Donnerstag, 18. September 2014

Frankfurt am Main am 19. September 2014: Kundgebung gegen Christenverfolgung im Irak und Syrien


Grußwort zum „Marsch für das Leben“ am 20. September 2014 in Berlin

Herrn
Martin Lohmann
Bundesverband Lebensrecht e.V.
Fehrbelliner Straße 99
10119 Berlin



Sehr geehrter Herr Lohmann,

in den letzten Wochen habe ich immer wieder Artikel gelesen oder Videos angesehen, die die historischen Ereignisse vor 25 Jahren behandeln, die zum Fall der Berliner Mauer, zum Untergang des sowjetischen Imperiums, zur Vereinigung Deutschlands und für Hunderte Millionen Menschen zu einem Leben in Freiheit führte. Man blickt auf diese Geschehnisse vor 25 Jahren mit Freude und Dankbarkeit zurück.

Doch diese Freude wird für uns Lebensrechtler getrübt durch das Wissen, dass die Einheit Deutschlands mit einer weiteren Liberalisierung des § 218 StGB einherging. Die DDR hörte auf zu existieren, der Kommunismus wurde besiegt, doch das vereinte Deutschland übernahm die Fristenlösung aus dem ehemals kommunistischen Teil unserer Heimat. Die hinzugefügte Beratungspflicht ist kaum mehr als ein Feigenblatt.

Für viele Menschen begann vor 25 Jahren eine Zeit, in der ihre Grundrechte endlich respektiert und geschützt wurden. Das galt aber nicht für die Ungeborenen. Deswegen müssen wir weiterhin kämpfen, damit auch sie, die ungeborenen Kinder, eines Tages ein Grundrecht auf Leben erhalten und diese auch von Staat geschützt wird.

Die Ereignisse vor 25 Jahren zeigen uns aber auch, dass es Wunder gibt. Niemand konnte damals ahnen, dass Kommunismus und Unfreiheit in wenigen Monaten hinweggefegt werden würden.

Und es geschehen immer noch Wunder. Für mich ist die Tatsache, dass der „Marsch für das Leben“ Jahr für Jahr wächst und an Ausstrahlung gewinnt, ein Wunder.

Die Feinde des Lebens haben damit gerechnet, dass die Lebensrechtler nach der Novellierung des § 218 StGB im Jahr 1995 mit der Zeit verschwinden würden.

Der „Marsch für das Leben“ in Berlin beweist das Gegenteil. Und was den Feinden des Lebens wohl am meisten Sorge bereitet: Die Teilnahme von jungen Menschen steigt von Jahr zu Jahr.

Als Christen ist unsere Gesinnung durch die drei Tugenden Glaube, Liebe, Hoffnung bestimmt. Beim „Marsch für das Leben“ zeigen wir, dass wir danach leben:

Wir glauben fest an unsere Mission und daran, dass das Gute eines Tages siegen wird.

Wir zeigen unsere Nächstenliebe zu den ungeborenen Kinder, zu den Frauen, die sich von der Abtreibungslobby haben verführen lassen, zu den Menschen mit Behinderungen, die genauso wertvoll und dieselben Grundrechte besitzen, wie alle anderen Menschen auch.

Wir hoffen auf die Hilfe Gottes, denn Er wird nicht zulassen, dass die Ungerechtigkeit am Ende siegt.

Die „Deutsche Vereinigung für eine Christliche Kultur“ ist Ihnen, sehr geehrter Herr Lohmann, sehr dankbar, dass Sie, trotz der vielen gehässigen Anfeindungen, die Organisation des „Marsches für das Leben“ jedes Jahr auf sich nehmen. Wir wissen, welches Opfer dies für Sie und Ihre Familie bedeutet. Seien Sie unserer Gebete für Sie und den „Marsch für das Leben“ versichert.

Wir werden uns weiterhin unermüdlich dafür einsetzen, dass das Recht auf Leben der ungeborenen Kinder in Deutschland und Europa anerkannt und respektiert wird. Und wir möchten alle Teilnehmer des diesjährigen „Marsches für das Leben“ ermutigen. Denn wir sind uns sicher: Am Ende siegt die Gerechtigkeit; am Ende siegt das Leben!

