Montag, 19. Mai 2014

Streit um christliche Symbole: Schulz lehnt Kruzifixe in der Öffentlichkeit ab

Abstruse Forderung: Martin Schulz, SPD-Spitzenkandidat für die Europawahl will alle religiösen Symbole aus der Öffentlichkeit verbannen.

CDU und CSU haben den Spitzenkandidaten der SPD heftig für seine Forderung nach Entfernung religiöser Symbole aus der Öffentlichkeit kritisiert. CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer sagte: „Nicht nur, dass Schulz öffentliche Räume zu Kruzifix-freien-Zone machen will: Er sieht ein Risiko einer sehr konservativen Bewegung zurück, und die müsse bekämpft werden.“ Scheurer sieht in dieser Aussage den größeren Skandal.

„Dass Schulz das Christentum und christliche Symbole zu einer Gefahr für die religiöse Toleranz erklärt. Schulz stigmatisiert damit christliche Symbole. Schulz ist eine Gefahr für die religiöse Toleranz in Europa“, sagte Scheuer der „Welt“. Sein CSU-Kollege Peter Tauber betont: „Das Christentum ist nie eine konservative, sondern immer eine fortschrittliche Bewegung gewesen.“

CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt ist überzeugt, dass die christliche Symbolik Europa ausmacht: „Wer in Europa christliche Symbole aus dem öffentlichen Raum verbannen will, verleugnet die Identität Europas. Europa ist und bleibt ein Kontinent mit christlich-jüdischen Wurzeln. Das prägt maßgeblich die Identität Europas.“ Jeder, der Verantwortung trage, müsse sich dessen bewusst sein.

Die Union wirft Schulz zudem die Überschreitung seiner Kompetenzen vor. Denn für entsprechende Regelungen sind die Nationalstaaten zuständig. „Schulz zeigt mit seinen Äußerungen sein wahres Denken eines Europas ohne Wurzeln und ohne Koordinaten, ein Europa der geistigen Beliebigkeit und des bürokratischen Einmischens“, sagte Scheuer.

Allein die Nationalstaaten entscheiden über das Anbringen von religiösen Symbolen im öffentlichen Raum. Diesen Standpunkt hat der Europäische Menschenrechtsgerichtshof 2011 sogar noch einmal unterstrichen. Wollte Schulz also gesamteuropäisch etwas regeln, müsste er erst die vertraglichen Grundlagen ändern.

Mit Material aus Focus online

Kommentare:

Lupusmagnus hat gesagt…

Was hat er nun wirklich gesagt? Es ist schwer die tatsächliche Aussage von Herrn Schulz da alles von den CSU Wahlkampfhuelsen dominiert wird. Was ich bisher gefunden habe ist, dass jeder zwar privat natürlich sein Kruzifix tragen und Glauben bekennen kann. Was hier mit öffentlichem Raum gemeint war denke ich waren staatliche Einrichtungen wie Behörden, Schulen etc. welche neutral sein sollten. Wer daran Anstoss nimmt soll sich bitte mal überlegen was wäre, wenn ein Satanist in seiner Amtsstube ein Pentagramm aufhängen würde. Wir leben in einem säkularen Staat und keiner Theokratie.

Anonym hat gesagt…

Will Herr Schulz auch alles andere was Christlich ist Verbannen. Dann gäbe es auch keine Kindergärten, Schulen, Hilfsorganisationen, Notfallseelsorger, usw. von Christlichen Trägern mehr. Das wäre konsequent.

Hans-Otto Glaser hat gesagt…

Der liebe Herr Schulz faselt von Toleranz. Und wo ist die Seine ?
Warum immer diese Gehässigkeit gegenüber christlichem Glauben ?
Wir haben Meinungsfreiheit und wenn ihm am Christentum was nicht passt, kann er gerne mit der Schulter zucken und zur Tagesordnung übergehen.
Ich frage micht nur, wie er seine wilden Phantasien durchsetzen will.
Da müsste man ja im Gegenzug jeden Halbmond, jede Buddhafigur, ja alles, was irgendwie mit Religion zu tun hat verbieten und entfernen.

Verleihnichts hat gesagt…

Der geistige Dünnschiss, den dieser Ex Bademeister absondert würde niemanden interessieren, wenn er nicht für das wohl höchste Amt der EU Diktatur kandidieren würde. Das macht diese Lachnummer gefährlich.

Lupusmagnus hat gesagt…

Anonym meinen sie die ganzen Einrichtungen die im Löwenanteil von Steuerzahler finanziert werden? (Nicht die Kirchensteuer wohlgemerkt)

Aber Fakten werden ja eh überbewertet solange man in seiner kleinen Welt leben kann wo alles Christliche in Europa unbarmherzig unterdrückt wird und bald schon die ersten Konzentrationslager für Christen gebaut werden.

Old Geezer hat gesagt…

Bitte einen Beleg für die Forderung, die Symbole aus allen öffentlichen Räumen zu entfernen.
Kirchen, Synagogen und Tempel stehen ebenso in öffentlichem Raum, wie Denkmäler, konfessionelle Buchhandlungen, Menschen und ihre Fahrzeuge, die ihr religiöses Bekenntnis in Symbolform tragen, usw., daher ist diese Forderung völlig unrealistisch.
(In Schulen hat er natürlich recht, Märchen gehören nicht in Bildungseinrichtungen.)

„Wer in Europa christliche Symbole aus dem öffentlichen Raum verbannen will, verleugnet die Identität Europas. Europa ist und bleibt ein Kontinent mit christlich-jüdischen Wurzeln. Das prägt maßgeblich die Identität Europas.“

Das ist natürlich auch grober Unfug!
Nur eine Minderheit der Deutschen schert sich ums Christentum, und Europa hatte schon eine rechte kulturelle und spirituelle Geschichte, bevor die Römischen Legionen hierzulande diesen Glaubens aus dem Orient namens Christentum verbreiteten.

Nationalstaaten wird eh viel zuviel Bedeutung beigemessen...
...historisch gewachsene Strukturen, die heute hauptsächlich der internationalen Kooperation und Völkerverständigung
im Wege stehen und nach wie vor eine Quelle von Konflikten und Kriegen sind.

Old Geezer hat gesagt…

@Anonym:

Wie schön wäre das, wenn das unselige Monopol der Kirche über den Sozialen Sektor endlich zerschlagen würden.
Hungerlöhne und Knebelverträge, Jobs nur für Kirchenmitglieder, religiöse Bevormundung Senioren und Indoktrination bei Kindern - alles danke des Subsidiaritätsprinzips, und alles praktisch vollständig vom Staat und dem Steuerzahler finanziert.

Anonym hat gesagt…

Einfach diese Partei nicht wählen

Old Geezer hat gesagt…

@Anoynm:

...aufgrund einer verzerrten Darstellung einer (vermutlichen) Presseente?
Evtl. sollten Sie Ihre Wahlkriterien doch noch etwas überdenken....