Dienstag, 7. Juli 2015

Kinder beklagen exzessive Smartphone-Nutzung ihrer Eltern

(crn.de) In der diesjährigen Digital Diaries Studie untersuchte das Sicherheitsunternehmen AVG, wie sich Smartphones auf das Familienleben auswirken. Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Kinder (54 Prozent) zwischen acht und 13 Jahren findet, dass die Eltern zu oft auf das Smartphone schauen, und das auch bei familiären Gelegenheiten, wie dem gemeinsamen Essen.

Rund 36 Prozent der Eltern lassen sich zudem bei Aktivitäten durch das Smartphone ablenken, so dass Kinder sich vernachlässigt fühlen. 32 Prozent der befragten Kinder finden sogar, dass ihre Eltern ihrem Smartphone mehr Aufmerksamkeit widmen als ihnen.

Auf die Frage nach der Nutzung der Smartphones war sich übrigens auch die Hälfte aller Eltern einig, dass sie das Gerät zu häufig nutzen. Fast ein Drittel hatte sogar das Gefühl, dass sie kein gutes Vorbild für ihre Kinder sind, was den Umgang mit Mobilgeräten angeht. »Da unsere Kinder immer jünger sind, wenn sie mit Smartphones in Kontakt geraten, ist wichtig, dass wir bei der Nutzung gute Vorbilder sind«, sagt Tony Anscombe, Senior Security Evangelist bei AVG Technologies.

Sterbehilfe-Debatte: Bistum Regensburg plädiert für Sensburg-Entwurf

(Christliches Forum) Die offizielle Internetpräsenz des Bistums Regensburg stellt sich klar hinter den Gesetzesentwurf der CDU-Parlamentarier Sensburg/Dörflinger, der alle Formen der Beihilfe zur Selbsttötung unter Strafe stellen will, also auch eine “private” Mithilfe. borMedia1840101

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer erklärt zur aktuellen Debatte folgendes:  „Wir müssen allen den Rücken stärken, die sich gegen jegliche Form von aktiver Sterbehilfe oder Beihilfe zur Selbsttötung, ob gewerblich oder privat, organisiert oder frei, aussprechen.“

Sodann heißt es auf der amtlichen Bistumsseite weiter:

“Am 2. Juli 2015 fand im Bundestag die erste Lesung von vier Gesetzentwürfen statt, die sich mit der Frage der rechtlichen Regelung der aktiven Sterbehilfe befassen. Die katholische Kirche hat in dieser Frage eine klare Position:

Sie „spricht sich nachdrücklich gegen alle Formen der aktiven Sterbehilfe und der Beihilfe zur Selbsttötung aus. Hilfe beim Sterben durch die sogenannte passive Sterbehilfe (einschließlich der Therapiezieländerung) hingegen sieht sie als ethisch vertretbar an“ (Flyer Sterben in Würde – Worum geht es eigentlich?, Bonn DBK 2014, 2f.).

In der derzeitigen Bundestagsdebatte ist unter den vier Gesetzentwürfen nur einer („Sensburg-Dörflinger-Entwurf“) dabei, der sich in dieser Hinsicht eindeutig für das Leben ausspricht.”

Aids-Kongress in Düsseldorf: HIV Infektionen in Deutschland steigen an

Die Zahl neu gemeldeter HIV-Infektionen in Deutschland ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Die Hälfte der Neudiagnosen wird bei homosexuellen Männern gestellt.

Zahlen zu HIV-Infektionen in Deutschland Ende 2013:
Männer:                     65.000
Frauen:                     15.000
Männer, die Sex mit Männern haben:      53.000
Infektion durch heterosexuelle Kontakte:      18.000
Intravenöser Drogengebrauch:               7.800


Inzwischen lebt fast die Hälfte der HIV-Infizierten in sechs deutschen Großstädten: Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München. In der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen sind es mehr als 2500 Menschen mit HIV.

Im Juni hatte das RKI (Robert Koch Institut) bekannt gegeben, dass die Zahl der HIV-Diagnosen 2013 im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent angestiegen sei. Das aktuelle Infektionsgeschehen wurde dabei aber nicht zwingend gespiegelt - zwischen Infektion und Diagnose vergehen oft Jahre.

In Deutschland ist die Zahl der Neudiagnosen zwar im internationalen Vergleich weiterhin niedrig, doch hat sie sich in den vergangenen 15 Jahren von 1450 auf 3800 im Jahr fast verdoppelt.

Pro Jahr sterben etwa 550 Menschen an den Folgen einer HIV-Infektion.

Quelle: RKI und FAZ

Berliner Universität darf Studenten nicht zur Gender-Sprache zwingen

Der Verkehrswesen-Student Sebastian Zidek hat durchgesetzt, dass er seine Prüfungsarbeiten an der Technischen Universität Berlin nicht mit Binnen-ls, Sternchen oder Unterstrichen in Personenbezeichnungen versehen muss.

Streitursache waren die Richtlinien des Seminars "Einführung in das Verkehrswesen", in denen es hieß, eine "gendersensible Sprache" werde "in einer wissenschaftlichen Arbeit erwartet". Begründet wurde die Forderung am Ende des Absatzes lediglich mit dem Verweis "BMFSFJ 2012". Zideks wissenschaftliche Neugier ließ ihn diese Behauptung nicht einfach schlucken. Stattdessen schrieb er auf den Rat des Portals Science Files hin die Lehrkraft an und verlangte weitere Erläuterungen dazu.

Die Lehrkraft schrieb ihm zurück, das Gendern sei "eine Vorgabe seitens der TU Berlin", deren Nichtberücksichtigung einen Punktabzug zur Folge habe. Außerdem habe es sich "inzwischen als gesellschaftlicher Konsens auch in wissenschaftlichen Ausarbeitungen niedergeschlagen". Und wenn er sich entschließe, eine Prüfung oder Seminararbeit stattdessen nur auf Wissenschaftlichkeit und Lesbarkeit hin auszurichten und dafür eine schlechtere Note bekomme, dann werde ihm "alles diskutieren" nichts helfen.

