Dienstag, 25. August 2015

Gesunde Ernährung vor der Schwangerschaft ist gut fürs Baby-Herz

(Aponet) Es gibt tausend gute Gründe, die für eine gesunde Ernährung sprechen – tausendundeinen für Frauen, die sich mit dem Gedanken tragen, einmal Kinder zu bekommen: Einer neuen US-Studie zufolge senkt eine gesunde Ernährung die Gefahr für angeborene Herzfehler beim Baby.

Ernährten sich Frauen, bevor sie schwanger wurden, relativ gesund, lief der Nachwuchs weniger Gefahr, mit bestimmten angeborenen Herzfehlern auf die Welt zu kommen. Dies ist das Ergebnis einer Beobachtungsstudie mit rund 19.000 Teilnehmerinnen, die US-amerikanische Wissenschaftler durchgeführt hatten. Wie die Forscher in der Fachzeitschrift Archives of Disease in Childhood berichten, lag bei einer besseren Ernährung im Vergleich zu einer schlechteren die Gefahr für eine sogenannte Fallot’sche Tetralogie beim Neugeborenen um 37 Prozent niedriger. Dabei handelt es sich um eine Kombination von vier Defekten, durch die es zu einem gefährlich niedrigen Sauerstoffpegel im Blut kommen kann. Auch die Gefahr eines Vorhofseptumdefekts lag um 23 Prozent niedriger. Bei diesem Herzfehler trennt ein Loch in der Herzscheidewand die Vorhöfe voneinander.

Da es sich um eine Beobachtungsstudie gehandelt habe, könne keine endgültige Aussage über Ursache und Wirkung gegeben werden, so die Forscher. Sie weisen jedoch darauf hin, dass ähnliche Zusammenhänge schon zwischen der Qualität der Ernährung vor einer Schwangerschaft und anderen Geburtsfehlern, darunter Gaumenspalten und andere Fehlbildungen, gefunden worden waren. Ihre Studie untermauere die Empfehlung, dass Frauen mit Kinderwunsch schon im Vorfeld auf eine gesunde Ernährung achten sollten.

Gender-kritische Talkshowfolge von „Hart aber Fair“ zensiert

De „Hart-aber-Fair“-Sendung „Nieder mit den Ampelmännchen – Deutschland im Gleichheitswahn?“ vom 2. März 2015 wird nachträglich vom WDR-Rundfunkrat gerügt und zensiert und muss deshalb aus der Mediathek entfernt werden.

Die Beschwerde ging von der „Landesarbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten in NRW“ aus, die in der Sendung „Sexismus“ vorfand. Der „Deutsche Frauenrat“ berichtet: „Die Sendung von Frank Plasberg lief unter dem Titel: „Nieder mit den Ampelmännchen – Deutschland im Gleichheitswahn?“ Bereits in der Anmoderation verließ Herr Plasberg den Standpunkt des neutralen Moderators, indem er 190 Genderprofessuren als „Alltagswahnsinn“ bezeichnete.“

Gegen „Gender“ argumentierten in der Talkshow der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki, die Autorin Birgit Kelle und die Schauspielerin Sophia Thomalla.

Für Gender traten der Fraktionschef der Grünen, Anton Hofreiter, und die feministische Autorin Anne Wizorek auf.

Dem Moderator Frank Plasberg wird vorgeworfen, sich manipulativ zugunsten der Gender-Gegner verhalten zu haben. „Frau Kelle wirkte wie die Anwältin des Moderators, bei dem er seine Meinung bestätigt bekam.“

Diese Argumentation ist haarsträubend. So gut wie in keiner Talkshow ist der Moderator „neutral“. Er und die Kameraführung haben alles in der Hand, um beim Zuschauer einen bestimmten Eindruck zu hinterlassen. In der besagten Sendung waren Hofreiter und Wizorek schlichtweg argumentativ unterlegen. Plasberg hätte massiv einwirken müssen, um die Gender-Fraktion retten zu können.

Die Rüge und die Zensur könnten schlimme Auswirkungen haben und dazu führen, dass Gender-Kritiker nicht mehr zu diesen Sendungen – eigens für ein Massenpublikum produziert – eingeladen werden.


