Freitag, 11. Januar 2013

MdEP Martin Kastler: Kampf gegen Christenverfolgung muss politische Chefsache werden!

CSU-Europaabgeordneter zum Weltverfolgungsindex 2012: “Schockierende Ausmaße” / Appell an Merkel und Barroso

Heute hat das überkonfessionelle christliche Hilfswerk Open Doors im hessischen Kelkheim den Weltverfolgungsindex 2013 (WVI) vorgestellt. Übereinstimmend mit anderen Hilfswerken geht das überkonfessionelle christliche Hilfswerk open doors davon aus, dass derzeit rund 100 Millionen Christen weltweit um ihres Glaubens willen verfolgt werden. Dazu erklärt der CSU-Europaabgeordnete Martin Kastler MdEP, Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken: „Das im Weltverfolgungsindex ermittelte Ausmaß der Christenverfolgung weltweit ist schockierend und alarmierend. Christenverfolgung darf nicht bloß ein Thema für Christen und Kirchen sein. Die Politik in Deutschland und Europa muss die Bekämpfung der Christenverfolgung und jeder Einschränkung der Religionsfreiheit stärker als bisher zu ihrem Thema machen.“

Kastler, der auch Entwicklungspolitischer Sprecher der CSU-Gruppe im Europäischen Parlament ist, fährt fort: „Wo Menschen um ihres Glaubens willen verfolgt werden, kann kein Friede entstehen. Und wo kein Friede einkehren kann, sind alle Bemühungen um Entwicklung und Nachhaltigkeit vergebens. Das gilt auch für unsere entwicklungspolitischen Bemühungen auf dem afrikanischen Kontinent, wo dem Index zufolge die Christenverfolgung in Afrika durch Islamisten in besonderem Ausmaß gestiegen ist. Die Europäische Union gehört zu den größten Geldgebern in der Entwicklungshilfe. Religionsfreiheit, nicht nur dem Papier, sondern der Realität nach, muss ein hartes Kriterium für unsere Entwicklungspolitik werden – und darüber hinaus auch für unsere Außen- und Handelspolitik.“

Der Europapolitiker fordert dazu einen stärkeren politischen Einsatz der EU-Kommission: „Ich fordere die Kommission auf, endlich zu handeln. Catherine Ashton hat es über Jahre versäumt, sich um die verfolgten Christen zu kümmern. Das muss Chefsache werden – Manuel Barroso ist gefragt. Unser Bekenntnis zu den Menschenrechten ist nur glaubwürdig, wenn es konkrete politische Folgen hat.“

“Religiöser Apartheid weltweit entschieden entgegentreten!”

Kastler ergänzt mit Verweis auf die stark wachsende Christenverfolgung im Irak, in Afghanistan und in Libyen: „Die Tatsache, dass ausgerechnet in solchen Ländern, wo willkürliche Despoten nicht zuletzt auch mit europäischer Hilfe gestürzt wurden, die Christenverfolgung ansteigt, zeigt: Wir wollen mehr Demokratie fördern, aber fordern dafür zu wenig Freiheit. Dies gilt auch für Ägypten, wo die Christenverfolgung dem Index zufolge ebenfalls steigt. Präsident Mursi, dessen Besuch bei der Bundesregierung Ende Januar fest steht, und die Muslimbrüder fahren einen gefährlichen Kurs der schleichenden Islamisierung. Immer wieder kommt es zu Hetze und gewaltsamen Übergriffen gegen die koptischen Christen im Land. Diese religiöse Apartheid muss Bundeskanzlerin Merkel zum Thema der Gespräche mit Mursi machen.“

Hintergrund: Der Weltverfolgungsindex erfasst und dokumentiert jährlich neu die Situation der Religionsfreiheit von Christen weltweit und listet die 50 Länder auf, in denen Christen wegen ihres Glaubens am stärksten verfolgt und benachteiligt werden. Berichtszeitraum für den neuen WVI ist der 1. November 2011 bis 31. Oktober 2012. Mehr Informationen unter: www.weltverfolgungsindex.de

Presseerklärung des Europaabgeordneten Martin Kastler

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

"Was ihr einen meiner geringsten Brüdern getan habt,das habt ihr mir getan."

"Und alles was ihr tut,das tut von Herzen als für den Herrn und nicht für den Menschen."

Verse aus der Bibel!

ra hat gesagt…

Mister Anonym, Du bist genau solch ein wattegepackter Spinner "unserer?" Repuplik, wie Deine wichtigtuerischen "Mitstreiter".
Demokratisch??
Macht alle die Augen auf, verdammt noch mal - denn, merken 'tut' Ihr eh nix mehr.
Was denkst Du, passiert da "unten", im Namen der Demokratie? --- Nix!!
Im Gegenteil, es dient nur dazu die Macht dieser Hundsfötte - USA UK und Konsorten (Israel....) auszuweiten.
Über Deine Bibelsprüche lachen die sich höchstens kaputt - und ich mich auch!
Sind zwar unheimlich wahr, was die Vergangenheit betraf, jedoch heutzutage kindisch oder unrealistisch.
Du betest die an, die keine Götter sind und auch nie waren.
also, Kopf in den Nacken
Ein Wohlmeinender ..

Gino hat gesagt…

Wer so denkt, wie am 22. Januar um 22:34 zu PC gebracht, vermag zwar zum Beugen der eigenen Ansichten nicht bereit zu sein, da er es von den anderen voraussetzt. Doch hier mein Spruch für Erkennende:
„Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten anderer Leute zu beugen.“
Winston Churchill

Kuddel hat gesagt…

Ich werde den Eindruck nicht los, dass es bei der Religionsfreiheit mehr um Ausweitung als um die Hinwendung zu den Menschen geht.
Kann ein Christ einem Juden ohne weiteres Seelenheil geben, kann ein Moslem einem Giaur in Trauer und Leisd helfen ohne seinen Glauben in den Vordergrund zu schieben?
Ich habe bisher nur ein Nein festgestellt. Von Beschneidung über Prunkbauten und Rituale über stille Hinwendung, die gepachtete Moral über alle anderen gibt es nur eine Errichtung und Pflege der eigenen Macht. Kritik ist da immer Blasphemie und Ablehnung wird als Hass gedeutet.
Das Machtstreben ist bei den Katholiken gut ablesbar: Man importiert aus Mangel schon farbige Priester nach Europa, doch achtet man fein säuberlich auf die Farbe und Nationalität bei der Wahl des Papstes.
Es gibt nichts ewiges außer der Veränderung.
Ich kann als Schwarzafrikaner in der Aektis leben, doch die Stammeskleidung wird hier auch an Traditionstagen nicht zu empfehlen sein, wie die Sonnenbrille nur wegen der Sonne.
Man sollte der Region und dem Leben dort nicht seinen Lebensstil aufzwängen.
Freiheit des Denkens für alle.
Vielleicht bekommt man dann mal alle dazu?