Freitag, 4. März 2011

Bischof Tebartz-van Elst für ein vollständiges Verbot der PID


Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst setzt sich für ein vollständiges Verbot der Präimplantationsdiagnostik (PID) ein. In einem persönlichen Schreiben wendet sich der Bischof von Limburg an die Bundestagsabgeordneten aus der Diözese. Er bittet sie, sich den Gesetzentwurf, der ein vollständiges Verbot der PID vorsieht, bei den kommenden Abstimmungen zu Eigen zu machen.

Die Vernichtung von nicht verwendeten Embryonen sei nicht gerechtfertigt, auch dann nicht, wenn das Herbeiführen und Ermöglichen einer Schwangerschaft zweifellos ein hohes Ziel sei, so Bischof Tebartz-van Elst. „Die PID ist daher ethisch grundsätzlich anders zu bewerten als die vorgeburtliche Diagnostik (PND) im Mutterleib, da die PID eine Selektion menschlichen Lebens voraussetzt, bei der es ausnahmslos immer auch zur Aussonderung und Tötung menschlichen Lebens kommt“, betont der Bischof. Bei einem vollständigen Verbot der PID handele es sich nicht um „einen christlichen Sonderweg“. Die PID verletze den Grundsatz der Unantastbarkeit und Unverfügbarkeit jeden menschlichen Lebens und stelle damit einen wichtigen Punkt der Demokratie in Frage.

Entschieden widerspricht Tebartz-van Elst Argumentationsversuchen, die für eine Vereinbarkeit von Pränataldiagnostik (PND) und der PID werben. Zur PND gehöre eine Beratungs- und Entscheidungsphase, die es bei der PID gar nicht geben könne, „da die Entscheidung für oder wider die Transferierung eines – von mehreren – Embryos eine rein medizinisch-technische Entscheidung bleibt.“ Die Frage der PID steigere deshalb nicht das Selbstbestimmungsrecht der Frau. „Ebenso wenig handelt es sich bei der PID um einen ‚Konfliktfall’ im Sinne des § 218 StGB, da es nicht um einen Lebenskonflikt der Schwangeren geht, sondern um einen im Labor wissentlich herbeigeführten Konflikt“, schreibt der Bischof. Der Gesetzgeber habe die Frage der Abtreibung im Schwangerschaftskonflikt bewusst im Strafrecht verortet. Nach einer medizinischen Indikation komme es hier zu der an sich schon unzumutbaren Abwägung zwischen dem Leben der Mutter und dem Leben des Kindes. Da die PID auf einer embryopathischen Indikation beruhe, werde zwischen Leben und Gesundheit entschieden. „Diese Entscheidung, was gesund, glücklich und lebenswert ist, muss den Menschen und unsere Gesellschaft überfordern“, so Tebartz-van Elst.

Quelle: Pressedienst des Bistums Limburg

Kommentare:

Der Chorleiter hat gesagt…

Was hat dieser Mensch getan, um sich umfassend zu bilden?
Was hat er getan, um sich umfassend zu diesem Thema zu bilden?
Der Glaube macht's nicht immer.
Schuster bleib bei deinem Leisten, äh, Bischof bleib bei deinen Schäfchen.

Anonym hat gesagt…

Die konnten schon nicht zwischen erde, sonne und zentrum unterscheiden, brauchten hier schon jahrhunderte, um sich zu wissenschaftlich nachgewiesenen erkenntnissen durchzuwurschteln. Was erwartest du von denen bei PID oder anderen gar aktuellen problemen für weiter reichende und sofortige annehmbare antworten?
Auch wenn der papst die moderne kommunikation anlobt. Jeder zweite gedanke ist: wie können wir sie für uns nutzen, damit wir den fuß in die tür, eimfluß kriegen. Doch nicht für den fortschritt, ich bitt dich.

Matthäsius hat gesagt…

Chorleiter, Sie haben meine allzeit drängende Frage auf den Punkt gebracht:
Was haben Sie getan, um sich umfassend zu bilden?
Was haben Sie getan, um sich umfassend zu diesem Thema zu bilden?
Die persönliche Einschätzung macht's nicht immer.
Chorleiter, bleib' bei Deinem Chor...

