Sonntag, 16. Dezember 2012

Papst Benedikt XVI. bekräftigt Erziehungsrecht der Eltern

In seiner Botschaft zum Weltfriedenstag am 1. Januar 2013 appellierte Papst Benedikt XVI. erneut, das vorrangige Recht der Eltern auf die Erziehung ihrer Kinder zu achten: „Das Recht der Eltern und ihre vorrangige Rolle in der Erziehung der Kinder – an erster Stelle im moralischen und religiösen Bereich – müssen geschützt werden.“

Es ist nicht das erste Mal, dass sich der Papst für die Erziehungsrechte der Eltern einsetzt. Beispielsweise übte er am 10. Januar 2011 beim Neujahrsempfang für das diplomatische Corps deutliche Kritik an der schulischen Sexualkunde und einem staatlichen Bildungs-Monopol; der Papst verlangte Pluralität in der Schulausbildung der Kinder sowie die Respektierung des natürlichen Elternrechts auf Erziehung: „Ich kann nicht schweigen angesichts des erneuten Angriffs auf die religiöse Freiheit der Familien, wo die Teilnahme an Kursen der Sexualerziehung oder Bürgerkunde verpflichtend auferlegt wird, bei denen ein angeblich neutrales Bild des Menschen und des Lebens vermittelt wird, das aber in Wirklichkeit ein Menschenbild widerspiegelt, das gegen den Glauben und die rechtverstandene Vernunft gerichtet ist.“

Kommentare:

Dieter Macher hat gesagt…

in Recht einzufordern ist mit der Pflicht zum Wissen verbunden.
Etwas glauben ist, wenn man Wissen vernachlässigt, einfacher. Wem ein Glaube an etwas genügt, der mag anderen ihr Wissen und wissen wollen lassen.

Dalian hat gesagt…

Was wäre der Papst sprach und keiner hört zu?

Dr. med. ZOLTAN GEORG MAYER hat gesagt…

Im Rahmen der (auch in der Natur mit Vor- und Nachteilen vorkommende) Specialisation - verglichen zu Synagoga - hat Eccclesia = Clerus nichts anderes getan als die Competenz des (römischen) Pater Familias in Frage gestellt.
Bereits die Joseph-Legende ("nur" Ziehvater Jesou) oder der Prologus des unbekannten Joannes (sed ex Deo nati sunt) rüttelte kräftig an die naturgegebene Familienstructur. (In Wirklichkeit hat Jesus den Joseph sehr geliebt - aber kein Wort darüber im "Neuen Testament" - und stellte sich unter Gott Jahweh ein en Himmlischen Vater vor. Jesus wurde angeblich Bar-Abbas genannt, was ihm nach der Passionsgeschichte zum alternativen Verhängnis - Wortspiel - geworden ist.)
Keine Frage, dass das altgriechische-römische Vaterrecht der Anerkennung oder sogar Tötung des Kindes als Quasi-Sclaven, unmenschlich war. Aber die "erlösende" Religion ist an die andere Seite des sprichwörtlichen Pferdes gerutscht.

Das ist auch meine persönliche Familienerfahrung und bisweilige Tragoedia..

Ich würde die mehr eine Familia gründen, wenn ich nochmals das Leben anfangen könnte, denn anders als meinem Vater, der mein bester Lehrer wurde, wurden mir meine Kinder von der Schule und von den Medien entrissen und sind immer demonstrativer fremd, sogar feindlich gesinnt.
Aber ich sehe es auch bei anderen - MitChristen -, dass Familie und Kinder schon ja keine natürliche Lebensversicherung gibt, obwohl dies die Hauptfunction wäre.
Glücklicherweise gibt es "Fremde", die anstelle der familiären Verpflichtung professionell oder voluntär einspringen. Die Entfremdung des Karl Heinrich Marx gilt also nicht nur für Arbeiter und Productum.

Dr. med. ZOLTAN GEORG MAYER hat gesagt…

Recte: Ich würde NIE mehr eine Familia gründen

Old Geezer hat gesagt…

"religiöse Freiheit der Familien"

Was soll das sein?
religiöse SippenhafT?

