Freitag, 18. Juni 2010

Proteste gegen Pläne des luxemburgischen Parlaments

Aktion gegen Liberalisierung der Abtreibung gestartet

Offenbar steht im Großherzogtum Luxemburg eine umfassende Liberalisierung der Abtreibung bevor. Wegen der parlamentarischen Mehrheit von Liberalen und Sozialisten ist davon auszugehen, dass das Parlament des Großherzogtums noch vor der Sommerpause mit der Einführung der sozialen Indikation und der Straffreiheit der Abtreibung bis zur 12. Woche der Schwangerschaft, einer Fristenlösung zustimmen wird. Dies teilt die in Brüssel ansässige „Federation Pro Europa Christiana“ mit. Die Organisation hat eine Protestseite im Internet eingerichtet, wo eine Petition an 60 Abgeordnete, den Ministerpräsidenten und zwei Minister mit der Forderung nach Ablehnung dieses Gesetzentwurfes abgesendet werden.

Die Protestseite ist unter der Domain www.sosvita.org zu erreichen. Auf der Seite wird gleichzeitig gefordert, langfristig das totale Verbot von Abtreibungen anzustreben. „Es ist eine Schande, dass in aller Stille, klammheimlich kurz vor der Sommerpause und ohne öffentliche Diskussion, dieses Gesetz verabschiedet werden soll“, so Herzog Paul von Oldenburg, Direktor des Brüsseler Büros von Pro Europa Christiana. „Doch scheinbar fürchtet man dort einen Aufruhr wie im Jahr 2008, als der Großherzog dem Euthanasiegesetz die Unterschrift verweigerte.“ Damals kam es zur Verfassungskrise, die damit beendet wurde, indem man dem Großherzog die verfassungsrechtliche Vollmacht, Gesetze zu sanktionieren, entzog. Heute "verkündet" er sie nur noch.

Unklar ist die Haltung der katholischen Kirche in dem kleinen Land mit dem höchsten Pro- Kopf- Einkommen weltweit. Bisher schweigt der Oberhirte Bischof Franck. "Wahrscheinlich solange, bis es zu spät ist, so wie schon im Falle der Euthanasie", so der Herzog, und weiter, " doch der Fall ist eindeutig: Wenn das Gesetz durchgeht, verschärft sich die Situation für ungeborene Babies in Luxemburg. Der Mutterleib ist für Kinder der gefährlichste Ort schlechthin."

Der Link zur Aktion: LINK

Kommentare:

Gewissen 007 hat gesagt…

Gender und femiegoismus haben weltweit aus dem Mutterleib einen MONSTERleib gemacht.
Schämt Euch, Mütter
Schämt Euch, Männer, die ihr dies vorantreibt oder passiv zuseht.
Möge der souveräne Gott, vor dessen Angesicht die Engel dieser kleinen tag und nacht stehen , uns einfach nur gnädig sein. Was kommt da für ein Gericht auf uns zu !

Chorleiter hat gesagt…

Wer hat wohl, nach anfänglicher Stillhaltetaktik, die Waffengänge, das gegenseitige Morden also, mit Lust und Segen betrieben, begleitet, gesegnet, mit angewiesen?
Und jetzt wieder so ein Ding.
Wann werdet ihr verstehen, das Wirken der Menschen, die Möglichkeiten des bewußten Machens und das bewußte Nichtmachen, im Leben von uns allen in seiner normalen Gegebenheit zu erkennen, zu akzeptieren und zu gestalten?
Ihr wart auch gegen Blitzableiter, weil ihr den Sinn nicht verstanden habt.
Ich kann eure Argumente auf viele Dinge des Lebens, den, von euch, Gott in den Mund gelegten Worte nicht folgen. Abstrus.

Jörg Guttenberger, Köln hat gesagt…

Mit welchem Recht maßen sich die Herren Abgeordneten die Entschbeidung über Leben und Tod des ungeborenen Lebens an?

ein Luxemburger hat gesagt…

Wenn de lesem könntest würdeste feststellen, es geht um die Rechtssicherheit für viele, auch für die, die es peinlicherweise mal brauchen sollten. Und da könn die Gewählten mal ne Lösung anbieten, wenn selbst der Oberhirte lieber wartet.
Kümmre dich um das Vorher und die Bedingungen, die ein dir gerechtes Handeln ermöglichen. Schwer, wa?