Montag, 18. Juli 2011

Im Vorfeld der Reise von Papst Benedikt XVI. nach Deutschland


Die Morallehre der Kirche ist ein „Stein des Anstoßes“ geworden

Mathias von Gersdorff

Wenige Monate vor seinem dritten Besuch in Deutschland, hat ein Netzwerk von Organisationen eine Resolution verfaßt, die Papst Benedikt XVI. als den „Hauptverantwortlichen für die Unterdrückung von Lesben, Schwulen und Transgender auf der Welt“ tituliert und ihm vorwirft, daß er „auf internationaler Ebene Seite an Seite mit brutalen Diktaturen gegen die Menschenrechte von Lesben, Schwulen und Transgender kämpft“. Deshalb hat das „Bündnis gegen die menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik des Papstes“ unter dem Motto „Der Papst kommt“ Proteste während seines Besuches in Berlin im September 2011 angekündigt und eine Protestresolution verfaßt. Das Bündnis besteht aus über 30 Gruppierungen, vor allem aus Organisationen Homosexueller und Feministinnen. Manche von ihnen sind immerhin Unterorganisationen der SPD, der Grünen oder der Gewerkschaft Verdi.

Diese Protestvorbereitungen sind das neueste Kapitel einer Entwicklung, die Anfang 2009 mit der Aufhebung der Exkommunikation der Bischöfe der Priesterbruderschaft St. Pius X. seinen Anfang nahm und seinen vorläufigen Höhepunkt während der allgemeinen Hetze auf die Katholische Kirche im Jahr 2010 erreichte, als diverse Mißbrauchsfälle in der Öffentlichkeit bekannt wurden. Antikirchliche Kräfte haben versucht, die Papstreise zum Vereinigten Königreich im Spätsommer 2010 in eine antikirchliche Party zu verwandeln, was ihnen allerdings mißglückt ist. Nun wollen sie es im atheistischen Berlin versuchen, einer Stadt, in der die Homo-Kultur kaum noch als Subkultur bezeichnet werden kann, dermaßen präsent ist sie in der Öffentlichkeit.

Am Anfang seines Pontifikats hätte man diese Entwicklung kaum voraussehen können. Und dabei waren damals die Reden des Papstes nicht freundlicher der Welt gegenüber als später, als die Attacken gegen ihn begannen. Schon im ersten Jahr seines Pontifikats sagte er auf dem Weltjugendtag in Köln: „Das Absolutsetzen dessen, was nicht absolut, sondern relativ ist, heißt Totalitarismus“ (Vigil mit den Jugendlichen auf dem Marienfeld. Ansprache von Benedikt XVI., Köln, Marienfeld Samstag, 20. August 2005) Oder: „Die stärksten Hindernisse für die Verbreitung des Reiches Christi erfährt man heute höchst dramatisch in der Kluft zwischen Evangelium und Kultur und in dem Ausschluß Gottes aus dem öffentlichen Leben.“ (Ad-Limina Besuch der Bischöfe aus Ontario, 8. September 2006)

Damals geißelte er dieselben Mißstände wie später, als die Angriffe auf ihn, die Katholische Kirche und das Lehramt virulent wurden: Die totale Abkehr von der christlichen Moral und Lehre und die Errichtung einer ungerechten und grausamen Welt.

Sicher, es gab am Anfang seines Pontifikats auch kritische Stimmen, die sich aber auf den „linken Rand“ beschränkten. Selbst die Medien waren in ihrer Mehrheit voll des Lobes für den neuen Papst. Dieselben, die einige Jahre später mit einer Hetzkampagne gegen ihn loszogen, zeigten sich außer Rand und Band vor Freude. War da alles geheuchelt? Was haben sie eigentlich vom neuen Papst erwartet? Was hat er denn so schlimmes gesagt oder getan, um so eine Mißgunst zu ernten?

Die Resolution des „Bündnisses gegen die menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik des Papstes“ hat gut die Punkte zusammengefaßt, die den Papst zum Feindbild für viele in der heutigen Welt machen. Es sind in erster Linie seine Verkündigung der katholischen Sexualmoral und die Lehre der Kirche über die Familie. Daher auch seine uneingeschränkte Ablehnung von Abtreibung und der Euthanasie und seine Ablehnung eheähnlicher Privilegien für Homosexuelle und sonstige rechtliche Institutionen, die den Stellenwert der Ehe schwächen.

