Dienstag, 28. Januar 2014

Lunacek: Furcht als politisches Druckmittel/Institutionalisierung eines Anti-Homophobie-Terrors

Mathias von Gersdorff

Nachdem am 10. Dezember 2013 das Europäische Parlament den sogenannten „Estrela-Bericht“, der ein Recht auf Abtreibung und eine ultraliberale Sexualkunde in den Schulen forderte, ablehnte, sorgt nun ein neues Papier für Unmut im europäischen christlich-konservativen Lager: der „Lunacek—Bericht“. Dieser strebt die Errichtung eines „EU-Fahrplans zur Bekämpfung von Homophobie und Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität“ an. Noch im Januar soll die Vorlage im Plenum des EU-Parlaments debattiert werden.

Federführend ist die österreichische Europaabgeordnete Ulrike Lunacek der Fraktion der Grünen. Bekannt ist sie für die penetrante und aufdringliche Betonung ihrer eigenen Homosexualität in der Öffentlichkeit.

Der Schlüsselbegriff des Berichts ist das Wort „Homophobie“. Das Papier suggeriert, daß diese „Phobie“ in Europa grassiert und homosexuelle Personen pausenlos Haß und Verfolgungen ausgesetzt seien. Dies müsse endlich ein Ende haben, wofür sich eben das Europäische Parlament und die Europäischen Institutionen einsetzen sollen.

Begriff wird bewußt im Unklaren gelassen

Was Homophobie konkret ist, wird im Bericht nur angedeutet. Eigentlich bedeutet „Homophobie“ eine irrationale, unbegründete Furcht vor Homosexualität. Eine Phobie eben, die eine pathologische Dimension erreicht und sich aus Wahnvorstellungen speist, wie auch die Klaustrophobie, die Agoraphobie, die soziale Phobie und so weiter. Phobien können für die Opfer erhebliche Nachteile bringen und sogar gefährlich werden, weshalb sie gegebenenfalls psychiatrischer Behandlung bedürfen.

Wenn der Begriff „Homophobie“ aber in der Politik verwendet wird, wird er bewußt im Unklaren belassen. Manche Politiker fordern zwar gerne inbrünstig Maßnahmen dagegen, sie erklären aber nicht, was Homophobie genau ist. Das überlassen sie gerne den linken Medien. Diese zeigen wesentlich weniger Skrupel, wenn es darum geht, Homophobie oder homophobe Menschen ausfindig zu machen: Jeder, der nicht uneingeschränkt den politischen Forderungen der Homo-Lobby zustimmt, ist homophob oder zumindest einer starken Homophobie verdächtigt. Dabei wird Homophobie mit Rassismus, Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit und so weiter gleichgestellt.

Was angestrebt wird, ist offensichtlich: Wer sich in irgendeiner Weise kritisch zu Homosexualität oder den politischen Forderungen der Homo-Lobby äußert, wird sofort der Homophobie verdächtigt und muß selber beweisen, daß er nicht homophob ist. Es gilt also die umgekehrte Beweislast: Nicht der Kläger muß beweisen, daß er im Recht ist, sondern der Angeklagte. Dieser muß glaubhaft erklären können, er sei nicht „homophob“, falls er sich beispielsweise gegen ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare ausspricht.

Wahrer Psycho-Terror

Viele Christdemokraten haben diesen wahren Psycho-Terror schon verinnerlicht. Wenn sich ein C-Politiker beispielsweise gegen die völlige Gleichstellung von Homo-Partnerschaften mit der normalen Ehe ausspricht, fügt er gleich nervös das Bekenntnis hinzu, er wolle keineswegs Homosexuelle diskriminieren (ein weiterer Begriff aus dem Arsenal des Psycho-Terrors), in homosexuellen Partnerschaften würden Werte gelebt und so weiter. Die ganze Leier eben. Selbst Kirchenleute sind auf diese Masche hereingefallen und zittern vor Furcht, wenn sie sich gegen den unverschämten Forderungen der Homo-Lobby aussprechen müssen.

Gesamtgesellschaftlich kommt man zu folgendem Ergebnis: Homosexuelle werden zu einer privilegierten Kaste gemacht, die man nur unter höchstem Risiko kritisieren darf. Eigentlich dürfen das nur Linke tun, ohne in den Homophobieverdacht zu kommen. Alle anderen sollen sich jeder Äußerung enthalten.

