Donnerstag, 23. Mai 2013
Österreich: Mehr Ehen, weniger Scheidungen
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Donnerstag, Mai 23, 2013
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Die Grünen und ein dunkles Kapitel ihrer Vergangenheit
Jetzt kam ans Licht, dass es auch einen Beschluss der Partei zu der Thematik gegeben hat. Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung nahm ein Parteitag am 10. März 1985 das Arbeitspapier „Sexualität und Herrschaft“ in das Programm für die nordrhein-westfälische Landtagswahl auf. Die Kernthese des mit 73 zu 53 Stimmen bei sieben Enthaltungen gefassten Beschlusses lautet: Jede Form von „gewaltfreiem“ Sexualverkehr – auch jener zwischen Kindern und Erwachsenen – müsse straffrei bleiben. In dem Text wird die „gewaltfreie Sexualität mit Kindern“ als „für beide Teile angenehm, produktiv, entwicklungsfördernd, kurz: positiv“ bezeichnet. Führende Politiker wie der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Bundestagsfraktion, Volker Beck, sowie die kinder- und familienpolitische Sprecherin der Fraktion, Katja Dörner, hatten bisher laut der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung immer bestritten, dass es entsprechende Beschlüsse gegeben habe.
In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau räumte Beck im Blick auf den Lüdenscheider Parteitag von 1985 jetzt aber ein: „Es hat einen Beschluss gegeben, in dem eine entsprechende Minderheitsmeinung dokumentiert war. Sie war auch ausdrücklich als solche gekennzeichnet.“ Die Sache habe gleichwohl riesige Wellen geschlagen: „Die Partei korrigierte den Fehler umgehend und strich die missverständlichen Passagen aus dem Programm.“ Beck selbst hatte sich in dem Buch „Der pädosexuelle Komplex“ (1988) für die Entkriminalisierung von einvernehmlichen Sexualkontakten mit Kindern ausgesprochen: „Eine Entkriminalisierung der Pädosexualität ist angesichts des jetzigen Zustandes ihrer globalen Kriminalisierung dringend erforderlich, nicht zuletzt, weil sie im Widerspruch zu rechtsstaatlichen Grundsätzen aufrechterhalten wird.“
Im Interview mit der Frankfurter Rundschau sagte Beck dazu: „Dieser Aufsatz ist gegen meinen Willen vom Herausgeber redigiert worden. Meiner Erinnerung nach fiel Pädophilen-kritisches weg, anderes wurde aufgepeppt.“ Aber auch „in dieser verfälschten Fassung“ habe sich der Text eindeutig gegen die Forderung gewandt, das Sexualstrafrecht abzuschaffen. Beck: „Gleichwohl war auch ich in jener Zeit in dem Irrtum gefangen, dass sexueller Missbrauch und manche pädophilen Handlungen unterschiedliche Tatbestände seien“. 1988/89 hätten ihm neue Forschungen und die Arbeit von Opferhilfe-Organisationen die Augen geöffnet.
Seither sage er ganz klar: „Praktizierte Pädophilie ist in jedem Fall ein Verbrechen. Auch in der politischen Schwulenbewegung hat man viel zu lange über die strukturierte Asymmetrie der Erwachsenen-Kinder-Beziehung hinweg schwadroniert.“ Am 13. Mai hatten die Grünen im Bundesvorstand beschlossen, den Umgang ihrer Partei mit Pädophilie in der Vergangenheit aufarbeiten zu lassen. „Wir wollen genauer wissen, wie lange und in welchem Umfang Gruppen, die völlig inakzeptable pädophile Forderungen nach Straffreiheit für Sexualität von Erwachsenen mit Kindern vertreten haben, innerhalb der Partei wirken konnten“, heißt es in dem Beschluss. Beck sagte dazu: „Ich finde es vernünftig, dass sich jetzt ein Forscher mit dem Thema systematisch auseinandersetzt.“
Mit Informationen aus idea.de
CSU fordert restlose Aufklärung über Grüne Vergangenheit und Kindersex
„Die Grünen wollen anscheinend einen Teil dieser Akten nur deswegen unter Verschluß halten, weil noch aktive Politiker der Partei davon betroffen sein könnten“, sagte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt der Bild am Sonntag.
