Donnerstag, 19. Januar 2017

Wird die Bundeswehr zur Gender-Armee der Gender-Republik umgewandelt?

Mathias von Gersdorff

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will die Ideologie der „sexuellen Vielfallt“ – eine Umschreibung für Gender – in die Bundeswehr einführen. Als erster Schritt soll ein Seminar stattfinden, an welchem Parlamentarier, der Beirat der Inneren Führung sowie Führungskräfte aus Heer, Luftwaffe und Marine teilnehmen sollen. Thema: „Umgang mit sexueller Identität und Orientierung in der Bundeswehr.“

Die Bundesverteidigungsministerin will damit angeblich die Bundeswehr für sog. „sexuelle Minderheiten“ attraktiver machen. Sexuelle Vielfalt sei nämlich als Chance zu begreifen. Dafür müssten alle gesellschaftlichen Gruppen angesprochen werden, so das Bundesverteidigungsministerium.

Bedenkt man, mit welcher Hartnäckigkeit in Deutschland Gender zur Staatsdoktrin gemacht wird, dürfte ziemlich klar sein, dass der Workshop zum Thema „Umgang mit sexueller Identität und Orientierung in der Bundeswehr“ nichts anderes beabsichtigt, als die Bundeswehr zu einer Armee im Dienste der Gender-Ideologie zu machen.

Per Diktat wird in Deutschland seit Jahren Gender in Behörden, Ministerien und inzwischen auch in Schulen mit deutscher Gründlichkeit eingeführt. Nun scheint die Bundeswehr an der Reihe zu sein.

Die Maßnahme hat durchaus weltpolitische Bedeutung: In praktisch allen westlichen Ländern ist Gender auf dem Rückzug, nur nicht in Deutschland. Nach den kommenden Wahlen in Frankreich und den Niederlanden ist abzusehen, dass Gender noch weiter auf der internationalen Bühne geschwächt wird.

Angesichts dieser Situation sind wohl viele deutsche Politiker der Auffassung, dass Deutschland nach dem Motto „am deutschen Gender-Wesen soll die Welt genesen“ eine Gender-Bastion werden soll.

Inmitten der weltweiten politischen Umwälzungen sehen manche unser Land schlechthin als Oase der Freiheitlichkeit und meinen, Deutschland müsse sich stärker in die Weltpolitik einmischen – auch militärisch.

Mit wehenden Gender-Banner soll wohl nun die Bundeswehr überallhin die Ideologie der „sexuellen Vielfalt“ bringen, etwa wie einst die französischen Truppen überallhin die Französische Revolution transportierten.

Unsere Aufgabe in dieser Situation ist, vor dieser Hybris, die Deutschland nur zugrunde richten kann, zu warnen.


© Mathias von Gersdorff. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Vielleicht erhält die "kämpfende" Truppe dann auch endlich 😊 rosarote Tarnuniformen und pinkfarbene Panzer zur Abschreckung: MAKE LOVE NOT WAR, wie ein großer Philosoph einst sagte.

Jedenfalls ist zu befürchten, daß durch die von CDU und CSU und ROT geplante massive Militärische Aufrüstung gegen Rußland ein neues Wettrüsten auf Kosten der Steuerzahler und damit ein neuer KALTER KRIEG beginnt.

Diese vielen Steuermilliarden werden dann nur der deutschen Rüstungsindustrie nutzen und stehen nicht mehr zur Verfügung für Bildungsmaßnahmen, Kindergärten, Renovierung der Schulen und endlich mal ein echtes, anständiges Kindergeld, welches jedes Kind erhält, völlig unabhängig von den jeweiligen Eltern.

Solange SPD und CSU und CDU unbedingt die großen GLOBAL PLAYER spielen wollen werden sie auch aufrüsten und die Bundeswehr "umrüsten", dazu gehört dann wohl auch eine neuartige "Ideologie", die wohl den recht bescheiden bezahlten Dienst in der bunten Truppe interessanter machen soll für alle Menschen gleich welchen Geschlechts. "Kanonenfutter" wird in Zukunft wahrscheinlich wesentlich mehr benötigt für die ganzen kommenden Rohstoffkriege, die das jetzige kapitalistische Konsumsystem dann in Zukunft führen wird um sich selbst an der Macht zu halten. Sterben für den DAX und die WALLSTREET.

Die CDU Dame von der Leyen war anscheinend selbst nie Soldatin...,mußte nie den eigenen Kopf hinhalten, sonst wäre sie als sog. Christin vielleicht etwas zurückhaltender, homosexuell veranlagte Menschen verbluten auch sinnlos auf den Schlachtfeldern.
Menschen leiden und sterben wie arme Tiere völlig unabhängig von der sexuellen Identität, die ihnen der liebe Gott in seiner grenzenlosen Weisheit jeweils verliehen hat. Auch die sog. Gender-Ideologie hilft der Bundeswehr auf den Schlachtfeldern der Zukunft nicht weiter.

Die GRÜNEN sollten sich lieber um die Aufrüstung kümmern und sorgen, sie waren doch einmal eine echte FRIEDENSPARTEI
vor zwanzig Jahren, oder ?

Und ob ausgerechnet die AFD oder die LINKE die RÜSTUNGSSPIRALE stoppen werden im Bundestag wage ich doch sehr zu bezweifeln, Gender hin oder her in der Bundeswehr.