Mit freundlichen Grüßen

Mathias von Gersdorff

20. September 2014: Marsch für das Leben in Berlin

– 13:00 Uhr: Beginn mit Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt
(Willy-Brandt-Straße, 10557 Berlin), anschließend Beginn des Marsches.
Die Wegstrecke ist voraussichtlich rund 4 km lang und rollstuhlgeeignet.
– ca. 15:30 Uhr: Abschlussgottesdienst
– ca. 16:30-17:00 Uhr: Ende der Veranstaltung
Weitere Teilnehmerinfos: Marsch für das Leben

Kirchenvertreter rufen zum Berliner "Marsch für das Leben" am 20. September 2014 auf

(PM BVL) Vertreter der römischen-katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland rufen zum Marsch für das Leben am 20. September 2014 in Berlin auf. In ihren Grußworten bringen sie zum Ausdruck, wie wichtig der Lebensschutz für die Glaubwürdigkeit einer humanen Gesellschaft sei. Auch Papst Franziskus unterstützt den Marsch für das Leben und betont in seiner Botschaft: „Das Recht auf Leben ist Grundlage der Kultur und des verfassten Gemeinwesens. Jeder Mensch hat eine unverbrüchliche Würde. Er darf nicht zur Wegwerfware werden“ Gerhard Kardinal Müller bedankt sich bei den Organisatoren und Teilnehmern des Marsches „für Ihr mutiges Zeugnis“ und betont: „Das Maß effektiven Lebensschutzes ist zugleich der Gradmesser authentischer Humanität einer Gesellschaft.“ 

 Ebenso ermutigt der neue Erzbischof von Köln, Dr. Rainer Maria Kardinal Woelki zur Teilnahme am Marsch für das Leben: „Selbstverständlich ist jeder Mensch gleich wertvoll!“ Er wünscht sich, „dass es damit ein Ende hat: es soll niemand mehr für eine Idee, für eine Ideologie oder für ein individuelles Ziel sterben müssen.“
 
In ähnlicher Weise unterstreicht der Bischof von Augsburg, Dr. Konrad Zdarsa: „Abtreibung und Euthanasie richten sich gegen Personen in einer besonders empfindlichen Situation, in einer Situation existentieller Schwäche und Angewiesenheit auf diese Solidarität. Wird sie gerade in dieser Situation extremer Schwäche und Angewiesenheit verweigert, wirft dies einen fürchterlichen Schatten auf die Humanität einer Gesellschaft.“

 
Auf den ökumenischen Konsens im Bereich des Lebensschutzes macht der Bischof von Regensburg, Prof. Dr. Rudolf Voderholzer aufmerksam und ermutigt dazu, als Christen gemeinsam das zu tun, „was wir schon gemeinsam tun können“: die gemeinsame Einforderung der gesetzlich vorgesehenen Evaluierung der staatlichen Abtreibungsregelung und die gemeinsame Teilnahme am Marsch für das Leben, um ein gemeinsames Zeugnis für den Lebensschutz zu geben.

 
Der Bischof von Eichstätt und neue Vorsitzende von „Kirche in Not“, Dr. Gregor Maria Hanke OSB betont die Heiligkeit menschlichen Lebens und mahnt mit einem Wort von Papst Franziskus: „Wenn diese Überzeugung hinfällig wird, bleiben keine festen und dauerhaften Grundlagen für die Verteidigung der Menschenrechte.“

 
Aus den katholischen Laienbewegungen richten Alois Glück, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), und Prof. Hubert Gindert, Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken, Grußworte an die Teilnehmer des Marsches. Glück erinnert an den gemeinsamen Einsatz des ZdK mit vielen katholischen Verbänden wie dem BVL „für den unbedingten Schutz des menschlichen Lebens von seinem Beginn bis zu seinem Ende“. Angesichts der aktuellen politischen Debatte um Sterbehilfe und Euthanasie unterstreicht er: „Wir setzen uns für ein striktes Verbot aller Formen organisierter Sterbehilfe ein.“ Gindert, der selbst am Marsch teilnehmen wird, ermutigt: „Lassen wir nicht zu, dass unsere Gesellschaft zu einer Wegwerfgesellschaft wird, in der Geschäftemacher unter dem Vorwand der Selbstbestimmung die Not von Menschen ausnutzen und diejenigen selektiert werden, die als eine Belastung angesehen werden oder der Selbstverwirklichung im Wege stehen.“

 
Dr. h.c. Frank Otfried July, Landesbischof der Evangelischen Kirche in Württemberg und Vizepräsident im Lutherischen Weltbund, ruft zu einem eindeutigen „Ja zum Leben auf“: „Angesichts neuer Forschung und immer neuer Möglichkeiten ist es wichtig, ein grundsätzliches und eindeutiges ,JA zum Leben’ zu sagen. Am Lebensanfang wie am Lebensende sollen Menschen die größtmögliche Unterstützung erfahren, so dass dieses große JA nicht durch viele kleine ,Neins’ ausgehöhlt wird.“

