Montag, 10. Dezember 2012

Schweden: Geschlechtsneutrale Erziehung in Stockholmer Kindergarten "Egalia"/Keine „Jungen“ und „Mädchen“, kein „er“ oder „sie“

„Jedes Kind soll sich so entwickeln, wie es möchte, und sich nicht durch geschlechtsspezifische Stereotypisierungen in der Erziehung und die Erwartungen der Gesellschaft in eine bestimmte Rolle gedrängt fühlen“. Mit diesem Ziel wurde im Jahr 1998 der Kindergarten „Egalia“ in Stockholm gegründet. („Sei, was du willst“ vom 24. August 2012)

Wie das geschehen soll, darüber berichtet die „Zeit“: „Die Erzieherinnen und Erzieher sagen statt »Jungen« und »Mädchen« »Freunde«. Die Pronomen »er« und »sie« gibt es nicht, stattdessen wird der in Schweden mögliche geschlechtsneutrale Kunstbegriff hen benutzt, ein Kompromiss aus han (er) und hon (sie). Besucht ein Handwerker Egalia, wird er konsequent als hen bezeichnet – die 36 Kinder von Egalia sollen nicht das Gefühl bekommen, dass ein Installateur immer ein Mann sein muss.“

Was die Schule betreibt, ist eine wahre Dekonstruktion der Geschlechtsidentitäten. „»Wir zeigen den Kindern auch Antistereotype: Sprechen wir beispielsweise über den Beruf Astronaut, zeigen wir ihnen das Bild einer Astronautin. So sollen sie lernen, dass sie wirklich alles machen können, was sie möchten, und dass sie nicht durch ihr Geschlecht auf eine Berufsgruppe festgelegt werden«, sagt Lotta Rajalin der „Zeit“.

Eine solche Erziehung kann sich nur gegen die Familie, bzw. gegen die Erziehungsfunktion der Eltern richten: „Die Kinder sollen lernen, dass die traditionellen Lebensentwürfe, die sie von zu Hause oder aus ihrem familiären Umfeld kennen, nicht die einzigen sind.“

Man wundert sich nicht, dass die meisten Kinder, die in dieser Schule angemeldet werden, aus homosexuellen Beziehungen stammen.

Der schwedische Staat gab im Jahr 2008 12 Millionen Euro aus, um den traditionellen Stereotypisierungen in Schulen und Kindergärten entgegenzuwirken. Einige Politiker wollen in jeder Vorschule in Stockholm ein Genderpädagoge eingeführt sehen.

Der Bericht in der „Zeit“ lässt auch kritische Stimmen zu Wort kommen. „Kinder kennen bereits sehr früh Geschlechtsunterschiede, aber durch diese Fokussierung bekommt das Thema Geschlecht eine Relevanz, die nicht alterstypisch für die Bewertungen und Handlungen der Kinder ist“, bemerkt der deutsche Entwicklungspsychologe Peter Zimmermann.

Die Soziologin und ehemalige Gleichheitsexpertin der Schwedischen Akademiker-Organisation, Elise Claeson, meint zu Egalia, dass das Schaffen eines dritten, neutralen Geschlechts sei nicht gut, sondern verwirrend für Kinder sei. Erwachsene sollten auf diese Weise nicht in das Entdecken von Geschlecht und Sexualität eingreifen.

Die kritischen Bemerkungen im Zeit-Bericht gehen aber völlig an der Sache vorbei. Die Menschen kommen als Mann oder Frau auf die Welt, doch genau diese banale Tatsache, soll verschleiert werden. Die Erziehung in Egalia wird völlig von der Gender-Mainstreaming-Ideologie bestimmt, die essentielle Fakten des Menschen aus ideologischer Verblendung und egalitärem ignoriert. Hier wird mit den Kindern regelrecht ein gesellschaftspolitisches Experiment durchgeführt, wobei die Kinder aufgrund ihres Alters sich nicht wehren können. Es wird ihnen regelrecht psychische Gewalt angetan.

Die Tatsache, dass die Kinder regelrecht zu dieser Einstellung gezwungen werden müssen, wird im Bericht der Zeit gar nicht verheimlicht: „Eine schwedische Grundschule verzichtet neuerdings auf Spielzeugautos, da Jungen ihnen eine größere Bedeutung beim Spielen beimessen, als es den Erziehern lieb ist. An einer anderen Schule wurde die freie Spielzeit von der Agenda gestrichen, mit der Begründung, die Kinder würden dabei auf stereotype Rollenmuster zurückfallen, man habe das Entstehen von Hierarchien und Ausgrenzungen beobachtet.“

Kommentare:

Trapin hat gesagt…

Den Genderwahn in seinem Lauf, halten
weder Ochs noch Esel auf.
Die linke Ideologie bestimmt die Richtung.Die gegen den Mainstream sind, haben keine Lobby und kein Gewicht.Als ewig Gestrige werden sie gebrandmarkt und stehen vermeintlich einer modernen Welt entgegen.
In Wahrheit bestimmt die 68er Minderheit noch immer die Richtung.
Wer anderer Meinung ist wird mit der Diskriminierungskeule erschlagen.
Warten wir ab, bis dieses unselige System zusammenbricht. Immer schneller, immer höher, immer geiler, immer Werteloser, geht auf Dauer nicht.
Die Auflehnung wird von der Jugend selbst kommen, der man dieses Widernatürliche antut.
Sodom und Gomorrha ist heute und morgen "Gestern".

