, um ja den Einfluss der Eltern auf "Ihre" Kinder zu minimieren.

Die Mütter dürfen die Kinder wickeln, aber die Gehirne gehören dem Staat!

Old Geezer hat gesagt…

Das ist kein Problem der Krippen, sondern der Familien, in denen Mangelns Masse (1,5 - 2 Brotverdiener mit oft langen Pendelzeiten, keine Großeltern vor Ort, keine oder nur wenig Geschwister bzw. Spielkameraden)
die Kinder öfter einfach keiner sinnvollen Sprachnutzung ausgesetzt werden (und passives Hören - z.B. m Fernsehen - trainiert einfach nicht in dem Maße).
Die Gegenmaßname der Wahl ist das mandatorische Kindergartenjahr, das aber zumindest für den Spracherwerb der schweren Fälle, zu spät kommt und zu kurz ist.