 
Hans-Jörg Voigt, D.D., Bischof der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche und Vorsitzender des Internationalen Lutherischen Rates, der im vergangenen Jahr beim Abschlussgottesdienst des Marsches den Segen spendete und 2009 in dem Rahmen predigte, betont in seinem Grußwort: „Dass wir unsere Stimme erheben für die, die keine Stimme haben, ist unsere Pflicht als Christen wie als Bürger dieses Landes. ... Dabei sind wir der festen Überzeugung, dass der Tabubruch am Anfang des Lebens und am Ende des Lebens durch Abtreibung und Euthanasie der Gesellschaft tiefen bleibenden Schaden zufügt.“

 
Der Marsch für das Leben findet in diesem Jahr zum zehnten Mal statt und steht unter dem Motto: Ja zum Leben – für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie! Jeder Mensch ist gleich wertvoll, unabhängig von Eigenschaften und Umständen. Organisiert und durchgeführt wird der Marsch für das Leben vom Bundesverband Lebensrecht (BVL), einem Zusammenschluss von 13 Lebensrechtsorganisationen. Die zitierten Grußworte zum Marsch für das Leben 2014 können auf der Homepage www.marsch-fuer-das-leben.de eingesehen werden.

 
Der diesjährige Marsch für das Leben findet am 20. Sept. 2014 in Berlin statt. Beginn um 13 Uhr vor dem Bundeskanzleramt.

Niedersachsen: CDU gegen Frühsexualisierung an Schulen

(Junge Freiheiit) Die CDU hat Pläne der rot-grünen Landesregierungin Niedersachsen kritisiert, „Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität“ an Schulen verbindlich zu thematisieren. „Kinder und Jugendliche dürfen auch nicht überfordert werden“, sagte die Landtagsabgeordnete Karin Bertholdes-Sandrock der Nordwest-Zeitung. „Auf keinen Fall kann es sein, daß beispielsweise Schwule und Lesben in den Klassen allein gegenüber den Kindern auftreten.“

SPD und Grünen warf sie vor, zu wenig Sensibilität bei diesem Thema zu zeigen. Dennoch unterstütze sie grundsätzlich das Ziel, „zu Toleranz zu erziehen“. Die Grünen dagegen verteidigten ihren Gesetzantrag, der am Freitag im Kultusausschuß beraten werden soll.

Demonstration geplant

„Es ist erschreckend, daß schwule und lesbische Jugendliche sich noch immer in den Schulen massiv Mobbing ausgesetzt sehen und deshalb viele homosexuelle Schülerinnen und Schüler – aber auch Lehrkräfte – Angst haben, sich in der Schule zu outen“, beklagte die Grünen-Politikerin Ina Korter.

Gegen die rot-grünen Pläne formiert sich auch im Internet zunehmend Widerstand. Eine Petition des Freie-Wähler-Politikers Gerriet Kohls gegen den Vorstoß konnte bisher mehr als 6.400 Unterschriften sammeln. Für Freitag rief Kohls ab 11.30 Uhr zu einer Demonstration vor dem Landtag auf.

Dienstag, 16. September 2014

20. September 2014: Marsch für das Leben in Berlin

– 13:00 Uhr: Beginn mit Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt
(Willy-Brandt-Straße, 10557 Berlin), anschließend Beginn des Marsches.
Die Wegstrecke ist voraussichtlich rund 4 km lang und rollstuhlgeeignet.
– ca. 15:30 Uhr: Abschlussgottesdienst
– ca. 16:30-17:00 Uhr: Ende der Veranstaltung
Weitere Teilnehmerinfos: Marsch für das Leben

Ernährungsverhalten von Kindern und der Einfluss von Werbung

Wir kennen wohl heute kaum noch ein Fernsehprogramm oder eine Zeitschrift, die nicht in irgendeiner Form für Produkte wirbt. Werbung manipuliert und suggeriert Bedürfnisse – besonders bei Kindern. Und Bedürfnisse sind Auslöser für Konsumverhalten.

Die Bedürfnisse der Kinder macht sich die Wirtschaft zu Nutze und kreiert und produziert ständig neue Helden und Produkte um diese Helden herum, sogenannte Merchandising-Artikel wie Kleidung, Rucksäcke, Geschirr, Bücher, DVDs, Spielzeug, Essen etc.

Studien zeigen, welchen Einfluss Werbung auf das Essverhalten der Kinder hat. Dabei spielen auch die Eltern eine wesentliche Rolle. Forscher von der Universität Klagenfurt haben eine interessante Beobachtung gemacht: Weniger selbstbewusste Kinder greifen offenbar öfter zu ungesunden Nahrungsmitteln aus der Fernsehwerbung und vertrauen ihr eher.

