Donnerstag, 7. Februar 2013

Gesetze, die Abtreibung und Euthanasie zulassen und begünstigen, besitzen keine glaubwürdige Rechtsgültigkeit

“Die Gesetze, die Abtreibung und Euthanasie zulassen und begünstigen, stellen sich also nicht nur radikal gegen das Gut des einzelnen, sondern auch gegen das Gemeinwohl und sind daher ganz und gar ohne glaubwürdige Rechtsgültigkeit. Tatsächlich ist es die Nicht-Anerkennung des Rechtes auf Leben, die sich, gerade weil sie zur Tötung des Menschen führt — in dessen Dienst zu stehen die Gesellschaft ja den Grund ihres Bestehens hat —, am frontalsten und irreparabel der Möglichkeit einer Verwirklichung des Gemeinwohls entgegenstellt. Daraus folgt, daß ein staatliches Gesetz, wenn es Abtreibung und Euthanasie billigt, eben darum kein wahres, sittlich verpflichtendes staatliches Gesetz mehr ist.

Abtreibung und Euthanasie sind also Verbrechen, die für rechtmäßig zu erklären sich kein menschliches Gesetz anmaßen kann. Gesetze dieser Art rufen nicht nur keine Verpflichtung für das Gewissen hervor, sondern erheben vielmehr die schwere und klare Verpflichtung, sich ihnen mit Hilfe des Einspruchs aus Gewissensgründen zu widersetzen.”

Papst Johannes Paul II, Enzyklika Evangelium Vitae vom 25. März 1995, nr. 72/73.

Kommentare:

Old Geezer hat gesagt…

Fazinierend; die Gültigkeit eines Gesetzes hängt also davon ab, ob irgendeine Religion irgendeinen Grundsatz hat, der etwas anderes aussagt?
Nach der Logik gäbe es niemals eine gültige Gesetzeslage, denn es läst sich immer irgendein Kult finden, da da eine andere Meinung zu hat.
...Also bedeutet diese Aussage nichts weiter als eine Forderung zur Rückkehr in den theokratischen Gottesstaat - Iran für alle!

Anonym hat gesagt…

Anscheinend ist dieser Seite nicht daran gelegen logisch über das Thema zu diskutieren und die Probleme der Betroffenen anzuerkennen.Es geht eher darum ein veraltetes, aus (möglicherweise) manipulierten Schriften bestehendes Buch und dessen nicht ganz uneigennützig interpretierten Schriften als die einzig wahre Aussage voranzustellen. Das dabei ganz offensichtlich die Verfassung unseres Landes außer Acht gelassen wird fällt wohl nicht weiter auf. Desweiteren kann ich meinem Vorredner nur beipflichten. Wenn die Religionen (alle) nicht aufhören ihrem obersten Moralanspruch und veralteten Ansichten hinterherzulaufen wird es in Zukunft nur noch zwei Lager geben. Die radikalen religiösen die so verblendet sind, dass sie sich von keinem Argument mehr beeinflussen lassen und stur an den Lippen ihrer Führer hängen, und die, welche den Sinn der Religion nicht mehr sehen weil sich Kirche und Religion in keinster Weise mehr am Leben orientieren sondern nurnoch an veraltete Ansichten und alte Bräuche klammern.