Dienstag, 10. Dezember 2013

Australien: Katholische Kirche fordert Reform des Abtreibungsgesetzes

Die katholische Kirche im australischen Bundesstaat Victoria verlangt eine Reform des Abtreibungsgesetzes. Ein Arzt müsse sowohl die Ausführung eines Abbruchs als auch die Überweisung an einen Kollegen verweigern dürfen, erklärte Melbournes Erzbischof Denis Hart am Montag. 

Hart stellte sich damit hinter den Antrag eines Parlamentariers, einen Abschnitt im 2008 eingeführten Abtreibungsgesetz zu streichen, der eine Überweisung für den Fall vorschreibt, wenn ein Arzt aus Gewissensgründen keinen Abbruch vornehmen will. Der zu einer Pfingstkirche gehörende Abgeordnete Geoff Shaw hatte eine entsprechende Gesetzesinitiative im Parlament von Victoria angekündigt.

Quelle: kna in Radio Vatikan

Kommentare:

Old Geezer hat gesagt…

Und wieder erleben wir, wie eine einzelne, spezielle Religion (oder viel mehr eine Sekte aus einer größeren Religionsfamilie) sich anmaßt; die Anwendung ihrer individuellen Moralvorstellungen auf der Basis ihres persönlichen verschrobenen Weltbildes auf alle Bürger eine Staates - egal welcher Religion und Weltanschauung - auszudehnen.

Und da wundern sich die Kirchenfürsten noch über Gegenbewegungen, Kritik und Ablehnung des Christentums...

Anonym hat gesagt…

keine Sorge Old Geezer wenn es um so etwas geht springen sich Religionen immer gerne zur Seite und auch der so bööööööööse uns alle vernichtende Islam (wobei bei denen nie ein Unterschied gemacht welche Strömung es nun ist) wird nicht ausgeschlossen

666 hat gesagt…

Trennt Kirche und Staat endlich völlig, streicht denen alle Mittel und Vergünstigungen ! Religion ist im 21sten Jahrhundert einfach überflüssig !

VäterPower hat gesagt…

Aha, hier wird offenbar gutgeheissen, wenn jemand gezwungen wird, gegen sein Gewissen zu handeln.
Und sowas nennt ihr gut, fortschrittlich und human?
Danke jedenfalls für diese aufschlussreiche freiwillige Selbstauskunft.
Und da ihr ja solche Fans von Abtreibungen seid, nehmt doch an Euch gleich mal ne Selbstabtreibung vor. Denn Abtreibungen sind doch was geiles

Anonym hat gesagt…

VäterPower wo lesen sie bitte das irgendwer Abtreibungen geil findet? Sie fordern also Menschen zum Selbstmord auf einer unverzeihlichen Sünde was würde ihr Jesus wohl dazu sagen...

Grandloser hat gesagt…

Tja das sind unser Lieben Pseudochristen mit ihrer Menschenliebe zum Sündigen und Mord aufrufen, komisch ich dachte Jesus hätte am Berg was anderes gepredigt muss bestimmt eine Linkskommunistische Verschwörung gewesen sein die das so ausgelegt hat.....

Old Geezer hat gesagt…

@VäterPower:

Wer praktischer Arzt mit staatlicher Approbation wird, der hat sich dafür entschieden, Menschen nah fachlich besten Wissen und Stand der Medizin zu raten und zu heilen, nicht sie im Namen seiner Religion hängenzulassen oder ihnen unter der Hand eine esoterische Weltsicht unterzujubeln.
Der Patient ist eh schon in der mißlichen Lage, verängstigt zu sein und dem Wissen seines Gegenübers vertrauen zu müssen; wollen Sie ihm dann noch zumuten, sich über die Weltanschauung seines Arztes informieren zu müssen, vielleicht gar dann entscheiden zu müssen, auf den Arzt mit seiner Weltanschauung noch Wochen zu Warten oder doch gleich einen anderen zu konsultieren?
Ärzte, Pflege- und Hilfskräfte hingegen können für sich diese Entscheidung im Vorfeld durch Wahl des Fachbereiches oder des Arbeitgebers wählen.

(Ihre weiteren Äußerungen überhöre ich einfach mal, sie sind nicht zielführend, aber dafür um unsinniger.)

Grandloser hat gesagt…

Vor allem da der Arzt an seinem Hippokratischen Eid gebunden ist, es verlangt ja niemand da er den eine Abtreibung vornehmen muss, aber er muss den Patienten auch gegen seinen Willen einen durchführenden Arzt empfehlen. Das Gewissen des Arztes bleibt also sauber, d eine Frau die Abtreiben will, das so oder so macht. Diese Lösung ist doch ein annehmbarer Kompromiss da beide Seiten ihr Gesicht waren können. Oder?