Mittwoch, 9. März 2011

Skandal: Mehrheit im Europaparlament für Abtreibung als Instrument zur Familienplanung

“Das sind trojanische Pferde auf Papier – eine Skandalentscheidung!” – so klar kommentiert der CSU-Europaabgeordnete Martin Kastler (Foto) die im Europäischen Parlament verabschiedeten Berichte zum “Abbau gesundheitlicher Ungleichheiten in der EU” (Bericht Estrela) und der “Gleichstellung von Frauen und Männern in der EU” (Bericht Nedelcheva).

Beide seien im Detail haarsträubend: “Die Berichte erklären Abtreibung unverhohlen zu einer Methode der Familienplanung und der Verhütung. Das ist grausamer Hohn am Recht auf Leben und auf Menschlichkeit!” Kastler hatte zusammen mit anderen christlichen Abgeordneten bis zuletzt versucht, diese Passagen zu vermeiden – im Ende aber stimmte doch eine Mehrheit im Plenum dafür.

Nach dem Bericht der portugiesischen Sozialistin Edite Estrela sollten die EU und ihre Mitgliedstaaten garantieren, “dass Frauen sich problemlos Empfängnisverhütungsmittel besorgen können und ein Recht auf einen sicheren Schwangerschaftsabbruch haben” (Punkt 26).Verhütung und Abtreibung damit auf eine Ebene zu stellen und, so Kastler, in einem Atemzug zu nennen, sei “geschmacklos und lebensverachtend – gerade so, als wäre das grausame Töten eines Embryos ein Kavaliersdelikt der Familienplanung.”

Der Bericht der bulgarischen Abgeordneten Mariya Nedelcheva fordert – obwohl eigentlich fokussiert auf die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt – in Punkt 66 ähnliches: “Dort schweift der Bericht ab zur sogenannten reproduktiven Gesundheit – und stellt ebenfalls Abtreibung und Verhütung auf eine Ebene für Bevölkerungsplanung. Es ist dreist, wie uns da moralische Bomben im Geschenkkarton der Gleichberechtigung untergejubelt werden sollen”, so Kastler.

Leider, so Kastler, denke man in der EU-Kommission nicht anders. Auf eine von ihm eingereichte offizielle parlamentarische Anfrage zur Defintion von “sexueller und reproduktiver Gesundheit” heißt es seitens der EU-Kommisison lapidar: “Das Rechtsgut der sexuellen und reproduktiven Gesundheit schließt den Zugang zu sicherer Abtreibung überall dort ein, wo diese legal vorgenommen werden kann.” Damit, so Kastler, zeigen die Berichte Estrelas und Nedelchevas wie auch die Aussagen der EU-Kommission, dass die relativistischen, antichristlichen Kräfte durchaus den Einfluss haben, Mehrheiten für eine “Kultur des Todes” zu schaffen.

Quelle: Internetseite von Martin Kastler MdEP

Link zur Entschließung des Europaparlaments HIER (Siehe dort unter Punkt 25: Das Europäische Parlament .... ist der Ansicht, dass die EU und die Mitgliedstaaten dafür sorgen müssen, dass Frauen sich problemlos Empfängnisverhütungsmittel besorgen können und ein Recht auf einen sicheren Schwangerschaftsabbruch haben)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wann werdet ihr begreifen daß meinungen die nicht kirchlicher und nicht christlicher art sind nicht gleichzeitig auch antikirchlich oder antichristlich sind und doch von der mehrheit getragen werden?
Versucht euch nicht auf diesem weg mehr zustimmung zu ergaunern.

Anonym hat gesagt…

An Anonym
Nicht nur, dass Du die Fakten nicht kennst ueber die 200 000 bis 300 000 Abtreibungen im Jahr allein in Deutschland und dann gejammert wird, dass es nicht genug Kinder gibt in unserem Land - nein, Du hast auch moralisch gesehen ein kaltes und steinernes Herz, wenn Du Abtreibungen befuerwotest !
Moege Gott Dich anruehren und Dir ein Herz aus Fleisch und Blut geben und Dir die Augen oeffnen !!!
Jesus sagte: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun !
Ich empfinde Mitleid mit Dir, denn Du weisst nicht, was Du schreibst !!

Anonym hat gesagt…

Solange die kirche mit anhang das hinterher verketzert, mit ihrer meinung und art das vorher nicht menschengerecht anpackt, seid ihr für die lösung dieses wie ähnlicher probleme mehr verhindernd denn helfen tätig.
Und ich weiß was ich schreibe, und ich weiß wer ich bin und ich weiß wann ich helfen kann.
Doch leider sind christliche unternehmungen so sie umfassend sein sollen nur auf gut glauben ist richtig leben ausgerichtet daß es einem nicht mehr wundert wenn ihre anhänger im stillen kämmerlein alles heimlich machen und denken es merkt keiner.
Gut meinen ist nicht gleich gut machen.
Du und die macher des blogs können in dieser art schreiben wie sie wollen; es bleibt ein frommer wunsch.
Mal ketzerisch gesagt: bei der menge an gebeten und dem mangel an erfolgen könnte man leicht auf den gedanken kommen daß die gebetsrichtung nicht stimmt. Und mekka ist es auch nicht. Wie weiter? Was tun?

Der Chorleiter hat gesagt…

Ein Skandal wäre es, wenn nur die Meinung von weniger als 50 % der gültigen Stimmen die Endlösung wäre.
Ein Skandal ist hier die Bezeichnung Skandal. Mal das Wörterbuch konsultieren.
Ich sage es wiederholt: Eure Wortwahl jammert einen, strotzt von Voreingenommenheit.

Anonym hat gesagt…

Die grundlegende Frage ist doch eine Glaubenssache. Die nach der Seele des Menschen. Die nach der Frage "Seelenexistenz" eines jeden Menschen. Wenn man das so sieht sind die Abtreibungen Millionen Morde weltweit. Wenn man aber nicht an diese Seelenexistenz glaubt ist Abtreibung in die Familienplanung einzubeziehen, ein wichtiges Mittel und unverzichtbar gegen die drohende Überbevölkerung, und es wäre Massenmord die Bevölkerungslimitierungssysteme aufzugeben. wiegesagt: eine GLAUBENSFRAGE, wir KÖNNEN leider NICHT wissen, welche Seite recht hat, deshalb sollten sich beide Seiten hüten übereinander zu richten. Beide Seiten wollen aus ihrer Sicht niemanden töten. Kapiert das bitte alle mal, dann könnt ihr reden ohne von beiden Seiten immer nur "Mörder" zu sehen