Keine Rechtsgrundlage für Punktabzug


Daraufhin wandte sich Zidek an die Rechtsabteilung der TU-Berlin, die ihm mitteilte, dass es die von der Lehrkraft behauptete Vorgabe der Universität zur Verwendung einer "gendergerechten Sprache" gar nicht gibt. "Grundlagen für die Bewertung bzw. Benotung einer wissenschaftlichen Arbeit" sind der Rechtsabteilung zufolge üblicherweise Inhalte und Aussagen, weshalb mit den "Modulverantwortlichen [...] diesbezüglich eine Rücksprache unter entsprechenden Hinweisen erfolgen" soll.

Lehrkräfte, die bei Nichtgendern mit Punktabzug drohen, gibt es nicht nur an der TU Berlin, sondern auch an der Berliner Humboldt-Universität, am Geschwister-Scholl-Institut der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, an der Universität Hamburg, der Universität Salzburg, der Fachhochschule St. Pölten und der Fachhochschule des Berufsförderungsinstituts Wien. An diesen Hochschulen war bislang niemand für eine Stellungnahme zu eventuellen Auswirkungen der Entdeckung Zideks erreichbar.


Mit Informationen aus Telepolis

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USA: Dem Urteil pro Homo-Ehe folgt jetzt die Forderung nach der Polygamie

Felizitas Küble
Unter dem Titel “Urteil zur Homo-Ehe inspiriert Polygamisten” berichtet SPIEGEL-online am 3. Juli 2015 über neuere Bestrebungen in den Vereinigten Staaten zugunsten der rechtlichen Anerkennung der Mehrfach-Ehe.

Dabei wird abschließend erwähnt, daß nicht allein die Zustimmung zur Homo-Ehe in den letzten Jahren rasant angestiegen ist, sondern  – wenngleich nicht im gleichen Ausmaß – auch die Akzeptanz der Polygamie: Waren es 2006 lediglich 5%, so sind es Umfragen zufolge heute bereits 16%. cropped-ZIM_5640

Mit welcher Logik will ein Staat Bigamie und Polygamie auf Dauer weiter verbieten, wenn sein oberster Gerichtshof die traditionelle Definition, daß die Ehe eine Lebensverbindung eines Mannes mit einer Frau ist, bereits vom Tisch gefegt hat? 

FOTO: Wird das klassische Ehe-Prinzip (Mann und Frau) aufgehoben, dann wird bald auch die Ein-Ehe hinterfragt

Dieses bewährte Ehe-Prinzip bestand sowohl aus der Frau-Mann-Verbindung wie auch darauf, daß sich dabei ein Mann und eine Frau das verbindliche Ja-Wort geben.

Wenn konservative Christen in der jetzigen Debatte um die Homo-Ehe kritisch darauf hinweisen, daß dieser Schritt auf kurz oder lang weitere Forderungen nach sich ziehen werde, werden sie nicht selten belächelt oder gar verunglimpft – offenbar durchaus zu Unrecht, wie der aktuelle Artikel des “Spiegel” ungewollt klarstellt.

Kesseltreiben gegen die saarländische Ministerpräsidentin

Wir erinnern an die massive Kampagne aus Medien und Politik gegen die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Besonders hartnäckig beteiligte sich hieran die SPD-Politikerin und Ministerin Manuela Schwesig. (Näheres dazu hier: https://charismatismus.wordpress.com/2015/07/03/homo-ehe-ministerin-manuela-schwesig-spd-wettert-weiter-gegen-cdu-politikerin/)

Der mitunter geradezu aggressive Feldzug gegen die CDU-Politikerin bezog sich auf folgende Ansicht, welche die Ministerpräsidentin in der aktuellen Debatte über die Homo-Ehe geäußert hat:

„Wenn wir diese Definition öffnen in eine auf Dauer angelegte Verantwortungspartnerschaft zweier erwachsener Menschen, sind andere Forderungen nicht auszuschließen: etwa eine Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen.“

Hinsichtlich der sexuellen Inzucht unter Geschwistern fordert die “grüne Jugend” schon seit Jahren die Abschaffung der Strafbarkeit.

Der kinderreiche Amerikaner Nathan Collier, so schreibt der “Spiegel”, wolle nun endlich mit den zwei Frauen, mit denen er zusammenlebe, gleichzeitig verheiratet sein –  nicht nur mit seiner ersten Ehefrau.

Er verweist auf die Aussagen des Richters Jon Roberts, der das Homo-Ehe-Urteil u.a. mit der Begründung ablehnt, bei Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe könnten Polygamisten “die gleichen Argumente anführen, die Homosexuelle für die Legalisierung der Homo-Ehe vorbrächten: Wenn ihnen das Recht zu heiraten vorenthalten werde, sei das respektlos und mache sie zu Bürgern zweiter Klasse.”

Obwohl dieser Richter mit seiner Äußerung sowohl vor der Homo- wie vor der Poly-Ehe warnen wollte, wird sein Argument nun von jenen vereinnahmt, die ihrerseits das Recht auf die Mehrfach-Ehe fordern. Damit zeigen sich bereits jetzt genau jene Konsequenzen, auf die konservative Stimmen schon länger mahnend hinweisen.

Felizitas Küble leitet ehrenamtlich das Christoferuswerk, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

Handy-Verbot erhöht Performance von Schülern

(Pressetext) - Schüler arbeiten ohne störende Mobilgeräte effektiver, denn wenn Handys aus Klassenzimmern verbannt werden, bringt dies den gleichen Lerngewinn wie ein um fünf Tage verlängertes Schuljahr. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der University of Texas http://utexas.edu .

"Das Handy ist für Jugendliche ein wichtiges Tor zu Freunden, Bekannten und anderen Kontakten. Es verkörpert an sich also eine Kommunikationsebene. Sobald das Handy auf dem Tisch liegt, liegen quasi auch alle abgespeicherten Freunde dort. Geistig ist man dann sehr leicht bei ihnen, denn sie sind ja nur einen Klick entfernt", erklärt Barbara Buchegger vom Institut für angewandte Telekommunikation http://oiat.at im pressetext-Interview.

