Mittwoch, 30. Januar 2013

Internet: Jeder zehnte Jugendliche ist suchtgefährdet

Neue EU-Studie: 10 Prozent der Jugendlichen nutzen das Internet exzessiv, wodurch sie gefährdet sind, einer Internetsucht zu verfallen.

Bereits ein Prozent der Deutschen Jugendlichen zwischen 14- und 17 Jahren sind schon betroffen.

Die Universität Mainz und die Landesmedienzentrale Rheinland-Pfalz stellten am 17. Januar 2013 die erschreckenden Zahlen zu der Studie in Berlin vor. Als internetsüchtig stufen die Forscher Jugendliche ein, die einen ständigen Drang zum Surfen verspüren, immer mehr Zeit im Netz verbringen und darüber andere Hobbys und Kontakte vernachlässigen.

Die Jugendlichen stehen in Deutschland und Island im Vergleich noch gut da, während die Altersgenossen in Spanien, Rumänien und Polen besonders stark betroffen sind. Für die repräsentative Studie wurden mehr als 13.000 Schüler befragt, darunter auch in den Niederlanden und Griechenland. Insgesamt sind in den untersuchten Ländern 1,2 Prozent der Jugendlichen internetsüchtig, knapp 13 Prozent gefährdet.

Demnach kommt Internetsucht besonders häufig bei intensiven Nutzern von sozialen Netzwerken und Online-Computerspielen vor. Die Betroffenen waren schlechter in der Schule und weniger gewandt im Umgang mit anderen Menschen. Erschreckend hoch sei mit knapp vier Prozent der Anteil derer, die online ein riskantes Glücksspielverhalten zeigten, ergänzte Psychologe Kai Müller.


1 Kommentar:

Old Geezer hat gesagt…

"Die Betroffenen waren schlechter in der Schule und weniger gewandt im Umgang mit anderen Menschen. "

eine zweifelhafte Bewertung, da sich die Netikette vom Face-to-Face-Sozialverhalten doch unterscheidet (naturgemäß), und somit Personen, die stärken online sozialisiert sind als durch räumlich nahe Kontakte, eine anderes spezifisches Default-Sozialverhalten an den Tag legen - das ist aber ncihts schlimmes, sondern 'Lernen/Adaption in Aktion".

"Erschreckend hoch sei mit knapp vier Prozent der Anteil derer, die online ein riskantes Glücksspielverhalten zeigten"

Das dürfte wohl in etwa auch der Wert der Gesamtgesellscahft sein.

"immer mehr Zeit im Netz verbringen und darüber andere Hobbys und Kontakte vernachlässigen"

Auch hier - wer kann schon mehrere zeitaufwendige Hobbies betreiben oder in mehrere Cliquen tief involviert sein?
Ist diese Forderung realistisch?
Auch in der Vor-Internet-Zeit hatten die Jugendlichen EINE Clique und EIN ECHTES Hobby.