Sonntag, 29. Januar 2012

Humboldt-Universität erarbeitet in Kooperation mit dem LSVD antikirchliches Papier


Die Homo-Lobby scheint gegen das Selbstbestimmungsrecht der christlichen Kirchen, vor allem der katholischen Kirche vorgehen zu wollen.

Hintergrund: Gewisse staatliche Rechtsvorschriften gelten nicht für die Kirchen aufgrund ihrer konfessionellen Ausrichtung. Dies gilt auch für arbeitsrechtliche Bereiche. Im Wesentlichen bedeutet das, daß Arbeitnehmer manche konfessionell begründete Ansichten teilen und dementsprechend danach leben müssen.

Der Homo-Lobby ist das schon lange ein Dorn im Auge, denn das betrifft auch sog. Lebenspartnerschaften. Vereinbart beispielsweise eine homosexuelle Person, die für die katholische Kirche arbeitet, mit einer anderen homosexuellen Person eine sog. „Lebenspartnerschaft“ nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz, so kann ihr gekündigt werden. Aus offensichtlichen Gründen, denn eine solche „Lebenspartnerschaft“ widerspricht diametral dem christlichen Eheverständnis.

Das ärgert die Homo-Lobby. Sie würde am liebsten den Kirchen, zumal der katholischen Kirche, ihre Ideologie bezüglich Mann und Frau bzw. Ehe und Familie aufoktroyieren.

Seit langem werden antikirchliche Töne angeschlagen. So wurde beispielsweise Kardinal Ratzinger bzw. Papst Benedikt XVI. als „Hetzprediger“ bezeichnet.

Die „Law Clinic“, ein Ausbildungsangebot an der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, erarbeitet nun im Rahmen eines zweisemestrigen Forschungsprojekts - in Kooperation mit dem „Lesben- und Schwulen Verband Deutschland (LSVD)“ - „eine Möglichkeit, dieser Situation zu begegnen. Unser Ziel ist es, ein Rechtsgutachten zu entwerfen, das den Betroffenen hilft und Argumente für die rechtspolitische Debatte zusammenstellt“, so Kathrin Böhler, Stephanie Kamen und Henning Jungclaus von der „Law Clinic“ im LSVD-Blog in einem Artikel mit dem Titel „Homophobe Arbeitgeber“.

„Dafür werden wir die verschiedenen Widersprüche zwischen der Privilegierung der Katholischen Kirche einerseits und der geltenden arbeits-, verfassungs- und europarechtlichen Errungenschaften für den einzelnen Betroffenen andererseits offen legen“, so der Beitrag „Homophobe Arbeitgeber“ im LSVD-Blog.

Im Text wird Papst Benedikt XVI. ironisch dargestellt als „Stellvertreter eines göttlichen Wesens auf Erden“. In den Grundsätzen der katholischen Kirche seien „anti-emanzipatorischen Ideologien wie Sexismus und Antisemitismus“ tief verankert.

SPD und „Linke“ fordern die Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Paare. Dies würde unter diesen Umständen zwangsläufig zu einer Beschränkung der Religionsfreiheit führen. Die „Homo-Lobby“ scheint mit staatlichen Mitteln den Kirchen durchsetzen zu wollen.

Außerdem gibt es Bestrebungen, Homophobie unter Strafe zu stellen. Wenn schon die ganze katholische Kirche als „homophober Arbeitgeber“ bezeichnet wird, kann man sich ausdenken, zu welchen Maßnahmen manche Homo-Aktivisten bereit sind.

Bildquelle: Friedrich Petersdorff (Wikipedia)

Kommentare:

Christoph Rebner hat gesagt…

Ihr Vokabular greift zu kurz. So sind gerade die, welche aus dem Zwang, sich über Tätigkeiten ihres Fleischs zu definieren, ausgestiegen sind, echte Homo-Lobby.

Wen Sie kritisieren, benennen Sie nicht. Es sind jene, die Geld geben, damit Menschen in Sexualität gefangen gehalten und ausgebeutet werden können.

