Donnerstag, 24. Oktober 2013

Schweiz: «Stille Nacht, heilige Nacht» ist den Schulen nicht genehm

(Tagesanzeiger, Schweiz) Das Volksschulamt will keine religiösen Gefühle verletzen. Deshalb wollen Richtlinien nicht, dass muslimische Kinder Weihnachtslieder über Gottes Sohn Jesus singen müssen.

«Stille Nacht, heilige Nacht»: Überall ist das klassische Weihnachtslied zu hören – ausser an den Schulen im Kanton Zürich. Dies will zumindest das Volksschulamt. Es hat Richtlinien erlassen, «um auf die religiösen Gefühle andersgläubiger Kinder gebührend Rücksicht zu nehmen», wie es in den Bestimmungen heisst. Sonderregelungen für andersgläubige Schüler soll es zwar nicht geben, doch damit will der Kanton die religiöse Freiheit respektieren, wie der «Landbote» heute schreibt.

Weiter schreibt das Volksschulamt vor: «Von der aktiven Teilnahme an Handlungen und Liedern mit religiösen Inhalten – zum Beispiel solchen, die Jesus als Gottes Sohn bezeichnen - soll abgesehen werden.» Im Islam gilt Jesus als Prophet, aber nicht als Sohn Gottes.

Kein Zusammenhang mit Minarettverbot

Für Bildungsdirektorin Regine Aeppli (SP) bedeutet das nicht, dass die Schulen Weihnachten ohne Jesus feiern sollen. «Es ist ein Hinweis, dass die in der Verfassung verankerte Religionsfreiheit respektiert wird.»

Die Richtlinien sind bereits vor Jahren erlassen worden und stehen in keinem Zusammenhang mit der Minarettabstimmung. Laut Aeppli erwarten die Schulen Bestimmungen, an denen sie sich orientieren können. «Wir hatten jedoch im Zusammenhang mit Schülern noch nie ein Problem», sagt Aeppli gegenüber Tagesanzeiger.ch.

Beispiele für Lieder, welche von Jesus handeln und deshalb die religiöse Freiheit nicht-christlicher Kinder tangieren können:
  • Alle Jahre wieder
  • Der Heiland ist geboren
  • Es ist ein Ros entsprungen
  • Ihr Kinderlein kommet
  • O du selige Nacht
  • Stille Nacht, heilige Nacht
Weniger unumstritten sind Lieder ohne Jesus, beispielsweise «O Tannenbaum» oder Kinderlieder wie «Zimetschtern hani gern» von Andrew Bond.

Kommentare:

666 hat gesagt…

Ihr Kinderlein kommet das nehmen viele Angestellte der Kirche ganz Wörtlich !

Anonym hat gesagt…

Arme Schweiz, immer schön im voraus eilenden Gehorsam vor den Muslimen kuschen.

WÄCHTER hat gesagt…

Peinliche Schweiz.
Die kleinen Moslemracker können ja so lang auf den Schulhof laufen und Djiihad spielen.

WÄCHTER hat gesagt…

Die Staatskirche ist eben nicht Laib Christi. Und da sich dieser superpluralistische Haufen für Jesus schämt, wird sich auch Jesus ihrer schämen, wenn er kommt, Gericht zu halten.

Lupusmagnus hat gesagt…

Armer Wächter darf keine Scheiterhaufen bauen und muss akzeptieren, dass ein Staat sich ein seine Regelungen hält.

Old Geezer hat gesagt…

Ob ihr es glaubt oder nicht, es gibt nicht nur CHRISTEN und MOSLEMS, sondern Dutzende anderer Religionen, denen Schüler angehören können und auch noch Konfessionslose; das sollte natürlich nur für Veranstaltungen eine Rolle spielen, bei denen die Anwesenheit Pflicht ist oder kaum sinnvoll zum umgehen wäre.

Silke Rothstein hat gesagt…

Summa summarum steht und fällt Europa mit dem Christentum.Jedes Volk, das seine religiöse Identität und seine Wurzeln verleugnet, geht unter.Das ist die Position von Peter Scholl-Latour,die nicht politisch korrekt ist, sich geschichtlich aber durchaus belegen lässt.Der Islam hat bildungsfeindliche Traditionen. Im Iran z.B. geht der Kampf gegen die Islamisierung von der Säkularisierung aus,die in ihrer Stoßrichtung viele christliche Werte wie Individualismus und die dialogische Ich-Du Philosophie des jüdisch-christlichen Weltbildes transportiert.Muslime werden auch in Europa schnell unbewußt mit dem christlichen Wertekanon vertraut und besonders Frauen würden auch einen christlichen Gottesdienst besuchen, würde ihnen das erlaubt.Der Koran ist nach heutigem Forschungsstand im Ursprung ein aramäischer Bibelkommentar, ob es den uninformierten religiösen Gleichmachern nun passt oder nicht.

Old Geezer hat gesagt…

@Silke:

Auch kommen Sie, die Islamische Welt war über Jahrhunderte der christlichen zivilisatorisch, wissenschaftlich und technologisch weit voraus, erst vor 300 Jahren oder so begann das christliche Europa aufzuholen, und zwar nachdem es gelang die Kirche aus einigen Bereichen zurückzudrängen.
Bis dahin hat das Christentum seine eigenen Gelehrten oft Verbrannt (wie Giordano Bruno) oder diese haben in Erwartung eine solchen Behandlung nur posthum veröffentlicht (wie Nikolaus Kopernikus); ganze Wissenschaftszweige lagen Jahrhundert brach, weil Forschungen verboten wurden (Verbot des Sezierens für die Medizin) und wenn man sich die heutige Diskussion um Stammzellen ansieht, hat sich da nicht viel geändert.

Versuchen Sie mal IRGENDWELCHE Leute, egal ob Männlein oder Weiblein, formal christlich oder sonstwas unter 70 zu finden, die regelmäßig in den Gottesdienst gehen.
Da landen Sie aber bei Promillewerten.
Die Leute gehen zu besonderne Anlässen noch in die Kirche und bleiben Mitglied, aber in erster Linie aus gesellschaftlichen Gründen, um des Jobs oder dem Kitaplatz willen, oder der Erbtante zuliebe.

In übrigen sind die Regelung von Bibel und Koran z.B. das Frauenbild betreffend kaum unterschiedlich - lediglich im Scheidungs- und Versorgungsrecht merkt man, daß der Islam einer moderneren, wohlhabendere Gesellschaft mit größeren sozialen Gruppen entstammt.

Und die Bibel besteht zum größten Teil aus abgekupferten Summerischen und Babylonischen Mythen, na und?
Es gibt wenig neues unter der Sonne, und so wie der Islam die Bibel zitiert und Jesus als Propheten/Guru übernimmt habe später von viele weitere (christliche) Gruppierung/Religionen neue Propheten hinzugefügt und Uminterpretationen begründet; immer in dem Bestreben, der geänderten Lebensrealität, neueren Erkenntnissen und der aktuellen politischen Lage gerecht zu werden.