Donnerstag, 10. Februar 2011

Die geplanten Störungen beim 1000 Kreuze Marsch in Münster zeigen: Die Lebensrechtler sind der Stein des Anstoßes unserer Gesellschaft


Mathias v. Gersdorff

Am 12. März 2011 wird in Münster eine 1000 Kreuze Aktion stattfinden. Wie letztes Jahr, planen linksradikale Chaoten diese zu stören. Im Jahr 2009 konnten sie sogar den Demonstrationszug einige Stunden aufhalten, bis mehrere Hundertschaften Bereitschaftspolizei die Blockierer beiseitegeschoben hatten und die Lebensrechtler mit ihren weißen Kreuzen passieren und ihren Marsch beginnen konnten. Dieses Jahr wird es möglicherweise nicht so weit kommen, denn viele der Linksradikalen wurden mit Strafanzeigen belegt. Sie behinderten eine legale und genehmigte Demonstration. Das Demonstrationsrecht besitzt in Deutschland Verfassungsrang. Außerdem mißachteten etliche Linke das Vermummungsverbot. Die Prozesse laufen und der Ausgang ist ungewiß, dennoch sind dieses Jahr die Chaoten vorsichtiger, zumindest was die Meldungen in den entsprechenden Blogs anbelangt.

Die Auseinandersetzungen zwischen Lebensrechtlern und Linksradikalen hat schon etwas ritualhaftes. In den letzten Jahren wurde so gut wie jede 1000 Kreuze Aktion gestört. In München, Berlin oder Münster hatten Antifa und andere schon Wochen voraus geplant, wie sie die Aktionen verhindern oder zumindest stören konnten. Die 1000 Kreuze Aktion in Münster im Jahr 2010 wurde begleitet von einem hysterischen, geradezu psychopathischen Geschrei von Gegendemonstranten. Der zur Schau gestellte Haß auf die Demonstranten war zeitweise furchterregend.

Die unbeteiligten Passanten und die Anwohner, die aus den Fenstern zuschauten, hatten ein Bild vor sich, das kontrastreicher nicht sein konnte.

Auf der einen Seite standen friedliche Lebensrechtler, die Kreuze trugen und für das Leben der Ungeborenen beteten. Trotz des langen Wartens, der Kälte und des gelegentlichen Regens behielten sie Ruhe und Geduld. Sie ließen sich auch nicht von dem animalischen Gebrüll der ihnen gegenüberstehenden Gruppe in ihrer innerlichen Haltung stören. Sie blickten vielmehr mitleidig auf die haßerfüllten Gesichter der meist jüngeren Chaoten, dessen einziger Lebenssinn offenbar darin besteht, zu toben, zu schreien, zu hassen und sich extremen Gefühlsausbrüchen hinzugeben.

Was sich hier jedem Passanten darbot ist der Gegensatz von zwei Kulturen: Die Kultur des Lebens und die Kultur des Todes. Diese Begriffe stammen von Papst Johannes Paul II. Und er meinte nicht nur eine Unterscheidung hinsichtlich der Haltung zur Abtreibung.

Die Kultur des Todes ist nicht nur die Befürwortung der Tötung von unschuldigen Menschen im Mutterleib, sondern eine Mentalität, die die gesamte Persönlichkeit umfaßt.

Die Gegendemonstranten haben nicht nur gegen die Pro-Lebens-Einstellung des Gebetszuges geschrien, sondern gegen alles, was irgendwie damit in Verbindung steht. Sie waren gegen Gott, gegen Religion, gegen Kirche, gegen Papst, gegen Patriarchat, gegen Staat (Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat) usw.

Sie waren auch gegen die herrschende Rechtsordnung, die den Lebensrechtlern das Recht auf eine Demonstration gewährt. Sie waren gegen die Freie Meinungsäußerung. Sie waren im Grunde genommen gegen sämtliche Regeln des demokratischen Miteinanders.

Natürlich sind nicht alle Menschen, die die Abtreibung befürworten, dermaßen radikal. Dennoch ist seit einiger Zeit zu beobachten, daß sich die Sprache gegen die Lebensrechtler bei vielen Medien und Meinungsmachern zunehmend radikalisiert. Man versucht, die Lebensschützer in die Nähe des Radikalismus zu stellen und man belegt sie mit Begriffen wie „Fundamentalismus“. Manchmal rückt man sie sogar in die Nähe von Rechtsradikalen. Offensichtlich wird versucht, die Lebensrechtler zu stigmatisieren und aus der öffentlichen Debatte herauszudrängen. Man will sie zu „Pariern“ degradieren.

Die Lebensrechtler dürfen sich das nicht gefallen lassen und müssen sich auch innerlich dagegen wehren. Sie dürfen sich nicht einer Art „Stasi im Kopf“ unterordnen und Angst haben, ihre Meinungen, die die Wahrheit vertreten, zu verstecken. Mut wird immer mehr zur notwendigsten Tugend. Man darf nicht vergessen, daß uns, den Lebensrechtlern, die Straße gehört, nicht den linksradikalen Chaoten.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Lebensrechtler?
Was oder wer ist das?
Stasi im Kopf?
Erklärt haste dazu nichts, trotz mehrfacher Forderungen.
Und wie ihr euch auch betitelt, was anmaßend ist bleibt trennend.
Wer alles auf die Schmalspur pressen will, darf sich nicht wundern, wenn kein ICE mit dabei ist und sich Reisende von diesen Strecken fern halten.

