Donnerstag, 19. Januar 2017

Staatsverordnete Akzeptanz von Gender in Hamburg

Mathias von Gersdorff

Der Hamburger Senat hat am 10. Januar 2017 einen sogenannten „Aktionsplan für Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt“ beschlossen. Wie der Name schon sagt, ist die Implementierung der Akzeptanz sexueller Vielfalt – also Gender – wichtigstes Ziel des Erlasses.

Der Erlass sieht in 11 Handlungsfeldern von der Kindheit bis ins Alter über 90 Einzelmaßnahmen vor, um Gender in der Gesellschaft zu verankern. Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, erklärte hierzu: „Wir wollen aktiv eine Kultur der Anerkennung und Offenheit für vielfältige Lebensformen fördern.

Die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen soll regelmäßig ausgewertet und fortgeschrieben werden. Man wird also nicht locker lassen, solange die Hamburger Bürger nicht die geforderte „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ verinnerlichen. Der Aktionsplan sieht im Grunde eine regelrechte Gehirnwäsche vor.

Der Hamburger Senat hat vor, Gender flächendeckend in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens durchzusetzen. Eine Presseerklärung der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung erläutert: „Ziel des Aktionsplans ist die Aufklärung und Sensibilisierung in allen gesellschaftlichen und staatlichen Bereichen (zum Beispiel Schule, Jugendeinrichtungen, Sportvereine, Senioren- und Pflegeeinrichtungen). Unterschiedliche Lebensentwürfe sollen in Hamburg selbstverständlicher werden (zum Beispiel explizite Einbeziehung ins Hamburger Familienfest, in Sport- und Kulturveranstaltungen).

Gender wird damit de facto zu einer wahren Staatsdoktrin erhoben, der man sich kaum entziehen kann.

Im Namen der Antidiskriminierung wird somit eine ungeheuerliche Diskriminierung eingeführt: Jeder, der der Auffassung ist, die Menschheit bestünde „nur“ aus Männern und Frauen, wird medial für vogelfrei erklärt und muss Hetze und Beschimpfungen ertragen. Es bleibt abzuwarten, wann man durch die Einführung von sog. Hassdelikten auch die Meinungs- und Religionsfreiheit einschränkt. Das gesellschaftliche Klima jedenfalls wird für eine solche Maßnahme vorbereitet.

Der Einzelne, der aus religiösen, weltanschaulichen, philosophischen oder sonstigen Gründen die unvernünftige Doktrin der „sexuellen Vielfalt“ ablehnt, wird in Hamburg kaum die Möglichkeit haben, sich diesem Gender-Aktionsplan zu entziehen, sollte dieser radikale Erlass mit der angekündigten Entschlossenheit umgesetzt werden. Wer Gender bzw. die Doktrin der „sexuellen Vielfalt“ ablehnt, bleibt nur die innere Emigration. 

Er kann aber auch kämpfen, indem er sich Initiativen wie "Kinder in Gefahr" anschließt.


© Mathias von Gersdorff. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung

Kommentare:

Prädikant hat gesagt…

Es ist unerträglich geworden, was ein Herr Mathias von Gersdorff hier ständig von sich gibt. Das ist menschenverachtend und diskriminiert Menschen, die anders sind, als sich das Herr von Gersdorff wünscht.
Ich bin auch aktiver und gläubiger Christ, aber was hier gegen Menschen gehetzt wird, die sexuell nicht der Vorstellung von Herrn Gersdorff entspricht, hat mit Christentum nichts mehr zu tun. Auch diese Menschen, gegen Sie ständig zu Felde ziehen, sind Gottes Geschöpfe, das scheinen Sie vergessen zu haben, genauso wie Sie das Gebot der Nächstenliebe nicht kennen. Sie sollten sich nicht mehr als Christ bezeichnen, denn das ist Blasphemie was Sie machen, indem Sie Gottes geliebte Kinder beschimpfen. Sie haben die Frohe Botschaft unseres Herrn nicht verstanden.
Unterlassen Sie in Zukunft Ihre unerträgliche´Hetze gegen Menschen, die sexuell anders empfinden als Sie. Woher nehmen Sie eigentlich das Recht laufend gegen den Artikel 1 des Grundgesetzes zu verstoßen, denn "die Würde des Menschen ist unantastbar", gilt auch für Sie.

