Dienstag, 26. August 2014

Manuela Schwesigs „Kinderrechte“ sollen Elternrechte schwächen und Staatsmacht stärken

Mathias von Gersdorff

Von Zeit zu Zeit wird das Thema „Kinderrechte in die Verfassung“ hervorgeholt, ohne damit bislang Erfolg gehabt zu haben. Nun macht sich die amtierende Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) daran. Die Begründung für die Notwendigkeit gesonderter Rechte für die Kinder wird stets nach folgendem Muster gestrickt: Immer mehr Kinder werden vernachlässigt, mißhandelt und mißbraucht. Werden Kinder aus diesen Gründen der Obhut der leiblichen Eltern entzogen, kommen sie zu Pflegeeltern. Doch auch dann erlischt das Erziehungsrecht der leiblichen Eltern nicht, so daß das Kind eventuell nach einer gewissen Zeit zu ihnen zurückkehren muß, auch dann, wenn es sich bei den Pflegeeltern wohlfühlt.

Die gegenwärtige Demarche der Bundesfamilienministerin hat genau diese Situation im Auge. Geht es nach ihr, soll es Jugendämtern und Gerichten – also dem Staat – leichter gemacht werden, Kinder bei den Pflegeeltern zu belassen. Dies käme einer (weiteren) Einschränkung der Erziehungsrechte der leiblichen Eltern gleich.

Bei Schwesigs Konzept wird eines sehr deutlich: „Kinderrechte in die Verfassung“ bedeutet „weniger Elternrechte“. Beide stehen nach Auffassung von Schwesig und anderer linker Politiker in Konkurrenz.

Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft

Selten erwähnen diese Politiker, daß im Grunde die Rechte des Staates über das Kind in Konkurrenz mit den Elternrechten stehen, denn „Kinderrechte“ in die Verfassung aufzunehmen bedeutet automatisch eine größere Einflußnahme des Staates auf die Belange der Kinder.

Man könnte nun einwenden, hier würde der Teufel an die Wand gemalt, denn Schwesig hätte bloß die Kinder im Blick, die mißhandelt und vernachlässigt werden. Dieser Einwand ignoriert aber die Tatsache, daß Schwesigs Aussagen und Politik systematisch gegen die traditionelle Familie gerichtet sind.  An ihren eigenen Aussagen wird überdeutlich, daß die Familienministerin den klassischen Begriff von Ehe und Familie von Herzen ablehnt. Der Gedanke, die traditionelle Familie könnte einen Vorteil gegenüber anderen Partnerschaftsformen aufweisen, ist ihr zuwider.

Das Grundgesetz fokussiert auf die Elternrechte und auf die Ehe, weil es noch davon ausgeht, daß sich die Gesellschaft aus Familien und nicht aus Individuen zusammensetzt. Die Familie ist die Keimzelle der Nation und nicht der einzelne. Aus diesem Grund darf der Staat in das Familienleben nur in Notfällen eingreifen, wie eben im Fall von Mißhandlung und Vernachlässigung.

Kommunistische Anklänge

Mit solchen Gedanken kann Manuela Schwesig offenbar nichts anfangen. Für sie ist Familie eine per Zufall zusammengewürfelte Gruppe von Menschen. Wäre das tatsächlich so, dann könnten nur einzelne Individuen Träger von Rechten und Rechtssubjekte gegenüber dem Staat sein. Nach ihrer Auffassung von „Kinderrechten“ stünden dann Eltern und Kinder äquidistant zum Staat. Ob sie eine Familie bilden oder nicht, wäre unerheblich.

Spätestens hier wird deutlich, wie stark Manuela Schwesig vom Kommunismus der DDR geprägt wurde. Im Kommunismus gibt es nur den einzelnen Menschen, der wie ein isoliertes Atom in der Gesellschaft lebt. Zwischen dem einzelnen und dem Staat gibt es keine intermediäre Organisation, vor allem keine Familie, die in irgendeiner Weise vom Staat unabhängig ist.

Mit dieser Monopolfunktion ausgestattet, ist nur der Staat für den Schutz und die Erziehung zuständig. Politiker à la Manuela Schwesig haben deshalb auch keinerlei Verständnis für die Sorgen der Eltern, die ihre Elternrechte noch ernst nehmen und gegen groteske Projekte wie den „Bildungsplan 2015“ in Baden-Württemberg protestieren. Für diese Politiker sind dies Homophobe, die fast am Rande der Legalität agieren. Für solche Politiker ist der Staat auf jeden Fall berechtigt, den einzelnen – auch die Kinder – entsprechend ihrer Staatsideologie zu formen. Gegenwärtig ist das die Gender-Theorie und das Gender-Mainstreaming.

Für Ehe und Familie eintreten ist der beste Weg

Erschütternd, daß eine Person, die offenbar überhaupt keine emotionale Beziehung zur Institution Familie empfindet, Bundesfamilienministerin sein kann. Das ist so widersinnig, wie ein Bundeswirtschaftsminister, der keinen Sinn im Recht auf Privateigentum oder ein Bundesjustizminister, der keinen Sinn in den Grundrechten sieht.