Diese Punkte sind heute die wichtigsten Punkte des Kampfes zwischen dem Christentum und einer laizistischen Welt, die sich nicht an absoluten, ewigen Werten orientieren will, sondern sich in Beliebigkeit und Nihilismus verliert. Papst Benedikt XVI. hat diese Mentalität mit dem Begriff „Kultur des Relativismus“ beschrieben. Das Ergebnis ist die „Kultur des Todes“, Begriff, den Papst Johannes Paul II. geprägt hat. Diese Kultur des Todes bedeutet Millionen abgetriebener Menschen, Euthanasie, Stammzellenforschung und sonstige Angriffe auf das menschliche Leben.

Deshalb muß dieser Relativismus bekämpft werden. Benedikt XVI.: „Es ist daher klar, daß wir nicht nur versuchen müssen, den Relativismus in unserer Bildungsarbeit zu überwinden, sondern auch aufgerufen sind, seiner zerstörerischen Vorherrschaft in Gesellschaft und Kultur entgegenzutreten.“ (Schreiben von Benedikt XVI. bei der Eröffnung der Pastoraltagung der Diözese Rom zum Thema Familie Lateranbasilika Montag, 6. Juni 2005)

Das „Bündnis gegen die menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik des Papstes“ wirft Papst Benedikt XVI. vor, mit dem Begriff „Kultur des Relativismus“ die freiheitliche Gesellschaft abschaffen zu wollen. Der Papst entgegnet „Die Gerechtigkeit ist der Prüfstand für eine echte Demokratie. Unter diesen Voraussetzungen darf man nicht vergessen, daß die Suche nach der Wahrheit gleichzeitig die Bedingung ist, unter der eine echte Demokratie entstehen kann, die keine Scheindemokratie ist: "Eine Demokratie ohne Werte verwandelt sich, wie die Geschichte beweist, leicht in einen offenen oder hinterhältigen Totalitarismus" (Papst Johannes Paul II., Enz. Centesimus annus, 46).“(Ansprache von Benedikt XVI. an die Mitglieder der italienischen christlichen Arbeiterverbände, Clementina-Saal Freitag, 27. Januar 2006)

Papst Benedikt XVI. lehrt die Lehre der Kirche über Ehe und Moral, die dem Naturrecht entspricht. Seine Gegner wollen genau das Entgegengesetzte: Abtreibung, Auflösung der Familie und Einführung von homosexuellen Partnerschaften – durch ihren Haß geben sie Zeugnis, daß er „Stein des Anstoßes“ ist.

„Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab; wer aber mich ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat.“ (Lukas 10, 16). Der Heilige Vater ist nicht allein, denn unzählige auf der Welt folgen ihn und hören sein Wort. Oft ist ihre Stimme leise und kann nicht mit der Macht moderner Kommunikationsmittel in der Öffentlichkeit auftreten. Doch sie besitzen die Macht der Gnade, des Gebetes, der Wahrheit: „Jede Hoffnung auf eine Erneuerung der Gesellschaft, die nicht an Gottes Plan für Ehe und Familie festhält, ist zum Scheitern verurteilt, denn dies ist der Ort, wo die gottgegebene Würde jedes Menschen ihre erste Verwirklichung findet und wo das Selbstvertrauen, das notwendig ist, um im Erwachsenenalter reife Beziehungen aufbauen zu können, zuerst erfahren und genährt wird. (Ansprache von Benedikt XVI. an den neuen Botschafter von Saint Lucia beim Hl. Stuhl, Herrn Gilbert Ramez Chagoury, Donnerstag, 1. Dezember 2005). Papst Benedikt XVI. lehrt da nicht nur eine Wahrheit, sondern gibt ein Programm vor und legt eine Strategie für die Erneuerung der Gesellschaft im christlichen Geiste fest. Und er tut das wohlwissend, daß die Familie die am meisten angegriffene Institution in unseren Tagen ist. Aber er geht noch weiter: „Die Kirche hat das Recht und die Pflicht, auf die Gefahren hinzuweisen, die sich ergeben, wenn die göttliche Herkunft und Bestimmung des Menschen ignoriert oder geleugnet wird. Die nunmehr tausendjährige christliche Glaubenstradition Ihres Landes hat es zu dem gemacht, was es heute ist. Die Grundsätze, die die westliche Zivilisation geprägt haben, entspringen der ihr zugrundeliegenden Weltanschauung, die der christliche Glauben verkündet. Wir dürfen nicht vergessen, daß ihre Verbindlichkeit nicht auf bloßem Konsens gründet, sondern auf göttlicher Offenbarung. (Ansprache von Benedikt XVI. an den neuen Botschafter des Königreichs Dänemark beim Hl. Stuhl, Sten Erik Malmborg Lilholt Donnerstag, 1. Dezember 2005).