Infos:  Meedia, Genderrama, Buch über Talkshows, Noch ein Buch über Talkshows.

USA: Skandal um Planned Parenthood weitet sich aus

(idea) – Der Skandal um den größten Abtreibungsanbieter in den USA, Planned Parenthood (Geplante Elternschaft), weitet sich aus. Zum einen kommen immer grausamere Aufzeichnungen von Organentnahmen bei abgetriebenen Kindern ans Licht. Ferner prüft ein Untersuchungsausschusses des Kongresses jetzt auch mögliche Verbindungen der Regierung von Präsident Barack Obama zu der umstrittenen Organisation. Ihr wird vorgeworfen, Körperteile ungeborener Kinder an Forschungseinrichtungen zu verkaufen, etwa an Stammzell-Labore. Das „Center for Medical Progress“ (Zentrum für medizinischen Fortschritt) hat bereits sieben Enthüllungsvideos solcher Eingriffe veröffentlicht; fünf weitere sollen folgen. 

Unter anderem beschreibt die medizinisch-technische Assistentin Holly O’Donnell, wie sie angehalten wurde, bei einer Gehirnentnahme mitzuwirken. Sie war für die frühere Partnerorganisation von Planned Parenthood „StemExpress“ in einer Abtreibungsklinik in Alameda (Kalifornien) tätig. Dort habe sie erleben müssen, wie einem Kind, dessen Herz noch schlug, der Kopf aufgeschnitten wurde, um das Hirn zu entfernen. StemExpress bietet Forschern „hochwertiges“ Organmaterial zum Kauf an. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben die Zusammenarbeit mit Planned Parenthood wegen der in der Öffentlichkeit aufgeworfenen Anfragen beendet.

19. September 2015: Marsch für das Leben in Berlin

 
Ablauf am 19.09.2015

13:00 Uhr: Beginn mit Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt
(Willy-Brandt-Straße, 10557 Berlin), anschließend Beginn des Marsches. Die Wegstrecke ist voraussichtlich rund 4-5 km lang und rollstuhlgeeignet. Im Anschluss findet ein Ökumenischer Gottesdienst statt. Ende der Veranstaltung gegen 17 Uhr.

Eine Anmeldung zum Marsch für das Leben ist nicht erforderlich.
Die Teilnehmer organisieren Anreise und ggf. Unterkunft selbst oder in Gruppen.
Informationen dazu finden Sie auf dieser Seite.

Organisatorisches: Es gibt keine Sitzgelegenheiten und keinen Wetterschutz. Toiletten (barrierefrei, kostenpflichtig) befinden sich im Hauptbahnhof oder im Berlin-Pavillon an der Scheidemannstraße gegenüber dem Besuchereingang des Reichstags.

Turbo-Abitur: Mehr Schüler wiederholen eine Klasse

Neue Untersuchung zeigt: Schlechte Noten durch das Turbo-Abitur (G8) – immer mehr Schüler müssen eine Klasse wiederholen, schreibt der Schulspiegel am 30.04.15.

Welche Folgen hat die G8-Reform zur Verkürzung der Gymnasialschulzeit in Deutschland? Das wollten Forscher des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) wissen und werteten amtliche Daten des Statistischen Bundesamtes für die Abiturjahrgänge 2002 bis 2013 aus. Ihr Fazit: der Anteil derjenigen, die Abitur machen, ist gleich geblieben, die Abiturienten sind rund zehn Monate jünger als vor der Reform und es gibt mehr Schüler und Schülerinnen als früher, die im Laufe ihrer Zeit am Gymnasium eine Klasse wiederholen, insbesondere in der Oberstufe.

Die Bildungsökonomen Mathias Huebener und Jan Marcus gaben durch die Daten der Studie bekannt: Im neunjährigen Gymnasium wiederholten im Schnitt etwa 14,5 Prozent aller Schüler bis zum Abitur eine Klassenstufe. Durch das G8 stieg dieser Wert um 3,1 Prozentpunkte auf 17,8 Prozent aller Schüler. Jungen wiederholen dabei häufiger eine Klasse als Mädchen.

