Mittwoch, 3. Oktober 2012

Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) widmete sich besonders dem Thema: „Antichristliche Intoleranz“

Mit der „Messe der Nationen“, die live vom Schweizerischen Fernsehen aus der St. Galler Kathedrale übertragen wurde, ist die vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) einberufene Vollversammlung zu Ende gegangen.

Ein wichtiges Thema zum Abschluss des Treffens war die antichristliche Intoleranz.

Im Rahmen der Vollversammlung wurde der Verfolgung von Christen in der Welt ganz besondere und konkrete Aufmerksamkeit zuteil. Die Anteilnahme und Nähe zu den verfolgten Kirchen wurde erneut betont; die internationale Gemeinschaft wurde dazu aufgerufen, ihre Stimme laut und deutlich und dauerhaft zu erheben, damit das Recht der Religionsfreiheit immer und überall respektiert und gefördert wird.

Ebenfalls thematisiert wurde das Observatorium zur Intoleranz und Diskriminierung gegenüber Christen in Europa. Die Bischöfe kritisierten die dort dokumentierten schmerzvollen Fälle auf das Schärfste, welche einen Rückschritt in der Entwicklung der Kultur und der Gesellschaft bedeuten und bisherige Vorsätze und Absichten untergraben.

Es werden auch in Europa die Stimme der Christen "von manchen als unbequem empfunden und als intolerant oder rückschrittlich eingestuft", beklagen die Bischöfe: "In Wahrheit wird ihre Stimme für gefährlich gehalten, weil sie sich frei äußert, ohne sich irgendwelchen Interessen zu beugen, und nicht bereit ist, sich erpressen zu lassen“.

Kommentare:

DEWo hat gesagt…

Mit Erschütterung muss man seit geraumer Zeit feststellen, dass Christen in aller Welt verfolgt und nicht selten vertrieben oder gar ermordet werden.
Betrachtet man die Reaktion der beiden großen christlichen Kirchen, so hat man den Eindruck, dass die evangelische Kirche ihren Glaubensschwestern und -Brüdern weniger beispringt als die katholische - und das finde ich als evangelischer Christ bestürzend!
Wir brauchen uns vor Anhängern anderer Religionen nicht zu verstecken, denn unser Herr Jesus Christus hat uns dazu aufgefordert, den Nächsten zu lieben wie uns selbst. Das ist zwar oft nicht leicht, doch ist dieser Auftrag das dem Menschen zuträglichste Verhalten, das man sich vorstellen kann, wenn eine große Gesellschaft friedlich existieren soll.
Unsere Toleranz gegenüber anderen Religionen ist äußerst groß - das sieht man allein daran, dass es mittlerweile in Deutschland weit über 2000 Moscheen gibt. Kann man sich vorstellen, dass es toleriert würde, wenn Christen - etwa in der Türkei - eigene Kirchen errichten wollten? Die praktische Erfahrung ist anders, obwohl immer wieder Stimmen laut werden, die Türkei ohne Wenn und Aber in die Europäische Gemeinschaft aufzunehmen ...
Im eigenen Land gibt es schon seit geraumer Zeit Stimmen, welche die Christen in eine extremistische Ecke zu drängen versuchen - und dies geschieht sogar durch einzelne gewählte Volksvertreter, vorwiegend aus den Reihen der Grünen! Als Christ kann man bekennende Atheisten nur bedauern, denn ihnen entgeht gerade das, was das Menschenleben mit echtem Daseins-Sinn erfüllt. Diese Botschaft jungen, heranwachsenden Menschen vorzuenthalten, ist, auf der Grundlage der Erfahrung vieler Jahrhunderte, eine Unterlassung, die durch nichts gutzumachen ist!
Und gerade in diesem Punkt würde man sich mehr Bekenntnis und Unterstützung unserer „Kirchenoberen“ erwarten - mit einem solchen Herrn im Rücken braucht man sich nicht zu verstecken: „Gehet hin in alle Welt ... “ - aber nicht, um anderen diese Botschaft mit Gewalt aufzuzwängen, wie in zum Glück vergangenen Zeiten leider immer wieder geschehen, sondern um zu werben für ein mitmenschliches Verhalten, das sich am Vorbild von Jesus orientiert.