Signifikantes Ergebnis

Für ein repräsentatives Ergebnis analysierten die Forscher Schüler an 91 Schulen in vier englischen Großstädten (Birmingham, Leicester, London und Manchester). Beachtet wurden dabei Phasen, in denen Handys zugelassen waren und andere, in denen ein striktes Verbot verhängt wurde. Beim Vergleich der Daten zwischen 2001 und 2013 bemerkten die Forscher einen signifikanten Leistungsanstieg der Schüler, die in Klassen mit Handy-Verbot lernten. Dieser Anstieg bewirkte, dass sie die Abschlussarbeit häufiger bestanden als andere.

"Wir haben herausgefunden, dass der Einfluss des Handy-Verbots etwa das ausmacht, was eine zusätzliche Schulstunde pro Woche bewirken würde", so Wirtschaftsprofessor Richard Murphy. Besonders eher schlechte Schüler profitierten vom Verbot, denn sie verbesserten ihre Leistungen in Schularbeiten um 14 Prozent. Die Zahl der postiven Absolventen stieg deshalb um vier Prozent an. Neue Technologien sind eigentlich dazu da, die menschliche Produktivität zu verbessern. Das ist jedoch nicht immer der Fall. Wenn ein Gerät zu sehr vielen Zwecken genutzt werden kann, kann es ein Störfaktor sein."

Konzentration gefragt

"Wichtig ist, den richtigen Umgang mit dem Handy zu erlernen. Das ist für den einen leicht, für den anderen eher schwierig. Das hängt auch stark mit den jeweiligen Lebensphasen eines Heranwachsenden zusammen. Das Handy bietet in schwierigen Situationen oftmals einen Fluchtweg aus der Realität", erläutert Buchegger abschließend.

Im Gegensatz zu dem Einfluss auf die eher schlechteren Schüler hatte das Handy-Verbot kaum bis gar keine Auswirkungen auf die jeweils Besten einer Klasse. Die Forscher nehmen an, dass besonders leistungsfähige Schüler von ihren Mobilgeräten weniger abgelenkt sind und sie auch weniger benutzen. "Wir können den Grund dafür nicht direkt testen, aber es gibt Anzeichen dafür, dass die besonders guten Schüler sich besser konzentrieren können, während die anderen schneller abgelenkt sind", so Murphy.

Donnerstag, 2. Juli 2015

Bericht der Bundestagsdebatte: Wird Suizidbeihilfe bald zur ärztlichen Standardleistung?

(PM Arbeitskreis "Ethik in der Medizin" der „Christdemokraten für das Leben“) Der Bundestag hat am 2. Juli 2015 in einer sehr offenen Debatte über vier Gesetzentwürfe zur Regelung der Sterbehilfe in Deutschland die folgenden kritischen Eckpunkte erkennen lassen:

Der Gesetzesentwurf Künast (und andere) begehrt ausdrücklich die gesetzliche Möglichkeit der organisierten oder geschäftsmäßigen Hilfe zur Selbsttötung. Verbieten will er nur die gewerbsmäßige Förderung der Selbsttötung.  Er deckt damit sehr klar die Konsequenzen auf, die allen kranken und schwachen Menschen drohen, die sich gegen das organisierte angebliche Mitleid nicht (mehr) wehren können.

Der Gesetzesentwurf Hintze (und andere) plädiert für eine ärztliche Hilfestellung bei der Lebensbeendigung. Er ist deshalb so verwerflich und abzulehnen, weil mit ihm versucht wird, den Arzt   –   und dabei im Zweifel gerade den, der den Kranken besonders gut kennt und ihn bisher mit dem Ziel der Heilung behandelt hat  –  zum Komplizen und Mittäter bei der Tötung seines Patienten zu machen. Dabei wird in Kauf genommen, dass das positive Bild des Arztberufes ruiniert und jedes Vertrauen in den Arzt, der bis zuletzt auf der Seite des Lebens stehen muss, zerstört wird.

Der Gesetzesentwurf von Brand/Griese (und anderen), der derzeit besonders in der CDU/CSU-Fraktion mit prominenten Namen als Unterstützern beworben wird und von den Medien besondere Aufmerksamkeit erhält, beschreibt zwar die gegenwärtige Gefährdungslage gut und deutlich, zieht aber daraus u. E. leider gerade nicht die entsprechenden Konsequenzen, weil er nur die geschäftsmäßige Beihilfe zum Suizid unter Strafe stellen will.

Das genügt aus den unten ausführlicher genannten Gründen nicht, sondern jede Form der einzelnen „privaten“ (sei sie ärztlich assistiert oder durch nahestehende Personen) erfolgten Suzidbeihilfe bleibt weiter unkontrolliert straffrei und gewissermaßen Privatsache.

Den drei Gesetzesentwürfen ist gemeinsam, dass es bei der jetzigen Rechtslage der Straffreiheit der Beihilfe zum Selbstmord verbleiben soll. Damit verstärken sie tatsächlich die Gefahr, die erkennbar von Angehörigen, Nahestehenden und Ärzten und im Antrag Künast zusätzlich von Sterbevereinen ausgeht und deren Konkretisierung absehbar ist.

Keine Straffreiheit für Beihilfe zum Selbstmord

Der Gesetzesentwurf der CDU-Bundestagsabgeordneten Prof. Patrick Sensburg, Thomas Dörflinger, Hubert Hüppe u.a. zeigt nicht nur die Gefahren auf, welche jetzt eine eindeutige Aussage des Gesetzgebers nötig machen. Er greift auch die richtige Lösung auf und verlangt konsequenterweise, daß jede Beihilfe zur Selbsttötung wie auch die Anstiftung und der Versuch dazu staatlicherseits unter Strafe gestellt werden muß.  Logo Christustag
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Das ist auch nach dem, was hier bereits dargelegt wurde, eine zwingende Konsequenz. Nur so nämlich kann der notwendige Lebensschutz für jedermann und vor allem für schwache, kranke und lebensmüde Personen durch einen geeigneten Rechtsrahmen zweifelsfrei gewährleistet werden.

