Montag, 3. September 2012

Kardinal Meisner zur Diskussion um die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare mit der Ehe (Dokumentation)

Erschienen in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom 31. August 2012

Seit Wochen hält die Diskussion um eine steuerliche Gleichstellung homosexueller Paare an. Für Joachim Kardinal Meisner ist die Ehe von zwischen Mann und Frau "die Keimzelle des Staates". domradio.de dokumentiert seinen Debattenbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" von Freitag in voller Länge. 

"Es gilt als modern, alte Zöpfe abzuschneiden und vermeintlich spießige Vorstellungen vergangener Zeiten entschlossen anzupassen. Mehr oder weniger bewusst ist dies auch die verbreitete Haltung in der Diskussion um die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe. Doch hier ist mehr Nachdenklichkeit sehr angebracht.

Es ist das ureigenste Interesse des Staates, dass es die Ehe zwischen Frau und Mann gibt, denn aus der Ehe erwächst die Familie, und sie ist seine Keimzelle und Bestandsgarant. Jeder Mensch und Bürger hat genau eine Mutter und einen Vater. Deshalb stellt unsere Verfassung die Ehe zwischen Mann und Frau unter besonderen Schutz, denn die Ehe ist damit weit mehr als die gegenseitige Übernahme von Verantwortung füreinander. Das sollte eigentlich eine Binsenweisheit sein.


Daraus ergibt sich aber: wenn der Staat nicht mehr die Ehe besonders als Lebensgemeinschaft von Mann und Frau fördert und schützt, sondern gleichgeschlechtliche Partnerschaften ebenso, dann fördert er eigentlich nur eine Form des sexuellen Zusammenlebens. Dies aber ist etwas völlig anderes als der Schutz der ehelichen Lebensform als generative Keimzelle, und der Staat sollte es sich sogar untersagt sein lassen, hier regelnd einzugreifen: Denn die Kriterien, nach denen seine Bürger ihr privates Zusammenleben gestalten, gehören rechtlich einzig und allein in deren persönlichen Entscheidungsbereich.


Letztlich ist die sexuelle Orientierung ja auch nur einer von vielen möglichen Beweg-gründen, eine Lebensgemeinschaft zu bilden - wirtschaftliche oder politische Überlegungen sind ebenso denkbar wie rein pragmatische. Unter Umweltaspekten etwa könnte der Staat dann auch Fahrgemeinschaften rechtlich der Ehe gleichstellen. Was alle diese Kriterien möglichen Zusammenlebens von der Ehe fundamental unterscheidet, ist der generative Aspekt: er ist untrennbar und einzig mit der Ehe verbunden, weil er ihr innewohnt, selbst wenn er nicht in jedem Fall realisiert wird. Die sexuelle Orientierung ist ja nur deshalb konstitutiv für die Ehe, weil sie Voraussetzung für die Weiter-gabe des Lebens ist.


Nun kann man einwenden: die Fortpflanzung lässt sich auch anders organisieren als in der Ehe; die Techniken sind vorhanden. Abgesehen von der Frage, welchen Eigen- und Stellenwert ein Kind dann noch hat: auch das ändert nichts daran, dass jeder Mensch genau eine Mutter und einen Vater hat - und er hat überdies ein Menschenrecht darauf zu wissen, wer seine biologischen Eltern sind. Vater und Mutter sind keine bloßen Funktionen, sondern fundamentale Existenzweisen des Menschen.


Doch die existenziell bedeutsamen Begriffe "Mutter", "Vater", "Familie" werden immer häufiger rein funktional definiert, gleichsam soziotechnisch mit dem Begriff "Verantwortung" oberflächlich besehen neu gefüllt, doch bei näherem Hinsehen werden sie gleichzeitig ihres wesensmäßigen Inhalts beraubt. Indem man glaubt, Familie bloß funktional neu definieren zu können, verdrängt man die leibliche Komponente der Wesensbegriffe Mutter und Vater. An die Stelle der Leiblichkeit tritt eine merkwürdige Form der "Leihlichkeit". So wesentlich und auch anerkennenswert Verantwortung für-einander ist: sie kann die Substanz der Seinsweisen "Mutter" und "Vater" nie ersetzen. Genau besehen könnte man sagen: Mitten im selbstverliebten Exhibitionismus unserer Gesellschaft offenbart sich darin überraschend eine subtile Form neuer Leibfeindlichkeit. Die natürlichen Gegebenheiten gelten nichts mehr. Alles ist möglich! Koste es, was es wolle! Und sei es die eigene Identität! Oder genauer: die der Kinder. Denn die leibliche Eltern-Kind-Beziehung wie auch umgekehrt die Kind-Eltern-Beziehung ist konstitutiv für die Identität jedes Menschen. Wer ist meine Mutter, wer mein leiblicher Vater? Wie wir heute auch wissenschaftlich belegen können, sind diese Fragen, wie die meisten Kinderfragen, alles andere als trivial.


