Mittwoch, 2. Januar 2013

Kardinal Meisner ruft zum strengeren Schutz des menschlichen Lebens auf

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner ruft zum strengeren Schutz des menschlichen Lebens auf. Am Freitagabend verurteilte er Abtreibungen ungeborener Kinder und Sterbehilfe für alt gewordene Menschen als „skandalösen Aufstand gegen die Schöpfungsordnung“. Zugleich kritisierte er eine Relativierung von Ehe in Familie und den Versuch, dieser den „schöpfungsgemäßen Platz“ im gesellschaftlichen Leben streitig machen zu wollen. Meisner äußerte sich in einem Gottesdienst im Kölner Dom zum „Fest der Unschuldigen Kinder“. Gott habe den Menschen als sein Ebenbild und zum Leben geschaffen, sagte der Kardinal. Auch seien die Menschen nach Gottes Willen als Mann und Frau geschaffen worden, damit sie sich in der Ehe zusammentun und neues Leben zeugen. „Das ist Schöpfungsordnung Gottes, von keinem Menschen erdacht oder erfunden, sondern vorgefunden und in sich selbst entdeckt.“ Diese Ordnung allein garantiere der Menschheit den Fortbestand. Wo dieses Schöpfungswissen aber verloren gehe oder es verneint werde, werde „das Ergebnis sichtbar in sterbenden Völkern, in Verlust von Ehe und Familie, in der Abwertung des Kindes, namentlich des ungeborenen, aber auch in der Abwertung des sterbenden Menschen“, so der Kardinal.

Weiter verurteilte Meisner die Christenverfolgung in aller Welt. Sie sei die „weltweit am meisten verbreitete Form der Verletzung und der Angriffe auf die Menschenrechte“. Leider sei sie auch in Deutschland die am meisten hingenommene Art und Weise der Menschenrechtsverletzung. „Die Politik in Deutschland lässt weitgehend die verfolgten Christen in aller Welt im Stich“, so Meisner in seiner Predigt. Das Fest der Unschuldigen Kinder begeht die Kirche jährlich am 28. Dezember. Es erinnert an den Befehl von König Herodes zur Zeit von Christi Geburt, alle neugeborenen Jungen töten zu lassen.

Quelle: Radio Vatikan

Kommentare:

Old Geezer hat gesagt…

"Zugleich kritisierte er eine Relativierung von Ehe in Familie und den Versuch, dieser den „schöpfungsgemäßen Platz“ im gesellschaftlichen Leben streitig machen zu wollen."

MAn ist es ja von ihm gewohnt, daß er nicht über seinen Tellerrand herausblicken kann - also für ihn die Welt aus der vom vorderen Orient geprägten Kultur Mitteleuropas zwischen dem 4. und dem 18. Jh. besteht; aber ist denn korrekt, daß er Gottes Urteil über Polygamisten wie Salomon, Saul und David, Föderer des vorehelichen Verkehrs bzw. der Massenvergewaltigung wie Lot oder Inzestpraktizierer wie Kain und Abel revidieren möchte - darf der das?

"Auch seien die Menschen nach Gottes Willen als Mann und Frau geschaffen worden, damit sie sich in der Ehe zusammentun und neues Leben zeugen"

Na, da ist dem HErrn dann aber voll bei der Schöpfung die Allmacht entglitten, wenn man sich Hermaphroditismus, Homo-, Trans-, oder Intersexualität, sowie Unfruchtbarkeit vor Augen führt.
Oder sollen all diese lediglich weitere seiner Boshaftigkeit (da dem christlichen Gottesbild zufolge vollständig überflüssig) entsprungenen Prüfungen sein?

Gino hat gesagt…

„Es eifre jeder seiner unbestochnen von Vorurteilen freien Liebe nach."
Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781), dt. Schriftsteller, Kritiker & Philosoph

wolfganh hat gesagt…

Ja er, darf nicht nur, sondern es ist seine Aufgabe, die er erfüllen muss. Gott ist überhaupt nichts entglitten. Aber die Menschen haben ihren von ihm geschenkten freien Willen dazu missbraucht, sich selbst und seine Schöpfung zu zerstören. Das beweißt den Größenwahn des Menschen, dass er seinen Lebensraum, seine Kultur und sich selbst immer schneller zerstört und sich in seiner Dummheit selbstherrlich auch noch gefällt und Gottes Liebe und Angebot zur Umkehr zu ihm und zum Leben in seinem Sohn ablehnt.

WÄCHTER hat gesagt…

Lieber Herr Old Geezer
Sie sind gern in diesem Forum, weil Ihnen das Stenkern und Sticheln und Lästern Spaß macht. Aber täuschen Sie sich nicht, es kann nicht folgenlos bleiben.
Ist wie ein Naturgesetz. Streut man Sand zwischen die Zahnräder, laufen diese nicht mehr wie zuvor.
Aber der Gott, den Sie hier so gern verhöhnen und sein Wort verstehen Sie nur mechanisch. Aber er ist mehr als ihr horizont. Darum übergeben Sie ihm Ihr Leben, damit sie den Schlüssel zum Verstehen dessen erhalten, was Sie rein intellektuell schon gut kennen. Diese neue Qualität von Erfahrung wartet als Geschenk auf Sie.
Bitten Sie Jesus Christus um Vergebung Ihrer bisherigen Schuld und Sünde und händigen Sie Ihr Leben IHM aus, geben Sie die Regie darüber ab.Bitten Sie Jesus, als neuen Chef über Ihr Leben zu bestimmen.
Dann müssen Sie nicht mehr kämpfen, können sie entspannen. Ansonsten werden Sie verloren sein .
Seien Sie doch nicht freiwillig so kurzsichtig, denken Sie mal ganz in Ruhe und ehrlich darüber nach. Tun Sie sich diesen Gefallen. Es wäre Ihre Rettung.

ich hat gesagt…

e schuld verhökern, gutes versprechen und dann so weiter machen wie bisher. nur geschickter. prima sache. hat bis heute wenig geklappt. ich rate jedem sein leben selbst zu bestimmen und den nachbarn nicht zu vergessen.
gebete und messen haben meinen opa nicht in ruhe und würde sterben lassen. wer kümmert sich jetzt um seine ruhestelle? die beter und erben nicht. ich baue sein stübchen und rede mit ihm.
ihr seid doch lebensstockig. und dann anderen klugen rat geben. der war bis jetzt für den nicht viel wert der dem schicksal in den rachen greift. und von helfen ...? wie soll man das verstehen?
leben ist oft kampf. doch wer es versteht: mit freude.

Old Geezer hat gesagt…

Grad noch zufällig aufgefallen:

"[...]aber auch in der Abwertung des sterbenden Menschen"

Also für diesen Kardinal stellt es eine ABWERTUNG dar, wenn jemandes Wünssche respektiert werden.

Das erklärt die Tendentz gerade der katholischen Kirche zur Gängelung aller Menschen; ...für die muß das dann eine AUFWERTUNG sein.

...verrückte Sekte, wirklich.