Das „Bündnis gegen die menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik des Papstes“ wirft – ähnlich den Zeiten des Kulturkampfes - Papst Benedikt XVI. vor, er mische sich in interne Angelegenheiten der Nationen ein. Sie schreiben in deren Anti-Papst-Resolution: „Den Bestrebungen des Papstes, die eigenen Dogmen zur staatlichen Norm anderer Länder zu erheben, setzen wir unseren Widerstand entgegen. Die menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik von Papst Benedikt XVI. darf nicht unwidersprochen bleiben.“

Damit wird klar, daß das Klima für die Christen immer rauher wird, der Kampf für das Christentum und seine Werte, für die christliche Familie und das Leben, wird immer größere Opfer von den Menschen guten Willens verlangen. In dieser Auseinandersetzung geht uns der Papst in unseren Weg voran: „Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie an meinem Wort festgehalten haben, werden sie auch an eurem Wort festhalten. Das alles werden sie euch um meines Namens willen antun; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat. Wenn ich nicht gekommen wäre und nicht zu ihnen gesprochen hätte, wären sie ohne Sünde; jetzt aber haben sie keine Entschuldigung für ihre Sünde. (Johannes 15, 20-22)“ So wie der Papst ein Stein des Anstoßes ist, müssen wir es auch sein. So wie er von der Welt gehaßt wird, werden wir es auch sein. So wie es viele gibt, die nicht auf sein Wort hören, wird man auch uns nicht hören. Doch wir brauchen uns nicht zu fürchten, denn Christus hat die Welt besiegt.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Dafür braucht man 'nen starken Glauben:
"Doch wir brauchen uns nicht zu fürchten, denn Christus hat die Welt besiegt."
Fürchtet euch lieber - besonders vor euch -, denn ihr werdet euch selbst besiegen. Anders werden und trotzdem gleich sein ist die Waage des Lebens.

Anonym hat gesagt…

Schade, daß Menschen so unsachlich und voller Hass auf Christen reagieren die das Wort Gottes ernst nehmen. (Diesen Hass habe ich beim Christival in Bremen zum ersten mal hautnah erlebt incl. tätliche Angriffe die nur durch Polizeischutz beendet und verhindert werden konnten). Ich als Freikirchler stehe voll und ganz hinter dem jetzigen Papst der für mich ein brillianter Apologet ist und die katholische Kirche ist für mich z.Zt.die einzige weltweite Kirche die dem antichristlichen noch massiv etwas dagegen setzt.

Alexander Simon hat gesagt…

Warum sollte ich dem Vertreter einer Ansicht Vertrauen und Wohlsinnen entgegen bringen, der sich, sein Tun und sein Sagen als einzig wahr und bestimmend vorgibt, meine gewonnenen Erkenntnisse verpöbelt und verreißt? Er erkennt 999 Götter nicht an. Ich dagegen nur einen.
Hass?
Das wollen Fundiextremisten gern von anderen erhalten. Ich gebe ihnen meine Ablehnung. Ohne Hass, doch mit aufrechtem Blick und Gang.
Ich lasse mir auch von keinem sagen, nur seine Ansichten bringen der Welt ein Wohlgefallen, wo sich Anhänger von 1000 Göttern bis aufs Messer streiten. Doch ich helfe jedem Menschen neben mir ohne auf seine Ansichten zu blicken.
Ich bin dafür und nicht anti.
Und diesen Luxus leiste ich mir.

Anonym hat gesagt…

Glücklich, weil ich glauben darf und in der großen Katholischen Völkerfamilie beheimatet bin.
Die Betonung liegt hier auf "darf" nicht auf muss. So steht es jedem frei an die Hl.Dreifaltigkeit zu glauben. Grundsätzlich, Herr Simon, habe ich jedem Menschen auf der Welt Respekt zu zollen, den ich hiermit auch Ihnen gegenüber zum Ausdruck bringe. Gleichzeitig fordere auch ich Respekt ein, Respekt gegenüber der Katholischen Kirche in der ich zu Hause bin. Es steht Ihnen also frei Ja/Nein zu sagen. Dass ich von dem wovon mein Herz voll ist, das Evangelium das als Botschaft an alle Menschen ohne Ausnahme gerichtet ist, spreche weil mein Leben dadurch froh und glücklich geworden ist, das müssen Sie mir nicht abnehmen, aber es steht Ihnen frei in der Hl.Schrift zu lesen um zu verstehen wovon Millionen von Katholischen Christen täglich Zeugnis geben.
Ihnen alles Liebe und Gute.