Vor allem in den letzten Schuljahren vor dem Abitur wiederholten mehr Schüler eine Klasse.

Durch die Schulzeitverkürzung müssen zwar mehr Schüler eine Klasse wiederholen, am Ende aber schaffen ähnlich viele das Abitur. Dieses Ergebnis verwundert die Forscher. Die Klassenwiederholungen spiegelten wohl "nicht automatisch eine Überforderung der Schüler" wider, vermuten die Forscher. Möglicherweise bleiben Schüler freiwillig sitzen, um ihren Schnitt zu verbessern.

So scheint sich also eine neunjährige Gymnasialzeit quasi durch die Hintertür wieder einzuführen - einfach dadurch, dass sich die Schüler die Zeit nehmen, die sie brauchen.

Die armen reichen Promi-Kinder

Sie wachsen im Rampenlicht auf. Sie führen ein Leben im Luxus mit eigener Nanny, Privatlehrern und Stylisten. Die Kinder von prominenter Eltern. Sie haben Rasseln mit echten Diamanten, luxuriöse Kinderzimmer, Kleiderschränke im Wert von Millionen oder sogar eigene Appartements, obwohl sie noch nicht mal laufen können. Aber reichen materielle Werte für eine kindgerechte Erziehung aus?

Die Dekadenz kennt keine Grenzen: So auch bei Blue Ivy Carter (2 Jahre). Sie ist Besitzerin einer Barbie-Puppe, die mit echten Diamanten besetzt ist. Wert: 60.000 Euro! Ihr Kinderzimmer hat zwölfmal so viel gekostet. Mit 720.000 Euro ist es wohl eines der am teuersten ausgestatteten Kleinkindzimmer der Welt. Die Eltern sind Popstar Beyoncé (32) und Shawn Corey Carter (44).

Vom Goldzahn bis zum eigenen Stylisten

Die kleine Tochter von Katie Holmes und Tom Cruise, Suri Cruse trägt im Alter von acht Jahren einen Goldzahn. Madonnas Tochter Lourdes hat einen eigenen Stylisten und einen persönlichen Beautyberater. Auch für die Geburtstage der Kleinen werden Summen investiert, die leicht 100.000 Dollar übersteigen.

Aber ihre berühmten Eltern reisen durch die ganze Welt um zu arbeiten und haben dadurch wenig Zeit für ihre Kinder. Es fehlt ihnen die Nestwärme. Viele Promi-Eltern schleppen ihre Kinder mit auf den “Roten Teppich“, gehen zu Modeschauen und lassen ihre drei jährigen Töchter in Kinderpumps und Stöckelschuhen durch die Stadt laufen. Sie dürfen nicht im Sandkasten spielen. Schon früh müssen sie sich angemessen kleiden, haben eigene Modeberater und sollen auf Fotos möglichst die glückliche Familie wiederspiegeln.

Doch leider geht es oft zu weit. So weit, dass Kleinkinder zu Sexobjekten gemacht werden – von ihren eigenen Eltern: Die Kardashians machen Babys zu Sexobjekten – durch Mini-Lederröckchen - für die ganz Kleinen…

Manche Mütter betrachten ihre Kinder als eine Art Kopie ihrer selbst oder gar als trendy Accessoire. Die armen reichen Starkinder wachsen geprägt von Schein und Überfluss auf und konzentrieren sich mehr auf das, was sie haben, als auf das, was sie sind - oder sein könnten.
Mit Informationen aus Radiohamburg.de

Kinder in armen Ländern sind oft glücklicher

(idea) – Kinder in armen Ländern sind oft glücklicher als ihre Altersgenossen in wohlhabenden Staaten. Das geht aus einer vergleichenden Untersuchung der englischen „Children’s Society“ (Kinder-Gesellschaft) mit Sitz in London hervor. 

Dabei wurden 53.000 Kinder im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren in 15 Ländern nach ihrem Wohlergehen befragt. Am glücklichsten sind die rumänischen Kinder; nur 1,1 Prozent sagten, sie seien mit ihrem Leben unzufrieden. An zweiter Stelle liegt Kolumbien (2 Prozent) vor Spanien (2,4) und Israel (3,2). Die deutschen Kinder bewegen sich im unteren Mittelfeld; fünf Prozent sehen ihr Leben eher als unglücklich an. Sie liegen damit hinter den Kindern aus Äthiopien (3,6) und Algerien (4,4), aber vor Nepal und der Türkei (jeweils 6,1). Auf den letzten Plätzen rangieren Südafrika (7), England (7,1) und Südkorea (9,8).

