Montag, 16. Dezember 2013

Den Bock zum Gärtner machen: Manuela Schwesig als neue Familienministerin

Mathias von Gersdorff

Liest man die Informationen der Aktion „Familienschutz“, kommt man schnell zum Ergebnis, dass man mit der neuen Familienministerin Manuela Schwesig der Bock zum Gärtner gemacht hat.

Laut "Familienschutz" ist Schwesig rabiate Gegnerin des vor kurzem eingeführten Betreuungsgeldes. Diese Förderung der Mütter, die ihr Kind nicht in die Kita schicken, sondern selber erziehen möchten, sei für Schwesig „Irrsinn“, denn Frauen seien keine Gebärmaschinen, so Familienschutz.

Hedwig Freifrau von Beverfoerde, Leiterin von Familienschutz, unternahm im November eine Protestaktion an Bundeskanzlerin Merkel, um die SPD-Politikerin als Familienministerin zu verhindern. Im Text der Mitteilung an Angela Merkel schreibt Freifrau Beverfoerde empört: „Zentrale Unionsversprechen, wie die Erhöhung des Kindergeldes und die Anhebung des Kinderfreibetrags, wurden gebrochen. Wollen Sie sich zusätzlich leisten, die Familien, die Sie und Ihre Partei gewählt haben, massiv vor den Kopf zu stoßen, indem Sie das Familienministerium in SPD-Hand geben?“

Auch Klaus Kelle, Kolumnist für „Focus“, kann nur den Kopf schütteln: „Das Betreuungsgeld ist eine Leistung, die Eltern erhalten, die ihre Kinder von Bildung fernhalten“, hat sie mal gesagt. Bildung! Für Kleinkinder, die sechs Monate oder ein Jahr alt sind.“

Laut „Focus“ gibt es erhebliche Vorbehalte gegen Manuela Schwesig als Familienministerin. „Diese Frau ist durch und durch sozialistisch geprägt. Kinder und Familien sind unser höchstes Gut. Mir können diese nur Leid tun. Diese Frau als Ministerin wäre eine Katastrophe. Ich sage dann nur noch gute Nacht liebe Kinder. DDR II lässt grüßen", so ein Kommentar eines Lesers in Focus Online.

Auch Angela Merkel erntet wegen dieser Personalie Kritik. Ein Focus-Leser schreibt: „"Immer mehr bewegt sich unsere Regierung in die linke Ecke. Gesteuert durch eine doch recht sozialistisch handelnde Kanzlerin und nun verstärkt durch die SPD wird Arbeit zur Strafe.“

Ob Manuela Schwesig in der Lage sein wird, das Betreuungsgeld zu streichen oder viel an den Beschlüssen zum Ausbau der Kinderbetreuung zu verändern, ist ungewiss. Ihr Ressort verfügt über ein recht geringes Budget und wenig Einfluss. Ursula von der Leyen konnte nur den massiven Kita-Ausbau vorantreiben, weil sie erhebliche Unterstützung dafür bekam. Ansonsten führten Familienministerinnen in der Vergangenheit ein Schattendasein. Doch jedenfalls wurde das Bundesfamilienministerium einer Person übertragen, die schon mehrmals Misstrauen gegenüber Eltern und Familien gezeigt hat. Es ist der alte Sozi-Reflex, der nicht wahrhaben will, dass Eltern besser als der Staat wissen, was für ihre Kinder und ihre Familien richtig ist. In Deutschland dringt der Staat seit Jahrzehnten immer tiefer in das Familienleben ein. Eine Gegenreaktion ist dringend notwendig.

