Donnerstag, 18. Juli 2013

Bischof Algermissen sieht Kulturkampf gegen die Ehe und kritisiert Lebenspartnerschaftsgesetz

Einen "ideologischen Kulturkampf zur Relativierung der treuen und lebenslangen Ehe" sieht der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen. Der im Grundgesetz verankerte Schutz der Ehe gelte heute nur noch theoretisch, kritisierte Algermissen in einem am Donnerstag veröffentlichten Beitrag für die Fuldaer Bistumszeitung "Bonifatiusbote". In der Praxis komme die Ehe immer mehr unter Druck.

Die rechtliche Anerkennung eingetragener Lebenspartnerschaften sei die Bresche gewesen, um den "Konsens über die Besonderheit und Bedeutung der Ehe als Verantwortungsgemeinschaft für Fruchtbarkeit, Generationensolidarität und gesellschaftliches wie staatliches Wohl sozusagen amtlich endgültig zu zerbrechen", schreibt der Bischof. Christen seien gefordert, die Ehe zu schützen, auch weil die in der Eheschließung versprochene Liebe der Ehepartner ein sakramentales Zeichen der Liebe Gottes sei. 


Quelle: KNA in katholisch.de

Kommentare:

Silke Rothstein hat gesagt…

Dieser ideologische Kulturkampf wird geführt, um das Ehegattensplitting abzuschaffen.Die Auflösung der Ehe kann jeder erleben, der sich in seinem Bekannntenkreis umschaut.Die Luxusscheidungen nehmen zu.Der Partner gehört immer mehr zum Livestyle.Besonders interessant sind die vielen Scheidungen bei evangelischen Pfarrern.Frau Käsmann hat ihre Scheidung wirklich bravourös vermarktet.Durch einer überzogenen Situationsethik kommt es zur Rechtfertigung der Sünde und nicht mehr des Sünders.

Anonym hat gesagt…

Schaun sie sich mal die Darstellungen der Familie in der Bibel an: Wenn die Normalitäten nicht reichten wurde was getrixt.
Dadurch entstand ein verändertes Verstehen der Familie, Ehe, Fortpflanzung, Liebe.
Der Knatsch, alle Unbequeme mit Sünde zu belegen, wird zu noch mehr Abstand zur Kirche führen. Es fliegen viele Steine, doch welcher war der erst, der wahre?
Soll sich doch mal der Herr Bischof zur Ehe durchkämpfen.
Die Lebenspartnerschaft frönt er eh schon: Haushälterin.
Warum nicht Haushälter?
Ist er sich seiner Gefühle sicher und unsicher zugkeich?
Der Mensch bestimmt sein Leben, und er legt letzlich selbst fest, wie was zu machen sei. Die einen machen es aus eigener Kraft, andere glauben, die Entscheidungen über nicht sichtbare Kanale gehen zu lassen.
Gut für uns, wenn die Ziele und Trffer beider nicht zu weit auseinander liegen.
Wir im der ehemaligen müssen auch erst lernen, die Vermarktung von sich Vorteil für sich zu gestalten.
Dabei lernt man schnell, dass die Freihet eigentlich nur für den Zaster besteht, uns das Geld diktiert.
Und wie weit die Ehe zur Gemeinschaft zweier führt merkt man spätestens, wenn einer gefordert ist, für den Anderen zu sprechen, der plötzlich nicht für sich bestimmen kann: Ohne Schein macht das irgend ein Beamtenarsch.
Da sollte man die Gemeinschaft stärken.
Es sollte Kulturkrampf als Kulturkamp heißen.
Wenn schon verfehlt, hauptsache getauft.
Wem soll es helfen?

Laufer hat gesagt…

Antwort zu Silke Rothstein:
Voll zutreffende Kurzanalyse! Leider "arbeitet" auch die EKD daran, eher die Sünde als den tätigen Sünder hervorzuheben. Bald kann ich nicht länger einer Kirche zugehören, die nur noch den Zeitgeist bestätigt. Sie sollte eher Paulus Römerbrief
1/20 - 32 erinnern!

Laufer hat gesagt…

Antwort zu Silke Rothstein:
Kurzkommentar voll zutreffend. Leider neigt die EKD-Führung dazu, eher den Sünder zu erheben als die Sünde zu benennen. Die EKD sollte mal wieder ins NT gucken und sich Paulus Mahnungen nach Römerbrief 1/20-32 ins Gedächtnis rufen!