Montag, 30. März 2009

Gespräch von Polonia Christiana mit Mathias von Gersdorff über die antichristliche Medienhetze in Deutschland


Polonia Christiana: In Deutschland waren die Angriffe gegen Papst Benedikt XVI. in den letzten Monaten besonders heftig. Wie ist das zu erklären?

Mathias v. Gersdorff: Seit etwa einem Jahr findet in Deutschland seitens einiger meist linksgerichteter Medien eine ununterbrochene Hetze statt. Angefangen hat es im Frühjahr 2008 mit dem Christival, eine evangelikale Großveranstaltung, bei der Homosexuellen Methoden angeboten werden sollten, um sich von der Homosexualität abzuwenden. Die linken Kreise und Medien haben eine günstige Gelegenheit abgewartet, um auch den Papst und die katholische Kirche anzugreifen. Dies geschah vor allem nach der Aufhebung der Exkommunikation der Lefevre-Bischöfe.

PC: Was ist das Ziel dieser Attacken?

MvG: Linke Kreise samt ihren Medien versuchen verstärkt, eine „Stasi im Kopf“ der Christen einzurichten. Sie wollen Themen tabuisieren. So versuchen sie beispielsweise eine nicht näher definierte Homophobie mit Rassismus gleichzusetzen. Manche Linke sagen offen aus, daß die Religion zur gewalttätigen Homophobie verführt. Die Hetze gegen Papst und Kirche ist in diesem Kontext zu sehen.

PC: Wie wichtig sind diese linken antichristlichen Kreise?

MvG: Viele dieser linken Kreise sind eigentlich unbedeutend. So ist die Homosexuellen-Bewegung eine winzigkleine Minderheit in der Gesellschaft. Doch linksgerichtete Medien und Politiker geben ihr eine ins Groteske übertriebene Bedeutung. Es ist wichtig, daß die Christen diese Künstlichkeit des Machens von Öffentlichkeit bemerken und sich nicht einschüchtern lassen.


PC: Auch auf der Ebene der EU wird die Politik immer aggressiver gegen christliche Positionen.

MvG: Ja. Die EU wird zunehmend mißbraucht, um linke Projekte, die auf nationaler Ebene nicht durchsetzbar wären, irgendwie politisch zu verankern. Immer wieder wird versucht, ein sog. Recht auf Abtreibung zu proklamieren. Ebenso ist die Homosexuellen-Agenda sehr radikal. Wenn im Europaparlament oder im Europarat solche Projekte durchkommen, ist es einfacher, danach in den einzelnen Ländern dafür zu werben. Ein Beispiel dafür ist übrigens die sog. Homo-Ehe, der 1994 im Europäischen Parlament zugestimmt wurde. Das Antidiskriminierungsgesetz wurde praktisch ganz auf der Ebene der EU erarbeitet und mußte danach in allen Ländern der Gemeinschaft eingeführt werden.

PC: Spüren Sie selber diese neue Aggressivität gegen christliche Positionen?

MvG: Ja. Der Verbalradikalismus hat zugenommen. Die meisten E-Mails, die wir von Gegnern erhalten, sind schlichtweg radikal. Kommentare auf unserer YouTube-Seite drohen offen mit Gewalt. In manchen Internetseiten wird offen darüber debattiert, wer uns erschießt.

Das sind natürlich Extreme. Doch es ist deutlich zu beobachten, daß in vielen Medien eine regelrechte Hetze gegen christliche Positionen gemacht wird. Sicherlich werden manche Radikale von dieser Hetze angestachelt.

PC: Vielen Dank für das Gespräch.

Kommentare:

Chorleiter hat gesagt…

Sehr geehrter Herr von Gersdorff,
was ich dazu zu sagen habe, ist eine Feststellung und meine Meinung.
Damit es nicht wieder heißt, der Chorleiter ist aber wieder indirekt:

Ich finde das von Ihnen dargebotene anmaßend, überheblich, voreingenommen, provozierend und verletzend.