Die Europaabgeordnete Ulrike Lunacek und ihr Bericht streben im Grunde die europaweite Institutionalisierung eines Anti-Homophobie-Terrors. Lunacek will eine Stasi im Kopf der Menschen einrichten, damit sie sich permanent vor dem Verdacht der Homophobie fürchten. Kurz: Ein Tabu soll geschaffen werden.

Homo-Agenda soll zur europäischen moralischen Norm werden

Es ist ein Skandal, daß im zuständigen „Ausschuß für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres (LIBE)“ viele Christdemokraten dem Lunacek-Bericht zugestimmt haben. Die Furcht vor der Homo-Lobby scheint sich dermaßen in den Gängen des EU-Parlaments ausgebreitet zu haben, daß die C-Politiker gar nicht erkennen, daß die Durchsetzung des Lunacek-Berichts die Meinungs- und Religionsfreiheit einschränken würde (abgesehen von der offensichtlichen Privilegierung von homosexuellen Personen, vor allem im Strafrecht).

Der Lunacek-Bericht ist ein gesellschaftspolitisches Projekt, das die Homo-Agenda zur europäischen moralischen Norm erheben will und die gesellschaftliche Ächtung von Abweichlern anstrebt. Es ist zu hoffen, daß öffentliche Proteste zu einer Ablehnung im Europäischen Parlament führen, denn ansonsten wird in Europa die Freiheit erheblich eingeschränkt werden.

Kommentare:

Lupusmagnus hat gesagt…

Privilegierte Kaste soso. Welches Recht fordern Homosexuelle denn was Heterosexuelle nicht haben würden?

Anonym hat gesagt…

Homosexuelle fordern, dass sie in keinster Weise kritisiert werden dürfen. Dieses Privileg haben sonst nur noch die Juden in Deutschland.

Lupusmagnus hat gesagt…

Warum wollen sie jemanden auf Grund seiner Homosexualitaet kritisieren bzw Juden auf Grund ihres Jude seins? Niemand ist unkritisierbar wenn ein entsprechender Grund vorhanden ist.

Lehrer i.R. hat gesagt…

Es ist wirklich schon mehr als aufdringlich, wie manche Homosexuelle sich aufführen. Das sind in der Regel diejenigen gleichgeschlechtlich Orientierten, deren eigentliches Problem nicht ihre geschlechtliche Ausrichtung, sondern ihre eigene Person ist - kurz gesagt, sie haben massive Persönlichkeitsstörungen. Diese versuchen sie dann über die Schiene von übertriebenen Forderungen zu kompensieren.

Unsere Gesellschaft muss sich überhaupt nicht von solchen Menschen vorschreiben lassen, dass sie sich nicht kritisch zu diesen Zusammenhängen äußern darf, doch sollte dies sachlich und ohne auf die Person abzielende Aggressivität geschehen.

Irgendwann wird es noch so weit kommen, dass sachgerechte Kritik in anderen Zusammenhängen, oder gar das Anstreichen eines Fehlers in einer Schularbeit, als homophob kritisiert wird, nur weil es einem Homosexuellen widerfährt, der sich geoutet hat.

Man muss die ganze Person ansehen und nicht einfach hinnehmen müssen, dass ein Schutzraum ertrotzt wird, der einem durchschnittlichen Menschen so nicht zusteht.
Ein Herr Volker Beck von den Grünen hat sich auch immer wieder Angriffe und Forderungen erlaubt, die über das Maß dessen weit hinausgingen, was sich ein Politiker „kraft seines Amtes“ erlauben dürfte. Dass es um ihn in letzter Zeit ruhiger geworden ist, hängt wohl mit dem Wahlergebnis der Grünen bei der letzten Bundestagswahl zusammen.

Es kann also nicht widerspruchslos hingenommen werden, was sich homosexuelle Politikerinnen und Politiker herausnehmen, weil sie meinen, kraft ihrer Stellung rücksichtslos und dreist ihre höchstpersönliche Sache vertreten zu können. Sie machen sich damit nur angreifbar!

Toleranz gegenüber Andersartigen ja, auch sie sind Mitmenschen, doch muss man nicht die übertriebenen Auswüchse einiger Persönlichkeitsgestörter widerspruchslos hinnehmen!