Der Chorleiter hat gesagt…

Und wo ist die Frage behandelt:
Christliche Intoleranz?
Dieser Satz, einem Atheisten gegenüber ausgesprochen, gehört dazu: "Als Christ kann man bekennende Atheisten nur bedauern, denn ihnen entgeht gerade das, was das Menschenleben mit echtem Daseins-Sinn erfüllt."
Wir sollten unsere Lebensauffassung vorleben. Nicht die der anderen zuerst bedauern, um dann unsere verstärkt und als besser anzupreisen.
Die Erfahrung zeigt, daß die Hinwendung zum Andersdenkenden gern als Schwäche dargestellt wird.
Und das ist schade.
Wären unsere meist christlichen Unternehmer nicht ohne fehlende Vorbereitung auf billige Arbeitskräfte zugerannt, gäbe es heute manches Problem nicht.
Die ich rief die Geister, werd ich nun nicht los.
Wer will sich integrieren aber nicht expandieren?
irgendwas stimmt nicht.

DEWo hat gesagt…

Lieber „Chorleiter“, dieser Satz hat nichts mit Intoleranz zu tun, denn er gibt nur eine Erfahrung wieder, die ich als Christ gemacht habe. Ich werfe niemandem etwas vor und will auch niemanden zu etwas zwingen, doch ohne meine persönliche Erfahrung als Christ wäre mein Leben deutlich ärmer - und das zu bekennen, ist weder Gewalt anderen gegenüber, noch ist es intolerant! Gerade das Bekennen zu christlichen Werten wird von atheistischer Seite als fundamentalistisch angefeindet - ein Fundament ist der Glaube gewisslich, denn er gibt mir persönlich Halt und Perspektive, doch gerade das macht mich anderen gegenüber toleranter, als wenn ich diesen positiven Lebensgrund nicht hätte! Was also ist daran intolerant?
Denn entscheiden muss sich jeder selbst, zu was er sich bekennt, und da mache ich niemndem irgendwelche Vorschriften.

Anonym hat gesagt…

Hallo Chorleiter,
auch ich finde, daß es möglich sein muß, einen Menschen ohne Glauben zu bedauern. Allerdings gebe ich Ihnen recht, daß auch Christen ihren Glauben oft nicht leben, so sind wir schwachen Menschen eben. Aber der christliche Glaube ist, wenn man ihn verstehen will,eine große Bereicherung des Lebens.

ich hat gesagt…

würde ich euch bedauern wenns denn zutreffen könnte? nein. auch wenn ihr mein schönes und interessantes leben also mein leben nicht erleben könnt oder wollt. ihr lebt euer leben und ich meins.
"... denn ihnen entgeht gerade das, was das Menschenleben mit echtem Daseins-Sinn erfüllt."
sehe ist dagegen schon als etwas intolerant an. ich werfe euch das anderssein nicht vor. doch ihr, grosse entschuldigung, bettelt fast nach dem euch widersprechenden um es dann genüsslich als beweis der intoleranz und diskriminierung auszugeben. so wirkt das auf andere.
ich ärgere mich über das was ich sollte besser gemacht haben. auch wenns die andern als gut empfunden haben. doch trauere ich nicht dem tag nach wos passiert ist sondern richte mich auf und sage mir: nicht noch mal.
und? schwupps ist es trotzdem wieder passiert. also neuer anlauf.
wo ist da zeit zum bedauern?