Anonym hat gesagt…

Zu Christoph Rebner:

Sie haben völlig recht. Die gegenwärtige Regierung (CDU,FDP) ist gewählt worden, um solchen Orwell'schen Tendenzen entgegen zu wirken. Aber es wird schlimmer.
Wenn die nächsten Wahlen nicht diese Politik beseitigen, dann wird es dunkel in Deutschland.

Trapin hat gesagt…

Sicher bittere Erkenntnis: das Regulativ für eine selbstzerstörerische Gesellschaft wir vermutlich der von allen hofierte Islam mit seinem Islamgesetz werden. Die Freiheit, zu der uns Jesus berufen hat, setzten wir leichtfertig aufs Spiel.
Viele, die jetzt noch jubeln, werden entweder kuschen oder Repressalien erleiden.
Das fängt im Kleinen ja schon an.

Alexander Simon hat gesagt…

Wer frei will sein, muß auch ohne Jesus sein.
Wer sich einen Götzen schaft, verliert für Freiheit jede Kraft.
Jeder bindet sich an seinen Pfahl.
Auch Gleichgeschlechtliche.
Meine Freiheit wird vom allen bedroht, die mir ein Denken aufzwingen. Ich bin nicht für Gott und das gleiche Geschlecht, doch wer daran glaubt, damit keinen Schaden an anderen verursacht, dem sei sein Glaube heilig.
Vielleicht bin ich nicht dem gleichen Geschlecht verfallen, weil ich noch vor dem Versuch meiner Eltern, mich aufklären zu müssen, mit dem anderen die schönsten Erfahrungen gemacht hatte? Beten war mir fremd, denn unsere Speisen waren hervorragend. Ich hatte für das Entscheiden von Gur und Böse keinen Wegweiser, wie Himmel und Hölle, doch Großeltern, die sich zum Leben miteinander von der Enge der christlichen Familie gelöst hatten. Da gab es den Vorspann Jesus und Gott nicht, der nur zu deren elterliche Erkenntnisse geführt haben. Meine Seele verdanke ich der mütterlichen Fürsorge meiner Großmutter.
Die hätte beim Lesen solcher Zeilen, wie antichristlich und Mord als Schwangerschaftsabbruch nur eins gesagt: Wenn sie damit froh werden, laß sie. Wenn sie das von dir wollen, überlege gut und für dich richtig. Sei Mensch wie ich und denke immer an Opa. Der hat 2 Kriege überlebt. Glück und Gewissen haben ihn gesteuert und er hat beide verstanden.

Was sie hier anbieten ist Kinderkram, von beiden Seiten Kinderkram, denn würde eine Seite verschwinden, wäre die andere arbeitslos.
Wogegen beide sind, wird ausführlich beschrieben, doch wofür sind beide? Wie friegen wir das Gute ins Töpfchen und das Schlechte auf den Müll?
Mein Freund kennt meine Fehler und ist trotzdem mein Freund.

Elise hat gesagt…

@Christoph Rebner
Danke!

ABA hat gesagt…

@Alexander Simon:

Offenbar ist ihnen die Ironie in ihren Worten nicht bewusst. Sie sagen Freiheit, meinen aber Zügellosigkeit. Sie maßen sich an, gut und schlecht eigenhändig zu erkennen. In Wirklichkeit sind sie Sklave ihrer physischen Wahrnehmung:

"Vielleicht bin ich nicht dem gleichen Geschlecht verfallen, weil ich noch vor dem Versuch meiner Eltern, mich aufklären zu müssen, mit dem anderen die schönsten Erfahrungen gemacht hatte?"

Heißt soviel wie, es hätte auch anders kommen können. Richtig und falsch sind also lediglich idealistische Wunschvorstellung, die nur durch persönliche Erfahrung bestimmt werden. Alles ist erlaubt, solange kein physischer Schaden entsteht. Seelischer Schaden ist ihrer Meinung nach nicht zu ermessen, denn für sie ist die Seele wie alles ein formbarer Gummiball. Was ihre Großmutter ihnen beigebracht hat, ist nicht Freiheit sondern Anarchie:

"Wenn sie damit froh werden, laß sie."


