Dienstag, 19. Mai 2015

Staatliche Prüfungspflicht: Ja! Schulpflicht: Nein!

Mathias von Gersdorff

In Deutschland wird die Schulpolitik zunehmend zu einer Zumutung für die Eltern:

Politiker aus SPD und „Bündnis 90/Die Grünen“ wollen auf Biegen und Brechen die Schule zu einem Ort ideologischer Auseinandersetzungen machen.

Eltern reagieren empört auf die Indoktrinationsversuche, die in Form von „Bildungsplänen“ in die Schulen eingeführt werden.

Dabei werden die Eltern immer wieder von einem Gefühl der Ohnmacht gegen einen übermächtigen Staat befallen.

In Deutschland herrscht eine Schulpflicht, die es in dieser Strenge nirgends sonst gibt.

Praktisch überall in der freien Welt besitzen Eltern mehr Freiheit als in Deutschland. In allen unseren Nachbarländern ist es beispielsweise erlaubt, die Kinder zuhause zu erziehen.

Die strenge, deutsche Schulplicht wird manchmal mit dem Argument verteidigt, man wolle „Parallel-Gesellschaften“ entgegenwirken. Dabei wird fast immer an den Nachwuchs muslimischer Eltern gedacht.

Doch hier wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet: Es ist nicht die Aufgabe der Schule, soziale Probleme, die die Politik nicht in den Griff bekommt, zu lösen.

Den Eltern müssen Freiräume geboten werden. Sie müssen mehr Entscheidungsfreiheit erhalten, denn nur so können sie ihre Kinder vor einer ideologischen Indoktrination in den Schulen schützen.

Eltern müssen Freiheiten eingeräumt werden zu entscheiden, in welchen Unterricht ihre Kinder gehen und in welchen nicht – ohne dafür bestraft zu werden!

Eine staatliche Prüfungspflicht soll dabei garantieren, dass die Kinder eine ausreichende Ausbildung erhalten. Wo sie aber genau diese Bildung erhalten werden, ob in der Schule, zuhause oder woanders, muss von den Eltern entschieden werden.

Das oberste Prinzip muss sein: Staatliche Prüfungsflicht: Ja! Totale Schulpflicht: Nein!

Unterschätzt: Zahl der Kinder und Jugendlichen mit Depression steigt deutlich an

Christiane Jurczik

Leichte depressive Verstimmungen bis hin zu schweren depressiven Störungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen, unter denen anscheinen immer mehr Kinder und Jugendliche leiden. Die Erkrankung kann bereits im Kindesalter beginnen, kann chronisch verlaufen und die psychosoziale Entwicklung erheblich beeinträchtigen, berichtet Die Welt am 02.03.15.

Die Zahl entsprechender Diagnosen sei in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen, sagt Gerd Schulte-Körne von der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uni München. "Es gibt eine dramatische Zunahme im ambulanten und stationären Bereich." Bei zwei bis vier Prozent der Kinder im Grundschulalter stellen Fachärzte eine depressive Episode von mehreren Wochen oder Monaten fest, bei Jugendlichen sind es 14 Prozent, fast so viel wie bei Erwachsenen mit 20 Prozent.

"Wir haben so viele Kinder, die depressiv erkrankt sind. Aber wir haben immer noch ganz wenig Wissen, wie wir ihnen helfen können", sagt Schulte-Körne. Sport, Lichttherapie, Gespräch und nur im Notfall Medikamente – erstmals gebe es zumindest Behandlungsleitlinien. Doch selbst Fachärzte wendeten noch immer ungeeignete Gesprächsmethoden und Medikamente an. Depression bei Kindern wird unterschätzt. Auch eine Trennung der Eltern erhöht das Risiko.

Eine Depression hat nicht eine einzige Ursache

Grund für die hohen Zahlen bei Jugendlichen sind unter anderem neben der Pubertät, schulische Überforderung – und Mobbing in Schule oder sozialen Netzwerken. Fast 30 Prozent der Schüler sind damit konfrontiert, fast die Hälfte spricht nicht darüber und schämt sich für das "eigene Versagen". Stress durch Belästigung und Beschimpfung ist ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor für Depression. Hinzu kommt die exzessive Nutzung des Internets und damit ein veränderter Schlaf-Wach-Rhythmus. "Durch veränderte Lebenswelten haben die Kinder auch weniger Möglichkeiten zu kompensieren – sie gehen viel weniger raus." Dabei sind gerade frische Luft, Licht und Bewegung die beste Therapie.

Ein Hauptrisiko für psychische Störungen bleibt ein frühes Trauma. "Am meisten betroffen sind Kinder, die frühe traumatische Erfahrungen hinter sich haben: Sexueller Missbrauch, körperliche Misshandlung", sagt Schulte-Körne. Trotz Aufklärung: "Wir wissen, dass das immer noch relativ häufig passiert – und oft weggeguckt wird."

"Wenn man dann ein Trauma in der Kindheit erlebt, hat man ein deutlich höheres Risiko, an Depression oder posttraumatischer Belastungsstörung zu erkranken."

"Wir versuchen, dass wir Kinder bei Trennungen und in schwierigen Familiensituationen früh begleiten", sagt Schulte-Körne. Und: "Wir müssen frühzeitig in Familien gehen, in denen die Eltern schon depressiv erkrankt sind." So haben zum Beispiel Kinder, deren Eltern an Depressionen leiden, ein dreimal höheres Risiko, depressiv zu erkranken.

Depression ist kein Zeichen persönlichen Versagens, mit schwierigen Lebensumständen umzugehen, sondern eine Erkrankung. Ein depressives Kind ist nicht faul, aggressiv oder unerträglich, weil es so sein will. Ein depressives Kind ist krank und braucht Hilfe. Ein depressives Kind ist auch kein Grund, an den elterlichen Fähigkeiten zu zweifeln, aber es ist ein Grund, fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Extreme Unterschiede bei der Einschulung

Die Unterschiede zwischen Vorschulkindern werden immer größer. Manche können schon das Alphabeth, sind konzentriert beim Zählen. Andere Kinder haben große Defizite und ihnen fehlen elementare Fähigkeiten.

Erfahrenen Pädagogen fällt auf, dass Eltern die Einschulung heute verstärkt als eine Stress-Situation wahrnehmen. Bildung hat dermaßen an Bedeutung gewonnen, dass Zukunftsängste ausgeprägter sind. Das führt dazu, dass manche Eltern mehr als früher versuchen, ihrem Kind den Schulstart zu erleichtern, indem sie es lange vor Schulbeginn speziell fördern.