Gleich ob also in jeder Ehe die Fortpflanzung realisiert und die eheliche Partnerschaft damit zur Familie wird: Die Ehe bewahrt in naturgegebener Weise das Wissen um und die Achtung vor Ursprung und Weitergabe des Lebens aus Mann und Frau. Als Lebensform und Modell ist sie deshalb einzigartig, außer Konkurrenz und der Orientierungspunkt, der aus allen anderen möglichen Formen bloßer Verpartnerung herausragt.


Und noch etwas wird deutlich: wenn eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft nur eine Form des sexuellen Zusammenlebens ist, die Ehe aber unaufgebbare Keimzelle des Staates, dann behandelt der Gesetzgeber hier Ungleiches gleich. Das widerspricht ehernen Rechtsgrundsätzen und kann daher nicht gut gehen. Ich bin deshalb froh, dass es unter den Politikern namentlich in der CDU auch solche gibt, die dies erkannt haben und nachdrücklich darauf aufmerksam machen." 

Kommentare:

Kerkermeister hat gesagt…

Kardinal Meisner muß sich in seiner Funktion der Absurdität des absoluten Verzichts auf Sex hingeben... er hat somit überhaupt KEINE AHNUNG, wovon er redet. Das ist, als wenn Dir ein geborener Blinder Farben erklären will.

Grandloser hat gesagt…

Schlechter Kommentar vom Meißner im GG steht nur das die Ehe besonderen Schutz genießt, nicht wie diese aussieht. Und den Fehler zweimal wiederholen macht es auch nicht richtiger, stat zu fragen warum es keine sowenig Kinder gibt erschöpft er sich über das fabulieren eines Sachverhaltes der bereits im GG erfasst ist. Daher wofür bekommt der Man sein Geld ? Für Seelsorge bestimmt nicht, und für erfolgreiche Kirchenverwaltung auch nicht wenn man sich mal die zahlen der katholischen Kirche in Deutschland ansieht.

Anonym hat gesagt…

Es ist traurig, was man hier lesen muss.
Was ist Deutschland bloß für ein Land geworden?

Klar ist, dass die von einem Teil dieses Volkes gewählte Regierung gegen das Grundgesetz verstößt, das im Geiste der Verantwortung vor GOTT und den Menschen (auch den Ungeborenen!) erlassen wurde.

Die Ehe zwischen Mann und Frau ist von GOTT eingesetzt und nur sie ist schützenswert.
Alle anderen Gräuelbeziehungen wurden lediglich von ungläubigen "Volksvertretern" legalisiert....und das auf "demokratischer" Basis, was häufig nur eine Diktatur der Masse zementiert.

Seit wann sind gleichgeschlechtliche Verbindungen vermehrungsfähig?

Uns hilft nur eines:

Umkehr zu den Geboten des EWIGEN. Die Sünde ist die Gesetzlosigkeit. Und das Gesetz ist von GOTT selbst gegeben und nachlesbar in 2.Mose 20 und 5.Mose 5. Das sollten sich alle --ganz besonders die sogenannten Kirchen-- zu Herzen nehmen!