Anonym hat gesagt…

kann meinem vorredner nur zustimmen.
was von der leyen anbelangt - sie muss sich doch profilieren, wenn sie mal in die engere wahl als bundeskanzlerin gelangen will, was sie zweifelsohne zu wollen scheint.
was sie wirklich denkt, offenbarte sich in einem interview zur truppe - natürlich will sie die kinder anderer mütter überall kämpfen und sterben sehen und wirbt auch für die truppe, die was auch immer verteidigen soll, denn es soll ja nicht deutschland sein, weil man dann für einen bösen nationalisten gilt - siehe hetze angesichts der trump wahl und seiner einführung ins amt - immer geht es um die bösen nationalisten. egal, frau von der leyen wurde - für sie überraschend - gefragt, ob ihre söhne auch bei der bundeswehr wären. und da sie nicht vorbereitet war, hatte sie ihre mimik nicht im griff. in sekundenschnelle breitete sich ein befreites lächeln über ihrem gesicht aus - der mund von einem ohr bis zum anderen - "nein", sagte sie glücklich.
vor allem das sollte uns zu denken geben, dass schon wieder welche und nun sogar frauen zu kriegen aufhetzen. in denen nur für den profit anderer unsere kinder sterben sollen.
die rosapinken ergänzungen in der truppe sind der gleiche hohn, wie zuvor von der leyens einfall, den dienst an der waffe mit der kindererziehung vereinbaren zu wollen.

Goofy hat gesagt…

Mathias von Gersdorff,sie haben dermaßen einen an der Waffel das schon nicht mehr lustig ist!
Die Bundeswehr soll nun überall die Menschen zu Homosexuellen machen,klar die kommen sicher von hinten rein.
Diese Seite wird immer lächerlicher,das Gute ist aber das sie nicht merken das die meisten Leute über sie lachen bzw kaum jemand diese Seite kennt.Träumen sie ruhig weiter,die Welt die sie sich vorstellen wird es nie geben.

Leo Trotzki hat gesagt…

Deutsche Reaktionen auf Trump: Gegendrohungen und Aufrüstung

Von Johannes Stern

24. Januar 2017

Der Amtsantritt von Donald Trump hat in Berlin zu heftigen Reaktionen geführt. Deutschen Politikern, Wirtschaftsvertretern und Medien wird zunehmend bewusst, dass der neue US-Präsident Europa und vor allem Deutschland als wirtschaftliche und politische Rivalen betrachtet. Sie reagieren, indem sie aggressive eigene wirtschaftliche und weltpolitische Ansprüche formulieren, die von einer eigenständigeren europäischen Außenpolitik bis hin zu alternativen Wirtschafts- und Militärbündnissen mit Russland oder China reichen.

Bereits Trumps Interview mit der Bild-Zeitung Anfang letzter Woche hatte in den herrschenden Kreisen Berlins einen Schock ausgelöst. Trump hatte darin u.a. das Auseinanderbrechen der von Deutschland dominierten Europäischen Union begrüßt, die Nato für „obsolet“ erklärt und der deutschen Autoindustrie mit Importzöllen von 35 Prozent gedroht, falls sie neue Produktionswerke in Mexiko baue. Nun hat Trumps Antrittsrede die letzte Hoffnung zerstört, er würde nach seiner Amtsübernahme „präsidialer“ oder „kompromissbereiter“ werden.

Diese Rede wurde weitgehend als „Drohung“ verstanden. „Waren bisherige Amtseinführungen stets geprägt von versöhnlichen Tönen, dann war diese das genaue Gegenteil: eine Kampfansage an alle Gegner, eine radikale Abkehr von sämtlichen bisherigen Gewissheiten, eine Zurschaustellung der eigenen, unaufhaltbaren Stärke, ohne Rücksicht auf den Rest der Welt, ohne Blick in die Geschichte, nur stets voran. Dieser Präsident wird keine Kompromisse machen“, kommentierte Spiegel Online.

„Wir werden uns warm anziehen müssen“, erklärte der deutsche Wirtschaftsminister und SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel. Es gebe aber keinen Grund für Deutsche oder Europäer, „Angst zu haben oder unterwürfig“ zu sein. Vielmehr müsse man nach Trumps „hochnationalistischen Tönen“ „beinhart“ die eigenen Interessen definieren und vertreten. Deutschland sei „ein starkes Land“ und Europa „ein starker Kontinent, der zusammenhalten muss“. Wenn die Vereinigten Staaten „mit China und übrigens ganz Asien einen Handelskrieg beginnen, dann sind wir ein fairer Partner“, fügte er hinzu. Deutschland und Europa bräuchten eine neue Strategie in Richtung China und Asien. Es gebe neue Chancen, auch wenn China kein leichter Partner sei.

Vertreter der Linkspartei, die nach der Bundestagswahl im September eine rot-rot-grüne Regierung unter Gabriel anstrebt, argumentierten ähnlich. Im Deutschlandfunk kritisierte Linken-Außenpolitiker Stefan Liebich, dass Trump „ohne Not einen Streit mit der Volksrepublik China vom Zaun gebrochen“ habe. Die Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht forderte die Bundesregierung im Neuen Deutschland auf, „sich aus der Unterordnung unter die US-Politik zu lösen“ und die Nato „durch ein kollektives Sicherheitssystem unter Einschluss Russlands“ zu ersetzen.

Auch Vertreter der deutschen Eliten, die bislang vehement pro-amerikanisch waren und die Kriege der USA unterstützt haben, plädieren nun für eine eigenständigere deutsche und europäische Verteidigungspolitik. Das ist ein Gradmesser für die Schärfe der transatlantischen Spannungen.