Ralf Terlutter, Professor für Marketing und Internationales Management, befragte 249 Grundschulkinder im Alter zwischen sieben und zehn Jahren. "Wir wollten wissen, wie sehr das Körpergewicht und die Körperwahrnehmung Einfluss auf die Werbekompetenz haben." Das Ergebnis der Umfrage: Je geringer das Selbstwertgefühl, das durch beide Faktoren beeinflusst wird, desto eher glaubten die Kinder den TV-Spots. "Werbung hat sicher Auswirkungen auf die Wünsche und das Essverhalten der Kinder", sagt Terlutter.

Auch Forscher der University of Michigan kamen 2013 in einer Studie mit 100 Eltern und ihren Vorschulkindern zu dem Ergebnis: Kinder, die gemeinsam mit ihren Eltern normales TV-Programm sehen, essen offenbar mehr Junk-Food als jene, die werbefreies Programm vorgesetzt bekommen. Zudem haben sie häufiger verfälschte Vorstellungen darüber, was gesundes Essen ist.

Welche Rolle Verpackungen und die optische Aufmachung spielen können, zeigen auch die Ergebnisse der bisher größten Studie in Deutschland zum Thema Kinderernährung: Die Beobachtungsstudie DONALD der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn läuft seit 1985. Das Besondere: Alle teilnehmenden Kinder und Jugendlichen werden vom Säuglings- bis ins Erwachsenenalter begleitet und untersucht. "Wir konnten sehen, dass die Kinder immer mehr Kohlenhydrate zu sich nehmen, sich die Ballaststoff-Zufuhr jedoch verschlechterte", sagt Anette Buyken, die an der Studie mitarbeitet.

Beachtlich ist auch, wie groß der Einfluss des sozialen Umfelds ist: "Bei unseren Auswertungen stellten wir fest, dass Kinder, deren Eltern aus höheren gesellschaftlichen Schichten stammten, sich auch deutlich gesünder ernährten."

Mit Angaben aus Spiegel online

Prostitution und Menschenhandel sind untrennbar

Über 30 Jahre lang war Manfred Paulus als Leiter einer Kriminalinspektion in Ulm für Prostitution und Frauenhandel zuständig. Die EU schickte ihn als Experten in die Rekrutierungsländer der Frauen, die in Deutschland in Bordellen und auf dem Straßenstrich landen. Von Weißrussland bis Rumänien recherchierte Paulus, wie die Ware Frau nach Deutschland gebracht wird.

In einem Interview vom 18.08.14, mit Emma, nimmt er Bezug auf die Forderung der SPD, man müsse zwischen Menschenhandel und Prostitution unterscheiden und sagt dazu: „Wir haben in der Prostitution in Deutschland heute bis zu 100 Prozent Frauen aus dem Ausland. Es sollte klar sein, dass eine Weißrussin aus dem Tschernobyl-Gebiet oder eine Roma aus dem Ghetto in Rumänien sich niemals alleine aufmachen kann, um sich in Deutschland zu prostituieren. Sie haben kein Geld, keine Bezugsperson, keine Anlaufstelle. Die Frauen werden ins Land geschleust. Da haben sich inzwischen hochkriminelle Strukturen gebildet und die organisierte Kriminalität hat das Gewerbe fest im Griff. Die geforderte Trennung lässt Schlimmstes befürchten.“

Diese unrealistische Einschätzung erklärt sich Paulus so: „Da sind offensichtlich Leute am Werk, die das Milieu nicht oder zu wenig kennen und sich diesen Mythos von der sauberen Prostitution von den Lobbyisten einflüstern lassen – bewusst oder unbewusst. Das scheint mir bereits 2001 der Fall gewesen zu sein, als SPD und Grüne das heutige Prostitutionsgesetz gemacht haben. Damals hat man zum Beispiel ein “Weisungsrecht“ für Bordellbetreiber in das Gesetz geschrieben. Wir sind wahrscheinlich das einzige Land der Welt, das Bordellbetreibern gegenüber Frauen ausdrücklich so ein Recht einräumt.

Die SPD, der Bundesverband der Unternehmer im Erotikgewerbe und der Bundesverband erotische und sexuelle Dienstleistungen haben in einer Anhörung erklärt, dass die große Mehrheit der Prostituierten “freiwillig“ arbeite und Zwangsprostitution eine “Randerscheinung“ sei. Paulus ist zusammen mit vielen Kollegen der Meinung: 98 Prozent der Frauen, die sich in Deutschland prostituieren, tun das fremdbestimmt. Freiwillige Prostituierte begegnen mir nur an einem Ort: in Talkshows. Aber „Freiwilligkeit ist eben ein wahres Zauberwort. Wenn die Prostitution freiwillig stattfindet, dann hat der Bordell-Betreiber, der Freier kein Problem mehr. Und dann hat die Polizei, die Justiz, die Politik keine Handhabe mehr. Die Wahrheit ist aber eine ganz andere. Von Freiwilligkeit zu sprechen halte ich für zynisch.

