Donnerstag, 3. April 2014

Bildungsplan 2015: Lehrerverband kritisiert Bildungsplan

(Junge Freiheit/IDEA) Die Kritik am baden-württembergischen Bildungsplan reißt nicht ab. „Ich halte den Entwurf für einseitig und völlig unausgereift“, sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, der evangelischen Nachrichtenagentur idea. Es sei daher richtig, daß die Landesregierung ihre Pläne zur Vermittlung von Homo-, Bi- und Transsexualität in der Schule überarbeiten wolle.

Vorausgegangen waren zahlreiche Proteste Proteste. So unterschrieben fast 200.000 Bürger eine Petition gegen die Akzeptanz sexueller Vielfalt in dem Bildungsplan. Kraus plädiert zwar dafür, daß sexuelle Orientierungen in der Schule altersgerecht besprochen werden und dafür Toleranz vermittelt wird: „Aber alternative sexuelle Orientierungen dürfen nicht zum Leitprinzip werden.“

Die Sexualerziehung gehöre zum Kernbestand des elterlichen Erziehungsrechts. Er wünsche sich deshalb von den Schulen eine zurückhaltende Herangehensweise. Eltern dürfe nicht das Gefühl vermittelt werden, daß eine einseitige Einflußnahme stattfände.

1 Kommentar:

Old Geezer hat gesagt…

„Aber alternative sexuelle Orientierungen dürfen nicht zum Leitprinzip werden.“

Wo genau wird dieses denn vom Bildungsplan gefordert?

Oder ist das jetzt wieder so eine christliche Betrachtungsweise, nach dem Motto: "nicht gesteinigt ist schon tolerant genug."?

"Die Sexualerziehung gehöre zum Kernbestand des elterlichen Erziehungsrechts."

Die 99,9% aller Eltern nur zu gerne an die Schule abgeben, um sich selbst die Aufklärungsgespräche zu ersparen - und auch die Kinder, die sich meist alles andere lieber vorstellen, als ausgerechnet ihre Eltern beim Sex

"Eltern dürfe nicht das Gefühl vermittelt werden, daß eine einseitige Einflußnahme stattfände."

Wie bitte kann dieser geringe Umfang eine 'einseitige Einlußnahme' darstellen, wenn die Eltern ja angeblich selber die Sexualerziehung so gerne übernehmen und dafür Stunden jeden Tag Zeit haben?
Wenn das eine "einseitige Einflußnahme" darstellt, warum gilt dieser 'Vorwurf' dann nicht für jedes andere Schulfach auch: Ethik/Gemeinschaftskunde, Politik, Geschichte, Biologe, Physik, etc. - alles Fächer in denen es zu einer Differenz zwischen allgemein anerkanntem Sachverhalt und möglicher Ansicht der Eltern kommen könnte.
Wenn dieses eine "einseitige Einflußnahme darstellt, warum darf dann (in einigen Bundesländern verpflichtend) Religionsunterricht erteilt werden?