Chorleiter

Mathias von Gersdorff hat gesagt…

Sehr geehrter Herr Chorleiter,

normalerweise beantworte ich keine Kommentare. Aber nun habe ich gesehen, daß sie laufend die Beiträge hier lesen und kommentieren und praktisch immer empört sind. Wieso tun Sie sich das eigentlich an?

Aber nun ein anderer Punkt: Ich weiß nicht, welcher Konfession Sie angehören. Ich selber bin katholisch. Doch egal was Sie sind, müssen Sie doch einsehen, daß in Deutschland eine Art Allianz zwischen linken Christen (kath. u. ev) und linker, antichristlicher und antiklerikaler Presse (und andere Gruppen) besteht.

Sie können doch nicht ernsthaft der Meinung sein, daß diese Allianz für das Christentum in Deutschland nicht schädlich ist.

Wäre ich ein linker Christ (Gott bewahre mich), würde ich niemals wie auf der Seite von Spiegel, Taz & Co. stehen wollen, weil sie das Christentum in Deutschland wenn nicht vielleicht zerstören, so zumindest entscheidend schwächen wollen.

Und das kann niemals ein Ziel eines Christen sein, egal, welcher Couleur.

Viele Grüße

Mathias v. Gersdorff

Chorleiter hat gesagt…

Werter Herr von Gersdorff, ich bin überrascht und erfreut, daß Sie sich die Zeit für einen Antwort genommen haben.
Meine Konfession ist der Mensch. Nicht mehr und nicht weniger.
Wenn Sie von Empörung sprechen, so war es von mir meist ablehnend gemeint. Da Sie den meisten Aktionen ein Adjektiv hinzugefügt haben, um bestimmte Wirkungen zu assoziieren, habe ich das meinerseits auch angewandt.
Sie schrieben:
"Sie können doch nicht ernsthaft der Meinung sein, daß diese Allianz für das Christentum in Deutschland nicht schädlich ist."
Dazu sage ich:
Die Entwicklung dieser linken Gruppen - und ich erweitere den Rahmen: wie auch den Geldausgeldmachern ist schädlich für die Menschen und für die Gesellschaft.
Da mich das besonders bedrückt und auch das vorrangige Problem ist, kann ich Sie zwar verstehen, doch wie ich gedankliche Parallelen zur Lösung schaffen kann ...? Zur Zeit sehe ich noch keine wirklichen.
Freunlichst
und dankbar
Chorleiter

Anonym hat gesagt…

EU-Officials are interested in keeping their job.

Thus they rip from God the authorship of human rights and give it in their name.

Thus Church-bashing appears.

Chorleiter hat gesagt…

Habe zu unserem Disput einen guten Videobeitrag gefunden.
Er ist von gloria tv:
http://www.gloria.tv/?media=24147 Paulus über die Nächstenliebe
Achten Sie besonders auf die Wortwahl, diese ist ausgesprochen verständlich, hinwendend, einnehmend.
Damit möchte ich Ihnen meinen Geschmack bei Diskusionen vorstellen. Ich hätte es nicht besser sagen können, was ich meine.
Chorleiter

Chorleiter hat gesagt…

Kann man das auh in Deutsh gesagt bekommen?
Es wäre nett
Chorleiter

Old Geezer hat gesagt…

"Thus they rip from God the authorship of human rights and give it in their name"

The human rights had to be wrought from the church, which always stood with the ruling class.

The (roman-catholic) church encouraged slavery, racism, sexism, warmongery and tyranny and made quite a lot of money with it; it was a hard fight to establish human rights, which include a right to love someone of the same gender oder to lead a life without religion, e.g.

Chorleiter hat gesagt…

Ist das schon der Vorgeschmack auf das nächste Gespräch, vielleicht mit einer chinesischen Zeitung in Pretoria über Veröffentlichungen der australischen Presse in New York zu Problemen von afrikanischen Indianern bei Einführung und Bewertung der lunaren Marszeit?