Auf die Frage, was dann in einem neuen Prostitutionsgesetz stehen solle, antwortet Paulus: „Sehr wichtig ist, dass das Weisungsrecht fällt und Prostitution nur als selbstständige Tätigkeit und erst ab 21 Jahren ausgeübt werden darf. Eine An- und Abmeldepflicht und auch die Wiedereinführung der Gesundheitsuntersuchung sind wichtig. Im Grunde müssen alle Punkte, die die CDU/CSU vorgelegt hat, ins Gesetz.“


„Wir haben heute Vorzeige-Bordelle aus Marmor und Edelstahl. Doch dahinter steckt organisierte Kriminalität die alles steuert. Um diese Strukturen aufzubrechen, genügt es nicht zu sagen: Der Bordellbetreiber, der nur ein Strohmann sein könnte, muss sich anmelden, dann ist alles erledigt. Es darf nicht passieren, dass bei der Reform Stückwerk herauskommt, das wieder nur den Profiteuren der Prostitution nützt.“

„Im Ausland schüttelt man über die deutsche Gesetzgebung den Kopf. Ich denke, dass der Druck aus den Herkunftsländern der Frauen auf die deutsche Politik größer werden wird. In all diesen Ländern weiß man sehr genau was hierzulande mit den Frauen passiert. Und man verachtet zutiefst, dass wir dem so gut wie nichts entgegensetzen. Wir haben mit dem Gesetz von 2002 den Tätern den Boden bereitet – wir haben sie mit den Freiheiten hierzulande angelockt. Es hat sich überall rumgesprochen, wie leicht man in Deutschland das Geschäft mit der Ware Frau betreiben kann. Wenn wir diese Freiheiten für die Täter jetzt um 180 Grad zurückdrehen, dann wird sich auch das wieder herumsprechen.“

Was wir hier als Freiheit bezeichnen, ist totale Unfreiheit für zahllose Frauen – das ist Sexsklaverei.

Immer mehr Pädophile: Expertin warnen vor Tricks im Netz

Für Jugendliche gehört das Chatten zum Leben, wie Telefonieren, E-mailen und SMS-Schreiben. Jeder weiß wie es geht, es ist unverbindlich und daher die einfachste Möglichkeit, neue Leute kennen zu lernen. Praktischerweise ohne Kontrolle der Eltern. Und genau darin liegt die Gefahr. Während sich die jungen Leute in den Chatrooms im Internet absolut anonym und sicher fühlen, schaffen es Pädophile, mit ein paar Mausklicks in die Kinderzimmer zu gelangen. Es sind Begegnungen mit oft schlimmen Folgen. Sie verstecken sich hinter falschen Namen, geben sich als Teenager aus und sind auf der Jagd nach ahnungslosen jungen Opfern.

Wahllos werden Spams, unerwünschte Werbe-Nachrichten und Links über mobile Messenger Dienste wie zum Beispiel Whatsapp verschickt, erklärt Katja Knierim. Sie ist Leiterin bei jugendschutz.net mit Sitz in Mainz. Ahnungslose Kinder und Jugendliche öffnen diese Seiten und landen nicht selten auf einer Porno-Seite. Bekannt ist, dass auch Glücksspiel-Anbieter diesen Weg nutzen und so auf sich aufmerksam machen.

Knierim warnt Kinder und Jugendliche eindringlich davor, Mails oder Nachrichten von unbekannten Absendern zu öffnen. „Es gibt Seiten, bei denen schon der Aufruf ausreicht, um ein kostenpflichtiges Abo abzuschließen.“ Ebenfalls warnt sie davor, Kontakte zu Menschen aufzunehmen, die man im realen Leben nicht kennt und dort alle persönlichen Angaben für andere zu verbergen. Auch Fotos sollten tabu sein. Wenn sich Pädophile in einen Chat von Kindern einschleichen, gibt es Anzeichen dafür. „Die Dialoge entwickeln sich dann in eine bestimmte, sexuelle Richtung, Fotos werden kommentiert, es werden intime Fragen gestellt“, erklärt die Expertin. Um Kontakte zu knüpfen werden Tricks angewandt. „Vorsicht ist geboten, wenn angebliche Casting-Agenturen um Fotos bitten. Manche Pädokriminelle geben sich auch als Prominente aus“.

„Pädokriminelle nutzen gezielt das Internet, um Kontakte zu Minderjährigen anzubahnen. Sie halten sich dort auf, wo Kinder und Jugendliche auch sind – in sozialen Netzwerken wie Facebook oder in Chats, die vor allem Kinder nutzen“ Nach Erfahrung von Experten von jugendschutz.net gibt es nur wenige Communities oder Chats, die ausreichende Sicherungsmaßnahmen besitzen, um Kinder zu schützen.