Anonym hat gesagt…

In Sachen ethik und Moral stehe ich voll hinter Benedikt XVI!
Erschüttert hat mich der Kommentar von Alexander Simon, der sich konform mit der breiten Masse artikuliert. Kein Christ will jemandem etwas aufzwingen. Meinetwegen kann jeder versuchen nach seiner Fasson selig und nach seinen Gelüsten glücklich zu werden. Aber warum will man uns Christen diese Rechte absprechen? Warum entbehren Schwule jeglicher Toleranz, die sie von Christen so gewaltsam einfordern? Mich interessiert wenig, was Schwule in ihrer Privatsphäre treiben. Aber in der Öffentlichkeit - wie z.B im Fernsehen (ARD 18.7. nach 18 Uhr) empfinde ich es als ekelerregend und jugendgefährdend. Wer dem Papst die Freiheit zur Lehr- und Meinungsäußerung beschneiden will, sollte selbst nicht ständig Freiheit für sich einfordern.

Anonym hat gesagt…

Meinungsäußerung ist gut.
Aber nichts darüber.
Christ sei Christ. Doch es gibt noch andere Dinge auf der Welt. Und die haben gleiche Rechte. Wer diese Rechte beschneidet muss auf die beschneidung der eigenen nicht verwundert reagieren.

Trapin hat gesagt…

Ich achte die katholische Kirche, -nicht :"Wir sind Kirche"- als Garant dafür, dass sie sich gegen den Mainstream stellt.
Allerdings sehe ich leider auch Aufweichungstendenzen.
Solange in Kultur und Medien diejenigen sich gegenseitig an die Macht verhelfen, die unseren Staat nicht mögen und dem Gender-Mainstreaming Vorschub leisten, wird sich nichts ändern.
Christen wird in unserem Land immer mehr Gegenwind ins Gesicht blasen.
Verfolgung leiden gehört zum entschiedenen Christentum.

Humanisten können mit Feindesliebe nur etwas anfangen, solange es ihnen nutzt.
Alexander Simon wünsche ich, dass er den Einen, wahren Gott findet.

Old Geezer hat gesagt…

Eine recht kurze Liste an Klagen, die ausschließlich auf die Probleme bezieht, die einige Menschen mit der KAtholischen Sexuallehre haben (die meisten Katholiken ignorieren sie ja einfach und haben dann damit gar kein Problem); man sollte als Palps-Loyalist vielleicht lieber Gras über die Sach wachsen lassen, bevor noch jemand die Verbreitung von Überbevölkerung, Armut und Seuchen, die Ausbeutung der Armen und Schwellenländern, die Förderung des Kindesmißbrauchs, Strafvereitelung, oder betrügerischen Buchhaltung erwähnt.

"Am Anfang seines Pontifikats hätte man diese Entwicklung kaum voraussehen können."

Nicht?
Die Entscheidung, den als ultrakonservativ bekannten Großinquisitor zum Papst zu machen, hat nicht im selben Moment in der Presse genau diese Befürchtungen geweckt?
Für wie weltfremd und verkalkt halten sie die Mitgliedes des Gremiums denn bitte, welches den Papst (ganz im weltlichen Stile des machtpolitischen Klüngels) gewählt hat.

"„Das Absolutsetzen dessen, was nicht absolut, sondern relativ ist, heißt Totalitarismus“ "

Logorrhoe reinsten Wassers, wie es nur ein Kleriker von sich geben kann...

„Die stärksten Hindernisse für die Verbreitung des Reiches Christi erfährt man heute höchst dramatisch in der Kluft zwischen Evangelium und Kultur und in dem Ausschluß Gottes aus dem öffentlichen Leben.“

Könnte das vielleicht etwas damit zu tun haben, daß man sein Evangelium permanen und ungefragt Menschen aufzudrängen versucht, die davon nichts wissen wollen?
Und die es ergo nicht zu schätzen wissen, in ihrem öffentlichen Leben von den Forderungen einer Randgruppe belästigt zu werden?

"Die totale Abkehr von der christlichen Moral und Lehre und die Errichtung einer ungerechten und grausamen Welt."

...ob unser säkulares Leben wirklich grausamer ist als die Auswüchse des Christentums in der Geschichte, kann ja jeder gerne selbst beurteilen - ich möchte nicht z.B. im 30-jährigen Kreig gelebt haben, als Indio den Conquistadores ihrer allerkatholischen Majestät in die Hände gefallen sein, oder in Irland die Christianisierung miterlebt haben...

"Selbst die Medien waren in ihrer Mehrheit voll des Lobes für den neuen Papst. "

...dieser Schluß beruht wohl eher auf einer recht selektiven Wahl der Presseorgane, oder?

Old Geezer hat gesagt…

"Daher auch seine uneingeschränkte Ablehnung von Abtreibung und der Euthanasie und seine Ablehnung eheähnlicher Privilegien für Homosexuelle und sonstige rechtliche Institutionen, die den Stellenwert der Ehe schwächen."