Hier sollen die Verbrechen an Kindern nicht verharmlost werden. Doch die bestehenden Gesetze sind ausreichend, um Kinder vor Mißhandlungen und Verwahrlosung zu schützen. Das Augenmerk muß ein anderes sein: Die steigende Zahl von mißhandelten Kindern ist ein Symptom der Dekadenz der Familie in Deutschland. Schwesig will dieser Dekadenz mit einer weiteren Schwächung der Eltern entgegentreten, doch genau das Gegenteil ist notwendig: Nur durch eine Stärkung der traditionellen Familie wird die Zahl der Verbrechen an Kindern sinken.

Was Deutschland wirklich braucht, sind keine linkslastig definierten „Kinderrechte“, sondern eine Stärkung der Familienkultur. Sämtliche Studien beweisen, daß Kinder am besten bei ihren Eltern aufwachsen. Studien beweisen, daß Kinder am besten in stabilen Vater-Mutter-Familien aufgehoben sind. Die Bundesregierung sollte hier ansetzen und Programme entwickeln, die das Ansehen der klassischen Ehe und Familie in der Gesellschaft erhöhen und die Bedingungen, eine traditionelle Familie zu gründen, verbessern.

Zuerst erschienen in der Jungen Freiheit am 19. August 2014

Richard Dawkins: Down-Syndrom-Kinder abtreiben

(idea) – Der atheistische Evolutionsbiologe Prof. Richard Dawkins (Oxford) hat sich dafür ausgesprochen, ungeborene Kinder mit Trisomie 21 (Down Syndrom) abzutreiben. Ein solcher Fötus habe keine „gesteigerte Fähigkeit“, sagte er in einer Diskussion via den Kurznachrichtendienst Twitter. Dort hatte er auf einen kritischen Artikel über die restriktive Abtreibungspraxis in Irland hingewiesen. 

Eine Frau teilte Dawkins mit, sie wisse nicht, was sie tun solle, wenn sie ein Kind mit „Down Syndrom“ erwarte. Dawkins antwortete: „Treiben Sie ab und machen Sie einen neuen Versuch. Es wäre unmoralisch, es zur Welt zu bringen, wenn Sie die Wahl haben.“ Wie die Londoner Zeitung „Times“ weiter berichtet, stieß Dawkins mit seinen Äußerungen auf Kritik bei Behindertenverbänden und Religionsvertretern. Er habe aber auf seinem Standpunkt beharrt. In Europa und den USA würden die meisten Föten mit Down Syndrom abgetrieben: „Was ich empfehle, ist nichts Außergewöhnliches, sondern die Norm.“ Für ihn bestehe ein fundamentaler moralischer Unterschied zwischen der Aussage „Dieser Fötus sollte jetzt abgetrieben werden“ und dem Satz „Diese Person hätte vor Jahren abgetrieben werden sollen“, so der Autor des Bestsellers „Der Gotteswahn“.

Viele Abtreibungen nach vorgeburtlichen Tests
Tatsächlich werden etwa in Deutschland rund 95 Prozent der Kinder abgetrieben, bei denen vor der Geburt Trisomie 21 festgestellt wurde. Nach Ansicht von Lebensrechtlern haben solche Tests einen „Selektionscharakter“. Das Down Syndrom ist die häufigste angeborene Chromosomen-Anomalie. Bei den Betroffenen ist das Chromosom 21 dreifach vorhanden. Das führt zu unterschiedlich stark ausgeprägten körperlichen Auffälligkeiten und geistigen Einschränkungen. Die Spanne reicht von schweren Behinderungen bis zu fast durchschnittlicher Intelligenz. Weltweit kommt etwa alle drei Minuten ein Baby mit Down-Syndrom zur Welt. In Deutschland leben schätzungsweise rund 50.000 Menschen mit Trisomie 21.

Allgemeine Empörung über Dawkins´ Abtreibungsplädoyer

(idea) – Der Evolutionsbiologe Prof. Richard Dawkins (Oxford) hat mit seinem Plädoyer für die Abtreibung von Kindern mit Trisomie 21 (Down Syndrom) eine Welle der Empörung ausgelöst. Der international prominente Atheist sieht sich nicht nur heftiger Kritik von Lebensrechtlern, Religionsgemeinschaften und Behindertenverbänden ausgesetzt, sondern auch von ihm weltanschaulich nahestehenden Humanisten. Inzwischen rudert Dawkins zurück. Er hat sich für „Missverständnisse“ entschuldigt, behauptet aber gleichzeitig, dass ihn viele Kritiker absichtlich missverstehen wollten. Ihm gehe es darum, Glück zu vermehren und Leiden zu verringern, schreibt er in seinem Blog. Aus seiner Sicht könne die Entscheidung, ein Kind mit Down Syndrom zur Welt zu bringen, wenn die Möglichkeit bestehe, es in einem frühen Stadium der Schwangerschaft abzutreiben, im Blick auf das Wohlergehen des Kindes „unmoralisch“ sein.

