Dienstag, 13. November 2012

Vatikan-Stellungnahme gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften

„Ein Vater und eine Mutter“: So heißt eine Vatikan-Stellungnahme gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften an diesem Wochenende. Sie kommt von Jesuitenpater Federico Lombardi, dem Sprecher von Papst Benedikt, und ist sein Editorial für Radio Vatikan.

„In den letzten Tagen gab es drei besorgniserregende Ereignisse, was die Ehe-Gesetzgebung angeht. In Spanien hat das Verfassungsgericht eine Beschwerde gegen das derzeitige Gesetz zurückgewiesen. In diesem Gesetz fehlt jeder Hinweis auf den Unterschied zwischen Mann und Frau, es spricht einfach von Partner A und B. Dabei bleibt es also. In Frankreich wiederum hat die Regierung einen Gesetzesentwurf präsentiert, der im Eherecht auch eine Ehe zwischen zwei Partnern desselben Geschlechts einführen soll. Und in den USA haben einige der Referenden, die es in mehreren Bundesstaasten zeitgleich zu den Präsidentenwahlen gegeben hat, zum ersten Mal eine Mehrheit für gleichgeschlechtliche Ehen ergeben.“

Damit sei klar, dass es in westlichen Ländern eine Tendenz gebe, „das klassische Bild der Ehe als eines Bundes zwischen einem Mann und einer Frau zu ändern, besser gesagt: es über Bord zu werfen“. Das klassische Ehebild solle „gegenüber anderen Arten von Partnerschaft“ seinen rechtlich privilegierten Status einbüßen.

„Das ist keine Neuigkeit; wir hatten schon verstanden, worauf das hinauslaufen soll. Und trotzdem bleibt die Sache unverständlich. Denn man muss sich doch mal fragen, ob das denn wirklich dem Empfinden der jeweiligen Bevölkerung entspricht und warum man in einer längerfristigen Perspektive des Gemeinwohls keine Logik darin zu erkennen vermag? Das sagt ja nicht nur die katholische Kirche; auch der Großrabbiner von Frankreich, zum Beispiel, hat das jetzt in einem Positionspapier gut ausgeführt. Es geht ja gar nicht darum, ungerechte Diskriminierungen von Homosexuellen zu vermeiden – daran wäre ja nichts falsch, aber man muss und kann solche Diskriminierungen auf andere Weise abbauen! Es geht doch einfach darum, eine Ehefrau und einen Ehemann als solche öffentlich anzuerkennen, und dass die Kinder, die zur Welt kommen, wissen und sagen können: Ich habe einen Vater und eine Mutter!“

Eine monogame Ehe zwischen einem Mann und einer Frau gesellschaftlich anzuerkennen, ist für Pater Lombardi „eine Errungenschaft der Zivilisation“.

„Wenn das nicht so ist – warum sollte man dann nicht auch die Polygamie als freie Entscheidung der Einzelnen anerkennen? Man sollte also von der Kirche nicht erwarten, dass sie darauf verzichtet, die Gesellschaft zur Anerkennung eines spezifischen Ranges für die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau zu drängen!“

Quelle: Radio Vatikan

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

sehr gut.

der ganze rest ist "altrömische dekadenz". und vor allem von habsucht diktiert.

Toleranz hat gesagt…

Sowas nennt man wohl Toleranz, etwas was leider den meisten hier fehlt. Ihr fordert für euch Toleranz aber verurteilt die anderen auf die ihr herab seht. So seit ihr es nicht mal Wert das man Mitleid mit euch empfindet.

Anonym hat gesagt…

Immer wieder diese Toleranzkeule, die zudem noch von denen kommt, die selbst keine Toleranz gegenüber anders denkenden kennt. Toleriert wird nur, was der eigenen Meinung entspricht, es ist echt zum k...
Hausaufgabe: Begriffsklärung Toleranz! Denn das ist eben nicht: alles ist gleich gültig, dann wird nämlich alles gleichgültig!
Toleranz heißt dieses: "Toleranz ist der Wille, mit anderen friedlich, freundlich und gesprächsbereit zusammenzuleben, obwohl sie in grundlegenden Fragen völlig anders denken. Sie bezieht sich auf Menschen, nicht auf Inhalte. Sie ist auch nicht unbegrentz!" - Prof. Günther R. Schmidt.
Begrenzt ist Toleranz da, wo es um Diskriminierung anderer geht. Und momentan sieht es so aus, dass die Ehe zwischen EINEM Mann und EINER Frau zunehmend diskriminiert wird. Partner A und Partner B - das ist eine Beleidigung. Denn die Bezeichnung Vater oder Mutter ist eine Ehrenbezeichnung, denn nicht jeder kann solch einer schwierigen Aufgabe gerecht werden. Homosexuell lebenden Menschen kann ich dies überhaupt nicht zutrauen, im biologischen Sinne ist das ja auch je ausgeschlossen, da aus homosexuellen Verbindungen kein Leben entstehen kann.

