Donnerstag, 6. Juni 2013

Universität Leipzig: Genderwahn kennt keine (Sprach-)Grenzen

(AG Welt) Die Schrägstrich-Bezeichnung, wie beispielsweise “Professor/Professorin”, soll an der Universität Leipzig abgelöst und durch die weibliche Personenbeschreibung ersetzt werden. Das meldet jetzt das Internetmagazin Spiegel-Online.

Physikprofessor Dr. Josef Käs seien die vielen Diskussionen um die Novelle der Grundordnung leid gewesen und er habe den Vorschlag eingebracht, nur noch die Titel “Professorin” und “Rektorin” zu verwenden. Einige der 77 Senatsmitglieder hätten sich an der bisher üblichen Form gestört, die nach Meinung von Juristen die Lesbarkeit hemme.

Sprachentwicklung auf dem Kopf

Nach Ansicht des Juristen und Rechtshistorikers Prof. Dr. Bernd-Rüdiger Kern stelle eine solche Entscheidung die historische Sprachentwicklung auf den Kopf. 

Die Uni-Rektorin Professorin Dr. Beate Schücking hingegen kommentiert die sprachliche Verweiblichung der Männer mit den Worten: “Der erweiterte Senat hat den Beschluss gefasst, um die zahlreichen Frauen an der Universität Leipzig in der Grundordnung sichtbarer werden zu lassen.”  -  60 Prozent der Studierenden und 40 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiter seien an der Universität Frauen.

“Leipziger Modell” soll Diskussion auslösen

Die Vize-Präsidentin an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (Berlin) und Gutachterin des Netzwerkes “Gender Equality and Employment” der EU-Kommission, Prof. Dr. Friederike Maier, findet es gut, wenn “geschlechtergerecht” formuliert werde. 

Sie fühle sich “nicht gemeint”, wenn bei der männlichen Formulierung lediglich eine Fußnote gemacht würde, dass auch Frauen gemeint seien. Frauen fühlten sich, so Maier im Spiegel-Online–Interview, ausgegrenzt. So hoffe sie, dass das Leipziger Modell “eine Diskussion” auslöse, “sprachlich wertschätzend” miteinander umzugehen.

Der Referent der Arbeitsgemeinschaft Weltanschauungsfragen eV. sieht in der Sprachverdrehung den weiteren Vormarsch des Gender Mainstreaming (GM). Dieses gesellschaftspolitische Programm komme einer “Geschlechtsumwandlung” gleich.
“Auch die Universitären will man auf ein einheitliches Gestaltungsprinzip trimmen und das biblische Menschenbild aus den Köpfen der Menschen vertreiben” kommentiert Thomas Schneider. Aus der Schrägstrichvariante oder dem sogenannten “Binnen-I” (ProfessorInnen) entpuppe sich nunmehr “der schöpfungswidrige Auswuchs”, einen Mann als Frau ansprechen zu müssen. Das sei, so Schneider, “nicht nur pure Dummheit, sondern Gotteslästerung.”

Kommentare:

VäterPower hat gesagt…

So ist es. Es findet eine völlige Verblendung der Menschen statt, wenn sie dieser Gendertheologie - mit okkulten Wurzeln auch nur den kleinen Finger reichen.
Wehret den Anfängen ist auch hier das Motto der Stunde.
Da aber hinter Gender ein satanisches Prinzip steht, wird sich die von Gott entfernte und von seinem Schutz unerreichbare Welt dem beugen müssen.

Anonym hat gesagt…

"Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden!"
Die endgültige Verblödung der Menschheit ist mit dem Gender-Mainstream eingeläutet worden.
Ich bleibe bei der althergebrachten Sprechweise in der Gewißheit, dass jeder weiß, wann er/sie gemeint ist (der Mensch, die Menschin?)

Anonym hat gesagt…

Wie muß ich das jetzt verstehen? Will der Herr Professorin Josef Käs jetzt, daß wir ihren oder seinen Vorschlag ernst nehmen sollen?

Anonym hat gesagt…

Ich hatte mal von Professoren etwas gehalten. Als diese noch denken konnten. Ob das da in leipzig nur eine alte Krankheit aus DDR-Zeiten ist?

Anonym hat gesagt…

Es ist für Männer erfreulich, dass es jetzt wohl nur noch Vergewaltigerinnen, Diebinnen usw.
geben wird.
Im Ernst: Die Hauptleidtragenden der gender-Ideologie werden die Frauen sein. Denn wenn die eigentlichen weiblichen Vorteile und Überlegenheiten ausgeredet oder gar negativ bewertet werden, ist die innere Identität zerstört und es bleiben nur noch Äußerlichkeiten, die dann kultmäßig in den Mittelpunkt rücken, der Body (Diäten, Schönheitsoperationen, Castingshows usw.)
(siehe auch Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 3. Auflage, Logos-Verlag, Ansbach, 2013)

Dr. Mayer Zoltán Georg hat gesagt…

Wie gut, dasses z. B. in der ungarischen Sprache keine "Geschlechter", wie "die Kraft" oder "das Pferd" gibt...