Ulf hat gesagt…

Mit dem Hinweis darauf, dass ich Homosexualität nicht schön, sexy oder "geil" finde sondern eher abstoßend und deshalb nicht die Stigmatisierung "homophob" tragen möchte, muss ich dennoch sagen, dass die Kritik von Herrn Gersdorf an dem Inhalt des von Frau Lunacek eingereichten Entschließungsantrages nicht treffend ist.
Das, was dort gefordert wird, ist auch für bekennende Christen, wie mich, eine Selbstverständlichkeit, da es um nichts anderes geht, als um die Wahrung der Menschenrechte für sexuell anderweitig ausgerichtete Menschen weltweit, bezogen auf Partnerländer und Länder auf die die EU Einfluß nehmen könnte.
Über Frau Lunacek und ihre Einstellung zu dem Unwort "homophob" konnte ich allerdings nichts zu Tage fördern, da ihre persönliche Web-Site von google als für meinen Computer gefährlich eingestuft wurde.
Seit langer Zeit lese ich die Kommentare auf dieser Seite zu den unterschiedlichsten Themen. Bei allem Respekt vor den Meinungen Einzelner, muss ich hier noch folgendes sagen: Unser Feind ist nicht der Homosexuelle oder der Heterosexuelle, nicht der Ungläubige, nicht der Christ, Moslem etc. sondern die Ungerechtigkeit in Person derer, die durch divide et impera den Zwist unter die Menschen tragen um auf deren Ignoranz den faschistischen Weltstaat zu errichten.
Deshalb fände ich es sehr hilfreich, wenn bösartige Kommentare von diversen Schreibern noch mal überdacht werden sollten, bevor sie für ewig auf dieser Plattform zementiert werden.

Anonym hat gesagt…

Auch ich kann nur vom Besuch der Webseite von Fr. Lunacek warnen, die ist mit Malware verseucht und der Besucher erhält eine Warnung.

Ulf, du bist bemüht um einen guten Stil. Das ist ehrenhaft. Aber wenn hier manche gröbe werden, dann nur, weil sie diesen Krieg gegen die Menschlichkeit und den Glauben satt haben und bereits verletzt werden.

Wenn die EU einen "Fahrplan" gegen irgendeine Homodiskriminierung oder Sexdiskriminierung vorhat, wirds immer militant, das ist nun schon ne asbach uralt binsenweisheit.

Darum auch hier wieder: Wehret den Anfängen.

Diese Gehirnwäscher gehören gnadenlos bekämpft.

Denn sie vergreifen sich in barbarischer Weise an den Arglosen, den Kleinkindern, ABC Schützen, Jugendlichen usw.

Man stelle sich nur mal vor, ein normal fühlender Junge muss in widerwärtigen Rollenspielen beweisen, dass er verinnerlicht hat, wie schön es ist, sich den Kackibunker durchrammeln zu lassen und dann noch den stinkenden Schwanz zu lutschen.

Also ich würde das perverse Lehrerschwein, das solches von mir verlangt, ordentlich vollkotzen und ihm die versaute Fresse polieren.

Diese homogeile Politiker-Lehrer-oder sonstwas generation ist derart dekadent und politisch korrekt, dass sie lieber unsere Kids kaputtmachen, statt zu rufen, bis hierher und nicht weiter.

Wenn das so weitergeht, mit den Rückgradlosen Deutschen, bin ich dafür, dass tausende Moslems kommen und diese Hurensöhne davon jagen.

Bunte Welt hat gesagt…

Herr von Gersdorff sollte aber beachten, dass es Inzucht (heute noch in abgeschiedenen Gegenden praktiziert), Homosexualität und Sodomie (wird heute noch vor allem in islamischen Kreisen praktiziert) schon immer gegeben hat. Es wird hier und teilweise in den Kommentaren so veranschaulicht, als wäre die Homosexualität eine Krankheit. Dem kann ich nichts abgewinnen. Ich wohne in der Nähe einer Kaserne und eines Studentenwohnblocks mit 10 Etagen - bei beiden Unterkünften gibt es offensichtliche Homosexualität und ich bin noch nicht von einer ansteckenden Krankheit befallen. Und zum Thema "Aufklärung" in der Schule sei gesagt, dass ein Gros der Schüler aufgeklärter sind als Herr v. G. und einige Schreiberlinge hier.