Anonym hat gesagt…

Herman Bavinck entwickelt in seinem Buch über die christliche Familie eine eigentliche Theologie der Familie.
Am Ende des ersten Kapitels kleidet er das trinitarische Fundament in folgende Worte:
"The authority of the father, the love of the mother, and the obedience of the child form in their unity the threefold cord that binds together and sustains all relationships within human society. Within the psychological life of every integrated personality this triple cord forms the motif and melody. No man is complete without some feminine qualities, no woman is complete without some masculine qualities, and to both man and woman, the child is held up as an example (Matt. 18: 3). These three characteristics and gifts are always needed in every society and in every civilization, in the church and in the state."
Herman Bavinck. The Christian Family. Kindle 2012 (Pos. 345)

WÄCHTER hat gesagt…

Und übersetzt bedeutet es:

"Die Autorität des Vaters, der Liebe der Mutter und den Gehorsam des Kindes bilden in ihrer Einheit die dreifache Schnur, die zusammen bindet und erhält alle Beziehungen innerhalb der menschlichen Gesellschaft. Innerhalb der psychologischen Leben jeder integrierten Persönlichkeit dieser dreifachen Verbindung bildet das . Motiv und Melodie. Kein Mann ist vollständig ohne einige weibliche Qualitäten, ist keine Frau ohne einige männliche Qualitäten abgeschlossen und sowohl Mann und Frau, das Kind hilft uns als Beispiel (Mt 18: 3). Diese drei Merkmale und Geschenke werden immer in jeder Gesellschaft und in jeder Zivilisation benötigt, in der Kirche und im Staat

Ende

Nur gemeinsam im Respekt der Unterschiede bleibt die Familie, Gesellschaft, Staat gesund.

So wiollte es Jesus Christus, unser Schöpfer.
Jede Abweichung davon bedeutet den Untergang dieser einmaligen Rasse Mensch.
Da sie aber gefallen ist und nicht umkehren will nach Eden und sich zuerst mal unterwerfen unter die Herrschaft Christi, der sie heilen will und könnte, sehen wir ihren Untergang und sollen uns nicht wundern oder ängstigen, denn unser HErr kommt bald wieder.
Amen. So sei es.

Anonym hat gesagt…

So ein Krampf ist nicht mehrheitsfähig. Früher oder später wird dieser Irrsinn wieder heruntergefahren und dann wird man nur noch den Kopf darüber schütteln.

Anonym hat gesagt…

Lieber Vater im Himmel,

erbarme Du dich über diese Kinder,denen eine Gewalt ausgeübt wird,die ihrer Seele sie nur Schaden zufügt.
Halte ihre Herzen offen für deine Wahrheit,dass sie zu deiner Zeit von dir erfahren und du ihnen auch Heilung schenkst.

Danke für dein Wirken durch den Heiligen Geist in dieser dunklen Zeit.
Amen!!dopThe

Grandloser hat gesagt…

Jaja die böse Linksideologie ist schuld... das die skandinavischen Länder bloß die mit dem besten Lebenstandard, wenigstens Verbrechen sind, wird leicht mit hohlen Geschwätz von Weltuntergang weggeredet. Übrigens deren Schulsystem ist eine Weiterentwicklung des Systems der DDR , damit ziehen Sie uns nicht nur in den Leistungen ab, nein es gibt sogar gemäßigtes Christen dort potzblitz ein Wunder.

Anonym hat gesagt…

Wenn man die hilflose Antwort der norwegischen „Gender-Experten“ auf die Fragen des das Gender-Paradoxon abklärenden Harald EIA betrachtet (vereinfacht): „Wir haben die bessere Theorie, daher kann die Empirie nicht stimmen“
keimt etwas Hoffnung auf, dass es so schlimm nicht werden wird.
Das von den Gender-Ideologen propagierte "social engineering" mit dem Ziel der Vernichtung des Selbstverständnisses von Mann und Frau bewirkt nämlich eine gewaltige Identitätsstörung von Buben und Mädchen, die sich gemäß ihren genetischen Vorgaben an Vorbildern entwickeln müssen (siehe Buch „Vergewaltigung der menschlichen Identität, über die Irrtümer der Gender-Ideologie“)

Old Geezer hat gesagt…

@anonym:

"die sich gemäß ihren genetischen Vorgaben an Vorbildern entwickeln müssen "

Sie wissen aber schon, daß die genetischen Vorgaben die gesellscahftliche Rolle NICHT definierne, sondern lediglich Aspekte der Reproduktion und Brutpflege, was man leicht sieht, wenn über seinen Tellerrand der mitteleuropäischen Gesellschaft im der Zeit zwischen vor 50 - 250 Jahren hinaus blickt?

Und es hat sich hoffentlich auch bis zu Ihnen herumgesprochen, daß selbst die Aspekte der Vermehrung und sexueller Präferenz weder binär sind, noch allein auch einem einzelnen genetischen Schalten beruhen, sondenr dort verschiedene genetische, metagenetische und umgebungsspzifische Faktoren hineinspielen und so ein diffuses Apektrum an geschlechtlicher Ausprägung entsteht?

Die ganze Gender-Diskussion entstand ja nicht aufgrund eine bloßen Theorie, sondern aufgrund von Beobachtungen der Realität, also der Medizin, des Arbeitsmarktes, der Bevölkerungsentwicklung, des Lebenswirklichkeit von Menschen, usw.

Old Geezer hat gesagt…

@Anonym (10.12. 9:43):

Nur aus Neugier:
Geht Herr Bavnick in seiner Konstruktion einer christlichen Familie auch auf Verse wie EX 21:17, LE 20:9, DT 21:18-21 u.ä. ein?