Kommentare:

Matthäsius hat gesagt…

Das Betreuungsgeld wird sie wohl nicht abschaffen können, zumindest hat mir die CDU das zugesichert…

Aber sie wird es sicherlich hinkriegen, die Geburtenrate noch weiter zu senken…

Marc Lüger hat gesagt…

Stimme Ihren Ausführungen uneingeschränkt zu, werter Herr von Gersdorff! Manuela Schwesig`s Familienbild ist ein sozialistisches, kein christliches: Kinder werden in der Kita "geparkt", Mütter sollen arbeiten. Wo leben wir? In der Ex-DDR? Manuela Schwesig`s tiefe Abneigung gegenüber dem Betreuungsgeld und dem wichtigen und vorbildlichen Beruf der Vollzeit-Mutter hat sie schon sehr häufig zum Ausdruck gebracht. Dazu kommt ihr vehementer Einsatz für das Adoptionsrecht homosexueller Paare. Alle diese Dinge widersprechen dem christlichen Familienbild, dem christlichen Menschenbild! Wie tief ist unsere Politik mittlerweile gesunken??? Christliche Werte??? LEIDER FEHLANZEIGE!!! Unter Angela Merkel verkommt die CDU immer mehr zum "Kanzlerwahlverein", der seine christlichen und konservativen Werte fast vollständig ad acta gelegt hat. Was bei Frau Merkel zählt, das ist allein der Machterhalt. Es ist ein Trauerspiel! Die CDU sollte schnellstens das "C" aus ihrem Parteinamen entfernen, denn "christlich" ist an dieser sonderbaren Partei fast NICHTS mehr! SPD und CDU unterscheiden sich inhaltlich kaum noch voneinander. Wir Christen sollten daher nur die Parteien unterstützen und wählen, die eine ECHTE christliche Politik betreiben! Ich denke in diesem Zusammenhang an die `Deutsche Zentrumspartei` und die `Christliche Mitte`. Ich frage mich: Wo haben wir in unseren Landtagen und im Bundestag christliche Politiker, die eine WIRKLICH CHRISTLICHE Politik praktizieren???

Old Geezer hat gesagt…

Es wird auch scher sein, einen Kandidaten zu finden, der in Sachen Wirtschaft oder Familienpolitik kompetent ist, und diese Herdprämie nicht ablehnt; diese beiden Faktoren schließen sich einfach aus.

Und die andere Kritik ist wirklich albern - Sie ist noch in der DDR geboren, na und?
Soll jetzt 1/4 der Bevölkerung (in der Regel das gebildetere) diskriminiert werden?
Und sie ist SPD-Mitglied...
...also einer Partei, die auch nicht sozialistische als der Arbeitnehmerflügel der CDU - bestenfalls.

Was für schwachsinnige Ansprüche hat ihre Fraktion hier an die Wahl von Ministern?
Wollen Si als winzige Splittergruppe tatsächlich den Volksparteien den Lebenslauf der akzeptablen Kandidaten für Ministerposten vorschreiben - eine Auswahl, bei der soviel parteiinternes Geschachere mitspielt, daß man schon froh sein kann das sie überhaupt eine Entscheidung getroffen wurde, und das Parlament nicht noch Wochen lahmgelegt bleibt?

Old Geezer hat gesagt…

@Marc Lüger:

Realisieren Sie doch endlich mal, daß die CDU in erster Linie eine Volkspartei ist, die sich in der MITTE des Gesellschaft positionieren möchte, und die für die MEHRHEIT der Bevölkerung wählbar sein will; die fundamentalistische Christenheit hingegen hierzulande nur eine kleiner Gruppe darstellt.
Dementsprechend gering kann auch nur ihre Einfluß auf die CDU ausfallen.
Das Frau Merke damit nah am Puls des Volkes liegt, können Sie gut an den relativen Wahlergebnissen von CDU (und SPD/GRÜNE/LINKE) im Vergleich zu den Parteien erkennen, de sich die "christlichen" Werte groß auf die Fahnen geschrieben haben.
Selbst die AFD konnte durch ihr weltanschaulich konservativen Ausleger gegen Ende der Wahlkampfphase keine Punkte mehr gutmachen.