Matteo Rebeggiani hat gesagt…

@ Anonym

So viel zu "gutem Stil".
Ich denke, diese Plattform ist nicht initiiert worden, um Menschen mit schlimmen Ausdrücken zu beschimpfen. Es geht hier um konstruktive und erhellende Debatten, also der Gegenüberstellung von pro und contra, am besten geleitet vom christlichen Wertehimmel, sprich: Liebe deinen Nächsten!
@ Bunte Welt
Sie halten also die heutige Schülerschaft für aufgeklärt genug. Begründen Sie das bitte, vor allem bezüglich was denn genau?

Old Geezer hat gesagt…

"Terror"?
Jetzt geht es aber wirklich mit Ihnen durch, Herr Gersdorff!

Die Bekämpfung von Diskriminierung ist in Europa immer noch ein wichtiges Thema: "Senioren", die nichtmal mehr einen Kurzkredit bekommen, Frauen, die chronisch schlechter bezahlt werden als Männer, Kinder, deren Schulnoten mehr von Namen, Wohnviertel und ethnischer Herkunft abhängen als von ihren Leistungen, und eben ach gleichgeschlechtlich Verpartnerte, denen willkürlich Teile der Familienförderung vorenthalten werden.
Und solange es Regionen in Europa gibt, in denen Homosexuelle verfolgt (egal ob durch staatliche Repressalien, braune Schlägerbanden oder gesellschaftliche Ausgrenzung) verfolgt werden, ist das ebenso wie die Verfolgung von Ausländern in "national befreiten Zonen" oder von Roma durch Staatsorgane ein schwerwiegendes Defizit unserer Gesellschaft (unserer real gelebten Werteordnung) die durch die Politik bekämpft werden muß, will sie ihre selbst gestellten Ansprüche hochhalten.

"homosexuelle Personen pausenlos Haß und Verfolgungen ausgesetzt seien."

Steht da wirklich 'pausenlos' oder übertrieben Sie wiedermal großtechnisch ('suggeriert')?
Als selbsterklärter Christenmensch sollten Sie die Gebote nicht aus den Augen verlieren, insbesondere das mit dem Lügen oder dem falschen Zeugnis.

"Bekannt ist sie für die penetrante und aufdringliche Betonung ihrer eigenen Homosexualität in der Öffentlichkeit."

Eigentlich nicht, ...nie etwas von Ihr gehört; im Netz gibt es auch viele weitaus illustere Politiker.

Homophobie haben Sie schon sehr schön aus der Definition und Analogien hergeleitet - was soll also die Frage?

"Jeder, der nicht uneingeschränkt den politischen Forderungen der Homo-Lobby zustimmt, ist homophob "

Wenn man sich das Level, auf dem sich diese Forderungen bewegen, betrachtet, ist diese Folgerung auch durchaus angemessen.

"Viele Christdemokraten haben diesen wahren Psycho-Terror schon verinnerlicht"

Mitnichten.
Diese Politiker haben lediglich mal das Gehirn eingeschaltet und die Forderungen der christlich-fundamentalistischen Fraktion als offensichtlich irratioal und nur der homophoben Grundstimmung entsprungen erkannt.

"Ein Tabu soll geschaffen werden"

....und damit kennen sich ja die Fundamentalisten aller abrahamitischen Religionen hervorragend aus...

"das die Homo-Agenda zur europäischen moralischen Norm erheben will und die gesellschaftliche Ächtung von Abweichlern anstrebt"

Wenn Sie mit der "Homo-Agenda" das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und selbstbestimmte Lebensführung (solange kein anderer / dritter unmittelbar beeinträchtigt wird) meinen, und mit der angestrebten Europanorm die Möglichkeit, frei und ohne Verfolgung und Diskriminierung zu leben, dann kann man diesem Bestreben nur Befall zollen.
"Abweichler", die weiterhin Menschen herabwürdigen, beleidigen oder schlechter behandeln, bloß weil ihnen deren vermutetes Familien- oder Leibesleben nicht gefällt, gehören in der Tat geächtet, auf das Ihre Möglichkeiten, diese negativen Charakterzüge umzusetzen, begrenzt bleiben.

Old Geezer hat gesagt…

@Anonym:

Unfug.
Sie können sie gerne wegen Raserei im Verkehr, Steuerhinterziehung oder Industriespionage kritisieren...
...wenn Sie dafür Beweise haben.