Gleichzeitig forderte er Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) auf, zu prüfen, inwieweit pädosexuelle-Gruppen in den achtziger Jahren von der grünen Bundestagsfraktion finanziell unterstützt worden seien.
Auch CSU-Chef Horst Seehofer bezweifelte, daß die Grünen - wie von ihnen angekündigt - den Einfluß von Pädosexuellen auf die Partei restlos aufklären wollen. „Das sieht nach einem reinen Lippenbekenntnis aus“, sagte er der Welt am Sonntag.
Die Debatte war anläßlich der Verleihung des Theodor-Heuß-Preises an den Grünen Europaabgeordneten Daniel Cohn-Bendit entbrannt. Diese war von CDU und FDP wegen Cohn-Bendits früherer Äußerungen über Intimitäten mit Kindergartenkindern scharf kritisiert worden.
Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann sprach sich daraufhin für eine Aufarbeitung der Rolle von Pädophilie-Befürwortern in der Anfangszeit seiner Partei aus.
Kurze Zeit später beschloß der grüne Bundesvorstand, einen Wissenschaftler mit einer entsprechenden Untersuchung zu beauftragen.
Der Vorsitzende der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern, Andreas Späth (Sachsen bei Ansbach), hält angesichts der Affäre Rücktritte bei den Grünen „für längst überfällig“. Gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea erklärte Späth: Es könne nicht angehen, dass die Grünen Andersdenkende stigmatisierten – etwa Christen beim Thema Homosexualität –, bei anderen Parteien „wegen jeder Kleinigkeit Rücktritte“ forderten und selbst als „Gesinnungswart“ aufträten, aber den eigenen „Pädosex-Skandal“ mit einem „Sorry – heute sehen wir es auch anders“ beiseite wischten. Laut Späth bedarf es bei den Grünen einer ganzen Reihe von Rücktritten: „Das wäre ein Mindestmaß an politischer Hygiene.“ Daneben müsse eine lückenlose Aufklärung mit Herausgabe aller Akten folgen: „Die Netzwerke zwischen Grünen, Kindesmissbrauch verharmlosenden Wissenschaftlern und Juristen müssen aufgedeckt werden.“ Späth ist Mitherausgeber des 2010 erschienenen Buches „Die missbrauchte Republik“. Darin dokumentieren die Autoren, „wie in Deutschland rund 30 Jahre lang eine kleine, aber verblüffend einflussreiche Lobby sexuelle Aktivitäten von Erwachsenen weitgehend straflos stellen wollte, ja sie geradezu angepriesen hat“. Dabei werden unter anderem „grüne Vorstellungen zum Sex mit Kindern“ beleuchtet. Späth ist auch stellvertretender Präsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften.
Quelle: Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT und IDEA
Piratenpartei lehnt den Begriff “Ehe” und das “klassische Familienbild” ab
Dem Programm zufolge darf der Wunsch, eine Familie zu gründen, „nicht am klassischen Familienbild hängen bleiben“. Die geschlechtliche Identität oder die sexuelle Orientierung dürfe hierbei keine Rolle spielen. Das Ehegattensplitting solle Schritt für Schritt abgeschafft werden. Es passe nicht in das Familienbild der Piraten, da auch kinderlose Ehen finanziell gefördert würden. Die Piraten haben nach eigenen Angaben rund 32.000 Mitglieder. Dem „Sonntagstrend“ des Emnid-Instituts zufolge könnte die Partei derzeit mit einem Stimmenanteil von vier Prozent rechnen.
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Donnerstag, Mai 23, 2013
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Kroatiens Sexualkunde-Lehrplan verfassungswidrig
Die Vertreter von "Grozd" argumentierten vor dem Verfassungsgericht, der Unterricht verstoße gegen die Verfassung und das geltende Schulgesetz. Darüber hinaus stelle er eine Verletzung der UN-Menschenrechtscharta dar. Bis zur Annahme eines neues Lehrplans tritt den Angaben zufolge vorübergehend der im vergangenen Schuljahr gültige Plan in Kraft.