Tja, ist halt niemand mehr scharf darauf, nur aufgrund haltloser Versprechen aus archischen Mythen das Ende seiner Tage elendig und voller Qualen dahinvegetieren zu dürfen.
Ebenso reicht den Bürgern allmählich das Leid von hunderttausenden von Mitmenschen, die ungewollt kinderlos, mit vererbbare Krankheiten geplagt, unter degenerativen Erkrankung leidend, mit Kind einer aussichtslosen Zukunft gegenübersehend, oder aufgrund von nicht mehr als ihrer persönlichen aber nicht selbst gewählten sexuellen Präferenz ständig ausgerenzt sind.
Und was bietet die Kirche all denen?
Hohle Phrasen!
Irgendwo verständlich, wenn das auf immer weniger Begeisterung stößt, nicht wahr?

"Das Ergebnis ist die „Kultur des Todes“"

...wobei selbstverständlich Tote durch Hunger, AIDS, Syphilis, Erbkrankheiten etc. KEINE Toten im Sinne dieser Kultur sind, oder?
Sonst mußte die Kirche sich ja mal an die eigene Nase Fassen.

"eheähnlicher Privilegien für Homosexuelle und sonstige rechtliche Institutionen, die den Stellenwert der Ehe schwächen."

...und wieder ein Meisterstück päpstlicher Logik: so schwächt man also angeblich die Ehe, ohne irgendetwas an deren Aufbau, Rechten und Regelungen zu ändern...

"„Die Kirche hat das Recht und die Pflicht, auf die Gefahren hinzuweisen, die sich ergeben, wenn die göttliche Herkunft und Bestimmung des Menschen ignoriert oder geleugnet wird."

Darauf hinweisen, ja, wenn sie gefragt wird.
Aber nicht alle jene, die überhaupt nicht an diesen Mythos glauben, dazu zwingen sich ihm trotzdem zu unterwerfen!


"„Es ist daher klar, daß wir nicht nur versuchen müssen, den Relativismus in unserer Bildungsarbeit zu überwinden,"

Ganz schön infam, die Verbreitung von Märchen, Lügen und Fälschungen sowie die Indoktrination von Kindern als 'Bildungsarbeit' zu bezeichnen?
Und da wundert sich noch wer über den Gegenwind?

"Die nunmehr tausendjährige christliche Glaubenstradition Ihres Landes hat es zu dem gemacht, was es heute ist."

ALLE zivilisatorischen Errungenschaften der letzen 200 Jahre mußten gegen die Kriche erstritten werden!
Und das schließt Dinge wie die Befreihung vom NS-Regime mit ein!
Hier will isch wohl die Kirche mal wieder auf die dreistest denkbare Art mit fremden Federn schmücken...

"Damit wird klar, daß das Klima für die Christen immer rauher wird, der Kampf für das Christentum und seine Werte, für die christliche Familie und das Leben, wird immer größere Opfer von den Menschen guten Willens verlangen."

...das einizge Opfer, was es verlangt, ist die Abkehr vom agressiven Missionieren...

"Der Sklave ist nicht größer als sein Herr."

...aber irgendwo verständlich daß eine Organisation, die bis heute noch die Sklaverei für ein vorbildliches Gesellsahftmodell hält, schon damit überfordert ist.

Anne hat gesagt…

Als Frau sage ich dem Verfasser dieses Traktats und der Meinung des alten Mannes zur modernen Welt, die zusammengefasst etwa so aussehen:
"Damals geißelte er dieselben Mißstände wie später, als die Angriffe auf ihn, die Katholische Kirche und das Lehramt virulent wurden: Die totale Abkehr von der christlichen Moral und Lehre und die Errichtung einer ungerechten und grausamen Welt."
Versucht nicht Zeugnis abzugeben wider den Menschen, der Welt und des Lebens.
Ich wäre heute nicht der Mensch, der ich bin, sondern nur Weib und dem Manne untertan.
Was ist in euren Augen das Naturrecht? Die Freiheit des Menschen?
Familie zu euren Bedingungen ist gleich Unterdrückung des Weiblichen und der Kinder mit dem Sonnenschein Mann = Gott als Nutznießer.
Dank für diese frommen Aussichten.
Die von der Kirche angestrebte Moral wird weiter anecken, der Nihilismus ist euer Markenzeichen, denn wir sind bewusster im Leben und achten die Werte, verbessern sie; solange es noch die nicht nur verstaubten Ansichten über Leben und Menschen gibt, wird man die eigentlichen Werte stärken und ihre Überlegenheit zeigen. Dessen bin ich nach den Worten vor mir gewiss.