Dawkins rät: „Treiben Sie ab!“
Dawkins hatte einer Frau, die sich vor einer Down-Syndrom-Diagnose in der Schwangerschaft fürchtete, über den Kurznachrichtendienst Twitter geraten: „Treiben Sie ab und versuchen sie es noch einmal. Es wäre unmoralisch, es zur Welt zu bringen, wenn Sie die Wahl haben.“ Der Atheist vertrat ferner die Ansicht, dass ein Fötus mit Down Syndrom keine „gesteigerte Fähigkeit“ besitze. Für ihn bestehe zudem ein fundamentaler moralischer Unterschied zwischen der Aussage „Dieser Fötus sollte jetzt abgetrieben werden“ und dem Satz „Diese Person hätte vor Jahren abgetrieben werden sollen“, so der Autor des Bestsellers „Der Gotteswahn“. In Europa und den USA würden nach einer solchen Diagnose die meisten Föten abgetrieben. Danach hatten unter anderem zahlreiche Eltern Bilder von ihren Kindern mit Trisomie 21 ins Internet gestellt und Dawkins gefragt, ob er diese für „nicht lebenswert“ halte. Die US-amerikanische Lebensrechtlerin Lisa Rose nannte es „krank“, Kinder mit Behinderung umbringen zu wollen. Die Äußerung des Evolutionsbiologen stigmatisierten Menschen mit Behinderungen. Ihre Menschenwürde verdiene aber Respekt und Schutz, so Rose.

Selektion menschlichen Lebens
In Deutschland kritisiert unter anderem die Humanistische Alternative Bodensee (HABO) Dawkins’ Haltung scharf. „Diese Definition von Moral und Ethik kann und darf kein Konsens werden“, erklärte ihr Sprecher, Dennis Riehle (Konstanz). Derartige Ansichten entsprächen nicht dem humanistischen Menschenbild. Für Dawkins sei die Diagnose Down-Syndrom „offenkundig ausreichend, um über Wertigkeit von Leben zu urteilen“. Mit Humanismus habe das nichts zu tun. Dawkins halte behinderte Menschen offenbar für nicht lebenswert, so Riehle, der selbst an einer genetisch bedingten Erkrankung leidet. Eine solche Position führe unweigerlich zur Selektion menschlichen Lebens. Riehle: „Mit seinen Einlassungen bedient Dawkins in wunderbarer Weise Vorurteile, mit denen Lebensrechtler die Ideologie verschiedener Atheisten, die in den letzten Jahren auf sich aufmerksam gemacht haben, verurteilen. Ich weiß nicht, ob er seiner Klientel damit einen Gefallen getan hat.“

Alle drei Minuten kommt ein Kind mit Down-Syndrom zur Welt
Tatsächlich erblicken in Deutschland nur etwa fünf Prozent jener Kinder das Licht der Welt, bei denen das Down Syndrom festgestellt wurde. Die anderen werden nach vorgeburtlichen Tests abgetrieben. Nach Ansicht von Lebensrechtlern haben solche Verfahren „Selektionscharakter“. Das Down Syndrom ist die häufigste angeborene Chromosomen-Anomalie. Bei den Betroffenen ist das Chromosom 21 dreifach vorhanden. Das führt zu unterschiedlich stark ausgeprägten körperlichen Auffälligkeiten und geistigen Einschränkungen. Die Spanne reicht von schweren Behinderungen bis zu fast durchschnittlicher Intelligenz. Weltweit kommt etwa alle drei Minuten ein Baby mit Down-Syndrom zur Welt. In Deutschland leben schätzungsweise rund 50.000 Menschen mit Trisomie 21.

TV und Computerspiele: Gewissensbisse statt Entspannung

Nach einem langen Arbeitstag nutzen viele Menschen Unterhaltungsmedien wie Fernsehen oder Computerspiele, um abzuschalten. Doch statt der erhofften Entspannung beschert die Mediennutzung in der Freizeit insbesondere gestressten und erholungsbedürftigen Zeitgenossen eher Schuldgefühle, sagen Forscher aus Deutschland und den Niederlanden.

Gerade Personen, die sich nach der Arbeit besonders erschöpft fühlten, empfanden ihre Mediennutzung hinterher als problematisch. Sie hatten das Gefühl, dass sie in dieser Zeit wichtigere Aufgaben hätten erledigen können. In der Folge hatten diese Personen mit höherer Wahrscheinlichkeit ein schlechtes Gewissen als Menschen, die durch die Arbeit weniger beansprucht waren. Diese Schuldgefühle verringerten die positiven Effekte der Mediennutzung: Da sie Fernsehen und Co. als Zeichen des eigenen Versagens interpretierten, blieb ihre Feierabend-Erholung auf der Strecke, schreiben die Forscher im Fachblatt Journal of Communication.

"Die Ergebnisse legen nahe, dass das Verhältnis von Mediennutzung und psychologischem Wohlbefinden komplex ist und das Medienunterhaltung im Alltag in Konflikt mit anderen, weniger angenehmen Aufgaben und Verpflichtungen geraten kann", sagt Juniorprof. Dr. Leonard Reinecke, Erstautor der Studie aus Mainz. "In Zeiten von Smartphones und mobilem Internet scheint die ständige Verfügbarkeit von Kommunikations- und Medieninhalten häufig eher eine Bürde als eine Erholungsressource darzustellen." An der Befragung der Universitäten Mainz und Amsterdam hatten insgesamt 471 Menschen teilgenommen, die ihren vorangegangenen Tag rekapitulieren und berichten sollten, wie sie sich nach der Arbeit gefühlt und welche Medien sie genutzt hatten.

Steuerverschwendung an den Unis: Umbenennung von Studentenwerke in Studierendenwerke kostet Hunderttausende

(Junge Freiheit) Der Streit um die Umbenennung der „Studentenwerke“ in Baden-Württemberg geht in eine neue Runde. Künftig sollen diese nach dem Willen der grün-roten Landesregierung geschlechtsneutral „Studierendenwerke“ heißen. Das kostet den Steuerzahler mehrere Hunderttausend Euro. Die FDP rief nun zu Widerstand auf.
 