Trapin hat gesagt…

@chorleiter

Ja, die Option des freien Willens ist ja gerade, die es möglich macht, sich gegen Gott zu stellen.
Menschen, die sich über Gott stellen, haben ihren Lohn dahin.
In einer egoistischen Gesellschaft werden egoistische Entscheidungen getroffen. Humanismus ist eine Worthülse, die nur dem Ego dient.
christlichen Humanismus gibt es schon gar nicht.
Ärzte, die sich für PID zur Verfügung stellen haben ihr Berufsethos schon lange verlassen.
Sie sollen heilen; nicht töten.

A. Vollbrecht hat gesagt…

Matthäsius: Der Erstkommentator möchte
erstaunlicherweise unbedingt Sowjetzonenkind bleiben, wahrscheinlich putzt er in Gedanken immer noch seine Kalaschnikow, um "Grenzverletzer" in den Rücken zu schießen - Schönes Wochenende!:

http://www.playingforchange.com/journey/introduction

P.S. Gott schütze ALLE Kinder des Universums!!

Der Chorleiter hat gesagt…

Für 3, 4, 5
Wenn es keine passende Antwort gab, hörte ich früher solche schönen Meinungen, Vergleiche und Gegenfragen. Ich bin damit groß geworden. Die rötlich gefärbten habe ich überlebt, so werde ich wohl auch die gräulich, schwarzen überleben.
Zum Informieren nutze ich alles, was mir vor Augen, Ohren und Nase kommt. Und ich suche dort das Wissen zum Behaupten, Bestreiten, vor allem, zum Leben.
Es ist schön, mal die heilige Dreifaltigkeit als Einfältigkeit zu erleben.
Zum Abschluß die Fragen:
"Was hat dieser Mensch getan, um sich umfassend zu bilden?
Was hat er getan, um sich umfassend zu diesem Thema zu bilden?"

Diffamieren könnt ihr leidlich, aber zu durchsichtig. Konkret antworten? - Da ist die erste Einschätzung noch übertrieben.

Übrigens: Ich bin Mensch, im Osten Deutschlands aufgewachsen ist und hier lebt.
Begreifen werdet ihr es kaum, doch ich wollt es mal deutlich sagen und mit richtigen Worten.
Und ich leiste mir, wie zu Ostzeiten schon, den Luxus einer eigenen Meinung. Wie ich an euch Dreien sehe, ist das eine Notwendigkeit; wie auch das verteidigen dieser.

Der Chorleiter hat gesagt…

Entschuldigung. Damit es mir nicht so geht wie dem Freiherrn, möchte ich für mein vergessenes "der" um Nachsicht und nachträgliche Beachtung bitten.

Anonym hat gesagt…

Chorleiter , Du argumentierst derart lächerlich, es ist zum fremdschämen.
Du bist einfach nur erbärmlich

Anonym hat gesagt…

chorleiter, du hörst dich gern reden und wähnst dich womöglich intelligent

niemand interessiert dein lebensfremdes geschwafel

Trapin hat gesagt…

Chorleiter hat eigentlich das Zeug für die "Dagegen-Partei".
Konstruktives ist von ihm nicht zu erwarten.
Ich hoffe aber aber, dass es besser werde mit Ihm.

Der Chorleiter hat gesagt…

Mr. Trapin, es ist verwunderlich, daß man ohne großen Worte zustimmen darf. Doch wehe, man ist nicht gleich der verfaßten Meinung oder hat aus gutem Grund andere Ansichten oder stellt etwas in Frage.
Ich habe mich im Internet zu der Problematik kundig gemacht, ich habe bei meinen Chören Leute, die in dieser Art tätig werden würden, wenn es ein Gesetzt zuließe.
Sie haben mir auch aufgezeigt, was sofort und dazu hilfreich für viele anzuwenden wäre, welche ethischen Bedenken bei ihnen bestehen, was nach heutigem Wissen lohnend für alle und für die weitere Forschung notwendig wäre.
Ich konnte nach Berlin in die HU mitfahren und von einigen Kennern und Könnern die Standpunkte erfahren, Fakten erfragen.
Wenn hier jemand Dagegen-Partei ist, im reinsten Sinne ud Verständnis von - Partei - dann sind es hier zumindest 3 Leute.
Verbieten, diskriminieren, nur sie.
Wie sagte meine Oma?
"Sag nicht nie. Man kann ja nie wissen."
Wenn die Kirche noch die Macht hätte, wie sie früher einmal hatte und andere Religionen in den befallenen Länder demonstriern, dann müßte ich mich wieder genau so vorsehen, wie zu Zeiten eines Mielke.
Ich möchte nicht - noch nicht - den Schluß ziehen, daß verschiedene Dinge, die mich in der gleichen Art und Weise behindern, eine gemeinsame Sprache sprechen, einander gleich sind.
Die Fragen nach dem Wissenserwerb dieses Herrn sind immer noch ungelöst.

