Samstag, 4. Mai 2013

Angela Merkel gegen Sterbehilfe

Das Thema Sterbehilfe scheint in dieser Legislaturperiode vom Tisch zu sein.

Laut Informationen der "Welt", hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel deutlich gegen den FDP-Entwurf zur Sterbehilfe und damit gegen eine Liberalisierung der Sterbehilfe in Deutschland ausgesprochen.

"Streit mit den Kirchen kann Angela Merkel im Wahljahr nicht gebrauchen. Pünktlich zum Evangelischen Kirchentag in Hamburg hat die Kanzlerin deshalb einen Streit zwischen ihrer Regierung und den christlichen Glaubensgemeinschaften endgültig abgeräumt: Ihre schwarz-gelbe Regierung stoppt die geplante Regelung der Sterbehilfe", so die "Welt" in ihrer Online-Ausgabe.

Federführende Politikerin des Projekts war Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.

Angela Merkel strebe auch ein generelles Verbot der organisierten Sterbehilfe an, also auch der nicht-kommerziellen Sterbehilfe, sagte sie der katholischen "Bistumspresse" in einem Interview zum Kirchentag: "Wir sollten uns die Zeit nehmen, dafür noch eine Mehrheit zu finden." Damit ist das FDP-Gesetz Makulatur und in dieser Legislaturperiode wird es keine Neuregelung der Sterbehilfe geben. Die FDP wollte lediglich die kommerzielle Sterbehilfe unter Strafe stellen.

Dies hätte aber de facto zu einer vollen Freigabe der Sterbehilfe geführt, so die Welt: "Da die einschlägigen Sterbehilfeorganisationen jedoch in kommerziell, sondern als Vereine organisiert sind, hätten sie ihre Tätigkeit fortsetzen können. Das Gesetz war – wohl absichtlich – an der Realität vorbei konstruiert worden und hätte das Wirken der Sterbehelfer de facto legalisiert."

Diverse Lebensrechtsgruppen, darunter SOS LEBEN das Christopheruswerk in Münster und die Initiative „Nie Wieder!“,
die CDL, der BVL, und andere haben scharf gegen die geplante Reform des § 217 StGB protestiert.

 

Kommentare:

Für sich hat gesagt…

Wir überlegen:
Gibt es Menschen, die es brauchen, denen es nützt?
Verursacht es Schäden?
Was spricht dafür, was dagegen?
Meinen wir es nur gut, wenn wir es ablehnen oder befürworten? Machen wir es gut, wenn wir es zulassen oder verbieten?
Hier wird keine der Antworten gesucht. Es wird nur eine gegeben. Und diese Antwort ist nicht vom Verstand gestützt, weil die, die die Antwort geben den Verstand ignorieren. Der Verstand ist nur vom Menschen gedachtes Gut.
Einigen Menschen bringt das Dafür Menschenwürde in ihrer Lage, andere werden es es sich für ihren Egoismus genehmigen.
Wie alles auf der Welt.
Versucht mal, Farben zu erkennen. Das ist Leben ist nicht nur schwarz und weiß.
Wer für sein Wohlergehen sorgt, ist nict für die Probleme anderer Menschen der richtige Ratgeber. Oft nicht mal sein eigener.
Kann ein Hund Bundeskanzler werden?
Nein. So'n blöden Hund gibt es nicht.

Old Geezer hat gesagt…

@Für sich gesagt:

Ich kenne mehrere Menschen, die Sterbehilfe nicht ohne Grund für sich befürworten und sehe nicht, daß irgendetwas dafürspricht, einem mündigen Erwachsenen diese Entscheidung abzusprechen.

Ich sehe allerdings, warum sich die Kirchen so dagegenstemmen:
nicht nur ist ihre Philosophie darauf ausgelegt, dem Menschen eine Pflicht einzureden, dieses Jammertal durchzustehen, um so den weltlichen wie geistlichen Herrschern willige Arbeitskräfte zu erhalten, die sich sonst auf einer Abkürzung ins Paradies davommachen könnten, heutzutage würde ihnen dieses auch das hochprofitable Geschäft mit Pflegeheimen und Sterbehospizen versauen, wo sie jeden Monat tausende von Euro für gelegentliches Wechseln von Bettpfannen in Mehrbettzimmern aus wehrlosen Menschen pressen können.

Anonym hat gesagt…

Was sieht man daraus?
Glauben soll Menschenwürde sein.
Wer Menschenwürde für sich ohne Glaunem will ist schwach dran.
Dann nennen wir die Atheisten einfach auch Gläubige. Dann haben wir den Grundsatz Glaubensfreihit zu beanspruchen und Kirchen sind außen vor.
Was die können, können auch andere. Was die wollen, brauchen nicht alle.
Leider müssen Entscheidungsträger jedem dieser Unholde Beachtung schenken. Wer spricht ein weises Wort aus?
Wenn schon Diskussionen in Familie und bei Bekannten persönlich genommen werde. Und auf sich bezogen. Kaum einer läßt dem anderen sein Gesicht bei einer Aussprache. Und gibt der Klügere nach, wird es eh nur Unkluges.