Mittwoch, 9. März 2011

PID: Erste Lesung im Bundestag am 17. März 2011/Ethikrat nimmt Stellung

Der Deutsche Bundestag wird sich in erster Lesung am 17. März mit den drei vorliegenden Gesetzentwürfen zur Präimplantationsdiagnostik befassen.

Zu einer Abstimmung wird es aber voraussichtlich erst im Juni oder im Juli 2011 kommen.

Der Deutsche Ethikrat hat sich wie erwartet mit knapper Mehrheit für eine begrenzte Zulassung von PID ausgesprochen. Die Argumentationslinie von Befürwortern und Gegnern hielt sich ziemlich genau an der öffentlichen Diskussion der vergangenen Monate und an den drei Gesetzesprojekten.

Nur die Gruppe der Gegner im Ethikrat argumentierte streng ethisch: PID ist eine Verletzung des Lebensrecht eines Menschen.

Die Befürworter halten statt dessen PID für vertretbar, weil ja auch die Abtreibung zugelassen sei – eine lächerliche Begründung. Abtreibung ist nicht nur ethisch nicht zu verantworten, sondern in Deutschland immer noch illegal, wenn auch straffrei. Wenn die Befürworter schon die Abtreibungspraxis als Ausgangspunkt wählen, sollten sie konsequenterweise für eine Straffreiheit plädieren und nicht für eine Legalisierung.

Die Vorstellung, man könne einen Katalog von Kriterien festlegen, ist völlig realitätsfremd. Wer so argumentiert, möchte sich das Problem vom Hals schaffen. Das sollte aber nicht die Funktion eines „Ethik“rates sein.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

"Die Vorstellung, man könne einen Katalog von Kriterien festlegen, ist völlig realitätsfremd. Wer so argumentiert, möchte sich das Problem vom Hals schaffen."
wer behauptungen dieser art aufstellt nicht bzw nicht erkennbar begründet und daraus schließt
"Das sollte aber nicht die Funktion eines „Ethik“rates sein."
der sollte sich dahin zurückziehen wo er her kommt.
Die gesammte meldung ist ein schwachsinn und sollt von den lesern genauesten gelesen un bedacht werden um denn hinterlistigen sinn des verbots zu begreifen.
Wo euer glaube beginnt hört wissen wissen auf, sinn dist nicht durch schwachsinn zu ersetzen.
Mahlzeit

Der Chorleiter hat gesagt…

Lassen sie der Frau Küble drei bis 32 Begründungen für die PID Ablehnung schreiben, den Ethikrat dan frei eie ziehen, dann habt ihr das, was ihr wollt.

Anderen Leuten ein Begründen nichtezhischer Art vorzuwerfen und bei den Befürwortern des Verbotes die weiße Taube aus dem Ärmel ziehn?
Geht es noch?
Ihr wollt eine Lösung, drapiert sie mit "das ist ethisch" und da hören eure Überlegungen auf.
Hinterm Horizont gehts weiter.
(Besonders hinter eurem)

Alexander hat gesagt…

Nehmt doch mal die Katholische Kirche zum Vorbild. Nee, nee, nee. Nicht unbedingt vom Glauben. Doch für den Ethikrat eine Laienabteilung gäbe doch was kribbelndes.
Und dem Ethikrat sei gesagt, es wäre gut, vorher über das Verfahren bei einer uneinheitlichen Aussge zu reden. Damit sind wohl jetzt alle überfordert.