Deshalb unterstützen wir als Christdemokraten für das Leben diesen Gesetzentwurf und hoffen, daß die Abgeordneten des Deutschen Bundestages mit der beabsichtigten Neuregelung der “Sterbehilfe” tatsächlich ein Zeichen der uneingeschränkten Solidarität für Menschen am Lebensende setzen  –  und nicht den Suizid und die straffreie, aktive Mitwirkung durch Ärzte, Pflegende oder Angehörige zur neuen Handlungsalternative am Lebensende machen.

Zu unseren Kritikpunkten im Einzelnen:
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Ein Suizid ist hierzulande keine generell begrüßenswerte, positive Tat, die gesellschaftliche Anerkennung oder Unterstützung erwarten kann. Durch jede Selbsttötung, auch in subjektiv als ausweglos empfundener schwerer Lebenssituation, wird der Respekt vor dem menschlichen Leben zunächst relativiert und kann dadurch immer weiter verloren gehen.

Auch folgt der fehlenden Wertschätzung des eigenen Lebens ein Mangel an Respekt vor dem Leben anderen. Welches Leben ist lebenswert, welches weniger oder welches gar nicht mehr?

Wenn das Grundgesetz im 2. Absatz von Art. 2 feststellt, daß jeder das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit hat, spricht es von aktuellen und zukünftigen Zuständen oder Entwicklungen, aber nicht von einem Recht, das eigene Leben zu beenden. Daß Suizidprävention (bei durchschnittlich 10.000 Selbstmorden pro Jahr) daher heute auch eine wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe ist, zeigt dies ebenfalls.

Selbsttötung ist weder “frei” noch “autonom”

Der Suizid ist in aller Regel keine „autonome” oder “freie“ Tat. Vielmehr geht die Suizidforschung von einem sehr hohen Prozentsatz depressiv erkrankter Suizidenten aus. Suizid ist nie nur “privat”, sondern stets auch eine „soziale“ Tat, die oft aus dem starken subjektiven Eindruck sozialer Ausgrenzung, Ablehnung oder Isolation resultiert. Nachgewiesen sind auch die verstörenden Auswirkungen einer solchen Tat auf das soziale Umfeld.

Eine Selbsttötung löst regelmäßig Bestürzung und Fassungslosigkeit aus. Bei Angehörigen, Freunden, Arbeitskollegen, Mitschülern und sogar bei Fernstehenden entstehen oft dauernde Schuldgefühle, weil sie die Gefährdung des Betroffenen nicht erkannt und seinen Tod nicht verhindert haben. Für Familien hat die Tat oft schwere gesundheitliche, gesellschaftliche, aber auch finanzielle Folgen.

Der Suizid ist keinesfalls das normale Lebensende. Er wird stets als ein Geschehen außerhalb der Norm begriffen und bei allem Verständnis für den Betroffenen auch als ein radikales Gefühl der Wertlosigkeit des Suizidwilligen sich selbst wie anderen gegenüber.

Der Staat muß Menschenleben schützen

Das Recht auf Leben ist im Grundgesetz im Art. 1 als oberstes Menschenrecht festgeschrieben, das der Staat zu schützen hat. Das Grundgesetz beschreibt zwar in Art. 2 Abs. 1 das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, macht aber die Einschränkung, daß dieses Recht nur insoweit besteht, als nicht die Rechte anderer verletzt werden und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstoßen wird.

Daß Selbsttötung im Recht bisher nicht positiv bewertet wird, beweist schon der § 216 StGB, der die Tötung auf Verlangen unter Strafe stellt. Darin bringt unsere Rechtsordnung auch heute schon unübersehbar seine Mißbilligung des Suizids zum Ausdruck. Nach derzeitiger Rechtslage ist sie möglich, denn Beihilfe zum Selbstmord ist nicht unter Strafe gestellt.

Daß dennoch hierüber so intensiv diskutiert wird, ist zunächst auf das in den letzten Jahren vermehrt zu beobachtende Auftreten von sogenannten Sterbevereinen zurückzuführen. Deren Tätigkeit wird allgemein als unethisch abgelehnt, zumal sie im Verdacht stehen, mit der Beihilfe zum Selbstmord  –  also mit dem Tod  –  Geschäfte zu machen.

Da es indessen nicht gelang, eine Formel zu finden, mit der eine organisierte oder geschäftsmäßige Beihilfe zum Selbstmord zuverlässig unterbunden und strafrechtlich sanktioniert werden kann, verlagerte sich die Diskussion auf die Frage, wie Beihilfe zur Selbsttötung positiv beschrieben und so die unerwünschten Nebenerscheinungen vermieden werden könnten. Das kommt natürlich allen jenen, die dem Suizid als „Menschenrecht“ einen positiven Wert zusprechen, sehr entgegen.
Rechtsempfinden der Menschen gegen Suizidbeihilfe

Nach der Statistik gibt es in Deutschland etwa 10.000 vollendete Selbstmorde pro Jahr und etwa 100.000 Selbstmordversuche. Noch vor wenigen Jahren ergab eine Umfrage, daß 93 % der deutschen Bevölkerung die Beihilfe zum Selbstmord für strafbar hielten.

Die Hilfe von Sterbevereinen nehmen jährlich etwa 200 – 300 Personen in Anspruch, also eine im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung verschwindend geringe Zahl, aber das waren bzw. sind jene Personen, um die es angeblich zunächst ging.

Die Debatte dreht sich nur formal vorrangig um diese geschäftsmäßigen „Sterbehelfer“. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen, wie jetzt auch die Bundestagsdebatte zur 1. Lesung des § 217 StGB zeigt, die Frage, ob Ärzte, Angehörige und Pflegende jederzeit straffrei und aktiv am Suizid mitwirken können.