Deshalb sollten Eltern sich immer die Zeit nehmen um mit ihren Kindern über die Risiken zu reden. Dass „Freunde“ im Chat nicht immer wahre Freunde sind. Vor allem müssen Kinder lernen, dass sich im Netz User tummeln, die es nicht gut meinen. Und reale von virtuellen Freunden unterscheiden. Ebenso wichtig ist es, Regeln aufzustellen: Wie lange darf gesurft werden und auf welchen Seiten?

Quelle: Allgemeine Zeitung (Mainz)

Immer mehr junge Menschen erleben Gewalt und sexuelle Belästigung durch das Internet

Sachsen-Anhalts Schulpsychologen schlagen Alarm. «Wir stellen eine erschreckende Zunahme von Mobbing im Internet fest», sagte Angelika Weber, eine von 22 Schulpsychologen im Land. Sie werden immer dann hinzugezogen, wenn es Probleme mit Schülern, etwa einen plötzlichen Leistungsabfall, gibt. «Bei den Gesprächen mit den Kids stellt sich dann immer öfter heraus, dass sie von ihren Mitschülern im Internet gemobbt wurden», sagte Weber.

Das sogenannte Cybermobbing sei im Vergleich zu Hänseleien auf dem Schulhof besonders infam, weil es sich schnell verbreite und die Quelle oft anonym bleibe, sagte Weber. Im Unterschied zum Mobbing in der Schule hätten die Kids auch zu Hause keine Ruhe. Die Folge könnten schwere psychische Störungen sein.

«Wer ein geringes Selbstbewusstsein hat, ist fällig, und wer Ängste zeigt, ist dran.» Auch Schüler, die Werte und Normen aus dem Elternhaus mitbekommen hätten, seien bevorzugte Opfer, sagte Weber, die seit 1985 als Schulpsychologin tätig ist. «Täter sind oftmals Schüler mit weniger guten Leistungen.»

Mit der Verbreitung des Internets hat auch die Zahl der sexuellen Übergriffe auf junge Menschen in Ostdeutschland zugenommen. Von fast 1000 von der Hochschule Merseburg befragten Jugendlichen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen berichteten 45 Prozent der Mädchen und 14 Prozent der Jungen, sie seien im Internet sexuell belästigt worden. Insgesamt erlebten 59 Prozent der Mädchen und 23 Prozent der Jungen sexuelle Gewalt in irgendeiner Form. 1990 hatten erst 36 Prozent der Mädchen und 7 Prozent der Jungen in Ostdeutschland eine derartige Erfahrung gemacht.

In ihrer Freizeit, etwa im Sportverein oder Ferienlager, erlebten nach der neuen Befragung 26 Prozent der Mädchen und 6 Prozent der Jungen sexuelle Übergriffe. Sexuelle Belästigung in der Schule meldeten darin 10 Prozent der Mädchen und 5 Prozent der Jungen.

Lehrer, Eltern und Schüler müssten noch mehr für kompromittierende Bilder und beleidigende Texte im Internet sensibilisiert werden, forderte Weber. «Die Eltern sollten dabei die erste Anlaufstelle sein.» Sie sollten sich auch mehr Zeit für ihre Kinder nehmen, die sich mit ihren Problemen oft alleingelassen fühlten und immer weniger Hobbys pflegten.

Mit Informationen von News4teachers

Über WhatsApp nahmen sie Kontakt mit Opfer: Drei Männer wegen Kinderpornografie verhaftet

Eine 13-Jährige aus Bozen war über ein Jahr in den Fängen von drei Männern, die sich mit falscher Identität über WhatsApp an das Mädchen heranmachten. Um ihr Vertrauen zu gewinnen verschickten sie erst harmlose und lustige Nachrichten. Dann aber kam es zu ersten sexuellen Anspielungen bis zur Forderung von intimen Fotos.

Im Zeitraum zwischen 2012 und 2013 forderten die Männer das Mädchen auf sich auszuziehen und sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen und die Fotos weiter zu senden.

Die Mutter der Jugendlichen merkte im Lauf der Zeit, dass etwas nicht stimmte und alarmierte die Postpolizei, die die Kontakte der 13-Jährigen aufspürte. Ein Sizilianer, ein Mann aus der Toskana sowie ein Mann aus dem Veneto wurden festgenommen.

Die Trentiner Ermittler kamen bei ihren Rekonstruktionen auf die drei Männer, die sich untereinander nicht kennen aber über die Facebook-Seite des Mädchens an ihre Handynummer kamen. So konnten sie der 13-Jährigen auch auf dem Smartphone schreiben, wie die Tageszeitung Alto Adige berichtet.