Bischof Algermissen von Fulda verurteilt Gender

(Freie Welt) Fuldas katholischer Bischof Heinz Josef Algermissen verurteilte im Eröffnungsgottesdienst des am Wochenende stattgefundenen 15. Kongresses »Freude am Glauben« des Forums Deutscher Katholiken Gender-Mainstreaming als eine Ideologie, welche der Wirklichkeit und der Integrität der menschlichen Natur völlig entgegenstehe.

Die diese Ideologie unter den Politikern vertreten, ließen nicht locker, die substantiellen Unterschiede zwischen den Geschlechtern aufzulösen. Dieses bedrohe das christlich-jüdische Werte- und Menschenbild auf dramatische Weise, betonte Algermissen auf dem Kongreß papst- und kirchentreuer Katholiken in Fulda, welcher unter dem Leitwort »Ehe und Familie - gottgewollter Auftrag und Weg zum Glück« stand.

Algermissen richtete an die 1.500 Menschen den dringenden Appell, die Fundamente des katholischen Verständnisses von Ehe und Familie in positiver Weise neu zu verdeutlichen. Eine im Mai vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) vorgelegte Erklärung bezeichnete er als destruktiv für die kirchliche Lehre über Ehe und Familie, obgleich sie vorgebe, zwischen Lehre und Lebenswelt Brücken bauen zu wollen.

Dienstag, 18. August 2015

Grundschulkinder leiden unter hohem Stress

Schon in den ersten Klassen sind die Kinder hohem Stress ausgesetzt. Ein Ländervergleich zeigt die unterschiedlichen Voraussetzungen für die Aufnahme in ein Gymnasium.

Nach vier Jahren Grundschulzeit entscheidet sich für die Kinder wie ihr zukünftiger Bildungsweg aussieht und wer auf ein Gymnasium gehen darf und wer nicht. Das setzt viele Grundschüler und auch ihre Eltern unter Druck. Je weniger die Eltern selbst über den Schulwechsel entscheiden können, umso größer ist der Druck. Dies ergab eine Studie der Universität Würzburg über die Verhältnisse in Bayern und Hessen, für die mehr als 1600 Eltern gefragt wurden, wie belastend für sie und ihre Kinder das Übertrittsverfahren ist.

In Bayern etwa sind es die Lehrer der Grundschule, die Kinder anhand ihres Notendurchschnitts für eine weiterführende Schule empfehlen. In Hessen können die Eltern entscheiden, auf welche Schule sie ihre Kinder nach der vierjährigen Grundschulzeit schicken wollen. Eltern in Bayern fühlen sich durch die bindende Regelung gestresster als Eltern in Hessen, die sich nicht an die Empfehlung der Grundschullehrer halten müssen.

Die Kinder erleben es ähnlich wie die Eltern: In Bayern leiden Grundschüler am meisten unter Stress. Von der dritten bis zur vierten Klasse, in der die Empfehlungen der Lehrer näher rückt, steigt die Belastung "dramatisch" an, wie die Studie weiter zeigt.

Die Wissenschaftler haben untersucht, wie sehr diese Notendurchschnitte die Kinder beeinflussen. Dabei haben sie herausgefunden, dass Viertklässler mit einer Durchschnittsnote von 2,6 in ihrem letzten Zeugnis am stärksten unter Stress leiden.

In Hessen hingegen nimmt die Belastung der Eltern ab, wenn ihre Kinder in die vierte Klasse kommen. Sie sind auch insgesamt zufriedener mit der Übertrittsregelung in ihrem Bundesland.