Aufgrund der lebhaften Diskussionen in Politik und Medien zu diesen Fragen und der damit erfolgten Aufklärung über den tatsächlichen Rechtszustand, nämlich die Straffreiheit der Beihilfe, ergibt sich nunmehr eine ganz andere Sachlage. Damit ist die heutige Situation nicht mehr mit der früheren, seit 1871 geltenden, zu vergleichen, als Beihilfe zur Selbsttötung noch weit überwiegend als verboten angesehen wurde oder ein ethisches Tabu war. zeitungen

Inzwischen werden auf allen Vertriebswegen (Presse, Radio, Fernsehen und Internet) von interessierter Seite mögliche Suizidmethoden publiziert, schlimme Einzelschicksale geschildert, um darzustellen, was man auch gar nicht bestreiten kann, daß es leidende Menschen in aussichtsloser, todesnaher Situation gibt, die sich selbst nicht mehr umbringen können und dafür nach der Hilfe eines Dritten verlangen.

Das Leiden ist Bestandteil unseres Lebens

Die Tatsache, daß Leiden unabdingbar zum menschlichen Leben gehört, wird ausgeblendet und stattdessen die Forderung erhoben, daß diese leidenden Menschen für ihr Vorhaben „Sterbehilfe“ von anderen bekommen sollen.

Hauptargument ist, man dürfe in schwierigen Situationen aus Mitleid am Sterben eines Lebensmüden mitwirken. Bei genauer Betrachtung ergibt sich, daß es in vielen Fällen weniger um Mitleid geht als um die eigene Betroffenheit über die Situation des anderen, die man nicht länger aushalten will.

Das wiegt dann schwerer als die Situation dessen, der tatsächlich oder auch nur angeblich Beihilfe zum Selbstmord verlangt. Diese Haltung ist allerdings kein echtes Mitleid, sondern bedeutet Verweigerung der Solidarität ausgerechnet dann, wenn sie am nötigsten ist.

Es ist ja längst bekannt und wird auch in der Diskussion nicht ernsthaft bestritten, daß die meisten Selbsttötungswünsche ihren Grund entweder in einer psychischen Krankheit haben oder aber im Empfinden des Betroffenen, nicht mehr wertgeschätzt, nicht mehr geliebt zu werden, zu nichts mehr nutze zu sein, anderen nur noch zur Last zu fallen, und ihnen darüber hinaus beachtliche Kosten und Mühen zu bereiten.

Bedrängte Menschen brauchen eine helfende Hand

Solchen Menschen darf man ihr Leid nicht dadurch vergrößern, daß man sie in ihren Wunsch, möglichst nicht mehr zur Last zu fallen, durch Suizidbeihilfeangebote unterstützt. Sie brauchen vielmehr eine helfende Hand, durch die sie wieder in das normale Leben zurückgeführt und bei früher oder später zum Tode führender Krankheit liebevoll betreut werden. Geschieht dies, wird der Todeswunsch in den allermeisten Fällen sehr bald und dauerhaft aufgegeben.

Das zeigt, daß Lebensmüde im Zweifel nicht den Tod wünschen, sondern Hilfe in einer Situation, die unerträglich scheint. Der Forderung, Beihilfe zum Suizid aus Mitleid zu leisten, darf deshalb nicht generell straffrei gefolgt werden, zumal diesem Verlangem durchaus eigennützige Gründe zugrunde liegen können. Das gilt keinesfalls nur für Sterbevereine oder geschäftsmäßig erfolgte Mitwirkung, da jeder Einzelfall zählt.

Eigennützige Interessen im Hintergrund möglich

Und auch bei nahen Angehörigen oder sonstigen Nahestehenden gibt es neben dem Mitleid, daß gar nicht bestritten zu werden braucht, die gleich naheliegende Alternative eines persönlichen Interesses, sei es durch Überforderung pflegerischer oder materieller Art, daß der Leidenszustand des Angehörigen mit ihrer Hilfe ein Ende finden möge.
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Wenn die demographische Entwicklung so weitergeht, werden die Alten den Jungen immer mehr zur Last werden. Bei 900.000 Sterbefälle pro Jahr und 2,7 Mio. Pflegebedürftigen bedarf es jetzt größter Anstrengungen, diese Menschen besonders in der letzten Lebensphase jederzeit wertschätzend zu begleiten –  und nicht etwa durch Suizidbeihilfe-Angebote schwachen, kranken oder lebensmüden Personen den Lebensmut zu nehmen.

Lebensschutz dient dem höchsten Rechtsgut

Weder bei behandelnden Ärzten (die dann auch den Totenschein ausstellen können) noch dem persönlichen Umfeld wird im Zweifel ein Staatsanwalt später feststellen können, ob straffreie Beihilfe vorlag oder die schon erwähnte strafbare Tötung auf Verlangen (§ 216 StGB) oder gar Totschlag bzw. Mord. Diese rechtliche Unsicherheit darf in einem Rechtsstaat beim höchsten Rechtsgut nicht hingenommen werden.

Wenn weiter straffrei Sterbebeihilfe geleistet werden kann, wird u.U. bei nicht mehr äußerungsfähigen Kranken, die den Wunsch nach Sterbebeihilfe in einer Patientenverfügung festgeschrieben haben, sehr bald die Forderung kommen, auch die Tötung auf Verlangen straffrei zu stellen.

Denn wenn man Sterbewilligen den Giftbecher hinstellen darf, warum soll man dann z.B. nicht bei Komapatienten mit früher festgestellten Sterbewunsch aktiv „helfen“ dürfen?  –  Die grundsätzliche Rechtsfrage der Strafbarkeit einer Beihilfe zum Suizid sollte jetzt eindeutig geregelt werden.

Denn es besteht bereits erkennbar die abstrakte Gefahr, daß die bisher straflose Beihilfe zum Selbstmord gerade für kranke und schwache Menschen zunehmend zu einer konkreten Lebensgefahr wird. Hier ist der Staat schon aus Gründen der Gefahrenabwehr gehalten, diesem Problem durch klare Rechtsvorschriften entgegenzutreten.“

Berliner CDU-Mandatsträger gegen Homo-Ehe

In einem Rundschreiben an alle Mitglieder haben 17 Mitglieder des Abgeordnetenhauses ihre ablehnende Haltung gegenüber einer Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare begründet. 