D. hat gesagt…

„Die PID ist daher ethisch grundsätzlich anders zu bewerten als die vorgeburtliche Diagnostik (PND) im Mutterleib"
Richtig. Bei der PID bleibt einer Mutter eine Abtreibung eines schwerkranken nicht lebensfähigen Kindes erspart. Die Diskussion über eine Selektion von Leben ist so eine Sache, in der jeder eine eigene Meinung hat, die auch zu respektieren ist. Ich zum Beispiel bin der Meinung, dass es nichts verwerfliches ist, Leid von Anfang an zu verhindern. Für mich ist Leben nicht schon die Verschmelzung von Samen- und Eizelle, ergo ist es für mich kein Mord, die befruchtete Eizelle nötigenfalls zu entsorgen. Und als Vater wäre es mir lieber, ein gesundes Kind großzuziehen, statt ein leidendes Kind, das eine vorhersehbare Lebensdauer von z.B. 12 Jahren hat, zu pflegen in dem Wissen, dass es bald eines qualvollen Todes stirbt. Menschlich täte mir das zu sehr weh. Das ist meine Meinung, die ich gerne eben so respektiert angesehen hätte wie ich andere Meinungen respektiere.
Beim der Frage PID ja oder nein geht es aber nicht um Meinungen, sondern um Möglichkeiten. Will man z.B. eine Tochter statt einen Sohn, so ist da eine Abwägung zwischen Gesund und Gesund. Diese Art der PID-Nutzung halte ich für falsch, Sie wahrscheinlich auch. Aber darum geht es in der jetzigen PID-Frage nicht. Jetzt geht es um die Abwägung Gesund oder Schwerkrank, u.U. nicht lebensfähig. Und diese Frage sollte doch jeder Betroffene für sich entscheiden können. Als einfacher Mensch kann ich schnell gegen die PID sein, aber nur weil ich das bin, habe ich dann das Recht, einem anderen, Betroffenen, diese Entscheidung abzunehmen, von dessen Leid ich keine Ahnung habe? Muss ich diesen Leuten anmaßen, sich einen kranken Embryo einzupflanzen, um dann durch die PND herauszufinden, dass ein nicht überlebensfähiges Kind entsteht, welches dann abgetrieben wird? Kann ich überhaupt betreffenden Personen vorwerfen, sie würden sich keine Gedanken zur Frage um die Embryos machen? Nein, kann ich nicht.
Wer letztlich wie zur PID steht, ist jedem selbst überlassen. Wer dagegen ist, muss sie nicht anwenden oder anbieten, sollte sie aber anderen auch nicht vorenthalten. Daher würde es mich freuen, wenn hier etwas mehr Toleranz kommen würde, denn hinter jeder PID stehen, wie auch hinter jeder Abtreibung, Geschichten und Emotionen, die wir, die hier diskutieren, vermutlich nicht einmal ansatzweise nachfühlen können.

Liebe Grüße
D.

Der Chorleiter hat gesagt…

Wer keine Argumente hat, greift zu Fäusten.
Wer das nicht kann, wird an seinem Unmut ersticken und Mitmenschen drangsalieren.
Ich habe Fakten erwartet.
Ist wohl ein Irrglaube.

An D.
Gut geschrieben. Danke

Gino hat gesagt…

Es gibt Menschen, die sich immer angegriffen fühlen, wenn jemand eine Wahrheit ausspricht. Christian Morgenstern

Anonym hat gesagt…

"Nach einer medizinischen Indikation komme es hier zu der an sich schon unzumutbaren Abwägung zwischen dem Leben der Mutter und dem Leben des Kindes."
Ich dachte immer narrenkappen sehen anders aus, doch das sie auch als berufskleidung im angebot sind?
Ich schließe mich an:
was weiß der mann und woher?