Aber eben nicht wegen Homosexualität als solcher!
Und auch nicht wegen Ihrer Phantasie entsprungenen Folgen oder Ursachen der selben.

Sowenig wie sie einen Querschnittgelähmten wegen seines Rollstuhls kritisieren dürfen oder einen Roma wegen seiner Abstammung.

Und schon gar nicht dürfen sie erstere verprügeln, zweitere aus dem Rollstuhl kippen oder letztere aus der Stadt jagen.

...ist doch eigentlich gar nicht so komplex und bei vielen anderen - nennen wir sie mal 'gesellschaftlichen Randgruppen' ein alter Hu und oft auch kein Problem.

Old Geezer hat gesagt…

@Lehrer i.R.:

Soweit klingt Ihr Kommentar doch ganz vernünftig, doch ich befürchte, daß verschiedene Personen unter "sachlicher Kritik" verschiedene Dinge verstehen.

"der einem durchschnittlichen Menschen so nicht zusteht."

Welcher 'durchschnittliche Mensch muß sich bitte aufgrund seiner Partnerwahl kritisieren lassen?

Volker Beck hat stets POLITISCHE ENTSCHEIDUNGEN und STAATLICHE DISKRIMINIERUNGEN kritisiert und genau das ist sein Job!

Old Geezer hat gesagt…

@Anonym:

"Krieg gegen die Menschlichkeit und den Glauben satt "

Welcher Glaube denn bitte?
90+% der bekennenden Christen haben NULL Probleme mit Homosexuellen und gleichgeschlechtlichen Paaren.
Es ist lediglich eine Handvoll fundamentalistischer, aber dennoch politisch aktiver Grüppchen, die sich daran stoßen.
(Und einige Politiker, die sich davon Stimmen im konservativ-spießbürgerlichen Lager erhoffen - aber die handeln ja nicht aus Glaubensgründen).
Und was soll hier überhaupt das Glaubens-Argument?
Deutschland ist kein Gottesstaat, ob etwas Ihrem persönlichen Glauben oder dem ihres Nachbarn entspricht oder nicht hat kein Kriterium der Politik zu sein.

"Diese Gehirnwäscher gehören gnadenlos bekämpft."

Jup, da kommt er zum Vorschein, der kleine Kreuzritter, de nur nach einem Grund sucht, seine gewalttätigen Tendenzen durch irgendwelche Strohmänner zu legitimieren.
Und sofort sehen wir, warum die Forderung der Antragssteller nach Bekämpfung eben dieser Anfänge legitim und notwendig ist.

"Man stelle sich nur mal vor, ein normal fühlender Junge muss in widerwärtigen Rollenspielen beweisen, dass er verinnerlicht hat, wie schön es ist, sich den Kackibunker durchrammeln zu lassen und dann noch den stinkenden Schwanz zu lutschen."

Nachdem wir uns jetzt sowohl von Ihren krankhaften Wahnvorstellung (und Ihrem unterirdischen Niveau) überzeugenkonnten, haben wir auch gleich ein Beispiel für gelebte Homophobie - dafür erstmal Danke.

Den Rest Ihrer Gewaltphantasien kann man dann auch als weiteres Beispiel dafür hinzuziehen, warum nicht jeder, der sich Christ schimpft, auch in eine Machtposition gelangen darf.