Anonym hat gesagt…

Liebe Anne,
das Markenzeichen vieler Kritiker/Hasser ist die Sprache, die Ausdrucksweise, meist beleidigend, verletzend und von Hass geprägt. So wie Sie respektiert werden wollen, sollten Sie auch die Christen, die Katholische Kirche respektieren. Niemand zwingt Sie an Gott zu glauben, Katholisch zu sein. Ihre Kritik, sofern Sie sachlich, nicht beleidigend ist steht Ihnen frei. Doch eines sollten Sie nie erwarten: Wir sprechen von der heiligen Katholischen Kirche. Sie ist eine Kirche von Sündern und Heiligen. Die zehn Gebote zu befolgen, das Evangelium Jesu Christi zu leben das ist unser Bestreben, nicht immer gelingt es.
Mit Nihilismus hat das gewiss nicht zu tun.
Ich respektiere so wie Sie sich schildern, und wünsche Ihnen alles Liebe und Gute, Gottes Segen

Carolus hat gesagt…

Danke, Mathias von Gersdorff, für die fundierte Zusammenstellung!

Die römisch-katholische Kirche ist die Hauptbastion in der Verteidigung menschenwürdigen Lebens und wird deshalb von den Verfechtern einer neuen Weltordnung aufs Allerschärfste bekämpft. Die Homolobbys würden ohne die massive Unterstützung durch die globalistischen Netze, die Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und v. a. Medien kontrollieren, bei Weitem nicht den Einfluss haben, denen man ihnen zugesteht. Der Papst hat leider in den eigenen Reihen mit manchen Verrätern zu tun, wird aber letztendlich durch sein Charisma viele Menschen für Christus gewinnen. Gott beschütze ihn!

Kerkermeister hat gesagt…

Da hat sich der Haßprediger vom Dienst ja dieses Mal richtig Zeit genommen, seine kranken Gedanken zu verfassen... Es ist also das Recht der Kirche, sich in weltliche Angelegenheiten (Homoehe z.B.) einzumischen... wenn aber die Weltlichkeit sich über katholische Priester ausläßt, die sich in abartiger Weise an Kindern vergreifen, dann ist das eine "Hetze gegen die katholische Kirche..." - ich brauche diesen Papst nicht - ebensowenig brauche ich die katholische Kirche. Erstmal über Hexenverbrennung, Kreuzzüge, Mitmachen im 3. Reich und sexuelle Übergriffe von Priestern reden... und DANN erst die Klappe in anderen Angelegenheiten aufmachen.

i hat gesagt…

Wer die Welt so einseitig, abartig sieht, darstellt und andere zu solchem tun auffordert ist nicht auf dem stand der zeit - was sollte der uns zu dem problemen und lösungen der gegenwart und zukunft sagen können? wahrscheinlich: hätten adam und eva die worte des bärtigen befolgt, lebten wir noch im paradies - gäb es uns überhaupt?
Die kirchliche these hat ein loch - das ist so groß, man könnte denken es wäre das ganze.
Und das soll es sein?
Jede verteidigung von den christen birgt auch den angriff auf sie selbst - wer weiter und erkennend denkt verrät nicht sondern ist um verbessern bemüht - christen können mit ihrem kitt die risse der entwicklung nicht mehr annähernd verschließen.
Wer das klima nicht beachtet verachtet auch sein leben - und das anderer menschen gefährdet er.
Danke für diese posts - sie zeigen die abwegigkeit des beharrens.

Anonym hat gesagt…

Lieber Kerkermeister, kommen Sie raus aus Ihrer dunklen Gedankenwelt die die das Licht meidet. Sehen Sie, es ist Hass den Sie hegen, und Hass ist der schlechteste Berater für das Leben.
Hass kennt keine Sachlichkeit und Fairness, Hass ist der Boden für Verbrechen und Missachtung des Menschlichen Lebens.
Ich bete für Sie.

Old Geezer hat gesagt…

@Anonym:

"Schade, daß Menschen so unsachlich und voller Hass auf Christen reagieren die das Wort Gottes ernst nehmen."

Merkwürdigerweise erfahren diese Ablehung in der Regel nur die Gruppen, die die Lebensweise des anderen verdammen und ihn unter Drohungen dazu zwingen wollen, seine abzulegen und ihre anzunehme: bei uns hierzulande sind das in erster Linie Hardcore-Christen und Rechtsextremisten.

Warum haben bloß Homosexuellen-Organisationen si wenig Probleme mit Buddisten, Liberalen und Taubenzüchtern?
Vielleicht einfach weil die ihre Kommentare aus ihren Schlafzimmern heraushalten?

