Donnerstag, 7. Februar 2013

Abtreibung ist eine schwere Niederlage des Menschen und der zivilen Gesellschaft

Tatsächlich ist die Abtreibung eine schwere Niederlage des Menschen und der zivilen Gesellschaft. Mit ihr wird das Leben eines menschlichen Wesens Gütern von geringerem Wert geopfert, wobei Beweggründe angeführt werden, die häufig von Mangel an Mut und Vertrauen in das Leben und manchmal vom Verlangen nach einem falsch verstandenen Wohlstand bestimmt sind. Und statt einzugreifen - wie es seinem Auftrag entspräche - und das in Gefahr befindliche unschuldige Leben dadurch zu verteidigen, dass er seine Tötung verhütet und sein Leben und Wachstum mit angemessenen Mitteln sicherstellt, gestattet der Staat das Todesurteil und wirkt sogar an seiner Durchführung mit. Das ist eine der besorgniserregenden Folgen des theoretischen und praktischen Materialismus, der mit der Leugnung Gottes schließlich auch den Menschen in seiner wesentlichen transzendenten Dimension leugnet.

Papst Johannes Paul II. vor 25 Jahren in seiner Ansprache bei der Audienz für Repräsentanten der italienischen “Bewegung für das Leben” am 25. Januar 1986.

Kommentare:

Old Geezer hat gesagt…

Wie immer bei diesen Thema:
diese stellt die Meinung der römisch-katholischen Amtskirche dar, deren Mitglieder eine Minderheit der Gesellschft darstellen; es wird vom OP nicht klargemacht, warum dieses partikuläre, sich nur auf Mythen gründende Meinung auch für den Rest der Gesellschft bindend sein sollte.
Zudem kommt man nach dem Bibelstudium schnell zu der Auffassung, daß selbst für diese Gruppe der Grundsatz nur für sie selbst und Glaubensangehörige gelten muß, also auch ein katholischer Arzt eine Abtreibung an Nicht-Katholischen Frauen vornehmen dürfen.
(David ist ja auch nicht in Ungnade gefallen, nachdem er zehntausende von Feinden getötet hat, u.a. Schwangere, ganz im Gegenteil.)

Der Chorleiter hat gesagt…

Als größten Niederlagen in der menschlichen Entwicklung sind für mich zur Zeit die übergroße Rücksicht auf sogenannten religiösen Gefühlen.
Mir ist keine andere Denkreichtung bekannt, die ihre Gefühle derartig in den Vordergrund schiebt, um damit Wissen und Erkenntnis zurückdrängen zu können.
Und die hätschelnde Hand merkt nicht einmal, wie oft sie schon gebissen und angespeit wurde.
Wie will man mit Leuten, die kaum aus ihrem religiösen Panzer - den sie sich gesetzlich haben segnen lassen - steigen können, ohne umzufallen, zu etwas der Jetztzeit und absehbaren Zukunft Gutes für die Menschheit kommen?
Wie stand in einer christlichen Veröffentlichung: Die Lösung der finanziellen Probleme ist ihre Aufgabe. Von Gott gegeben und gefordert. Den Rest können sie ihm überlassen.
Ja, gehts noch?
Mocht ich wohl vorher fragen, in welcher Tonart ich nicht anstimmen darf. Und welche Worte durch nicht so anstößige ersetzt werden sollen?
Wohin sollen wir uns bewegen?
Es ist schon schwer genug eine Liedauswahl zu einem bestimmten Ereignis singbar für den Chor zu finden, auf die Chorgemeinschaft Rücksicht zu nehmen und den Chor anständig zu präsentieren. Jetzt auch noch durch Sonderrechte einiger Weniger auf schlechten Ersatz setzen?
Setzt euch einmal mit dem Kapitel Abtreibung auseinander: Seit wann? Wer Treibender, wer Betroffener? Warum? Wer ja, wer nein? Welche menschlichen Tragödien?
Wo und wie ist es im Heute angekommen? Wie sollten wir heute damit umgehen? Was sollte getan werden, um das zur Zeit entstandene Problem zur größtmöglichen Zufriedenheit aller zu lösen?
Sollt das zu nichts führen dürft ihr eure weisen Sprüche ablassen. Doch werdet ihr mit euren Weisheiten, die gut ersichtlich zu diesem Problem geführt haben, zur Vernunft nichts beitragen können.
Spielt euch, bitte, nicht so auf, als wäret nur ihr die Retter der zivilen Gesellschaft.
Ihr schafft es nicht einmal, eure Klientel unter einen Hut zu bringen.
Unheil im Namen der Religion habt ihr schon genügend losgetreten. Wieso sollen wir in euch jetzt nur Ehrlichkeit sehen?

Dalian hat gesagt…

Sehr geehrter Herr Chorleiter vielleicht weil die Kirche sich gerne als Opfer sieht? Als es um die Missbrauchsfälle ging wurde hier nur gesagt "Die Anzahl der Vergewaltigungsopfer durch Priester betrage nur 1% und Atheisten vergewaltigen immer mehr" Ich finde diese Aussage schon sehr passend, für den hier vorherrschenden Zustand.

Der Chorleiter hat gesagt…

Und ich bin froh, sagen zu können, ich glaube nicht.
Dem statistischen Horror um den Missbrauch schon gar nicht.
Erschreckend sind die Unterhaltungen mit Verwandten und Bekannten beiderlei Geschlechts in fortgeschrittenem Alter und deren Erfahrungen mit Übergriffen und Missbrauch in der eigenen Sippe und deren Umgebung.
Es spielte dort eine gewisse Art des Glaubens eine Rolle.
Doch die gezeigten Vorkommnisse in ihrer Anzahl haben mich stark nachdenklich gemacht. Da ergibt sich zwangsläufig die Frage:
Wie ist das heute?
Wie geht man mit den Menschen der näheren Umbebung bei eventuellen Verdachtsfällen und deren Bestätigug um? Wie ersichtlich ist das Ausmaß? Wie groß?
Aufarbeitung ist eins. Doch führt es nicht zu einer Verbesserung, zu einer Verhinderung von Vornherein ist es nicht gut.
Der Vorwurf, die vergewaltigen mehr, ist sehr platt. Die Anzahl der Fälle ist schon ein Hinweis. Doch auch die Intensität, die Besonderheit des Umfeldes ist das Erschreckliche.
Ich möchte in meiner Tätigkeit über eine schlechte Leistung meinerseits nicht sagen: Aber die anderen sind doch schlechter!
Wäre ich Kirche, hätte ich diesem Rechnung getragen. Macht sie aber nicht.
Das ist der vorherschende Zustand. Kein guter.