AR hat gesagt…

Das, was Herr Gersdorf beschreibt, entspricht genau dem, was ich selber in den Medien miterlebe. Das Wort "Homophob" ist eigentlich ein sehr schönes Bsp., wie hier ein Tabu geschaffen werden soll. Im Prinzip wird jeder als krank gewertet, der eine biblisch-christliche Moralvorstellung vertritt. Beim Thema Gleichberechtigung kann es nicht alleine darum gehen, ob jeder alles gleichermaßen tun darf. Die Frage ist auch, ob es gut ist für andere Menschen - in unserem Fall z.B. für die Kinder.
Selbst unsere Bundeskanzlerin hat in einem Fernsehinterview vor der ganzen Nation gesagt, dass sie einem Adoptionsrecht für Homosexuelle nicht zustimmen will, weil sie anzweifelt, ob das für die adoptierten Kinder gut sei. Es geht also nicht nur um gleiche Rechte für alle, sondern um mehr. Der Homosexuelle Mann, der die Kanzlerin damals fragte, meinte dann, das sei doch eine Diskriminierung. Frau Merkel betonte aber das Gegenteil. Ist unsere Kanzlerin nun homophob? Nach dieser besagten Fernsehsendung hatte sich die Bevölkerung nun keineswegs entrüstet, sondern die CDU ein super Wahlergebnis eingefahren.
Ich erlebe das immer wieder im Gespräch mit Mitmenschen, dass sie Homosexuelle natürlich ihr Recht auf ein eigenes Partnerschaftsmodell zubilligen (was ja Toleranz im eigentlichen Sinn bedeutet), nicht aber, dass ein solches den Kindern als gleich erstrebenswert vorgestellt werden sollte. Schließlich ist es ein Partnerschaftsmodell, dass eigene Kinder schon von der Natur her verweigert. Man muss schon mit Absicht wegschauen, wenn mann nicht erkennt, dass eine homosexuelle Partnerschaft nicht einer zwischen Mann und Frau gleich kommt.
Das Argument, dass man doch einfach akzeptieren muss, dass es Homosexualität gibt, ist völlig unbrauchbar. Es gab, solange es Menschen gibt, schon alle möglichen Empfindungen, die auch entsprechende Taten hervor gebracht haben - gute wie böse. Es ist völlig unlogisch, etwas als gut anzuerkennen, blos weil es existiert. Vielmehr sind wir aufgefordert, alles vernünftig zu beurteilen und ein gutes Wertesystem festzulegen - eines, dass für die ganze Gesellschaft gut ist und nicht nur eines, das Minderheiten alle Türen öffnet. Leider scheint dieses Thema in eine extreme Einseitigkeit abgerutscht zu sein.
Und noch zum Thema christliche Nächstenliebe:
In mehreren Bibelstellen lehnt der Gott der Christen gleichgeschlechtliche Partnerschaften ab, wenn er auch den Menschen selbst nicht ablehnt, sondern ihn liebt und zum Umdenken bringen möchte. Leider verstehen Viele diese Trennung nicht, sondern sehen hier sofort eine Lieblosigkeit gegen Minderheiten. Aber darum geht es nicht. Es wäre vielmehr lieblos, den Kindern keine gute Orientierung für ihr Leben zu geben - vor allem in der Schulzeit, wo sie besonders Orientierung brauchen!

Lupusmagnus hat gesagt…

Schön geschrieben AR nur was ist mit Menschen die nicht Christen sind (dennoch moralische Menschen das schließt sich nämlich nicht aus).

Soll man Gleichgeschlechtlichen Paaren bei denen Kinder leben dann die Kinder wegnehmen?

Die Natur kennt neben der Aufzucht durch heterosexuelle Paare auch die durch homosexuelle ohne, dass dem Nachwuchs daraus ein Nachteil entsteht.

Haben sie Studien die beweisen, dass Kinder die in gleichgeschlechtlichen Beziehungen aufwachsen eher schwul werden als in anderen, sie eher kriminell, krank und ähnliches werden?

Wolfgang Adler hat gesagt…

...die Schwulen greifen gnadenlos hier an. Und ich dachte diese wären eine so verschwindende Minderheit in diesem liberalen Land. Bei genauer Betrachtungsweise, auch im täglichen Leben, sprechen Fakten Erfahrungen und Begegnungen eine ganz andere Sprache ...und das schon sehr lange. Und ab dem Urteil des EUGH aus 2013 (Asyl für Homos) werden wir langsam überhaupt das gelobte Land für entartete Sexuelle jeglicher Art, mit dem Ziel unsere Gesellschaft und damit unser Volk zu unterwandern, umzuerziehen und damit letztendlich zu vernichten, auch mit vielen sichtbaren anderen Mittel. So auch u.a. die allgemeine Sexualisierung, bei auch u.a. zur totalen Abkehr von unserer christlichen Moral und Werten. Diese Gespenster sind voll
auf der Überholspur und niemand und nichts ist in greifbarer Sicht hier Einhalt zu gebieten. In 50-100 Jahren ist eh alles vorbei!...es sei denn, ja es sei denn, eine schwere Finanz- oder und ein schwerer volkswirtschaftlicher Niedergang würde uns wie eine biblische Plage heimsuchen. Ansonsten gibt es keine Umkehr mehr!
Allen Linken, herzlichen Glückwunsch für euren bisherigen und fortfahrenden Erfolg!!

