Donnerstag, 22. November 2012

Bischof Tebartz-van Elst: Besorgnis erregende Verschiebung des Wertekanons in Deutschland

Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat eine Besorgnis erregende Verschiebung des Wertekanons in Deutschland beklagt. Diese Verschiebung sei mittlerweile auch in der Rechtsprechung der höchsten deutschen Gerichte angekommen, sagte der Bischof am Mittwoch vor christlichen Abgeordneten der Unionsfraktion im Bundestag.

Tebartz-van Elst ermunterte die Parlamentarier, sich allen Versuchen, den im Grundgesetz garantierten Schutz von Ehe und Familie zu relativieren oder aufzuweichen, entschieden entgegenzustellen. Er sprach als Gast des "Kardinal-Höffner-Kreises", in dem sich seit 1993 engagierte Christen an der Nahtstelle zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft treffen.

Bischof begrüßt Betreuungsgeld

Der Bischof wertete die Einführung des Betreuungsgeldes positiv als ergänzende Leistung für eine nachhaltige Familienförderung; sie trage den unterschiedlichen Familienmodellen und Lebensentwürfen Rechnung. Die Tatsache, dass die Auszahlung des Betreuungsgeldes an die Nichtinanspruchnahme von staatlicher Kinderbetreuung gekoppelt sei, bezeichnete Tebartz-van Elst als "nicht glücklich". Die Betreuung in Kitas und die Betreuung zuhause sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Dazu gehöre auch die Erkenntnis, dass für Kinder in einem schwierigen sozialen Umfeld die staatliche Betreuung unter Umständen der bessere Weg sein könne, sagte der Bischof. Er bedaure es sehr, dass die Debatte um dieses Thema in den vergangenen Monaten "in polarisierender Weise und emotional wie ideologisch aufgeladen" geführt worden sei. Mehr Sachlichkeit wäre angebracht gewesen, sagte der Limburger Bischof, der zugleich Vorsitzender der Familienkommission der Deutschen Bischofskonferenz ist.

Quelle: KNA

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ein wichtiger für das Betreuungsgeld sprechender Faktor wird selten gesehen, denn ein
bezüglich der sehr frühen Krippenaufbewahrung nicht ausreichend beachtetes Problem ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung mit der Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung.
Für unsere Zukunft ist es unsinnig, die jungen Mütter für momentan scheinbar dringend benötigte Arbeitskräfte und um parteipolitisch gewollt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu dokumentieren aus der Familie zu entfernen und dadurch die wichtigste Resource, welche unser Volk besitzt, nur ungenügend sprachlich und kognitiv entwickelt zu ernten. (Siehe Ärztereport der Barmer Ersatzkasse vom Januar 2012 mit bereits jetzt schon ca. 40% sprachgestörten Kindern im Alter von 5-6 Jahren (Gründe: Zunahme Tagesmütter; enorme Lärmpegel in Kitas); logopädische Behandlungskosten etwa 1 Milliarde Euro).

Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, zumal in diesem Zeitraum zumindest zwei kürzere Phasen besonders begierigem Sprechlernen des Kleinkindes individuell verschieden auftreten (siehe Buch„Vergewaltigung der menschlichen Identität; über die Irrtümer der Gender-Ideologie“)

Anonym hat gesagt…

danke. es geht um die zerstörung der familien und einen frühen zugriff auf die entwurzelten kinder.
der eigentlichen gefahr ist sich kaum jemand wirklich bewusst. es wird ein langzeitplan verfolgt.
menschen ohne bindungen - einsetzbar für alles und gegen jeden...
kriege sollen geführt werden...
alles hat den gleichen absender.