Montag, 23. Mai 2011

Skandal: Kreisverwaltungsreferat München verbietet „Gehsteigberatung“ vor einer Abtreibungsklinik

Damit darf das „Lebenszentrum e.V“ - bekannt für seine Gehsteigberatung für schwangere Frauen - nicht mehr zugunsten des Lebens Ungeborener vor einer Münchner Abtreibungsklinik Frauen beraten. Die lebensrettende Beratung wird als „belästigend“ empfunden. Der Verein wird gegen den Bescheid gerichtlich vorgehen.

Der verein kommentiert auf seiner Internetseite das Urteil und wertet ihn als schizophren angesichts der Tatsache, daß in Deutschland eine Abtreibung rechtlich als rechtswidrige Handlung gilt. Dennoch geht die öffentliche Hand nicht nach diesem Prinzip vor, sondern versucht die Stimme der Ungeborenen zunehmend aus der Öffentlichkeit zu verbannen. Statt dessen kann sich die Kultur des Todes, die Abtreibung, die Euthanasie, die PID immer mehr ausbreiten.

Das Lebenszentrum kommentiert: „Die Schizophrenie der Gesetzgebung “rechtswidrig aber straffrei” sowie deren Auslegung, die heute soweit reicht, dass ‘straffrei’ sogar als Recht eingeklagt wird, welches höher steht als das Lebensrecht des ungeborenen Kindes, sollte schon zu denken geben. Ist dies eines Rechtsstaates würdig? Wird dabei nicht gerade die Frau geopfert, indem man ihr die letzte Entscheidung überlässt oder zumutet und alle anderen ihre ‘Hände in Unschuld waschen‘? Wie steht es dabei wirklich um die Würde der Frau? Wird die Frau durch den Vorstoß des fortgeschrittenen Feminismus nicht instrumentalisiert oder gar missbraucht? Warum muss die Wahrheit mit aller Kraft im Verborgenen bleiben, koste es, was es wolle?“

Dieses Urteil zeigt, daß sich die christliche Basis darauf vorbereiten muß, in einem immer aggressiveren Umfeld ihre Botschaft in der Öffentlichkeit vermitteln zu müssen. Insbesondere wenn man einen wunden Punkt im Gewissen der Menschen trifft. Das Münchner Urteil zeigt, wie sehr die Tausenden von getöteten ungeborenen Kinder das Gewissen vieler quälen.

Kommentare:

Sein Zeuge hat gesagt…

Es ist vorhergesagt, dass diese Zustände kommen werden, aber dies entbindet uns nicht der Verantwortung, diese Zustände weiter öffentlich anzuprangern.
Darum: einfach weiterdarüber berichten, Protestbriefe an die Verwaltungen schicken und den verführten Schwangeren schweigend erschütternde Photos von zerstückelten Embryonen in die Hand drücken. Man kann auch Mahnwachen errichten oder rechtlich die Schliessung der klinik erwirken, zudem alles beteiligte Personal verklagen.Wichtig sind auch Beiträge von in Depression gefallenen Abtreiberinnen in der Tageszeitung.Dafür muss man positive kontakte zu Chefredakteuren herstellen.

Sein Zeuge hat gesagt…

Und nun warte ich auf Zeugnisse der Lieblosigkeit und Verachtung gegenüber den Babys und verführten (fast)Müttern von Chorleiter und seinen kriminell unemphatischen Freunden

G.Teska hat gesagt…

Ich glaubte, daß die Zeit der vorsätzlichen Tötungen und Verfolgungen in Deutschland schon mehr als 65 Jahre vorbei sei. Das ist leider ein tödlicher Irrtum.
Aber wir dürfen uns nicht entmutigen lassen und weiterhin auf diese Töter mit dem Finger zeigen.

Yoshimo hat gesagt…

Der hier dargelegte Schritt der Stadt München geht wohl auf einen Bericht in der ARD-Sendung "Kontraste" zurück.

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=6949466

Davon abgesehen verschweigt dieser Artikel die Tatsache, dass die Abtreibungsgegner lediglich des Platzes direkt vor Dr. Stapfs "Gynmed"-Klinik verwiesen wurden. Die Beter dürfen sich zum Beispiel direkt auf dem gegenüberliegenden Gehsteig aufhalten und sind dort auch gut zu sehen. Ansonsten wurde ihnen nur noch die aktive Ansprache von Frauen untersagt - eine wohl überlegte Maßnahme, die verhindert, dass Frauen in einer schwierigen Situation gegen ihren Willen belästigt werden, ihnen aber dennoch ermöglicht, von sich heraus ein Gespräch zu beginnen.

Und mal ehrlich: Das wichtigste Anliegen ist den Lebensschützern stets das Gebet, welches nicht mit schwangeren Frauen, sondern mit Gott geführt wird.

