Montag, 15. April 2013

Großbritannien: Tausende von Kindern haben Sexualvergehen begangen

Pornographie und sonstige erotische Reize verführen immer jüngere Kinder im Vereinigten Königreich zu sexuellen Übertritten, so eine Studie der „National Society for the Prevention of Cruelty to Children (NSPCC)“.

4,562 Kinder – 98 Prozent davon Buben – begangen 5,028 Sexualvergehen im Zeitraum von 2009-2012. Manche Kinder warn kaum fünf Jahre alt.

Der britische „Daily Telegraph“ gibt in einem Kommentar zur Studie der NSPCC zu bedenken, dass die Dunkelziffer sehr hoch sein dürfte.

Claire Lilley von der NSPCC warnt, dass Pornographie das moralische Empfinden der Kinder völlig ruiniert.


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

"Manche Kinder warn kaum fünf Jahre alt."
Begreifen die Vefasser solcher Aussagen, was sie schreiben?
Trifft die alte Feststellung:
Wir wissen zwar nicht was wir wollen. Doch das mit ganzer Kraft.

Klaus-Peter Kappler hat gesagt…

Die Ausdrucksweise ist irreführend, aber bei weiterem Nachforschen wird man schnell fündig und stellt fest, dass Kinder in solchem Alter tatsächlich betroffen sind, allerdings spielen sie nur nach, was srher gesehen haben, und hier sind die Eltern in der Verantwortung, in wie weit sie Vorsorge treffen.

Old Geezer hat gesagt…

Leider gibt der Artikel keine genaue Quelle an.
Aber da eine schnelle Suche keinen entsprechenden Titel oder Abstract ergab, das NSPCC vorsichtig mit so direkten Ursachenbehauptungen ist, dort bei andere Studien i.d.R. mit wenigen hundert Fällen über etliche Jahrzehnte gearbeitet wird und schließlich andere Papers dort vorliegen, die die Auswirkungen von Mediennutzung und die Gründe Jugendlicher Sexualvergehen kontrovers diskutieren und wenig definitive Schlüsse ziehen...

....schätze ich eher, daß hier wiedermal ein Artikel in einer Fremdsprache oberflächlich gelesen, und nach eigenen Vorlieben mit viel Schlagseite wiedergegeben wurde.

Alipius hat gesagt…

10 Sekunden gesucht, das hier gefunden...

Old Geezer hat gesagt…

@Alipius:

Danke, nur hat jener Zeitungsartikel ähnliche Schwächen wie der Kommentar des OPs hier:
- keine Primärquelle (die Studie wird weder direkt zitiert, noch verlinkt, noch konkret benannt).
- die angedeutete Studie ist auch mit direkte Suche in der Webpräsenz des NSPCC nicht auffindbar (für mich zumindest, möglicherweise geht das mit einem Account dort)
- Die angegebenen Grundgesamtheit bei der Studie ist für das benannte Institut ungewöhnlich groß, der Zeitraum ungewöhnlich kurz.
- Die angedeuteten Ergebnisse sind in dem Artikel inkonsistent (tausende Fälle werdne angeduetet, aber bei den Details von Einzelfällen gesprochen, die 'tausende Kinder' scheinen sich auch auf die Altersspanne von wenigstens 5 bis 16 zu verteilen).

Allerdings ist der Artikel insofern besser als der Bericht hier, da klar gesagt wird, das es sich bei den Fällen der kleineren um unreflektiertes Nachahmen handelt.

Abschließend ist natürlich die implizierte Schlußfolgerung, daß Darstellung in den Medien Schuld sein, verkürzt, denn die Kinder ahmen auch nach, was sie life erleben - und eigene Kinderzimmer und Einzelkinder kennt man erst seit dem letzen Jahrhundert - vorher konnte praktische durch die komplette Menschheitsgeschichte die nächste Generation von der vorherigen alles durch direkte Anschauung lernen, weil eben wenig hinter verschlossenen Türen stattfand, und wenn es nicht Papa und Mamma oder der Onkel mit der Schwester trat, dann machen es Pferd und Rind vor, oder der Nachbar auf der Obstwiese.