Quelle: KAP
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Donnerstag, Mai 23, 2013
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Chile: „Tag des ungeborenen Kindes“ eingeführt
Am 25. März feiert die Christenheit das Fest „Maria Verkündigung“. Das Hochfest feiert die "Verkündigung" der bevorstehenden Geburt an Maria. Dies ist der Tag neun Monate vor Weihnachten, an dem der Engelsbote Gabriel Maria mit dem "Englischen Gruß" die Geburt Jesu ankündigte.
Durch die Verknüpfung des „Tages des ungeborenen Kindes“ mit dem Fest Maria Verkündigung wollte das chilenische Parlament die Heiligkeit des menschlichen Lebens unterstreichen.
Chile ist eines der wenigen Länder der Welt, in denen die Tötung eines ungeborenen Kindes durch Abtreibung noch als Straftat gilt.
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Donnerstag, Mai 23, 2013
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Labels: Abtreibung
Mittwoch, 22. Mai 2013
Estland: 38.000 Unterschriften gegen „Homo-Ehe“
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| Varro Vooglaid |
Mit der am 15. Mai an Parlamentspräsidentin Ene Ergma übergebenen Unterschriftensammlung protestieren sie gegen einen Gesetzesentwurf des Justizministeriums.
Das baltische Land hat eine Bevölkerung von 1,4 Millionen Einwohnern und 580.000 Haushalten. An die Haushalte wurden Petitionsvordrucke per Post verteilt. Somit nahmen 6,5 % der Haushalte an der Aktion teil, eine sehr hohe Zahl.
Slawomir Olejniczak, Sprecher der Initiative, erklärte, dies sei die bislang größte Unterschriftensammlung in Estland.
Varro Vooglaid, Vorsitzender der „Organisation zur Verteidigung von Familie und Tradition“, erklärte, die Aktion wolle zu einer Aufwertung der christlichen Werte und Prinzipien und zu einer familienzentrierten Gesellschaft beitragen.
Der Erfolg der Unterschriftensammlung ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass Estland eines der säkularisiertesten Länder der Welt ist. Zudem ist leider ein Großteil der Bevölkerung atheistisch.
Junge Union Hessen spricht sich für den Schutz christlicher Symbole und Feiertage vor Blasphemie und Entweihung durch eine Reform des § 166 StGB aus
Der zweite Tagungstag wurde vor allem durch die 121 allgemeinen Anträge geprägt, die von den unterschiedlichen hessischen JU-Verbänden eingereicht wurden. Hierunter fielen auch die Anträge, die aus den Reihen der beiden Flächenverbänden angeregt wurden. Fünf von ihnen befassten sich inhaltlich mit der Stärkung und dem Schutz christlicher Werte und des christlichen Menschenbildes. Hintergrund jener Anträge war u.a. einen Startpunkt für die geplante christliche Kampagne der beiden JU-Flächenverbände zu setzen (PM vom 19.04.2013). Mit breiter Zustimmung der 250 Delegierten beschloss die Junge Union Hessen sich klar zum christlichen Glauben zu bekennen ohne dabei andere Religionen abzulehnen. Zugleich war man sich aber insgesamt auch einig, dass man die Einführung eines gesetzlichen, islamischen Feiertags ablehnt. Auch der inhaltlich recht umfassende Antrag zum Schutz christlicher Symbole wurde mit enormer Zustimmung angenommen.
Religiöse Empfindungen sollen respektiert, die Religionsbeschimpfung und Hetze gegen Christentum und Christen sollen bestraft werden. Weiterhin setzt sich die Junge Union Hessen zum Ziel, das christliche Menschenbild und Wertefundament als Basis eines gesunden gesellschaftlichen Zusammenlebens zu fördern und zu verbreiten.