Ihrer teuren Großmutter halte ich dazu ein Zitat von einem etwas bekanteren Philosophen entgegen:

"Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen." - Edmund Burke

Allerhöchstens sind sie (geistig) vogelfrei, da das Böse jederzeit Zugang zu ihrem Herzen hat und sie verblendet. Die Stunde wird kommen, an dem sie ihr arrogantes und verwöhntes Denken bitter bereuen werden. Allen für diese selbstgefällige und respektlose Aussage:

"Beten war mir fremd, denn unsere Speisen waren hervorragend"

verdienen sie meines Erachtens die Höchststrafe. Millionen von Menschen leiden täglich Hunger und sind dankbar für jedes Stück Brot, dass sie vor dem Hungertod bewahrt und sie machen sich darüber lustig. Ihnen ging es immer gut und sie bedanken sich nicht einmal.

Wegen Menschen wie ihnen geht das Leiden weiter. Menschen, die die Dinge nicht zu schätzen wissen, sich einen Dreck um andere scheren und nur darauf bedacht sind, ihren eigenen Gelüsten zu fröhnen. Aber keine Sorge, abgerechnet wird am Schluss. Ihr Leben auf Erden war vielleicht eine Wonne und das guter dankbarer Menschen eine Qual, aber es gibt immer eine zweite Runde - wie im Boxen. Und ich würde viel Geld wetten, dass sie am Ende den Knockout bekommen.

Anonym hat gesagt…

Danke, ABA!!!

Alexander Simon hat gesagt…

Hallo ABA, mit Unterstellungen und Verleumdungen, wie die Ihrigen, lebe ich ständig, Die LÜGEN darüber, wie ich, nach Ihrer Meinung, das Leben sehe und wie ich mich um andere nicht kümmere, läßt mich vermuten, einen Fundi vor mir zu haben. Paßt aber für diesen Blog hervorragend. Sie können:
1. Keine Kritik leiden.
2. Nur Menschen gleichen Glaubens verstehen.
3. Anderen die Fehler vorhalten, die Sie selbst hineinlesen.
4. Nicht über sich lchen.
5. Sie trauen anderen nicht das zu, was Sie selbst nicht können.
6. Sie leiden an Verständnisschwierigkeiten.
Das ist alles schlimm für einen Menschen. Es reicht auch nicht, arme Sünder zu bekehren.
Wie Sie mit meinem Andenken an meine Großmutter umgehen, läßt mich an ihrer menschlichen Qualität zweifeln.
Es ist gut, daß ich mich dieser Art widersetzen kann, ohne seelischen Schaden zu erleiden.
Der Mensch leidet am meisten unter der Engstirnigkeit im Glauben, Wissen und Beistand von Anderen.
Könnten Sie Mittler von Menschen sein, die derartig verfeindet sind, daß ein Zusammentrffen mit strafrechtlichen Verfehlungen endet? Ich kann es
So weit reicht Ihr Verständnis nicht. Das läßt Ihr Geschriebenes deutlich werden.
Daher wird das Leben zeigen, wer ihm näher steht.
Ich kann mein Leben besser verstehen, wenn ich das anderer besser verstehe.
Einen Fehler, in Ihren Augen, habe ich und behalte ich: Ich kämpfe für das Gute. Nur gegen Böses zu sein ist dagegen einfach.
Ich höffe, Ihrer Gesundheit nicht zu sehr geschadet zu haben. Doch in Ihrem Fall, macht es mir schon Sorgen, denn ich habe erleben dürfen, wie das enden kann.
Bleiben Sie bei bester Gesundheit. (Und das ist nicht ironisch gemeint. Extra für Sie.)

keinohr hat gesagt…

hallo, ich schliesse mich sehr vielen punkten an die sie ankreiden - nur eines muss klarer werden die kirche im allgemeinen muss neu reformiert werden es ist dort genau wie in der politik mehr schwarze flecken als weisse und glaeubige egal welcher seite sie sich zuordnen haben vorbild wirkung " nicht nur zu predigen sondern zu LEBEN " und das im wahrsten sinne meiner worte

Kerkermeister hat gesagt…

Hallo Herr von G.! Natürlich ist der Papst ein Hetzprediger. Ich selbst bezeichne SIE hingegen als Haßprediger. Es gibt keine Homo-Lobby... es ist Aktivisten, die nichts weiteres fordern als das, was schon im Grundgesetz steht: GLEICHBERECHTIGUNG und keine Diskriminierung - etwa von adeligen Haßpredigern...