Matthäsius hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Anonym hat gesagt…

Schäm dich, Matthäsius!

Matthäsius hat gesagt…

Wofür?

Matthäsius hat gesagt…

Da haben Sie ja ein paar interessante Kommentare abgelassen, D..
Ich hatte eigentlich ein Zitat von Einstein gepostet, aber es wurde möglicherweise gelöscht oder Google hatte ein Serverproblem...
Einstein soll wohl gesagt haben: »Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.« Er hatte recht!
Aber sehen Sie, genau das tun Sie wenn Sie sagen »Bei der PID bleibt einer Mutter eine Abtreibung eines schwerkranken nicht lebensfähigen Kindes erspart.«
Die Abtreibung kann ihr auch so erspart bleiben, indem Sie es einfach nicht tut. Die Mutter würde das Kind behalten, und die Gesellschaft um sie herum, die das Leben erstmal so nimmt wie es ist, wird ihr das Leben und ihre neue Aufgabe so gut es geht erleichtern. »Das tut sie aber nicht, die Gesellschaft...« sagen Sie? Damit wären wir wieder bei Einsteins Sache mit der Denkweise...

»Ich zum Beispiel bin der Meinung, dass es nichts Verwerfliches ist, Leid von Anfang an zu verhindern. Für mich ist Leben nicht schon die Verschmelzung von Samen- und Eizelle, ergo ist es für mich kein Mord, die befruchtete Eizelle nötigenfalls zu entsorgen.«
Wie wollen SIE denn das Leid des Kindes beurteilen, SIE, der Sie sich von der Gesellschaft bevormundet fühlen, weil diese meint, das Homo- oder Bisexualität abnormal oder gar für den Betroffenen »Leid« sei? SIE, der auf die Hilfe derer angewiesen war oder ist, die für Ihre Sache gekämpft haben, weil Sie es nicht alleine konnten. Wollen SIE sich nun auf die Seite derer stellen, die meinen die Antworten zu haben, dafür, ab wann das Leben begänne, welches Leben lebenswert sei, wer normal oder nicht ist, und darüber bestimmen? SIE über andere, die Sie doch noch nicht einmal kennen?
Soll IHRE Meinung, der Sie doch nichts verstehen vom Vater sein (wenn ich mich richtig erinnere), der Sie die befruchtete Eizelle noch nicht einmal annähernd kopieren könnten, darüber entscheiden, ob sie leben darf oder nicht?

»Und als Vater wäre es mir lieber, ein gesundes Kind großzuziehen, statt ein leidendes Kind, das eine vorhersehbare Lebensdauer von z.B. 12 Jahren hat, zu pflegen in dem Wissen, dass es bald eines qualvollen Todes stirbt.«
Sie glauben also, daß wenn Sie den Tod nur so schmerzlos wie möglich selbst herbeiführen könnten, es dann in Ordnung ist, das bei jemanden – der noch nicht einmal selbst darüber entscheiden kann, also schutzbedürftig ist – zu tun, statt den natürlichen Tod abzuwarten und die Schmerzen dessen zu lindern?
Wie kommen Sie darauf?

»Beim der Frage […] geht es aber nicht um Meinungen, sondern um Möglichkeiten.«
Wieder ein Denkfehler, der den Rest des Gedankens lenkt.
Wenn die Möglichkeiten der Ethik übergeordnet sind, dann schaffen wachsende Möglichkeiten die Ethik letztlich ab.