Die Begründung der Antragsteller:
Ein Beispiel: Beim jährlichen „Marsch für das Leben“ in Berlin wurde am 22.09.2012 wieder für den Schutz der ungeborenen Kinder demonstriert. Zu einer Gegendemonstration unter dem Motto „What the Fuck!“ rief eine Initiative „Gegen christlichen Fundamentalismus und Abtreibungsverbot“ auf. Einer den Schweigemarsch störenden Sprecherchöre lautete: „Hätt‘ Maria abgetrieben, …“ Plakate zeigten ein über ein Kreuz gestülptes Kondom mit dem Slogan „Gib Religion keine Chance“10 und auch ein gekreuzigtes Schwein war zu sehen unter dem Motto „Jesus, du Opfer.“ Zahlreiche Reaktionen bestätigen es: Blasphemie ist in Deutschland in Sachen Islam unmöglich, aber in Sachen Christentum möglich. Dazu hat Pastor Jens Moschmann folgendes mittgeteilt:
„Man stelle sich nur einmal vor, die genannten Beispiele würden sich auf die Inhalte des Korans und auf die islamische Frömmigkeit beziehen. Ein Sturm der Entrüstung würde nicht nur durch die islamische Welt gehen, sondern auch Europa in helle Aufregung versetzen. […] Wenn aber solche Ausfälle gegen Christen gerichtet sind, dann gibt es keinen Aufschrei des Entsetzens, dann wird Artikel 5 des Grundgesetztes
Christine Lieberknecht: Deutschland braucht mehr traditionelles Familienleben
Im Vergleich zu manch anderen Ländern, etwa den USA, seien die Deutschen geradezu „kinderentwöhnt“, sagte die Politikerin in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Die 55-jährige evangelische Theologin, die seit 2009 an der Spitze der Thüringer Landesregierung steht, plädiert dafür, die traditionelle Familie von Mann, Frau und Kindern weiter unter besonderen Schutz zu stellen. Auch wenn man die Lebenswirklichkeit mit anderen Lebensformen anerkenne, lebe die Mehrheit der Bürger „nach wie vor Familie so, wie sie sich seit Jahrhunderten darstellt“.
Lieberknecht warb für das sogenannte „Thüringer Modell“ der Familienförderung, das eine Balance zwischen Betreuungsangeboten und der Förderung der familiären Erziehung durch Frau oder Mann herstellt. „Kinder brauchen die volle Hinwendung der Eltern“, so Lieberknecht, die selbst Mutter von zwei Kindern ist. Sie plädiert nicht nur für den Ausbau von Kinderkrippen, sondern auch für ein Betreuungsgeld für Eltern, die wegen der Kindererziehung auf Erwerbsarbeit verzichten. In Thüringen erhalten Eltern für das erste Kind ein Jahr lang 150 Euro im Monat und für jedes weitere Kind einen Geschwisterbonus. Lieberknecht: „Ich werbe sehr dafür, Mehrkinderfamilien zu fördern, denn wir brauchen sie dringend.“
Bei der Familienplanung sollten Eltern ihrer Ansicht nach nicht immer nur an Geld denken: „Man lebt oft mit bescheidenen wirtschaftlichen Mitteln glücklicher, als wenn beide Eltern berufstätig sind.“ Ermutigung zu Kindern gebe offenbar auch der christliche Glaube. Nirgendwo in Mitteldeutschland gebe es mehr Kinder als im katholischen Eichsfeld; auch hätten evangelische Kirchenmitglieder immer noch mehr Kinder als Konfessionslose. „Gottvertrauen fördere offensichtlich das Ja zu Kindern.“
Lieberknecht äußerte sich auch zur Problematik der zahlreichen Schwangerschaftsabbrüche: „Ich werde nicht müde, die über 100.000 Abtreibungen in einem Jahr in einem so reichen Land wie Deutschland als einen Skandal zu bezeichnen.“ Es stimme sie sehr nachdenklich, dass nur 13 Prozent der Deutschen Abtreibungen als nicht akzeptabel bezeichneten. Dies sei umso unverständlicher als Eltern heute dank der Ultraschalltechnik sehen könnten, dass im Mutterleib ein Mensch heranwachse. Es gelte, mehr zu informieren, zu helfen und zum Austragen zu ermuntern.