Shalom

Anonym hat gesagt…

Ich teile die Ausführungen von Kardinal Meissner. Als bekennender Katholik und Familienvater wünschte ich mir mehr solche klaren Worte und von der CDU/CSU ein klares Bekenntnis zum christlichen Familienbild.


pius12

Anonym hat gesagt…

Die Ehe von Mann und Frau ist eine von Gott gesegnete verbindliche Liebesgemeinschaft. Sie ist heilig und unantastbar. Ich bin katholisch und und unendlich dankbar für diesen Segen.Wie Kardinal Meißner klar sagt, sie ist die Keimzelle jeden Staates. Deshalb steht sie unter dem besonderen Schutz des Gesetztes.Wer die Ehe zerstört, zerstört die Keimzelle des Staates und damit den Staat.

Anonym hat gesagt…

... wenn Gott so einen Schmarrn gewollt hätte, dann hätte er für Adam keine Eva erschaffen, sondern einen schwulen Bernd, Detlef, Ahmed oder Mustafa...

Danke lieber Gott!

ich hat gesagt…

wenn gott ein mann ist und er schuf zuvörderst einen zweiten is die sache doch klar und die aufregung umsonst. kathgeistliche stehen ihm da nich nach.
scmiede das eisen wie dich selbst und liebe deinen nächsten solange er noch warm ist.

Anonym hat gesagt…

Einiges zur Klarstellung:
1.) Kardinal Meisner vertritt ewige Werte.
2.) Das Weltgeschehen wird weithin von im medizinischen Sinne geisteskranken Ideologen bestimmt.
3.) Kommentare von 02:21 und 07:01 zeigen, daß das Gift einer jahrzehntelangen, subtilen, also fast unmerklichen Gehirnwäsche funktioniert. Denken-Fühlen-Handeln wird beinahe unmerklich langsam umgedreht, pervertiert. Das Opfer übernimmt in gutem Glauben die Parolen der eigenen Vernichtung.
4.) Man möge sich bitte über Tavistock Institute und Hooton-Plan informieren, aber nicht bei wikipedia.
5.) Jeder, der der NWO im Weg steht, wird medial gnadenlos hingerichtet (lächerlich gemacht, verunglimpft, kriminalisiert), nicht selten auch physisch vernichtet.
6.) Faustregel: Je schlechter jemand in den Medien dargestellt wird, desto besser ist er.
7.) Der Mensch wird auf die Stufe des Tieres hinuntergedrückt.

Grandloser hat gesagt…

An die Anonyms: Soso Meißner steht ergo für ewige Werte? Wie war es in der Urkirche, mit den Laienpredigern die von Rom ausgerottet wurden? Oder der Priester Ehe? Alles Sachen aus dem Anfangstadium des Christentums welche erfolgreich ent-ewigt wurden, also kommen Sie mir nicht mit diesem er steht für ewige Werte.
Des Weiteren scheinen Sie ja die Demokratie ja zu verstehen, sie war schon immer die Herrschaft der Mehrheit, und im besten Fall eien Konsensherrschaft. Mich würde eher beunruhigenwarumSie nicht mehr Teil der Mehrheit des Konsens und der Mehrheit sind, was Sie falsch gemacht haben das ihre Phrasen bei den vernünftigen Menschen nicht mehr wirken.
Zu Gott hat uns die Ehe gegeben, kennen Sie jemanden der leibhaftig, Gott gesehen oder gehört hat? Nein sie berufen sich auf ein Buch das von mindestens 25 Personen verfasst würde, und das oftmals selbst wieder spricht. Eher würde ich mir sorgen machen über die Gesundheit der Verfasser.

Und es geht doch gar nicht um die Vermehrung, dafür ist die Ehe überhaupt nicht notwendig, oder falls Sie es nicht wissen, man kann auch Sex ohne Eheschein haben und noch wunderlicher ist das davon Kinder entstehen und das alles ohne Ehe, und heute sogar noch die Mehrzahl der Schwangerschaften. Verrückt nicht wahr ?

Und jetzt zu den Spannendsten Punkten, von Anonym 4. September 2012 12:29

1. Siehe oben
2. Welche dieser Ideologen sind Krank und wer hat es bestimmt ?Daten/Fakten Bitte!
3.Ich sehe es so ich denke Selber während Sie ihren Gott gebenden freien Willen den von alten Männern, abgeben um ja nicht mit den Konsequenzen ihrer Entscheidungen konfrontiert zu werden.
4.Oder bei Radio Vatikan ich btite Sie !
5. Was ist die neue Weltordnung ? Heiße Luft kann ich auch allein produzieren. Daten/Fakten!
6. Logisch Adolf Hitler muss der Logik nach ja Jesus gewesen sein der sich etwas revanchiert hat.
7. Ja der Mensch ist ein Tier, eas ihm aber unterscheidet ist seine Fähigkeit dies erkennen, und an sich zu Arbeiten, also wo istdas Problem?