Eine FAMILIE hat keine einheitliche religiöse Identität - bestenfalls eine nach nach außen dargestellte religiöse Zugehörigkeit.

Eine religiöse Identität und ein Recht auf religiöse Freiheit hat ein IDIVIDUUM, also auch ein Kind, und zwar in erster Linie gegenüber seinen Eltern!

Daher obliegt es dem Staat, die Kinder neutral über das Angebot an Kulten und Sekten sowie deren historischen Verbrechen und Versagens aufzuklären, so das sie eine informierte und begründete Entscheiidung fällen können, ob und welcher dieser Vereine sie beitreten möchten.
Dazu sollte auch gehören, sie bis zum Erreichen der Religionmündigkeit vor irreversiblen Brandmarkungen (z.B. Bescheidung) für eine der Religionen zu bewahren.

Old Geezer hat gesagt…

P.S.: Es fällt mir immer schwer, Anweisungen bezüglich Familien von jemandem ernstzunehmen, der so fern ab von jeder realen Familie ist, von Sex und Schwangerschaft, von Armut, interfamiliären Konflikten, Erziehung, unerfülltem Kinderwunsch wie ungewollten Schwangerschaften, Arbeitslosigkeit wegen Elternschaft, flüchtigen Vätern, Scheidungen, Pflegebedürftigkeit und Erbschaften und was sonst noch so an Unbill über Familien hereinbrechen kann.
Ja selbst die Alimente für Priesterkinder und das Schweigegeld für Mißbrauchsopfer mit dem sich die Kirchen Klagen vom Hals halten, werden in aller Stille von untergeordneten Stellen bezahlt, so daß sich seine Heiligkeit (?) um soetwas keine Gedanken machen muß.

Otto Kietzig hat gesagt…

"Daher obliegt es dem Staat, die Kinder neutral über das Angebot an Kulten und Sekten sowie deren historischen Verbrechen und Versagens aufzuklären"
So ein Quatsch! Seit wann ist denn der 'Staat' neutral. Jeder Staat wird von einer Ideologie getragen.
Die Einzigen, denen die Kinder wirklich am Herzen liegen und nicht unter einer Ideologie, sind die Eltern, sofern sie das sind, was sie von Natur aus sein sollen.

Old Geezer hat gesagt…

@Otto Kietzing:
Aber UNSER STaat (wie viele andere) ist religionsneutral, insofern, daß seiner Verfassung nach kein Glaube bevorzugt werden soll.
Daher kann und soll der Staat FAKTEN und ERKENNTNISSE vermitteln, und sich aus willkührlichen Ansichten zu Glaubensbekenntnissen und Religionsmoral raushalten.
Diese erlaubt jeder Familie, ihre Kindern mit bem von Ihnen vertretenen Glauben großzuziehen, ohne das diesen wichtiges Faktenwissen vorenthalten wird.
Umgekehrt sollte keine Familie von Seiten der Schule damit konfrontiert werden, ihren Kinder ungewünschte, nicht-widerlegbare Annahmen (also andere Religionen) ausreden zu müssen.

Ist ein schönes Konzept, was Eltern ihren Einfluß erhält ohne Lehrer dazu zu zwingen, entgegen besseren Wissens Rücksicht auf irgendwelche möglichen obskuren Ideen der Eltern ihrer Schüler nehmen zu müssen.

ich hat gesagt…

werdet euch erst mal über neutral und allgemein gültig und ideologie einig.
vernunft wäre die besste lösung. wer hat schon genügend neutrale vernunft ohne ideologie?
bieet den kindern was vernüftiges und umfassendes für heute vollständiges an. sie sagen uns was nach ihren empfinden gut ist. doch erwachsene sehen so etwas dann durch ihre brille. und schwupp is der sinn dessen wieder hin.
wer rechte hat sollte seine pflichten nicht vergessen. en gros ist so etwas besser zu erledigen.
wer im neuen das alte sieht ist gut dran. wer nichts sieht hat vielleicht nichts vor sich.