Gleichzeitig hat auch die Gruppe der sogenannten bildungsfernen Eltern zugenommen, die ihre Kinder gar nicht oder nur wenig fördern können und Kinder, die durch Zuwanderung der Eltern eine andere Muttersprache haben. So kommt es, dass manche Erstklässler schon im Kindergarten mit einer Zweit- oder Drittsprache zurechtkommen, währen andere noch nicht einmal ihre Muttersprache richtig beherrschen. In den ersten Klassen treffen dann Kinder mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen aufeinander. „Als Grundschullehrer stelle ich mir das sehr schwierig vor“, sagt der Vorsitzende des Landesverbandes der Kinderärzte, Wolfgang Lässig, der im Krankenhaus für Kinder- und Jugendmedizin St. Elisabeth und St. Barbara arbeitet.

Die Extreme seien auch bei den motorischen Fähigkeiten zu beobachten. Nach wie vor könnten viele Kinder nicht auf einem Bein stehen oder hüpfen. Auf der andern Seite gebe es die Gruppe von Kindern, die das gut beherrschen. Im Vergleich zu vor 20 Jahren gebe es auch immer mehr Übergewichtige, erwähnt Lässig.

Hilfe bei der Erziehung fehlt

Bei der Lösung des Problems der Extreme ist Lässig nach eigenem Bekunden ratlos. „Die Förderung in den Kindertagesstätten reiche alleine nicht aus.“ Die Eltern seien gefragt, ihren Kindern das Richtige vorzuleben. “Viele Eltern haben Schwierigkeiten mit dem Leben“, sagt Lässig. Sie seien bei der Erziehung unsicher. „Oft fehlt die Oma, die hilft, und selbst schon drei Kinder großgezogen hat“, glaubt der Mediziner.

Und: „Die Kinder akzeptieren zunehmend nicht mehr die Mutter“, schildert Lässig seine Beobachtungen aus den Sprechstunden. Es ist sehr auffällig, dass viele Kinder ihr nicht mehr gehorchen. Sie toben durch die Sprechstunden – Mütter stünden hilflos da. „Die Kinder kennen zunehmend die Regeln nicht, sagt Lässig abschließend.

Mit Material von Berlin online

Der grüne “Weiberrat”, Claudia Roth und der Pädosex-Skandal in den 80er Jahren

Von Felizitas Küble

Die seit Jahrzehnten bekannte grüne Politikerin Claudia Roth wurde am 15. Mai runde 60 Jahre alt. Die 1955 in Ulm geborene, zunächst bei den Jungdemokraten aktive, später bei den Grünen eingetretene Islamversteherin hat es bis zum Amt einer Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages geschafft.

Wenn sie als ultralinke Politikerin ausgerechnet in den radikal-islamischen Iran reist, zieht sie sich jenseits aller sonstigen spätpubertären Rebellion angepaßt ein Kopftuch an. Hingegen hat sie mit dem Christentum hierzulande offenbar ihre Probleme.

Mit der katholischen Kirche legt sie sich gerne an, zumal mit den ihr konservativ erscheinenden Bischöfen; man erinnere sich an ihre wüsten Vorwürfe gegen Bischof Dr. Walter Mixa, als dieser  – völlig zu Recht – auf die Pädosex-Vergangenheit der grünen Partei hingewiesen und die 68er Sex-Revolte kritisiert hatte.

Einige Jahre später war genau diese Causa bundesweit in den Medien präsent; eine Entschuldigung Roths gegenüber dem zu Unrecht attackierten Oberhirten blieb freilich aus.

Bereits 1985 wurde sie Pressesprecherin der grünen Bundestagsfraktion; danach war sie mehrfach Parteivorsitz ende der Grünen.

Im April 1984 wählte die grüne Bundestagsfraktion sechs Frauen in den Fraktionsvorstand, der somit komplett weiblich war. Sogar der linksdrallige “Spiegel” schrieb damals  – ohne Gänsefüße  – vom grünen Weiberrat.

Die sechs leitenden Damen bezeichneten sich selbst als “Feminat” – somit als Frauenherrschaft. Wohl um dieselbe zu bekräftigen, gab es bald nach dem Amtsantritt der Frauenriege eine aufschlußreiche Begriffsänderung vom basisdemokratisch klingenden “Sprecherrat” hin zum markiger klingenden “Fraktionsvorsitz” (wie bei den anderen Parteien).

Der damalige Weiberrat bestand aus folgenden sechs Damen: Antje Vollmer, Annemarie Borgmann, Heidemarie Dann, Waltraud Schoppe, die Professorin Erika Hickel und Christa Nickels.


Wo blieb damals der kritische Einspruch des Feminats?

Nun hätte man angesichts dieser Frauenherrschaft gerne folgenden Punkt geklärt:

Anfang bis Ende der 1980 Jahre (vor allem aber in der Mitte jenes Jahrzehntes) gab es in der grünen Partei und Fraktion jene skandalösen Vorstöße zugunsten einer Straffreiheit für pädosexuelle Handlungen.

Die Forderung nach einer Legalisierung sexueller Kontakte zwischen Erwachsenen und Kindern wurde bei den Grünen nicht etwa nur toleriert oder akzeptiert, sondern offensiv propagiert. Dies ist erstens den Dokumenten jener Zeit leicht zu entnehmen, zweitens das eindeutige Ergebnis einer Studie des Göttinger Instituts für Demokratieforschung.

Im Jahre 1985 kochte der “Kindersex-Streit” besonders hoch, nachdem vor allem die grüne NRW-Partei entsprechende Vorstöße pro Pädosex-Legalisierung unternahm.

Wo blieb aber zu jener Zeit die “Korrektur” dieser verhängnisvollen Fehlentwicklungen durch den grünen “Weiberrat”?  – Wo erklang die kritische Stimme der Fraktions-Pressesprecherin Claudia Roth?


Hat sich die grüne “Frauenherrschaft” bewährt?

Hingegen war es interessanterweise ein männlicher Politiker der Grünen, der sich 1985 öffentlich und deutlich von jenen Kindersex-Beschlüssen seiner eigenen Partei distanzierte; er wechselte dann später zur SPD: Otto Schily.