Anonym hat gesagt…

Wenn ich die "Antikommentare" auf
mich wirken lasse, mit der betont entgleisenden Art, wie da auf den ausführlichen Standpunkt des Kölner Kardinals von gewissen Personen gekontert wird = dann
erinnern mich die von Plumpheit und Haß gesteuerten Ausdrücke, an
die Wortwahl aus der Zeit vor ca.70
Jahren, der "braunen" Ideologie-
Diktatur - was da auf einen so aus-
geschüttet wurde. Alles,was sich "Katholisch" nannte, ebenso die "Beken-nenden Christen" der evgl. Kirche,wurden systematisch heruntergemacht.
Sachlicher Gedankenaustausch war absolut unmöglich; dafür war die
Denkbasis einfach unüberbrückbar.
Worthetze u. eine besonnene Überle-
gung, sind wie das JA oder absolute
Ablehnung aus Verblendung. Ist das
aus dem Ungeist des Diabolus, dem Durcheinandermacher = alles wird auf den Kopf gestellt, Alles ver-
neint und die Werte-Einstufung, die man nicht teilt und auch nicht versteht, nicht duldet, wird platt
gestampft. So ist vorab ein sachli-
cher Gedankenaustausch - wie unter
vernünftigen Menschen, ausgeschlos-
sen. Ein Argument des Anderen kann
man offensichtlich einfach nicht
stehenlassen = macht Hass einen dazu unfähig !?

Dr. phil Senker hat gesagt…

"... dann behandelt der Gesetzgeber hier Ungleiches gleich."
Ja, weerter Herr Meisner.
Es soll Gerechtigkeit geschafen werden. Das drücken Sie alsGleich behandlung aus. Sehr richtig, denn auch Mann uns Frau sind, wie Sie richtig feststellten, in gewisser Weise ungleich. Sie sollen gleich behandelt werden. Das ist aber in Ihren Breiten nicht erkennbar.
So könnte der Disput weiter gehen.
Doch wem hilft es?
Lasseb Sie die Finger von Sachen, die mit Glauben, vielleich, zu belegen sind. Mit Realität nicht.
Dem Vorkommentator sei angemerkt: Das ist strikte Ablehnung.
Diesen Menschen und Menschen mit seiner Meinung zu hassen, verlangt eine eine andere Grundlage. Hier ist nur Bedauern angebracht. Ich weiß, worüber ich rede. Oder ich zeige es als meine derzeitige Meinung an.

Gino hat gesagt…

„Die Welt hat sich verändert. Und deshalb müssen auch wir uns ändern."
Barack Obama (*1961), US-Präsident, QUELLE: www.spiegel.de

Anonym hat gesagt…

Die Ehe zwischen Mann und Frau setzt fort, was mit Adam und Eva begann. Nur in dieser vertrauten, familiären Gemeinschaft kann und soll neues Leben entstehen. Alles andere ist und bleibt Menschenwerk und Irrung. Wer denkt, das die Bibel sich wiederspricht, der hat sie nie selbst gelesen. Denn das Buch der Bücher hat wesentlich mehr zu bieten, als plumpe Verallgemeinerung und Verurteilung. Die Worte in der Bibel sind durchaus klar, verständlich und wichtig. Von Homoehe ist dort jedoch nichts zu lesen, weil diese Art wohl ehr einer sexualisierten Freundschaft, denn einer echten Partnerschaft gleicht. Zudem trifft man grade bei derartigen unnatürlichen Verbindungen zwischen zwei Menschen auf ein Höchstmaß an Narzismus, welches in einer natürlichen, heterosexuellen Ehe bestenfalls eine untergeordnete Rolle spielt. Das die Kirchen nicht alles gut und richtig machen kann nur normal sein. Denn auch dort sind Menschen am Werk. Es sind aber Menschen, die den Glauben an GOTT bewahren, vermitteln und leben. Denn diese Menschen haben die Bibel gelesen, im Gegensatz zu vielen anderen, die nur reden....
Letztlich ist es aber egal. Denn wenn etwas ganz sicher ist, dann die Begrenzung der Zeit und des Lebens der Menschen auf Erden. Das, was dann kommt, wenn der letzte Atemzug ausgehaucht wurde, ist die einzige Realität die es gibt. Dort verschwinden alle Begehrlichkeiten, für welche sich hier so vehement ereifert wird.
Fakt ist und bleibt, das aus Homosexuellen Verbindungen niemals Kinder hervor gehen werden. Das ist allein der Partnerschaft zwischen Mann und Frau vorbehalten und das einzig richtige.
Einfach mal die Bibel zur Hand nehmen und sie auch lesen. Vor allem das neue Testament. Ich habe keinen Wiederspruch gefunden bei der Lektüre. Aber ich fand viel wichtiges, was vor allem Christen, oder die sich dafür halten, wissen sollten. MK 10,2-12 (nur als Hinweis)