„Hat unsere Landesregierung eigentlich vollkommen den Bezug zur Realität verloren?“, zeigte sich der baden-württembergische FDP-Generalsekretär Patrick Meinhardt empört. „Es wäre schön, wenn wenigstens eine Hochschulstadt in Baden-Württemberg diesen Blödsinn nicht mitmachen und zivilen Ungehorsam gegen die grün-rote Landesregierung üben würde.“ Das Geld wäre bei der Finanzierung der Hochschulen besser aufgehoben.

Gleichstellungsbeauftragte voll des Lobes
Auch der CDU-nahe „Ring Christlich-Demokratischer Studenten“ äußerte Kritik. „Da wird Geld verpraßt, das eigentlich doch immer fehlt, und der Mehrwert für uns Studenten ist gleich null“, sagte der RCDS-Vorsitzende der Universität Hohenheim, Robert Kuncewicz.

Lob kam dagegen von der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten. Vorstandsmitglied Dagmar Höppel sagte: „Eine neutrale Benennung ist wichtig, denn sie führt zu anderen Ergebnissen – auch die Frauen sind und fühlen sich angesprochen.“ Die Sprache sei schließlich ein „wichtiger Mosaikstein“.

Internationale Presseschau: Prostitution und Menschenhandel, Pornographie und Menschenhandel, Schwesigs wirre familienpolitische Vorstellungen, Wer war Alfred Kinsey?

"98 Prozent der Frauen, die sich in Deutschland prostituieren, tun das fremdbestimmt. Freiwillige Prostituierte begegnen mir nur an einem Ort: in Talkshows": HIER

Vebindung zwischen Menschenhandel und Pornographie: HIER

Manuela Schwesig redet mal wieder Unfug: In der Bundesregierung haben inzwischen rund zwölf Prozent der Arbeitnehmer einen befristeten Vertrag. In der Gesamtwirtschaft sind es nur sieben Prozent. HIER

Wer war Alfred Kinsey wirklich? HIER

DEMO FÜR ALLE in Stuttgart am 19. Oktober 2014, 14:00 Uhr




DEMO FÜR ALLE - "Ehe und Familie vor! Stoppt Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder!"
am Sonntag, 19. Oktober 2014
in Stuttgart, Schillerplatz
um 14 Uhr

 Bündnispartner:
    
Agens e.V. – www.agens.de
    Bündnis Rettet die Familie e.V. – www.rettet-die-familie.de
    CDL Baden-Württemberg – www.cdl-bw.de
    DVCK – Aktion Kinder in Gefahr – www.aktion-kig.de
    Eltern bestimmen selbst – Echte Wahlfreiheit durch Erziehungsgehalt e.V. – www.eltern-bestimmen-selbst.de
    Evangelischer Arbeitskreis der CDU-Kreisverbände Heilbronn, Karlsruhe-Land, Mannheim und Rems-Murr
    Familiennetzwerk e.V. – www.familie-ist-zukunft.de
    Frau2000plus e.V. – www.frau2000plus.net
    Forum deutscher Katholiken – www.forum-deutscher-katholiken.de
    Forum Familiengerechtigkeit – www.familiengerechtigkeit-rv.de
    Gabriele Kuby – www.Gabriele-Kuby.de
    Initiative Familienschutz – www.familien-schutz.de
    Initiative Schützt unsere Kinder – www.zukunft-familie.org
    Kirche in Not Deutschland – www.kirche-in-not.de
    Monopol Familie – www.facebook.com/MonopolFamilie
    Starke Mütter e.V. – www.starke-muetter.com
    Stiftung Familienwerte – www.stiftung-familienwerte.de
    Verantwortung für Familie e.V. – www.vfa-ev.de
    Verband für Familienarbeit e.V. – www.familienarbeit-heute.de
 

Mittwoch, 20. August 2014

CSU: Schwesigs Familienpolitik ist DDR 2.0

Zu den familienpolitischen Vorstellungen der Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig kommentiert die Vorsitzende der CSU-Familienkommission, Kerstin Schreyer-Stäblein, MdL:

"Schwesig fordert eine fixe 32-Stundenwoche für Eltern, bezeichnet befristete Arbeitsverträge als Anti-Baby-Pille, sieht die Arbeitstätigkeit beider Elternteile und die staatliche Kinderbetreuung als den einzig richtigen Weg an und redet letztendlich noch Hausfrauen pauschal schlecht (Interview Focus Online, 19.08.2014). 


Die Bundesfamilienministerin beschreibt damit eine Familienpolitik DDR 2.0. 

Ich erachte es für den völlig falschen Weg, Familien derart zu bevormunden und Einheitlichkeit vorzuschreiben. Vereinbarkeit von Familie und Beruf sollte jede Familie für sich selbst entscheiden und ausgestalten können. Die Politik arbeitet daran, dass Familienfreundlichkeit ein zentrales Unternehmensziel wird. 