Matthäsius hat gesagt…

»Als einfacher Mensch kann ich schnell gegen die PID sein, aber nur weil ich das bin, habe ich dann das Recht, einem anderen, Betroffenen, diese Entscheidung abzunehmen, von dessen Leid ich keine Ahnung habe? Muss ich diesen Leuten anmaßen, sich einen kranken Embryo einzupflanzen, um dann durch die PND herauszufinden, dass ein nicht überlebensfähiges Kind entsteht, welches dann abgetrieben wird? Kann ich überhaupt betreffenden Personen vorwerfen, sie würden sich keine Gedanken zur Frage um die Embryos machen? Nein, kann ich nicht.«
Das klingt sehr verständnisvoll, hat aber einen Haken.
Nicht der Embryo oder das Wohlergehen des Kindes stehen hier im Vordergrund, sondern das bequeme Ego der werdenden Eltern. Wenn das Kind nicht überlebensfähig ist, dann wird es doch ohnehin sterben, wozu die Eile?
Nur weil ich MIR Leid ersparen will, stirbt der Mensch am besten vorher, der es durch sein MÖGLICHES Leiden in mir verursachen könnte, damit ich mich nicht mit meinen eigenen Problemen, oder mit Trauer beschäftigen muß…
Soll das Mitgefühl sein?

»Daher würde es mich freuen, wenn hier etwas mehr Toleranz kommen würde, denn hinter jeder PID stehen, wie auch hinter jeder Abtreibung, Geschichten und Emotionen, die wir, die hier diskutieren, vermutlich nicht einmal ansatzweise nachfühlen können.«
Meine beiden Kinder waren Risikoschwangerschaften. Sie hätten beide schwer geschädigt zur Welt kommen können, aber wir haben uns von vornherein FÜR sie entschieden, bedingungslos, nicht unter gewissen Umständen. Ich sage nicht, daß es leicht sei, (schwer) behinderte Kinder zu haben, aber selbst wenn meine kleine Tochter den Rest ihres Lebens auf dem Entwicklungsstand einer hälbjährigen bliebe, so wöllte ich doch keinen Tag mit ihr missen.
Niemandem soll hier sein Leid, seine Überforderung, seine Enttäuschung und Trauer abgesprochen werden, aber doch ist die Entscheidung für den Tod des Schutzbefohlenen meist in Mitleid gekleidete Selbstsucht.

Bis bald

Anonym hat gesagt…

@ Matthäsius
Sie schildern es aus der sicht ihres lebens, das nicht das eines anderen ist. Sie lehnen ab ihm seine selbstbestimmung da die möglichkeiten größer sind für sich in anspruch zu nehmen. Anderer weg, gleiches ziel.
Wenn mir jemand etwas verbieten will was für ihn nicht ausgereift erscheint oder er es zumindest denkt, setzt er sich über ALLES andere hinweg auch wenn es manchem erleichterung und würde bringt.
Ich bin leuten bis zum letzten atemzug zur genüge beigestanden, habe auf das gehört was sie sagten, hauchten. Da hat man eine andere sicht der dinge.
Wer ein einzelschicksal dem allgemeinen opfert, wer nach seinem denken die grenzen für anderes zieht ist ein arme, bedauernswerter irrer.
Für mich ist klar geworden mensch und gemeinschaft sollen sich helfen ein ziel zu erreichen, mit so wenig wie möglichen vorschriften.
Traue den anderen aber sichere deines.

D. hat gesagt…

@ Matthäsius

"Da haben Sie ja ein paar interessante Kommentare abgelassen, D.."
Immer wieder gern. :-)

"Die Abtreibung kann ihr auch so erspart bleiben, indem Sie es einfach nicht tut."
Das ist einfach gesagt. Wenn von vornherein z.B. eine Totgeburt verhindert werden kann, weshalb ist es denn dann notwendig, erst eine Schwangerschaft herbeizuführen? Wir müssen aufpassen, das wir hier die Abtreibung eines nicht-lebensfähigen oder schwerstbehinderten Kindes nicht durcheinander bringen mit einer Abtreibung aufgrund des Wunsches nach Kinderlosigkeit. Finden Sie es wirklich richtig, die Möglichkeit der PID nicht zu nutzen, mit der Folge, dass eine Frau erst ein Kind eingepflanzt bekommt, dass dann untersucht wird und bei dem dann im Mutterleib festgestellt wird, dass es nicht überlebensfähig ist? Finden Sie es richtig, die Möglichkeit der PID nicht zu nutzen, mit der Folge, dass ein vermeidbares Leid entsteht, insbesondere für die austragende Frau, die dann auch noch den Konflikt eben um die Abtreibung hat? Finden Sie es richtig, dass diese Frau dann im schlimmsten Fall 9 Monate wissentlich eine Leiche in sich rumträgt, und vor allem, können sie dieser Frau dann erzählen, es war richtig, dass sie die PID nicht anwenden durfte?