Anonym hat gesagt…

@ Anonym 20. Juli 2011 09:15
Wieso dieses? Hätte es Ablehnung statt Hass nicht auch getan?
"Sehen Sie, es ist Hass den Sie hegen, und Hass ist der schlechteste Berater für das Leben."
Dass er für das Christliche nicht einen Finger rührt ist klar.
Mich würde interessieren, wie weit sein Verständnis und die Hilfe gegenüber Christen ist?
Christen, die nur christliche Hilfe akzeptiern, andere nicht wünschen, machen es ncht leicht, mit ihnen einen Konsenz zu finden. Da lehnt man dann eben die Gesamtheit, Idee und Vertreter, ab.
Was ist Hass?

Anonym hat gesagt…

Old Geezer

Bitte erklären Sie mir was ein Hardcore Christ ist nach Ihrer Vorstellung. Es gibt kein Hardcore Christ. Wenn ich also meinen Glauben an Gott mit Hingabe praktiziere, täglich bete, versuche die zehn Gebote einzuhalten, die hl.Messe besuche, was bin ich dann? Dann vergleichen Sie mich mit einem Rechtsextremisten?
Ich bin Ihnen nicht gram, ich finde es nur doof einen solchen Vergleich anzustellen.
Ein bisschen Glauben, nein, entweder oder. Es sei denn man hat sich die Esoterik rein gezogen, dann, dann ist man wirklich auf dem falschen Lebensdampfer gelandet.

Der Chorleiter hat gesagt…

Schönen Gruß aus Holland. Es ist schön unter Leuten zu sein; ob weiß, schwarz, gefärbt; ob Frau oder Mann; ob mit oder ohne Uniform. Hauptsache, man hat einen Glauben und stört damit keinen anderen. Man findet immer Leute, die gleicher Ansicht sind; oder sie meinen einen anderen zu haben. Nur Stur-Deutsch fällt sofort und unangenehm auf.
Der ältere Herr, der uns aus der Nähe von Rom aufsucht, wäre gut beraten, wenn er das menschliche in den Mittelpunkt stellt, an die Verstämdigung appelliert und nicht apodiktisch auftritt.
Das uns Behindernde ist der von den Gläubigen erheischte angebliche Vorteil und Vorrang ihrer Ansichten - der es danach trotzdem wieder nicht ist.
Für das Zusammenleben ist der Besuch leider kein Vorteil.
Was soll also die gamze Aufregung?
Ich mach da nicht mit, basta; außer dem anteiligen Steuergeld gibts von mir nichts.
Und wenn er zum hundertsten Mal eine These wiederholt und als richtig und wahr kennzeichnet:
Mit den jetzt vorliegenden Beweisen ist ihnen zu widersprechen, bleibt man bei seinem Leben.
Nicht mit Haß, doch mit Spaß.
Die Dosis machts.

Anonym hat gesagt…

Lieber Chorleiter,

so ists recht, nicht stur deutsch, nicht hassen, Spaß haben, andere Meinungen gelten lassen oder einfach ignorieren. Warum sich Sorgen machen, wenn es lau auch geht.
Viel Spaß beim Singen.

Der Chorleiter hat gesagt…

"Warum sich Sorgen machen, wenn es lau auch geht."
Ist, leider, der Wunsch vieler, das Rangehen einiger. Doch auch ein lockerer, leichter Ton macht viel Srbeit beim Proben. Was nicht beim Proben vorweg genommen wird, kommt auch beim Auftritt nicht exakt. Es klingt nach keinen Sorgen; ist aber lau nicht zu erreichen.
Dank für den Wunsch nach Spaß beim Singen. Ich schaffe ihn für mich und hoffe, ich erreiche ihn bei den taktierten ebenso. Besonders ohne "R" soll es bleiben.zooploct

ich hat gesagt…

Was wird behauptet?
„Jede Hoffnung auf eine Erneuerung der Gesellschaft, die nicht an Gottes Plan für Ehe und Familie festhält, ist zum Scheitern verurteilt, denn dies ist der Ort, wo die gottgegebene Würde jedes Menschen ihre erste Verwirklichung findet und wo das Selbstvertrauen, das notwendig ist, um im Erwachsenenalter reife Beziehungen aufbauen zu können, zuerst erfahren und genährt wird.
Das gewusel von ehe, familie und gottgegeben hat zu keiner klarheit geführt.
Wie auch. Die ehe und familie hatte früher ein anderes aussehen als heute.
Gottgegeben soll der beweis sein: so und nicht anders.
Wir menschen - christen mit eingeschlossen - sollten für uns da sein, nicht nur für sich und seinen clan schaffen. Ohne den nachbarn, den zusammenhalt geht es nicht.
Meine stille hoffnung ist: vernunftgegeben.
Doch es gibt leute, die streiten lieber um das wort und nicht für die sache.
Den vorwurf mache ich auch den christen nebst anderen gottesanbetern.
Die welt bietet eine vielfalt an möglichkeiten. Eine seite steht lieber auf ver- und geboten, doch kaum auf anwendung zum wohle der menschheit. Dadurch ist der einsatz des wissens oft gegen die vernunft gerichtet. Das lässt sich dann gut als schlechtes beispiel hinstellen.
Doch die welt entwickelt sich; auch das glauben. Wer am morgen der gleiche ist wie am abend, ist tot. Und leben nach dem tode?
Na ja. Schaunwamal.