Die CDU-Spitzenpolitikerin äußerte sich ferner zu dem mangelnden Vertrauen in die Politik. Einer aktuellen Umfrage der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen zufolge vertraut noch ein Prozent der Deutschen den Parteien. Nach Lieberknechts Ansicht entspricht dieser Wert zwar nicht der Realität, doch verwundere sie das sinkende Vertrauen nicht, wenn sie sehe, „wie sich Politik inszeniert und wie die Medien darüber berichten“. Dies tue ihr insbesondere deshalb leid, weil sich Hunderttausende Mitglieder der demokratischen Parteien für das Gemeinwohl engagieren. Politiker sollten sich wieder bewusst werden, dass sie Vorbilder sein sollten. Politischer Streit müsse nicht in Schimpferei und Polemik ausarten: „So wie wir in der Politik oft miteinander umgehen, würde niemand mit seinem Nachbarn oder Kollegen reden.“
Für Lieberknecht spielt auch das geistliche Leben eine entscheidende Rolle in der Politik: „Mein Tag beginnt nicht mit meinem politischen Terminkalender, sondern mit den Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine.“ Danach versuche sie, die aus dem christlichen Glauben folgenden Werte zu leben – „Vertrauen zu allen Menschen zu haben und ihnen verlässlich zu begegnen“.
Mit Material von idea.de
Koalition sagt Nein: Keine rezeptfreie "Pille danach"
Am Mittwoch lehnten die Regierungsfraktionen entsprechende Anträge von SPD und Linken ab, teilte die Pressestelle des Bundestags mit. Beide Oppositionsfraktionen hatten dafür plädiert, die Rezeptpflichtigkeit aufzuheben.
Die Linksfraktion verwies in ihrem Antrag darauf, die Entlassung aus der Verschreibungspflicht bedeutet keine Freiverkäuflichkeit.
Mit der Apothekenpflicht gebe es auch weiterhin die Möglichkeit der fachkundigen Beratung. Das bezweifelten die Liberalen - eine solche Beratung im "Apothekenverkaufsraum" sei schwer vorstellbar.
Die SPD beschränkte ihre Forderung nach Rezeptfreiheit ausdrücklich auf den Wirkstoff Levonorgestrel und verwies darauf, das Medikament wirke nicht, wenn sich die befruchtete Eizelle bereits eingenistet hat.
Union verweist auf Entwicklungen in Großbritannien und Frankreich
Zudem habe der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in den Jahren 2003 und 2009 die Aufhebung der Verschreibungspflicht empfohlen.
Die Unionsfraktion führte an, in Großbritannien und Frankreich habe die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche nach der Freigabe der Notfallverhütung zugenommen. Zudem sei eine ärztliche Beratung vor der Einnahme grundsätzlich unverzichtbar.
Die Linksfraktion forderte zudem, die gesetzlichen Krankenkassen sollten für Notfallverhütungsmittel bei Frauen bis 20 Jahre zahlen - auch das wurde im Ausschuss abgelehnt. (fst)
um
Mittwoch, Mai 22, 2013
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Labels: Pille Danach
Grüne finanzierten in den 80er Jahren Pädophilen-Ausschuss
Die Grünen haben sich in den 80er Jahren weit stärker für die Interessen der Pädophilen eingesetzt als bisher bekannt. Das berichtete Spiegel Online am 12. Mai. Danach wurde die „Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule, Päderasten und Transsexuelle“, die sich dafür aussprach, Sex mit Kindern zu legalisieren, von der Bundespartei und der Bundestagsfraktion finanziert. Das geht laut „Spiegel“ aus Unterlagen des Parteiarchivs hervor.
Das Nachrichtenmagazin zitiert Kurt Hartmann, ein ehemaliges Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft, mit den Worten: „Die Grünen waren bundespolitisch die einzige Hoffnung für Pädophile.“ Laut „Spiegel“ will der Parteivorstand von Bündnis 90/Die Grünen diesen Monat beschließen, dass unabhängige Wissenschaftler den Einfluss der Pädophilen auf die Partei in den 80er Jahren aufarbeiten sollen.
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Mittwoch, Mai 22, 2013
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Scharfe Kritik geht von Missbrauchsbeauftragten an Cohn-Bendit
Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, hat Daniel Cohn-Bendit scharf angegriffen. Er vermisse bei dem 68-jährigen Grünen-Politiker eine reflektierte Auseinandersetzung zu dessen pädophilen Äußerungen in den 70er- und 80er- Jahren, sagte Rörig dem Münchner Magazin Focus.