Dieser Prozess wird Rahmenbedingungen schaffen, der die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch ohne Gesetze und zusätzliche Steuergelder verbessert. Zudem ist es eine Farce, den Eltern die Kompetenz der Kindererziehung abzusprechen. Wir unterstützen auch diejenigen, die sich eine berufliche Auszeit nehmen und sich für mehr Zeit mit dem eigenen Kind entscheiden. Diese Zeit mit der Familie stellt weder für das Kind, noch für die Eltern einen Nachteil dar. Familien organisieren sich bei guten Rahmenbedingungen selbst am besten - das sollte unser familienpolitischer Anspruch von heute sein."


Quelle: CSU Landesleitung 

Dienstag, 19. August 2014

Wie Kinder in Grundschulen das Schreiben verlernen

In Deutschland lernen heute viele Grundschüler mit Methoden und Lehrgängen schreiben. Weiter dürfen Grundschüler fast überall drei Jahre lang so schreiben wie sie wollen - ohne korrigiert zu werden. Bei vielen Lehrern ist der Ansatz umstritten und Experten warnen vor gravierenden Folgen.

Ein Mädchen einer Berliner Grundschule hat sich für ein Schleichdiktat entschieden. Das Schleichen ist durchaus wörtlich zu verstehen. An der Eingangstür hängen Sätze, die sie lesen, sich auf dem Rückweg zu ihrem Platz merken und in ihr Heft schreiben soll. Am Ende soll sie die Sätze selbst korrigieren, denn die meisten Schüler finden viele Rechtschreibfehler in ihrer „Abschrift“. „Wenn sie Geschichten schreiben, dürfen sie auch phonetisch schreiben. Da spielt die Rechtschreibung keine Rolle“, erläutert die Lehrerin.

Auch Valerie darf schreiben was sie will. Wörter Sätze, kleine Geschichten – alles kritzelt sie so hin, wie sie es hört und spricht. Ihre Texte willen von Fehlern, doch die Lehrerin korrigiert sie nicht. Valerie geht in die zweite Klasse einer Wuppertaler Grundschule, aber Rechtschreibregeln hat sie bisher nicht gelernt.


Auch Eltern sollen die Schreibfehler ihrer Kinder nicht verbessern, doch im vierten Schuljahr hagelt es dann plötzlich schlechte Noten im Deutschunterricht, weil nun die korrekte Orthographie zu bewerten ist. Diktate werden schon lange nicht mehr geschrieben. Die Schüler wachsen mit dem Gefühl auf, dass Rechtschreibung nicht so wichtig sei - und mit dem Zwiespalt, dass sie richtig geschriebene Worte in Büchern lesen und falsch geschriebene an der Tafel oder in Schulheften.

Das böse Erwachen kommt für die Schüler dann beim Sprung aufs Gymnasium. Es werden plötzlich Anforderungen gestellt, denen die Kinder absolut nicht gewachsen sind. Nachmittags müssen sie nachholen, was man ihnen in der Grundschule nicht beigebracht hat: Eine fehlerfreie Rechtschreibung:

Die meisten Kinder haben nach einer Methode gelernt, die inzwischen an Grundschulen weit verbreitet ist: “Lesen durch Schreiben“, entwickelt vom Schweizer Reformpädagogen Jürgen Reichen. Er ging davon aus, dass Kinder sich die Schriftsprache selbst erarbeiten könnten. Dafür sollen sie zunächst so schreiben, wie sie sprechen. Ein Unding! Zahllose Fehlschreibungen - die von Lehrern über ein oder sogar drei Jahre hinweg nicht oder kaum korrigiert werden - sind vorprogrammiert. 


Die Kinder dann in der zweiten oder dritten Klasse wieder umzupolen und ihnen statt der antrainierten chaotischen Rechtschreibung die richtigen Schreibweisen beizubringen, ist meist unglaublich schwer. Hirnforscher wissen: Richtig schreiben lernen wir, ähnlich wie Geige spielen oder Hochsprung. Man weiß: Wenn sich dabei gewisse falsche Routinen einmal entwickelt haben, sind sie kaum wieder abzutrainieren.

Viele Eltern machen sich Sorgen

Die Schüler lernen nicht mehr Buchstabe für Buchstabe aus der Fibel – sie schreiben völlig frei nach Gehör. Unterstützung soll ihnen die sogenannte Anlauttabelle geben. Ein Wort wird in Laute unterteilt und die Schüler suchen die ihnen passenden Buchstaben aus der bildlichen Tabelle heraus. A wie Ameise, B wie Banane. Dadurch schreiben sie dann Sätze wie: „Die Bollitzei isst da“.


„Viele Eltern sind völlig verwirrt“, sagt Birgit Völxen von der Landeselternschaft der Grundschulen in NRW. „Sie machen sich große Sorgen, dass die Kinder die Umstellung auf die richtige Rechtschreibung nicht schaffen.“ Eine Sorge, die von wissenschaftlichen Studien untermauert wird. „Mehrere Untersuchungen belegen, dass die Methode ‚Lesen durch Schreiben’ einen höheren Anteil von Schülern mit Rechtschreib-Schwächen produziert“, sagt Renate Valtin, Professorin für Grundschulpädagogik und Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Lesen und Schreiben.