Der Chorleiter hat gesagt…

@ DEWO + anonym
Ich habe nichts dagegen, wie Sie die Dinge enpfinden. Doch wie Sie das dem Nächsten zeigen, kann schon beleidigen oder abstoßen.
Sonst wird auch einem "nicht so" ein "total dagegen". Und zeigen es auch so. Das ist der erste Schritt zum Nichtverstehen. Ich bedaure doch keinen Freund nur weil er anders ist als ich. Um einem Menschen mein Unverständnis zu zeigen schon.
Wenn ich nicht für etwas bin muß ich nicht unbedingt degegen sein.

laufer hat gesagt…

Bereits vor 2.000 Jahren wurde von Paulus geschrieben: "Seit Erschaf- fung der Weltwird die unsichtbare Wirklichkeit Gottes an den Werken seiner Schöpfung mit Vernunft wahrgenommen - seine ewige Macht und Gottheit." (1. Röm. 1/20)

Wer stattdessen St. Rawling und den "Urknall" als Schöpfungs-Beginn sieht ist eher sich selbst gegenüber intolerant als anders Glaubenden gegenüber.

ich hat gesagt…

fast egal was man sich als beginn der welt aussucht. zur zeit oft nur glaubend vorhanden. wer erkenntnisse nur in eine richtung deutet und akzepiert ist da der intolerante.
für mich ist die anwesenheit eines vordenkers nicht erkennbar. und die welt ist schon älter als 2ooo jahre. die menschheit auch. die jüdische geschichte kann man auch schon wesentlich länger verfolgen.
so wie der liebe JWvG schrieb wenn alles erkannt ist wird die welt nicht mehr existiern. braucht se auch nich, was will man dann noch?
wenns das leben leichter macht lebe ich auch mal mehr nach glauben als nach wissen. und das son schöpfer wie der liebe gott unsichtbar bleiben will liegt wohl daran dass er nicht persönlich haftbar gemacht werden will. ich tät mich mamnchmal auch gern unsichtbar machen. urknall und werke der schöpfung sind 2 dinge die der beginn für weiteres sind.
ich kann als urknallanhänger an diese sicht neue erkenntnisse befestigen. wie hält es die schöpfung mit angenagelte erkenntnis? unter zwang mehrfach anders gedeutet doch immer gleich behauptet. das ist dann tolerant?
find ich ja kringlich.

Anonym hat gesagt…

3Homophobie ist eine Sprachschöpfung von eigentlichen "Logophoben" und "Moralphoben".
Hätte die weise Natur Homosexualität gewollt, wären wir schon als Amöben ausgestorben.
Dass sie dennoch da ist, kann man akzeptieren und tolerieren, weil sie von ihren Inhabern als "normal" empfunden wird.
Zum Erhalt einer Gesellschaft trägt sie logischerweise nicht bei. Ohne sich deshalb beweisführend in die Details der ausübenden Praxis vertiefen zu wollen. So geht's nun mal nicht...
Mich erschreckt allerdings der zunehmende Griff zur Gewalt, wenn den Homosexuellen und ihren Symphatisanten die Argumente ausgehen. Toleranz, die sie verlangen, scheint Ihnen gänzlich fremd zu sein.
Ein für eine Gesellschaft gefährlicher, geradezu räuberischer Egoismus und ohne jene Achtung und Wertschätzung, die einer Familie gerade wegen ihrer Kinder zusteht.
Es ist, als wäre man in moralischen Schwemmsand geraten.
Das wären, bei einigermaßen Toleranz von Schwulen und Lesben, gar nicht unsere Baustelle. Unser aller gemeinsame Bedrohung liegt ganz woanders.

Anonym hat gesagt…

Wer sagt denn, dass sich Urknall und biblische Schöpfungsgeschichte nicht miteinander vereinbaren lassen?
Du sollst Dir kein Bildnis machen... Das steht dort.
Und es steht: Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott... und Gott sprach...
Worte sind Töne, Töne sind Frequenzen und Frequenzen formen Muster in Molekülen... ein streng wissenschaftliche Angelegenheit.
Und so formte wohl "das Wort" alle Lebensformen.
Die Bibel ist für mich das weiseste, klügste aller Bücher.
Nicht das Trennende suchen und betonen, sondern das Verbindende suchen...

Auch wenn sich gefährlich Verirrte auf den Weg machen, um anhand der Bibel die Offenbarung des Johannes gründlich "misszuverstehen" und das Jüngste Gericht anzetteln zu wollen. Deshalb die jetzigen Kriege.

Ach, sie missverstehen gar nichts.
Denn: Vor der Zeit... ist Satans Zeit.