Montag, 18. November 2013

Frauen-Union: Freier sollen bestraft werden

Die Frauen-Union mischt weiter mit in der Debatte um das Prostitutionsgesetz. Nun fordert sie die Bestrafung von Freiern, die vorsätzlich die Zwangslage des Opfers ausnutzten.

Diese Forderung soll in die Koalitionsgespräche der Union mit der SPD eingehen.

Eine generelle Bestrafung der Freier fordert ein Appell der Zeitschrift Emma und Alice Schwarzer. Maria Böhmer, Vorsitzende der Frauen-Union, unterstützt diesen Appell.

Kommentare:

Old Geezer hat gesagt…

Das geht doch wie immer in der Geschichte nach hinten los:
Da ein freier im Normalfall keine Möglichkeit hat, sich von der "Freiwilligkeit"(*) des Arbeitsverhältnisses zu überzeugen, steht er (oder sie) eh schon mit einem Bein im Knast, ergo entsteht wieder ein (verstärkter) Bedarf nach Vermittlern (Zuhältern), zunächst aus Sicherheitsgründen von Seiten der Freier, anschließend dann auch von den Huren, um am Markt zu bleiben; ...und die kriminelle Szene, die eigentlich völlig überflüssig wäre, blüht auf.

(*) in Gänsefüßchen, weil die Annahme, jedes andere Anstellungsverhältnis wäre freiwillig, ja auch völlig weltfremd ist, und es keinen Grund gibt, die Lohnsklaverei oder den Menschenhandel im horizontalen Gewerbe schärfer zu verfolgen als selbiges im Einzelhandel oder in der Gastronomie.

666 hat gesagt…

Und warum ? Solange alles legal abläuft gibt es keine Gründe dafür gibt,ist da Schwachsinn ! Genau so wie das man(n) heute ein Führungszeugnis vorlegen muss nur um mit Kindern zu arbeiten,auch wenn es nur auf Ehrenamt ist !

Grandloser hat gesagt…

Na das kann was werden, grundsätzlich bin ich für mehr Kontrolle zum Schutz der freiwilligen Prostituierten, aber das Gesetz kann aufgrund seines schwammigen Vorschlages nur nach hinten losgehen. Auszug von der FU Seite:

Nach der Initiative der Arbeitsgruppe „Recht“ der Unions-Bundestagsfraktion sollen Freier, die leichtfertig nicht erkennen, dass die Personen, an denen sie sexuelle Handlungen vornehmen, Opfer von Menschenhändlern sind, strafrechtlich verfolgt werden können

Woran erkenne ich eine Zwangsprostituierte? Selbst im Edelbordell wird und kann es Zwangsprostituierte geben. Die Grundsätzliche Idee ist gut aber die Ausführung wird wie beim jetzigen Gesetz mangelhaft sein, das einzige was der Staat richtig kontrolliert sind die Prostitutionssteuern.