Ein Risiko sei die Unterrichtsmethode vor allem für all jene Kinder, die über keine lautklare Aussprache verfügten, sagt Valtin. Kinder aus Migranten-Familien oder mit Dialekt-Einfärbung hätten daher große Schwierigkeiten mit dem „Schreiben nach Gehör“. Christa Röber, Professorin für Grundschulpädagogik an der Universität Freiburg, geht sogar noch einen Schritt weiter: „Dieses Lern-Programm ist nur etwas für Kinder, die zu Hause zusätzlich gefördert werden. Alle anderen werden dadurch benachteiligt.“ Es gibt an den Schulen auch viele Kinder, die frühmorgens im Hort abgegeben und spätabends wieder abgeholt werden und ähnliche Schwierigkeiten haben wie Kinder aus bildungsfernen Familien.

Pädagogik-Experten beklagen zudem, dass dem Konzept von Jürgen Reichen jegliche wissenschaftliche Grundlage fehle. „Diese Methode ignoriert alle Erkenntnisse über den Schriftspracherwerb“, sagt Valtin. „Für die Kinder sind Wörter noch identisch mit Gegenständen. Sie haben in dem Alter große Schwierigkeiten, sich auf einzelne Laute zu konzentrieren.“ Auch Pädagogik-Professorin Röber beklagt, dass der Ansatz von falschen Annahmen ausgehe. So könnten Kinder etwa keine Kurzvokale wahrnehmen, dies lernten sie erst über das korrekt geschriebene Wort. „Untersuchungen haben gezeigt, dass nur 0,3 Prozent der Kinder beim Eintritt in die Grundschule den Kurzvokal ‚i’ im Wort Fisch oder das ‚u’ im Wort Hund hören konnten.“

Aus dem neueste Länderbericht mit der Auswertung der Vergleichsarbeit Vera in der dritten Klasse geht hervor, dass zum Beispiel in Berlin dritte Klassen bis zu 75 Prozent den Mindeststandard bei den Lesekompetenzen verfehlen, von der Rechtschreibung gar nicht zu reden. Anonym geben selbst Vertreter übergeordneter Stellen zu, dass die Klarheit über Ziele des Grundschulunterrichts schon seit Jahren nicht mehr systematisch abgefordert wurde.

Mit Angaben der Frankfurter Allgemeine und des WAZ

Studenten: Während der Vorlesung wird im Internet gesurft

Dass Studenten nicht immer aufmerksam in der Vorlesung sitzen, ist sicherlich kein Geheimnis. Mit was sie sich dabei aber genau beschäftigen, haben Forscher von der Universität des Saarlandes in einer aktuellen Studie stichprobenartig untersucht. Und festgestellt: Meist sind es vorlesungsferne Aktivitäten.

Zu diesen zählten die Bildungstechnologen um Vera Gehlen-Baum Tätigkeiten wie Surfen im Internet, Computerspiele spielen oder Freunde über soziale Netzwerke kontaktieren. "Vorlesungsnah sind dagegen zum Beispiel Tätigkeiten, bei denen Studenten auf ihrem Laptop mitschreiben oder die Folien der Präsentationen verfolgen", erklärt Gehlen-Baum. Das Ergebnis der Studie: Den ersten Platz belegte das Surfen im Internet gefolgt von Computerspielen und Sozialen Netzwerken. E-Mails schrieben nur wenige Studenten.

Gemeinsam mit Kollegen hatte Gehlen-Baum für ihre Arbeit Vorlesungen mit über 600 Studenten der Betriebswirtschaft, Erziehungswissenschaft und Informatik besucht und die Studenten dabei näher angesehen. "Studien haben gezeigt, dass diese drei Fächer den Durchschnitt der Studienlandschaft gut repräsentieren", begründet sie ihre Auswahl. Sie beobachtete 86 Personen mit 91 mobilen Geräten. "Informatiker setzen in der Regel auf Laptops, bei den BWL-Studenten haben wir alle Arten von Geräten gefunden, die Erziehungswissenschaft war die Gruppe mit den wenigsten Geräten", sagt Gehlen-Baum.

Wer nun aber glaubt, dass das beobachtete Verhalten nur eine Folge schlecht gehaltener Vorlesungen ist, der irrt. Zwar hielten die meisten Dozenten einen reinen Frontalunterricht, in dem sie den Studenten neue Informationen präsentieren. Doch selbst bei Dozenten, die auf eine Interaktion mit den Studenten, etwa in Form von Fragen, setzten, konnte Gehlen-Baum nicht feststellen, dass die Aufmerksamkeit der Studenten größer gewesen sei.


Quelle: Aponet

20. September 2014: Marsch für das Leben in Berlin

– 13:00 Uhr: Beginn mit Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt
(Willy-Brandt-Straße, 10557 Berlin), anschließend Beginn des Marsches.
Die Wegstrecke ist voraussichtlich rund 4 km lang und rollstuhlgeeignet.
– ca. 15:30 Uhr: Abschlussgottesdienst
– ca. 16:30-17:00 Uhr: Ende der Veranstaltung
Weitere Teilnehmerinfos: Marsch für das Leben