Mit Informationen aus Spiegel.online

Warum Vater UND Mutter als Eltern immer wichtiger werden

Christiane Jurczik

Es gibt drei Parameter von Armut, die mit den Familien zu tun haben und über die wir in Deutschland mehr diskutieren sollten als bisher: Das sind, als häufigster Armutsgrund nach Arbeitslosigkeit, die Trennungen. Das ist die Kommunikation, das Sprechen in den Familien. Und das ist das Innenleben, die Familienähnlichkeit oder -unähnlichkeit der Kitas. Alle drei Punkte haben mit Werten zu tun, berichtet Die Welt am 07.04.15.

So werden Kinder immer mehr zu Opfern unserer Ich-Optimierung in unserer Unverbindlichkeitswelt. Dies beweisen ein paar einfache Tatsachen, die viele nicht wahrhaben wollen. Zum Beispiel, dass Scheidungskinder später beinahe doppelt so häufig geschieden werden wie Nicht-Scheidungskinder. Dass sie stärker zu Depressionen und Schizophrenie neigen und häufiger kriminell werden. Sie haben Probleme, Nähe aufzubauen und Menschen zu vertrauen. Sie wissen nicht, wie sich Familie anfühlt, sie haben es nie gespürt. Eine Scheidung ist eine Selbstverständlichkeit und kein Schicksalsschlag mehr. Für ein Kind aber ist sie eine Tragödie!

Der amerikanische Politikwissenschaftler und Soziologe Robert Putnam setzt sich in seinem neuen Buch “Our Kids” mit der dramatischen Bedeutung auseinander, die Klassenzugehörigkeit in den USA für die Bildungsbiografien von Kindern erlangt – während ihr ethnischer Hintergrund immer unwichtiger wird.

Deutschland ist nicht Amerika, aber amerikanische Trends erreichen uns in der Regel früher oder später. Das funktionierende, stabile Beziehungen, die auch eine gelegentliche Enttäuschung überstehen, von entscheidender Bedeutung für das Glück der Erwachsenen wie für das Glück der Kinder sind, ist unumstritten und sollte in der öffentlichen Auseinandersetzung eine stärkere Bedeutung bekommen. Eine stärkere Bedeutung jedenfalls als die sehr folgenreiche Freiheit, sich alle paar Lebensabschnitte neu zu entscheiden.

Dabei spielen geradezu reaktionär anmutende Kriterien eine Rolle: Kinder von verheirateten Eltern haben wesentlich bessere Chancen, einen College-Abschluss zu machen, als die Kinder von Nichtverheirateten oder Alleinerziehenden.

Auch in Deutschland sind nicht Kinder das Armutsrisiko, sondern auseinanderbrechende Elternpaare, mit all den materiellen und immateriellen Folgen der Trennung: weniger Einkommen, weil nicht beide Partner voll arbeiten können; doppelte Haushaltsführung; fehlende männliche Vorbilder; Erschöpfung, weil sich zwei Erwachsene besser als einer gegen den Kinderstress feien können, Einsamkeit usw.

Bürgerliche Traditionen sind wertvoll und unverzichtbar

Für das soziale Fortkommen sind unverzichtbar die bürgerlichen Gewohnheiten und Tugenden wie Lesen, Musizieren, Konversation, Manieren und Bedürfnisaufschub. Sie fördern den Zusammenhalt von Familie, Freundschaft Liebe, Geborgenheit und Zugehörigkeit. Diese Gewohnheiten müssten auch in die Kitas übernommen werden. Beispielhafte Ziele wie gesunde Ernährung und Sport sind ja schon angekommen. Auch vorgelesen wird in vielen Kindergärten bereits liebevoll.

Aber eine systematische Debatte darüber, wie nah das Innenleben der Kita der bildungsbürgerlichen Familie kommen darf, werden wir noch führen müssen. Jedenfalls dann, wenn wir der anderen Armut – und damit vielleicht der Armut insgesamt – ernsthaft den Kampf ansagen wollen. Dazu gehört eben mehr, als die Kaufkraft aller Menschen in die Nähe des aktuellen Warenkorbs zu bringen.

Bundesfamilienministerin Schwesig will das Betreuungsgeld für Kitas umzwecken

(Junge Freiheit) Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) hat gefordert, das vom Bundesverfassungsgericht gekippte Betreuungsgeld für Kitas auszugeben. „Wir brauchen zunächst Klarheit in der Koalition, daß die frei werdenden Mittel weiter Kindern und Familien zugute kommen“, sagte Schwesig der ARD.