Der Bundesvorstand der Grünen hatte Anfang Mai beschlossen, den Einfluss der Befürworter von Pädophilie auf die Partei in deren Anfangsjahren wissenschaftlich aufarbeiten zu lassen. Dies müsse „umfassend und systematisch“ geschehen, erklärte Rörig. Alle Akten und Archive müssten frei zugänglich gemacht und die Ergebnisse vollständig veröffentlicht werden.
Spitzenkandidat Jürgen Trittin hatte unlängst Fehlbeschlüsse der Grünen zu dem Thema eingeräumt. So habe ein NRW-Landesparteitag noch 1985 für die Straffreiheit von Sex mit Kindern plädiert. Bis etwa zu dieser Zeit gab es bei den Grünen auch eine Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule, Päderasten und Transsexuelle.
Cohn-Bendits bisherige Erklärungen wertete Rörig als Bagatellisierung. Es sei ein Problem, dass der Politiker seine damaligen Äußerungen nur als Provokationen verstanden wissen wolle. Vor dem Hintergrund des aktuellen Kenntnisstandes zu den Folgen von Kindesmissbrauch sei dies unangemessen und für viele Betroffene äußerst verletzend. Cohn-Bendit habe der damaligen Pädophilen-Szene viel Futter und Rechtfertigungsgründe gegeben. Es wäre angemessen, das zu benennen und zu bedauern, so Rörig.
Als „wirklich enttäuschend“ bezeichnete der Missbrauchsbeauftragte, dass Cohn-Bendit nicht auf die große Zahl der Missbrauchsfälle an der Odenwaldschule eingehe, deren Schüler er in den 50er- und 60er- Jahren war. „Für die vielen Betroffenen wäre es sicher ein wichtiges Signal, wenn er sich von dem ehemaligen und inzwischen verstorbenen Schulleiter und Pädokriminellen Gerold Becker distanzieren und Solidarität gegenüber den missbrauchten Schülern und Schülerinnen bekunden würde“.
Noch im April 2013 hatte Cohn-Bendit trotz seiner öffentlich bekannt gewesenen Äußerungen den Theodor-Heuss-Preis überreicht bekommen. Nachdem der Preisträger feststand, hatte der vorgesehene Festredner, Andreas Voßkuhle (Präsident des Bundesverfassungsgerichts), öffentlich seine Bereitschaft zurückgezogen, die Laudatio zu halten. Doch dies - sowie heftige Kritik im Vorfeld der Preisverleihung - hielt den Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg, Winfried Kretschman (Bündnis 90/Die Grünen) nicht davon ab, seinerseits eine Laudatio zu halten.
Cohn-Bendit hatte in den 70er- und 80er- Jahren fragwürdige Texte veröffentlicht. So schrieb er 1975 in dem Buch „Der große Basar“ über seine Zeit als Erzieher in einem antiautoritären Frankfurter Kinderladen u.a. wörtlich folgendes: „Mein ständiger Flirt mit allen Kindern nahm bald erotische Züge an. Ich konnte richtig fühlen, wie die kleinen Mädchen von fünf Jahren schon gelernt hatten, mich anzumachen. Es ist kaum zu glauben. Meist war ich ziemlich entwaffnet“. „Es ist mir mehrmals passiert, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Ich habe je nach den Umständen unterschiedlich reagiert, aber ihr Wunsch stellte mich vor Probleme. Ich habe sie gefragt: ‚Warum spielt ihr nicht untereinander, warum habt ihr mich ausgewählt und nicht andere Kinder? „Aber wenn sie darauf bestanden, habe ich sie dennoch gestreichelt“.
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Mittwoch, Mai 22, 2013
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Wieder einmal "erstmals" Menschen geklont?
