Samstag, 9. November 2013

Psychologie Heute: Bullying hat gesundheitliche Langzeitfolgen

In der Ausgabe vom Dezember 2013 berichtet „Psychologie Heute“ im Artikel "Schikanierte Kinder werden häufiger krank" auf Seite 11 über die Studie „Impact of bullying in childhood on adult health, wealth, crime and social outcomes“ der Professoren Dieter Wolke (University of Warwick, Großbritannien) und William Copeland (Duke University North Carolina, USA).

Das Ergebnis: Bei Kindern oder Jugendlichen, die Opfer von Bullying waren, ist das Risiko erheblich größer, im Erwachsenenalter instabile Beziehungen zu führen, ernsthaft zu erkranken, psychiatrische Störungen zu entwickeln und zu rauchen.

Eine besorgniserregende Erkenntnis, denn zwischen 5 und 11 Prozent der Schüler sind regelmäßig Opfer struktureller Gruppengewalt. Allein in Deutschland wären das etwa 500.000 Kinder.

Die Schäden können erheblich sein: Bullyingopfer haben ein sechsfach erhöhtes Risiko für ernsthafte körperliche Erkrankungen wie Krebs, Aids, Asthma, Diabetes oder psychiatrische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen.

Auch im sozialen Verhalten hinterlässt das Tyrannisieren Folgen: Sie machen doppelt so häufig Schulden und haben es schwerer, stabile Beziehungen aufzubauen und zu halten.

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