Martin hat gesagt…

@Prädikant

"die Würde des Menschen ist unantastbar". Mir scheint Sie wollen auf der Basis dieses Grundrechtes und eines wohl eigenartigen Verständnisses von Diskriminierung ein Privileg für Menschen die spezifischen sexuellen Tendenzen nachgehen oder spezifische Lebensentwürfe umsetzen etabliert wissen.

Das zitierte Grundrecht heißt jedoch keineswegs, dass jedes Verhalten, jede Meinung, jede Attitüde oder die Lebensführung anderer Menschen akzeptiert werden muss. Das wäre total unsinnig. Ein Blick auf die Menschheitsgeschichte zeigt, dass das Verhalten wie auch die Attitüden von Menschen im Extremfall absolut inhuman sein können. Das zitierte Grundrecht kann also niemals als Gebot der Akzeptanz aller Menschen mitsamt all ihren Eigenheiten zu verstehen sein. Sie wollen offenbar Ansichten, die mit ihrer Lebenseinstellung nicht im Einklang stehen als Hetze abqualifizieren.


"Alle Menschen sind frei und gleich mit Würde und Rechten geboren"
Die Worte "frei" und "Rechten" sind essentiell und begründen u.a. das Recht auf Meinungsfreiheit. Es steht jedem Menschen zu, dem Beziehungsleben, dem sexuellen Verhalten oder den Lebensentwürfen anderer Menschen kritisch oder auch ablehnend gegenüberzustehen.


Obwohl es Fachleute gibt die sagen, dass es am Besten ist für Kinder gemeinsam mit Mutter und Vater aufzuwachsen, und obwohl das Verständnis von LGBT-Aktivisten von Familiengründung durch lesbische Paare intendierter Vaterlosigkeit von Kindern entspricht und daher als eine Missachtung eines grundlegendenden Kindesbedürfnisses angesehen werden kann, soll offenbar dem einfachen Bürger dennoch eingeredet werden, dass jede kritische Meinung zu entsprechenden Lebensentwürfen unanständig und diskriminierend wäre. Haben Sie ein Problem damit, wenn ein einfacher Bürger selbstbestimmt und frei die Meinung bildet, dass diese Art der Familiengründung die Würde von Kindern verletzt und daher abzulehnen ist? Haben Sie ein Problem mit der Meinungsfreiheit? Wollen Sie, dass eine Akzeptanz von gleichgeschlechtlicher Elternschaft wie in einer Meinungsdiktatur verordnet wird?

Martin hat gesagt…

@Prädikant (Fortsetzung)

Es ist ein Ergebnis der Evolution, dass das menschliche Beziehungssystem das Wesen unserer Humanität und Fortbestand ausmacht. Zwei essenzielle Beziehungsformen sind: 1. Die Verbindung zwischen Mann und Frau als Grundstein für die Familiengründung. 2. Freundschaft.

Die Verbindung zwischen Mann und Frau ist Ausdruck einer natürlichen Hingabe bzw. eines natürlichen tiefen Respektes vor dem Unschuldsprinzip. Unzertrennlich mit der Ehe verbunden ist der Sinnhorizont, dass neues unschuldiges Leben geschaffen wird, das im natürlichen familiären Rahmen geschützt wird und sich entwickeln kann. Die Essenz der Ehe ist die Unschuld, deren Verkörperung das Kind ist. Die Essenz der Ehe ist nicht die Verbindung zweier Individuen zu einer Ich-Ich-AG. In diesem Sinne hebt sie sich von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften deutlich ab, die nur Selbstzweck sein können. Die Ehe genießt daher eine Sonderstellung und ist eine archetypische, essentielle Beziehungsform.

Leider wird aber allzu sehr vergessen wie essenziell die ganz normale Freundschaft ist. Die Bedeutsamkeit von reiner, herzlicher Freundschaft sowohl zwischen gleichgeschlechtlichen Personen, wie auch zwischen verschiedengeschlechtlichen Personen kann in Hinblick auf unsere Humanität nicht überbetont werden. Das Freundschaftsprinzip prägt unser soziales Erleben von früher Kindheit an und begleitet uns bis ins hohe Alter. Es stellt einen wesentlichen Aspekt der Beziehungen von Kindern zu ihren Eltern, Onkeln, Tanten, Geschwistern etc. dar und es ermöglicht ihnen die ersten und fortlaufenden Kontakte mit der Welt außerhalb der Familie herzustellen (Freundschaften zu Gleichaltrigen, zur Kindergärtnern, Nachbaren, Lehrern etc.). Die ganz normale Freundschaft ist die primäre Beziehungsform auf der das Sozialleben in Schulen gründet und verbindet Menschen miteinander weltweit.