Anonym hat gesagt…

Homophobie ist in Deutschand kaum noch ein Problem.Vielleicht auf dem Land.
Ein Problem müssten wir stattdessen anpacken.Kinder landen in der Psychiatrie, weil immmer mehr Eltern sich verwirklichen müssen und ihre Beziehungen auflösen, während eine aggressive Sexualisierung und Individualisierung alle im Bann hält.
Ein Selbstmord einer 14-jährigen Schülerin hat mich betroffen gemacht.Die Mutter wollte sie in eine Wohngruppe geben, als sie Probleme hatte.Sie hat den Hilfeschrei in Form eines Suiztidversuchs nicht erkannt, obwohl oder gerade weil sie Psychologin ist. Die Einplanierung der Beziehungen und Gleichschaltung der Familien durch eine Reduzierung der Ehe auf eine sexuelle Neigung läuft unter dem Vorzeichen der Toleranz gegenüber Homosexuellen.Kinder brauchen ihre genetischen Eltern.Ein Verlust kann häufig nicht einfach kompensiert werden.

AR hat gesagt…

Berechtigte Frage, Lupusmagnus,
bei der ein Problem angesprochen wird: Je nach persönlichem Weltbild oder Glauben haben haben wir unterschiedliche Moralvorstellungen und das führt zu unterschiedlichen Vorstellungen einer gesunden Gesellschaft. Mit gesund meine ich, was für die Menschen gut oder schädlich ist, was natürlich die Kinder einschließt. Aber auch, was wir vor dem von uns geglaubten Gott verantworten können.
Ich habe schon über den Gender Mainstream gelesen und wie Beobachtungen in der Natur gewertet - oder vielleicht besser zu sagen ausgelegt werden. Da wird dann schnell von Homosexualität gesprochen ... Und ob gleichgeschlechtliche Tiereltern, die gemeinsam Tierkinder aufziehen, deshalb homosexuell empfinden oder sich eher im Rahmen einer Herde verhalten, sei mal dahin gestellt. Allerdings ist auch das Tierreich voller Beispiele, die auch Sie nicht für uns Menschen übernehmen möchten, nicht wahr?
Was aber sicher ist, ist die grundsätzliche Tatsache, dass gleichgeschlechtliche Beziehungen erst gar nicht in der Lage sind, Kinder hervorzubringen. Und was auch klar ist: Kinder, die in solchen Beziehungen aufwachsen, werden von Anfang an an eine gelebte Sexualität gewöhnt, die in der Natur keine Leibesfrucht hervor bringen kann. Und Sexualität ist ja nicht von geschlechtlichen Zusammenhängen zu lösen wie z.B. die Schwangerschaft. Sorry, aber das passt nicht zusammen und deshalb sollten wir auch nicht so tun, als täte es das.
Sehr viele Menschen haben hier enorme Gewissensprobleme, wenn sie ihre Kinder in Schulen schicken müssen, die so etwas vermitteln.
Bitte glauben Sie mir: Ich verstehe Ihre Argumentation sehr gut, aber Sie können sich nicht vorstellen, was Eltern wie ich dabei empfinden. Sie würden mich deshalb wahrscheinlich für homophob erklären, aber es handelt sich lediglich um eine biblisch-christliche Moralvorstellung, die ich habe.
Ich selber habe schon mit einem Homosexuellen ein Bier getrunken und wir haben uns prächtig verstanden. Und ob sie es glauben oder nicht, einmal hat mit einer sogar gestanden, sich in mich verliebt zu haben ... Ich habe diese Menschen wirklich geschätzt, aber Kinder sollen das nicht als gut oder erstrebenswert vermittelt bekommen. Bei allen möglichen Bekenntnissen glaube ich, dass Homosexuelle lieber heterosexuelle Neigungen hätten, schon weil ihre Körper sexuell nicht zusammen passen. Meine Kinder sollen sich nicht an eine solche Möglichkeit gewöhnen, um später mal Entsprechendes auszuprobieren.
Als Christ leite ich die Würde des Menschen aus der Schöpfung durch Gott ab, der uns nach seinem Plan, ihm ähnlich gemacht hat. Dieser Gedanke stand bei diesem Grundrecht übrigend Pate. Wenn wir nur zufällig entstandene, hoch entwickelte Tiere sind, woher leiten sie dann die Würde des Menschen ab? Vom Tier? Darf man Kindern ein anderes Partnerschaftsmodell als der Ehe zwischen Mann und Frau gleichwertig vorstellen, wenn so viele Eltern christliche Moralvorstellungen haben und sich ihnen dabei der Magen umdreht, wenn das geschieht? So etwas provoziert einen Kulturkampf, und dieser ist leider zunehmends im Gange.