Brandenburg und Thüringen: Wahlverhalten nach Konfession

(idea) – Die CDU hat bei den Landtagswahlen am 14. September in Thüringen und Brandenburg unter Katholiken und Protestanten überdurchschnittlich gut abgeschnitten. Bei Konfessionslosen – sie stellen in diesen Ländern eine deutliche Mehrheit – war der Zuspruch für die Union jedoch erheblich schwächer. Das ergab eine Wählerbefragung der für das ZDF tätigen Forschungsgruppe Wahlen (Mannheim). In Thüringen wurde die CDU mit 33,5 Prozent wieder stärkste politische Kraft, gefolgt von der Linkspartei (28,2 Prozent), der SPD (12,4 Prozent), der Alternative für Deutschland (10,6 Prozent) und Bündnis 90/Die Grünen (5,7 Prozent). 

Katholische Wähler entschieden sich weit stärker für die Christdemokraten (55 Prozent) als evangelische (41 Prozent). 

Von den Konfessionslosen votierten aber nur 26 Prozent für die Partei von Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht. 

Von den Thüringern ohne Kirchenbindung machten 34 Prozent ihr Kreuz bei der Linkspartei. Jeder fünfte evangelische Wähler gab dieser Partei seine Stimme; bei den katholischen waren es 13 Prozent. 

Die deutlich geschrumpfte SPD liegt lediglich bei den Protestanten mit 15 Prozent über ihrem Gesamtergebnis. 

Die AfD erreichte bei den Wählern ohne Konfession zwölf Prozent, bei Katholiken zehn und bei Evangelischen neun Prozent. Protestanten tendierten etwas stärker zu den Grünen (sieben Prozent) als Katholiken (sechs Prozent) und Konfessionslose (fünf Prozent). In Thüringen gehören knapp 31,6 Prozent der fast 2,2 Millionen Einwohner einer Kirche an (Stand Ende 2012). 23,7 Prozent sind evangelisch und 7,9 Prozent katholisch.

In Brandenburg holte die SPD erneut die meisten Stimmen (31,9 Prozent). Die CDU konnte mit 23 Prozent die Linkspartei (18,6 Prozent) überflügeln. Die AfD ist mit 12,2 Prozent fast doppelt so stark wie Bündnis 90/Die Grünen (6,2 Prozent). 

In der Gunst der Katholiken liegt auch in Brandenburg die CDU vorn (36 Prozent). Auffällig ist ihr starker Zuspruch mit 18 Prozent für die Grünen. 

Dagegen fallen AfD (acht Prozent) und Linke (sieben Prozent) deutlich ab. 

Protestanten bevorzugten die SPD (33 Prozent) vor der CDU (30 Prozent). Dahinter folgen AfD (elf Prozent), Grüne und Linke (jeweils neun Prozent). Konfessionslose stimmten vor allem für die SPD (32 Prozent) und die Linke (22 Prozent). Die CDU wurde bei ihnen nur dritte Kraft (18 Prozent) vor AfD (14 Prozent) und Grünen (fünf Prozent). Das Bundesland Brandenburg hat 2,4 Millionen Einwohner. Davon sind 16,9 Prozent evangelisch und 3,2 Prozent katholisch.

Dienstag, 9. September 2014

Sexting: Ein gefährlicher Trend unter Jugendlichen

Einer Studie der Universität Merseburg aus dem Jahr 2013 zufolge, hat fast jedes fünfte Mädchen und jeder neunte Junge zwischen 16 und 18 Jahren bereits Nacktfotos von sich gemacht. Sechs Prozent stellten die Bilder ins Netz, gibt die Saarbrücker Zeitung bekannt.

Bei diesem neuen Phänomen fotografieren sich Jugendliche nackt oder in lasziven Posen und senden die Bilder via Handy an ihren Liebespartner oder ihr Date. Es soll als Liebesbeweis dienen. Doch dies birgt große Gefahren – die Fotos können, zum Beispiel nach einer Trennung, aus Rache per Handy an unerwünschte Zuschauer gelangen und in sozialen Netzwerken im Internet veröffentlicht werden.

Das größte Risiko bei Sexting besteht darin, dass die Inhalte sehr schnell verbreitet werden, sich aber nur schwer oder gar nicht löschen lassen und für immer im Netz bleiben.

Die Gefahr, dass das Material zweckentfremdet wird, ist groß. In den falschen Händen können freizügige Bilder als Druckmittel eingesetzt werden. Die Täter nutzen hierbei die Angst ihrer Opfer vor einer Veröffentlichung aus und erpressen weitere Fotos oder Geld. Ist ein Bild erst einmal im Umlauf, haben die Abgebildeten keine Kontrolle mehr darüber. Teenager sind sich der weitreichenden Konsequenzen nicht bewusst. Mädchen werden häufiger Opfer von Mobbingattacken infolge von Sexting.