Von einem "Skandal" also keine Spur. :-)

Vor den Kadi zu ziehen kann im Übrigen auch nach hinten losgehen. Wenn die "Helfer für Gottes kostbare Kinder" das Verfahren in München verlieren, haben sie damit einen Musterprozess geschaffen, an dem sich Gerichte an anderen Orten bei ähnlichen Fällen orientieren werden.

Franz Josef Mandel aus 41366 Schwalmtal hat gesagt…

Es wird aufgrund der inzwischen
aufgeweichten Praxis bezgl. Handha-
gung des bestehenden Grundgesetzes
auf Leben wieder höchste Zeit, daß
das Bundesverfassungsgericht erneut
klarstellt, was eindeutig gesetzes-
widrig ist. Und daß es nach wie vor strafbar ist, gegen ein besteh-
endes, darum gültiges Gesetz stän-
dig zu verstoßen. Die seit Jahren
geübte Praxis kann, da man sie zur
täglichen Gewohnheit gemacht hat,
dadurch nicht zu einem Gesetz werden. Das ist absolute Rechts-Willkür ! Das muß uns doch an die entsprechende radikale Willkür der
Naziherrschaft erinnern, die auch
das, was in ihre Ideologie paßte,
zu einem "Gesetz" erklärte. Sie
setzte sich somit in ihrem aufge-
blähtem Stolz selbst an die Stelle,
die letztlich alleine Gott zusteht.

Yoshimo hat gesagt…

@ Franz Josef Mandel:

Wieso geben Sie nicht gleich noch ihre Telefon- und Kreditkartennummer an?

Und warum kommen Leute wie Sie stets mit Nazivergleichen, wenn ihnen nichts mehr einfällt?

Und wie kommt es, dass Sie ein über lange Zeit sorgsam ausgearbeitetes Gesetz für Willkür halten? Die Willkür liegt vielmehr auf der Seite von Franz Josef Mandel aus 41366 Schwalmtal, der in seinem aufgeblähten Stolz behauptet, Gottes Wille sowie Gottes Ideologien zu kennen.

Protector Fidei hat gesagt…

Ich finde es sehr passend, wenn Herr Franz Josef Mandel aus 41366 Schwalmtal im Zusammenhang mit Gehsteig-Beratung von "Rechts-Willkür" spricht. Willkür ist es. Und rechts auch.

Anonym hat gesagt…

@ Protector Fidei

"Ich finde es sehr passend, wenn Herr Franz Josef Mandel aus 41366 Schwalmtal im Zusammenhang mit Gehsteig-Beratung von "Rechts-Willkür" spricht. Willkür ist es. Und rechts auch."

Nein, Willkür ist es nicht. Willkür bedeutet dass es keine Gründe gibt. Die gibt es aber. Man will die Frauen, die in einer schweren Situation sind davor schützen sich von wildfremden Leuten bequatschen zu lassen, die glauben Weisheit und Wahrheit für sich gepachtet zu haben.

Kerkermeister hat gesagt…

Wieder einmal kompletter Unsinn... es hat nichts mit "Nicht Ausleben" des Christentums zu tun, wenn es verboten wird, daß sich selbsternannte Heilsbringer vor einer Abtreibungsklinik rumlümmeln. Herr von G., was würden Sie sagen, wenn ich vor jeder katholischen Kirche stehen würde, und "Gläubige" so lange vollsülze, bis sie nicht mehr hineingehen?

Der Chorleiter hat gesagt…

Wenn sie, Sein Zeuge, von Lieblosigkeit und Verachtung reden, so kann ich sie nur bedauern.
Meine Meinung zu diesem Thema habr ich oft genug gebracht:
Wirksam wird alles nur durch ein Handeln zur richtigen Zeit, die Verhinderung der Ursachen.
Mit Beten und zum Sünder stempeln ist noch keine gute Tat geschehen.
Gehsteigberatung ist wie experimentieren an einer stark versalzener Suppe, führt also zu keinem verwertbaren Ergebnis.
Zu Gesprächen über persönliche Problemen von Sängerinnen oder Sängern im trauten Zweierkreis wissen die Beteiligten, daß sie mich immer erreichen, mit meiner ganzen Kraft und vollste Verschwiegenheit meinerseits rechnen können. Und sie werden von mir nie hören: Hättest du auf meinen Rat gehört, wäre das nicht passiert.
Wenn eure christliche Hinwendung endlich den Menschen dient, und nicht in erster Linie zum Beweis eurer geglaubten, höheren Moral, dann können wir uns noch einmal ernsthat damit auseinandersetzten.
Gesteigberatung, da denke ich noch an des Bild dreier fahler, unnahbarer Gesichter in Berlin - Vater, Sohn, Enkel, hinter hochgehaltenem Wachturm. Doch es fehlte wenigstens die Ansprache zu den Vorübergehenden.
Und den Trick mit Vorhergesagtem, den könnt ihr euch sparen. Klappt auch bei Nostradamus nicht.
Von Leuten, deren Grundaussage Sünde und Sünder ist, kann man nichts Positives erwarten.
Negative Gedanken führen zu negativen Handlungen, späte Erkenntnisse zeigen beginnende Ratlosigkeit; das nennt sich dann Rotkäppchensyndrom, sprich, vom Wege abgekommen.
Übrigens: Von den mir bekannten christlichen Menschen wirken die meisten bezahlten auf ihr Umfeld nicht einladend, menschlich wärmend.
Das Wort kriminell sollten sie sich einmal erklären lassen, denn ihr Wortspeicher scheint auch in diesem Fall einen Knacks zu haben.
Versuchen sie einfach mal, Mensch zu sein. Zu sich und anderen.