Nach ihren Angaben geht es dabei um etwa eine Milliarde Euro. „Die frei werdenden Mittel sind in der Kita-Betreuung gut aufgehoben“, betonte die SPD-Politikerin. Grundsätzlich müsse das Geld auf jeden Fall im Familienministerium bleiben. Eine Grundsatzentscheidung der Koalition stehe jedoch noch aus.

Die Geldleistung, mit der Familien unterstützt wurden, die ihre Kinder zu Hause betreuen, war am 21. Juli vom Bundesverfassungsgericht gestoppt worden. Die Richter begründeten dies mit der fehlenden Kompetenz des Bundes in dieser Frage. Die bayerische Landesregierung hatte daraufhin angekündigt, daß Betreuungsgeld erhalten zu wollen. Die SPD-regierten Länder lehnen dies ab.

FAZ: Sexueller Missbrauch in Kitas steigt deutlich an

Die Sonntagsausgabe der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ berichtet in der Ausgabe vom 16. August 2015 über eine deutliche Zunahme von Fällen sexuellen Missbrauchs in Kitas.

Zuletzt machten Vorfälle an einer evangelischen Kindertagesstätte in Wiesbaden Schlagzeilen. Fünf ältere Jungen hätten bis zu sieben jüngere Kinder sexuell belästigt. Als die Mütter der missbrauchten Mädchen Verdacht schöpften, wendeten sie sich an die Leitung, doch diese stellte sich taub, so die FAS. Erst nachdem man sich an das zuständige Dekanat wendete, nahm man den Fall ernst. Inzwischen ermittelt die Kriminalpolizei.

Der Fall in Wiesbaden ist kein Einzelfall. „Die Polizei verzeichnet seit Jahren eine Zunahme bei den Anzeigen wegen sexuellen Missbrauchs“, so die FAS.

Vor allem bei Minderjährigen gebe es eine enorme Zunahme von Anzeigen, so Andrej König, Professor für forensische Psychologie.

Dienstag, 4. August 2015

Neuerscheinung: "Gender – Was steckt dahinter"

Mathias von Gersdorff: Gender - Was steckt dahinter?


Sich anzumaßen, dass es jedem Mensch zusteht, seine eigene sexuelle Orientierung zu wählen, ist die Grundlage der Gender-Ideologie. Mathias von Gersdorff gelingt es, die Hintergründe und Entstehung dieser Ideologie zu beleuchten und auf gut verständliche Weise in die Materie einzuführen. Erläutert werden die Folgen aus Sicht der Betroffenen: der Kinder, der Eltern, der Gesellschaft.


Geb., 128 Seiten, 13,5 x 20,5 cm
€ 14,95 (D), € 15,40 (A)
ISBN 978-3-9454011-4-9

Resultat der Rechtschreibreform: Konfusion in Sprache und Schrift

Christiane Jurczik

„Zehn Jahre nach der offiziellen Einführung der Rechtschreibreform ist die Bilanz dieses obrigkeitlichen Gewaltaktes der Kultusbürokratie an der Sprache so ernüchternd wie eh und je.“ Mit diesem Satz beginnt ein Kommentar von Heike Schmoll in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung anlässlich des Jahrestags der fragwürdigen Vergewaltigung der Sprache durch einige besessene Linguisten. Geködert wurde die Allgemeinheit mit dem Versprechen, den Kindern damit das richtige Schreiben zu erleichtern – ein realitätsfernes Unterfangen. Was sich tatsächlich eingestellt hat, waren unterschiedliche Schreibweisen und Unsicherheit in der Handhabung der Retortenregeln. Die Zweifel wiederum führten zu einer Vernachlässigung des schulischen Rechtschreibunterrichts.

Die Rechtschreibreform hat ausgerechnet in einer Zeit, in der Gleichmacherei ohnehin auf allen Ebenen eingesetzt hat, zu einer sinnentstellenden Entdifferenzierung der Sprache geführt. Das gilt in besonderem Maße für die Getrennt- und Zusammenschreibung. Viele der feinen Unterschiede sind geradezu sprachlich und gedanklich planiert worden.