Anonym hat gesagt…

Aber, aber Kerkermeister, warum denn so agressiv?
"""Es gibt keine Homo-Lobby... es ist Aktivisten, die nichts weiteres fordern als das, was schon im Grundgesetz steht: GLEICHBERECHTIGUNG und keine Diskriminierung - etwa von adeligen Haßpredigern..."""

Nur zur Homolobby:
Zunächst wurden Strafen für Homosexuelle abgeschafft (§175),
gut so. Aber dann: Gleistellung mit der Ehe, Adoptionsrecht für Homopaare, CSD Umzüge und Werbung in Schulen, Kindergärten und Medien, Strafe für Heterosexuelle, die dagegen sind, Berufsverbote für Gegner, Einschüchterungsversuche etc.etc.

Na, wenn das keine Lobby ist, dann eben Homoterroristen.

ich hat gesagt…

ja, ja.
das was ich für richtig halte ist gut, was ich beachten sollt geht mir ... vorbei. soisses gut.
das dagegengeschreie schaft ein anderes gegengeschreie bis es und sich keiner mehr verstehen kann oder will.
..- ein geschlecht das mir gleich sei.
sollte ich wohl hvg gleich sein?
nur gut dass ich kummer und verunglimpfung gewöhnt bin.
für mich bin ich frei und das ist wichtig.
aber geld geben damit einer im holzkasten über einen nicht in die augen gesehenen richtet das is prima?
monophil is nich besser als homosoph.
wenn wahres wissen sagen nur mit antikirchlich wirkt dann los. darauf kann mans ankommen lassen.
is doch halt pp.

Simon hat gesagt…

Hallo an alle, auch ich geb jetzt nochmal meinen Senf dazu:
Ich bin schwul und dazu stehe ich auch sehr offen. Aber als ich diesen Artikel gelesen habe, frage ich mich wirklich was für einen Blödsinn Menschen verzapfen können!

1. Was soll bitte die sog. ,,Homo-Lobby" sein? Es gibt keine Homo-Lobby, es gibt einfach eine immer toleranter werdende Gesellschaft. An dieser Stelle zitiere ich Friedrich II. ,,Jeder soll nach seiner Facon selig werden!" Wieso soll ich mich von der Bibel in meiner Sexualität einschränken lassen?
Dass die Gesellschaft eindeutig nicht schrumpft, hat das Beispiel der Antike gezeigt. Zum Beispiel in der Römerzeit war Homosexualität etwas Aktzeptiertes. Die Bevölkerung Roms nahm ebenfalls sehr rasch zu, und das bevor sich das Christentum ausbreitete.
Wissenschaftler schätzen die Zahl von Homosexuellen auf etwa 10%. Haben Sie ein Problem damit, wenn jeder 10. sich nicht fortplanzen wird? Wohl kaum.

2. ,,SPD und „Linke“ fordern die Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Paare. Dies würde unter diesen Umständen zwangsläufig zu einer Beschränkung der Religionsfreiheit führen."
Dieses Zitat löst bei mir vollkommenes Kopfschütteln aus. Eine Akzeptanz von Homosexualität würde auf keinen Fall zur Beschränkung von Religionsfreiheit; vielmehr für genau das Gegenteil.

Das ist keine Hetzrede. Es ist lesiglich meine eigene Meinung Ich kann mir ebenfalls vorstellen, dass mein Kommentar zensiert oder gar gelöscht wird. Das würde zum ,,Untergang" der christlichen Kirche passen: Zensur; Unterdrückung; Konservatismus. Wenn die Kirche sich nicht bald den heutigen Standards der Gesellschaft anpasst, wird der Glauben bald vollständig aussterben, denn Deutschland hat es schon lange nicht mehr nötig, von christlichen Grundsätzen regiert zu werden, da diese viel zu ,,alt" sind.

LG Simon