Anonym hat gesagt…

Ich würde mal eine Gehsteigberatung vor einer, sagen wir mal, religiöser Einrichtung durchführen. Mit genauer wiedersprüchlicher, aber nicht widerstrebender Meinung zur Religion.
Was wäre, wenn der Glaube an eins nicht der Glaube an den Glauben wäre? Wenn die Einsicht statt dessen den Glauben ins Abseits schickt?
Da bin ich nicht auf den Gehsteig angewiesen. Solche Tussis würde ich in die Tonne kloppen.
Entweder Oder.
Wer falsch diskutiert, der liegt auch falsch,
Das ist der Skandal. Vernunft gegen Glauben. Gäbe es eine gemeinsame Sprache, ich wäre dabei.
Doch so bestimmend gegen meine Ansichten, meine Erkenntnis, mein Fühlen und Denken, das ist zu viel.
Kann ich nicht toleriern, werde ich weiterhin oppurtunieren, mit aller Krat dagegen sein.
Bis man eure Meinung abtreibt.
Stellt euch an eine Ampelkreuzung und plädiert für Fahren bei Grün, halten bei Gelb und Rot.
Slltet ihr dort wefolgrich sein, können wir den nächsten Widerspruch in Angriff nehemn.
Lernt, zu leben. Lebt, um zu lernen. Wehrt euch nicht dagegen.
Zum wahren Glauben fehlt euch so und so das nötige Rüstzeug.
Laßt es sein, andere durch eure Unglaubwürdigkeieten zu ihrem Erkennen zu handeln abzuschwören.
Wenn ihr eure Unwahrheiten durch die Religionsfreiheit gedeckt seht: Macht die Augen auf, strengt euer Denken an. Unwissenheit muß nicht Unglaubwürdigkeit sein.
Ihr seid schwach bis nicht brauchbar.

Anonym hat gesagt…

Ein Skandal ist das bösartige Herumlungern von BesserwissernInnen vor den Einrichtungen mit Bequatschung.
Das ist mehr als Belästigung.

Anonym hat gesagt…

Meine Herren und Damen Abtreiber:

Fakt ist:
In Deutschland ist Abtreibung rechtswidrig, doch straffrei!

Also ist in Deutschland 1+1=3

Also töten wir weiter rechtswidrig, Emryos, Behinderte und alles was uns stört. Dafür bekommen wir dann auch von der Amadeu Antonio Stiftung noch Preise.
Eine wunderbare Welt! "1984" läßt grüßen.

Der Chorleiter hat gesagt…

Wie gesagt: Ein falsches Herangehen an Problem führt zwangsläufig zu unschönen Ergebnissen.
Die Möglichkeit der der Abtreibung besteht seit Menschengedenken. Doch bis heute ist, außer einer besseren medizinischen Durchführung, an den Dingen, die dazu führen nichts wesentliches geändert worden.
Beratung auf dem Gehsteig?
Zu spät und ohne Bezug eine Verhinderung der Ursachen für die Zukunft erreichen zu können.
Der Skandal ist der knurrende Hintergrund: Sünderin, Hölle, Fegefeuer.
Die Ursache liegt immer in mindestens zwei Menschen begründet.
Und dem Umgang mit seiner eigenen Lebensauffassung. Und dem Umstand einer Rufnötigung. Und dem letztendlichen Zwang zu dem sogenannten Guten Benehmen. Und der Einflüsterung Schändung vor Hilfe. Und der fehlenden Sicht, daß hier ein Mensch ein Problem hat, dem man als Mensch einen Lösungungsweg aufzeigen kann, der ihn mit einschließt.
Wer erst beim Auftritt das Schöne beim Singen rausholen will, wird nichts erreichen. Vorher, beim Üben, sollte der Grundstein für den Erfolg gelegt werden.
Oder meinen Sie, eine Gassenberatung hülfe bei Nichtbeachtung dessen dem Dirigenten noch?