Betrachtet man diese Vorgänge, so zeigt sich einmal mehr, daß eine “Frauenherrschaft” nicht automatisch zu besseren Verhältnissen führt.

Eines steht allerdings fest: Während der grüne Weiberrat insoweit komplett versagte, hat das bürgerlich-konservative Spektrum damals schon jenen irrwitzigen pädosexuellen Forderungen entschieden widersprochen: Angefangen von der CDU über evangelikale Vertreter bis zu katholischen Persönlichkeiten und Gruppen.

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk eV in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

DJI-Studie: Mediennutzung aus Elternsicht

Über das Ergebnis der Teilstudie “Digitale Medien: Beratungs-, Handlungs- und Regulierungsbedarf aus Elternperspektive“, die vom DJI (Deutsches Jugendinstitut) durchgeführt wurde, berichtet der Bildungsspiegel am 24.04.15. Die Studie befasst sich mit der Medienerziehung und -nutzung aus Elternsicht. Ergebnisse und Analysen einer telefonischen Befragung von 2.810 Müttern und 1.940 Vätern sind die Grundlage.

Ermittelt wurde, ab welcher Altersgruppe sich Kinder mit digitalen Medien beschäftigen, welche Geräte sie verwenden und welche Nutzungsorte sie bevorzugen. Zudem wurden die Eltern zu ihrem Informationsbedarf befragt. Besonderheiten sind die Einbindung beider Elternteile in die Befragung und dass bereits Eltern von Kleinkindern befragt wurden. Im Fokus stehen Unterstützungs- und Informationsbedarf sowie praktizierte Schutzmaßnahmen.

Bisherige Ergebnisse der Studie: An oberster Stelle stehen für Eltern die Aufklärung über Risiken im Internet. Ein Viertel der ein- bis achtjährigen Kinder der befragten Eltern nutzen bereits das Internet, wodurch Eltern bereits Informationsbedarf ab dem frühesten Kindesalter anmelden. Im Grundschulalter steigt die Zahl der Internetnutzer/innen sprunghaft an: Mit neun Jahren sind 80% der Kinder online, mit 12 Jahren nahezu alle Heranwachsenden. 72% der Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe sind mit einem Smartphone online – zu 97% handelt es sich dabei um das eigene Gerät. Ein Tablet kommt unabhängig vom Alter bei mehr als einem Drittel zum Einsatz. Mit zunehmendem Alter der Kinder steigt auch die Bandbreite der wahrgenommenen Jugendschutz-Probleme im Netz – insbesondere im Kontext der Sozialen Medien. Mehr als ein Viertel der Mütter von Klein-, Vor- und Grundschulkindern gibt an, auf jugendschutzrelevante Probleme während des Internetbesuchs ihres Kindes gestoßen zu sein. Bei den Sekundarschüler/innen ist der Anteil der Mütter, der davon berichtet, doppelt so hoch. Probleme mit Online-Spielen und -Werbung werden dabei am häufigsten benannt.

Die Mehrheit von ihnen möchte außerdem nicht, dass Kleinkinder das Internet sowohl zu Hause als auch in der Kindertagesstätte benutzen.

Eltern übernehmen auch Verantwortung für die Medienerziehung ihrer Kinder. Sie sehen sich dabei aber nicht allein in der Pflicht, sondern auch Medienanbieter, Gesetzgeber, Schulen und andere öffentliche Institutionen. 89% der Mütter und 78% der Väter meinen, dass der Kinder- und Jugendschutz im Internet verschärft werden sollte. Und Eltern legen besonderen Wert auf eine verbindliche altersgerechte Kennzeichnung von Internetinhalten sowie auf einen stärkeren Kinder- und Jugendschutz im Internet.



Aktuelle Studie zeigt den Zusammenhang von Internetnutzung und Einsamkeit

Wie ‘Die Welt‘ am 19.03.15 berichtet, sorgen sich Eltern zurecht, wenn der Nachwuchs nur noch abgekapselt vor dem Computer hockt. Denn eine Studie zeigt deutlich, dass stundenlanges Surfen durch virtuelle Welten und die reale Einsamkeit zusammenhängen.

Kann es sein, dass vor lauter Online-Spielen die Freundschaft zum Nachbarsjungen zerbricht? Und die Schulnoten schlechter werden? Manfred Beutel, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Mainz, ist diesen Fragen nachgegangen und hat diejenigen gefragt, um die es geht: die Jugendlichen.

Rund 2400 Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren haben an seiner Befragung teilgenommen. Die Ergebnisse werden auf dem Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Berlin (25. bis 28. März) vorstellt. Schwerpunkte waren nicht nur Onlinespiele, sondern auch viele andere Dinge, die sich im Netz abspielen – ebenso die sozialen Netzwerke wie Facebook.

Immer mehr Kinder und Jugendliche zeigen bei der Internetnutzung ein suchtartiges Verhalten

Bei den Suchtkriterien habe er sich an der amerikanischen psychiatrischen Vereinigung orientiert, sagt Beutel. "Das ist zum Beispiel der ausufernde Gebrauch: Ist man immer länger online? Kann man es eingrenzen oder ist man länger online als man vorhatte? Geht der erste Gang zum Computer? Und gibt es schädliche Folgen?" Dazu zählen etwa Streit mit den Eltern oder schlechte Schulnoten.
Jugendliche, die häufig online zocken und auf Sexseiten unterwegs sind, haben demnach eine schlechtere Bindung zu ihren Freunden. Sie kommunizieren weniger, vertrauen ihren Freunden nicht so sehr und fühlen sich entfremdet. Bei den sozialen Netzwerken ist es etwas anders gelagert. Probleme gibt es aber auch dort.

"Die vorwiegend soziale Nutzung der Internets – beispielsweise von Facebook – geht zunächst einher mit mehr Vertrauen und Kommunikation", sagt Beutel. "Dennoch: Bei den drei Prozent, bei denen es suchtartig ist, treten auch die negativen Wirkungen auf. Dann werden reale Kontakte vernachlässigt."

"Wir haben als Gesellschaft bei dieser wahnsinnig schnellen Entwicklung kaum Werkzeuge, um den Umgang damit gut unseren Kindern beizubringen. Das war bei der Erfindung des Buchdrucks anders." Der habe sich über Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte entwickelt.

