Montag, 3. September 2012

Seltene Tierarten sind staatlich geschützt – und wo bleibt der rechtliche Schutz für ungeborene Kinder?

Amtsgericht Berlin-Tiergarten: Taubenzüchter wegen Aufrufs zu Fang und Tötung von Greifvögeln verurteilt

Felizitas Küble, Leiterin des KOMM-MIT-Verlags und des Christoferuswerks in Münster

Wie der Verein “Komitee gegen den Vogelmord” (!) siegesfroh mitteilt, muß ein Berliner Taubenzüchter wegen  eines   – so die Meldung  -  “Aufrufs zum Vogelmord”  jetzt 1350 Euro Geldstrafe bezahlen. Der Aufruf sei  auf seiner Homepage “tippler-club-deutschland” unter dem Stichwort “Raubvogelproblem” veröffentlicht worden.

Mit dem Urteil sei ein entsprechender Strafbefehl der Staatsanwaltschaft bestätigt worden.

Das Verfahren sei  -  so der Verein  –   “ins Rollen gekommen nach einem Hinweis des Komitees gegen den Vogelmord an das Nordrhein-Westfälische Umweltministerium, das im April 2011 Anzeige gegen den Taubenzüchter erstattete.”

Die Verurteilung des  habe das Amtsgericht Berlin-Tiergarten verfügt  -  jenes Gericht also, das im Februar dieses Jahres zugunsten des Blogbetreibers Jörg Kantel entschied, der die katholische Kirche als “Kinderfickersekte” verleumdet und beleidigt hatte, was ein Skandal sondergleichen darstellt.

Das “Komitee gegen den Vogelmord” schreibt in seiner Pressemeldung abschließend: 

“Weil Brieftauben in ihr Beutespektrum fallen, sind Greifvögel vielen Taubenzüchtern und Geflügelhaltern ein Dorn im Auge. In Deutschland gehören alle Greifvögel jedoch zu den gemäß Bundesnaturschutz streng geschützten Arten. Wer ihnen nachstellt, sie fängt oder tötet kann mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft werden.”

Keine Frage: seltene Vögel sollen rechtlich geschützt werden. 

Doch wir fragen uns:  Wo bleibt in unserem Rechtsstaat der gesetzliche Schutz ungeborener Kinder, zumal diese Babys  angesichts niedriger  Geburtenraten immer “seltener” werden?!

Offenbar erfahren Greifvögel hierzulande weitaus mehr rechtlichen Schutz als wehrlose Kinder im Mutterleib!

Von einer “Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren” ist bei Abtreibung keine Rede, das Töten der Babys im Mutterleib ist für die Schwangere   -  sogar ohne Beratung!   -  komplett straffrei (allein dem Arzt gilt bei Abtreibung ohne Beratung eine Strafandrohung).  – “Vater Staat” verhält sich ganz unväterlich und bezahlt zudem noch die Kosten der Abtreibung. 

Als Kardinal Höffner aus Köln die massenhaften Abtreibungen in den 80er Jahren zutreffend als “Mord in Massen” bezeichnete, ging ein Sturm der Entrüstung durch die öffentlich-rechtlichen bzw. linkslastigen Medien.

So sieht also der Lebensschutz in Deutschland aus: Das Fangen und Töten von Raubvögeln wird mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft, das Ermorden ungeborener Kinder hingegen ist nicht “nur” straffrei, sondern wird auch noch staatlich finanziert.

Sieht so etwa ein Rechtsstaat aus?

Kommentare:

Franz Josef Mandel hat gesagt…

Welcher Ungeist hat in unserem Staat inzwischen das Sagen ?!
Deutlich gesagt ist es offensicht-
lich der Diabolus = Durcheinander-
bringer der Köpfe und der Menschen-
herzen.

Onkel Kurt hat gesagt…

Gestandene Menschen lassen sich nicht von anderen wie ein Tanzbär an der Nase rumführen. Weder von den ach so Göttlichen noch von den ach so Gerechten.
Da können beide Seiten plappern wie sie wollen. Für eine Beleidigung ist das zu rüpelhaft.
Und was bei den Hunden verboten ist darf dann wegen Religionsfreiheit an kleinen Knaben statthaft sein?
Es ist der rote Faden, der einigen die Hände aufreißt, weil er ihnen durch die Hände gleitet. Und dann wie ein garstiges Kind blubbern.
Wo bleibt da der Schutz vor den menschlichen Dummheiten? Gut, dass man sich ein rechtliches Feigenblatt zurechtgelegt hat.
Helfen tuts nich.

Old Geezer hat gesagt…

Ist dem Autor nicht bekannt, daß es bereits zahlreiche Gesetze zum Schutz von potentiellen Menschen gibt, durchaus auf Kosten real existierender Menschen - nämlich die Zahlreichen Einschränkungen von Abtreibungen?
ISt dem Autor ebenso unbekannt, daß es in deisem Lande durchaus legal ist, auch real exisitierende, höhere Säugetiere schlampig und schmerzvoll zu töten, um damit den subjektiven Interessen einigen Menschen zu dienen (z.B. Fleisch- und Lederproduktion).

Wen das stört, der mag sich ja berufen fühlen, den Abtreibenden eine reale Alternative zu bieten - aber da dieses mit Kosten und Arbeit verbunden ist, werden wir das zumindest von den Amtskirchen wohl in absehbarer Zeit nicht erleben...

Old Geezer hat gesagt…

Nachsatz:

In dem zitierten Urteil scheint es um ARTENSCHUTZ zu gehen, d.h. um vom Aussterben bedrohte Spezies.
...da fällt der Mensch nicht wirklich drunter..
...und noch dazu würde eine Reduktion der Vermehrungsrate (also WENIGER Kinder) und eine Verringerung des Betandes auf sagen wir mal 1 Mrd. das Überleben u.a. des Menschen als Spezies selbst eher sichern als noch mehr Kinder in die Welt zu setzen.