Anonym hat gesagt…

ich hat gesagt.....
Mann, ist das Ihre ganze Lebensphilosophie!!
Auch wenn Sie es nicht wahr haben wollen: Ohne Gott geht der Mensch zu Grunde. Der Glaube an Gott ist da Fundament.

Pauker hat gesagt…

Da darf ich mal über den Rahmen der Penne schauen. (Wer so vo der Uneigennützigkeit der Katholiken und ihres Oberhirten überzeugt ist, der klicke - bitte, bitte - nicht an.)
Bei Veranstaltungen neben der Schulpflicht, mache ich meinen Schülern, wie auch deren Alten, diesen Vorschlag bei ähnlichen Gegebenheiten.
http://www.heise.de/tp/artikel/35/35120/1.html

Kerkermeister hat gesagt…

@ anonym (einen von denen...)
BITTE NICHT FÜR MICH BETEN!!! Ich habe Eure Kirche verlassen, weil ich mit dem Bodenpersonal das gleiche Problem haben dürfte, wie ein Gott, sollte es den denn geben!!! Solange sich der "Betreiber" dieser Seite, Herr von G., nicht ansatzweise ´mal mit den Perversitäten des Kirchenpersonals beschäftigt und Homosexuelle als Angriff auf die Familie versteht, kann man dieses hier nicht ernst nehmen - oder man muß davor Angst haben. Ich hege nur Haß in mir gegen Menschen, die andere Menschen aufgrund von Homosexualiät beispielsweise verachten! Macht erstmal reinen Tisch mit Hexenverbrennungen, Kreuzzügen und den Kinderschändern... und DANN macht erst die Klappe auf, liebe katholische Kirchenvertreter!

ich hat gesagt…

Ungewollt - so denke ich - haben sie meine Lebenshaltung erheitert:
"Ohne Gott geht der Mensch zu Grunde. Der Glaube an Gott ist da Fundament."
Am Beginn meines Lebens stellte sich wirklch der Glaube und alles damit Verbundene als Fundament das nicht Voranbringens dar.
Das Heute zeigt mir meine Haltung im Leben gefestigt. Ärger gibt es immer, wenn sich Leute hervortun, die erst glauben etwas Gutes zu tun, was dann für alle anderen in das Gegenteil umschlägt.
Wer nicht erkennen will, dass seine Uhr nicht richtig läuft, wird ständig zur falschen Zeit auftauchen; das Schlimme ist: Anderen geht Hilfe verloren.
Quo vadis? Und wenn, wie vielen?

Papst? Abloofen! hat gesagt…

Gott ist tot

Anonym hat gesagt…

Wenn man anderen Menschen sagen will wie sie leben sollten und man wird erwischt wie man das, was man bei anderen als Sünde anprangert, SELBST tut!!!! ...
Das raubt nicht nur jede Glaubwürdigkeit, es ist überdies ein Schlag, eine schallende Ohrfeige für den lebendigen Christus. Beide Kirchen haben hier wohl jeden Kredit seit ihres Bestehens verspielt. Wenn der Lehrer die gleichen "Fehler" wie der Schüler begeht dann sollte sich der Leher nicht über den Schüler beklagen ...

Anonym hat gesagt…

Bei aller berechtigter Kritik bin ich dennoch froh daß die Gründer der Kirche die Lehre von Christus nach Europa brachten. Wenn man sich die Lehre von Christus wirklich mal durchliest und sein Bodenpersonal (Paulus und Petrus und ihre Nachfolger) mal an zweiter STelle setzt, merkt man wer der Lehrer ist und wer die Schüler sind/waren. Dennoch mein Dank an Paulus und Petrus

Anonym hat gesagt…

Das ist eine Art Demokratieanzeige:

http://www.zeit.de/news/2011-08/kirchen-umfrage-nur-ein-drittel-findet-papstbesuch-gut-28090404