Freitag, 24. Februar 2012

Frankreich: Euthanasie Thema im Wahlkampf für die Präsidentschaftswahl

Das Wissen um palliative Sterbebegleitung liegt in Frankreich hinter dem neusten Stand zurück. Das schreibt die Vatikanzeitung „L’Osservatore Romano“ in ihrer italienischsprachigen Ausgabe an diesem Mittwoch. Sie bezieht sich auf die Ergebnisse eines aktuellen Berichtes zum Thema, der im Auftrag der französischen Regierung erstellt wurde. Statt über die Chancen der palliativen Medizin zu informieren, werde im aktuellen Wahlkampf in Frankreich die Frage der Euthanasie verhandelt, klagt der italienische Medizinprofessor Ferdinando Cancelli in dem Osservatore-Artikel. Dabei besitze Frankreich doch eine der „sorgfältigsten, detailliertesten und modernsten“ Gesetzgebungen zur Frage des Lebensendes, so Cancelli weiter. Die beiden französischen Spitzenkandidaten für das Präsidentenamt haben sich im Wahlkampf mit gegensätzlichen Positionen in der Frage profiliert: Präsident Nicolas Sarkozy spricht sich gegen die Euthanasie aus, sein Herausforderer Francois Hollande dafür.

Quelle: Radio Vatikan

Kommentare:

Kerkermeister hat gesagt…

wenn ich schon nicht entscheiden konnte ob und wann ich geboren wurde, dann möchte ich im Fall von einer schleichenden, tödlichen Krankheit wenigstens entscheiden, selbst abtreten zu können. Nicht nur leben ist ein Recht - auch sterben!

Anonym hat gesagt…

@ Kerkermeister: "Nicht nur leben ist ein Recht - auch sterben!"
Auf welcher Grundlage wird diese Aussage getroffen? Woher gibt es ein Recht auf Leben? Das ist mir neu. Hat jede Samenzelle und jede Eizelle das Recht befruchten zu dürfen bzw. beruchtet werden zu dürfen?
Gerde das Recht auf Leben wird vielen abgesprochen, woher sonst diese ungeheuerlich große Anzahl Abtreibungen? Jedes Jahr eine mittlere Großstadt allein in Deutschland.
Nur auf christlichem Hintergrund kann man sagen, dass man ein Recht auf Leben hat, wenn Gott es einem zugesprochen hat - in dem man eben geboren wurde. Dieses Leben ist aber ein geliehenes "Recht" über das man nicht selbst bestimmen kann, auch nicht im Falle eines (gewünschten) Todes. Es gibt auch kein Recht auf ein gesundes Leben oder auf (gesunde) Kinder. Kein Mensch hat das Recht, über Leben und Tod zu entscheiden, weder über das ungeborene, noch über sein eigenes. Nicht umsonst heißt es SelbstMORD.

ich hat gesagt…

für den menschen heisst es leben.
das leben beginnt, wird gelebt und endet.
wir haben das wissen und die moral damit umzugehen.
ich mache gebrauch davon und das so wie ich es erkannt habe, für richtig schätze.
bietet mir jemand was neues zieh ichs rein und sortiere es für mich. von diesen biederen worten lasse ich mich nicht verbiegen und stimme ihnen nicht zu wenn ich sie nicht überzeugend und anwendbar für alle finde.
ich empfange recht und ich schaffe recht - aktiv wie passiv.
man sollte alles können können wenn man kann. das ist ein weites feld wo einige anpflocken und andere ihre ausdehnung auch so kennen.
WIR HABEN DIE PFLICHT ALLSES NACH BESSTEM RECHT UND GEWISSEN ZU MACHEN UND NICHTERKANNTES SCHNELLSTENS ZU ERKENNEN:
wenn ich weiß wie ich zu nachkommen gelange die gesund sind werde ich die möglichkeiten soweit akzeptabel dazu nutzen. da lasse ich mir von den leuten raten die mein ziel akzeptiern und mehr und besseres wissen haben.
mit meinem wissen entscheide ich über mich. das ist mein recht und ich lasse es mir von anderen nicht zerhacken. das räume ich anderen auch ein. ob sie mein vorgehen oder ihre meinung zu hilfe nehmen und anwenden ist ihre sache. nicht deren die meinen zu bestimmen.
wissender eingriff in die natur ist simples anwenden von erkenntnissen. vorrangig sollte man die natur gewähren lassen doch sie ist nach unserer meinung nicht zu allen gleich und gerecht. wir sagen dann zb helfen.
wer im stall lebt sollte nicht über den sternenhimmel reden den man hinter eimem abgedunkelten fenster vermutet.

Simon Boccanegra hat gesagt…

Mich interessiert eigentlich nur, was Marine Le Pen zu der Sache meint.

Der Chorleiter hat gesagt…

Mich interessier, was ist gut für uns und was gut für alles französiche, einschließlich Bürger.
Wie können diese etwas für sich gut machbares so gestalten, daß es andere nicht zum Ekel bringt sonderern ihnen eine Möglichkeit der Verbessserung öffnet.
Welches Wort nutze ich, um etwas sichtbar oder nur nieder mache?
Mit einem Forte erreiche ich nicht immer einen Aufschrei im Text optimal. Oft schafft es nur das Gegenteil.
Doch die Damen und Herren hier sind auf Noten spielen geschult, nicht auf das musizieren.
Mir bleibt die Hoffnung auf ein Erkennen der Anderen.
Die Welt ist schön. Nutzt es. Und laßt es andere nutzen.