Dienstag, 3. November 2009

Poltern gegen Betreuungsgeld: Strafantrag gegen Buschkowsky

Das „Familiennetzwerk Deutschland“ habe gegen den Berlin-Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) wegen dessen jüngsten familienpolitischen Äußerungen Strafantrag gestellt. Dessen Behauptung, Unterschicht-Eltern sei Alkoholkonsum wichtiger als das Wohl ihrer Kinder, sei unerträglich.

Weiterführender Link: Die Welt

Kommentare:

Dirk hat gesagt…

Der Arme befindet sich glücklicherweise unter dem Schutz des noch gültigen Art.5 GG, da er ja keine Unwahrheiten über konkrete Personen verbreitet hat. Insofern kann er sich beruhigt zurücklehnen.

Interessanter fände ich allerdings zu erfahren, ob es irgendwelche Informationen (belegte Informationen) dafür gibt, dass Herr Buschkowsky vielleicht nicht ins Schwarze getroffen hätte, mit seiner statistischen Aussage und aus seiner Kenntnis der Lage heraus. Das würde nicht nur dem Niveau der geführten Diskussion gut tun, sondern möglicherweise sogar der Sache...

Dirk hat gesagt…

Entschuldigung für den Doppelpost, aber ich habe nachgeforscht und es gibt offenbar Zahlen, zwar leider nicht besonders gut belegt, aber dafür aus berufene Munde, jedenfalss in einer auch in diesem Blog akzeptierten Zeitung :)

http://www.welt.de/politik/deutschland/article5061827/Elterngeld-Fortpflanzungspraemie-fuer-Unterschicht.html

Highlight: In Neukölln zielen 70% der Neugeborenen direkt auf die zusätzliche Einnahme durch das Elterngeld. Man lese das und versuche lieber einmal, diese Zahlen zu überprüfen, statt medienwirksame Strafanträge (wegen was eigentlich?) zu stellen!

Old Geezer hat gesagt…

@Dirk:

Nicht sehr wahrscheinlich, da das Elterngeld nur urzfristig einen Anteil des letzten Durchschnitteinkommens darstellt...
...besserstellen kann man sich doch damit gar nicht, bestenfalls eine akut drohende Arbeitslosigkeit überbrücken - aber mit 9 Monaten vorlauf?