Was Eltern tun können

Doch was können Eltern tun, wenn der Sohn sich bereits abgekapselt hat, nur noch vor dem Computer hockt, und dafür die Schule sausen lässt? Oder die Tochter nicht mehr vom Smartphone wegkommt? Der Psychologe Beutel kennt solche Fälle aus seiner Praxis.

“Eltern sollten sich frühzeitig damit vertraut zu machen, was ihre Kinder online machen", sagt Beutel. Das bedeute auch, Kindern zu helfen, ihre Online-Zeiten zu regulieren. "Sie müssen frühzeitig lernen, dass es Zeiten für Online-Aktivitäten gibt, aber auch genug Zeiten für Offline-Aktivitäten."

"Eltern sollten darauf achten, wie die Sozialkontakte ihrer Kinder sind, und nach Möglichkeit helfen. Also lieber einmal mehr zu den Freunden fahren oder Einladungen aussprechen", sagt Beutel. Sie dürften sich nicht nur auf den Online-Aspekt fixieren, sondern auch im Blick haben, was das Kind ansonsten macht. Es sei wichtig, den Umgang mit Medien in der Familie zu betrachten, sagt Beutel. Wenn im Wohnzimmer ständig der Fernseher läuft, sei von einem Jugendlichen kaum zu erwarten, dass er seinen Computer ausschaltet.




Cannabis kann Panikattacken und psychotische Symptome verursachen

(Aponet) Der Konsum von Cannabis kann den Wissenschaftlern um Dr. Eva Hoch von der Universität Heidelberg zufolge akute und chronische Gesundheitsprobleme verursachen. Zu den akuten zählen Panikattacken, psychotische Symptome, Konzentrationsstörungen, Gleichgewichtsstörungen und Übelkeit.

Die Symptome seien abhängig vom Alter der Konsumenten, der Drogenmenge sowie der Häufigkeit, mit der Cannabis konsumiert werde. Darüber hinaus spiele auch eine Rolle, wie die Droge verwendet wird - als Joint geraucht, mit einer Wasserpfeife oder in Form von Hasch-Keksen, so das Resultat, zu dem die Forscher nach einer selektiven Analyse der bisherigen Literatur zu diesem Thema kamen.

In Deutschland ist Cannabis derzeit die populärste illegale Droge. Im vergangenen Jahr habe einer von 20 Erwachsenen die Droge konsumiert, schreiben die Wissenschaftler. Einer von zehn Nutzern entwickle Anzeichen einer Abhängigkeit. Dies sei insbesondere für Jugendliche nicht ungefährlich, die den Forschern zufolge eher abhängig werden, als Erwachsene. 


Um davon loszukommen, gebe es verschiedene Möglichkeiten, wobei eine Kombinationstherapie aus motivierender Unterstützung, kognitiver Verhaltenstherapie und einem Belohnungssystem am erfolgversprechendsten sei. Die Wissenschaftler empfehlen dies zusammen mit familientherapeutischen Maßnahmen für Jugendliche mit Suchtanzeichen.

Dienstag, 12. Mai 2015

Staatliche Institutionen sollen Lücken in der Erziehung schließen

Werte beibringen? Das sollen mal die Anderen machen! In Deutschland schieben sich Lehrer und Eltern wie eine heiße Kartoffel den Erziehungsauftrag hin und her. Dabei müssten sie gemeinsam an einem Strang ziehen, zum Wohl der Kinder.

Die große Mehrheit der Deutschen verlangt von Lehrern, dass sie neben Fachwissen auch zentrale Werte vermitteln. Das sehen 87 Prozent zwar auch so. Doch nur 37 Prozent geben an, dass ihnen das tatsächlich gelingt. Wenn Lehrer demnach am Erziehungsauftrag scheitern und die Eltern sich nicht in der Verantwortung sehen: Wer erzieht dann noch die Kinder?

Eltern tragen die Grundverantwortung

Auch wenn Bildung Ländersache ist, ist der Erziehungsauftrag im deutschen Grundgesetz geregelt. Der Artikel 7 nimmt die staatlichen Schulen in die Pflicht. Und Artikel 6 beschreibt die Erziehung als „das natürliche Recht der Eltern.“ Damit steht schon mal fest: Keiner darf sich aus der Verantwortung stehlen. Nur über die Umgestaltung des Erziehungsauftrags und welchen Anteil Lehrer und Eltern jeweils daran haben, sollte man sich genauere Gedanken machen.

Fakt ist: Eltern prägen ihre Kinder lange bevor die Lehrer ins Spiel kommen. Insofern sind sie in der Grundverantwortung, da sie ihnen bestenfalls von Geburt an zentrale Werte vermitteln – und dies schlimmstenfalls versäumen. Zu diesen Werten gehören etwa das Interesse an Bildung und Respekt im Umgang mit Mitmenschen. Beide sind eine wichtige Grundlage für die Arbeit der Lehrer.

Der Anteil der Lehrer an Erziehung ist vor allem seit der Einführung von G8 und der damit einher gehenden Verdichtung der Stundenpläne gewachsen: Schüler verbringen immer mehr Zeit in der Obhut der Lehrer und sehen diese unter der Woche zum Teil länger als ihre Eltern. Die Annahme der Lehrer, dass sie wenig Einfluss auf die Vermittlung von Werten haben, ist also nicht ganz richtig. Auch aus Sicht eines ehemaligen Schülers: Bei der Studien- und Berufswahl hat mich der Rat von Lehrern stark beeinflusst.

Eltern und Lehrer: Miteinander ist gefragt

Was bedeutet das für das Verhältnis von Eltern und Lehrern? Sie sollten sich keinesfalls als Gegenspieler im Kampf um die „gute“ Erziehung verstehen. Miteinander ist gefragt! Eltern sollten sich für die Schule interessieren, denn nur so geben sie ihren Kindern das Gefühl, dass sie wichtig ist. Sie sollten beispielsweise ihr Kind fragen, was es in der Schule erlebt und gelernt hat und es sogar einmal für sein Wissen bewundern. Sie sollten an Elternsprechtagen teilnehmen und das Gespräch mit Lehrern suchen, wenn etwas nicht funktioniert. Damit soll auf keinen Fall eine Beschwerdekultur heraufbeschworen werden.

Lehrer wiederum müssen sich ihrer großen Verantwortung bewusst sein und ihre Arbeit stets kritisch hinterfragen. Eltern, die tagsüber arbeiten und daher Gesprächsmöglichkeiten nicht wahrnehmen können, sollten sie flexible Sprechstunden anbieten.