Heute scheint vielen Schreibern die Rechtschreibung am Allerwertesten vorbeizugehen, jeder schreibt frei Schnauze. Das ist wörtlich zu nehmen, denn auch in der Schule dürfen die Kinder in den ersten Schuljahren nach Gehör schreiben, wobei sich eigenwillige Wortmuster einschleifen, die dann bei vielen Kindern ein Leben lang für Rechtschreibirritationen sorgen.

Dazu deutliche Worte von Heike Schmoll: … die am Ende der Grundschulzeit nicht einmal die kulturellen Standardtechniken beherrschen. …sinnentstellende Entdifferenzierung der Sprache… überaus teuren und überflüssigen Reform… sichtbares Schreibchaos… pseudopädagogisch verbrämten Betrug… In den Schulen haben die mehrere Milliarden teure Rechtschreibreform die Fehlerquote nahezu verdoppelt…

Das Schreiben muss einer allgemeinen Norm folgen

Was dabei auf der Strecke bleibt, ist die Lesbarkeit. Man muss es ständig wiederholen, denn es gerät immer wieder in Vergessenheit: Schrift ist zum Lesen da, das Schreiben ist nur die technische Seite, das Mittel zum Zweck! Und gerade deshalb muss Schreiben einer allgemeinen Norm folgen. Diese zu erlernen ist und bleibt mühsam. Rechtschreibung ist also nur das Vehikel, das die Lesbarkeit der Schrift ermöglicht, und kein peinigendes Selektionsinstrument von Eliten. So lange unser kulturelles und wirtschaftliches Gedeihen auf Schriftkultur basiert, wird die Vermittlung einer genormten Rechtschreibung an die kommenden Generationen unverzichtbar sein. Noch sind die fehlerhaften Texte junger Leute lesbar. Aber mit jeder Generation, welche die Schule verlässt, wird das Schreibchaos zunehmen, trotz technischer Hilfsmittel und Computerkorrekturprogramme. Davor könnte nur eine einheitliche Rechtschreibung bewahren.

Zitat einer Schülerin aus der 8. Klasse: „Mir doch egal weil Yolo und so“ (You only live once) wurde auch noch zum Jugendwort des Jahres 2012 gekürt… noch Fragen? Es gab/gibt immer eine Jugendsprache – leider wird aber in den Schulen keinen Wert mehr auf Deutsch in Schrift und Wort gelegt.

Gefahr durch Legalisierung: Rauschgiftkonsum steigt an

Neue Erkenntnisse zur Legalisierung weicher Drogen: Wie aus dem aktuellen Drogenbericht des UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung hervorgeht, konsumieren eine Viertelmilliarde Menschen Rauschgift. Somit ist die Zahl proportional zur Weltbevölkerung gestiegen.

Besonders der Anteil des Suchtstoffs THC ist in den gehandelten Cannabisprodukten in den vergangenen zehn Jahren gestiegen. THC wird mit Abhängigkeiten und psychischen Erkrankungen in Verbindung gebracht. Diese Entwicklung ist vorwiegend in Europa zu beobachten, parallel zu einer Zunahme von „Heimprodukten“. Zugleich gebe es Anzeichen dafür, dass die Zahl von Gesundheitsproblemen zunehme, die auf Cannabis zurückzuführen sind. Die Zahl von Personen, die deswegen medizinische Hilfe in Anspruch nahmen, ist in Europa zwischen 2006 und 2012 von 45000 auf 49000 gestiegen.

Trotz der erschreckenden Zahlen und der bekannten Risiken, nimmt der Druck in Bezug auf Cannabis, als vermeintlich weiche Droge in Deutschland von Lobbygruppen und Politikern zu, dieses Rauschgift zu legalisieren.

So will der Berliner Alternativbezirk Friedrichshain-Kreuzberg die angeblich “weichen Drogen“ Haschisch und Marihuana legal verkaufen lassen und hat dafür am 26.06.2015 einen Antrag gestellt. Es ist der erste dieser Art einer Kommune. Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) unterschrieb das 25 Seiten umfassende Papier und schickte es an das zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn. In vier Verkaufsstellen sollen die Cannabis-Produkte staatlich kontrolliert registrierten Konsumenten aus dem Bezirk verkauft werden.