Ehrliche, fruchtvolle, gesunde Freundschaft gedeiht nur unter bestimmten Voraussetzungen: Gewaltlosigkeit (sowohl im Verhalten als auch in der inneren Haltung), Respekt, Humor, Bereitschaft zum Teilen, Teilen von Lebensfreude und Erfahrungen, selbstloser Beistand und absolute Freiheit von romantischen und erotischen Begehrlichkeiten. Ähnlich wie bei der Eltern-Kind-Beziehung oder geschwisterlichen Beziehungen, stellt auch nur der Ansatz oder auch nur die Vorstellung von romantischen oder erotischen Gefühlen ausnahmslos eine klare, gravierende Verletzung des Prinzips dieser Beziehungsform dar. Romantische und erotische Begehrlichkeiten verletzen die Essenz von Freundschaft ebenso wie Gewaltbereitschaft oder Hass. Die Intuition, der Wunsch und das Vermögen reine, unschuldige, herzliche Freundschaften, völlig frei von erotischen Gefühlen, mit Personen des gleichen Geschlechtes zu pflegen, gehören zum Wesen der heterosexuellen Identität. Und Freundschaften zu schützen ist eine Frage von kollektiver Moral, Daher stellt homosexuelle "Liebe", aus emotional-empathischer Perspektive der heterosexuellen Identität, eine Verletzung des Freundschaftsprinzips dar. D.h. aus naturgegebener Sichtweise der meisten Menschen können zwei Erwachsene des gleichen Geschlechtes Freunde oder Brüder sein, jedoch nicht ein Liebespaar. Diese natürliche Haltung gründet sich auch auf bestimmte natürliche Prozesse in der Persönlichkeitsentwicklung:

Martin hat gesagt…

@Prädikant (Fortsetzung)

Persönlichkeitsentwicklung hat immer auch mit Abgrenzungsprozesse zu tun, insbesondere was Sexualität betrifft. Mit dem Beginn der Pubertät beginnt ein ganz natürlicher Abgrenzungsprozess. Heterosexualität heißt nicht nur romantische Gefühle oder sexuelles Begehren gegenüber Personen des anderen Geschlechts zu entwickeln, sondern auch, dass solche Attitüden gegenüber Personen des gleichen Geschlechts als unerwünscht, abstoßend und unnatürlich empfunden werden. Diese klare emotionale Abgrenzung erkennt mann daran, dass die meisten heterosexuelle Menschen nicht bereit sind ersatzweise sexuelles Begehren auf Personen des gleichen Geschlechts zu richten und schon gar nicht sexuell aktiv zu werden, wenn gegengeschlechtliche Personen nicht Verfügbar sind. Nur in außerordentlichen Drucksituationen (z.B. längeren Gefängnisaufenthalt) ist nur ein kleiner Teil heterosexueller Menschen bereit diese Grenze zu überschreiten. Das läßt sich eben nur erklären mit einer natürlich existierenden emotionalen Abgrenzung gegenüber Homosexualität, die sich über eine Attitüde der Gleichgültigkeit hinausgehend als Attitüde der Ablehnung, Aversion oder Antiphathe manifestiert. Aus der Perspektive von Menschen bzw. Jugendlichen mit ausgeprägter heterosexueller Persönlichkeit ist daher die einzig plausible bzw. emotional nachvollziehbare Beziehungsart zwischen (nicht-verwandten) Personen des gleichen Geschlechtes die ganz normale Freundschaft.

Im Rahmen der Denk- und Meinungsfreiheit steht jedermann die Entscheidung bzw. das Naturell zu, ehrr emotional-empathisch oder eher rational, das Verhalten von Mitmenschen einzuschätzen. Wenn Jemand etwa Aufgrund der oben erwähnten Besonderheiten der natürlichen heterosexuellen Persönlichkeitsentwicklung und aufgrund der bereits breschriebenen essenziellen Bedeutung von ehrlicher, gesunder Freundschaft zwischen Personen des selben Geschlechtes als Teil des menschlichen Beziehungssystems, die homosexuelle Attitüde und homosexuelle Beziehungen emotional-empathisch als nicht nachvollziehbar, positiv oder wertvoll ansieht, oder sie rational als sozial problematisch ansieht, dann ist das zu akzeptieren.