"Wieder einmal ist jetzt das Klonen menschlicher Embryonen "erstmalig" gelungen. Bei den Wissenschaftlern um Mitalipov ist diesmal zumindest davon auszugehen, daß sie sich seit Jahren intensiv mit dem Klonen befassen und nicht ganz grundlos einen neuen "Durchbruch" öffentlich verkündigen. Viel wirklich Neues enthält dieser erneute Versuch allerdings nicht, denn bislang war bereits bekannt, daß menschliche Embryonen nach einer Eizellspende und deren Zellkernentfernung durch Zellkerntransfer aus einer Körperzelle hergestellt werden können. So waren schon bisher die verschiedenen tierischen Klone wie das Schaf Dolly 1997 und auch menschliche Embryonen bis zum Blastozystenstadium entstanden. Die Überlebens- und Nutzungsfähigkeit schien für die Forscher allerdings bisher noch problematisch und genau hier setzt nun der hoch ambitionierte Klonforscher Mitalipov an, indem er angibt, nachweislich bereits embryonale Stammzellen aus diesen Klonembryonen gewonnen zu haben.
Dies hatte vor wenigen Jahren der koreanische Tiermediziner Woo-Suk Hwang ebenfalls behauptet und wurde nach anfänglicher weltweiter Euphorie bei den Wissenschaftlern dann allerdings als krimineller Betrüger entlarvt.
Die beiden wesentlichen "neuen" Kriterien des eventuell gelungen Klonversuches werden offen beschrieben. Sie sind erschreckend gut dazu geeignet, sehr schnell in den vielen Labors, die weltweit schon in den Startlöchern stehen, kopiert zu werden: Zum einen geht es wohl entscheidend um die "Qualität" der Eizellspenden und damit um die Spenderinnen. Während Hwang noch seine Studentinnen animiert hatte, wird in der US-Studie klar davon gesprochen , daß die Eizellspenderinnen Geld für die nicht ungefährliche ovarielle Hyperstimulation und ihre "Spende" erhielten. Wie hoch die gezahlten Summen waren, wurde allerdings nicht bekannt. Der zweite Faktor war ausgerechnet die Beigabe von Koffein in die Petrischale, welches das Zellwachstum sehr befördert zu haben scheint.
Nun soll erneut das angeblich nur erstrebte "therapeutische" Klonen mit vermeintlichen Heilungschancen für viele bisher unheilbare Krankheiten als Vision in greifbare Nähe rücken. Das Ende jedes Klonverbotes und völlige Liberalisierung des Embryonenschutzes werden bald wieder gefordert werden. Ein entsprechender Gesetzentwurf eines neuen, radikalen Fortpflanzungsmedizingesetzes ist immerhin auch in Deutschland vor kurzem schon von Wissenschaftlern "prophylaktisch" auf den Tisch gelegt worden. Hier sollen belastende Eispenden dann ebenso freigegeben wie Embryonen generell in den ersten Wochen völlig schutzlos gestellt werden. Noch aber gilt das deutsche Embryonenschutzgesetz zurecht weltweit als ethisch vorbildlich.
Keine klinische Studie hat weltweit bisher tatsächlich "Nutzen" und therapeutische Wirksamkeit irgendeines auf pluripotenten Stammzellen basierenden Zelltransplantation-Ansatzes beweisen können. Und noch bleibt das angeblich "therapeutische" Klonen mit seinen vagen Heilungsversprechen unrealistisch. Doch umso entscheidender ist jetzt, den Embryonenschutz konsequent zu verteidigen. Neue Begehrlichkeiten können mit den Klonerfolgen weltweit sehr schnell wachsen. Leider ist gerade vor allem das sogenannte "reproduktive" Klonen jetzt noch deutlich näher gerückt und weckt ganz neue Begehrlichkeiten.
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Mittwoch, Mai 22, 2013
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Dienstag, 21. Mai 2013
Krippenausbau schädigt Gesundheit von Kindern
Studien belegen den Zusammenhang mit aggressivem und hyperaktivem Verhalten durch Stresshormone, die in Krippen ausgelöst werden - diese bedrohen die hochempfindlichen Nervenzellen des sich entwickelnden Gehirns von Kindern.
Vor den negativen Folgen der Krippenbetreuung für unter Dreijährige hat der Kinder- und Jugendarzt Rainer Böhm gewarnt. Der am Sozialpädiatrischen Zentrum Bielefeld-Bethel tätige Mediziner ist seit 2012 Sachverständiger beim Familienausschuss des Deutschen Bundestages.