Aladin hat gesagt…

Äh, immer Mann und Frau?
Dann war die unbefleckte Empfängnis nur ein Versehen?
Ist der Mann als Mann nur ein Anhängsel?
Es gibt Leute mit guter Bibelkenntnis. Doch so groß sind auch ihre Scheuklappen im Leben.
Wenn der Glaube über das Wissen bestimmt, ist es nicht immer gut. Vorsichtig ausgedrückt.
Viel größer als die Widersprüche in der Bibel sind die zwischen Leben und Bibel. Und da sollte sich jeder entscheiden. Da werden dann Begehrlichkeiten zu Handlungen, die vielleicht erst in der Zukunft wirksam werden.
Carpe diem.

Grandloser hat gesagt…

Zur frage der Unnatürlichkeit, wen Schwule keine Kinder zeugen können müssten sie ja aussterben. Tun sie aber nicht, was denn Schluss nahelegt das sie Gottgewollt sind. Und das Argument das die sexualisierte atheistische Gesellschaft das fördern würde hinkt auch. Den in der Hochzeit des Glaubens im Mittelalter gab es ja bekanntlich auch Schwule.
Und ich kann nur betonen das die christliche Ehe überhaupt nicht in Gefahr ist, da ja Schwule und Lesben nicht in Kirchen christlich Heiraten können. Daher ist diese Ehe oder nicht Diskussion der Christen ein Angstreflex ihrer gesellschaftlich kaum noch vorhandenen Bedeutung.

Und zum Thema Bibel, sein leben nach ein Buch auszurichten das von fehlbaren Menschen geschrieben wurde ist doch sehr gefährlich, ich sage nur Mein Kampf oder die 120 Tage von Sodom von de Sade.
Zu Adam und Eva muss ich sagen es stimmt doch das sie nur Söhne hatten, und die gesamte Menschheit von einem Inzucht Paar abstammt? Korrigieren sie mich wenn nötig, aber das als moralische Richtschnur zu nehmen ist doch etwas gewagt.

Oliver hat gesagt…

Guter Kommentar von Kardinal Meisner.

Es wäre wichtig, dass Ehe wieder viel bewusster und entschiedener gelebt wird. Hierzu gehört das lebenslange und belastbare Versprechen. Die höchste Form der
Verbindlichkeit, die wir einem anderen Menschen gegenüber geben können; ausgesprochen und gegeben vor einer Öffentlichkeit, die dieses Versprechen entsprechend bestätigt, mit trägt und so auch mit schützt.

Dieser Rahmen gibt wiederum den Kindern, die in dieser Ehe geboren werden, den entsprechenden Schutz, den sie brauchen, um an Geist, Körper und Seele gesund wachsen zu können. Nur so kann die Familie als Baustein für eine Gesellschaft positiv beitragen.

Kranke Ehen führen zu kranken Familien zum Schaden der gesamten Gesellschaft.

Wenn die Ehe nicht so wichtig ist, wenn die Verbindlichkeit nicht so wichtig ist und wenn es immer leichter/normaler wird, sich auch wieder zu trennen, so zerstören wir uns auf Dauer selbst.

Das ist die Ehe zwischen Mann und Frau.