Konsum von Cannabis steigt durch Legalisierung an


In dem Unodc-Bericht wird auch die Entwicklung dort, wo Cannabis „legalisiert“ worden ist, erläutert. Ein Beispiel ist der amerikanische Bundesstaat Colorado. Demnach ist der Gebrauch dort stärker gestiegen als im amerikanischen Durchschnitt. Die Zahl an Anrufen bei Gift-Notfallstellen ist sprunghaft gestiegen, ebenso die Inanspruchnahme der Notaufnahmen von Krankenhäusern wegen Verschluckens von (für den Verzehr vorgesehenen) Cannabisprodukten. Zum ersten Mal traten auch Fälle auf, in denen Kinder solche Produkte verschluckten.

Viele Jugendliche sind in die Abhängigkeit gerutscht, weil Kiffen in weiten Teilen der Gesellschaft akzeptiert ist. Trotz der zum Teil heftigen gesundheitlichen und sozialen Folgen gilt Cannabis noch immer als weiche Droge. Sein Konsum wird augenzwinkernd hingenommen, wie jüngst das Beispiel des Grünen-Chefs Özdemir zeigte, der demonstrativ neben einer Hanfpflanze posierte. Damit gewinnt er Sympathien bei seiner Klientel. Wer sich hingegen der verdienstvollen Aufgabe annimmt, Jugendliche vom Kiffen abzuhalten, der gilt schnell als Spießer.

Deshalb brauchen wir einen Stimmungswandel in der Gesellschaft, in der Politik, in der Öffentlichkeit gegen die Verharmlosung von Drogen wie Cannabis. Ein Beispiel kann man sich dabei an der Antiraucherkampagne der vergangenen Jahre nehmen.

Mit Angaben der FAZ vom 26.06.2015

Digitales Lernen in Kitas und Grundschulen schadet den Kindern

Warum Computer bis zum zwölften Lebensjahr tabu sein sollen.

Focus online vom 15.03.2015 berichtet: Aufwachsen ohne digitale Medien - das verlangen die Autoren eines neuen Buchs. Sie behaupten, digitales Lernen schade mehr, als dass es nütze.

Provokanter Titel: „Die Lüge der digitalen Bildung. Warum unsere Kinder das Lernen verlernen.“

Das Werk soll eine Debatte über den Einsatz von digitalen Medien in Kita, Schule und Uni auslösen, hoffen Lembke und sein Co-Autor Ingo Leipner. Ihr Grundsatz: „Computer sollten bis zum zwölften Lebensjahr tabu sein. Insbesondere kleine Kinder sind nicht in der Lage, virtuelle Signale vom Bildschirm zu verarbeiten.“

Keinerlei positive Lerneffekte

Gerald Lembke versichert dem Medium Computer „keinerlei positive Lerneffekte“. Er warnt gar, das Gerät fungiere oft nur als Substitut für Erlebnisse und Denkvorgänge. Lembke: „Das Reflektieren und Verarbeiten von Informationen muss ohne ihn passieren.“ Unter Entwicklungsbiologen und Neurowissenschaftlern sei es Konsens, dass „Computer weder die geistige noch die physische Entwicklung von Heranwachsenden fördern“.

Entschleunigung statt Elektronik. Die beiden Autoren fordern Zurückhaltung und führen Studien als Belege dafür an, dass „digitale Medien mit ihrer Geschwindigkeit, Reizüberflutung und Oberflächlichkeit Lernprozesse untergraben können“. Essenziell sei das unstrukturierte Spielen, nicht das herumtippen auf dem „ersten Lerncomputer“ oder der Fernsehkonsum. Mittlerweile hielten immer längere Bildschirmzeiten (199 Minuten pro Tag bei Sechs- bis 13-Jährigen) Kinder von realen Erfahrungen ab.

Zum Beispiel von der Natur. Laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag der Deutschen Wildtier Stiftung sind die Hälfte der Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren noch nie auf einen Baum geklettert. Fast ein Viertel hat nie oder selten ein Tier in der Wildnis gesehen.