Sie schreiben: Die CDU Deutschlands hat in ihrem Grundsatzprogramm von 2007 ausdrücklich klargestellt, dass die Ehe nur zwischen Mann und Frau geschlossen werden kann. Daran halten wir fest. Öffnung der „Ehe für Alle“ ist Eingriff in die Werteordnung Eine Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Partnerschaften und die damit verbundene Aufgabe des traditionellen Eheverständnisses stellt die Werteordnung unserer Gesellschaft in einem für uns grundlegenden Punkt in Frage. Die Ehe soll ohne Not neu definiert werden und damit als gesellschaftliche Institution in ihrer jetzigen Form nicht erhalten bleiben. Dies lehnen wir ab.

Unterzeichnet haben das Schreiben die Abgeordneten Burkard Dregger, Michael Freiberg, Michael Garmer, Andreas Gram, Christian Hausmann, Robbin Juhnke, Claudio Jupe, Joachim Krüger, Niels Korte, Stephan Lenz, Joachim Luchterhand, Sven Rissmann, Stefan Schlede, Jürn Jakob Schultze-Berndt, Cornelia Seibeld, Roman Simon und Kurt Wansner. Unterstützt wird es vom ehemaligen Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen, dem Landesvorsitzenden der Jungen Union Christoph Brzezinski, dem Mitglied des Europäischen Parlaments Joachim Zeller und dem Abgeordneten des Deutschen Bundestages Philipp Lengsfeld.


Dienstag, 30. Juni 2015

Jutta Ditfurth beklagt “geringe” Zahl der Abtreibungen und wettert gegen Lebensrechtler

Foto: Christoph Kämper /Wikipedia
Felizitas Küble

Die frühere grüne Politikerin Jutta Ditfurth erklärte bereits 1988 im Alter von 36 Jahren, ihre zwei Abtreibungen seien für ein “lustvolles, knapp zwanzigjähriges Geschlechtsleben relativ wenig.“   – 1991 verließ sie die Grünen, deren Bundessprecherin sie in den 80er Jahren war, und beklagte eine angebliche “Rechtsentwicklung” der Partei. Ditfurth war sodann einige Zeit als ehrenamtliche Funktionärin der Gewerkschaft “IG Medien” aktiv.

25 Jahre nach der Einführung des reformierten §218 beschwert sich die ultralinke Publizistin darüber, daß es in Deutschland  – wie sie meint – so “wenige” Abtreibungen gäbe; sie spricht gar von einer “auf verrückte Weise niedrigen Zahl”.

Dabei geht sie von der ohnehin unrichtigen Zahl von rd. 100.000 Abtreibungen aus (aber selbst dies wären eben 100.000 zuviel!), die sich aufgrund der Daten des Statistischen Bundesamtes ergeben; die tatsächliche, weitaus höhere Abtreibungszahl würde auf den Abrechnungen der Krankenkassen beruhen, welche die vorgeburtlichen Kindestötungen entweder direkt oder indirekt (über staatliche Fonds) finanzieren.

In einem am 30. Juni 2015) veröffentlichten Gespräch mit dem “Deutschlandradio” verdeutlicht Ditfurth, daß ihr die derzeitige Abtreibungsfreiheit noch lange nicht weit genug geht; vielmehr seien die minimalen gesetzlichen Rest-Bestimmungen zugunsten des Lebensschutzes eine “Giftquelle” und der §218 ein “verfluchter Paragraph”, weil er den Frauen die “Entscheidung über ihre Sexualität und über ihre sexuelle Reproduktion” nicht selbst überlasse. 

Abgesehen davon, daß der §218 sich in keiner Weise in die “Sexualität” als solche einmischt, bleibt die Entscheidung über die sogenannte “sexuelle Reproduktion”  – also die Fruchtbarkeit   – ebenfalls der Frau überlassen, allerdings vor der Zeugung menschliches Lebens; der Staat nimmt lediglich (in einem bedauerlich geringen Ausmaß) eine Art Restverantwortung für das Lebensrecht des ungeborenen Kindes wahr, wie es das Bundesverfassungsgericht von ihm ausdrücklich verlangt hat.

Ditfurth erklärt außerdem, die zweifachen Abtreibungen seien ihr nicht schwergefallen: Die Entscheidung “war einfach klar”, sagt sie und beschwert sich sodann über den angeblich wachsenden “Einfluß” der Lebensrechtler, die sie nicht nur als “rechtspopulistische Bewegung” bezeichnet, sondern öffentlich als “sexistische Arschlöcher” beleidigt.  

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


Aufruf - "Die Linke" will MARSCH FÜR DAS LEBEN blockieren

Mathias von Gersdorff

Die Partei „Die Linke“ ruft zu einer Blockade des „Marsches für das Leben“ auf. Dieser ist für den 19. September 2015 in Berlin geplant.

In einer Stellungnahme mit der Überschrift „Marsch für das Leben blockieren - Paragraph 218 abschaffen“ erklärt die Bundesgeschäftsstelle der Linken:

„Ich rufe alle auf, sich den Protesten gegen Neokonservative und christliche Fundamentalistinnen und Fundamentalisten anzuschließen und am 19. September für das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung auf die Straße zu gehen.“

Dieser Aufruf ist ein offensichtlicher Angriff auf das Versammlungsrecht, welches in Deutschland verfassungsrang besitzt.

Darüber hinaus strebt die „Linke“ eine Abschaffung des § 218 StGB Buch an. Mit folgender Begründung:

„Das Recht auf Selbstbestimmung über den eigen Körper ist ein Menschenrecht. Dass sich Frauen in Deutschland noch immer nicht ohne Beratungszwang für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden können, ist beschämend.“

Für die „Linke“ ist offenbar unerheblich, dass nach dem Grundgesetz in Deutschland der Mensch von der Zeugung an ein Recht auf Leben hat (obwohl dieses in der Praxis missachtet wird).


Wir lassen uns von dieser linken Agitation nicht einschüchtern!