Old Geezer hat gesagt…

"Doch hier ist mehr Nachdenklichkeit sehr angebracht"

...merh Nachdenklichkeit wäre ja schön, aber wenn man sich mal ansieht, zu was das bei Herrn Meisner führt:

"Jeder Mensch und Bürger hat genau eine Mutter und einen Vater."

Hier scheitert er schon im Ansatz an einer Definition - was sind "Mutter" und "Vater"?
"Erzeuger, Erzieher, Vormund?
Ein Frage der Abstammung, der Gewöhnung, des Rechts oder der übernommenen Verantwortung?
Was ist mit Waisen, Scheidungskindern, 'Kuckuckskindern', Eltern die sich der Verantwortung entziehen oder nciht in der Lage sind, sie zu übernehmen, Kindern die ihre Eltern nicht kennen, usw?

"Es ist das ureigenste Interesse des Staates, dass es die Ehe zwischen Frau und Mann gibt, denn aus der Ehe erwächst die Familie, und sie ist seine Keimzelle und Bestandsgarant"

Hier vergißt er z.B. Auswanderer, kinderlose Ehen, uneheliche Kinder die als Staatsbürger ihrerseits zum Erhalt betragen, 'Staaten', die durch Aufruhr oder Krieg trotz Dominanz der Ehe zerfallen sind, Staaten in denen die christliche Ehe eine untergeordnete Rolle spielt, und die trotzdem prosperieren, etc.

"denn die Ehe ist damit weit mehr als die gegenseitige Übernahme von Verantwortung füreinander. Das sollte eigentlich eine Binsenweisheit sein."

...aber mehr auch nciht, denn was die Ehe sonst außer einer gegenseitigen Verantwortungsübernahme sein soll, hat er immer noch nicht erläutert.
Er zieht sich auf die 'Binsenweisheit' zurück, also den allseits beliebten Vorlesungsspruch von "wie man leicht sieht", ...nur daß man in dme Weihrauchneben eben ncihts sieht!
(Natürlich wissen wird, was die Ehe ursprünglich war: ein Bündnis zwischen Sippen, geschmiedet durch den Austausch von Kindern und den Blutsbanden der Nachfolgegeneration, also ein wirtschaftlicher und politischer Vertrag.)

"Daraus ergibt sich aber: wenn der Staat nicht mehr die Ehe besonders als Lebensgemeinschaft von Mann und Frau fördert und schützt, sondern gleichgeschlechtliche Partnerschaften ebenso, dann fördert er eigentlich nur eine Form des sexuellen Zusammenlebens"

Also meint er hier, wenn zwei Dinge gefördert werden, macht sie das zu gleichem?
Merkwürdige Logik.

Old Geezer hat gesagt…


"Dies aber ist etwas völlig anderes als der Schutz der ehelichen Lebensform als generative Keimzelle"

Hier ist er immer noch auf dem Trip, den Nachwuchs als Kriterium heranzuziehen.
Kann ihm mal jemand erklären, daß viele Eheen kinderlos bleiben?
Und das auch homosexuelle Paare durchaus Kinder haben können (wenn auch nicht doppelt leibliche).

"und der Staat sollte es sich sogar untersagt sein lassen, hier regelnd einzugreifen:"

Ja was denn nun, fördern oder nciht eingreifen?
Wie kommt er nur auf solche Sätze?
Die Folgen eines Messweinexesses?

"Unter Umweltaspekten etwa könnte der Staat dann auch Fahrgemeinschaften rechtlich der Ehe gleichstellen"

....und nun entgeleitet es ihm vollends...

"ist der generative Aspekt: er ist untrennbar und einzig mit der Ehe verbunden, weil er ihr innewohnt, selbst wenn er nicht in jedem Fall realisiert wird."

werer Kardinal, auch ständiges Wiederholen eines Denkfahlers mach ihn nicht richtiger.
Es werden viele Ehen auch in der festen Absicht oder Akzeptanz der Kinderlosigkeit geschlossen.
(z.B. von Partnern,die aus dem Reproduktionsalter heraus oder miteinander unfruchtbar sind.)

