Dienstag, 13. Mai 2014

Aktuelle Studie: WhatsApp beliebter als Facebook

Die aktuelle Studie des Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) zeigt, dass Smartphones und das Internet für Kinder und Jugendliche mittlerweile zum Alltag gehören. Ein Fünftel der 6- bis 7-Jährigen nutzt bereits ein Smartphone, 94 Prozent der Kinder ab 10 Jahren sind gelegentlich im Internet.

Wie intensiv Kinder und Jugendliche das Internet tatsächlich nutzen, wird nun durch die Studie "Kinder und Jugend 3.0" des Branchenverbands BITKOM deutlich. Von den 962 befragten 6- bis 18-Jährigen nutzen bereits 20 Prozent der 6- bis 7-Jährigen ein Smartphone. Ab dem 12. Lebensjahr sind es sogar 85 Prozent. Ebenso viele verwenden auch Computer und Laptops. 39 Prozent der 6- bis 7-Jährigen gaben an, durchschnittlich 11 Minuten pro Tag online zu sein. Diese Quote erhöht sich natürlich mit zunehmendem Alter. So sind 10-Jährige im Durchschnitt bereits 22 Minuten und 18-Jährige 115 Minuten pro Tag im Netz unterwegs.

Wir kommen jedoch nicht umhin aus Erfahrungswerten diese Zahlen anzuzweifeln. In der Realität dürfte der Wert deutlich höher liegen.

Die Studie zeigt außerdem, dass das Smartphone für 16- bis 18-Jährige den wichtigsten Zugang zum Internet (89 Prozent) darstellt – gefolgt von Desktop-PCs und Notebooks oder Laptops. Bereits 9 Prozent der 6- bis 7-Jährigen gehen mit dem Smartphone ins Internet.

Das wichtigste Kommunikationsmittel für alle Kinder und Jugendlichen ist WhatsApp

85 Prozent der Jugendlichen verbringt die Zeit in sozialen Netzwerken und mit Videos. Einen hohen Anteil hat aber auch die Recherche für Schule und Ausbildung (83 Prozent). Die Hälfte der Befragten in dieser Altersgruppe spielt online. Das meist genutzte Kommunikationsnetzwerk ist für alle Altersgruppen WhatsApp, über das 45 Prozent der 10- bis 11-Jährigen Nachrichten austauschen und das ab dem 12. Lebensjahr einen Anteil von 76 Prozent und mehr einnimmt. Das soziale Netzwerk Facebook folgt erst an zweiter Stelle.

Zudem greift die Studie das Thema Datenschutz im Netz auf. Demnach teilt jeder Fünfte unter den 10- bis 11-Jährigen, eigene Fotos im Internet. Dieser Wert steigt mit dem Alter und erreicht bei 16- bis 18-Jährigen einen Wert von 52 Prozent. Gefragt danach, ob sie darauf achten, welche Informationen sie ins Internet stellen, bejahen 32 Prozent der 10- bis 11-Jährigen und (mit steigendem Wert) 88 Prozent der 16- bis 18-Jährigen. Wichtig für BITKOM war auch, ob die Kinder und Jugendlichen ein Auge darauf haben, welche Informationen über sie im Internet sichtbar sind. Das bejahte nur ein Viertel der 10- bis 11-Jährigen, sowie die Hälfte der 12- bis 13-Jährigen und 80 Prozent der 16- bis 18-Jährigen.

Abschließend zeigt die Studie, dass die Internet-Nutzung immer früher beginnt, aber das Bewusstsein über persönliche Inhalte im Netz und dessen Missbrauchspotenzial nicht ausgeprägt ist. BITKOM ruft Eltern daher dazu auf, die eigenen Kinder bei der Internetnutzung zu begleiten und das Online-Verhalten zu überwachen.

BITKOM empfiehlt, dass Vermittlung von Internetkompetenz einen festen Platz in den Lehrplänen von Schulen bekommen sollte, um sowohl Kindern, wie auch Eltern, eine bessere Orientierung im Netz zu geben.

Mit Material von aus Gulli.com

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

WhatsApp haben wir (2 Kinder, 12 und 14) zum Glück durch. Es war so nervig - ständig dieses Piepen, wenn wieder irgendjemand aus der Klassengruppe einen blöden Kommentar abgelassen hatte.
Sang- und klanglos ist der Hype vorbei.

Ich selbst schätze Facebook - finde da gute Anregungen und Denkanstöße, poste selbst aktiv und vernetze mich.

Von Twitter halte ich persönlich NICHTS.

Das Wichtigste in der heutigen Zeit ist, NEIN sagen bzw. abschalten zu können. Das müssen wir auch unseren Kindern vorleben.

Old Geezer hat gesagt…

Naja, das eine ist ein schlanker Instant-Messenger mit Gruppenfunktion und so lausigem Datenschutz, daß ihn eine vernünftig handelender Mensch für relevante Dinge nutzen würde., optimiert für M0mobile Geräte, das andere eine Umfangreiches Anwendung aus der PC-Welt, bei der Instant-Messages nur ein Nebenprodukt sind, und die zunehmend von Organisationen, Unternehmen und Gruppen als professionelle Werbe-, Akquise- und Kollaborationsplattform genutzt wird.

Twitter ist nun noch ein ganz anders Tier, bei dem Kollaboration praktisch keine Rolle spielt, und das auch keinen natürlich zweigleisigen Austausch unterstützt - jeder ist hier Produzent von Inhalten und niemand erwartet ein direktes Feedback.