Dieser unverschämte und aggressive Aufruf kann für die anständigen Menschen in Deutschland nur bedeuten: Sich massiv am „Marsch für das Leben“ zu beteiligen und den Linken Chaoten die Stirn bieten.

Deutschland: Neun von zehn Schülern nehmen ihr Handy mit in die Schule

Musik hören, Tafelbilder fotografieren, chatten, spicken und im Netz nach Informationen suchen – Smartphones gehören zum Schulalltag. Eine Umfrage ergab: Über 90 Prozent der Schüler nehmen ihr Handy mit zur Schule.

Neun von zehn Schülern (92 Prozent) gaben in einer am Dienstag vom Digitalverband Bitkom veröffentlichten Umfrage an, ihr Handy mit in die Schule zu nehmen. Die allermeisten Jugendlichen (87 Prozent) nutzen es, um Musik zu hören. Drei Viertel der Schüler (74 Prozent) fotografieren mit dem Mobiltelefon aber auch Tafelbilder. Mehr als jeder Zweite (56 Prozent) sucht während des Unterrichts nach Informationen zum Lehrstoff. Jeder zehnte Schüler gibt zu, mit dem Handy zu schummeln.

Zwei Drittel (66 Prozent) der Schüler gaben in der Umfrage an, dass die Benutzung von Handys und Smartphones während des Unterrichts untersagt ist. Fast jeder fünfte Schüler (18 Prozent) berichtete demnach sogar von einem generellen Handy-Verbot im Unterricht und während der Pausen. Für die laut Bitkom repräsentative Befragung wurden bundesweit 512 Schüler im Alter von 14 bis 19 Jahren befragt.

In den meisten Schulen herrscht handyfreie Zone – im Unterricht sowieso. Stellt sich nun die Frage: Wo sind denn nur die Lehrer wenn die Schüler im Unterricht so eifrig Musik hören und chatten? Oder sind nur die Dioptrienzahlen zu korrigieren?

Mit Angaben der Frankfurter Allgemeine
Zeitung

Familienpolitik: Neues von der Jungen Union (JU)/Strohfeuer oder Beginn einer sachlichen Auseinandersetzung?

(PM Verband Familienarbeit) Der Vorsitzende der Jungen Union (Jugendorganisation der CDU/CSU), Paul Ziemiak, fordert eine neue Familienpolitik. U. a. schlägt er eine Sonderabgabe für Kinderlose in Höhe von 1 % des Bruttoeinkommens vor (für Eltern mit einem Kind von ½ %), um mit diesem Geld Eltern bei Geburt eines Kindes zu entlasten, z. B. durch ein „Begrüßungsgeld“ für Neugeborene von 1000 €. - Leider ist damit zu rechnen, dass der Vorschlag schnell mit vorgeschobenen und populistischen Argumenten zerredet wird, wie: „Kinder sind Privatsache“ oder „Kinderlose dürfen nicht bestraft werden“. Tatsächlich beeilte sich Christian Bäumler, stellvertretender Vorsitzender der CDA (Arbeitnehmerschaft der CDU) bereits zu erklären, er halte eine Sonderabgabe für Kinderlose für „mittelalterlich“.

Der stellvertretende Vorsitzende des Verband Familienarbeit, Johannes Resch, meint dazu:

„Die Junge Union ist gut beraten, mit ihren Vorschlägen dort anzusetzen, wo die Probleme entstanden sind, nämlich bei der Sozialpolitik des Urvaters der CDU, Konrad Adenauer. Besonders durch die Rentenreform 1957 wurde die Alterssicherung, die nicht erst seit dem Mittelalter, sondern seit Adam und Eva durch die Erziehung eigener Kinder erarbeitet worden war, plötzlich an die Erwerbsarbeit gebunden. 


Seitdem profitieren Eltern von ihren eigenen Kindern weniger als ihre kinderlosen und deshalb uneingeschränkt erwerbsfähigen Nachbarn. Seitdem wird Erwerbsarbeit doppelt bezahlt (durch Lohn und Rente), während die Kindererziehung keine adäquate Gegenleistung mehr erfährt (weder Lohn noch Altersversorgung). Durch die Sozialpolitik Adenauers wurde der familiäre Generationenvertrag (Eltern versorgen ihre Kinder und werden dafür im Alter wieder von ihren Kindern versorgt) zerstört und durch ein gewaltiges Umverteilungssystem zu Lasten der Eltern ersetzt. So sind Kinder zum Armutsrisiko geworden. - Der Vorschlag von Herrn Ziemiak geht zwar in die richtige Richtung. Aber der Korrekturbedarf muss am Umverteilungseffekt unseres Sozialrechts gemessen werden. Da ist eine einmalige Leistung von 1000 € sicher nicht ausreichend.“

Gertrud Martin, die Vorsitzende des Verbands Familienarbeit ergänzt:“Um dieses Armutsrisiko zu umgehen, ist ein Ausgleich durch eine Sonderabgabe aus dem Geld, das Kinderlose nicht für Kinder ausgeben müssen, durchaus angezeigt. Dabei ist es nicht von Belang, welche Ursache die Kinderlosigkeit hat, die – wenn sie ungewollt ist – ein schwer zu ertragendes persönliches Schicksal sein kann. Statt einer Gebärprämie von 1000 € schlägt der Verband Familienarbeit allerdings ein Erziehungsgehalt für die Eltern vor, das sie wahlweise für eigene Betreuungsleistung oder zugunsten eigener Erwerbstätigkeit zur Bezahlung einer Fremdbetreuung ihrer Wahl (Kinderkrippe, Tagesmutter, Großeltern u. a.) einsetzen können.“

Privatschulen: Nachfrage größer als das Angebot

Immer mehr Eltern möchten ihre Kinder lieber auf eine Privatschule geben. Das geht aus einer aktuellen Studie des Privatschulverbands hervor. Grund dafür ist meist die individuellere Betreuung.

