Mittwoch, 2. Januar 2013

Marburg: Ausstellung dokumentiert deutsche Alltagskultur mit Hilfe der Grimmschen Märchen

(Christliches Forum/Felizitas Küble) Die Ausstellung „Echt hessisch? Land  – Leben -  Märchen“ im Marburger Landgrafenschloß dokumentiert deutsche Alltagskultur mit Hilfe der Grimmschen Märchen.

So läßt zum Beispiel die berühmte Zwergenfrage “Wer hat von meinem Tellerchen gegessen?” auf einen Wandel in der Tischkultur hin zum eigenen Teller und weg vom gemeinschaftlichen Topf in der Mitte des Tisches schließen.


Die Ausstellung ist bis zum 31.Dezember 2014 zu sehen.


Die Brüder Grimm betonten den hessischen Ursprung der Märchen und deren Herkunft aus dem einfachen Volk; ingesamt gesehen ist der Ursprung dieser Märchen europäisch.


„Wie nebenbei geben die Märchen Auskunft über das Leben und den Alltag im 19. Jahrhundert sowie die damaligen Wert- und Moralvorstellungen”, erklärt Prof. Dr. Harm-Peer Zimmermann vom Institut für Populäre Kulturen der Universität Zürich .


„Die Ausstellung ist daher eine Entdeckungsreise durch die Welt der Märchen und durch die Lebenswirklichkeit der hessischen Landbevölkerung im 19. Jahrhundert,“ sagt Dr. Christoph Otterbeck, Direktor des Museums für Kunst und Kulturgeschichte.


Insgesamt 156 Märchen umfassen die beiden Bände der Erst-Ausgabe der „Kinder- und Hausmärchen“ von 1812 und 1815. Viele von ihnen ließen sich die Brüder Grimm von jungen, gebildeten Damen am Teetisch erzählen. Manches entnahmen sie aber auch alten Schriften, die sie in Archiven und Bibliotheken in ganz Deutschland fanden.


In den späteren Ausgaben wurden Texte durch andere ersetzt und es kamen weitere Märchen hinzu. Die Ausgabe letzter Hand enthielt 211 Erzählungen. Nicht alle der gesammelten Texte gelangten auch zur Veröffentlichung.


Eine Entdeckungsreise für die Sinne in fünf Bereichen solle die Ausstellung werden und zähle daher zu den „7 Streichen“ des Grimm-Themenjahres der Stadt, erläuterte Karin Stichnothe-Botschafter vom Fachdienst Kultur der Universitätsstadt Marburg.


Die Ausstellung wird zu den üblichen Museums-Öffnungszeiten zu sehen sein:  Dienstag bis Sonntag von 10  –  16 Uhr;  Sommeröffnungszeiten 1. Apr. bis  31. Okt.: 10  – 18 Uhr).

Eintritt: 4 €  /  3 € (erm.), Familienkarte: 6 €

Weitere Infos:
Museum der Uni Marburg
Umfangreiche Informationen zur Ausstellung

Kommentare:

ich hat gesagt…

na wenigstens mal etwas wo kaum was kirchliches zu finden ist.
doppelt gemärchend wäre auch des guten zu viel.

WÄCHTER hat gesagt…

Hallo ich

Eins verstehe ich nicht. Sie besuchen ein konfessionelles Forum und freuen sich , wenn ein Post nichts konfessionelles enthält.

Was wollen Sie dann hier ??????

ich hat gesagt…

ein bissschen mitdenken und die schrägen von pastoralem im vorfeld erkennen.
diese beweihräucherung der eigenen sache gab es bei uns vorher schon. wir dachten davon befreit zu sein. doch das parteilehrjahr ist nicht tot zu kriegen. egal wie es sich nennt.
etwas mehr platz für alle menschen ist nicht schlecht. kirchler treiben sich auch auf der straße um. da langen scheints die glockenhallen schon nicht mehr.
märchen und christentum ist ein wirklich schönes disputfeld.. wenn ich da noch an die potterdiskussion denke.
was macht eigentlich ein christ der am lebensende feststellen muss es gibt keinen gott?
andersrum wird ja viel spintisiert.

in anderen foren bin ich auch zu gange. doch ist eine wiese bunt und der himmel weit.
manchmal ist es gut gegen den strom seine muskeln spielen zu lassen.