Und, wenn jemand deswegen weil er aufgrund seiner christlichen Haltung bei seinen Überlegungen die Interessen schutzbedürftiger Kinder in den Mittelpunkt stellt, die natürliche Mutter-Vater Familie als die kinderfreundlichste Familenform betrachtet und gleichgechlechtliche Elternschaft dagegen grundsätzlich als kinderfeindlich betrachtet ist das zu aktzeptieren.


Denn wir leben (noch) in einer freien Gesellschaft.

Martin hat gesagt…

@Prädikant (Fortsetzung)

LGBT-Personen sind Gottes Geschöpfe. Aber eine christliche Lebenseinstellung bedingt nicht die Eigenheiten und Aktivitäten dieser Personen gutzuheißen oder zu unterstützen.

Leider gibt es viele Zeichen dafür, dass zur LGBT-Rechtebewegung auch gesellschaftlich destruktive und anti-christliche Ziele gehören. In den USA versuchen LGBT-Organisationen ihre eigene Vorstellung von Anti-Diskriminierung als übergeordnetes Menschenrecht durchzusetzen, das alle andere Grundrechte (künstlerische Freiheit, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, unternehmerische Freiheit, Kinderrechte u.a.) verdrängen kann (sogar auch alle gleichzeitig!). So konnte es bereits passieren, dass Selbstständige die künstlerisch orientierte Dienstleistungen anbieten dazu gezwungen wurden mit ihren künstlerischen erzeugten Produkten LGBT-Ideologien zu bejahen. Bisher hat es eine ähnlich gravierende Beeinflussung von künstlerisch tätigen Personen nur in Diktaturen gegeben.

Eine besonders menschenverachtende Forderung von LGBT-Aktivisten findet sich in den sog. "Yogyakarta Principles". Kinder sollen die ihnen durch die Kinderechtskonvention und anderen Rechtskonventionen zugesicherte spezielle Rechte in Adoptionsverfahren verlieren, und gleichgeschlechtliche Paare sollen dagegen unter bestimmten Bedingungen das Recht auf Familiengründung und auf Adoptivkinder erhalten.

Es ist logisch, dass sich kleine Mädchen bedroht und verunsichert fühlen, wenn sich Männer in die für sie reserverierten privaten Räumlichkeiten aufhalten. Nach Empfehlungen von einflußreichen LGBT-Organisationen haben mehrere demokratisch geführte city- bzw. state administrations Richtlinien herausgegebenen aufgrund deren Mädchen künftig die Anwesenheit von Männern in bisher für Frauen und Mädchen reservierten Umkleideräumlichkeiten oder Toiletten staatlicher Einrichtungen dulden müssen, oder die Einrichtungen verlassen müssen solange der Mann sich in der Einrichtungen aufhält. Die Empfehlungen der LGBT-Organisationen zielen darauf ab Männern, die entweder immer, oder aber nur zu einem beliebigen Zeitpunkt aufgrund ihres "gender-expressen" sagen sie fühlen wie eine Frau, das bedingungslose Recht zuzusichern die Damentoilleten und Damenumkleideräumlichkeiten zu benutzen unter Verdrängung der Rechte aller anderen Beteiligten. Die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl von kleinen Mädchen müsse geopfert werden, damit Männer mit ungewöhnlicher "gender-expression" sich nicht diskriminiert fühlen. Natürlich kann jeder Mann mit voyeristischen oder schlimmeren Absichten sich auf Basis solcher Richtlinien zutritt zu diesen Räumlichkeiten verschaffen. Ordnungsoersonal darf auch nicht mehr intervenieren, und die Mädchen müssen warten bis der Mann die Räumlichkeit verlässt. Die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl von kleinen Mädchen zu missachten ist menschenverachtend und unchristlich.

Die Liste ließe sich lange fortsetzen. Die LGBT-Rechtebewegung entwickelt sich zunehmend zu einer destruktiven anti-christlichen Agenda.


Martin hat gesagt…

@Prädikant (Fortsetzung)
(Der letzte Punkt bezog sich auf einige Städte und Staaten der USA, die von Demokraten regiert werden.)