Mit Informationen aus Zeit online

Studie: Top-Model-Show verstärkt Magersucht

Christiane Jurczik

Eine neue Studie sieht einen Zusammenhang zwischen Heidi Klums Fernsehsendung „Germany's next Topmodel“ und Essstörungen bei jungen Mädchen, berichtet Spiegel online am 23.04.15.

Bis zu 62 Prozent der Heranwachsenden zwischen 12 und 17 Jahren schalten ein, wenn große, dünne Mädchen in High-Heels das Laufen üben oder den richtigen Blick für das perfekte Foto trainieren. Schon seit Beginn dieser Model-Castingshows warnen Experten, dass der Fokus und Drill auf den Modelkörper negative Auswirkungen auf junge Mädchen hat, die sich die Fernsehmodels zum Vorbild nehmen.

Das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI), das dem Bayerischen Rundfunk in München unterstellt ist, und der Bundesfachverband Essstörungen haben 241 Patienten zur Rolle von Fernsehsendungen im Kontext von Essstörungen wie Magersucht und Bulimie befragt.

Das Ergebnis: Fast ein Drittel der Betroffenen gab dabei an, die Sendung des Privatsenders ProSieben sei entscheidend für die eigene Krankheitsentwicklung gewesen.

Ein weiteres Drittel sieht zumindest einen „leichten Einfluss“ der Sendung auf ihre Krankheit, wie das IZI am Donnerstag mitteilte. Ein Großteil der Befragten (85 Prozent) stimmte der Aussage zu, dass die „Topmodel“-Show Essstörungen verstärken kann. Die meisten Befragten waren junge Frauen und Mädchen.

Die Entstehung von Essstörungen ist ein komplexer Prozess, bei dem viele Faktoren zusammenkommen. Keine TV-Sendung wird ein alleiniger Auslöser sein. Dennoch können die dort vermittelten Werte die Krankheit begünstigen, wenn jemand schon eine Veranlagung dafür hat - das legt die Befragung nahe.

Die befragten Mädchen beschrieben, wie sie sich immer wieder mit den Kandidatinnen der Model-Show verglichen. "Und so hat auch ein Teil meiner Krankheit angefangen", schrieb laut der Umfrage etwa eine 14-Jährige mit Magersucht.

Insbesondere seien Szenen problematisch, in denen bestimmte Körpermerkmale ganz genau begutachtet würden, sagt Götz. Etwa wenn Kandidatinnen vor dem Spiegel stehen und erzählen, wo sie überall viel zu dick sind. Oder wenn Heidi Klum einer Teilnehmerin immer wieder zuruft, ihr - eigentlich nicht vorhandener - Bauch hänge raus, und sie solle ihn einziehen. "Wir sehen nur extrem hübsche, große, dünne junge Frauen - so sehen Mädchen im Durchschnitt nun mal nicht aus", sagt Götz.

"Werden sie auf ihren Körper reduziert und in diesem hochsensiblen Bereich kritisiert, kann es nicht nur für die Akteurinnen, sondern auch für junge Frauen vor dem Fernseher fatale Folgen haben", sagt Studienleiterin Maya Götz. Sie fordert mehr Achtsamkeit beim Umgang mit jungen Frauen vor der Kamera. "Auch ProSieben hat eine gesellschaftliche Verantwortung.“

Der große Wunsch nach Ruhm und Erfolg bleibt für die Mädchen ein Traum – ihre Namen hat man schnell vergessen. Was bleibt ist ein merkwürdiges Gefühl und die Frage nach dem Nutzen.

Die Zuschauerzahlen sinken stetig – bleibt zu hoffen, dass die nervtötende Piepsstimme bald ganz von der Bildfläche verschwindet – samt ihrer sinnfreien Show.

Extremfall China – Suizid durch Schulstress

Jeder Schüler unterliegt gewissen Erwartungen. Die eigenen Erwartungen, die der Lehrer und Eltern. Ständig messen sich Schüler mit anderen, es wird verglichen und versucht dem Leistungsdruck standzuhalten.

Eines der wohl extremsten Beispiele für Leistungsdruck ist China. Es zählen nur die Noten – das was man leistet, nicht der Mensch dahinter.

Die Angst zu versagen, der ständige Leistungsdruck und der Lernstress in der Schule, im Durchschnitt nicht mal sechs Stunden Schlaf – Chinas Schüler können nicht mehr. Das haben nun auch Pekinger Erziehungswissenschaftler erkannt und die Sorgen um die Kinder des Landes im Jahresbericht zur "Bildung und Erziehung 2014" veröffentlicht, der unter den "Blaubüchern" der Akademie für Sozialwissenschaften erschien.

Die Forscher sehen im Ausbildungssystem die hauptsächlichen Gründe dafür. Alles drehe sich um eine zentralisierte landesweite Hochschulaufnahmeprüfung, die die Schüler bestehen müssen. Die Kinder werden nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause gedrillt, damit sie die ständigen Zwischenprüfungen möglichst gut bestehen.

Die Forschung des Tabuthemas der Suizidfälle zeigte, dass es im Jahr 2013 zu circa 80 Selbstmorden kam wovon 40 Suizidfälle inmitten der Pubertät stattfanden (unter 13- bis 16-Jährigen). Alles deutet darauf hin, dass diese Schüler es innerhalb des Erziehungssystems nicht aushielten. Drill und Disziplin ist an Grund- und Mittelschulen keine Seltenheit. Die meisten Schulen sind überbelegt: Eine Mittelschule in der chinesischen Provinz Henan steckte mehr als 100 Schüler in eine einzige Klasse. Schulen in der Stadt Wuhan hängen Listen mit den Noten aller Schüler aus, präsentierten die Namen der "Versager" öffentlich. Solche diskriminierenden Praktiken sind verbreitet. Um dieser Diskriminierung zu entfliehen machen die Kinder ständig Überstunden. Für Freizeit und Kind sein bleibt kaum Platz im Schulsystem.

Nach Angaben des Jahresberichts riet das Erziehungsministerium schon zweimal dringlich dazu, den extremen Schulstress für die Kinder zu vermindern und auch das überzogene Lernpensum außerhalb der Schulzeit zu reduzieren.