Böhm zufolge schädigen übermäßige Stressbelastungen in früher Kindheit insbesondere das soziale Gehirn: „Sie erklären den eindeutigen Zusammenhang zwischen der Dauer von Krippenbetreuung und aggressivem, hyperaktivem und ängstlich-depressivem Verhalten, der bei großen und sorgfältig konzipierten Studien, zum Beispiel in den USA oder in der Schweiz, gefunden wurde.“
Nach Ansicht des Sachverständigen leistet sich Deutschland mit dem forcierten Krippenausbau „ein teures, überholtes und kindeswohlgefährdendes Betreuungsmodell. Wesentlich wirkungsvoller und vor allem gesundheitsverträglicher wäre es laut Böhm, „konsequent in die Förderung junger Familien mit kleinen Kindern zu investieren“.
Das Betreuungsgeld ist ein Schritt in die richtige Richtung, „wenn auch ein deutlich unterdimensionierter Schritt in die richtige Richtung“.
Nach Ansicht Böhms ist darüber hinaus ein gerechter Familienleistungsausgleich überfällig, „der jungen Eltern den ihnen bisher in verfassungswidriger Weise vorenthaltenen Finanzspielraum in der Familiengründungsphase eröffnet“. Sein Vorschlag: 18 Monate Erziehungszeit für die Mutter, gefolgt von 18 Monaten für den Vater, mit finanzieller Absicherung, Wiedereinstiegsgarantie in den Beruf und Rentenanwartschaften für beide. „Das wäre ein gleichstellungskonformes und kindeswohlgerechtes Modell, für das es sich zu streiten lohnt“, so Böhm.
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Dienstag, Mai 21, 2013
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Schlafstörungen bei Kindern – es muss nicht immer ADHS sein
Nicht nur Erwachsene tun es, auch Kinder schnarchen. Beobachtungen im Schlaflabor haben gezeigt, dass manche sogar so heftig schnarchen, dass es zu Atemnot und ständigen Weckreizen kommt. "Anders als Erwachsene reagieren Kinder tagsüber darauf aber weniger mit Müdigkeit, sondern mit Zappeligkeit und Unaufmerksamkeit", sagt die Schlafforscherin Sabine Scholle vom Robert-Koch-Krankenhaus Apolda. "Sie werden deshalb oft in die ADHS-Ecke gestellt und fälschlicherweise mit Medikamenten behandelt."
Von diesem Freitag an diskutieren Experten das Thema Schlafstörungen bei Kindern auf einer Tagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) in Jena. Den bisherigen Studienerkenntnissen zufolge trete das eigentlich von Erwachsenen bekannte Schlafapnoe-Syndrom - starkes Schnarchen mit Atemaussetzern - etwa bei sieben Prozent der Kleinkinder auf, sagte Kongressleiterin Scholle. "Zur Abgrenzung von ADHS sollten Kinderärzte fragen, ob die Kinder schnarchen", sagte sie. Nach Angaben der Expertin behandeln mindestens 50 der rund 300 Schlaflabore bundesweit auch Kinder.
Ab wann handelt es sich um eine echte Schlafstörung?
Dazu gehört auch das schlafmedizinische Zentrum Apolda, das 1992 als eines der ersten in Ostdeutschland eröffnet wurde. Es stellt in Jena die nach eigenen Angaben erste nationale Studie zu Normwerten für den Schlaf von Kindern und Jugendlichen vor, in die Daten aus 16 deutschen Laboren eingeflossen sind. "Damit lässt sich abgrenzen, ab wann es sich um eine echte Schlafstörung handelt", sagte Scholle. Die Labore zeichnen mit spezieller Untersuchungstechnik die Körperfunktionen während des Schlafs auf, was etwa einen Überblick über die Zahl der Atempausen oder der Beinbewegungen gibt.
Die DGSM geht davon aus, dass bei etwa 20 Prozent aller Kinder Schlafstörungen auftreten. Dabei spielten neben dem Alter der Kinder auch bestimmte Umbruchphasen in deren Lebensgewohnheiten eine Rolle, etwa der Wechsel der Kita oder der Schulbeginn, sagte Scholle.
Mit Informationen aus Spiegel online
um
Dienstag, Mai 21, 2013
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Labels: Kindheit