Anonym hat gesagt…

Es ist besser, sich um ungelegte eier zu kümmern. ausgebrütet und lebendig macht so ein federvieh viel arbeit, will fressen und kuscheln.
der mensch dagegen wir farbig, denkend, anmaßend, freudig oder muffig gegen andere.
da ist es besser, etwas voran zustellen.
wenn man etwas erfinden könnte, was die nur die grundeinstellung lebenslustig und allwissend zur geburt zuläßt, wäre ich auch gegen jegliche form der abtreibung. lieber mehrere lichtenbergs als ein mephisto.

Anonym hat gesagt…

Ihr, Lebensrechtler, solltet Euer Anliegen auf häufig frequentierten BLOGs verbreiten - und es auch über Radio versuchen, bevor die wieder über Euch herziehen. Z.B. beim WDR-5, Diesseits von Eden, auch bei facebook, twitter , StudiVZ.

Ich gehörte früher auch zur ANTIFA und ganz hat sie ihre Berechtigung auch noch nicht verloren; wobei man beachten sollte, daß der ISRAELfreundlich-islamkritische Teil der Antifa und Marxisten durchaus den neofaschistischen Trend unter den anderen Linken bzw Antifa erkennt. Das machte sich zB an der teiweisen Inschutznahme G.W.Bushs bemerkbar, bei dem es in einem Fall mit einer Frau, Name nicht mehr bekannt, auch um das Lebensrecht ging.

Wir befinden uns in einem Kulturkampf, der oft (nur) unter den Überschriften des Antiamerikanismus läuft, - allerdings zT. auch von Seiten "konservativer" Christen und zT. generell gegen die Aufklärung und die Moderne, - andererseits sich an der konkreten, ideologischen und praktischen Kriegsvorbereitung gegen ISRAEL beteiligt, zB. von Seiten "PaxChristi" und links-rechten parteiübergreifenden Querfronten im deutschen wie im französischen Parlament, während mit dem antisemitischen "Wölfe"-Propagandafilm zu gleichem Zweck unter Erdogans Führung desgleichen auch zur Machtexpansion in Europa und Arabien ausgenutzt wird.

Das Problem ist, daß auch der Fortschritt, wie mit der französischen Revolution, seinen reaktionären schwarzen Schatten hat oder zumd. haben kann. - Die linken Kritiker dessen werden zumeist auf beiden Seiten nicht gehört oder verarbeitet, was sich besonders bei der Islamkritik und bei der Kritik an der oberflächlichen Nazi- und Holocaust-Rezeption, so bei den Antinazis nachhaltig bemerkbar macht, was sie und mit ihnen viele andere zur Verteidigung ( der Grundlagen) der Zivilisation ziemlich unbrauchbar macht. - Ein Grund, der den Sieg des NS 1933 schon mit starken konservativen Anteilen neben auch linken ermöglichte.

Im Grunde und grundsätzlich versagten und versagen anscheinend weiterhin die Religions- und Geschichtslehrerer Rundfunk, Politiker und andere die mosaischen Grundlagen der Zivilisation und so auch eines demokratischen Republikanismus zu vermitteln, wobei das individuelle Recht auf Leben und das Liebesgebot zentral ist.
- Das fängt mit der oft weiterhin falschen Übersetzung / Wiedergabe des 5. Gebots an, setzt sich gleichermaßen falsch mit dem "Aug um Auge ..." und falscher Einordnung der Kreuzzüge, selbst der Hexenverbrennungen fort und ist mit der ( Akzeptanz der ) falschen Darstellung der Geschichte des israelitisch/ jüdischen Volkes im Heiligen Land und seiner Bestimmung als "das auserwählte Volk" nicht zu Ende.
Also finden die fundamentalen Rückschlüsse zum NS und zum Stalinismus nicht statt bzw. werden auf den Kapitalismus verengt und zudem mit Begriffen wie "radikal" oder "Extremismus" ( des "Sozialen" / des "Nationalen" ) eher noch verharmlost: Doch daß der NS in Verbindung mit der Vernichtung alles Jüdischen ( und mit der angelaufenen Entjudung des Christentums bzw. der Bibel, des VaterUnsers) die kulturmachpolitische Überwindung des 5. Gebotes und die Austreibung des Gewissens zur Absicht hatte ... ist meist dermaßen unbekannt, wie daß die sozialistische Revolution neben dem Hass einzelner Ideologen und der zT. verdienten Verachtung der Kirche nur deshalb dermaßen desaströs in andauernden Massenterror ausarten konnte, weil dort der menschliche Geist bzw. seine Denkfähigkeit wie im Westen beschränkt auch zum Maß aller Dinge und gegen Gott erklärt wurde. ....ff

Anonym hat gesagt…

Is doch gut - bleib ruhig.
Bei Auge um Auge, Zahn um Zahn is doch die Frage, zuerst nicht bissig oder zuerst nicht blind. Beides kommt.