Das Spielen eines Instruments verbessert die Hörwahrnehmung bei Kindern

Instrumentalunterricht wirkt ADHS und Legasthenie entgegen

Wie sich das frühe Erlernen eines Musikinstruments langfristig auf die Gehirnentwicklung von Kindern auswirkt, erforschen Privatdozentin Annemarie Seither-Preisler vom Institut für Psychologie der Uni Graz und Privatdozent Dr. Peter Schneider von der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg. 
Ihre neuesten Erkenntnisse, wie man begabte Kinder noch besser fördern und andererseits Entwicklungsdefiziten entgegenwirken kann, haben die Beiden zusammen mit dem Grazer MusikologenUniv.-Prof. Dr. Richard Parncutt in der aktuellen Ausgabe des “Journal of Neuroscience” publiziert.
Bekommen beide Ohren dieselbe Information, arbeiten die rechte und die linke Hörrinde des Gehirns bei musikalisch geübten Kindern praktisch synchron. Bei untrainierten Kindern geraten sie minimal aus dem Takt, bei Kindern mit ADHS konnten die Wissenschafter in ihrer aktuellen Studie sogar eine markante Zeitverschiebung zwischen beiden Hirnhälften feststellen.
Außerdem war bei dieser Gruppe die Ausreifung der Hörfunktionen in der Hirnrinde deutlich verlangsamt, während junge Musiker einen Entwicklungsvorsprung zeigten.
“Diese Entdeckung könnte erklären, warum auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen, ADHS und Lese-Rechtschreib-Schwäche häufig gemeinsam auftreten”, unterstreicht Seither-Preisler die Bedeutung der neuesten Ergebnisse.
Einige der Probleme der betroffenen Kinder dürften auf eine unzureichende Zusammenarbeit beider Hemisphären zurückzuführen sein, mit negativen Folgen für Aufmerksamkeit, rasche Sprachverarbeitung sowie die Lese-Rechtschreibfähigkeit.
“Eine musikalische Ausbildung wirkt genau diesen Defiziten entgegen”, betont Dr. Peter Schneider. Die Ergebnisse zeigen nämlich, dass Kinder, die ein Instrument lernen, besser zuhören können, aufmerksamer sind und weniger Probleme haben, Hyperaktivität und Impulsivität zu kontrollieren.
Darüber hinaus schneiden sie in Lese- und Rechtschreibtests besser ab als musikalisch ungeübte Gleichaltrige. “Es wäre daher förderlich, neue Formen von Musikerziehung für Kinder mit ADHS und Lese-Rechtschreib-Schwäche anzubieten”, raten die Wissenschafter.
Quelle: Klinik Uni Heidelberg

Dienstag, 12. August 2014

Verheerende Wirkung von Werbung bei Kindern

Der Konsum von Werbung kann bei Kindern verheerende Auswirkungen haben und zu Stress, Depressionen und geringem Selbstvertrauen führen.

Gemeint ist vor allem die Werbung, die direkt auf Kinder abzielt. Sie erzeugt einen Druck, mit den Hochglanzbildern der Werbewelt mithalten zu müssen, so auszusehen und die Dinge zu besitzen, die in der Werbung propagiert werden. Kinder würden so zu lebenslangem Konsumverhalten erzogen.

Die Studie der britischen Organisation ThinkTank Compass kritisiert, dass Marketingexperten immer neue Strategien entwickelt haben, um die Welt der Kinder zu infiltrieren. Der an Kindern orientierte Werbemarkt in Großbritannien wird auf 30 Milliarden Pfund geschätzt und umfasst eine große Bandbreite, die von Lernen und Spielen über Essen bis zu Kleidung reicht. Kinder würden durch Werbung für Spitzenunterwäsche für unter Zehnjährige dazu gezwungen, zu früh erwachsen zu werden.

Britische Kinder sehen durchschnittlich 20.000 bis 40.000 Fernsehwerbespots pro Jahr. Der ThinkTank Compass ist nach eigenen Angaben politisch „demokratisch links“ orientiert.

Mit Informationen aus Focus online

Schwangerschaft: Alkohol hat schlimme Folgen für das Baby

(idea) – Frauen sollten während der Schwangerschaft komplett auf Alkohol verzichten. Schon ein Glas Wein kann dazu führen, dass das Ungeborene volltrunken ist und seine Gesundheit nachhaltig beeinträchtigt wird. Das berichtet die Wochenzeitung „Die Zeit“ (Hamburg). In westlichen Industrienationen komme mindestens eines von 100 Neugeborenen mit einer Alkoholschädigung, der sogenannten „Fötalen Alkoholspektrum-Störung“ (FASD), zur Welt. 

Die frühere Bundesdrogenbeauftragte Mechthild Dyckmans (FDP) geht aufgrund der hohen Dunkelziffer von 10.000 Fällen jährlich in Deutschland aus. Bei den Betroffenen komme es zu Fehlbildungen an Organen und am Skelett, so der Beitrag. Häufig seien Herzfehler und deformierte Fingerglieder. Besonders problematisch sei die Schädigung des zentralen Nervensystems, die zu Gedächtnis- und Konzentrationsschwächen sowie Wahrnehmungsstörungen führen könne. Zudem haben alkoholgeschädigte Kinder oft Probleme, Verhalten und Emotionen zu steuern. Ihre Behinderung werde in der Öffentlichkeit aber kaum wahrgenommen, weil die Wirkung von Alkohol auf das Ungeborene unterschätzt werde. 

