Sonntag, 29. März 2009

Immer mehr Unterstützung für Papst Benedikt XVI. bzgl. Verhütungsmittel und Aids

Der Papst ist weiterhin Zielscheibe von Angriffen und sogar Verunglimpfungen - diesmal in der Kondomfrage. Was hatte er im Flugzeug nach Afrika (Kamerun) einem Journalisten gesagt? AIDS lasse sich nicht mit der Verteilung von Kondomen besiegen. Im Gegenteil, sie verstärkten das Problem (Damit wollte der Papst ausdrücken, dass durch die Kondomverteilung indirekt die sexuelle Freizügigkeit gefördert wird).

Prompt stießen die Papst-Worte in Deutschland auf Unverständnis; Welt-Online nennt hier Die Grünen, das Kinderhilfswerk Unicef, sowie die Ministerinnen Ulla Schmidt und Heidemarie Wieczorek-Zeul. Mit großer Sorge habe auch das franzözische Außenministerium reagiert und das spanische Gesundheitsministerium sah den Papst falsch beraten und wolle nun eine Million Präservative nach Afrika schicken.

Anscheinend kennen alle Kritiker noch nicht die Hauptstadt des AIDS - doch dazu später. Vorweg genommen: sie liegt nicht etwa in Afrika

Uganda: Schon vor Jahren berichtete Readers Digest über die erfolgreiche Kampagne zur Enthaltsamkeit vor der Ehe und der ehelichen Treue. Es wurden junge Afrikaner interviewt, die angesichts des zuvor im Land vorhandenen großen HIV-Problems nun mit Überzeugung der Empfehlung zur Treue und Enthaltsamkeit folgten. Experten hatten nämlich vorausgesagt, dass ein Drittel der ugandischen Bevölkerung an AIDS sterben und ein weiteres Drittel erkranken werde. Die übrigen würden zu schwach sein, um die Wirtschaft aufrecht zu erhalten. Darauf hin habe Präsident Yoweri Museveni, Mitglied der anglikanischen Kirche und des einheimischen Bibellesebundes, das Land Gott geweiht und die Kirchen um Hilfe gebeten. Deren Überzeugungen hätten sich als äußerst erfolgreich erwiesen, so die Bibelgesellschaft.

Schon beim Erscheinen des Readers-Digest-Artikels hatte Uganda die geringste Rate an HIV-Infizierten in Afrika.

Aktuell gibt es in Uganda 4% HIV-Infizierte, bei einem Katholikenanteil im Land von 36%; in Ruanda sind es 5% Infizierte bei 47 % Katholiken im Land. In Swaziland, wo es nur 5% Katholiken gibt, liegt die AIDS-Rate bei 43 %. (Quellen: Zeitschriften Komma und ideaSpektrum). IdeaSpektrum bringt es in der aktuellen Ausgabe vom 25. März auf den Punkt: Afrika: Je mehr Katholiken, desto weniger AIDS.

Diese Information sollte - ebenso wie die folgende - allen Papst-Kritikern zu denken geben:

Bericht im Schwarzwälder Boten vom 25. März 2009: Die Hauptstadt des AIDS: Drei Prozent der Bevölkerung Washingtons soll infiziert sein. - Die tatsächliche Zahl liegt noch deutlich höher, so Bürgermeister Adrian Fenty.Auch wenn das Gesundheitsamt die neueste Statistik für zu harmlos hält, sie ist erschreckend genug: Um 22 % ist die Zahl der Infizierten seit 2007 gestiegen. Unsere Ansteckungsrate ist schlimmer als die in Westafrika, sagte die AIDS-Beauftragte der Stadt, Shannon Hader.

Die Experten stehen hier vor einem Rätsel: An einem Mangel an Kondomen und Spritzen liegt es sicher nicht: Beides stellt die Stadt kostenlos zur Verfügung. Hinzu kommen seit Jahren massive Aufklärungskampagnen in der Öffentlichkeit und an den Schulen. Der Trend wurde dadurch nicht gestoppt: In keiner anderen US-Großstadt steigt die Zahl der AIDS-Fälle so rasant.

