Mittwoch, 2. Juli 2014

Immer mehr Belgier nehmen Sterbehilfe in Anspruch

(kipa) 1.816 Belgier und damit so viele wie noch nie haben laut einem Bericht des «Spiegel» im vergangenen Jahr aktive Sterbehilfe in Anspruch genommen. Ihre Zahl lag damit um 27 Prozent oder 384 höher als im Vorjahr, berichtet das Magazin. Die meisten der Betroffenen, die mit ärztlicher Hilfe aus dem Leben schieden, waren zwischen 70 und 90 Jahre alt. 15 Prozent waren jünger als 60. 51,7 Prozent der Betroffenen waren Männer.

Seit dem Frühjahr ist Belgien weltweit das erste Land, das für aktive Sterbehilfe keine Altersgrenze mehr vorgibt. Auch unheilbar kranke Kinder können unter bestimmten Umständen aktive Sterbehilfe bekommen. Erlaubt ist aktive Sterbehilfe in Europa auch noch in den Niederlanden und Luxemburg.

Kommentare:

Fellaini hat gesagt…

Naja, Belgien ist zwar ausgeschieden; aber das ist doch wohl kein Grund!?

S.F. hat gesagt…

Die Hoffnung, dass in Deutschland das Recht auf Leben nicht weiterhin die Pflicht zum Leben unter Zuhilfenahme aller medizinischen Möglichkeiten interpretiert wird besteht immer noch.

Und insgeheim auch noch die Hoffnung, dass aus "Die Ehre des Menschen ist unantastbar." im GG das Gebot für die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe (mit entsprechender Prüfung) interpretiert und durchgesetzt wird habe ich auch noch weiterhin.

Gruß,
S.F.