Freitag, 16. November 2012

Folgt die Jugendzeitschrift „Bravo“ bald der „Frankfurter Rundschau“ ?

Mathias von Gersdorff

Nicht nur das linke Blatt „Frankfurter Rundschau“ steht vor dem Aus, auch „Bravo“ schafft es nicht, seine magere Auflage aufzubessern.

Im dritten Quartal verlor die Jugend-llustrierte wieder und geht nur noch mit 306.515 Exemplaren über die Ladentheke. Genau ein Jahr davor lag die Auflage bei 409.885, im Jahr 2010 bei 481.766.

Diese Entwicklung bahnt sich natürlich schon seit langem an. Ende der 1990er Jahre musste "Bravo" drastische Auflagenverluste erleiden und versuchte, sich mit mehr Nacktbildern und Erotik aufzupäppeln. Es wurden Pseudo-Aufklärungs-Rubriken erfunden, deren Freizügigkeit extrem war. Insbesondere die Rubrik „Our Love“ mit großen Aufnahmen von jungen Paaren beim Geschlechtsverkehr sorgten vielfach für Empörung.

Unsere Initiative „Kinder in Gefahr“ protestierte damals permanent gegen das Blatt, bis es diese unmoralischen Bilder deutlich reduzierte.

Natürlich gab die Zeitschrift nicht zu, dass es dies aufgrund der Proteste tat, doch es liegt kein anderer Grund vor. Sicherlich taten sie es nicht etwa, um ihre kindlichen und jugendlichen Leser  zu innerer Sauberkeit und sittlicher Reinheit zu erziehen.

Der Niedergang des Sexblattes setzte sich im neuen Jahrhundert ohne Unterbrechung fort.

Für den Heinrich-Bauer-Verlag ist „Bravo“ eine Art Prestige-Objekt. Deshalb wurde die Einstellung des Blatts wohl noch nicht erwogen. Jedenfalls ist noch nichts derartiges publik geworden.

Doch der fatale Dienst, den "Bravo" an der Frühsexualisierung der Jugend seit vielen Jahrzehnten geleistet hat, ist so groß, dass man sich nicht wundern würde, wenn die Illustrierte von Politikern im Falle von finanziellen Engpässen Unterstützung erhalten würde.

So wie die Karten stehen, wären selbst CDU-Politiker inzwischen dazu bereit. Immerhin hat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder den Kölner „FrauenMediaTurm“ von Alice Schwarzer in diesem Jahr finanziell gerettet, wozu nicht einmal die rot-grüne NRW-Landesregierung bereit war.

Kommentare:

Trapin hat gesagt…

Bravo ist out weil die überwiegend jugendlichen Nutzer mit wenigen Klicks auf ihren Smartphones Erotik im Überfluss haben können. Wer geht da noch zum Kiosk. Das eigentliche Problem ist der moralische Niedergang auf breiter Front. Die EKD ist schon längst auf den Mainstreamzug aufgesprungen und vielfach Vorreiterin der Volkszerstörung. Die RK hätte noch das Zeug da einen Gegenpol zu setzten wenn sie sich nicht der "Wir sind Kirche"- Zielsetzung beugt.
Allerdings wird das Volk auch, dank Harz4, auf Gleichgültigkeit getrimmt. Wer den Trog ständig voll hat wird kaum den anklagen, der ihm den Trog füllt.
Politisches Desinteresse ist an der Tagesordnung und gewollt.
Die wenigen politischen Entscheidungsträger, die nicht dem Mainstream folgen, laufen Gefahr mit der Nazikeule erschlagen zu werden. Bittere Erkenntnis: "Das Problem ist politisch nicht mehr zu lösen".
Schuld daran sind wir alle, weil Schneller, Besser, Höher, "Geiler",
Quoten, ...., die Maxime unseres Handeln geworden sind.

Anonym hat gesagt…

Es wäre einmal interessant herauszufinden, wer eigentlich hinter dem Heinrich Bauer-Verlag steht und propornographische "Reeducation" betreibt. Kann das mal jemand in München beim Handelsregister recherchieren?

ich hat gesagt…

es hat auch schon andere Blätter erwischt. und wird all diese medien nach und nach entfernen die uns etwas weiß machen wollen ob rot gelb grün schwarz braun oder lila. hoffen wir das es farbig bleibt und abstand zu schwarzweiß zeigt.
medien mit verstand braucht nicht nur unser land. dazu menschen mit richtig gehirn. das bietet den medienzaren die srirn.
was sollten christen mit ihren feinden machen? schon vergessen?
dreht euer mäntelchen nicht immer nach dem wind. is sowieso nur noch ein fetzen weil der sturm schon ganze arbeitg eleistet hat.
porno und weltbild. war da nicht auch was?
gottes mühlen sollen wohl langsam mahlen doch dem interessierten und bekennenden trübt ihr mehlstaub nicht die sicht.
vormittags pastorales erlebnis der extremistischen art. da sollte auch eine altersbegrenzung vorgenommen werden. doch immer beizeiten in die junge gehirnmasse drücken. was den braunen recht ist können die schwarzen nicht lassen und die roten machen mit.
nur gut dass die gelben im sinken sind.
bei den zuschauerzahlen am vormittag stelle ich mir auch immer zwei fragen: wie lange noch/ wer ist wohl echt?
ich kann den ausgang des zweifelns abwarten und mit freude der ich bin.