Zurück zum Papst: Ist der Papst verantwortlich für Menschen, die die eheliche Treue brechen und dabei auf Kondome verzichten? Wer nach dem Evangelium lebt, geht verantwortungsvoll mit der Sexualität um, auch ohne vom Papst ermahnt zu werden (eheliche Treue ist keine Erfindung des Papstes).

Niemand kann übrigens wissen oder kontrollieren, wer Kondome nimmt oder nicht. Wer nicht aus dem Glauben lebt, hört auch nicht auf den Papst. Hinzu kommt, dass der Kondomgebrauch keine absolute Sicherheit gegen HIV bietet.

Das Beispiel Washington zeigt uns in aller Deutlichkeit, dass das AIDS-Problem nicht durch Verhütungsappelle in Verbindung mit Kondombereitstellung zu lösen ist. Nur eine Rückbesinnung auf Gottes Gebote (zum Beispiel eheliche Treue, Abkehr von der praktizierten Homosexualität) kann diesen unheilvollen Trend stoppen, siehe Uganda.

Hier noch ein wichtiger Beitrag des katholischen Hilfswerks MISEREOR: Viele Menschen in Europa verbinden mit dem Schutz vor AIDS vorschnell Kondomkampagnen. Wer aber meint, unter den Lebensbedingungen der Armutsregionen wären sie das Mittel in der AIDs-Bekämpfung, greift viel zu kurz. Die Erfahrungen unserer Partner in Afrika, Asien und Lateinamerika und die Erfolge der gemeinsamen Projekte zeigen uns, dass ein wirksamer Schutz vor AIDS anders, das heißt ganzheitlich, ansetzen muß.

Quelle: Premiumpresse

Kommentare:

Chorleiter hat gesagt…

Das wirklich Erquickliche dieses Artikels ist der letzte Satz im letzten Satz.
Um das dort gesagte zu verwirklichen, zu beschleunigen, wäre es gut, die möglichen Ursachen von Aids zu kennen:
Natürliche Entwicklung oder experimenteller Unfall oder ...?
(Setzt für einige dann auch mehr Ehrlichkeit voraus!)
So wäre ein Ausgangspunkt zur Bekämpfung genauer gegeben und die angestrebte Wirkung besser.
Haben wir aber nicht!
Geht es eben anders weiter.
Nun zum Post:
Es hat noch keine Zeit in der menschlichen Entwicklung gegeben, die nur von einer Konfession, einer Weltbetrachtung, geprägt war. Die Mißachtung bestimmter Lebenszeichen durch einen Teil von Menschen einerseits hat auch den Beachtern dieser Lebenszeichen andererseits in bestimmte Entwicklungen hineingezogen: negativ wie positiv, gewollt oder ungewollt. Und der Wegfall von räumlichen Trennungen erweitert und beschleunigt die Wirkung, meist - und vorrangig - leider - der negativen.
Da nutzt es auch nicht, sich auf der positiven Seite zu meinen.
Oft ist nur die Gemeinsamkeit im Vorgehen erfolgsbringend, und damit gefordert: Das ist dann kein Wettkampf der Meinungen. Es kann dann nur uns als Sieger geben oder Verlierer.
Das vermisse ich bisher auf dieser Seite.
Wenn der Kampf um ein gesagtes Wort größer ist als der Kampf für das Gute, das Streben nach Erfolg für alle dem Kampf gegen eine eigene Niederlage geopfert wird, werden wir alle die Verlierer sein.

Schlußendlich: Wer eine Aussage trifft sollte immer auch das sagen, was er meint, wenn es konkret sein soll. Gut ist es auch, wenn man das Gesagte so denkt, wie man es sagt. Gibt's keine Verwicklungen.
Chorleiter

Anonym hat gesagt…

Du sagst auch nicht immer alles direkt, was Du meinst, gell Chorleiter, siehe artikel im andern Beitrag

Chorleiter hat gesagt…

Ich darf das. Wenn ich direkt werde, würde ich, vielleicht manchem Mitmenschen gegenüber unfreundlich wirken. Das möchte ich genau so vermeiden wie Anbiederung.
Mein Grundsatz, üblicherweise, ist, daß jeder in der Diskussion oder beim Miteinanderreden sein Gesicht waren kann.
Chorleiter