Trotz der erschreckenden Suizidzahlen wird sich am zermürbenden Stress für Chinas Schüler nichts ändern. Zumindest so lange nicht, wie die nationale Hochschulaufnahmeprüfung das höchste Ausbildungsziel bleibt. Der Schulunterricht ist ausschließlich darauf ausgerichtet, jegliche Prüfungen mit Bestnoten zu bestehen.

Negative Folgen sind aber nicht nur die dauergestressten Jugendlichen. Auch die alljährliche Akademikerschwemme in China zeigt, dass eine generelle Ausgewogenheit fehlt. 7,3 Millionen Absolventen sind 2014 von den Hochschulen entlassen worden – ein neuer Rekord. Die meisten von ihnen werden meist am Marktbedarf vorbei ausgebildet und finden daher auch immer schwerer Arbeit. Gleichzeitig mangelt es an qualifizierten Facharbeitern. In China wird aber genau nach ihnen händeringend gesucht.

Mit Informationen aus der Welt

Was soll man dazu noch sagen: Homo-Ampelmännchen in Wien

(Junge Freiheit) Die österreichische Hauptstadt bekommt in den kommenden Wochen an mehreren Standorten homosexuelle Ampelpärchen. Damit will die rot-grüne Stadtregierung für mehr „Weltoffenheit und Toleranz“ werben. Zudem soll geprüft werden, ob die neuen Abbildungen auch die Verkehrssicherheit erhöhen.

„Vor Installation der neuen Sujets wurde gezählt, wie häufig Menschen an diesen Kreuzungen die rote Ampel ignorieren. Nun soll erhoben werden, ob und inwiefern die Pärchen dieses Verhalten ändern“, sagte Sonja Vicht von der zuständigen Magistratsabteilung.

Anlaß ist unter anderem der bevorstehende Eurovision Song Contest sowie die Wiener Regenbogenparade. Neben heterosexuellen Paaren werden dabei auch zwei Männer und zwei Frauen mit einem Herzen auf den Ampeln abgebildet. Insgesamt sind 50 Standorte vorgesehen.

FPÖ und ÖVP kritisieren Steuergeldverschwendung

Kritik kam von der Wiener FPÖ. „Ich gehe davon aus, daß es diese allerdings in allen erdenklichen, genderkonformen Variationen geben wird. Sprich, nicht nur Männchen mit Weibchen, Weibchen mit Weibchen, Männchen mit Männchen, sondern auch in allen anderen Facetten des Transgendertums“, sagte der Sprecher für Verkehrspolitik, Toni Mahdalik.

„Es ist mittlerweile wirklich ärgerlich, daß für jeden Blödsinn Geld vorhanden ist, in die Wirtschaft und damit in ein Senken der Armuts- und Arbeitslosenzahlen jedoch nicht investiert wird“, kritisierte der FPÖ-Politiker.

Auch von der konservativen ÖVP kam Widerstand. „Das Verprassen“ der Steuergelder gehe „hemmungslos weiter“, warnte Landeschef Manfred Juraczka. „Die rot-grüne Stadtregierung verkommt immer mehr zur Skurrilitätennummer. Höchste Zeit, daß Rot-Grün endlich der Vergangenheit angehört.“

Ein Drittel aller Babys nutzt mobile Medien

(Aponet) Obwohl viele Kinderärzte Fernsehen, Computer, Smartphones und Tablets für unter Zweijährige eher kritisch sehen, gehören mobile Medien offenbar schon für Babys und Kleinkinder zum Alltag. Das haben US-amerikanische Wissenschaftler jetzt zeigen können.

Mehr als ein Drittel der Babys, deren Eltern an der Studie teilnahmen, tippten schon, bevor sie Laufen oder Sprechen lernten auf Smartphones und Tablets herum, berichteten die Wissenschaftler auf einer Tagung von Kinderärzten in San Diego (USA). "Wir hatten nicht damit gerechnet, dass schon sechs Monate alte Kinder damit beginnen, solche Geräte zu nutzen", sagte Studienleiterin Hilda Kabali. "Einige dieser Kinder verbrachten bis zu eine halbe Stunde vor dem Bildschirm."

Wie aus ihrer Befragung von 370 Eltern, deren Kinder zwischen sechs Monaten und vier Jahren alt waren, hervorging, war eine erstaunlich große Zahl an Kindern unter einem Jahr häufig Mediengeräten ausgesetzt. So hatte die Hälfte von ihnen schon Sendungen im Fernsehen gesehen, ein Drittel hatte schon auf einem Bildschirm getippt oder gescrollt, 24 Prozent hatten schon einmal jemanden angerufen, 15 Prozent nutzten Apps und 12 Prozent spielten Videospiele. Wie die Forscherin berichtete, nutzten mit zwei Jahren die meisten Kinder mobile Geräte. Bei der Frage nach der Zeitspanne stellte sich heraus, dass bei den Einjährigen eines von sieben Kindern mindestens eine Stunde pro Tag mit mobilen Geräten zubrachte. Die Anzahl der Kinder, auf die dies zutraf, stieg mit zunehmendem Alter an. Bei Vierjährigen galt dies schon für 38 Prozent der Kinder.

Den Eltern dienen mobile Geräte meist dazu, ihre Kinder zu beschäftigen: So ließen 73 Prozent der Eltern ihren Nachwuchs mit Smartphones oder Tablets spielen, während sie sich dem Haushalt widmeten. 60 Prozent nutzen die mobilen Geräte, wenn sie Besorgungen machten, 65 Prozent um ihre Kinder zu beruhigen und 29 Prozent um sie zum Einschlafen zu bringen.

Eltern-Sorgen sind berechtigt: Schlafstörungen und Depressionen durch nächtliche Smartphone-Nutzung

Eltern machen sich zurecht Sorgen wegen der Smartphone-Nutzung ihrer Kinder, wie eine aktuelle Studie der Uni Basel zeigt.

Schüler zwischen 12 und 17 Jahren gaben bei der Befragung zur Studie an, bis spät in die Nacht noch Nachrichten zu schreiben, mit Freunden zu chatten oder Videos zu schauen – mit nicht unerheblichen Folgen: „Das Risiko für Schlafprobleme und depressive Störungen steigt“, berichtet Studienleiter Sakari Semola.