AR hat gesagt…

Hatte noch eine Frage nicht beantwortet, nämlich ob es Studien gibt, die Nachteile bei Kindern aufzeigen, die in homosexuellen Partnerschaften aufwachsen. Nun, die von Professor Manfred Spieker tut es.

Anonym hat gesagt…

Im Gegensatz zu einem Kind in einer Vater-Mutter-Gruppierung, erleidet das in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung heranwachsende Kind eine gewisse Deprivationssituation, da ihm der enge Kontakt mit der Gegengeschlechtlichkeit verwehrt bleibt und somit eine Art Freiheitsentzug vorliegt.
Hirnphysiologische Gegebenheiten weisen auf die Bedeutung gegengeschlechtlicher Erziehung und damit auf die Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit gegengeschlechtlicher Spiegelung für spätere Stressverarbeitung, Bindungsfähigkeit und emotionale Zwischenmenschlichkeit hin.

Eine wesentliche neurophysiologische Basis für dieses wichtige Verhalten stellen die so genannten Spiegelneuronen dar, welche zur Grundausstattung des Gehirns gehören. Sie geben bereits dem Säugling die Fähigkeit mit einem Gegenüber Spiegelungen vorzunehmen und entsprechen so dem emotionalen Grundbedürfnis des Neugeborenen. Man geht davon aus, dass diese Spiegelneurone zwischen dem 3. und 4. Lebensjahr voll entwickelt sind. Dies ist nur dann der Fall, wenn die Fähigkeit zu spiegeln optimal und intensiv im familiären Bezugskreis (Mutter oder Vater) genutzt wird. Wie bei allen Nervenzellen im Entwicklungsstadium gegeben, gehen auch die Spiegelneuronen bei mangelnder Anregung zu Grunde ("Use it or lose it").
[siehe Kapitel „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ im Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014]

Old Geezer hat gesagt…

@Wolfgang Adler:

"[...]mit dem Ziel unsere Gesellschaft und damit unser Volk zu unterwandern[...]"

Höre ich da Anzeichen einer ausgewachsenen Paranoia?

"zur totalen Abkehr von unserer christlichen Moral und Werten"

Es sind nicht UNSERE Moral und Werte, ... sondern die zurückgebliebener bronzezeitlicher Stämme aus dem vorderen Orient.
Wenn Sie sich dieser Importnormenunterwerfe wollen (obwohl die römischen Legionen schon lange weg sind) ist das Ihre Angelegenheit, aber verkaufen Sie uns den Kram bitte nicht als originäres Kulturelles Erbe - da ist anders und weitaus älter.

" In 50-100 Jahren ist eh alles vorbei!..."

...dann skizzieren Sie doch mal bitte den Mechanismus, der diees bewirkt.

@Anoym:

"eine Reduzierung der Ehe auf eine sexuelle Neigung"

De Ehe hat weder historisch noch aktuell viel mit Sex zu tun...
...im Gegenssatz, den kann man oft, besser und einfachen außerhalb derselben haben.
Es geht um Bündnisse zwischen Familien, Zusammenhalt und Wirtschaftsgemeinschaft von Paaren, Versorgungsversprechen und rechtlicher Sicherheit.

@AR:

"Schließlich ist es ein Partnerschaftsmodell, dass eigene Kinder schon von der Natur her verweigert."

Na und?
Ein großer Teil der bürgerlichen Ehen bleibt kinderlos;
viele Paare, die ich Kinder wünschen bekommen ach keine;
viele die es könnten, wollen partout nicht.
In der Natur wie in der Geschichte sind Kinderlos Onkel und Tanten oft die primären Ersatzeltern.

Warum führen Sie bloß immer wieder dieses komplett sinnfreie Reproduktionsargument an?

Lupusmagnus hat gesagt…

Also ich finde, dass in erster Linie diejenigen die gegen die Homoehe diese auf sex reduzieren.