"Doch die existenziell bedeutsamen Begriffe "Mutter", "Vater", "Familie" werden immer häufiger rein funktional definiert,"

Ja wie denn sonst?
Emotional, spirituell, esotherisch, religiös?
Hat der Mann noch nicht bemerkt, daß es hier geine gemeinsame gesellschaftliche Basis mehr gibt, ja in vielen Aspekten nie gab?

"An die Stelle der Leiblichkeit tritt eine merkwürdige Form der "Leihlichkeit"

Weihrauchtrip, anders kann man dieser Begrifflichkeit kaum begründen - oder wo will er die einem in der weltlichen Praxis aufgeschnappt haben?

"Die natürlichen Gegebenheiten gelten nichts mehr"

Was allerdings an der bürgerlichen Ehe 'natürlich' sein soll, muß er nochmal erklären...

...was ist an etwas 'natürlich', für das man noch vor wenigen Generationen die Erlaubnis seines Landsherrn oder als Magd oder Knecht die seines Bauern, und hinreicht materielle Mittel benötigte?

"Als Lebensform und Modell ist sie deshalb einzigartig, außer Konkurrenz und der Orientierungspunkt, der aus allen anderen möglichen Formen bloßer Verpartnerung herausragt. "

...Na, ich möchte ihn das mal Menschen anderer Zeiten und Kulturen (außer Westeuropa zwischen dem 12. und dem 20. Jh.) predigen sehen.

"dann behandelt der Gesetzgeber hier Ungleiches gleich"

PRinzipienreiterei ist das, sonst nix!
Das Steuerrecht behandelt auch Berufe wie den Nährstand und den Anlageberater gleicht, den Söldner wie den Arzt.

Und was er wie IMMER schuldig geblieben ist, ist die Antwort auf die Frage,, welchen Schaden die 'konventionellen' Ehen davontragen würden, wenn homosexuelle Partnerschaften die gleiche Steuerklasse beantragen könnten.
Also fabuliert er wiedermal lediglich zweckfrei über obskure Befindlichkeiten seiner fundamentalistischen Randgruppe, die keinerlei Auswirkungen auf die Masse der Gesellschaft haben.

Old Geezer hat gesagt…


@Anonym:

"Die Ehe zwischen Mann und Frau ist von GOTT eingesetzt und nur sie ist schützenswert."

Komisch, ich kann mich gar nciht an die ausschließende Formulierung im GG erinnern...
...und wo wir gerade dabei sind, an eine ähnlich restritive Definition des Begriffs 'Ehe' auch nicht...
Sind Sie sicher, daß Sie da nichts mit dem allerkatholischten Königreich Spanien im 15 Jh. verwechseln?

"Alle anderen Gräuelbeziehungen wurden lediglich von ungläubigen "Volksvertretern" legalisiert....und das auf "demokratischer" Basis, was häufig nur eine Diktatur der Masse zementiert."

Ja was denn nun, möchten Sie sich auf das GG berucfen, in dem der Volkswille als höchste Instanz festgelegt ist, oder auf eine von irgendwelchen Göttern eingesetzte Theokratie?

Aber wie üblich machen Sie den selben Denkfehler wie Ihre Glaubensgenossen:
- wenn dieser Staat sich zu einem 'göttlichen' Gesetz bekennen würde,, gelenkt von irgendeinem Klerus, so ist mitnichten Gesagt, daß es ihr imaginärer Freund sein würde und der herrschende Klerus ihrer religiösen Fraktion freundlich zugetan wäre.
- wieso beklagen sie eine angeblich Diktatur, wenn Ihnen slebst nichts vorgeschrieben wird: weder wird Ihre Ehe verboten, noch Ihre Rechte als Ehepartner beschnitten (außer Sie planen, Ihr Weib ordentlich zu züchtigen und ihre aufmüpfigen Kinder zu erschlagen, aber all das ist auch jetzt schon illegal), noch Ihre eigenen Steuervorteile zu schmälern.
Ja, auch Ihr Priester darf gerne predigen, daß alle praktizeirenden homo- und bisexuellen in der Hölle schmoren werden (wenn Ihre Sekte dieses Konzept noch in Gebrauch hat).
Also wo ist Ihr direkter Verlust, der dieses Bedrohungsgefühl rechtfertigt?