Dalian hat gesagt…

@Anonym danke für den Hinweis! Aber leider findet keine Diskrimminierung der Ehe statt oder sie ist scheinbar an Millionen Menschen vorbeigegangen. Jetzt werden sie mir anwortet natürlich den die sind ja alle manipuliert. Nur sie kennen also die Wahrheit. ;) Allerdings urteilen sie wieder über Menschen die sie nicht kennen die sie nur gerne zu kennen glauben. Negativ Beispiele gibts überall selbst in ihrer heiligen Kirchenwelt gibt es einige schwarze Schafe. Wieso sollte ein schwuler Mann kein Kind genauso mit Liebe oder eine lesbe nicht ein Kind genauso mit Liebe großziehen können wie manch Eltern. Und falls sie mehr als christliche Nachrichten lesen sollte ihnen nicht entgangen sein das es zu einer guten Familie mehr gehört als "Mann" und "Frau"!
Ich wünsche mir für beide Seiten einfach ein gegenseitiges aktzeptieren.

Onkel Kurt hat gesagt…

Da sagenwamal recht ketzerisch: durch die Religionen sind Männlein und Weiblein zu ihresgleichen gekommen. Sie sind einfach dem oft zitierten göttlich und natürlich vorgegeben, Verlauf entzogen worden. Da ja alle auch Sünder sind, kam es zu den eigengeschlechtlichen Hinwendungen. Die man rief, die Geister, wird man nun nicht mehr los. Und nun sinds wieder die Anderen, und die bösen Ideologen, und die verschlechterte Menschheit, und, was weiß ich noch alles.
Die Welt ist groß und zigfach. Jeder glaubt seins. Und wer anders glaubt, glaubt nicht richtig.
Komisches Ringelspiel. Da gucke ich lieber zu.
Das XYZ-Wesen entwickelt sich. Da sind wir aber gespannt.

Thomas Gentsch hat gesagt…

@ zur Begriffsklärung "Toleranz": so weit so gut.

Eigentlich heißt Toleranz von lateinischen "tolerare" her einfach auch "ertragen"/"erdulden". Man muss also ertragen können, dass der andere anders ist - und das müssen Christen auch, das gehört schon auch zur Liebe. Und wir können und wollen ja auch Niemanden zu irgendwas zwingen [immer dieses Missverständnis - nein, aber Ihr Linken habt immer Diktaturen aufgebaut!!!]

Toleranz endet nur dort, wo Dritte geschädigt werden: es geht nicht darum, dass ein homosexueller Mensch nicht ebenso liebevoll ein Kind aufziehen könnte, sondern darum, dass ein Kind einen wirklichen Vater und eine wirkliche Mutter haben möchte!

Aber kürzlich sah ich einen wirklich weisen Spruch von Kurt Tucholsky: "Toleranz ist der Verdacht, dass der andere Recht hat". Das kann ich für mich schon in Anspruch nehmen, sonst würde ich mich ja mit diesen Fragen allen überhaupt nicht auseinandersetzen. Aber Ihr Linken, die Ihr immer mit der Toleranzkeule kommt, hegt bestimmt nicht den Verdacht, dass wir Konservativen recht haben könnten - also seid Ihr intolerant!!!

Anonym hat gesagt…

I dyvidgeEine eingetragene Partnerschaft Homosexueller ist nichts anderes als eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, also ein selbständiger Rechtsträger. Eine solche Gesellschaft zur Ehe umzufunktionieren, zeugt von kranken Gehirnen. Genauso gut könnte man eine GmbH, eine GmbH & Co. KG oder gar eine Aktiengesellschaft eine Ehe nennen. Wie lange wird es wohl noch dauern bis solche Gesellschaften auch noch Ehegattensplitting verlangen und zugestanden bekommen? In diesem immer irrer werdenden Staat scheint nichts unmöglich.

ich hat gesagt…

und jeder darf darüber sein wissen ausbreiten und anzeigen dass er recht hat. oft fall von denkste.
ach, ihr kleinen und nicht mehr kleinen spiesser.
die einen werden als linke gescholten andere sind nur link.
ich bin mensch und streichle anderen wenn sein muss ihren schweinehund.
macht mit den anderen wetttauchen fürs rechthaben. mit 7 minuten unter wasser dürftet ihr gewinnen. mir langen 10 sekunden.