Nicht nur Erwachsene, sondern auch Minderjährige, die Jugendlichen unter 16 Jahren pornografisches Bild- oder Videomaterial verschicken, machen sich strafbar. Jugendliche unter 16 Jahren können zudem wegen Erstellung oder Verbreitung von Pornografie rechtlich belangt werden und kann strafrechtliche Folgen haben, egal ob die Inhalte sie persönlich oder andere Minderjährige betreffen.

20. September 2014: Marsch für das Leben in Berlin

– 13:00 Uhr: Beginn mit Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt
(Willy-Brandt-Straße, 10557 Berlin), anschließend Beginn des Marsches.
Die Wegstrecke ist voraussichtlich rund 4 km lang und rollstuhlgeeignet.
– ca. 15:30 Uhr: Abschlussgottesdienst
– ca. 16:30-17:00 Uhr: Ende der Veranstaltung
Weitere Teilnehmerinfos: Marsch für das Leben

Abschied vom Handy-Verbot im Unterricht?

In einer Klasse an der Walter-Bader-Realschule in Xanten am Niederrhein ist die Nutzung des eigenen Handys - an normalen Schulen strengstens untersagt oder gar mit Abnahme des Geräts bestraft - nicht nur erlaubt. Sondern Programm.

Die Idee stammt aus der Wirtschaft: Anstatt Mitarbeiter mit Technik auszustatten, erlaubt der Arbeitgeber die Nutzung eigener Geräte. "Bring Your Own Device" (BYOD), lautet das Motto - weil Arbeit damit schneller und besser von der Hand gehe, außerhalb des Büros möglich sei; und weil eine Firma dann weniger in Geräte investieren muss.

Die Forscher erproben jetzt, mit zwei deutschen und zwei niederländischen Schulen, wie sich das Konzept auch auf den Unterricht übertragen lässt. So hat das Handy in Xanten sowie in Moers, ebenfalls in Nordrhein-Westfalen, Einzug in die Schulen gehalten. Hoch offiziell.

Doch es soll auch Regeln bei der Smartphone-Nutzung geben: Online dürfen die Schüler erst gehen, wenn der Lehrer es erlaubt. Facebook checken oder SMS versenden sind strengstens verboten – ebenso das Handy in der Pause zu nutzen. Lächerlich! Wer glaubt, dass sich die Schüler daran halten?

Lehrer Jens Weichelt spricht sich offen gegen den Internet-Unterricht in Xanten aus. “Der Lehrer kann nie im Blick haben, womit sich die Schüler auf ihrem Smartphone beschäftigen“, sagt Weichelt. Er argumentiert, dass niemand überprüfen könne, woher genau der Schüler die Informationen hat, die er sich aus dem Internet holt.

Im Durchschnitt sind Schülern 197 Minuten pro Tag online (JIM-Studie 2013). Da können weitere Stunden in der Schule ja nicht schaden.

Mit Material der: Süddeutschen Zeitung

Google kommt in die Klassenzimmer

Google präsentiert eine App, mit der Hausaufgaben jederzeit verteilt, betreut und kontrolliert werden können. Mit „Classroom“ will Google den Alltag der Lehrer erleichtern – und so gleichzeitig den Weg zum digitalen Klassenzimmer mit den eigenen Produkten ebnen.

Digitales Klassenzimmer

Die Hausaufgaben App richtet sich vor allem an Lehrer. Sie tragen ihren Kurs in die Software ein, Schüler erhalten dann Informationen und Materialien zum Kurs. Die Lehrer weisen den Schülern mit Hilfe der Seite Hausaufgaben oder Tests zu, die diese auch über Classroom einreichen. Nachdem die Lehrer die Aufgaben überprüft haben, tragen sie die Noten der Schüler ein und informieren sie gleich über ihr Ergebnis.

Google verspricht keinerlei Daten aus Classroom auszuwerten und für Werbung zu nutzen. Googles Beweggrund für den Dienst dürfte daher eher sein, die Schüler an die Nutzung der eigenen Produkte wie Google Drive zu gewöhnen – und sich so zukünftige Nutzer zu sichern.

Lehrer und Schüler sollen offensichtlich pausenlos nur an die Schule und die Hausaufgaben denken. Alles muss ständig lückenlos überwacht werden. Eigenständiges Arbeiten, sich selbst motivieren, Freiräume, freie Zeiten, Abstand und Selbstverantwortung: alles nicht gefragt. Das ist ungesund. Wer sich so etwas wieder einfallen lässt, träumt die alten Träume vom neuen Menschen, und die enden regelmäßig in der Unmenschlichkeit.

Mit Informationen aus der: Frankfurter Allgemeinen Zeitung