"Die Mutter würde das Kind behalten, und die Gesellschaft um sie herum, die das Leben erstmal so nimmt wie es ist, wird ihr das Leben und ihre neue Aufgabe so gut es geht erleichtern. »Das tut sie aber nicht, die Gesellschaft...« sagen Sie?"
Das habe ich noch nicht gesagt, werde es aber gleich. Im Falle einer Geburt eines schwerbehinderten Kindes wäre es sicher wünschenswert, wenn die Gesellschaft diese Familie und dieses Kind unterstützt. Aber tut sie das denn wirklich? Nein. Sie versucht es, mit Einrichtungen, mit Hilfen. Aber die Menschen stellen Fragen,z.B. wieso man das Kind trotz Behinderung bekommen hat. Und sie bringen dem Kind nicht die Akzeptanz entgegen, die Sie, und auch ich mir wünschen würden. Es wäre schön, wenn es so wäre, allerdings würden wir uns etwas vormachen, wenn wir glaubten, es wäre tatsächlich so. Und um auf das Thema zurückzukommen, ich denke nicht, dass ein Verbot der PID die Gesellschaft ändern würde, nicht teilweise und schon gar nicht vollständig.

"Wie wollen SIE denn das Leid des Kindes beurteilen, [...ff.]"
Schöner Rundumschlag über Homosexualität zu Antworten und Vorwürfen dass ich das Leid anderer beurteilen könnte, bravo. Die Stelle meines Posts, auf den sie sich beziehen, war lediglich eine Wiedergabe meiner Meinung. Keine Antwort, keine Beurteilung irgendeines Leides, nur meine Meinung, verwechseln sie das nicht.

"Wieder ein Denkfehler, der den Rest des Gedankens lenkt.
Wenn die Möglichkeiten der Ethik übergeordnet sind, dann schaffen wachsende Möglichkeiten die Ethik letztlich ab. "
Und wenn die Ethik sich nicht mit den Möglichkeiten weiterentwickelt, gibt es keinen Fortschritt, egal in welche Richtung. Wenn durch Möglichkeiten Leid verhindert werden kann, sollte man das ethisch auch bedenken. Der Mensch entwickelt sich weiter, seine moralischen Werte entwickeln sich weiter, und die Ethik sollte Schritt halten.

"Das klingt sehr verständnisvoll, hat aber einen Haken.
Nicht der Embryo oder das Wohlergehen des Kindes stehen hier im Vordergrund, sondern das bequeme Ego der werdenden Eltern."
Wenn sie das so formulieren, richtig. In dem Moment, wo dem Embryo nicht mehr geholfen werden kann ist es auch nicht mehr nötig, sich um sein Wohlergehen zu kümmern. Wir sprechen hier nicht von einem Menschen, der denkt und fühlt, sondern von einem Zellhaufen, mikroskopisch klein. Und wenn der Embryo nicht überlebensfähig ist, liegt die Priorität nicht mehr bei seinem Wohlergehen, sondern bei dem der Eltern. Und genau darum, Matthäsius, genau darum die Eile. Um die Eltern zu schützen vor unnötigem Leid.

Liebe Grüße
D.

Der Chorleiter hat gesagt…

Wie ich es mir schon dachte. Keine Meinung zur Frage, woher das Wissen kommt, um hier etwas Reales, etwas Wissendes abzuliefern.
Herr Matthäsius, da geht es um das Wissen vom Herrn Bischof und nicht meines.
Ich gebe ihnen gern Adressen im Net an, wenn sie noch welche suchen sollten, wo sie sich ein Dafür oder Dagegen holen können.

Matthäsius hat gesagt…

??
Alles klar mit Ihnen, Chorleiter?...

Der Chorleiter hat gesagt…

Danke der Nachfrage, bei mir schon.
Andere Sachen bedenklich.
Welches Wissen für die Lösung des Problems herangezogen wurde, konnte bisher nicht nachgelesen werden.
Die Infos aus dem Net geben darüber auch keine verwertbare Auskunft.
Ergo, keine andere Reaktion möglich.