Montag, 24. März 2014

UN-Bericht über sexuelle Ausbeutung von Kindern

Das traurige Fazit der UN-Sonderbeauftragten nach sechs Jahren im Amt: Die Opfer von Kinderpornographie und Kinderprostitution werden immer jünger, die Taten immer unerbittlicher.

UN-Sonderberichterstatterin Najat Maalla M’jid, sagte bei der Vorstellung ihres neuen Jahresberichts am Mittwoch in Genf, dass ohne weitere Gegenmaßnahmen der sexuelle Missbrauch von Kindern, Kinderhandel, Kinderprostitution und Kinderpornographie weltweit weiter zunehmen werde. Die Nachfrage nach Sex mit Kindern wächst ständig. Dafür macht sie ein „soziales Milieu der Toleranz“ und das expandierende Internet verantwortlich. Millionen Mädchen und Jungen werde „die Kindheit gestohlen“.

Seit 2008 hat sich weltweit ein Wandel vollzogen, der massive Auswirkungen auf die Ausbreitung und Art des Kinderhandels und der Kinderprostitution hat. Die fortschreitende Globalisierung, der expandierende Internetgebrauch auch in Entwicklungsländern, Verstädterung und größere Wanderungsbewegungen, die Finanzkrise, kriegerische Konflikte und Naturkatastrophen haben Kinder verletzlicher gemacht. Viele Anstrengungen, um Kinderhandel und -prostitution einzudämmen, hätten daran nichts geändert.

„Die Nachfrage nach Sex mit Kindern wächst ständig, unterstützt durch ein Milieu aus sozialer Toleranz, Komplizenschaft und Straflosigkeit.“ Dies sei ein generelles Phänomen und keineswegs auf die Pädophilen-Szene beschränkt. „Die Täter der sexuellen Ausbeutung von Kindern entstammen allen Altersgruppen, können männlich oder weiblich sein und sehr unterschiedlichen sozialökonomischen Schichten und Berufsgruppen angehören.“
Zehntausende Mädchen und Jungen werden nach UN-Angaben für pornografische Bilder und Filme im Internet missbraucht. „Die Opfer sind tendenziell immer jünger, während die Darstellungen immer drastischer und gewaltsamer werden“, heißt es in dem Bericht.

Besorgniserregend ist auch die steigende Zahl des weltweiten Kinder-Sex-Tourismus. Bevorzugte Reiseziele für Kinderschänder seien arme Entwicklungsländer. Die Prostitution von Minderjährigen sei allerdings auch in anderen Staaten ein Problem. Eine Zunahme verzeichnet der Bericht auch beim Handel mit Kindern zum Zweck der sexuellen Ausbeutung.

Weiter geht aus dem Bericht hervor, dass es Interpol mit einer eigens geschaffenen internationalen Datenbasis bis Anfang 2013 gelungen sei, rund 3000 Opfer und 1500 Täter in 40 Ländern zu identifizieren. Die Auswertung weiterer Datenmengen sei im Gange.

Viele Länder brauchten für die Verbesserung des Kinderschutzes mehr Unterstützung. Wichtig sei eine stärkere internationale Zusammenarbeit von Sicherheitskräften und Justiz bei der Verfolgung der Täter.

Mit Material der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Mit zunehmender Sexualisierung wird die innere Identität der Kinder zerstört und es bleiben nur noch Äußerlichkeiten, die dann später kultmäßig in den Mittelpunkt rücken (Diäten, Schönheitsoperationen, Castingshows, Sexting usw.) Kommunikationswissenschaftlerin Petra Grimm, 2010: Mädchen ziehen zunehmend Selbstbewusstsein daraus, Jungen als Sexobjekte zu dienen.
[Einzelheiten über „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ sind in dem Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014 nachzulesen]

Old Geezer hat gesagt…

@Anonym:

Sie argumentieren hier mit Mythen.
Was ist die 'innere Identität"? Gibt es auch eine Äußere?
Was ist "Sexualisierung"?
etc.

Ich bezweifle, daß ein paar Stunden Aufklärungsuntericht in der Schule mehr "Sexualisierung" darstellt, als das Aufwachsen auf dem Bauernhof oder in enger häuslicher Gemeinschaft mit älteren Eltern und Geschwistern anno dazumal.

Gegenthese: Diäten, OPs und Casting stellen keine abweichenden Sexualität (oder auch nur Körperbild) dar, sondern eine Adaption an das Leben als Erwachsener und die Orientierung zum Erwerbsleben, das über diese Schiene scheinbar erfolgversprechend ist;
Sexting ist hingegen möglicherweise auch einfach nur irgendwo zwischen Mutprobe und Balzverhalten zu verorten.

Gibt es Belege, die die eine oder andere These stützen?

Gegenthese 2: Mädchen wollen nicht mehr Sexobjekte sein als Jungs, aber auch sie wollen irgendwann mal Sex, und zu diesem Zwecke werben sie um die interessanteren Männchen.

(Ich gucke mal bei Gelegenheit in Frau Grimm Publikation rein.)

Allerdings verschwende ich keine Zeit mit Veröffentlichungen vom Logos-Verlag; ...die Zeit, die ich mit Däniken & Co. verbracht habe, ist vorbei.
Wer etwas relevantes zu sagen hat, der schafft das auch in einem respektablen Medium.

Dr. Christoph Heger hat gesagt…

Ich habe keinen Zugang zu dem angeführten Bericht. Aus der hier vorgestellten Kurzfassung gewinne ich allerdings den Eindruck, daß auf etwas nicht mit Fingern gezeigt wird: daß nämlich eine massenhafte sexuelle Ausbeutung von kleinen Mädchen in den meisten islamischen Ländern stattfindet, weil das mentalitätsbestimmende islamische "Recht" (gemäß dem als "vorbildlich" angesehenen Verhalten des Propheten des Islams) erlaubt, Mädchen ab dem 9. (kürzeren Mond-)Lebensjahr "in die Ehe zu geben".

Old Geezer hat gesagt…

Man muß vorsichtig sein, wenn man bei arrangierten Ehen, gerade in polygamen Kulturen, ein akutes sexuelles Interesse unterstellt.
diese sind oft mehr eine Beziehung zwischen Familien und Clans als zwischen Mann und Frau.
Auch werden Sie manchmal schon im Kleinkindalter oder vor der Geburt von dem Familienvorstand oder den Sippenältesten ausgehandelt.