Anonym hat gesagt…

Es ist eine Schande , dass die Mehrheit der CDU-Abgeordneten die Verteidigung christlicher Werte nicht zu ihrem Anliegen machen und diese Angelegenheit einer Handvoll Parteifreunden überlassen.
Eigentlich kann man diese Partei als Christ auch nicht mehr wählen. Zum Machterhalt schlucken die jede Kröte ,auch eine kinderfeindliche Familienministerin. Diese hat leider nicht begriffen ,dass ein Kleinkind in den ersten Lebensjahren unbedingt den ständigen Kontakt zu seiner Mutter braucht. Wenn die Sozis die finanzielle Unterstützung für junge Mütter, die lieber bei ihren Babys bleiben, als Herdprämie bezeichnen , ist das eine Diskriminierung aller Empfänger dieser lächerlichen Beihilfe. Auch die Kinder der Empfänger dieser Beihilfe sichern später die Rente. Daran sollten die ideologisch verblendeten Sozis denken.

Geste hat gesagt…

Ist der Mensch noch äußerst klein,darf er nicht mehr bei der lieben Mutter sein! Das ist für die Kleinen doch sehr bitter, denn sie müssen unbedingt in eine Kita. Um die Erziehung kümmert sich dann Vater Staat, der vom Wohl der Kinder und Erziehung keinerlei Ahnung hat. Auch die Mutter darf sich ihres Kindes nicht freu‘n, sie muß außer Haus und erwerbstätig sein! Denn als Heimchen am Herd hat die Frau als Mutter keinerlei Wert und wird geächtet als Person, sie ist ja nur Mutter und bezieht keinen Lohn! Obgleich sie viele Kinder erzogen, wird sie im Alter um ihre Rente betrogen! Sie war ja nur zuhause und bezog keinen Lohn, so ist das eben, das hat sie nun davon! Jetzt ist sie gebrechlich und alt, jetzt heißt es: „Ab in die Siechenanstalt!“ So wär sie gern bei ihren Lieben im Hause ihrer Kinder geblieben, doch das konnte leider nicht sein, denn die Wohnung der Kinder ist viel zu klein!

WÄCHTER hat gesagt…

Hey GESTE

Das war ja wirklich klasse. Super gereimt und die ganze Wahrheit gesagt.

Nein, die Kanzlerin regiert nicht aus der Mitte und für die Mitte, es ist gar nicht mehr verständlich, was sie da tut.

Frau Schwesig ist Mütterfeindlich und komplett ungeeignet für ein Ministerium, denn sie ist als Stalinistin nicht im 21. Jahrhundert angekommen.

Es ist in der Regierungspolitik kaum noch was familienfreundliches erkennbar und ich bin froh, dass v.d.Leyen ein Ministerium bekommen hat, das ihr Ende bedeutet.

Old Geezer hat gesagt…

@Anonym:

Warum sollten sie auch?
Die wenigsten von denen sind aus religiöser Überzeugung in der CDU, sondern wegen Übereinstimmung in mehreren anderen wichtigeren Politikfelder.
Und warum überhaupt stellen Sie diese Forderung ausgerechnet an die CDU?
Es gibt doch einige Parteien die sich (leidlich) genau Ihre religiöse Überzeugung nicht nur auf die Fahnen, sondern auch als wichtigsten Punkt ins Parteiprogramm geschrieben haben (z.B. PBC), warum ziehen Sie nicht einfach die Konsequenz und wählen eine von jenen statt der CDU?
Wie kommen Sie auf die vermessene Idee, von der CDU zu erwarten, daß diese IHRE Außenseitenforderungen über denen zahlreicher anderer Mitglieder und Wähler priorisiert?

Old Geezer hat gesagt…

@WÄCHTER:

....dann belegen Sie doch mal bitte das 'stalinistisch'!

(Oder bezog sich das etwas darauf, das Stalin ein Klosterschüler war?)

Franz Josef Mandel hat gesagt…

Was die neue Familienministerin Frau Schwesig bezgl. des Betreungsgeldes jetzt doch beabsichtigt, ist einfach undemokratisch; denn die Eltern sind lt. GG Art 6, gemäß eines Naturrechtes vorrangig zuständig für die Erziehung ihrer Kinder. Es ist ein demokrat. Recht, von dem Eltern Gebrauch machen, wenn sie bestimmen -und nicht der Staat!-, auf welche Art u. Weise ihr Kind erzogen werden soll.
Im Nazireich und in der DDR wurden systemat. dieses Elternrecht abgeschafft.