Ein außerdem überraschendes Ergebnis der Studie: Je niedriger der Bildungsabschluss der Eltern, umso größer der Wunsch nach einer Privatschule. Unter den Eltern mit Hauptschulabschluss sähen 37 Prozent ihr Kind gerne an einer Privatschule.


Im Auftrag des Verband Deutscher Privatschulverbände (VDP) wurden bundesweit etwas über 1000 Eltern minderjähriger Kinder durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragt. Privatschulen seien weiterhin „eine gefragte Alternative“, heißt es – und müssten deshalb staatlich stärker gefördert werden, berichtet der Tagesspiegel am 22.04.2015.

"Das hat uns überrascht. Aber auch freudig überrascht. Also wir finden das sehr gut und führen es darauf zurück, dass das Thema Bildung in der Bevölkerung angekommen ist. Insofern ist es sehr wichtig, dass wir über Bildung sprechen und wir uns darüber Gedanken machen, dass Bildung nicht gleich Bildung ist“, sagt Petra Witt, die Präsidentin des Privatschulverbandes VDP. Etwa 10 Prozent der Kinder besuchen momentan eine Schule in freier Trägerschaft, aber etwa 30 Prozent der Eltern wünschen sich eine solche Schule für ihr Kind. Die Nachfrage ist also größer als das Angebot.

Laut VDP stiegen die tatsächlichen Schülerzahlen an freien Schulen in den letzten zehn Jahren um 17 Prozent. Verglichen mit den Elternwünschen sei die Nachfrage aber weit größer als das Angebot.

"Das ist sehr bedauerlich. Und wir würden uns natürlich sehr wünschen, dass wir als freie Schulen auch in unseren Gemeinden, vom Staat und vom Land auch unterstützt werden in den Bemühungen, dieses Angebot auszuweiten. Denn auch das ist ganz wichtig: dass das Angebot in der Nähe ist. Also da, wo die Familien und die Kinder wohnen."

Die meisten Privatschüler gehen bundesweit auf Gymnasien, nämlich mehr als ein Drittel. Es folgen Realschulen (14,7 Prozent), Grundschulen (12,3 Prozent) und Freie Waldorfschulen (11,2 Prozent). Insgesamt gibt es derzeit fast 5700 privat getragene Schulen in Deutschland, das ist fast ein Drittel mehr als noch 2003. Verglichen mit 1992 sind es sogar 76 Prozent mehr. Dieser hohe Anstieg erklärt sich zu großen Teilen auch durch einen Nachholbedarf in Ostdeutschland, weil in der DDR kaum private Schulen existierten. Heute gehören die ostdeutschen Länder zu denen mit dem höchsten Privatschulanteil. Zum Vergleich: Insgesamt gibt es in Deutschland fast 34 000 staatliche Schulen.

Schnell und flexibel auf Veränderungen reagieren

Das Ergebnis der Studie ist eine Steilvorlage für den Privatschulverband, der natürlich politische Forderungen damit verbindet. Zum Beispiel die, dass die staatliche Förderung für private Ersatzschulen 80 bis 85 Prozent aller Kosten decken sollte - und bei der Berechnung der Zuschüsse nicht nur die Lehrergehälter berücksichtigt werden. Wichtig sei es auch, Neugründungen zu erleichtern und die Wartezeiten für Neuanträge zu verkürzen.


Verkürzte Kindheit durch Frühförder-Wahn und warum Chinesisch-Kurse für Kleinkinder unsinnig sind

Vom Rechenspiel über Englisch- und Chinesischunterricht bis hin zur musikalischen Früherziehung sollen Kurse abseits vom Kindergarten die Kinder fit für die Schule machen. Auch etliche private Anbieter wollen inzwischen die vermeintliche Lücke zwischen Kita und Schule schließen, berichtet Die Welt am 16.05.15.

"Eltern haben oft das Gefühl, sie müssten ihre Kinder auf das, was kommt, vorbereiten", sagt Renate Zimmer, Direktorin des niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung. "Dabei ist Spielen die beste Basis für eine gute weitere Entwicklung der Kinder." Es gebe ganz klar die Tendenz, immer nur auf die nächste Institution zu sehen, die der Nachwuchs demnächst besuchen wird. Im Kindergarten wird über die Schule nachgedacht, zum Ende der Grundschule an die nächste weiterführende Einrichtung, zum Abschluss der Schulzeit dann an Universität oder Ausbildung.

Kindheit sollte nicht verkürzt werden

Von dem Begriff "Vorschule" als Übergang vom Kindergarten in die Grundschule hält Zimmer nur wenig. "Spezielle Angebote braucht man nicht", sagt die Erziehungswissenschaftlerin. Sie spricht gar von einer "verkürzten" Kindheit, die Eltern ihren Sprösslingen zumuten, wenn sie sie zu Kursen für erstes Lesen, Schreiben oder Rechnen schicken. Noch schlimmer sind für die Bildungsexpertin Fremdsprachenangebote. "Es ist längst wissenschaftlich erwiesen, dass das nichts bringt", sagt Zimmer. Es sei denn, die Kinder wachsen sowieso mehrsprachig auf oder haben eine Bezugsperson regelmäßig um sich, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.

Das Lernbedürfnis der Kinder sei sowieso sehr groß – auch ohne spezielle Förderung vor Schulbeginn.

Wer sind die Nutzer von sozialen Medien?

In Europa ist Deutschland so ziemlich das einzige Land, in dem ungebildete Leute in sozialen Netzwerken präsenter sind als gebildete.

Die deutschen Bürger mit höherer Bildung, wie Hochschulabschlüsse und Berufsakademien, nutzen im europäischen Vergleich die sozialen Medien weniger. In den meisten europäischen Ländern nutzen Menschen mit hohen Bildungsabschlüssen soziale Medien häufiger als niedrig gebildete Menschen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 26.03.15.

In Deutschland ist es genau andersrum, wie die Grafik von Statista. zeigt. Somit scheinen Hochgebildete in Deutschland den sozialen Netzwerken und neuen Medien wie Facebook, Twitter und Co. Mit mehr Skepsis zu begegnen, als die weniger Gebildeten.