Donnerstag, 3. Januar 2013

Europapolitiker: Religionsfreiheit wird auf der Welt am häufigsten verletzt

Dieses unveräußerliche und selbstständige Menschenrecht wird auf der Welt am häufigsten verletzt, besonders gegenüber Christen, sagte Konrad Szymanski, Mitglied des Europäischen Parlaments, am 18. Dezember in Brüssel, in dessen Bericht.

Religionsfreiheit bedeutet auch das Recht auf Konversion oder auf Aufgabe der Religion sowie darauf, die Grundsätze der eigenen Religion zu verkünden. Einige dieser Rechte werden auch in Europa verletzt. Verheißungsvoll ist der Trend des wachsenden Bewusstseins des Problems in der Welt. Missbilligend dagegen ist die zunehmende Unverträglichkeit und Gewalt mit religiösem Hintergrund ebenso die Unterdrückung von Religionen. Dafür bietet der Islam eine Umgebung negativer Veränderungen der Religionsfreiheit.

An der Diskussion nahmen auch Pater Joseph Vella Gauci, der Berater für internationale Beziehungen und Religionsfreiheit der COMECE (Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft) sowie Pater Andrzej Halemba, Referent von „Kirche in Not“ für den Nahen Osten und ehemaliger Missionar, teil. „Die entscheidende Frage für die Religionsfreiheit im Nahen Osten ist die Freiheit, die Religion anzunehmen, aufzugeben oder zu wechseln.

Im Falle von Ägypten erleben wir nach dem ‚Arabischen Frühling‘ jedoch eine zunehmende Deprivation. Der Verfassungsentwurf erwähnt nicht nur die Sharia, sondern, was schlimmer ist, übergeht den Begriff der Staatsbürgerschaft. Die Verfassung legt die besondere Rolle der Al-Azhar-Universität in der Interpretation des Rechtes sowie eine Einschränkung der Schenkungen zugunsten religiöser Gemeinschaften fest und hebt die Garantie auf, dass Minderheiten vor Diskriminierung und Umsiedlung geschützt werden“, warnte Pater Andrzej Halemba.


Kommentare:

Old Geezer hat gesagt…

"Religionsfreiheit bedeutet auch das Recht auf Konversion oder auf Aufgabe der Religion sowie darauf, die Grundsätze der eigenen Religion zu verkünden"

Nur mal hypothetisch: Wenn eine Religion den Grundsatz hat, daß eine Abkehr ausgeschlossen ist, gilt in diesem Fall dann das REcht auf freie Ausübung durch die anderen Religionsmitglieder weniger als das auf Konversion des einzelnen Abtrünnigen?

Oder andersherum: Wenn ein Religionsmitglied (z.B. ein Kind) sich für Dinge interessiert, die die betreffende Religion ablehnt, ist es dann zulässig, daß die anderen Gemeindemitglieder dem Abweichler die Umorientierung schwermachen, z.B. indem sie im den Schulbesuch oder den Umgang mit Ausenstehenden verwehren (ein bei Scientologen wie Taliban und auch fundamentalistischen Christen übliches Vorgehen)?

"ehemaliger Missionar":
auch wieder ein Punkt, der in dem Artikel nciht klargestellt wird:
Ab wann kann man von einer Einschränkung der Verkündungsfreiheit sprechen?
Keicht es wenn Auswüchse wie das Puicketting des Westboro Church oder die sogenannte 'Gehsteigberatung' einiger extremistischer Gruppen hierzulande untersagt wird, oder ist das erst erfüllt, wenn das Mitführen mehr als einer Bibel strafbar ist?

Der Chorleiter hat gesagt…

Dem stimme ich zu.
Die Worte zur Beschneidung haben doch jedem gezeigt, wohin Religionsfreiheit ohne wenn und aber führt: Nur zu ihrem eigenen Vorteil. Was lange ohne Widerspruch hingenommen wird hat gängigen, undiskutablen Status.
Schlimm ist, daß in der Welt so viel gegen Vorteile für Völker, Bürger und dem einzelnen Menschen unter religiöser und staatlicher Führung getan wird. Wer die Macht und das Gesetz hat wird nicht nach der Rechtmäßigkeit gefragt.
Das ist die größte und gefährlichste Verletzung der Menschenwürde und Zivilisation.
Werden Feststellungen getroffen, die richtig und wahr sind, die aber gegen religiöde oder staatliche Gewohnheiten verstoßen, gibt es kaum eine dieser Stellen, die es nicht so hinstellen als wäre es nur gegen sie gerichtet.
Ich will Mensch sein. Wen beleidige ich damit?

WÄCHTER hat gesagt…

Christen verwehren ihren Kindern die Schulbildung?

Wer sowas behauptet, bezeugt, daß er von dem was er sagt keine eigene Erfahrung hat, sondern nur nachplappert.

Macht Euch doch erstmal schlau, bevor Ihr hier solchen Unsinn rauslasst.

Lebrecht Licht hat gesagt…

Sielle es mal richtig:
Christen, und andere Anbeter, verwehren den Kindern eine volle Erkenntnis.
Sie vermitteln nur ihr Erkennen. Anderes ist dem sündigen Mensch seines.
Und den Menschen die Sünde in allen Dingen anzuhängen ist eigen Unzufriedenheit.
Wir sind Bewohner dieser Erde. Wir sollten endlich begreifen, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist. Wenn es dabei die anderen nicht bedroht, und schlimmer. sollte dazu jeder seins machen können. Jeder sucht sich für das Leben einen Partner, eine Partnerschaft.
Und was Partnerschaft bedeutet habt ihr uns bis heute nicht gezeigt. Das was ihr uns vorlebt ist Abhängigkeit, das, was ihr anderen vorwerfen könnt, ist Abhängigkeit. Z.B. Gleichgeschlechtlich, Songtexte, Schwangerschaftsunterbrechung, andere Religionen, Atheismus, Ideologien.
Es gibt Menschen, die bleiben, wie sie sind. Für sich, für die anderen, für das Leben.
Daher ist ein lächelndes Gesicht in Ruhe besser als vehärmte Mundwinkel beim Drängen.
Denken ist das höchste Gut des Menschen. Für sich, für andere.
Geben wir jedem die Möglichkeit, es zum Wohlein für alle zu tun.
Freiheit der Gedanken ist mehr als Religionsfreiheit. Die schreibt nämlich schon was einseitig vor.
Nicht vergessen.

Old Geezer hat gesagt…

@WÄCHTER:

Sind Ihnen tatsächlich die Zahllosen Klagen der Fundamentalisten hier im Blog über eie Schulpflicht hier in Deutschland entgangen?
Oder über Sexualkunde in Polen, oder Evolutionstheorie in USA oder übergeordnete Religions/Philosophie/Werteuntericht einigen Bundesländern, usw.?

Ja, EINIGE (fundamentalistische) Christen mögen es nicht, wenn ihr NAchwuchs mit von ihren Ansischtne abweichenden Informationen versogt wird.
Ich kann Ihnen auch nicht sagen, warum diese vermuten, ihren Kinder nicht von der Richtigkeit ihrens Glaubens, der Korrektheit ihrer heiligen Schrift oder der Überlegenheit ihres Lebensweges überzeugen zu können, aber Fakt ist, das oft und zahlreich lamentiert wird und immer wieder Versuche unternomen werdne, nicht-linientreue Bildung zu verhindern.