Die Engländer nennen diese schlaflosen Jugendlichen “Vampir-Kinder“

Gegenüber der ‘Daily Mail‘ erzählte eine Mutter vom täglichen Kampf mit ihrem erst 10-jährigen Sohn wegen seines Tablets. Er braucht es, weil er für die täglichen Hausaufgaben auf eine Web-Seite gehen muss. Nun muss die Mutter jeden Abend darum kämpfen es ihm wegzunehmen. Aus Verzweiflung hat sie angefangen, das Tablet zu ihren Eltern zu bringen, die in der Nachbarschaft leben. Ihr Sohn schleicht nachts durch die Wohnung und sucht das Tablet…

Kinder brauchen die Unterstützung der Erwachsenen


Laut Medien-Experten sollten Eltern den Kindern einen Rahmen geben, der die Nutzung des Handys einschränkt. Eltern sollten dem Kind zeigen wieso es wichtig ist, das Smartphone oder Tablet in der Nacht nicht zu nutzen. Dabei sind Auseinandersetzungen unvermeidbar. Im Streit sollten aber Drohungen vermieden werden und Eltern sollten vielmehr aufzeigen, wie Kinder dem Druck, ständig erreichbar zu sein, wiederstehen können. „Kinder müssen lernen, sich zu mäßigen und dazu brauchen sie die Unterstützung der Erwachsenen.“

Mit Informationen aus 20min.ch

Rom: 40.000 beim Marsch für das Leben/SOS LEBEN dabei

Bei der "Marcia per la Vita" am 10. Mai 2015 nahmen etwa 40.000 Personen teil.

Prominentester Teilnehmer war Kardinal Raymond Burke.

Dieses Jahr beteiligten sich besonders viele Delegationen aus dem Ausland: Polen, Vereinigte Staaten, Frankreich, Niederlande, Großbritannien, Litauen usw.

Auch Deutschland war mit einer Delegation von SOS LEBEN vertreten.

Die Organisatorin der Marcia, Virginia Coda-Nunziante, erläuterte in einer Ansprache, dass in diesem Jahr nicht nur gegen die Abtreibungspraxis protestiert wird sondern auch gegen die geplante Einführung von Euthanasie.

[ausführlicher Bericht folgt]

München: 250 Teilnehmer bei 1000-Kreuze Aktion

(idea) - Rund 250 christliche Lebensschützer haben am 9. Mai in der Münchner Innenstadt für eine Kultur des Lebens demonstriert. Zu dem „Gebetszug“ unter dem Motto „1000 Kreuze für das Leben“ hatte das ökumenische Gebetsnetzwerk „EuroProLife“ eingeladen. Mitgeführte weiße Kreuze erinnerten daran, dass in Deutschland an jedem Werktag etwa 1.000 ungeborene Kinder abgetrieben werden. 

Bei einer Trauerzeremonie wurden 100 Rosen in die Isar geworfen. Dabei wurden je 50 Jungen- und Mädchennamen genannt und eine Totenglocke geläutet. Dank eines gut organisierten Polizeieinsatzes blieben Störungen von linksextremen Aktivisten weitgehend aus. In den vergangenen Jahren hatten sie versucht, Kreuze zu entwenden und in die Isar zu schmeißen. Diesmal blieb es bei vereinzelten Pfiffen und Rufen. 

Teilnehmer des Gebetszuges boten den Gegendemonstranten am Schluss des Gebetszuges Schokoladetafeln an. Man habe ihnen versichern wollen, dass man nichts gegen sie habe, sagte er der Vorsitzende von „EuroProLife“, Wolfgang Hering (München), der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Einige hätten das überraschende Geschenk abgelehnt, andere erfreut angenommen. Hering betonte den Gebetscharakter der Veranstaltung. Man habe das Leid unzähliger Frauen und ungeborener Kinder vor Gott beklagt und um Einsicht und Umkehr all jener gebetet, „die glauben, dass das Töten des sich entwickelnden menschlichen Lebens in ihrer Entscheidungsbefugnis liege“. Die Verurteilung einer Berufsgruppe sei damit nicht verbunden: „Gott liebt auch Abtreibungsärzte.“

Dienstag, 5. Mai 2015

Bildungspläne: Neuer Stil in der Gender-Debatte, gleiche Inhalte

Mathias von Gersdorff

In der Debatte um die Einführung der Gender-Ideologie in den Schulen geben die involvierten Politiker kaum einen Ton von sich. Nun scheinen sie eine neue Vorgehensweise zu versuchen, um das Projekt dem Volk schmackhaft zu machen. Insbesondere in Baden-Württemberg ist dies notwendig, denn eigentlich muss der neue Bildungsplan im Herbst verabschiedet werden.

Dieser neue Ton ist sicherlich Folge der Proteste gegen den baden-württembergischen „Bildungsplan 2015“, die seit November 2013 andauern. Damals begann der Realschullehrer Gabriel Stängle, Unterschriften für seine Petition „Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“ zu sammeln. Seitdem finden regelmäßig Straßendemonstrationen überall in Deutschland statt. Laufend werden neue Postkartenaktionen und Unterschriftensammlungen für Petitionen lanciert. Ein Ende der Proteste ist nicht in Sicht.

Andreas Stoch, Kultusminister Baden-Württembergs und damit zuständig für den „Bildungsplan“, besteht in einem Gespräch mit der Schwäbischen Zeitung darauf, dass alles nur ein Missverständnis und er Opfer von Verleumdungen sei: „Ich bekomme seit über einem Jahr unsägliche Dinge von den Menschen, die diese Thesen des Herrn Stängle vertreten.“

Beschwichtigungen des Kultusministers

Ansonsten gibt sich Stoch aber recht defensiv. So gibt er zu, dass der Entwurf für den Bildungsplan „vielleicht fehlerhaft gewesen sei, weil er den falschen Eindruck entstehen ließ“. Vor allem streitet er ab, dass Elisabeth Tuiders „Sexualpädagogik der Vielfalt“ in den Schulen zum Gebrauch kommt. Das zu denken, sei „schlicht absurd“, so Stoch.

Der Kultusminister behauptet, im Bildungsplan, der im Herbst 2015 verabschiedet werden soll, stünden „abstrakte Sätze, in denen Bildungsinhalte definiert werden“. Die konkrete Gestaltung des Unterrichts liege dann in den Händen der Lehrer. Stochs Zauberwort ist „Diskriminierung“: Im Zusammenhang mit „sexueller Akzeptanz“ ginge es ausschließlich darum, dass Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung nicht diskriminiert würden. Die Erläuterung von Sexualpraktiken sei hierfür völlig unnötig, so Stoch.