"Seit wann sind gleichgeschlechtliche Verbindungen vermehrungsfähig?"

Seit man zum produktiven Sex keine echte Lust haben muß, seit es bisexuelle Menschen gibt, seit man mehr als eine sexuellen 'Beziehung' (einschließlich One Night Stands, Büroquickies und Sex im betrunkenen Zustand) haben kann, seit man kinder adoptieren kann oder Kinder nach der TRennung bei einem Elternteil bleiben können, seit es künstliche Befruchtung und Samenbänke gibt, usw.

"Umkehr zu den Geboten des EWIGEN."

Da haben sich schon vor 2000, 2000 oder 4000 Jahren nicht alle dran gehalten, selbst in Ihrer eigenen MYthologie oft gnug nur eine kleine Minderheit....
....schlechte Aussichten, darauf seine Hoffnung zu stützen.

Old Geezer hat gesagt…

@Annonym:

"Alles,was sich "Katholisch" nannte, ebenso die "Beken-nenden Christen" der evgl. Kirche,wurden systematisch heruntergemacht."

Würde ihnen nciht passieren, wenn sie nicht so einen hanebüchenen Unfug von sich gäben.
Etwas mehr fundierte Argumentation statt "das war schon immerso und mein Engel hat mir geflüstert, das es auc hso sein soll" wäre da hilfreich.
Übrigens auch die Erkenntnis, daß man eben nicht mehr für die Mehrheit der Gesellsachaft spricht.

"Sachlicher Gedankenaustausch war absolut unmöglich; dafür war die
Denkbasis einfach unüberbrückbar."

Ja, Mythen, Scheuklappen und Realitätsflucht gegen Grundgesetz, Logik und beoachtung der Realität; in der Tat, daß sich schwer überbrückbare Differenzen.

Aber wenn man schon als Argumentation nur exotische Lesarten einer speziellen Übersetzung einzelner Märchen hat, dann sollte man sich vielleich auf auf die Forderung nach spirituellen Konsequenzen für die Anhänger eben jender Richtung beschränken, d.h. keine Segnung, keine kirchliche Trauung, keine Taufe, kein gemeinsames Begräbnis, keine Sakramente, etc.

Old Geezer hat gesagt…

@Anonym:

"... wenn Gott so einen Schmarrn gewollt hätte, dann hätte er für Adam keine Eva erschaffen, sondern einen schwulen Bernd, Detlef, Ahmed oder Mustafa..."

Tja, dann verklagen Sie ihn doch wegen Pfusch im Design, wenn seine Schöpfung trotzdem konsistens immer wieder und landauf wie landab bei Mensch und Tier homosexuelle Exemplare hervorbringt...

Anonym hat gesagt…

Als Christ, der das Wort Gottes noch ernst nimmt möchte mal zum Nachdenken anregen warum es überhaupt Homosexualität gibt.
Mann und Frau sind nach dem Wort(Jesus) ein Fleisch, also eins.
Durch Ehebruch indem der Mann seine Frau betrügt oder umgekehrt hat die Person, die mit der(m) Ehefrau(mann)schläft also doch Sex mit beiden gleichzeitig, oder? Meine These: Durch Ehebruch kam Hosexualität in die Menschheid und unter eienm Fluch. Von diesem Fluch kann nur Jesus Christus befreien indem wir Ihn annehmen und er die Gefangenen befreit.
Jesus lebt<><

Anonym hat gesagt…

wenn man einen Teil der Kommentare liest, kann es einen nur noch grausen. Die Schreiber formulieren in einem abscheulich schlechten Deutsch eigentlich nur viel wirres Zeug; zumindest was die Rechtschreibkenntnisse angeht, waren die Verfasser offensichtlich jahrelang leider in einer Schule für geistig Behinderte oder haben am Deutschunterricht systematisch nicht teilgenommen; da gab es vor vielen Jahren schon "Spell-Checker" für die, die eben kein Deutsch lernen wollten. Geeignete Software gibt es überall ausreichend. Und Ehen gibt es, Gott sei Dank, eben nur für Mann und Frau und nicht für Homosexuelle oder Lesben, und das ist auch gut so. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften mag es geben, aber besonders appetitlich sind die nicht.
alfredfranz