Besser ausgebildete Frauen trinken öfter Alkohol in der Schwangerschaft

Da keine Grenze für einen ungefährlichen Konsum bekannt sei, raten Mediziner laut dem Bericht dazu, während der Schwangerschaft ganz auf Alkohol zu verzichten. Vor wenigen Jahren habe ein Glas Sekt noch als harmlos gegolten. Das sei heute anders. Studien zeigten, dass viele Schwangere dennoch Alkohol konsumieren. So gaben bei einer Befragung in 48 Berliner Frauenarztpraxen 58 Prozent an, in der Schwangerschaft getrunken zu haben. Oft seien es die besser ausgebildeten und verdienenden Frauen gewesen. Wie die Chefärztin des Neurologischen Rehabilitationszentrum Sülzhayn in Thüringen, Heike Hoff-Emden, der „Zeit“ sagte, sind Menschen mit FASD eine Hochrisikogruppe: „Viele FASD-Kinder waren neun Monate lang betrunken. Für sie fühlt sich die Welt auch jetzt noch so an, als ob sie mit verbundenen Augen in einer Hüpfburg gehen müssten. Sie finden einfach keinen Halt.“

Studie belegt negative Folgen bei häufigem Pornokonsum

Was pornografische Darstellungen im Gehirn bewirken, haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin untersucht. Für eine Studie befragten die Entwicklungspsychologin Simone Kühn und ihr Team von der Berliner Charité insgesamt 64 Männer zu ihrem Pornokonsum. Sie maßen das Hirnvolumen der Probanden und untersuchten die Reaktionen im Gehirn, während die Männer sich pornographische Bilder ansahen.

Tatsächlich waren die Gehirne derjenigen Testpersonen die häufig Pornos sehen, kleiner als die derjenigen, die selten oder nie Erotikfilme konsumieren. Zudem fanden die Forscher weitere erstaunliche Besonderheiten in den Hirnen der Porno-Fans: So stellten sie in deren Belohnungszentrum sowie im sogenannten Striatum, einem Großhirnbereich, der Einfluss auf unsere Motivation haben, eine niedrigere Aktivität fest als bei den Vergleichspersonen.

"Wir konnten feststellen, dass es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Hirnstruktur und der Intensität des Pornokonsums gibt", sagt Simone Kühn. Die Wissenschaftlerin und ihr Kollege Jürgen Gallinat, Psychiater an der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité konnten beweisen, dass die Männer, die häufiger Pornos konsumierten, in einem bestimmten Bereich im Gehirn weniger graue Substanz hatten als Männer mit geringerem Pornokonsum.
Ganz konkret handelte es sich um den Bereich im Gehirn, der mit dem Belohnungssystem zu tun hat, dem sogenannten Striatum. "Diese Tatsache sagt jedoch nichts über die Intelligenz oder Denkfähigkeit der Männer aus", betont Kühn.

Weiter stellten die Wissenschaftler fest, dass ausgerechnet der Bereich des Gehirns, der aktiv wird, sobald jemand etwas sexuell Erregendes betrachtet, umso weniger Aktivität zeigt, je mehr Pornos sich der Proband ansieht. Viel-Pornogucker scheinen also mit der Zeit abzustumpfen. Auch die Verbindung zwischen dem Striatum und dem präfrontralen Cortex, der das Verhalten mit steuert und Einfluss auf unsere Entscheidungen nimmt, verschlechtert sich, je häufiger ein Mensch Pornofilme sieht.

Mit Angaben aus Focus online

Todesursache: Herzversagen durch Cannabis-Konsum

Cannabis gilt allgemeinhin als “weiche Droge“ und wird oft verharmlost. Erkenntnisse des rechtsmedizinischen Instituts der Uniklinik Düsseldorf könnten den Blick auf die Droge verändern. Den Wissenschaftlern ist es gelungen zwei Todesfälle auf den Konsum von Cannabis zurückzuführen. Sie erlitten offenbar schwerwiegende Herzrhythmusstörungen.

„Nach unserem Wissen sind das weltweit die ersten Todesfälle, die komplett nach den heutigen wissenschaftlichen Standards aufgearbeitet wurden“, sagte Benno Hartung, Rechtsmediziner und Mitautor der Studie der „Rheinischen Post“.

Bei zwei Männern, die bei ihrem Tod 23 und 28 Jahre alt waren, wurde nach Autopsie, toxikologischen, histologischen, immunhistochemischen und genetischen Untersuchungen Cannabis-Konsum als Todesursache festgestellt. Das zeige, dass die Droge nicht nur, wie allgemein angenommen, „einen euphorisierenden Effekt ohne Nebenwirkungen“ auslöse, sondern in einigen Fällen zu einem tödlichen Herzversagen führen könne.

„Es handelt sich dabei um ein sehr seltenes Ereignis“, betont Hartung, „wir gehen jedoch davon aus, dass es jeden Cannabis-Konsumenten treffen kann.“ Wie oft und wie viel Cannabis die beiden jungen, körperlich gesunden Männer vor ihrem Tod konsumiert hatten, ist den Düsseldorfer Rechtsmedizinern nicht bekannt. Man wisse von der Polizei nur, dass die beiden Männer regelmäßige Konsumenten gewesen seien.


Ihr Fallbericht ist in der Fachzeitschrift „Forensic Science International“ unter dem Titel “Sudden unexpected death under acute influence of cannabis“ erschienen.

“Wir haben seit 2001 Fälle gesammelt. Bei diesen Fällen konnten wir nun jede andere Todesursache komplett ausschließen. Die beiden starben an Herzrhythmus-Störungen, die durch den Cannabis-Wirkstoff THC ausgelöst wurden.“