Im selben Tenor argumentiert eine Antwort der niedersächsischen Staatskanzlei auf eine Postkartenaktion der Initiative „Kinder in Gefahr“, die ich selber leite. Die Aktion protestierte gegen die Entschließung „Schule muss der Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Identitäten gerecht werden – Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlichen fördern – Diskriminierung vorbeugen“ des niedersächsischen Landtages vom 15. Dezember 2014.

Nur scheinbare Mäßigung der Genderisten

Im Text der Staatskanzlei wird zwischen Sexualerziehung im Sinne von Sexualpraktiken, Schwangerschaft usw. und Erziehung zur „Toleranz gegenüber der Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Lebensweisen“ unterschieden. Ausdrücklich werden die „Elternrechte hinsichtlich der Sexualerziehung“ genannt. Die neue Entschließung betont, dass sich die niedersächsische Landesregierung „mit den Schulen des Landes der besonderen Verantwortung gegenüber den Kindern und Jugendlichen und ihren Erziehungsberechtigten bewusst“ sei, so die Staatskanzlei.

Der Kommunikationsstil aus Stuttgart und Hannover ist moderater, sucht nicht mehr die offene Konfrontation („Wer gegen den Bildungsplan ist, ist homophob“), und dem Anschein nach zumindest nimmt er die Sorgen der Eltern ernst. Doch beim näheren Hinschauen stellt man fest, dass es sich nur um eine neue strategische Positionierung handelt, die keines der Kernanliegen der „Genderisten“ preisgibt.

Indem sie die „Frühsexualisierung“ abstreiten, wollen die Befürworter „sexueller Akzeptanz“ den Gegnern den Wind aus den Segeln nehmen, denn die Vorstellung, die Kinder würden schon ab dem ersten Grundschuljahr mit Sexualpraktiken Homosexueller, Bisexueller, Transsexueller usw. konfrontiert – also etwa wie im Praxisbuch Elisabeth Tuiders „Sexualpädagogik der Vielfalt“ vorgesehen – brachte die Eltern in Rage und trieb sie auf die Barrikaden.

Philosophischer Angriff auf die Grundlagen unserer Zivilisation

Doch ohne Frühsexualisierung läßt sich „Sexuelle Vielfalt“ nicht vermitteln. Wie soll ein Kind im ersten Grundschuljahr kapieren, was homosexuelle Personen sind, wenn man ihm die körperlich-affektive Beziehung zwischen Menschen gleichen Geschlechts nicht erklärt? Wie sollen Kinder die Existenz von Transsexuellen „akzeptieren“, wenn man ihnen nicht erläutert, dass die Geschlechtsorgane chirurgisch verändert wurden? Wie soll ein Kind völlig frei von jeglichem sexuellen Bezug begreifen, was bisexuelle Menschen sind?

Heutzutage halten viele Fortpflanzung und Sexualität für zwei völlig voneinander getrennte Dinge. Trotzdem lassen sich sogenannte sexuelle Identitäten nicht unabhängig von der menschlichen Möglichkeit zur Fortpflanzung erklären. Denn was Homosexuelle und Menschen sonstiger sogenannter sexueller Orientierungen kennzeichnet, ist, dass sie Dinge tun, die Intimitäten zwischen Mann und Frau parodieren.

Abgesehen davon ist schon die philosophische Grundlage dieser Gender-Erziehung elementar falsch. Die Vorstellung, es gäbe viele sexuelle Orientierungen, geht von der irrigen Annahme aus, es existierten Geschlechtstypen, die nichts mit der biologischen Beschaffenheit des Menschen zu tun hätten. Erziehung nach dem Prinzip, es gäbe eine große „sexuelle Vielfalt“ und nicht nur Männer und Frauen, wäre eine Erziehung, in der die Phantasie die Vernunft ersetzt. Sie stellt damit einen philosophischen Angriff auf die Grundlagen unserer Zivilisation dar.

Die CDU schaut zu

Zu Recht wurde kritisiert, hier ginge es nicht um Erziehung, sondern um eine Indoktrination, die ein völlig neues Menschenbild oktroyieren will, das sich an den Interessen der LSBTIQ-Lobby orientiert (zum Einfluss dieser Lobby in der Redaktion des „Bildungsplanes 2015“ siehe hier).

Die CDU hat sich, soweit es ihr möglich war, aus der ganzen Debatte um die Einführung dieses Irrsinns in den Schulen herausgehalten. Es gab zwar hier und da Stellungnahmen – vor allem in den Landtagsdebatten in Stuttgart und Hannover –, doch insgesamt ist das zu wenig angesichts der Bedeutung des Themas und der massiven moralischen Bedrohung der Kinder.

Die CDU hat wohl inzwischen den Ärger und das Unverständnis der Bürger gespürt. So haben nun einige baden-württembergische Landtagsabgeordnete „verfassungsrechtliche“ Bedenken gegenüber den Vorhaben der grün-roten Landesregierung geäußert. Es wäre nicht das erstemal, dass die Union diesen Weg wählt, um sich nicht politisch mit einem „lästigen“ Thema beschäftigen zu müssen: Paragraph 218 StGB, Enteignungen 1945-1946 in der Sowjetischen Besatzungszone, Lebenspartnerschaftsgesetz usw.: Nachdem die CDU in Karlsruhe scheiterte, hat sie sich schlicht aus der Affäre geschlichen.

Verfassungsrechtliche Bedenken kein Ersatz für klare Positionierung

Im Falle des Paragraphen 218 ist das besonders beschämend, weil Karlsruhe dem Bundestag eine „Beobachtungs- und Nachbesserungspflicht“ angeordnet hatte. Der Bundestag sollte also im nachhinein prüfen, ob die Zahl der Abtreibungen nach dem neuen Gesetz tatsächlich sinken würde. Doch die Bundestagsabgeordneten wollten sich mit dem schwierigen Thema überhaupt nicht mehr befassen. Auch der CDU ist das Thema lästig.

„Verfassungsrechtliche Bedenken“ sind kein Ersatz für eine eindeutige Positionierung. Die CDU sollte den Kampf gegen den grün-roten Bildungsplan nicht scheuen, sondern sich mit den Eltern verbünden und klar sagen: Nein zur „Akzeptanz sexueller Vielfalt“! Nein zu jeglicher Gender-Indoktrination!